Die Kane-Chroniken 3: Der Schatten der Schlange - Rick Riordan - E-Book
oder
Beschreibung

Der Weltuntergang steht bevor – schon wieder! Und schon wieder bleibt es an Sadie und Carter Kane hängen, das Ende der Welt zu verhindern und die Chaosschlange Apophis aufzuhalten. Aber alles wäre etwas einfacher, wenn Thot, der Gott des Wissens, nicht immer in Rätseln sprechen würde; wenn der Sonnengott Re nicht so schrecklich senil wäre; und wenn ihnen nicht dauernd fremde Götter in die Gedanken quatschen würden. Werden es die Kane-Geschwister auch diesmal schaffen, die Welt zu retten?

Die ganze Serie über die Kane-Geschwister:
Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide (Band 1) 
Die Kane-Chroniken – Der Feuerthron (Band 2) 
Die Kane-Chroniken – Der Schatten der Schlange (Band 3)
Percy Jackson – Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane (Sonderband)

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl:0


Von Rick Riordan im CARLSEN Verlag erschienen:Percy Jackson – Diebe im Olymp (Band 1) Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen (Band 2) Percy Jackson – Der Fluch des Titanen (Band 3) Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth (Band 4) Percy Jackson – Die letzte Göttin (Band 5) Helden des Olymp – Der verschwundene Halbgott (Band 1) Helden des Olymp – Der Sohn des Neptun (Band 2) Helden des Olymp – Das Zeichen der Athene (Band 3) Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide (Band 1) Die Kane-Chroniken – Der Feuerthron (Band 2) CARLSEN-Newsletter Tolle neue Lesetipps kostenlos per E-Mail!www.carlsen.dewww.helden-abenteuer.de Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung, können zivil- und strafrechtlich verfolgt werden. In diesem E-Book befinden sich Verlinkungen zu Webseiten Dritter. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Carlsen Verlag GmbH die Inhalte Dritter nicht zu eigen macht, für die Inhalte nicht verantwortlich ist und keine Haftung übernimmt. Alle deutschen Rechte bei CARLSEN Verlag GmbH, Hamburg 2014 Originalcopyright © 2012 by Rick Riordan Originalverlag: Disney · Hyperion Books, New York, USA Permission for this edition was arranged through the Nancy Gallt Literary Agency. Originaltitel: The Serpent’s Shadow. The Kane Chronicles, Book Three Umschlaggestaltung: Helge Vogt, trickwelt Umschlagtypografie: formlabor Innenabbildungen (Hieroglyphen): Michelle Gengaro-Kokmen. Reprinted by permission of Disney · Hyperion Books. Aus dem Englischen von Claudia Max Lektorat: Kerstin Claussen Herstellung: Karen Kollmetz Satz und E-Book-Erstellung: Dörlemann Satz, Lemförde ISBN 978-3-646-92188-5 Alle Bücher im Internet unterwww.carlsen.de

Für drei wunderbare Lektorinnen, die meinen Weg als Schriftsteller geprägt haben: Kate Miciak, Jennifer Besser und Stephanie Lurie – die Magierinnen, die meine Worte zum Leben erweckten.

Warnhinweis    Dies ist die Mitschrift einer Aufnahme. Carter und Sadie Kane haben mir bereits zwei solcher Aufnahmen geschickt, die ich als »Die rote Pyramide« und »Der Feuerthron« niedergeschrieben habe.     Auch wenn ich mich geehrt fühle, dass die Kanes mir weiterhin ihr Vertrauen schenken, muss ich euch warnen: Dieser dritte Bericht ist wirklich beunruhigend. Die Kassette kam in einer verkohlten Kiste zu mir nach Hause und war von Klauen- und Zahnabdrücken durchlöchert, die mein Zoologe nicht zuordnen konnte. Ich bezweifle, dass die Kiste ohne die Schutzhieroglyphen auf der Außenseite ihre Reise überlebt hätte. Wenn ihr weiterlest, werdet ihr den Grund dafür erfahren.

Sadie

1.

Wir sprengen eine Party

Hier Sadie Kane.

Wenn ihr euch das anhört, Glückwunsch! Ihr habt den Weltuntergang überlebt.

Als Erstes möchte ich mich für sämtliche Unannehmlichkeiten entschuldigen, die euch das Ende der Welt vielleicht bereitet hat. Die Erdbeben, Aufstände, Krawalle, Tornados, Überschwemmungen, Tsunamis und natürlich die Riesenschlange, die die Sonne verschluckt hat – ich fürchte, das meiste davon war unsere Schuld. Carter und ich sind deshalb übereingekommen, dass wir euch wenigstens erklären sollten, wie es dazu kam.

