Verlag: Ullstein eBooks Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

Dream Maker - Lust E-Book

Audrey Carlan  

4.5 (6)
Bestseller

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E-Book-Beschreibung Dream Maker - Lust - Audrey Carlan

Nach Calendar Girl und Trinity: Die neue Erfolgsserie der Mega-Bestsellerautorin Audrey Carlan Parker Ellis, auch Dream Maker genannt, führt die legendäre Agentur 'International Guy'. Was er anbietet: alles, was sexy, tough und unwiderstehlich macht. Wer seine Kundinnen sind: Frauen aus der ganzen Welt, die Coaching in Sachen Liebe, Leben und Karriere suchen. Was ihn auszeichnet: Sein unglaublicher Sex-Appeal und seine beiden Partner Bogart ‚Bo‘ Montgomery, der Love Maker, und Royce Sterling, der Money Maker. Seine Aufträge führen den Dream Maker über den gesamten Globus. 

Meinungen über das E-Book Dream Maker - Lust - Audrey Carlan

E-Book-Leseprobe Dream Maker - Lust - Audrey Carlan

Dream Maker - Lust

Die Autorin

Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und wurde daraufhin bald zur internationalen Bestseller-Autorin. Ihre Serien »Calendar Girl« und »Trinity« stürmten auch in Deutschland die Charts. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.

Das Buch

Der Dream Maker alias Parker Ellis wird wieder gebraucht, und auch diesmal führen ihn seine Aufträge von Kontinent zu Kontinent: In Mailand unterstützt ihn »Bo«, der Love Maker, denn dieser weiß die verführerischsten Blicke auf die Gesichter der Models zu zaubern, um in einem Werbespot zu glänzen. Und ebenso verführerisch wirkt er selbst auf die Klientinnen. Der Job bleibt nicht folgenlos – auch nicht für Parker, der unerwartet Skyler Paige von seinem letzten Job in NY wiedertrifft ... Doch da geht es auch schon weiter nach San Francisco und Montreal, wo sein Partner, der Money Maker, zum ersten Mal richtig gefragt ist. Und Parker erfährt eine böse Wahrheit über Skyler, die ihn erkennen lässt, dass er nicht der einzige Mann für sie ist ...

Audrey Carlan

Dream Maker - Lust

Mailand - San Francisco - Montreal

Aus dem Amerikanischen von Christiane Sipeer und Friederike Ails

Ullstein

Besuchen Sie uns im Internet:www.ullstein-buchverlage.de

Deutsche Erstausgabe im Ullstein Taschenbuch1. Auflage Oktober 2018Copyright © für die deutsche Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2018Copyright © 2018 by Audrey Carlan Published by Arrangement with Audrey CarlanTitel der amerikanischen Originalausgabe: International Guy – Mailand/San Francisco/Montreal, erschienen bei Montlake Romance, SeattleÜbersetzung: Friederike Ails (Mailand, Montreal), Christiane Sipeer (San Francisco)Umschlaggestaltung: zero-media.net, MünchenTitelabbildung: © FinePicAutorenfoto: © Melissa McKinley PhotographyE-Book-Konvertierung powered by pepyrus.comAlle Rechte vorbehalten. ISBN 978-3-8437-1684-0

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Inhalt

Titelei

Die Autorin / Das Buch

Titelseite

Impressum

Mailand

KAPITEL 1

KAPITEL 2

KAPITEL 3

KAPITEL 4

KAPITEL 5

KAPITEL 6

KAPITEL 7

KAPITEL 8

KAPITEL 9

KAPITEL 10

SKYLER

San Francisco

KAPITEL 1

KAPITEL 2

KAPITEL 3

KAPITEL 4

KAPITEL 5

KAPITEL 6

KAPITEL 7

KAPITEL 8

KAPITEL 9

KAPITEL 10

SKYLER

Montreal

KAPITEL 1

KAPITEL 2

KAPITEL 3

KAPITEL 4

KAPITEL 5

KAPITEL 6

KAPITEL 7

KAPITEL 8

KAPITEL 9

Kapitel 10

SKYLER

Anhang

Social Media

Vorablesen.de

Cover

Titelseite

Inhalt

Mailand

Mailand

Für mein Verlagsteam bei Libri Mondadori.Dafür, dass ihr an meine Geschichten glaubt,hinter mir als Autorin stehtund meine Bücher in eure wundervolle Sprache bringt …  … danke ich euch.Ich bin stolz auf meine italienischen Wurzelnund kann es kaum erwarten, eines Tages durch die Straßen von Mailand zu flanieren.

