Verlag: Coppenrath Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2013

Die Tiefen deines Herzens E-Book

Antje Szillat  

4.83333333333333 (66)

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E-Book-Beschreibung Die Tiefen deines Herzens - Antje Szillat

Vernünftig können wir auch morgen noch sein ... oder übermorgen oder irgendwann mal wieder. Marc und ich. Ich und Marc. Wie im Rausch. So stark, so mächtig, so dunkel. Alles andere um mich herum verblasst. Berlin. Meine Eltern. Und auch Felix, mein lieber, wunderbarer Felix, der zu Hause auf mich wartet ... Während der Sommerferien am Meer begegnet die siebzehnjährige Leni Marc, einem Boxer aus England, der eine unbändige Anziehungskraft auf sie ausübt. Lenis Gefühle für Marc stellen selbst ihre gerade begonnene Liebebeziehung zu ihrem Kindheitsfreund Felix in den Schatten. Als ihre Eltern ihr den Umgang mit Marc verbieten wollen, flieht sie kurzerhand mit ihm nach London. Doch sie muss bald einsehen, dass sie damit einen großen Fehler begangen hat ...

Meinungen über das E-Book Die Tiefen deines Herzens - Antje Szillat

E-Book-Leseprobe Die Tiefen deines Herzens - Antje Szillat

ISBN 978-3-649-61475-3 (eBook)

eBook © 2013 für die deutschsprachige Ausgabe

Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

eBook Produktion: book2look Publishing 2013

ISBN 978-3-649-61113-4 (Buch)

© 2013 für die deutschsprachige Ausgabe

Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

Text: Antje Szillat

Dieses Werk wurde vermittelt durch die Literarische Agentur

Thomas Schlück GmbH, 30827 Garbsen

Umschlaggestaltung: Geviert – Büro für Kommunikation, München,

Conny Hepting unter Verwendung eines Bildes von © Getty Images/

Bild-Nr. 108162696

Lektorat: Jutta Knollmann

Satz: Sabine Conrad, Rosbach

www.coppenrath.de

Wenn du dein Schicksal verändern könntest, würdest du es tun?

Wenn der Himmel einen Menschen liebt, dann lässt er ihm einen Freund begegnen. (Aus China)

1

Die Hecke war dicht und schien mir undurchdringlich. Ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen, um einen Blick auf Felix und die anderen Jungen, mit denen er im Garten Fußball spielte, erhaschen zu können.

Gestern beim Abendbrot hatte ich mit angehört, wie sich meine Eltern über die neue Familie nebenan unterhielten. Felix’ Mama war einfach abgehauen, hatte meine Mutter erzählt, und hatte den armen Mann mit dem kleinen Jungen sitzen lassen.

Ich verstand nicht so richtig, was sie damit meinte und warum sie sich so darüber aufregte. Und dass der arme Junge sich bestimmt die Augen nach seiner Mama ausheulte, das konnte ich auch nicht feststellen. Felix stürmte lachend durch den Garten, den Fußball immer fest im Visier.

Wie gern hätte ich in diesem Moment mit ihm getauscht, denn ich steckte mitten in der schrecklichsten Geburtstagsfeier meines siebenjährigen Lebens fest. Meine Mutter hatte tatsächlich geglaubt, ich würde mich über eine Barbie-Party mit Jana, Ellen, Chiara und Emily freuen. Allesamt in Rosa, versteht sich. Ich wollte aber nicht mit Barbiepuppen spielen, und erst recht nicht in Rosa gehüllt. Ich hasste Barbie!

Es war 2001, ein glühend heißer Samstagnachmittag im August, und ich wünschte mir nichts mehr, als mit Felix in dem Baumhaus zu hocken, das sein Vater, gleich nachdem sie nebenan eingezogen waren, in die gewaltige Eiche gezimmert hatte

Es sollte jedoch noch fast zwei Wochen dauern, bis ich das erste Mal mit leicht zittrigen Knien die schmalen Holzstufen hinaufklettern durfte. Zwei Schokoriegel und eine Tüte Gummibärchen hatte mich das gekostet.

Felix stopfte sich gerade den zweiten Riegel rein, als ich oben ankam und mich staunend neben ihn auf die Bank plumpsen ließ.

»Cool, was?«, fragte er mich mampfend.

Ich nickte schüchtern.

»Mein Vater sagt, hier oben bin ich sicher.«

»Wovor?«

Ich rechnete damit, dass er nun von Löwen und Tigern oder möglicherweise von wieder zum Leben erwachten Dinosauriern erzählen würde.