Das hier ist vermutlich unsere letzte Aufnahme. Wenn ihr unsere Geschichte gehört habt, wisst ihr auch, warum.

Unsere Probleme begannen in Dallas, als die feuerspuckenden Schafe die König-Tut-Ausstellung in Schutt und Asche legten.

In jener Nacht gaben die texanischen Magier eine Party im Skulpturengarten gegenüber dem Dallas Museum of Art. Die Männer trugen Smoking und Cowboystiefel, die Frauen Abendkleider und Frisuren, die an explodierte Zuckerwatte erinnerten.

Auf dem Podium spielte eine Band angestaubte Countrymusik. In den Bäumen schimmerten Lichterketten. Von Zeit zu Zeit kamen Magier aus geheimen Türen der Skulpturen oder zauberten Feuerfunken herbei, um lästige Moskitos abzufackeln, ansonsten machte jedoch alles den Eindruck einer ganz normalen Party.

Als wir ihn zu einer Krisenbesprechung wegzogen, plauderte JD Grissom, Oberhaupt des Einundfünfzigsten Nomos, gerade mit seinen Gästen und ließ sich einen Teller Rindfleisch-Tacos schmecken. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, aber in Anbetracht der Gefahr, in der er sich befand, blieb uns nichts anderes übrig.

»Ein Angriff?« Er runzelte die Stirn. »Die Tut-Ausstellung läuft schon einen Monat. Wenn Apophis zuschlagen wollte, hätte er das doch längst getan, oder?«

JD war groß und stämmig, hatte ein markantes wettergegerbtes Gesicht und federartige rote Haare und seine Hände fühlten sich so rau wie Baumrinde an. Ich schätzte ihn auf etwa vierzig, aber bei Magiern lässt sich das schwer sagen. Er hätte ebenso gut vierhundert sein können. Er trug einen schwarzen Anzug und eine Cowboykrawatte (ihr wisst schon, dieses Schnurdings, das von einer Brosche zusammengehalten wird) und eine große silberne Gürtelschnalle mit dem Lone Star von Texas, die ihn wie ein Wildwest-Sheriff aussehen ließ.

»Wir reden gleich«, sagte Carter. Er führte uns auf die andere Seite des Gartens.

Ich muss einräumen, mein Bruder trat erstaunlich selbstsicher auf.

Er ist natürlich immer noch ein absoluter Vollpfosten. Auf der linken Seite, wo ihm der Greif einen »Knutschfleck« verpasst hatte, fehlte in seinen braunen Kraushaaren ein Büschel, und den ganzen Kerben auf seinem Gesicht nach zu urteilen, hatte er es mit dem Rasieren auch noch nicht wirklich drauf. Seit seinem fünfzehnten Geburtstag war er jedoch in die Höhe geschossen und vom ausgiebigen Kampftraining muskulöser geworden. In seinen schwarzen Leinenklamotten sah er souverän und erwachsen aus, vor allem mit diesem Chepesch-Schwert um die Hüften. Allmählich konnte ich ihn mir als Oberhaupt vorstellen, ohne einen Lachanfall zu kriegen.

[Warum starrst du mich so böse an, Carter? Das war doch eine ziemlich schmeichelhafte Beschreibung.]

Carter nahm sich eine Handvoll Tortilla-Chips vom Buffet. »Apophis verfolgt ein Muster«, erklärte er JD. »Die anderen Attacken ereigneten sich alle in Neumondnächten, immer dann, wenn es am dunkelsten war. Glaub mir, er wird dein Museum heute Nacht angreifen. Und zwar mit allem, was ihm zur Verfügung steht.«

JD Grissom drückte sich an einer Gruppe Champagner trinkender Magier vorbei. »Diese anderen Angriffe …«, sagte er. »Damit meinst du Chicago und Mexiko-Stadt?«

»Und Toronto«, sagte Carter. »Und … noch einige andere.«

Ich wusste, dass er nicht deutlicher werden wollte. Die Angriffe, deren Zeuge wir im Laufe des Sommers geworden waren, hatten uns beiden Albträume beschert.

Der richtige, endgültige Weltuntergang hatte noch nicht stattgefunden. Die Chaosschlange Apophis war vor einem halben Jahr aus ihrem Gefängnis in der Unterwelt ausgebrochen, doch sie hatte noch immer nicht mit der erwarteten großflächigen Invasion der Menschenwelt begonnen. Aus irgendeinem Grund schien die Schlange noch immer abzuwarten und verlegte sich solange auf kleinere Angriffe auf Nomoi, in denen es bislang sicher und ruhig gewesen war.

So wie hier, dachte ich.

