Die Sturmreiterin - Bernhard Hennen - E-Book

Die Sturmreiterin E-Book

Bernhard Hennen

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Beschreibung

Ein historischer Roman der Spitzenklasse – vom Autor des Bestsellers „Die Elfen“

Österreich im Siebenjährigen Krieg. Unter den Soldaten der Donaumonarchie fällt ein wild entschlossener junger Mann auf. Doch er ist nicht der, der er zu sein scheint, sondern eine Frau – Gabriela –, die sich mit Männerkleidung tarnt. Sie wird als Mörderin gesucht, weil sie ihren brutalen Ehemann in Notwehr niedergeschossen hat. Ihr Mut und ihr kämpferisches Geschick bleiben nicht unbemerkt, und schließlich zeichnet man sie sogar für ihre Tapferkeit aus. Doch stets hat sie Angst, entdeckt zu werden ...

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BERNHARD HENNEN

Die Sturmreiterin

Roman

WILHELM HEYNE VERLAG

MÜNCHEN

Aktualisierte und vollständig überarbeitete Neuausgabe von »Die Husarin« 06/2012

Copyright © 1998 der Erstausgabe bei

Econ Taschenbuch Verlag, München

Copyright © 2003 by Piper Verlag GmbH, München

Copyright © 2012 dieser Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Umschlaggestaltung: © Nele Schütz Design

unter Verwendung von Shutterstock

Satz und eBook: Greiner & Reichel GmbH, Köln

ISBN 978-3-641-08570-4

www.heyne.de

ERSTES BUCH

Die Wölfin

1. KAPITEL

Gabriela blies die fast herabgebrannte Kerze aus. Bald würde es wieder hell werden. Er war wieder einmal nicht gekommen. Müde blickte sie auf das kalte Mahl. Ein Brot war frisch gebacken und ein Huhn geschlachtet. Sie strich sich eine Strähne ihres schwarzen Haars aus der Stirn und ließ sich leise seufzend auf der grob gezimmerten Bank neben dem Tisch nieder. Wieder hatte sie eine Nacht vergebens auf ihn gewartet. Dabei war der Weg von der kleinen Grenzstadt Orschowa bis zu ihrem Gehöft nicht weit. Kaum mehr als zwei Meilen …

Sie sah zu der Bettstatt hinüber, oben auf dem großen, gemauerten Ofen. Es war lange her, seit sie dort zum letzten Mal beieinandergelegen hatten. Sie hatte frisches Leinen aufgezogen für diese Nacht. Wehmütig erinnerte sie sich, wie alles angefangen hatte. Immer hatte Janosch ein Kompliment für sie auf den Lippen gehabt. Matt lächelnd dachte sie daran, wie ihr Mann die Farbe ihrer Augen einst mit dem dunklen Grün eines Bergsees an einem Novembermorgen verglichen hatte. Am Tag der Hochzeit schien seine poetische Ader versiegt zu sein. Nur selten fand Janosch von dort an noch ein gutes Wort für sie und heute Morgen … Sie ballte die Hände zu Fäusten. Eine hagere, störrische Ziege hatte er sie genannt.

Gabriela blickte auf ihren flachen Bauch. Wenn sie nur ein Kind von ihm empfangen könnte! Vielleicht würde dann alles wieder gut. Seine Gleichgültigkeit und die Einsamkeit hier draußen könnte sie nicht mehr lange ertragen. Wenn wenigstens ihr Vater noch leben würde … Mit einem Kind würde alles besser werden! Einen Sohn … Vor zwei Sommern erst, im Jahr des Herren 1753, hatte die Kaiserin, Maria Theresia, ihr dreizehntes Kind geboren. Warum sollte ihr, Gabriela, der Frau des Oberstzollmeisters Janosch Plarenzi, dann nicht das Glück vergönnt sein, wenigstens ein einziges Mal zu empfangen?

Im Stall neben dem niedrigen Haus schnaubte unruhig das Pferd. Sollte er doch noch kommen? Die junge Frau lauschte nach Schritten auf dem Lehmweg, den die Julisonne so hart wie Stein gebrannt hatte. Eine halbe Stunde brauchte man darauf bis zur Stadt. Irgendwo draußen im Zwielicht erklang das ausgelassene Lachen einer Frau. Vielleicht ein Zigeunerweib, das sich auf den Feldern mit einem Bauerssohn vergnügte.

Müde begann Gabriela den Tisch abzutragen. Das Brot schlug sie in Leinen ein und legte es in einen Topf, damit es nicht zu schnell hart wurde. Anschließend goss sie sich einen Becher Wein ein und prostete stumm dem leeren Platz auf der anderen Seite des Tisches zu. Es war wohl ein Fehler gewesen, Janosch zu heiraten, dachte die junge Frau bitter. Durch den Einfluss ihres Vaters war ihr Mann zum obersten Zollbeamten in Orschowa aufgestiegen. Seit ihr Vater tot war, fand Janosch kaum noch durch ihre Tür. Immer häufiger blieb er über Nacht in der kleinen Stadt.

