Die Schnüfflerin - Anne von Vaszary - E-Book

Die Schnüfflerin E-Book

Anne von Vaszary

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Der Geruchssinn als Ermittler: »Die Schnüfflerin« von Anne von Vaszary ist ein origineller, unblutiger Kriminalroman um eine Frau, die dank ihres ausgeprägten Geruchssinns einem Giftanschlag in Berlin entgeht und unverhofft selbst zur Ermittlerin wird.

Eigentlich wollte Nina (23, Schulabbrecherin ohne Lebensplan) sich mit ihrem Bekannten Ricky nur in einem Restaurant in Berlin treffen, um ihm zu sagen, dass ihr One-Night-Stand Folgen hat, doch dann kommt alles anders. Mehrere Gäste ringen nach Luft, rutschen von ihren Stühlen und kämpfen um ihr Leben – unter ihnen auch Ricky. Nina bleibt von dem Giftanschlag verschont, weil ihre seit der Schwangerschaft hochsensible Nase sie davon abgehalten hat, das Essen zu probieren. Schon seit Tagen kämpft Nina mit den Auswirkungen ihres verstärkten Geruchssinns. Eine nützliche Fähigkeit, denkt sich Kommissar Koller von der Berliner Kripo und spannt Nina in seine Ermittlungen ein, die – der Nase nach – direkt zum Mörder führen ...

Anne von Vaszary wirkt als Dramaturgin und Erzählerin in unterschiedlichen Medienformen und Formaten. So führte sie ihre Leidenschaft für gute Geschichten schon in den Games-, Hörspielserien- und Comedybereich. Ihr Sinn für prägnante Charaktere und ihre eigenen Erfahrungen mit dem verstärkten Geruchssinn während der Schwangerschaft fließen in diesen außergewöhnlichen Kriminalroman ein und schaffen ein Ermittler-Duo mit hohem Wiedererkennungswert.

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Leseprobe zu:

Anne von Vaszary

Die Schnüfflerin

Kriminalroman

Kriminalroman

Knaur e-books

Über dieses Buch

Ein Restaurantbesuch mit verheerenden Folgen: Eigentlich wollte Nina (23, Schulabbrecherin) ihrem One-Night-Stand Ricky mitteilen, dass er bald Vater wird, doch dann kommt alles anders. Mehrere Gäste ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben – auch Ricky. Nina bleibt von dem Giftanschlag verschont, weil ihre, seit der Schwangerschaft hochsensible Nase, sie davon abgehalten hat, das Essen zu probieren. Schon seit Tagen kämpft Nina mit den Auswirkungen ihres sich mehr und mehr ausprägenden Geruchssinns. Eine nützliche Fähigkeit, denkt Kommissar Koller von der Berliner Kripo und spannt Nina in seine Ermittlungen ein, die  –der Nase nach  – direkt zum Mörder führen …

Inhaltsübersicht

Widmung1. Kapitel2. Kapitel3. Kapitel4. Kapitel5. Kapitel6. Kapitel7. Kapitel8. Kapitel9. Kapitel10. Kapitel11. Kapitel12. Kapitel13. Kapitel14. Kapitel15. Kapitel16. Kapitel17. Kapitel18. Kapitel19. Kapitel20. KapitelDanksagung
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Für alle, die Väter und Mütter und Kinder sind.

Und ganz besonders für Laszlo, Lucy & Vincent und meine Eltern.

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1

Warum eigentlich der?, fragte ich mich und musterte Ricky. Sein knallrotes Shirt, seine ungeduldig trommelnden Finger, seine Stirn, die von Haarlack glänzte.

Als er mich auf dem Rücksitz des Cabrios küsste und meine Hände seinen Lackpony berührten, war ich kurz davor, den Abend abzubrechen, doch dann drehte Ricky sein Gesicht in meine Handfläche, und das war der Moment, von dem an ich den Dingen ihren Lauf ließ. Ich ließ Rickys Zunge meiner Lebenslinie folgen und allen anderen, die ihr in die Quere kamen. Lauschte dem Rauschen des Windes im Weizenfeld neben uns und sah an Rickys auf und ab federndem Kopf vorbei in den Himmel, der voller Sterne war. Voller funkelnder Sterne und blinkender Satelliten und Sternschnuppen, die an einem Mond vorbeizischten, der riesig war. Manche Menschen fühlen sich klein und unbedeutend angesichts so eines Himmels, ich aber fühlte mich lebendig, gewollt, als wäre die ganze Welt mein Zuhause, so als wäre ich nicht allein.

Nun, fast genau sechs Wochen später, war es Ende September, nieselig und verhangen. In den Pfützen spiegelten sich betongraue Wolken.