Als wir an der Bühne vorbeikamen, beendete die Band gerade einen Song. Eine hübsche blonde Frau mit einer Fiedel winkte JD mit dem Bogen zu.

»Komm schon, Schatz!«, rief sie. »Du wirst an der Hawaiigitarre gebraucht!«

JD zwang sich zu einem Lächeln. »Moment noch, Süße. Bin gleich wieder da.«

Wir liefen weiter. JD drehte sich zu uns. »Meine Frau, Anne.«

»Ist sie auch Magierin?«, fragte ich.

Er nickte, seine Miene verdüsterte sich. »Diese Angriffe. Warum seid ihr so sicher, dass Apophis gerade hier zuschlagen wird?«

Da Carter den Mund voller Tortilla-Chips hatte, kam nur »Mhm-hmm« als Antwort.

»Apophis ist hinter einem bestimmten Artefakt her«, übersetzte ich. »Fünf Kopien davon hat er bereits zerstört. Das letzte Exemplar befindet sich in deiner Tut-Ausstellung.«

»Welches Artefakt denn?«, fragte JD.

Ich zögerte. Auch wenn wir vor unserer Abreise nach Dallas alle möglichen Abschirmzauber gesprochen und uns mit schützenden Amuletten eingedeckt hatten, um magische Lauschangriffe abzuwehren, machte es mich noch immer nervös, unsere Pläne laut auszusprechen.

»Wir zeigen es dir lieber.« Ich lief um einen Springbrunnen herum, wo zwei junge Magier mit ihren Zaubermessern leuchtende Ich liebe dich-Botschaften auf den Pflastersteinen verfolgten. »Wir haben unsere besten Leute zur Unterstützung mitgebracht. Sie warten im Museum. Wenn du uns das Artefakt untersuchen lässt, können wir es vielleicht mitnehmen und sicher aufbewahren –«

»Mitnehmen?« JD runzelte die Stirn. »Die Ausstellung steht unter strengster Bewachung. Meine besten Magier schützen sie Tag und Nacht. Glaubt ihr, im Brooklyn House könntet ihr das besser?«

Wir blieben am Rande des Gartens stehen. Auf der anderen Straßenseite hing ein zwei Stockwerke langes König-Tut-Banner an der Museumsfassade.

Carter zog sein Telefon heraus und zeigte JD Grissom ein Foto – eine ausgebrannte Villa, die früher einmal die Zentrale des Einhundertsten Nomos in Toronto gewesen war.

»Ich bin sicher, dass du tolle Wächter hast«, sagte Carter. »Aber es wäre uns lieber, wenn dein Nomos nicht zu Apophis’ Zielscheibe würde. Bei den anderen Angriffen dieser Art … haben die Schergen der Schlange niemanden verschont.«

JD starrte auf das Foto, dann blickte er zu seiner Frau Anne, die sich durch eine Tanznummer fiedelte.

»Gut«, sagte JD. »Ich hoffe, euer Team taugt wirklich was.«

»Sie sind absolut super«, versprach ich. »Komm, wir machen euch bekannt.«

Unsere Spitzenmagier waren damit beschäftigt, den Museumsshop auseinanderzunehmen.

Felix hatte drei Pinguine herbeigezaubert, die mit König-Tut-Masken aus Papier herumwatschelten. Unser Pavianfreund, Cheops, thronte auf einem Bücherregal und las Die Geschichte der Pharaonen, was eigentlich – hätte er das Buch nicht verkehrt herum gehalten – beeindruckend gewesen wäre. Walt – ach, Walt-Schätzchen, warum? – hatte die Schmuckvitrine geöffnet und untersuchte Bettelarmbänder und Halsketten, als wohnten ihnen magische Eigenschaften inne. Alyssa ließ mit Hilfe ihrer Erdelementarmagie Tongefäße schweben und jonglierte mit zwanzig oder dreißig davon in einem Achter.

Carter räusperte sich.

Walt erstarrte, die Hände voller Goldschmuck. Cheops kletterte vom Bücherregal, wobei er den Großteil der Bücher gleich mit runterfegte. Alyssas Tongefäße krachten auf den Boden. Felix versuchte seine Pinguine hinter die Kasse zu scheuchen. (Er ist von der Nützlichkeit von Pinguinen ziemlich überzeugt. Ich weiß auch nicht, warum.)

JD Grissom trommelte mit den Fingern gegen seine Lone-Star-Gürtelschnalle. »Das ist also euer Spitzenteam?«

»Ja!« Ich bemühte mich, ein gewinnendes Lächeln aufzusetzen. »Tut mir leid wegen des Durcheinanders. Ich werde einfach, ähm …«

Ich zog mein Zaubermesser aus dem Gürtel und sprach einen mächtigen Zauberspruch: »Hi-nehm!«

Mittlerweile klappte es besser mit diesen Zaubern. Meistens konnte ich die Kraft meiner Schutzgöttin Isis anzapfen, ohne in Ohnmacht zu fallen. Und ich war noch kein einziges Mal explodiert.

