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Die bezaubernste Vorlesegeschichte seit »Der Wind in den Weiden« Holterdipolter ist die kleine Gruselfee plötzlich da. Der Südwind hat sie zu den Tieren des Wilden Waldes geweht. Selbstbewusst, unbekümmert und ganz schön frech breitet sie sofort ihre Siebensachen aus und kämmt sich mit einem Igel ungefragt die Haare. Sofort sind sich alle einig: Diese Gruselfee hat kein Benehmen! Einige wollen sie sogar auf der Stelle verjagen! Aber allmählich lernen sie die kleine Gruselfee besser kennen – und lieben. Jana Bauer entwirft einen hinreißenden Mikrokosmos, der zu einem unvergesslichen Vorlese- und Leseerlebnis wird. Mit zarten poetischen Bildern von Caroline Thaw
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Jana Bauer
Die bezaubernste Vorlesegeschichte seit »Der Wind in den Weiden«
Holterdipolter ist die kleine Gruselfee plötzlich da. Der Südwind hat sie zu den Tieren des Wilden Waldes geweht. Selbstbewusst, unbekümmert und ganz schön frech breitet sie sofort ihre Siebensachen aus und kämmt sich mit einem Igel ungefragt die Haare. Sofort sind sich alle einig: Diese Gruselfee hat kein Benehmen! Einige wollen sie sogar auf der Stelle verjagen! Aber allmählich lernen sie die kleine Gruselfee besser kennen – und lieben.
Jana Bauer entwirft einen hinreißenden Mikrokosmos, der zu einem unvergesslichen Vorlese- und Leseerlebnis wird.
Mit zarten poetischen Bildern von Caroline Thaw
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
Jana Bauer ist Redakteurin und Kinderbuchautorin und lebt mit ihrer Familie in Ljubljana, Slowenien. Sie sagt, dass drei Dinge ihr Schreiben beeinflusst haben: eine glückliche Kindheit mit einem Vater, der ihr beigebracht hat, Träume zu haben, Reisen in die ganze Welt und die Geburt ihres Sohnes. Jana Bauer wurde bereits mehrfach mit dem höchsten slowenischen Staatspreis für Kinderliteratur ausgezeichnet.
Caroline Thaw lebt in London und arbeitet als Illustratorin, Stoffdesignerin und entwirft Bühnenbilder. Mit ›Die kleine Gruselfee‹ hat sie sich zum ersten Mal sehr erfolgreich dem Kinderbuch zugewendet und magische Welt voller Poesie geschaffen.
Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchprogramm der S. Fischer Verlage finden sich auf www.fischerverlage.de
Erschienen bei FISCHER E-Books
Die slowenische Originalausgabe erschien 2011 unter dem Titel ›Groznovilca v Hudi hosti‹ bei KUD Sudobnost International, Ljubljana
Text © Jana Bauer, 2011
Illustrations © Caroline Thaw, 2011
Original titel: Groznovilca v Hudi hosti. All rights reserved
Originally published in Slovenia by KUD Sodobnost International, Ljubljana
Für die deutschsprachige Ausgabe:
© 2019 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main
Covergestaltung: Norbert Blommel, MT-Verden, unter Verwendung einer Illustration von Caroline Thaw
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Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
ISBN 978-3-7336-5152-7
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Die kleine Gruselfee kommt in den Wilden Wald
Die kleine Gruselfee und der Zaubersand
Der Igugel
Rompus Buu
Wie der Igel die Tollwut bekam
Die kleine Gruselfee zähmt das Ungeheuer
Der Siebenschläfer möchte einen Rekord aufstellen
Die kleine Gruselfee baut ein Schwimmbad
Der Südwind trifft die Bora
Die kleine Gruselfee veranstaltet einen Leseabend
Die kleine Gruselfee bekommt Heimweh
An einem wolkenverhangenen Samstag flog etwas Seltsames auf den Wilden Wald zu. Etwas wirklich Seltsames.
»Ein Asteroid!«, rief das Eichhörnchen, als es zum Himmel sah. »Er kommt auf uns zu.« Es raste direkt zur Eule. »Ein Asteroid«, schrie es aufgeregt.
»Was?«, fragte der Bär, der bei der Eule gerade seinen Tee schlürfte.
»Ein Asteroid«, das Eichhörnchen wedelte völlig außer sich mit seiner Pfote in Richtung Himmel. »Das ist das Ende! Mach’s gut, Wilder Wald.«
Die Eule sah verwundert nach oben: »Was könnte das bloß sein?«
»Ein Vogel ist es nicht«, überlegte der Bär, während er in den Himmel starrte, »aber auch kein Frosch, keine Maus und kein Maulwurf.«
»Komisch«, die Eule nickte.