Bis heute war es mir gelungen, Ricky aus dem Weg zu gehen, doch die Dinge hatten sich geändert, und darum saßen wir jetzt hier in diesem netten französischen Restaurant namens Oscars. Ricky in der Erwartung, dass es eine Fortsetzung des Sternschnuppenabends geben würde. Ich, weil ich festgestellt hatte, dass ich schwanger war.

»Ist doch ganz schön hier«, sagte Ricky und hielt mir die Speisekarte hin, »goldener Einband und alles auf Französisch: Süpee gratinee … äh … was auch immer wir gerade bestellt haben, es ist jedenfalls das Längste, was hier steht, und darauf kommt’s an.« Er lachte, warf die Karte auf den Tisch und streckte sich.

Andererseits konnte ich das Kind auch einfach abtreiben lassen. War ja meine Entscheidung.

Auch wenn ich nicht immer die besten traf. Wieso zum Beispiel war ich bloß bei Ricky im Auto gelandet?

Er arbeitete am Gewinnspielstand eines Autohauses direkt vor dem Center, in dem ich acht Stunden täglich Kaffeebecher füllte. Gleich bei unserer ersten Begegnung hatte er mich gefragt, ob meine Augen wirklich turmalingrün wären oder ob ich Kontaktlinsen tragen würde. Dann steckte er mir ein Gewinnlos für eine Probefahrt zu und hakte immer wieder nach, wann ich es denn endlich einlösen würde. Ich lächelte nur schweigend, schäumte seinen Latte macchiato auf und überließ ihm die Brezeln vom Vortag kostenlos.

Am 12. August war verkaufsoffener Sonntag gewesen. Ich hatte bis 22 Uhr fast ununterbrochen Kakaoherzen auf Milchschaum gepudert. Alle Leute schienen süchtig nach Koffein, es gab praktisch keine Ruhepause. Ricky tauchte noch öfter auf als normalerweise, so oft, dass ich ihm nur noch koffeinfreien Kaffee verkaufte. Er wirkte an dem Tag aufgedreht, redete schneller als sonst und auch lauter, lachte an den unpassendsten Stellen. Er spielte den coolen Ricky auf eine so verzweifelte Art, dass er mir leidtat. Nachdem ich kurz vor Mitternacht aus dem Center gekommen war, hatte Ricky draußen gestanden, zufällig oder nicht, und zwar ganz still. Kein wippender Fuß, kein knackendes Fingergelenk, keine Augenbraue, die sich vielsagend hob. Er stand da, neben der geöffneten Autotür, schaute mich an, und da war mir, ehrlich gesagt, keine Ausrede mehr eingefallen.

Wir düsten im silbergrauen Cabrio über die Stadtautobahn, tranken Dosensekt, der in ausklappbaren Haltern steckte, und als wir die letzten Lichter hinter uns gelassen hatten und auf einen Feldweg einbogen, öffnete Ricky das Verdeck, und da war dann dieser Himmel über uns …

 

Ricky bestellte eine Flasche Champagner.

»Ein Glas reicht!«, rief ich dem Kellner nach, der schon beim nächsten Tisch war, um einem älteren Herrn Rotwein nachzuschenken.

»Komm schon, Ninja«, sagte Ricky. Er hatte mir diesen Spitznamen gegeben, weil er fand, dass ich die ganze Zeit kämpfen würde. Und zwar würde ich dagegen ankämpfen, mich in ihn, Ricky, zu verlieben. Was er natürlich für aussichtslos hielt. »Ich glaub, du hast eine ganz falsche Vorstellung von mir, kann das sein?« Dabei wedelte er mit den Fingerspitzen durch die Flamme der Kerze auf dem Tisch zwischen uns. Sie rußte ziemlich stark und färbte seine Finger schwarz, die er gleich darauf am blütenweißen Tischtuch abwischte.

»Welche denn?«, fragte ich aus reiner Neugier auf Rickys Selbstwahrnehmung.

»Na ja, der Turbogang, den ich eingelegt hatte – zack ins Auto und ab ins Feld –, ich meine, normalerweise werde ich nur bei Vollmond zum Werwolf …«

»Es war Vollmond.«

»Erwischt.« Ricky fixierte mich mit ernstem Blick. »Was war eigentlich los mit dir in letzter Zeit? Hattest du ’ne Tarnkappe auf? Mittags im Coffeeshop war immer nur die Trulla mit dem abgefressenen Pony. Die meinte dann, du wärst kurz weg. Hast du dich unterm Tresen versteckt, oder was?«

Damit lag er goldrichtig. Und Ricky wusste ganz genau, dass die »Trulla« Carmen hieß. Mit ihr hatte er auch schon Proberunden gedreht. Ich konnte nur hoffen, dass sie uns nicht über den Weg lief. Heute wäre eigentlich ihr freier Tag gewesen, aber schon auf der Rolltreppe war mir in unerträglicher Intensität das ganze Sortiment unserer Aromen in die Nase gestiegen, von Amaretto bis Zimt, sodass ich Carmen bitten musste, meine Schicht zu übernehmen.