Die Hieroglyphe für Füg zusammen leuchtete kurz in der Luft auf:

Die Tonscherben flogen wieder zusammen. Die Bücher wanderten ins Regal zurück. Die König-Tut-Masken lösten sich von den Pinguinen und darunter kamen – Überraschung! – Pinguine zum Vorschein.

Unsere Freunde wirkten ziemlich verlegen.

»’tschuldigung«, murmelte Walt und legte den Schmuck in die Vitrine zurück. »Uns war langweilig.«

Ich konnte nicht lange auf Walt sauer sein. Er war groß und athletisch und hatte die Figur eines Basketballspielers, die Jogginghosen und ein Muskelshirt brachten seinen durchtrainierten Körper gut zur Geltung. Seine Haut hatte die Farbe von heißem Kakao, sein Gesicht war ebenso majestätisch und schön wie die Statuen seiner Pharaonenvorfahren.

Ob ich in ihn verknallt war? Na ja, das ist kompliziert. Später mehr davon.

JD besah sich unser Team.

»Schön, euch alle kennenzulernen.« Irgendwie schaffte er es, weiterhin begeistert zu wirken. »Kommt mit.«

Das Foyer des Museums war ein weitläufiger weißer Raum mit leeren Bistrotischen, einer Bühne und einer Decke, die hoch genug für eine ausgewachsene Giraffe gewesen wäre. Auf der einen Seite führte eine Treppe zu einer Galerie mit Büros. Auf der anderen Seite sah man durch eine Glasfront die nächtliche Skyline von Dallas.

JD deutete nach oben zur Galerie, wo zwei Männer in schwarzen Leinengewändern patrouillierten. »Seht ihr? Überall sind Wächter postiert.«

Die Männer hielten ihre Zauberstäbe und -messer einsatzbereit. Als sie zu uns herunterspähten, fiel mir auf, dass ihre Augen leuchteten. Die Hieroglyphen auf ihren Wangen erinnerten an Kriegsbemalung.

Alyssa flüsterte mir zu: »Was ist mit ihren Augen?«

»Überwachungsmagie«, vermutete ich. »Die Zeichen ermöglichen es den Wachen, in die Duat zu blicken.«

Alyssa biss sich auf die Lippe. Da Geb ihr Schutzgott war, bevorzugte sie feste Substanzen wie Stein und Lehm. Große Höhe oder tiefes Wasser waren nicht ihr Ding. Und die Vorstellung der Duat – des magischen Reiches, das parallel zu unserer Welt existierte – war ihr absolut zuwider.

Einmal, als ich ihr die Duat als einen Ozean beschrieb, der unter unseren Füßen in magischen Ausmaßen Schicht um Schicht endlos in die Tiefe reichte, dachte ich schon, Alyssa würde seekrank.

Dem zehnjährigen Felix hingegen waren solche Befindlichkeiten fremd. »Cool!«, meinte er. »Ich will auch Leuchtaugen.«

Als er mit dem Finger über seine Wangen fuhr, blieben leuchtend purpurfarbene Flecken in Form der Antarktis zurück.

Alyssa lachte. »Kannst du jetzt in die Duat blicken?«

»Nein«, räumte er ein. »Aber ich erkenne meine Pinguine viel deutlicher.«

»Wir sollten uns beeilen«, mahnte Carter. »Apophis schlägt normalerweise am höchsten Umlaufpunkt des Mondes zu. Der in –«

»Agh!« Cheops hielt alle zehn Finger hoch. Wenn Paviane mal nicht den perfekten astronomischen Riecher haben.

»In zehn Minuten«, sagte ich. »Na toll.«

Wir gingen auf den Eingang der König-Tut-Ausstellung zu, der mit dem riesigen goldenen Schild mit der Aufschrift KÖNIG-TUT-AUSSTELLUNG kaum zu verfehlen war. Er wurde von zwei Wächtern gesichert, die beeindruckend große Leoparden an der Leine hielten.

Carter sah JD erstaunt an. »Wie hast du dir ungehinderten Zugang zum Museum verschafft?«

Der Texaner zuckte mit den Schultern. »Meine Frau, Anne, ist Vorsitzende des Kuratoriums. So, und welches Artefakt wollt ihr nun sehen?«

»Ich habe mir die Ausstellungsübersicht angeschaut«, sagte Carter. »Komm. Ich zeig es dir.«

Die Leoparden interessierten sich ziemlich für Felix’ Pinguine, doch die Wächter hielten sie zurück.