KAPITEL 1

»Alter, schalt mal dein Handy an. Wendy hat mich eben völlig hysterisch angerufen. Sie schiebt wegen irgendwas Panik, meint aber, dass sie zuerst mit dir reden muss. Kein Plan, wieso«, drängt mich Bo und nimmt seinen Koffer vom Gepäckband. Natürlich kommt seiner zuerst raus. Wir sind nach dem Kopenhagen-Trip gerade wieder in Boston gelandet. Nach dem neunstündigen Flug sollte ich froh sein, wieder zu Hause zu sein, aber das bin ich nicht. Ich muss immer wieder an meinen letzten Morgen mit Skyler denken. Sie ist während Sophies Überraschungsbesuch in die Dusche verschwunden und hat sich dann eilig aus dem Hotelzimmer verdrückt, weil sie angeblich ihren Flug erwischen musste. Ich wusste ja, dass ihr Flug früh ging, aber so früh nun auch wieder nicht. Und eigentlich wollte ich sie zum Flughafen bringen. Das hat sie mit einer fadenscheinigen Ausrede abgelehnt.

»Wozu die Eile?« Lachend versuche ich, Skyler festzuhalten, als sie an mir vorbeihuscht.

»Ich muss meinen Flug erwischen. Muss zurück nach New York«, sagt sie, als wüsste ich das nicht, obwohl mir vollkommen klar ist, dass sie den ersten Flug nehmen muss. Aber auf meiner Uhr ist es gerade mal halb sechs, und ihr Flug geht erst um neun. Ein bisschen Zeit hat sie noch. Genug, um es langsamer angehen zu lassen.

»Peaches, entspann dich.« Ich lege den Arm um sie und ziehe sie an mich. »Du kommst schon nicht zu spät. Ich lass dich doch nicht deinen Flug verpassen.« Ich bedecke ihren Nacken von der Stelle hinter dem Ohr bis zur Halsbeuge mit Küssen.

Ihr Körper versteift sich in meinen Armen, dann windet sie sich aus meiner Umarmung, rauscht zu ihrem Koffer und schmeißt ihre Sachen wild durcheinander hinein. »Nein, ich will früh da sein und noch mal meinen Text durchgehen. Du kennst das ja.« Sie wedelt hektisch mit den Händen durch die Luft.

Ich richte mich auf, verschränke die Arme und lehne mich an die Kommode. »Stimmt was nicht? Du bist irgendwie komisch.«

Sie schiebt sich eine blonde Haarsträhne hinters Ohr. »Nein, alles klar. Mir geht einfach ’ne Menge durch den Kopf. Schluss mit lustig. Zurück in die Realität.«

Ich sehe zu, wie sie die letzten Sachen in ihre Tasche stopft. Dann dreht sie sich um und sagt: »Ich hab Nate schon ein Taxi rufen lassen.«

»Sky, Baby, das wollte ich doch machen … dich zum Flughafen bringen.«

Sie schüttelt den Kopf. »Keine gute Idee. Nach der Hochzeit wimmelt es hier nur so von Paparazzi, und die sind total scharf drauf, uns noch mal vor die Linse zu kriegen. Da ist es schlauer, ein bisschen Abstand zu halten.«

Ich runzele die Stirn bei dem Gedanken, dass Abstand von Skyler absolut das Letzte ist, was ich will. Keine Frage. Aber es ist auch ihr Leben, und ich habe keinen wirklichen Anspruch auf sie. Sicher, wir haben uns darauf geeinigt, monogam zu sein – zumindest bin ich ziemlich sicher, dass wir das letzte Nacht im Bett klargemacht haben. Aber wir haben so einiges im Bett gemacht.

»Okay, verstehe. Komm her. Ich will mich wenigstens richtig verabschieden. Ich weiß ja nicht, wann wir uns wiedersehen. Da brauchen wir einen Abschied, von dem wir noch lange was haben.« Ich grinse.

Sie schließt die Augen, schürzt die Lippen und nickt.