»Ich sage ja, es ist ein Asteroid!«, kreischte das Eichhörnchen. »Und Asteroide haben dämliche Angewohnheiten. Sie quetschen dich platt wie ein P-f-a-n-n-k-u-c-h-e-n!« Das Eichhörnchen rannte davon.
»Mich erinnert es eher an eine Birne«, meinte der Bär. »An eine Birne, die einen Igel trägt.«
»Obwohl«, widersprach die Eule, »sind Birnen so bunt und Igel so … so …«
»Ähnlich wie Teekessel?«, half ihr der Bär.
»Es ist ein Ballon«, riefen beide schließlich, als das Flugding näher kam. »Ein kleiner Ballon voller Flicken mit einem kleinen, blechernen Teekessel als Korb.«
Der Ballon setzte zur Landung an. Der Teekessel traf auf dem Waldboden auf. Bumms! Der Südwind trieb ihn über die Wurzeln, die aus der Erde ragten. Rumms! Rumms! Krach! Er wurde heftig hin und her geschlagen.
Jemand im Teekessel begann laut zu fluchen. Der Bär und die Eule konnten deutlich ein wütendes Stimmchen hören: »Auuu, das tut weh. Verfluchter Südwind! Lass mich anhalten!«
Der Ballon verfing sich in den Dornen eines Brombeerstrauchs, und der Teekessel blieb hängen. Sein Deckel sprang mit einem gewaltigen Plopp auf, und ein kleines Wesen kletterte heraus. Mit gerunzelter Stirn. Fürchterlich wütend. In einem Sommerkleidchen und mit einem Hütchen, aus dem Hörner hervorwuchsen.
»Du windiger Schuft!«, rief die Kleine und schüttelte ihre Faust zu den Baumkronen hinauf, in denen sich der Wind wiegte. »Du hast Glück, dass ich in dem Teekessel saß und nicht meine Urgroßmutter, dass du’s nur weißt. Ich wette, bei ihr würdest du dich nicht trauen, sie so durch die Gegend zu schleudern. Verflucht! Sie würde dich am Schwanz packen und dir alle Knoten aufknoten.«
Die Kleine strich ihr Kleidchen glatt und betastete die Hörner an ihrem Kopf. Sie dachte an ihre Urgroßmutter und deren Porzellantassen mit den hauchdünnen Rändern und dem Kopf der Königin auf dem Boden.
»Genau das hat sie nämlich mit dem Nordwind gemacht, dass du’s nur weißt! Und das nur, weil er ihr etwas Tabak aus der Pfeife geblasen hat. Hast du gehört? E-t-w-a-s T-a-b-a-k.«
Die Eule und der Bär beobachteten schweigend das wütende kleine Wesen.
»Das ist eine von diesen Gruselfeen«, meinte die Eule nach einer Weile. »Ich weiß es nicht mehr genau, aber sie haben irgendetwas mit den Winden zu tun.«
Die Kleine zog ein Bündel mit allerlei Krimskrams aus dem Teekessel, wühlte ein Goldstück hervor, suchte den nächstbesten Farn und begann, darunter ein Loch zu graben.
»Was macht sie?«, fragte der Bär.
»Sie vergräbt ein Goldstück«, erklärte die Eule. »Gruselfeen vergraben ihr Goldstück immer wieder an anderen Stellen im Wald.«
»Sollen wir sie begrüßen?«, fragte der Bär.
»Sie wird nicht hierbleiben«, die Eule huhute und flog zum Himmel hinauf. »Gruselfeen halten es nicht lange ohne ihre Tanten und Cousinen und Schwestern und Urgroßmütter aus.«
Der Bär zuckte mit den Schultern und tapste davon.
Aber die kleine Gruselfee beruhigte sich noch lange nicht. Sie drohte dem Wind, spuckte verärgert auf den Boden und trat zweimal gegen den Teekessel. Sie hörte erst damit auf, als sie in einer Buche eine leere Höhle entdeckte.
Sie nahm ihr schweres Bündel und kletterte den Stamm hinauf. »Die werde ich mir ganz nach meinem Geschmack einrichten«, murmelte sie, legte das Bündel auf einem Ast ab und ging hinein.
»Diese Höhle ist zu klein für uns alle«, sagte sie entschlossen zu den Haselnüssen und warf sie hübsch der Reihe nach hinaus. Zufrieden ging sie ihre Sachen holen. Aber hinter dem Stamm hervor trieb der Südwind heran und blies ihr Bündel wieder hinunter zu den Baumwurzeln. Das Bündel öffnete sich, und der Krimskrams verteilte sich über den ganzen Wald. Ein blauer Knopf kullerte unter eine Eiche, und ein paar Spiegelchen landeten unter einer Fichte.
»Wiiinnnd!«, schrie die kleine Gruselfee. Sie war wütend wie ein ganzes Donnerwetter, knackte mit den Knöcheln, knirschte mit den Zähnen, dazwischen heulte sie auf und kreischte aus vollem Hals.
