Diversität in Indien (Länderanalyse) - Dunja Messer - E-Book

Diversität in Indien (Länderanalyse) E-Book

Dunja Messer

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik, Völker, Note: 1,3, Hochschule Bremen (Fachbereich Wirtschaft), Veranstaltung: Projekt: Managing Diversity & Gender Mainstreaming, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bevölkerung Indiens ist ethnisch, linguistisch und religiös heterogen wie kein anderes Land. Alle großen Religionen der Welt sind vertreten. Das Kastensystem bestimmt noch immer in hohem Maße das ökonomische und soziale Leben sowie die familiären Strukturen den Halt in der Gesellschaft bilden. „Bharat Mater - Mutter Indien“ ist nach der Verfassung ein säkularer Staat, in dem die Frei- heit des Gedankens und des Glaubens gesichert sind. Niemand darf aufgrund seiner Re- ligion diskriminiert werden (Art 15). Der Subkontinent ist in sieben Unionsterritorien und zwei Inselbereichen gegliedert und wird in zweiundzwanzig Bundesländern, aufgeteilt in sechs Regionen, verwaltet. Wenn von Inderinnen die Rede ist, denken wir an die in hohem Maße unterdrückten Frauen. In diesem Zusammenhang stehen oft die Tötung weiblicher Föten und Babys, Mitgiftmorde und Witwenverbrennungen zur Diskussion. Die "Minderwertigkeit" der Frauen findet sich in der Politik, jedoch besonders auf zwischenmenschlicher Ebene wieder. Der prozentuale Anteil der Frauen in der Politik ist so gering, dass über eine 33-Prozent-Frauenquote verstärkt debattiert wird. In der heutigen Gesellschaft finden sich, neben den zuvor beschriebenen auch die „neuen“ Frauen. "Gleichberechtigung" in der Familie und in der Ehe ist ebenfalls seit geraumer Zeit keine Seltenheit mehr. Die berufstätige Frau oder Ehefrau bewahrt sich durch ihre Arbeit Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Die Rolle der indischen Frau hat sich verändert und auch wiederum nicht. Auch in diesem Punkt bleibt Indien ein Land der Extreme. Gerade deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit der ethnischen Vielfalt Indiens mit besonderem Augenmerk auf den Gender-Aspekt.

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Veröffentlichungsjahr: 2004

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Inhaltsverzeichnis
Kapitel
2.1 Religionen und Spiritualität
2.1.1 Hinduismus
2.1.2 Islam
2.1.3 Buddhismus
2.1.4 Christentum
2.1.5 Sikhismus
2.1.6 Jainismus
2.2 Sprachenvielfalt und Kommunikation
2.3 Kasten
2.3.1 Kastensystem
2.3.2 Auswirkungen
3.1 Bedeutung der Familie
3.2 Hierarchien
3.3 Familienplanung
3.3.1 Sterilisationspolitik unter Indira Gandhi
3.3.2 Geburtenkontrolle heute
4.1 Versorgungslage
4.2 Frauendefizit
4.3 Bildung
4.4 Heirat und Mitgift
4.5 Status der Witwen
4.6 Rechtslage
4.7 Arbeitsleben
4.8 Frauen in der Politik
5 Frauenbewegung und Genderfragen
5.1 Wie alles begann
5.2 Frauenbewegung heute
5.2.1 Errungenschaften der Frauen
5.2.1.1 Initiativen
5.2.1.2 Auswirkungen des Films „Fire“
5.2.2 Schwierigkeiten der Frauen
5.3 „Neue“ Frauen
5.3.1 Unternehmerin des Jahres
5.3.2 Indiens erste Astronautin
5.3.3 Gefängnisdirektorin

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Projektarbeit

Diversität in Indien

Hochschule Bremen

Fachbereich Wirtschaft Studiengang Betriebswirtschaft Projekt „Managing Diversity und Gender Mainstreaming“

WS 2003/2004

Vorgelegt von:

Dunja Messer Fachsemester 12

Bremen, den 12.01.2004

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1. Einleitung

Die Bevölkerung Indiens ist ethnisch, linguistisch und religiös heterogen wie kein anderes Land. Alle großen Religionen der Welt sind vertreten. Das Kastensystem bestimmt noch immer in hohem Maße das ökonomische und soziale Leben sowie die familiären Strukturen den Halt in der Gesellschaft bilden. „Bharat Mater - Mutter Indien“ ist nach der Verfassung ein säkularer Staat, in dem die Freiheit des Gedankens und des Glaubens gesichert sind. Niemand darf aufgrund seiner Religion diskriminiert werden (Art 15). Der Subkontinent ist in sieben Unionsterritorien und zwei Inselbereichen gegliedert und wird in zweiundzwanzig Bundesländern, aufgeteilt in sechs Regionen, verwaltet.

Wenn von Inderinnen die Rede ist, denken wir an die in hohem Maße unterdrückten Frauen. In diesem Zusammenhang stehen oft die Tötung weiblicher Föten und Babys, Mitgiftmorde und Witwenverbrennungen zur Diskussion. Die "Minderwertigkeit" der Frauen findet sich in der Politik, jedoch besonders auf zwischenmenschlicher Ebene wieder. Der prozentuale Anteil der Frauen in der Politik ist so gering, dass über eine 33-Prozent-Frauenquote verstärkt debattiert wird.

In der heutigen Gesellschaft finden sich, neben den zuvor beschriebenen auch die „neuen“ Frauen. "Gleichberechtigung" in der Familie und in der Ehe ist ebenfalls seit geraumer Zeit keine Seltenheit mehr. Die berufstätige Frau oder Ehefrau bewahrt sich durch ihre Arbeit Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

Die Rolle der indischen Frau hat sich verändert und auch wiederum nicht. Auch in diesem Punkt bleibt Indien ein Land der Extreme.

Gerade deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit der ethnischen Vielfalt Indiens mit besonderem Augenmerk auf den Gender-Aspekt.

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2. Bevölkerungsmosaik und Kulturendiversifikation

Indien zählt mit seinen imposanten geschichtsträchtigen Bauten zu den ältesten Kulturen der Welt. Zeugen indischer Zeitgeschichte sind Denkmäler, grandiose Tempel und Moscheen, prächtige Maharaja-Paläste sowie einsame Höhlenklöster.

Das Taj Mahal ist wohl das bekannteste indischer Bauwerke. Als eines der heutigen Welt-wunder wurde es einst von einem Mogul Herrscher aus Liebe zu einer Frau erschaffen. Jedes Individuum dieses Schmelztiegels hat seinen Platz in der indischen Gesellschaft, einer Vielfalt der Religionen, Mythen und Überzeugungen und den manchmal extremen Lebensbedingungen.1