Überhaupt nicht die Reaktion, die ich von ihr erwartet hätte.

Sky lässt sich von mir in den Arm nehmen und legt ihren Kopf an meine Brust. Dann schlingt sie die Arme um mich und atmet tief ein. Sie hält mich so fest umklammert, dass ich kaum Luft bekomme.

»Hey, das ist doch kein Abschied für immer. Nur für eine Weile. Wenn ich wieder in Boston bin und Zeit habe, melde ich mich bei dir. Dann vergleichen wir unsere Terminkalender und planen das nächste Rendezvous.«

»Rendezvous. Richtig. Sex«, sagt sie tonlos.

Ich lege meine Hand in ihren Nacken und hebe ihr Kinn mit dem Daumen an. »Genau, unglaublicher Sex. So wie immer. Du. Ich. Toller Sex. Gutes Essen. Wir amüsieren uns. Haben Spaß.«

Sie nickt. »Spaß.«

Ich verziehe fragend das Gesicht. »Was hast du denn, Baby?«

Skyler schüttelt den Kopf. »Nichts. Ich bin müde. Wir waren gestern … lange auf.«

Bei dem Gedanken daran, was wir letzte Nacht getrieben haben, muss ich grinsen. Das würde ich gerne bald wiederholen. Sehr bald. Wenn es irgendwie geht.

»Na gut. Dann schlaf im Flugzeug. Ruh dich aus. Ich denke an dich.« Ich spüre einen Kloß im Hals, schlucke ihn aber runter und versuche, cool zu bleiben. Wir sehen uns bald wieder. Das hier ist kein endgültiger Abschied. Anscheinend muss ich mich daran genauso erinnern wie sie.

»Hm‑hmm«, macht sie unverbindlich.

Komisch. Sky hat die Mauer wieder aufgebaut, die ich in unserer ersten gemeinsamen Woche überwunden und eingerissen hatte. Vielleicht ist sie traurig, weil wir uns wieder trennen müssen. Das wird es sein. Aber sicher bin ich mir da nicht. Seit Kayla war ich nicht mehr lange genug mit einer Frau zusammen, um zu wissen, wie es ist, sie zu vermissen und umgekehrt.

»Ich muss los, Park«, flüstert sie, und ihr Atem streicht verführerisch über meine Lippen.

Ich beuge mich vor und presse meinen Mund auf ihren. Sie schmiegt sich an mich, ihre Brüste drücken sich gegen meinen Oberkörper, und sie legt den Kopf schief und öffnet die Lippen. Auf diese Einladung habe ich gewartet. Ich tauche mit der Zunge ein und … mein Gott! Sie ist wie der erste Biss in einen Minzkaugummi. Ich kriege nicht genug davon. Wahrscheinlich werde ich nie genug davon bekommen.

Eine Ewigkeit lang tanzen unsere Zungen miteinander, und wir halten uns so fest wie möglich. Wellen der Erregung strömen bis in meinen Schwanz und erinnern mich daran, dass er sich auch gern verabschieden würde. Anscheinend spürt sie es, denn sie stöhnt in meinen Mund und reibt sich mit der unteren Körperhälfte an meinem Glied wie eine rollige Katze.

Ich schiebe meine Hände in ihr Haar und ziehe daran, bis sie atemlos aufschreit und meinen Hintern so kräftig packt wie immer, wenn sie richtig loslegt. Vom ersten Tag an ist Sky ihrem unglaublichen Sexhunger ungeniert und hemmungslos nachgegangen. Sie ist mir in Sachen Lust und Libido absolut ebenbürtig. Mit meinem Sextrieb konnte noch keine Frau mithalten, aber Skyler geht ab wie eine Rakete.

»Ah!«, stöhnt sie und wirft den Kopf zurück, während ich mich an ihr reibe und mich knabbernd ihren Schwanenhals entlangküsse.

»Bist du sicher, dass du nicht noch ein bisschen Zeit hast …«, ermuntere ich sie mit einem Hüftstoß.

Ihre Hand schlüpft zwischen uns und greift durch die Anzughose, die ich hastig angezogen habe, als Sophie geklopft hat, nach meiner Erektion.