Wieder ertönte das Frauenlachen in der Dämmerung. Diesmal viel näher. Auf dem Lehmweg waren Schritte zu hören, die sich dem Haus näherten.

Gabriela blickte zu dem Kasten aus poliertem Nussholz, in dem sie die Pistolen ihres Vaters verwahrte. Das Haus lag nur wenige Meilen von der Grenze entfernt, und manchmal kamen Räuber über den großen Fluss, um eines der einsamen Gehöfte zu überfallen. Doch Plünderer würden nicht so viel Lärm machen und wären beritten gewesen. Auch hatte der Hund nicht angeschlagen. Ob es doch Janosch war?

Wie zur Antwort polterte es vor der Tür, und eine ihr nur zu vertraute Stimme lallte etwas Unverständliches. Er war also wieder einmal betrunken! Ein Schlüssel wurde im Schloss umgedreht, dann flog die Tür auf und der helle Schein einer Laterne fiel in die Stube.

»Finster wie in der Hölle ist’s hier«, brummte Janoschs tiefe Stimme, und mit einem Tritt beförderte er einen Schemel zur Seite. Hinter ihm erschien eine zweite Gestalt im Türrahmen. Eine Frau!

Fassungslos starrte Gabriela den Schatten an. Sie war wie gelähmt. Plünderern wäre sie mit zwei geladenen Pistolen in der Hand entgegengetreten, doch das hier … Das helle Licht der Laterne fiel auf ihr Gesicht.

»Schau nur, des Teufels Großmutter ist auch hier!« Das Weib lachte prustend. »Ist das Gerippe da deine Magd?«

Janosch hielt sich an der Tischkante fest und blickte zu ihr hinüber. Gerade hatte er eine Kerze am Licht der Blendlaterne entzündet. Sein Gesicht war rot vom Wein. Der Dreispitz saß ihm schief auf dem Kopf, und die gepuderte Perücke, die er im Dienst trug, lugte aus einer der Taschen seines grauen Überrocks. Seine Weste und auch das feine Leinenhemd darunter waren halb aufgeknöpft.

Janosch grinste schief. »Ich hoffe, du hast uns schon das Bett vorgewärmt. Ich will in dieser Nacht meinen Spaß haben. Kannst ja zusehen. Vielleicht lernst du noch was …«

Gabriela wollte etwas antworten, doch ihr versagte die Stimme. Stumm starrte sie zu der Frau, die nun an die Seite ihres Mannes getreten war. Sie trug ihr langes, blondes Haar offen. Ihr Gesicht war rund, so wie alles an ihr. Ihr weiter roter Rock war mit Flecken besudelt, und die Schnur ihres tief ausgeschnittenen Mieders war geöffnet, sodass ihre drallen Brüste hervorquollen. Ihr Arsch war so riesig wie der eines Brauereipferdes. Offenbar war das Miststück eine Dirne oder eine Magd aus einer der Kaschemmen bei den Anlegeplätzen am Fluss.

»Glotz nicht wie ’ne Kuh! Dich zu nehmen, macht so viel Spaß, als würde ich es mit einem Astloch in ’nem Brett treiben. Was glaubst du, warum ich nicht mehr nach Hause komme?« Janosch griff der Dirne ins Mieder und holte ihre Brüste hervor. »So soll eine Frau aussehen!« Das Weib kicherte hämisch.

»Raus aus meinem Haus! Pack deine Hure und lass dich hier nie wieder sehen!«

»Dein Haus? Du bist mein Weib! Alles, was du mit in die Ehe gebracht hast, gehört jetzt mir. Wie redest du überhaupt mit deinem Herrn? Auf die Knie und entschuldige dich … Kannst dankbar sein, dass so ein hässliches Knochengestell wie du überhaupt einen Mann abbekommen hat. Weißt du, wie sehr ich mich habe verstellen müssen, um dir und deinem Vater vorzumachen, dass ich dich liebe? Jedes Mal hat es mich Überwindung gekostet, mit dir ins Bett zu gehen. Damit ist jetzt Schluss! Heute werde ich zum ersten Mal mit einem Weib in meinem Ehebett liegen, an dem ich meinen Spaß habe!«

Gabriela schluckte hart. Kalte Wut stieg in ihr auf. Dieser Bastard! Sie biss sich auf die Lippen. Wenn er geglaubt hatte, sie würde seinetwegen in Tränen ausbrechen, hatte er sich getäuscht. »Raus, du Hurenbock! Scher dich zum Teufel!«

Janosch lachte. »Einen Dreck werde ich!« Er griff nach dem langen Brotmesser, das noch auf dem Tisch lag, und prüfte mit dem Daumen die Spitze. »Es sind oft Räuber in der Gegend, nicht wahr? Haben dich nicht alle Nachbarn gewarnt, immer allein auf dem Hof zu bleiben, mein dummes Mädchen? Vielleicht sollten wir einfach unseren Streit beenden. Für immer!« Der Zöllner richtete sich auf und machte schwankend einen Schritt in ihre Richtung.