Nachdem ich dann den Schwangerschaftstest auf dem Centerklo minutenlang angestarrt hatte, verließ ich das Einkaufszentrum das erste Mal seit Wochen wieder durch den Vorderausgang, auf wackligen Beinen an Ricky vorbei. Das Laufen fühlte sich an, als müsste ich es erst neu lernen, als wäre mein Körper nur eine geliehene Hülle, ein Bewegungsapparat mit kaputter Lenkung. Mein Kopf nickte, als Ricky meinem Körper hinterherrief: »Heute Abend Futter fassen im Oscars?« Klar doch, bis dann.

Ich hatte versucht, Fanny zu erreichen, aber wenn sie mit ihrer Theatergruppe auf Tournee war, ging sie selten ans Handy, ich schickte ihr nur eine Sprachnachricht.

Auf einer Bank im Humboldthain in der Nähe eines Spielplatzes war ich dann endlich zur Ruhe gekommen, hatte die Augen zugemacht und einen schwachen Ölgeruch wahrgenommen, der von den Schaukeln herüberwehte und mir auf seltsame Weise tröstlich erschien. Ich stellte mir einen aufmerksamen Vater vor, der die quietschenden Schaukeln und Wippen ölte und die tiefe Kuhle am Ende der Rutsche mit frischem Sand auffüllte. Einen Vater, wie ich ihn selbst nie gehabt hatte. Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet bei dem Geruch von Schmieröl daran dachte.

Seit ein paar Tagen ging das jetzt so – kaum nahm ich einen Geruch wahr, galoppierten die Gedanken mit ihm davon, in Bilder, Farben und Erinnerungen hinein, ganz von allein. Ich fühlte mich dabei wie ein Kutscher, dem die Pferde durchgehen und der nicht weiß, wohin die Reise ihn führt. Hier im Restaurant roch es nach vielen verschiedenen Zutaten und Gewürzen, nach dem Zigarettenatem des vorbeieilenden Kellners, nach Rickys Haarlack, nach Schuhen, nach Dingen, die an Schuhen klebten. Vor allem aber roch es nach Ruß, dank Ricky, der nicht aufhörte zu kokeln – und gegen Rußgeruch hatte ich was. Fannys Theorie war, dass ich als kleines Kind einen Brand überlebt hatte und seitdem unbewusst mit Todesangst auf jede Art von Brandgeruch reagierte. Überprüfen ließ sich das nicht – meine Oma, bei der ich aufgewachsen war, konnte mir keine Antworten mehr geben.

Rickys Rauch zog nun in meine Richtung und mit ihm ein solcher Schwall Käsefußgestank, dass es mir schlagartig hochkam. Ich beeilte mich zur Toilette zu kommen und musste dabei das Tischtuch mitgerissen haben, denn die Kerze kippte um, und – Poff! – raste eine Flamme über Rickys Stirn hinauf zum Lackpony.

Ein Glück, dass der Kellner gerade mit dem Champagnereiskübel im Anmarsch war.

 

Über die Kloschüssel gebeugt, betrachtete ich mein schwappendes Spiegelbild im Spülwasser. Sah so mein Leben aus? Ich war jetzt dreiundzwanzig, wohnte bei Fanny zur Untermiete und jobbte mal hier, mal dort. Das Jahr im Centercafé war die längste Anstellung bis jetzt. Es hätte ewig so weitergehen können, ohne je irgendwohin zu führen. Ich hatte für nichts eine wirkliche Begabung oder, wie meine Oma gesagt hätte, für alles. Und nun war ich schwanger. Von einem Kerl, der seine Socken nicht wechselte. Ganz ehrlich – Ricky roch heute wie meine schlimmste Busfahrt. Damals hatte ich im heißesten Monat des Jahres in einem vollbesetzten Reisebus im Stau gestanden, mit ausgefallener Klimaanlage. Die Leute schmolzen dahin wie Butter in der Pfanne – und zogen sich die Schuhe aus. Dann war David Bowie in den Bus gestiegen und hatte Space Oddity gesungen. Als ich wieder zu mir gekommen war, standen wir mit geöffneten Türen an einer Raststätte, das Radio auf volle Lautstärke gedreht. Seitdem habe ich bei Begegnungen mit üblem Fußgeruch immer auch Major Tom im Ohr.