Doch Felix legte den Kopf ein wenig schief und erklärte: »Vor meinen Gefühlen. Immer, wenn es mir nicht so gut geht, klettere ich hier hoch. Es ist nämlich ein Zauberbaumhaus.«

Ich begriff nicht, was er meinte, und ärgerte mich über meine Dummheit. Felix war nur ein Jahr älter als ich und redete von Dingen, die ich nicht verstand.

»Meine Mutter hat immer gesagt, wenn ich die Kirschkerne mit runterschlucke, würde da drin bald ein gewaltiger Kirschbaum wachsen.« Er tippte sich mit dem Zeigefinger gegen den Bauch und schaute mich fragend an. »Und? Siehst du einen Kirschbaum?«

Ich schüttelte den Kopf.

»Die Erwachsenen sagen vieles, was nicht stimmt. Bei meiner Mutter war es der Kirschbaum.« Er blinzelte und fügte leise hinzu: »Und dass sie mich lieb hat.«

Ich wollte etwas sagen. Aber ich wusste nicht, was. Ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn trösten konnte und ob er das überhaupt wollte. Ich war ja nur ein siebenjähriges Mädchen, das Barbiepuppen hasste und unbedingt Felix zum Freund haben wollte. Und das nicht nur wegen seines Baumhauses.

Felix schaute auf seine Füße und ich betrachtete ihn von der Seite. Wie gern hätte ich ihm gesagt, dass ich seine beste Freundin sein wollte, doch ich traute mich nicht. Und da, plötzlich, als hätte er meinen scheuen Blick erahnt, hob er den Kopf und sah mir direkt in die Augen. Mein erster Impuls war, schleunigst wegzugucken. Stattdessen lächelte ich und erschrak prompt über mich selbst.

Ich hatte noch nie einen Jungen zum Freund gehabt. Ging das überhaupt? Würde das nicht gleichzeitig bedeuten, dass wir ein Liebespaar waren? Müssten wir uns dann vielleicht sogar küssen? Oh Mann, ich wollte keinen Jungen küssen. Auch nicht Felix.

Hilfe suchend sah ich ihn an.

Er grinste schief, und als ob er meine Gedanken erraten hätte, meinte er: »Mit Küssen habe ich es nicht so. Ich habe nämlich mal gehört, dass man dabei die Zunge des anderen runterschlucken muss.«

»Bäh«, machte ich und schüttelte mich angewidert. »Das ist ja eklig. Ich werde niemals jemanden küssen. Im Leben nicht!«

»Ich auch nicht«, sagte Felix noch breiter grinsend und hielt mir die Tüte mit den Gummibärchen hin.

Ich zögerte. Schließlich waren die Gummibärchen mein Eintritt ins Baumhaus gewesen.

»Nimm schon. Wir sind doch jetzt Freunde.«

Mein Herz machte einen wilden Sprung.

Aber Felix wackelte einfach mit den Schultern, schaute nach oben und sog die Luft tief durch die Nase ein. »Riecht nach Regen.«

Als Minuten später die ersten schweren Tropfen auf das Dach des Baumhauses klopften, konnte ich nur noch über seine Klugheit staunen.

»Komm«, rief Felix und sprang auf. »Wir machen einen Regentanz unten im Garten!«

Ich nickte begeistert, und dann vollführten wir den tollsten Regentanz, den die Welt je gesehen hatte. Felix drehte sich im Kreis, schmiss die Arme in die Luft und hüpfte auf der Stelle. Ich streckte meine Arme weit zur Seite aus, legte den Kopf in den Nacken und wirbelte dabei um mich selbst, bis mir ganz schwindelig wurde. Mein Herz wummerte wie verrückt, und das Gefühl, vor Glück platzen zu müssen, kribbelte in mir.

Wir tanzten so lange barfuß durch den Garten, bis der Regen nachließ und nur noch sein schwerer Dunst in der Luft lag.

Der Rasen dampfte und unsere Klamotten pappten an unseren Körpern, als wir uns keuchend der Länge nach auf den Boden fallen ließen. Seite an Seite. Kaum eine Handbreit, die zwischen uns gepasst hätte.

Da schloss ich die Augen und dachte: So soll es bleiben. Am besten für immer!

Tatsächlich wurde mir in den nächsten zehn Jahren niemand so vertraut wie Felix.

Er verstand mich, ohne dass ich ein Wort sagen musste. Er war mein Seelenverwandter, mein Beschützer, mein Held! Stark, mutig und zweifelsohne gut aussehend, was ich mit zunehmendem Alter an den Mädchen bemerkte, die Felix umschwirrten wie die Motten das Licht.