Die Ausstellung war umfangreich, aber die Einzelheiten interessieren euch vermutlich nicht. Ein Labyrinth von Räumen mit Sarkophagen, Statuen, Möbelstücken, Goldschmuck – bla, bla, bla. Mir konnte das alles gestohlen bleiben. Ich hatte so viele ägyptische Sammlungen gesehen, dass es für mehrere Leben reichte.

Außerdem stieß ich überall auf Erinnerungen an schlechte Erfahrungen, die wir gemacht hatten.

Wir gingen an einer Vitrine mit Uschebti-Figuren vorbei, die zweifellos mit einem Zauber belegt waren, so dass sie auf Zuruf lebendig werden könnten. Uschebti hatte ich auch schon eine stattliche Anzahl erledigt. Wir passierten Statuen finster blickender Ungeheuer und Götter, gegen die ich eigenhändig gekämpft hatte – den Geier Nechbet, der einmal Besitz von meiner Gran ergriffen hat (lange Geschichte); das Krokodil Sobek, das versucht hat, meine Katze umzubringen (noch längere Geschichte); und die Löwengöttin Sachmet, die wir mal mit scharfer Soße besiegt haben (fragt nicht).

Am bedrückendsten: eine kleine Alabasterstatue unseres Freundes Bes, des Zwergengottes. Die Steinmetzarbeit war uralt, doch diese Knollennase war unverkennbar, der Rauschebackenbart, die Wampe und das liebenswert hässliche Gesicht, das aussah, als hätte man immer wieder mit der Bratpfanne daraufgeschlagen. Wir hatten nur ein paar Tage mit Bes verbracht, aber er hatte im wahrsten Sinne des Wortes seine Seele verkauft, um uns zu helfen. Sein Anblick erinnerte mich jedes Mal an eine Schuld, die ich nie würde begleichen können.

Ich muss länger vor seiner Statue stehen geblieben sein, als mir bewusst war. Der Rest der Gruppe war schon an mir vorbei und ging in den nächsten Raum ungefähr zwanzig Meter weiter, da zischte eine Stimme neben mir: »Psst!«

Ich blickte mich um. Vielleicht hatte Bes’ Statue gesprochen? Die Stimme rief noch einmal: »Hey, Püppi. Hör zu. Is nicht viel Zeit.«

Mitten in der Wand, auf meiner Augenhöhe, wölbte sich aus dem weißen Rauputz das Gesicht eines Mannes hervor, als versuche es durchzubrechen. Das Gesicht hatte eine Hakennase, grausame dünne Lippen und eine hohe Stirn. Obwohl es dieselbe Farbe hatte wie die Wand, wirkte es höchst lebendig. Die leeren Augen schafften es sogar, ungeduldig auszusehen.

»Du wirst die Schriftrolle nicht retten, Püppi«, warnte der Mann. »Und selbst wenn es dir gelänge, würdest du sie nie im Leben verstehen. Du bist auf meine Hilfe angewiesen.«

Seit ich zauberte, hatte ich viele seltsame Dinge erlebt, deshalb war ich nicht besonders überrascht. Trotzdem war ich nicht so naiv, irgendeiner alten, weiß verspachtelten Erscheinung zu trauen, die mich anquatschte, und jemandem, der mich Püppi nannte, schon gar nicht. Er erinnerte mich an Onkel Vinnie aus diesen dämlichen Mafiafilmen, die sich die Jungs im Brooklyn House gern reinziehen – vielleicht gehörte das Gesicht ja zu einem dieser Mafiaonkel.

»Wer bist du?«, wollte ich wissen.

Der Mann schnaubte. »Tu nicht so, als wüsstest du das nicht. Als gäbe es irgendjemanden, der das nicht wüsste. Dir bleiben zwei Tage, bis sie mich zur Schnecke machen. Wenn du Apophis besiegen willst, lässt du besser deine Beziehungen spielen und holst mich hier raus.«

»Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst«, sagte ich.

Der Mann klang nicht wie Seth, der Gott des Bösen, oder wie die Schlange Apophis oder irgendeiner der anderen Gauner, mit denen ich mich schon mal herumgeschlagen hatte, aber man konnte ja nie wissen. Immerhin gab es da diese Sache, auch Magie genannt.

Der Mann schob trotzig das Kinn vor. »Okay, verstehe. Du verlangst einen Vertrauensbeweis. Die Schriftrolle wirst du niemals retten, aber such nach dem goldenen Schrein. Wenn du eins und eins zusammenzählen kannst, wird er dir einen Hinweis geben. Übermorgen bei Sonnenuntergang, Püppi. Danach gilt mein Angebot nicht mehr, weil ich dann nämlich dauerhaft –«

Er würgte und bekam große Augen. Er sträubte sich, als würde sich eine Schlinge um seinen Hals zuziehen. Dann verschwand er langsam wieder in der Wand.