Die Toilettenspülung wurde leiser, hörte aber nicht auf, stetig lief Wasser nach. Ich sah zu, wie es in der Dunkelheit des Abflusses verschwand. Am liebsten hätte ich mich in diesem Augenblick auch auf dem Weg irgendwohin befunden. Auf dem Beifahrersitz, mit geschlossenen Augen und dem Vertrauen, dass der Sprit im Tank bis zum Ende der Fahrt reichen würde, zu einem Ort, an dem jemand mich erwartete.

Seit dem Tod meiner Oma gab es so einen Ort für mich nicht mehr. Ich fragte mich, ob es Schicksal war oder einfach nur Dummheit, dass ich die Fehler meiner Mutter wiederholte. Sie war damals auch Anfang zwanzig gewesen, als sie mit mir schwanger geworden war – während ihrer ersten großen Reise nach dem Mauerfall. Einer langen Reise, noch auf dem Rückweg wurde ich geboren, zwei Monate zu früh. Ich blieb bei meiner Oma, während meine Mutter weiterzog. Inzwischen lebte sie in Australien. Vor ein paar Tagen hatte ich eine Karte von ihr bekommen: Big Hugs & Kisses for You! From Jeany & Don. Keine Ahnung, wer Don war, aber Jeany war meine Mutter. Wie weit sie auch von mir entfernt sein mochte, immerhin hatte sie mich auf die Welt gebracht. Das war zum jetzigen Zeitpunkt mehr, als ich meinem Kind versprechen konnte.

Der rosafarbene Kloduftstein roch nach Himbeerbonbons. Ich würgte wieder. Und weit und breit war kein Klopapier in Sicht. Jemand klopfte an die Trennwand der Nebenkabine, und eine besorgte Frauenstimme fragte: »Brauchen Sie Hilfe da drinnen? Soll ich einen Arzt rufen?«

Ich hätte gern laut JA! gerufen, stattdessen sagte ich: »Es war nur eine Probefahrt!« Und dann heulte ich los.

Die Frau auf der anderen Seite ließ sich davon nicht verjagen, sie wartete in aller Ruhe und reichte mir schließlich ein großes, kariertes Stofftaschentuch unter der Wand hindurch. »Nehmen Sie es ruhig, ich weiß, dass das Papier alle ist«, war alles, was sie noch sagte, bevor ich die Tür zum Restaurant hinter ihr zuschlagen hörte.

Ich nahm das Taschentuch, schluchzend, schniefend, und drückte es mir ans Gesicht. Es hatte einen intensiven Geruch, scharf und gleichzeitig belebend, würzig und irgendwie sommerlich leicht, mit einer leicht bitteren Note. Ich sah eine Wiese vor mir, saftig grün, voll summender Insekten und blühender Gräser, mittendrin ein Fahrrad, das achtlos hingeworfen dalag. Und noch während ich darüber nachdachte, was das Rad dort zu suchen hatte, war meine Übelkeit verflogen. Ich bedauerte, mich für das Tuch nicht bedankt zu haben.

 

Auf dem Weg zurück zum Tisch kam ich an der Durchreiche vorbei, auf der unser Essen schon bereitstand. Über die Teller hinweg schaute ich direkt in das gerötete Gesicht eines Mannes mit Plastikhaube auf dem Kopf. Er wirkte ertappt und versteckte etwas hinter seinem Rücken. Außer der Haube trug er eine karierte Schürze über weißen Klamotten, und ich fragte mich, wobei man einen Koch in seiner Küche wohl ertappen könnte. Dabei, ein falsches Gewürz zu benutzen? Zu rauchen und in die Töpfe zu aschen? Ich nahm mir vor, die Suppe nur mit Vorsicht zu genießen.

Ich pustete mir ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht, straffte den Zopfgummi, der meine Haare in einem schiefen Knäuel am Hinterkopf zusammenhielt, und warf einen Blick aus dem Schatten des Ganges hinaus in den Gästeraum. Das Paar hinter Ricky starrte schweigend in die Kerzenflamme zwischen sich wie in eine Wahrsagerkugel, Händchen haltend – die Arme durch ein Labyrinth aus Gläsern gefädelt. Der ältere Herr am Nebentisch schenkte sich so eilig Rotwein nach, dass er das Glas überlaufen ließ und das Tischtuch rot färbte. Währenddessen bohrte Ricky sich gedankenversunken in der Nase. Noch war er ahnungslos, und ich konnte dem Kind später dieselbe Geschichte erzählen, die ich von meiner Mutter gehört hatte: »Ein One-Night-Stand auf einer Reise im Nachtzug. Er wusste nicht, wer ich war, ich wusste nichts von ihm. Als die Fahrt zu Ende war, sind wir ausgestiegen, und jeder ging in seine Richtung davon.«