»Leg das Messer weg!« Gabriela tastete nach dem Kasten aus Nussholz, der hinter ihr auf der Kommode stand.

»Nicht, Janosch! Mach dich nicht unglücklich!« Die Schankhure fiel dem Zöllner in den Arm.

»Unglücklich … Hah, glücklich werde ich mich machen, wenn ich dieser Furie den Hals durchschneide.« Er stieß die Dirne zur Seite. »Ich bin der Zollobermeister von Orschowa, und wenn ich sage, ich habe die Nacht bei einer Hure verbracht, als irgendwelche Strauchdiebe mein Haus niedergebrannt und mein Weib ermordet haben, dann wird es keine weiteren Fragen geben. Du hast hier keine Freunde, die dich vermissen werden.«

Gabriela schob mit dem Daumen den kleinen Bronzehaken zurück, der den Nussholzkasten verschloss. Dann hob sie den Deckel an. Ihre Finger streiften das kalte Metall der Pistolenläufe. Sie stand so, dass sie mit ihrem Körper den Pistolenkasten verdeckte. Janosch hatte noch nichts bemerkt.

»Geh und schlaf deinen Rausch aus!« Gabriela bemühte sich, ruhig zu klingen. »Morgen werden wir in aller Ruhe über die Sache reden.«

Der Zöllner hob das Messer und schüttelte bedächtig den Kopf. »Nein, mein Liebchen! Zwischen uns ist alles gesagt.«

Gabrielas Hand schloss sich um den Griff der vorderen der zwei Pistolen, die auf einem Futter aus kühlem, blauem Samt lagen. »Geh doch endlich …«

»Angst vorm Sterben?« Janosch grinste breit. »Du hast doch immer die Heldentochter gegeben … Alles nur Theater? Wie ist es, den kalten Atem des Sensenmannes im Nacken zu spüren?«

»Frag dich das selbst!« Sie zog die Waffe aus dem Kasten und spannte den Hahn. Gabriela wandte den Blick nicht von ihrem Mann. Aus dem Augenwinkel sah sie, dass kaum noch Pulver auf der Pfanne der Steinschlosspistole lag. Stumm verfluchte sie sich dafür, dass sie die beiden Waffen seit mehr als einer Woche nicht mehr gereinigt und nachgeladen hatte.

»Das wirst du nicht tun, mein Herzchen …« Janosch streckte die Hand mit dem Messer vor. Er zitterte leicht.

Fast berührte die Klinge ihre Kehle, als sie ihm die Pistole auf die Brust setzte und abdrückte. Ein scharfes metallisches Klacken erklang … und nichts geschah. Es war zu wenig Pulver auf der Pfanne gewesen. Der Funken hatte nicht gezündet!

»Fahr zur Hölle, Flintenweib!« Janosch stieß mit dem Messer zu.

Gabriela duckte sich. Die Klinge schnitt über ihre Wange. Sie riss den Pistolenkasten von der Kommode und zog die zweite Waffe aus dem Samtfutter. Die Hure, die Janosch angeschleppt hatte, fing an, hysterisch zu kreischen.

Der Zöllner hob das Messer, um erneut zuzustoßen. Gabriela riss den Hahn zurück und drückte ab. Mit infernalischem Getöse löste sich ein Schuss. Janosch wurde nach hinten gerissen, schlug gegen den Tisch und fiel dann zu Boden. Grauer Pulverdampf zog wie Nebel durch die Stube. Der Knall des Schusses hallte in Gabrielas Ohren nach. Sie spürte warmes Blut ihre Wange hinabrinnen.

Janosch lag grotesk verrenkt neben dem Tisch. Die Kugel hatte ihn in die Hüfte getroffen. Seine klaren, blauen Augen starrten leblos zur Decke. Die Hure beugte sich über ihn. Mit Streifen, die sie von ihrem Rock gerissen hatte, versuchte sie die Blutung zu stillen. Dann starrte sie zu Gabriela. »Dich bring ich an den Galgen, Mörderin!« Sie hob das Messer auf, das neben Janosch lag. »Wirf die Waffe weg, Mörderin, oder ich bringe zu Ende, was er angefangen hat, du treulose Schlampe …«

»Lass das … Wir müssen den Arzt aus der Stadt holen.«

»Er braucht … keinen … Arzt mehr!«, stieß die Hure schluchzend hervor. »Mein Janosch …« Sie strich dem Zöllner eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann war sie plötzlich mit einem Satz auf den Beinen.