»Sadie?«, rief Walt vom anderen Ende des Ganges. »Alles in Ordnung?«

Ich sah in seine Richtung. »Hast du das gesehen?«

»Was?«, fragte er.

Natürlich nicht, dachte ich. Wo wäre auch der Spaß, wenn andere meine Vision von Onkel Vinnie sehen könnten? Da könnte ich mich doch gar nicht mehr fragen, ob ich nun endgültig den Verstand verlor.

»Nichts«, sagte ich und rannte den anderen hinterher.

Links und rechts des Durchgangs zum nächsten Raum standen zwei riesige Obsidiansphingen mit Löwenkörpern und Widderköpfen. Carter behauptet, diese spezielle Art Sphinx heiße Criosphinx. [Danke, Carter. Diese nutzlose Information haben wir echt noch gebraucht.]

»Agh!«, warnte Cheops und hielt fünf Finger hoch.

»Noch fünf Minuten«, übersetzte Carter.

»Moment …«, sagte JD. »Dieser Raum ist mit sehr mächtigen Zaubern geschützt. Ich muss Änderungen vornehmen, damit ihr hineingehen könnt.«

»Oh«, sagte ich nervös, »die Zauber halten dann aber hoffentlich trotzdem noch Feinde wie die Riesenchaosschlange ab, oder?«

JD warf mir einen gereizten Blick zu – irgendwie passiert mir das ziemlich oft.

»Von Schutzmagie verstehe ich ein bisschen was«, sagte er. »Das kannst du mir glauben.« Er hob sein Zaubermesser und stimmte einen Sprechgesang an.

Carter zog mich zur Seite. »Alles in Ordnung mit dir?«

Ich muss nach meiner Begegnung mit Onkel Vinnie ziemlich mitgenommen ausgesehen haben. »Mir geht’s gut«, versicherte ich. »Hab da hinten was gesehen. Vielleicht bloß einer von Apophis’ Tricks, aber …«

Mein Blick wanderte zum anderen Ende des Ganges, wo Walt einen goldenen Thron in einer Glasvitrine anstarrte. Er stützte sich mit einer Hand an der Scheibe ab, als wäre ihm übel.

»Merk dir, worüber wir gerade gesprochen haben«, befahl ich Carter.

Ich stellte mich neben Walt. Im Strahler der Vitrine sah sein Gesicht so rotbraun aus wie die Hügel Ägyptens.

»Was hast du?«, fragte ich.

»Tutanchamun ist auf diesem Thron gestorben«, sagte er.

Ich las die Beschriftung. Es wurde nicht erwähnt, dass Tutanchamun in dem Sessel gestorben war, doch Walt klang sehr überzeugt. Vielleicht konnte er den Familienfluch spüren. König Tut war Walts Uronkel aus grauer Vorzeit und dasselbe genetische Gift, das Tut mit neunzehn getötet hatte, floss nun durch Walts Blut und wurde immer tödlicher, je mehr er zauberte. Trotzdem weigerte sich Walt kürzerzutreten. Beim Anblick des Thrones seines Vorfahren muss es ihm vorgekommen sein, als läse er seinen eigenen Nachruf.

»Wir finden ein Heilmittel«, versprach ich. »Sobald wir Apophis erledigt –«

Als er mich ansah, versagte mir die Stimme. Wir wussten beide, dass es so gut wie aussichtslos war, Apophis zu besiegen. Selbst wenn es uns gelänge, gab es keine Garantie, dass Walt lange genug leben würde, um den Sieg zu feiern. Obwohl es einer von Walts guten Tagen war, sah ich in seinen Augen, wie sehr er litt.

»Hey, ihr zwei«, rief Carter. »Wir sind so weit.«

Der Raum hinter den Criosphingen war eine »Greatest Hits«-Sammlung des ägyptischen Jenseits. Ein lebensgroßer hölzerner Anubis starrte von seinem Sockel herunter. Auf einer Nachbildung der Waage der Gerechtigkeit saß ein goldener Pavian, mit dem Cheops sofort zu flirten begann. Es gab Masken von Pharaonen, Karten der Unterwelt und massenhaft Kanopenkrüge, in denen früher die inneren Organe der Mumien aufbewahrt wurden.

Carter beachtete nichts davon, sondern versammelte uns vor einer langen Papyrusrolle in einer Vitrine an der hinteren Wand.