»Wo seid ihr ausgestiegen?«

»In Budapest. Dort hat meine Freundin schon gewartet – der Zug hatte drei Stunden Verspätung. Du kennst die Geschichte.«

»Und er? Warum ist er in Budapest ausgestiegen? Wohnte er da?«

»Weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass er in Prag eingestiegen ist.«

»Dann war er Tscheche?«

»Auch möglich. Jedenfalls habe ich nichts von dem verstanden, was er gesagt hat.«

»Russisch war es auf jeden Fall nicht, Russisch hättest du verstanden, stimmt’s? Und du hast ihn nie wiedergesehen?«

»Niemals.«

Die Geschichte von meinem Vater – eine Geschichte über Flüchtigkeit. Ich bestehe zu fünfzig Prozent daraus. Die andere Hälfte besteht aus Luft.

 

»Was ist los?«, fragte Ricky, als er sich zu mir umsah. Seinem versengten Pony schien es gut zu gehen, er war nur unwesentlich kürzer als vorher, dafür waren Teile seiner Augenbrauen weg, und auf der Stirn hatte die Stichflamme eine rote Spur in Form eines Fragezeichens hinterlassen. Ricky griff nach meinem Arm, aber ich wich aus und zeigte auf seine Stirn. »Da muss Salbe drauf. Lass uns lieber nach Hause gehen. Heute ist kein guter Tag.«

Ich konnte für nichts garantieren, wenn ich seinen Käsegeruch noch einmal in die Nase bekam.

»Nein, du musst erst mal was essen.« Er schob mir seinen Stuhl hin. »Wo bleibt denn das verdammte Futter?«

Statt des Kellners kam der Koch um die Ecke, das Geschirr aus der Durchreiche vor sich herbalancierend. Ich erkannte ihn auch ohne seine Plastikhaube. Das leuchtende Rot seiner Haare relativierte seine Gesichtsfarbe. Er stellte zwei gefüllte Suppenteller vor uns hin.

»Was ist das?«, fragte Ricky. »Habt ihr das aus den Bettpfannen von ’nem Altersheim, oder was?«

»Soupe à l’oignon gratinée traditionnelle des Halles de Paris«, erwiderte der Koch und wandte sich den restlichen Bestellungen zu.

»Das ist genau das, was du bestellt hast«, sagte ich, »französische Zwiebelsuppe.«

»Ernsthaft?« Ricky schnaufte genervt und wischte dann seinen Ärger mit einer Handbewegung weg. »Egal jetzt, hau rein!«

Aber ich war vorsichtig mit der Suppe von diesem Koch, und tatsächlich fuhr mir beim prüfenden Schnuppern ein Geruch in die Nase, der so gar nicht zum Aroma einer Zwiebelsuppe passen wollte, französisch oder nicht, irgendwie bitter und mandelartig. Ich sog den Suppenduft tiefer ein, bemüht, herauszufinden, was genau mich daran störte.

Ricky hielt inne. »Das mit den Bettpfannen war doch nur ein Witz«, sagte er. Und als ich nicht aufhörte, die Nase zu rümpfen: »Ninja, ich hab die Suppe nicht gekocht, ich hab sie nur bestellt, okay? Du kannst sie ruhig essen.«

»Das ist es nicht, es ist …« Ich suchte nach den richtigen Worten, um meine Wahrnehmung zu beschreiben.

Ricky haute auf den Tisch, dass die Suppe in den Tellern wackelte. »Was ist los mit dir? Machst du das mit Absicht? Du willst es nicht wahrhaben, okay, aber glaub es einfach – da läuft was.« Ricky wedelte mit dem Löffel auf Herzhöhe zwischen uns hin und her, so als gäbe es da eine Verbindung. »Pass auf, ich wollte es dir jetzt noch nicht sagen, aber ich hab was für dich. Etwas Großes, das wird dich umhauen! Wie wär’s, wenn du nach dem Essen mit zu mir kommst, dann kann ich’s dir zeigen.«

»Ich weiß schon, was du meinst. Und so groß, wie du denkst, ist er gar nicht.«

»Scheiße, Ninja! Das mein ich doch gar nicht. Ich hab ein echtes Geschenk für dich. Da bastle ich schon seit Wochen dran. Es ist noch nicht ganz fertig, ich wollte es dir eigentlich erst zu Weihnachten zeigen, aber vielleicht muss es jetzt schon sein. Ich verwette mein Cabrio drum, dass es dir gefällt!«

»Das Cabrio gehört dir doch gar nicht. Und du musst mir nichts schenken. Schon gar nicht zu Weihnachten! Jetzt ist September, und im August hatten wir einen One-Night-Stand, Ricky. One Night. Eine Nacht – eine einmalige Sache.«

Ricky schüttelte den Kopf, griff nach dem Weißbrot, das im Korb zwischen unseren Tellern stand, und biss davon ab wie ein Wolf, der ein Schaf riss. Er spielte den leidenschaftlichen Kerl wirklich konsequent. Das würde ihm sicher gleich vergehen. Der Augenblick der Wahrheit war gekommen.