»Hmm.« Sie reibt rauf und runter. »Ich würde ja gerne, aber …«

Ich stöhne ehrlich verärgert auf. »Aber du musst los. Ich weiß, ich weiß. Noch einen Kuss.«

Ich küsse sie so lange und heftig, dass meine Zunge wehtut und unsere Lippen anschwellen und rot werden. »Ich will dich nicht gehen lassen.« Zum ersten Mal seit Langem gestehe ich einer Frau gegenüber Schwäche. In meinem Nacken fängt es an zu kribbeln, und ich knirsche mit den Zähnen.

»Dann tu es nicht«, flüstert sie, und aus irgendeinem Grund beschleicht mich ein quälender Gedanke. Hier passiert irgendwas Bedeutsames, aber ich weiß einfach nicht, was.

»Du musst zurück zu deinem Leben in New York und ich zu meinem in Boston.« Ich halte sie noch fester.

Sie holt tief Luft, lässt die Schultern sinken, nickt und weicht zurück. »Das war schön, Parker.«

Ich grinse. »Ja, schön heiß.« Der blöde Spruch rutscht mir einfach raus.

Ein verletzter Ausdruck huscht ihr übers Gesicht, aber sie überspielt ihn schnell mit einem falschen Lächeln. Dasselbe Lächeln, das sie den Paparazzi präsentiert und Leuten, mit denen sie eigentlich nicht reden will, es wegen ihres Promistatus aber muss.

»Yep.« Mehr sagt sie nicht, dreht sich um und hievt ihr Gepäck hoch. Ich folge ihr ins Wohnzimmer der Suite, wo Rachel und Nate van Dyken, ihre Bodyguards, warten. Ganz in Schwarz. Mit Pilotensonnenbrillen am Ausschnitt. Nate sieht mit seiner schwarzen Cargohose und den passenden Kampfstiefeln aus, als würde er gleich in den Krieg ziehen. Der Typ ist echt ein Schrank, aber er liebt seine Frau abgöttisch und behandelt Skyler wie eine Dame, und das nicht nur in der Öffentlichkeit. Ich finde es gut, dass Sky sie hat. Die beiden sind eine tolle Ergänzung für ihr Team.

»Fertig?«, fragt Nate Sky, und sie nickt ziemlich ernst. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, dass sie schlechte Nachrichten bekommen hat. Nate greift sich ihre beiden Taschen mit einer Hand. Was für ein Hengst. Die freie Hand streckt er mir entgegen. »Schön, Sie kennengelernt zu haben, Ellis.« Obwohl ich ihm schon öfters gesagt habe, wie ich heiße, spricht er mich immer noch mit meinem Nachnamen an.

»Nate. Gleichfalls, Mann. Passen Sie auf mein Mädchen auf.«

Skyler hebt auf der Stelle den Kopf – sie hat gerade in ihrer Handtasche gekramt –, und ich schwöre, dass ihr Gesicht einen Moment lang gekränkt aussieht, bevor sie es verbergen kann.

Dieser Gesichtsausdruck ist mir auf dem Rückflug immer wieder in den Sinn gekommen, wie ein Werbespot in Endlosschleife. Sogar als sie dann wirklich gegangen ist und ich sie ein letztes Mal umarmt habe, hat sich ihr Körper nicht so warm angefühlt wie sonst. Ich weiß nicht, ob ich in der Nacht oder am Morgen irgendwas Falsches gesagt habe, aber wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass die Frau Schiss hat. Irgendwas hat ihr Angst gemacht, und der Sache muss ich auf den Grund gehen.

Ich zücke mein Handy und schalte es ein. Den langen Flug über hatte ich es ausgestellt, um Akku zu sparen. Kaum leuchtet das Display auf, erklingen unzählige Benachrichtigungstöne.

»Meine Fresse. Du hast recht«, fluche ich und lese die Meldungen. Ich ignoriere die Nachrichten und SMS, die zur Hälfte aus dem Büro von IG kommen, und rufe Wendy direkt in der Firma an.

»Parker … Es tut mir so, so leid. Du weißt gar nicht, wie leid. Ich wollte das nicht. Ich wusste es nicht. Ich hab den Ordner weitergeleitet, und jetzt sind sie überall. Überall!« Wendys Stimme ist voller Schmerz und Emotionen.