Im Reflex hob Gabriela die Pistole und schlug mit dem Knauf zu. Sie traf das Weib direkt über der Schläfe und die Dirne stürzte wie ein Sack Mehl zu Boden.

Wie versteinert starrte die Zöllnerin auf die beiden Gestalten am Boden. Die Waffe in ihrer Hand schien ihr so schwer wie ein Mühlstein.

Polternd fiel die Pistole zu Boden. Was hatte sie nur getan! Sie war eine Mörderin! Dafür würde sie hängen … Sie dachte an den Galgen aus altersgrauem Holz, der auf dem Hügel vor Orschowa stand. Man ließ die Hingerichteten zur Abschreckung ein paar Tage hängen. Sobald die Schaulustigen gegangen waren, kamen die Raben … Schaudernd dachte sie an die großen schwarzen Vögel. Ein paarmal hatte Gabriela von weitem gesehen, wie sie auf den Schultern der Gehängten hockten. Fast als seien sie noch lebendig, hatten sich die Toten tanzend am Seil gedreht und gewunden, wenn die Raben ihnen mit kräftigen Schnabelhieben das kalte Fleisch von den Knochen rissen.

Die Zöllnerin keuchte. Lieber würde sie sich selbst richten, als so zu enden. Wieder blickte sie zu den beiden. Sie hatte sich doch nur gewehrt! Janosch hatte versucht, sie umzubringen. Aber das würde die Richter wohl kaum interessieren. Und Gott allein wusste, wie diese Dirne den Vorfall erzählen mochte. Wahrscheinlich würde sie ihr alle Schuld zuschieben.

Gabriela dachte an die Räuber, die manchmal über den großen Fluss kamen. Vielleicht hatte Janosch recht … Wenn man es richtig anfing, konnte man die Sache so darstellen, als sei das Gehöft überfallen worden. Ihre nächsten Nachbarn wohnten mehr als eine Meile entfernt. Wahrscheinlich hatte niemand den Schuss gehört. Wenn sie alle Wertsachen zusammenraffte und das Pferd aus dem Stall nahm, dann würde es so aussehen, als seien Plünderer im Haus gewesen.

Die Hure stöhnte leise. Gabriela fluchte stumm. Sie lebte also … Die Dirne würde allen erzählen, wie das Flintenweib des Zöllners ihren Mann erschossen hatte. Solange sie lebte, gab es keine Aussicht davonzukommen … Was sollte sie nur tun?

Verzweifelt sah sich Gabriela in der Stube um, bis ihr Blick an dem kleinen, geschnitzten Holzkreuz an der Wand über dem Bett verweilte. In fast verblichenen Farben war eine Jesusgestalt darauf gemalt. Das Kreuz hatte ihrer Mutter gehört. Angeblich war es sehr alt. Es war das einzige Erinnerungsstück an ihre Mutter, das ihr geblieben war. Sie würde es nicht zurücklassen.

Gott wusste, dass sie keine Mörderin war! Auch wenn die Menschen sie richten würden, durfte sie immer noch auf seine Gnade hoffen. Doch wenn sie die Hure tötete, hätte sie auf immer ihr Seelenheil verwirkt. Sie wusste jetzt, was zu tun war. Sie würde ihre Stute satteln und nach Süden reiten, um an einer seichten Stelle den großen Fluss zu überqueren. Man sollte denken, sie sei zu den Türken geflohen.

»Du halb verhungerte Wölfin willst also meine Nichte sein!« Ungläubig musterte der Festungskommandant das Weib, das man zu ihm in den Kartenraum gebracht hatte. »Warum sollte ich dir das glauben? Ich habe die Tochter meines Bruders seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen.« Er musterte die lange, nur halb verheilte Schnittwunde auf der Wange der jungen Frau, die vor ihm stand. Fast wie ein Knabe sah sie aus mit ihren breiten Augenbrauen, dem sonnenverbrannten Gesicht und ihrem schlanken Körper. Das einfache rote Kleid, das sie trug, schien irgendwie nicht zu ihr zu passen. Die Säume waren mit Schlamm und Unrat von den Straßen bespritzt, und sie hatte etwas an sich, das alles andere als damenhaft wirkte. Vielleicht war das aber auch der Hunger. Während sie sprachen, stierte die Fremde immer wieder zu den Resten des Bratens hinüber, den er zu Mittag verspeist hatte. Das silberne Tablett mit Fleisch, gekochtem Gemüse und Brot stand noch auf dem Kartentisch. Daneben eine tönerne Karaffe mit trockenem Rotem.