»Du bist nicht verliebt in mich, Ricky, seien wir doch mal ehrlich. Und ich bin’s auch nicht. Aber ich bin was anderes …« Ich sah ihm fest in die Augen. »Ich bin schwanger von dir, Ricky.«

Ich hörte ihn scharf einatmen, dann hielt er die Luft an. Mit großen, ungläubigen Augen sah er mich an, öffnete seinen Mund, der noch voller Weißbrot war, blieb jedoch stumm und schüttelte den Kopf. Auf seinen Wangen machten sich rote Flecken breit, während das Rot des Fragezeichens auf seiner Stirn sich heller färbte. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass Ricky nicht gerade begeistert sein würde.

»Halb so wild«, versuchte ich ihn zu beruhigen, »es sind erst sechs Wochen rum, Ricky, wir haben noch Zeit.«

Sekunden später war sein Gesicht knallrot angelaufen, das Fragezeichen auf seiner Stirn leuchtete schlohweiß. Hatte er sich an dem Brot verschluckt? Er griff sich an den Hals und würgte, röchelte und sah mich Hilfe suchend an. Was sollte ich machen? Ihm vielleicht auf den Rücken klopfen oder irgendwie den Brustkorb zusammenpressen mit so einem speziellen Griff?

Ricky rutschte vom Stuhl und verschwand unterm Tisch.

Ich hoffte, dass er aufspringen und mich auslachen würde, bis ich all die anderen Leute wahrnahm, das Ehepaar, den alten Mann, die genau wie Ricky röchelten und von den Stühlen rutschten. Und als ich sah, wie der Koch sich verwundert im Raum umschaute und sein Gesicht sich vor Entsetzen verzerrte, fing ich an zu schreien.

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2

Als die Sirenen der Rettungswagen in der Ferne verhallten, verlor sich mein Blick in dem Maul des röhrenden Hirsches auf dem Plakat einer Litfaßsäule schräg gegenüber vom Restaurant.

Vier schwere Vergiftungen. Vier Menschen, die um ihr Leben kämpften, einer davon Ricky.

Ich suchte vergeblich nach einem Gefühl, das angemessen war, und starrte weiter in das Maul des Hirsches, so als ob ich mich dort in Sicherheit bringen könnte, vor all den Bildern, die mir im Kopf herumschwirrten. Ricky, wie er langsam unter dem Tisch verschwand, sein nach Luft schnappender Mund, sein ungläubiger Blick.

Als ich von einem Sanitäter gefragt worden war, ob ich mit ins Krankenhaus fahren wollte, hatte ich wie auf Knopfdruck den Kopf geschüttelt. Jetzt bereute ich es. Ich hätte auf jeden Fall mitfahren müssen. Hätte bei Ricky bleiben, ihm Mut zusprechen müssen. Stattdessen hatte ich mir eine Decke über die Schultern legen und Beruhigungspillen verabreichen lassen.

Ich warf die Decke weg und lief auf den nächstbesten Mann in Weiß zu. »Ich will doch ins Krankenhaus. In welches haben Sie Ricky Schmidt gebracht? Ich kann ein Taxi nehmen.«

Der Sanitäter schüttelte den Kopf. »Niemand darf das Restaurant verlassen. Und jetzt fassen Sie bitte nichts mehr an und setzen sich da hinten hin, hier sind sowieso schon zu viele Leute durcheinandergerannt!«

Jetzt erst erkannte ich, dass der Mann gar kein Sanitäter war. Die waren in weiße Hosen und Jacken gekleidet, während er einen weißen Ganzkörperanzug trug. Und einen Koffer. Den stellte er nun krachend auf dem Boden ab und ließ ihn mit einem leisen Knall aufschnappen. Darin befanden sich viele verschiedene Pinzetten, Tütchen, Pinsel und zahllose andere Utensilien, die ich noch niemals zuvor gesehen hatte.