»Wendy, beruhige dich. Ich weiß gar nicht, wovon du redest.« Ich halte das Handy fester ans Ohr, um die Flughafengeräusche auszublenden.

»Wie kannst du das nicht wissen?«, keucht sie. »Ach, Scheiße, du warst ja neun Stunden im Flugzeug. Parker, es tut mir leid. Der Ordner mit den Fotos von dem Shooting mit Skyler Paige, den Bo mir geschickt hat …«

»Ja? Du hast die Bilder an People weitergeleitet, oder?«

»Hab ich, aber ich habe den Ordner nicht geöffnet. Und darin war ein Unterordner namens ›Parker vertraulich‹. O Gott, ich bin so dämlich. Die Fotos von dir und Skyler Paige sind überall in den Medien. Wie ihr zusammen im Pool seid und bei ihr zu Hause rumhängt …«

»Was?« Ich spanne den Kiefer an und warte auf ihre Erklärung.

»Auf einigen Fotos trägst du Skyler aus dem Pool, sie ist halb nackt, du küsst sie wie irre, und es ist so verdammt heiß, dass alle drüber reden. Auf anderen Fotos küsst ihr euch in der Badewanne …«

»Oh mein Gott! Scheiße! Das kann nicht wahr sein!«

Da mischt sich Bo ein. »Was ist denn los, Bruder?«

»Die Fotos, die du Wendy geschickt hast, damit sie sie an People weiterleitet …«

»Ja?« Er stellt seinen Koffer ab und kommt näher.

»Anscheinend war da noch ein privater Unterordner mit den Fotos von Skyler und mir drin?«

Er reißt die Augen auf. »Nein …«

Ich nicke.

»Fuck.«

»Das trifft es ganz gut.« Ich atme tief durch und versuche, meine augenblickliche Wut über die Folgen einzudämmen, die das für Skyler und International Guy haben könnte.

»Es tut mir leid, Parker«, sagt Wendy. »Es tut mir so leid. Ich wusste es nicht. Ich hätte … Egal. Ich räume meinen Schreibtisch.« Obwohl sie es zu unterdrücken versucht, erklingt am anderen Ende ein ersticktes Schluchzen.

»Das lässt du bleiben. Wir sind schon auf dem Weg. Jetzt müssen wir Schadensbegrenzung betreiben und sehen, was für Kreise das schon gezogen hat.«

»Okay, okay, okay. Ich bin bereit.« Sie legt auf, und ich massiere mir wieder die Schläfen, weil ich weiß, wie beschissen das wird.

»Das müssen wir uns sofort ansehen.« Ich deute mit dem Kinn in Richtung eines Zeitschriftenkiosks am anderen Ende der Flughafenhalle.

»Schon dabei, Bruder.« Bo stiefelt los, und ich warte noch darauf, dass mein Gepäck kommt.

Ich öffne Google und gebe Skylers Namen ein. Sofort erscheint eine Bilderflut von uns beiden in allen möglichen Situationen. Ich überfliege die Fotos, und mir wird ganz heiß. Die meisten sind eher harmlos. Bis auf das eine in der Badewanne, auf dem man den Umriss ihrer nackten Brüste sieht, die sich an meinen Oberkörper pressen, als ich sie bei dem Shooting im Schaumbad angesprungen habe, zeigen die Bilder einfach ein normales, glückliches Pärchen. Wir kuscheln auf dem Sofa, unterhalten uns. Stehen rum und trinken Kaffee. Sie versucht, mir eine Yogaposition beizubringen, und ich scheitere kläglich. Einige der Fotos bringen mich zum Lachen, weil sie mich daran erinnern, wie viel Spaß wir miteinander hatten. Aber dann fällt mein Blick auf das Poolbild.

»Oh Mann …« Ich vergrößere das Foto. Es ist wunderschön und verflucht heiß. Ich weiß noch genau, wie es war. Ich habe sie gehalten, das Wasser reichte uns bis zur Taille, und sie hatte ihre Beine um meine Hüften geschlungen. Sie trug einen winzigen Bikini, bei dem nicht mehr viel der Fantasie überlassen blieb. Sie hatte eine Hand an meinem Arm, und ich hielt ihren Hintern fest. Bo meinte, ich solle ihr was ins Ohr flüstern. Das habe ich, und nicht zu knapp. Ich wisperte ihr alle versauten Sachen ins Ohr, die ich nach dem Shoot mit ihr machen wollte. Ihre Reaktion war offensichtlich positiv, denn Bo hat sie als die lustgesteuerte Sexgöttin festgehalten, die ich kurz danach vernascht habe. Ich habe sie direkt aus dem Pool ins Bett getragen und gefickt, bis wir beide nicht mehr laufen konnten.