»Ich habe Beweise dafür, die Tochter des Carolus Freiherr von Bretton zu sein. Wenn Sie dem Wachtmeister befehlen, den Säbel hereinzubringen, den man mir abgenommen hat, dann werden Sie darin die Waffe Ihres Bruders erkennen.«

»So.« Der General musterte sie noch einmal. Sein Blick fiel auf ihre spitz zulaufenden Stiefel. Die ungarischen Reiter oder auch die Grenzer trugen solches Schuhwerk. Wahrscheinlich war das Weib irgendein Soldatenliebchen. Im Grunde hatte er keine Zeit, sich mit solchen Bagatellen herumzuschlagen. Es gab Ärger mit dem Bau der Westschanze, und er musste eigentlich hin und die Arbeiten inspizieren. Aber das junge Weib weckte sein Interesse. Er gab dem Soldaten an der Tür einen Wink. »Bring er mir den Säbel, den der Wachtmeister Jarek beschlagnahmt hat.«

Der Soldat salutierte zackig und verschwand durch die Tür.

»Was führt dich nach Olmütz, Weib?«

Zum ersten Mal schlug die junge Frau die Augen nieder. Bislang hatte sie ihm herausfordernd ins Gesicht geblickt, doch diese Frage war ihr offenbar peinlich.

»Ich … ähm … Ich hatte gehofft, dass Ihr mich in Euren Haushalt aufnehmen könntet, Herr Onkel. Ihr werdet Euch damit keine Laus in den Pelz setzen! Ich kann arbeiten … Euch den Haushalt führen und …«

Der General schüttelte den Kopf. »Ich habe einen Stiefelknecht, einen Koch und einen Jungen, der sich um die Kleinigkeiten kümmert. Was sollte ich da noch mit dir anfangen?« Die Fremde fing an, ihn zu langweilen. Er war lediglich gespannt, was für eine Geschichte sie ihm auftischen würde, wie sie an den Säbel seines Bruders gekommen war. Er wusste, dass seine Nichte mit einem Oberstzollmeister verheiratet war. Was zum Henker sollte sie hierhertreiben? Dieses Weib war eine Vagabundin. Das sah man auf den ersten Blick!

Schweigend blickte der Festungskommandant aus dem Fenster auf den Exerzierplatz und sah den jungen Rekruten beim Marschieren zu. Hinter sich hörte er das Weib unruhig von einem Fuß auf den anderen treten. Endlich ging die Tür auf.

»Herr General! Der Säbel.« Der junge Wachsoldat stand in der Türe und blickte erwartungsvoll zu ihm herüber.

Der Festungskommandant gab ihm ein Zeichen, die Waffe auf den Kartentisch zu legen. Der Soldat gehorchte und zog sich auf seinen Posten an der Tür zurück.

»Ist das die Waffe, die dir der Wachtmeister abgenommen hat?«

Das Weibsbild nickte.

General Bretton nahm die Waffe vom Tisch und betrachtete sie eingehend. Es konnte keinen Zweifel geben, es war der Säbel seines Bruders. Er war ein Einzelstück. Ihr Vater hatte ihn Carolus geschenkt, bevor sie beide mit Prinz Eugen gegen die Türken gezogen waren. Die Finger des Offiziers glitten über die tiefe Kerbe, die in den fein ziselierten Korb, der den Griff schützte, geschlagen war. Bei einem Armeesäbel mit einem einfachen Bügel hätte dieser Treffer seinen Bruder damals wohl sämtliche Finger gekostet. Der Kommandant blickte zu der jungen Frau.

»Wenn du die Tochter meines Bruders bist, weißt du sicherlich, woher diese Kerbe stammt.« Er zeigte auf die tiefe Scharte in dem polierten Messingkorb.

»Sie stammt von einem Offizier der Siphai aus dem Heer des Großwesirs Chalil Pascha, der 1717 mit seiner Armee Belgrad belagerte. Mein Vater gehörte damals zu den Husaren des Obristen Babocsay. Ihr, Onkel, dientet zu der Zeit unter dem Feldmarschall-Lieutenant Claude Alexandre Comte de Bonneval, der uns später an die Türken verraten hat und ein Pascha in der Armee des Sultans wurde.«

Der Festungskommandant räusperte sich leise. Er wurde nicht gerne an den Comte erinnert. Er hatte ihn geliebt, ja vergöttert … »Komm einmal näher, meine Kleine. Sag, wo hat mein Bruder seine schwerste Wunde erhalten?«

»Sein Herz ist zerbrochen, als seine Frau Maria und mein kleiner Bruder Claudius, den er nach Euch benannt hatte, am Sumpffieber starben. Auf Leben und Tod lag er, als ihn eine Kugel eine Handbreit über dem Herzen getroffen hat.«

»Wo ist das geschehen?«

»Als Feldzeugmeister Oliver Graf Wallis in Grocka in die Falle der Türken ging und sich die Türken die Köpfe von zehn unserer Generäle holten.«

Der Kommandant legte den Säbel auf den Tisch zurück und musterte die junge Frau eindringlich. Sie kannte die Geschichte dieser Waffe, so als hätte sie sie aus dem Mund seines Bruders gehört. Und ihre grünen Augen … Carolus hatte auch grüne Augen gehabt. Er heiratete, als er in Luzzara mit den Czungenberg-Husaren gestanden hatte. Und ihre Nase … Sie war völlig gerade. Klassisch schön … Vielleicht ein wenig zu groß. Genau wie bei ihrer Mutter. Konnte dieses Weibsbild tatsächlich seine Nichte sein?