Er drehte den Kopf zu mir und gab mir mit einem Blick zu verstehen, dass ich mich hinsetzen sollte. »Und nichts anfassen!«

Nach der ersten Verwirrung rückte ein Expertenteam nach dem anderen an. Ich wurde befragt, abgescannt, untersucht. Als gerade ein komplett vermummter Mann, der auch eine Frau hätte sein können, meine Hände unter einer violetten Lampe auf unsichtbare Spuren untersuchte, polterte eine Stimme aus der Küche: »Lâchez-moi!« Kurz darauf wurde der Kellner in einen Einsatzwagen verfrachtet und weggebracht.

Der Koch seltsamerweise nicht. Er und ein bärtiger Mann mit Brille, der unglaublich stark nach Zwiebeln roch, saßen noch immer mit mir hier in einer Ecke des Gästeraums.

Das Restaurant war nicht sehr groß, und es schien, als würde die Anzahl der herumwuselnden Leute stetig wachsen. Trotzdem bekam ich mit, wie von beiden die Personalien aufgenommen wurden. Das hatte ich bereits hinter mir.

Ninella-Pritilata Buck.

Wie immer hatte mein voller Name Verwunderung ausgelöst.

»Ist das ein Künstlername?«

Nein, ich war hauptberuflich kein Clown. Dieser Name war mein richtiger, amtlich eingetragener, von meiner Mutter gewählter Name. Und einer der Gründe, warum ich diese Frau nicht verstand. Ninella war angeblich italienisch, Pritilata indisch und bedeutete nichts weniger als Blume der Liebe. Und diese Blume der Liebe wurde bei der Oma zurückgelassen, wo sie von ihrer Mutter alle paar Jahre einmal besucht und in impulsiven Momenten zu ihr geholt wurde. Ohne Vorankündigung und nie länger als eine Woche. Am Ende stand ich aber doch wieder vor Omas Tür, neu eingekleidet und mit anderer Frisur.

Nicht, dass es mir bei Oma schlecht ergangen wäre. Sie war lieb, aber auch viel beschäftigt. Als Hebamme immer auf dem Sprung und abrufbereit für die Frauen, die sie betreute. Sie riefen auch nachts an, und dann hörte ich Oma mit beruhigender Stimme Anweisungen geben. Ich hörte auch das Rascheln ihrer Kleider, wenn sie sich anzog, leise nach draußen schlich und mit einem dumpfen Klick die Tür hinter sich zuzog. Dann war das Motorbrummen des klapprigen VW Polo zu hören und wie es sich langsam entfernte.

War ich nachts allein im Haus, kroch ich unter die Decke und hielt mir die Ohren zu, damit ich die Holzschränke und Dielen nicht knacken hörte. Am Tag aber war das vergessen.

Ich mochte Oma, und ich mochte auch den kleinen sächsischen Ort, in dem wir wohnten, nahe der polnischen Grenze. Was ich nicht mochte, waren all die Stolpersteine und Merkwürdigkeiten, die meine Mutter in mein Leben streute.

Jedenfalls hatte mich meine Oma immer nur »Nina« genannt.

 

Obwohl der Zwiebelmann ein Stück entfernt saß, trieb er mir mit seinem Aroma die Tränen in die Augen – von Gauloises geräucherter Zwiebelschweiß.

Mit gekrümmtem Rücken saß er da, die Ellbogen auf die Oberschenkel gestützt. Ein Häufchen Unglück. Der Rothaarige wirkte dagegen wie ein Marmorblock: mit steifem Rücken und eckigen Schultern, den Blick starr auf die Polizistin gerichtet, die ihn nach seinem Namen fragte.

»Unser Oleg kann kein Deutsch«, half der Zwiebelmann weiter, »verstehen wohl, aber nur wenn’s ums Kochen geht.«

Dann buchstabierte er Olegs Nachnamen: Kowalczyk.

Das klang polnisch. Als Kind hatte ich viele Sommernachmittage in Polen verbracht. Bis zur Grenze waren es nur wenige Kilometer, und direkt dahinter gab es einen Badesee mit einer Eisbude. »Dwa razy waniliowa i jedna czekoladowa proszę!« Und immer eine Waffel extra dazu.

Ich musterte Kowalczyk verstohlen. Seine Miene wirkte verschlossen, die breite Stirn unter seinen roten Haarlocken war von Sorgenfalten zerfurcht. Ich hatte sein Gesicht gesehen, als er die Leute nach Luft ringen sah, als er beobachten musste, wie einer nach dem anderen vom Stuhl rutschte. Erschrecken hatte sich darin widergespiegelt, echtes Entsetzen. Schwer vorstellbar, dass er es gewesen war, der den Leuten etwas ins Essen gemischt hatte.