»Auf die hast du es abgesehen?« JD runzelte die Stirn. »Das Buch zur Niederwerfung des Apophis? Dir ist aber klar, dass selbst die besten Zauber nicht viel gegen Apophis ausrichten können?«

Carter zog ein Stück verbrannten Papyrus aus der Hosentasche. »Das ist alles, was wir aus Toronto retten konnten. Es war eine Abschrift desselben Texts.«

JD nahm den Papyrusfetzen, der nicht größer war als eine Postkarte und so verkokelt, dass man nur ein paar Hieroglyphen erkennen konnte.

»Die Niederwerfung des Apophis …«, las er. »Aber das ist eine der gängigsten magischen Schriftrollen. Von denen sind Hunderte erhalten geblieben.«

»Nein.« Ich unterdrückte den Drang, einen Blick über die Schulter zu werfen – für den Fall, dass wir von irgendwelchen Riesenschlangen belauscht wurden. »Apophis ist hinter einer bestimmten Version her, und zwar von diesem Typen.«

Ich tippte auf die Informationstafel neben der Vitrine. »Prinz Chaemwaset zugeschrieben«, las ich, »auch unter dem Namen Setne bekannt.«

JD runzelte wieder die Stirn. »Das ist ein böser Name … einer der hinterhältigsten Magier, die es je gab.«

»Das haben wir auch gehört«, sagte ich. »Und Apophis zerstört ausschließlich Setnes Version des Textes. Soweit wir wissen, existierten nur sechs Abschriften. Fünf davon hat Apophis bereits in Flammen aufgehen lassen. Dies hier ist das letzte Exemplar.«

JD musterte skeptisch den verbrannten Papyrusfetzen in seiner Hand. »Wenn Apophis tatsächlich im Vollbesitz seiner Kräfte aus der Duat ausgebrochen ist, warum schert er sich um ein paar Schriftrollen? Kein Zauber kann ihn wirklich aufhalten. Warum hat er die Welt noch nicht zerstört?«

Dieselbe Frage stellten wir uns auch schon seit Monaten.

»Apophis fürchtet diese Schriftrolle«, behauptete ich in der Hoffnung, dass ich Recht hatte. »Sie enthält offenbar das Geheimnis, wie er besiegt werden kann. Bevor er über die Welt herfällt, scheint er sichergehen zu wollen, dass alle Abschriften vernichtet sind.«

»Sadie, wir müssen uns beeilen«, sagte Carter. »Er kann jeden Moment angreifen.«

Ich trat näher an die Vitrine mit der Schriftrolle heran. Sie war ungefähr zwei Meter lang und einen halben Meter breit und engreihig mit Hieroglyphen und farbigen Abbildungen bedeckt. Ich hatte massenhaft Schriftrollen dieser Art gesehen, die Methoden zur Niederwerfung des Apophis und Sprechgesänge enthielten. Damit sollte er davon abgehalten werden, den Sonnengott Re auf seiner nächtlichen Reise durch die Duat zu verschlingen. Die alten Ägypter waren von dem Thema ziemlich besessen. Wirklich ein putziger Haufen, diese Ägypter.

Ich konnte die Hieroglyphen lesen – eines meiner vielen erstaunlichen Talente –, allerdings war die Rolle ziemlich lang. Auf den ersten Blick entdeckte ich nichts, was mir übermäßig hilfreich vorkam. Es gab die üblichen Beschreibungen des Flusses der Nacht, den Re auf seiner Sonnenbarke hinunterfuhr. Kannte ich in- und auswendig. Es gab Ratschläge, wie mit verschiedenen Dämonen der Duat zu verfahren war. Hatte ich längst getroffen. Und umgebracht. Olle Kamellen.

»Sadie?«, fragte Carter. »Irgendwas Wichtiges?«

»Weiß ich noch nicht«, brummte ich. »Einen Moment …«

Es war wirklich nervig, dass mein Bücherwurmbruder der Kampfmagier war, während von mir erwartet wurde, dass ich alle möglichen Zauber enträtselte. Dabei brachte ich kaum die Geduld auf, moderne Zeitschriften zu lesen, von modrigen Schriftrollen ganz zu schweigen.

Du wirst sie nie verstehen, hatte mich das Gesicht in der Wand gewarnt. Du bist auf meine Hilfe angewiesen.

»Wir müssen sie mitnehmen«, entschied ich. »Mit ein bisschen mehr Zeit kann ich sie bestimmt –«

Das Gebäude erbebte. Cheops kreischte und warf sich in die Arme des goldenen Pavians. Felix’ Pinguine watschelten aufgeregt hin und her.