»Du bist doch mit einem Zöllner verheiratet …«

»Ich war dem Oberstzollmeister Janosch Plarenzi angetraut. Er wurde von Räubern, die unseren Hof überfallen haben, ermordet.«

»Das Gehöft bei Orschowa?« Der General strich sich nachdenklich über das Kinn. Er konnte sich nur noch vage an das kleine weiß getünchte Haus erinnern. Maria hatte davor Kräuter angepflanzt. Bei seinem Besuch hatte er ein Mädchen auf dem Schoß gehabt. War dies die junge Frau, die jetzt vor ihm stand? Nur ein einziges Mal war er bei seinem Bruder im Banat gewesen. Claudius hatte nie begriffen, warum Carolus sich ausgerechnet zu den Grenzern meldete und ins Banat gegangen war.

»Habe ich meine Prüfung bestanden?« Die Fremde blickte ihn nun wieder herausfordernd an. Ihre Verlegenheit hatte sie abgelegt. Mit ihrem leicht zurückgenommenen Kopf und den zusammengezogenen Brauen erinnerte sie ihn an seinen Bruder. So hatte Carolus ausgesehen, wenn sie miteinander stritten.

»Eine letzte Frage habe ich noch. Du erinnerst dich doch sicher noch daran, wie ich euch besucht habe …«

»Ich war damals noch sehr klein und …«

»Etwas hast du bestimmt nicht vergessen. An einem Abend habe ich mich mit meinem Bruder gestritten. Du warst dabei. Hast neben dem Tisch gestanden. Wie nannte mich Carolus, wenn er wütend war?«

Die Frau grinste. »Seid Ihr sicher, dass ich das wiederholen soll? Ich meine, dort an der Tür steht ein Soldat und …«

»Keine Sorge. Ich würde wetten, dass meine Männer mich oft mit noch unfreundlicheren Worten bedenken als mein Bruder.«

»Gut, Ihr habt es so gewollt. Mein Vater hat Euch an diesem Abend wiederholt einen störrischen, alten Pfeifenkopf genannt.«

Der General räusperte sich leise. Dann blickte er zu dem Wachtposten an der Tür. »Er ist vom Dienst befreit. Sorge Er dafür, dass mich diese verfluchten Ingenieure und Baumeister heute in Ruhe lassen.«

»Jawohl, Herr General!«

Der Kerl grinste, als er sich umdrehte. Bis zum Abend würde vermutlich die ganze Garnison wissen, wie ihn sein Bruder genannt hatte.

»Setz dich und iss. Du hast doch Hunger, nicht wahr?«

Die junge Frau nickte dankbar. »Ja. Ich sehe nicht nur aus wie eine halb verhungerte Wölfin, ich habe auch mindestens einen genauso großen Appetit.«

Nachdenklich sah ihr der alte Offizier beim Essen zu. Messer und Gabel benutzte sie kaum. Das meiste stopfte sie einfach mit den Händen in sich hinein. Er hatte eine Barbarin als Nichte! Carolus hätte niemals ins Banat gehen sollen. Dickköpfiger Trottel! Und trotzdem … Wenn er den Kerl erwischen würde, der seiner Nichte die Schramme auf der Wange beigebracht hatte, dann würde er ihm den Bauch aufschlitzen und ihn an seinen Gedärmen aufhängen lassen … Was die Heiden ihr wohl sonst noch angetan hatten?

Der Stiefelknecht ihres Onkels hatte ihr seine Kammer räumen müssen. Über eine knarrende hölzerne Treppe führte sie der mürrische Bursche bis unter das Dach der Kommandantur. Sein Zimmer war winzig. Kaum groß genug, sich darin umzudrehen. In einer Ecke lagen ein strohgefüllter Sack und einige Decken. Daneben standen eine flache Schüssel und ein angeschlagener Tonkrug. Es gab kein Fenster und die Deckenbalken waren so niedrig, dass man geduckt gehen musste, um sich nicht den Kopf zu stoßen.