Er schien meine Blicke zu spüren, denn er hob seinen Kopf und sah mir direkt in die Augen. Schnell schaute ich weg – mitten hinein in das graubärtige Gesicht des Zwiebelmanns, der mich seinerseits anstarrte. Plötzlich gellte ein Pfiff durch den Raum, der uns alle zusammenzucken ließ.

Der Zwiebelmann rieb sich die Ohren und sah sich – wie ich – vergeblich nach dem Pfeifer um.

Immer mehr Passanten und inzwischen auch Presseleute drängten sich vor das Panoramafenster, starrten oder fotografierten. Einige Polizisten dirigierten sie hinter das Absperrband zurück, während andere das Fenster von innen mit einer Plane verhängten. Alle arbeiteten konzentriert, unterhielten sich gedämpft, nur hin und wieder gellte ein Pfiff durch das Stimmengewirr, als würde jemand einen Hund zu sich pfeifen.

Dieses Gift im Essen – noch war unklar, um was es sich dabei handelte. Klar war, dass ich ohne meine Nase auch im Krankenhaus gelandet wäre. Ich fühlte mich schlecht und hatte doch das erste Mal das Gefühl, dass dieser lästige Geruchssinn zu etwas nütze war.

Eine Seite der Plane, die das Fenster verdecken sollte, hielt nicht und klappte auf. Augenblicklich wurden durch den frei gewordenen Spalt mehrere Blitzlichter abgefeuert. Ich fragte mich, was die Journalisten zu fotografieren erhofften. Das Ungeheuerliche war bereits vor zwei Stunden passiert. Dieser Raum hier mit all diesen weiß gekleideten Leuten hatte nichts mehr mit dem zu tun, den ich mit Ricky betreten hatte. Schlagartig wurde mir bewusst, dass das nicht nur das Restaurant, sondern mein ganzes Leben betraf. Nach diesem Tag würde nichts mehr so sein wie zuvor.

 

Kommissar Rieb von der Kriminalpolizei war nicht nur sauer darüber, dass ich nicht zum Restaurantpersonal gehörte und trotzdem mit dem Zwiebelmann und Kowalczyk zusammensaß, er war auch erkältet. Mit roter Nase und dicken Augenringen knotete er die beiden losen Enden seines Schals vor der Brust zusammen und warf sich zwei Hustenpastillen in den Mund, die an seinen Zähnen klapperten.

»Was ist das für eine Geschichte mit dem Geruch?«, fragte er, nachdem er mich in eine ruhigere Ecke manövriert hatte. Die Intensität seines Salbeiatems war ekelerregend.

»Welche Geschichte?«

»Ich spreche von der Zwiebelsuppe. Die haben Sie doch angeblich nicht gegessen, weil sie komisch roch. Wie definieren Sie komisch?« Ungeniert pumpte Rieb sich Meerwasser in sein linkes Nasenloch und zog so laut den Schnodder hoch, dass mir die Ohren klingelten.

»Na ja, sie roch bitter und irgendwie nach Mandeln.«

»Aber da waren gar keine Mandeln drin!« Rieb klemmte sich das Nasenspray unter den Arm und blätterte in seinen Notizen. »Zwiebeln, Hühnerbrühe, Weißwein, Kräutersalz, Pfeffer, Knoblauch – keine Mandeln.«

»Das war ja das Komische.«

»Sie haben den Raclettekäse vergessen, Herr Kommissar«, rief der Zwiebelmann von seinem Platz aus herüber. »Wenn der Oleg die Zwiebelsuppe kocht, dann reibt er immer ein bisschen Raclettekäse mit rein. Stimmt doch, Oleg?«

[...]

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Über Anne von Vaszary

Anne von Vaszary, 1975 geboren und aufgewachsen in Sachsen, studierte Dramaturgie und Drehbuchschreiben an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und schlug den damals ungewöhnlichen Weg ins interactive Storytelling ein. Ihre Werke erhielten mehrere Preise, u.a. den Lara Kino Award für die Beste Kinoadaption 2009 sowie den Deutschen Entwicklerpreis für das Beste Adventure 2009 und die Beste Story 2016. 2016 gewann sie auch das Arbeitsstipen­dium der Mörderischen Schwestern, das den Weg zu ihrem ersten Kriminalroman »Die Schnüfflerin« ebnete. Ein weiterer Band ist für 2021 bereits in Arbeit. Anne von Vaszary lebt mit ihrer Familie in Berlin und schreibt in Sachsen und auf Sylt.

Mehr auf: www.annevonvaszary.de

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Impressum

© 2020 der eBook-Ausgabe Knaur eBook

© 2020 Knaur Verlag

Ein Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit

Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden.

Redaktion: Antje Nissen

Covergestaltung: Alexander Kopainski

Coverabbildung: shutterstock.com

ISBN 978-3-426-45417-6

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