»Das klang wie …« JD Grissom erbleichte. »Eine Explosion im Garten. Die Party!«

»Es ist ein Ablenkungsmanöver«, warnte Carter. »Apophis versucht, die Schutzmechanismen der Rolle zu schwächen.«

»Sie greifen meine Freunde an«, sagte JD mit erstickter Stimme. »Meine Frau.«

»Geh ruhig!«, rief ich und warf meinem Bruder einen bösen Blick zu. »Wir kümmern uns um die Rolle. JDs Frau ist in Gefahr.«

JD drückte meine Hände. »Nehmt die Rolle mit. Viel Glück.« Er rannte aus dem Raum.

Ich drehte mich wieder zu dem Ausstellungsstück. »Walt, kannst du die Vitrine öffnen? Wir müssen diese Rolle so schnell wie –«

Bösartiges Gelächter erfüllte den Raum. Rings um uns dröhnte eine tiefe, durchdringende Stimme wie der Knall einer Atombombe. »Nichts werdet ihr, Sadie Kane.«

Meine Haut fühlte sich plötzlich wie brüchiger Papyrus an. Diese Stimme kannte ich. Ich erinnerte mich daran, wie es sich anfühlte, dem Chaos so nah zu sein, mein Blut schien sich in Feuer zu verwandeln und es kam mir vor, als würden sich meine DNS-Stränge aufwinden.

»Ich glaube, ich werde dich mitsamt den Wächtern der Maat vernichten«, sagte Apophis. »Oh ja, das wird lustig.«

Im Durchgang drehten sich die zwei Obsidiansphingen um. Schulter an Schulter versperrten sie uns den Weg. Aus ihren Nasenlöchern züngelten Flammen.

Mit Apophis’ Stimme sagten sie gleichzeitig: »Keiner kommt hier lebend raus. Auf Nimmerwiedersehen, Sadie Kane.«

2.

Ich rede ein ernstes Wörtchen mit dem Chaos

Überrascht es euch, dass von da an alles schieflief?

Vermutlich nicht.

Die ersten Opfer auf unserer Seite waren Felix’ Pinguine. Die Criosphingen spien Feuer auf die Pechvögel, worauf diese zu Wasserpfützen zerschmolzen.

»Nein!«, schrie Felix.

Der Raum erbebte, dieses Mal noch viel stärker.

Cheops sprang Carter kreischend auf den Kopf und riss ihn zu Boden. Unter anderen Umständen hätte ich das lustig gefunden, aber mir wurde klar, dass der Pavian Carter gerade das Leben gerettet hatte.

Denn dort, wo Carter gestanden hatte, löste sich der Boden auf, Marmorfliesen zerbrachen, als würde jemand mit einem unsichtbaren Vorschlaghammer auf sie einschlagen. Die Zerstörung schlängelte sich durch den Raum und machte alles kaputt, was ihr in die Quere kam, sie saugte Artefakte ein und zerkaute sie. Ja… schlängeln war das richtige Wort. Die Zerstörung schob sich genau wie eine Schlange vorwärts und steuerte zielsicher auf die hintere Wand und das Buch zur Niederwerfung des Apophis zu.

»Die Schriftrolle!«, schrie ich.

Keiner hörte mich. Carter lag noch immer auf dem Boden und versuchte, Cheops von seinem Kopf zu schieben. Felix kniete starr vor Schock über den Pfützen, die einmal seine Pinguine gewesen waren, während Walt und Alyssa ihn aus der Reichweite der wütenden Criosphingen zu ziehen versuchten.

Ich zog mein Zaubermesser aus dem Gürtel und rief das erste Zauberwort, das mir in den Sinn kam: »Drowah!«

Goldene Hieroglyphen– der Befehl für Schranke– brannten in der Luft. Zwischen der Vitrine und der auf sie zurückenden Schlängellinie der Zerstörung flammte eine Lichtwand auf:

Ich hatte diesen Zauberspruch schon oft angewandt, um zankende Initianden zu trennen oder den Süßigkeitenschrank vor nächtlichen Fressattacken zu schützen, aber ich hatte ihn noch nie für etwas so Wichtiges ausprobiert.

Sobald der unsichtbare Vorschlaghammer meine Schutzwand erreicht hatte, verlor der Zauber an Kraft. Die Zerstörungslinie kletterte die Lichtwand hinauf und schlug sie dabei in Stücke. Ich versuchte mich zu konzentrieren, doch eine sehr viel mächtigere Kraft– das Chaos höchstpersönlich– arbeitete gegen mich, drang in meine Gedanken ein und sabotierte meine magischen Fähigkeiten.

In Panik wurde mir klar, dass ich nicht aufgeben durfte. Dies war ein Kampf, den ich nicht gewinnen konnte. Apophis zerstörte meine Gedanken mit der gleichen Leichtigkeit wie die Bodenfliesen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!