An der Rückwand der Kammer befand sich eine weitere Tür. Gabriela wandte sich zu dem Stiefelknecht um, der bereits nach seinem Bündel gegriffen hatte, um zu gehen. »Wohin führt diese Tür?«

Der Junge zuckte mit den Schultern. »Ich weiß nicht. Nur der General hat einen Schlüssel. Manchmal kommt er nachts hier herauf. Er hat mich dann immer die Treppe hinuntergescheucht, bevor er die Dachkammer aufgeschlossen hat. Weiß der Henker, was er dahinter verbirgt. Manchmal ist er stundenlang dort drinnen geblieben. Ich konnte ihn auf dem Holzboden auf und ab gehen hören. Rastlos … Er ist manchmal ein wenig seltsam, der Alte.«

»Wie meinst du das?«

»Naja, es heißt, er meidet Frauen. Deshalb wundere ich mich auch … Hat er dich als Dienstmagd eingestellt?«

Gabriela lächelte. »Wir werden sehen. Wie heißt du eigentlich?«

»Branko.« Der Junge schnitt eine Grimasse. »Weißt du eigentlich, dass ich deinetwegen jetzt in den Pferdeställen einquartiert bin? Nicht, dass ich diese Kammer geliebt hätte … Im Winter zieht es hier so sehr, dass man glaubt, der Wind wolle mit Messern durch die Decken schneiden, aber es stinkt wenigstens nicht. Das Stroh kannst du übrigens noch eine Weile im Sack lassen. Ich habe es erst vor zwei Monaten ausgetauscht.«

»Vielleicht wirst du deine Kammer schon bald wiederbekommen, Branko.«

Der Stiefelknecht legte den Kopf schief und sah sie neugierig an »Wie meinst du das?«

»Wir werden sehen.«

Der Junge grinste. »Wenn du glaubst, du könntest den Alten hier herauf auf deinen Strohsack holen, hast du dich getäuscht. Das haben schon hübschere Weibsbilder als du vergebens versucht und …«

»Raus!«

»Du wirst sehen, dass ich recht habe!« Lachend hüpfte Branko die Treppe hinunter. Gabriela verschloss hinter ihm die niedrige Tür zur Treppe. Eine fast abgebrannte Kerze auf einem Messinghalter erhellte die Kammer. Das also war ihre neue Heimat! Sie hatte einen anderen Empfang erwartet … Aber vielleicht wollte Gott sie für den Mord an ihrem Mann strafen. Der General hatte sie nicht wirklich unfreundlich empfangen. Nachdem er ihr glaubte, dass sie die Tochter seines Bruders war, hatten sie den ganzen Nachmittag miteinander gesprochen.

Sie hatte ihm erzählen müssen, wie ihre Mutter und ihr kleiner Bruder am Fieber und ihr Vater im letzten Winter an einer Lungenentzündung gestorben waren. Über den Mord an ihrem Mann hatte sie geschwiegen. Schon in den ersten Minuten ihres Gesprächs hatte sie das Gefühl bekommen, dass der Festungskommandant sie umgehend in den Kerker werfen lassen würde, wenn er erfahren sollte, was der wirkliche Grund für ihre Flucht war. Stattdessen hatte sie ihm erzählt, ihr Hof sei von Räubern überfallen worden. Mittellos und ohne Mann habe sie sich seiner besonnen. Mit dieser Geschichte lieferte sie auch eine Erklärung für die Schramme auf ihrer Wange.

Ihre Flucht zur Festung Olmütz hatte fast sechs Wochen gedauert. Die meiste Zeit über war sie in Männerkleidern gereist, denn als allein reisende Frau hätte sie nur unnötiges Aufsehen erregt. Zum ersten Mal hatten ihr der schlanke Wuchs und die für eine Frau recht dunkle Stimme zum Vorteil gereicht. Mit den beiden Pistolenholstern vor dem Sattel und dem Säbel ihres Vaters am Gürtel hatte sie niemand auf der langen Reise behelligt. Erst als sie sich der Festungsstadt bis auf Sichtweite genähert hatte, war sie abgesessen, um ihre Kleider zu wechseln.

Erschöpft ließ sie sich auf den Strohsack sinken und starrte zu den dunklen Balken an der Decke der Dachkammer. Ob ihr Onkel sie verstecken wollte? War es ihm peinlich, sich nun um sie kümmern zu müssen? Als anständiger Christenmensch konnte er sie nicht einfach davonschicken … Sie hatte das gewusst. Doch wie würde er sich weiter verhalten? Insgeheim hoffte sie, er würde sie wie eine Tochter aufnehmen. Aber wenn er wirklich ein Frauenhasser war, wie Branko behauptet hatte, sollte sie wohl damit zufrieden sein, wenigstens ein Quartier in einer Dachkammer bekommen zu haben.