Trotzdem war ich nie eifersüchtig. Warum auch? Wir waren ja kein Paar. Jedenfalls kein Liebespaar. Wir waren Freunde. Die allerbesten. Natürlich fiel mir auf, wie schnell er den Mädchen den Kopf verdrehte. Das gelang ihm genauso mühelos wie Fußball spielen. Dennoch war ich immer wieder überrascht, wie leicht er sie dazu brachte, ihn anzuhimmeln. Ein Blick aus Felix’ leuchtend hellblauen Augen genügte und die Mädchen schienen darin zu versinken.

Doch ich wusste, dass Felix nur mit ihnen spielte. Er blendete sie, die Tanjas, Melanies und Sophias, zog sich eine fremde Haut über, damit keine von ihnen auf den Grund seiner Seele sehen konnte. Das war nur mir vorbehalten – nur für mich öffnete Felix sein Herz.

In dieser Gewissheit schaute ich fast ein wenig mitleidig auf die Mädchen, die beim Fußball am Rand des Grüns herumlungerten, mit feuchten Händen und klopfenden Herzen, in der Hoffnung, Felix würde ihnen einen Blick schenken. Nur einen einzigen Blick.

Ab und zu tat er ihnen den Gefallen. Dann standen sie regungslos da. Ich glaubte, ihre Herzen schlagen zu hören. Da-dumm, da-dumm, da-dumm. Ich konnte spüren, wie ihnen förmlich die Luft wegblieb. Der Mund sich trocken, die Kehle rau anfühlte. Ich sah die Halbmonde von Schweiß unter den Achseln ihrer Shirts und sie taten mir leid. Denn mehr als das, den Hauch eines Moments, in dem die Welt für sie stehen zu bleiben schien, würde Felix ihnen nicht schenken.

»Aus der Ferne betrachtet, mögen Frauen toll sein, und es kommt einem faszinierend vor, sich auf sie einzulassen. Aber von Nahem erkennt man ihr wahres Gesicht und ist verloren, wenn man ihnen glaubt.«

Ich wusste, dass Felix über seine Mutter sprach, als er dies zu mir sagte. Dass sie der Grund war, warum er sich als achtjähriger Junge geschworen hatte, sich niemals zu verlieben. Denn wer nicht liebt, der kann auch nicht verletzt und verlassen werden.

So einfach ist das.

Nimm dir Zeit, um zu träumen; das ist der Weg zu den Sternen. (Aus Irland)

2

Die Luft war so heiß, dass es beim Einatmen ein wenig schmerzte. Sie flirrte über den grauen Asphalt des Bahnsteigs, auf dem ich stand und auf den Zug wartete.

»Nun mach nicht so ein Gesicht.« Mein Vater knuffte mir aufmunternd in die Seite. »So schlimm wird es schon nicht werden. Außerdem soll es auf Usedom wirklich schön sein.«

»Na prima, dann fahr du doch hin!« Meine Stimme triefte vor Sarkasmus, was meinen Vater zu einem tiefen Seufzer veranlasste.

»Ach, Leni, das haben wir nun doch schon tausendmal diskutiert.«

Oh ja, und wie wir das hatten. Wenn auch mit ungerecht verteilten Rollen, denn ich hatte von vornherein keine Chance gegen die Entscheidung meiner Eltern gehabt, dass ich die ersten drei Wochen meiner Sommerferien bei meiner Tante Clara auf Usedom verbringen sollte.

So wenig, wie ich auf diese Insel wollte, so wenig kannte ich meine Tante Clara. Sie war praktisch eine Fremde für mich. Beim letzten Mal, als ich sie gesehen hatte, war ich zwei Jahre alt gewesen – und daran konnte ich mich natürlich nicht mehr erinnern!

Meine Mutter und sie verstanden sich nicht sonderlich gut. Irgendein Streit war schuld daran. Er lag zwar schon viele Jahre zurück, war aber wohl so heftig gewesen, dass seitdem ziemliche Funkstille zwischen ihnen herrschte.

Das Einzige, was ich darüber wusste, war, dass meine Mutter sich nach dem frühen Tod meiner Großeltern um ihre zehn Jahre jüngere Schwester gekümmert hatte. Die Zeiten damals müssen sehr hart für die beiden gewesen sein. Doch am meisten hatte es meine Mutter wohl getroffen, dass Clara sich, kaum dass sie volljährig war, zu einem Wochenendtrip nach London verabschiedet hatte, aus dem dann dreizehn Jahre geworden waren.

Nun war Clara wieder zurück. Seit eineinhalb Jahren lebte sie zusammen mit ihrem englischen Freund Jamie McCourtney auf der Ostseeinsel Usedom und betrieb dort eine kleine Bed-and-Breakfast-Pension.

Meine Mutter machte keinen Hehl daraus, dass sie noch immer schwer enttäuscht von Clara war und dass sie sie für egoistisch und extrem verantwortungslos hielt.

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