2. KAPITEL

Gabriela bog aus der Bäckergasse mit ihren alten Fachwerkbauten zum Markt hin ab, wo sich das Rathaus mit seinem bis weit ins Land hinaus sichtbaren Turm erhob. Wie jedem Freitag drängten sich Händler und Bürger dicht an dicht auf dem Platz. Flussfischer priesen lauthals ihren Fang an, und Gabriela musterte eine Weile die schlangenartigen Fische, die sich im Todeskampf in hohen Weidenkörben wanden. Man sagte, dass sie Aas fraßen und man dort, wo sich viele Aale tummelten, manchmal eine Leiche im Fluss finden konnte. Angewidert wandte die junge Frau sich ab, flanierte an der Dreifaltigkeitssäule vorbei zum prächtigen, barocken Herkulesbrunnen, wo im Schatten des antiken Helden zwei Bäuerinnen ihre Marktstände aufgeschlagen hatten. Sie boten allerlei Gemüse feil, hatten aber auch einen Stapel aus kleinen, hölzernen Käfigen aufgetürmt, in denen gut ein Dutzend weißer und brauner Hühner auf den Kochtopf warteten.

Direkt neben den beiden Weibern hatte ein Moritatenerzähler seine bunte Tafel aufgestellt. In lautem Singsang trug er die Geschichte eines Wolfsmannes vor, der in den Sümpfen vor Sankt Petersburg sein Unwesen trieb, bis ihn ein tapferer Kosakenhauptmann der Kaiserin Katharina bei Vollmond in den Ruinen eines alten Klosters stellte. Mit einem Ohr hörte Gabriela der Geschichte zu, während sie die Hühner musterte. Schließlich entschied sie sich für zwei fette braune Hennen.

»Nun, Mädchen, hast dir die schönsten Damen aus meinem Hühnerstall ausgesucht. Legen jeden Morgen brav ein Ei«, lobte die hagere, alte Bäuerin, die über die Hühner wachte. »Ich hoffe, du hast einen munteren Hahn im Hof!« Die Alte grinste zweideutig, sodass man deutlich die wenigen braunen Zahnstümpfe sehen konnte, die ihr noch geblieben waren. »Lass deinen Liebsten jeden Morgen ein frisches Hühnerei trinken, und ich verspreche dir, er wird dir allabendlich Freude bereiten.«

»Mein Liebster ist tot«, entgegnete Gabriela knapp und zählte der Bäuerin das Geld für die Hühner in die Hand. »Und was das Federvieh angeht, die beiden werden noch heute im Topf landen, um zur Abendstunde auf der Tafel meines Onkels zu stehen.«

»Armes Kind. Bist noch so jung und musst schon wie eine Nonne leben …« Wieder grinste die Alte. Dann nahm sie eins der Hühner aus dem Käfig und brach dem lauthals gackernden Vogel beide Flügel. Mit dem Kopf nach unten reichte sie der jungen Frau das Huhn und öffnete den zweiten Käfig. »So wird die Gute stillhalten, wenn du sie nach Hause trägst, Liebchen. Musst du weit aufs Land hinaus?« Krachend brachen die Flügelknochen des zweiten Huhns.

»Nur zur Garnison.«

Die Bäuerin nickte. »Gut hast du’s. Ich werde schon lange vor Sonnenuntergang meinen Stand abbrechen, um mit meiner Schwester zusammen auf unseren Hof zurückzukehren. Bei Dunkelheit ist man ja seines Lebens nicht mehr sicher!«

Gabriela blickte die Alte fragend an. »So?«

»Ja, hast du denn noch nicht von der Bestie gehört? Was glaubst denn du, warum der Sachse dort hinten ausgerechnet seine Werwolfgeschichte erzählt und sich die Leute die Füße plattstehen, um ihm zuzuhören. Geh nur mal hinüber und sieh dir die Bilder von dem Untier an, dann weißt du, was dich erwartet, wenn du bei Nacht auf den Straßen unterwegs bist. Vor drei Tagen erst hat das Ungeheuer den Gehängten am Wegkreuz nach Sternberg vom Galgen geholt und ihm sein fauliges Fleisch von den Knochen gerissen. Alle Schafshirten hier ringsherum haben ihn bei Nacht heulen gehört und die meisten haben auch schon ein paar Lämmer an ihn verloren. Holt sich nur das Beste, das Ungeheuer … Zartes Fleisch, das ist sein Pläsier. Drum pass auf, wenn du spät auf der Straße unterwegs bist. Würd’ mich nicht wundern, wenn sich das Ungeheuer sogar bis in die Stadt hineinwagte. Es hat den Leibhaftigen im Leib, sag ich dir. So schlau wie der Gott-sei-bei-uns ist es allemal.« Die Alte schlug ein Kreuz und murmelte etwas Unverständliches. »Niemand, der ausgezogen ist, die Bestie zu jagen, hat sie auch nur zu Gesicht bekommen. So als wüsste der Werwolf schon vorher, wann die Jäger kommen. Nur ein paar Fußstapfen von ihm haben sie gefunden, groß wie Bärentatzen. Ich sag dir

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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