Wow. Ich speichere das Foto, weil ich einfach nicht anders kann. Das Ding muss ich vergrößern und an meine Schlafzimmerwand hängen – für all die Nächte, die ich ohne Skyler verbringen muss.

Skyler.

Scheiße. Wahrscheinlich dreht sie gerade durch. Ich checke mein Handy und entdecke mehrere Voicemails von Tracey, ihrer Agentin, aber nichts von ihr. Ich hole tief Luft und erspähe endlich mein Gepäck.

Ich nehme es vom Band und gehe mit meinen und Bos Sachen auf den Zeitschriftenladen zu, aus dem er gerade kommt. Er hält einen Stapel Magazine und Zeitungen im Arm.

»Also, was diesen vertraulichen Ordner angeht …«, setzt er an.

Ich schüttele den Kopf, schnappe mir den Stoß und stopfe so viel wie möglich in meine Laptoptasche und den Rest in das vordere Fach meines Koffers. »Geschenkt. Wir müssen zu IG und Schadensbegrenzung betreiben.«

Er presst die Lippen aufeinander, und in seinem Kiefer zuckt ein Muskel. »Klar. Aber nur damit du es weißt … die waren für dich.« Mit rauer Stimme fügt er hinzu: »Ein Geschenk.«

Ich bleibe stehen und lege ihm die Hand auf die Schulter. »Ich weiß, Bruder. Unter anderen Umständen würde ich dir danken. Eines Tages werde ich das bestimmt auch. Aber jetzt kümmern wir uns erst mal um die Auswirkungen, okay?«

Er nickt kurz, aber ich merke, dass ihm das Ganze an die Nieren geht. Bo ist zwar ein echter Kerl, mein Bruder im Geiste, aber er ist richtig feinfühlig. Seine Beziehung zu Royce und mir ist genauso innig wie die zu seiner Mutter und seinen Schwestern. Wir sind eine Familie, und seine Familie haut man nicht in die Pfanne. Aber das war ja auch nicht Bos Absicht. Außerdem sind die Fotos echt der Hammer. Unglücklicherweise sind sie in die falschen Hände geraten.

Bo und ich gehen zum Ausgang, um den Wagen zu suchen, den Wendy für uns bestellt hat. Aber wir schaffen es gerade mal zwei Schritte nach draußen, bis wir von einem Heer aus Objektiven, Blitzlichtgewitter und Paparazzi empfangen werden, die alle meinen Namen rufen.

»Parker, wo ist Skyler?«

»Was ist das für ein Gefühl, die schärfste Braut von ganz Hollywood genagelt zu haben?«

»Kriegt Skyler jetzt ein Kind von dir?«

»Wann ist die Hochzeit?«

»Betrügt Skyler dich mit ihrem Ex‑Freund und Co‑Star Rick Pettington?«

Bei der letzten Frage knirsche ich mit den Zähnen und versuche, mich durch das Chaos in den Bereich durchzukämpfen, wo die Fahrer warten. Einer von ihnen hält ein Schild mit »International Guy« hoch.

»Wer ist der andere Typ? Dein Bodyguard?«, ruft einer der Paparazzi.

»Genau, Arschloch, und wenn du ihn auch nur anfasst, tue ich dir richtig weh. Also macht alle mal Platz!«, brüllt Bo zurück, nimmt meinen Arm und schiebt mich mit dem anderen vorwärts. Unser Gepäck lassen wir am Ausgang stehen, um uns durch die Menge kämpfen zu können.

Durch die ganzen Blitzlichter sehe ich kaum was, aber Bo führt mich.

Er setzt mich in den Wagen, macht die Tür zu und schiebt sich wieder durch die Fotografen. Nach ein paar Minuten kehrt er mit unseren Koffern zurück und reicht sie dem Fahrer, der sie in den Kofferraum packt.

Als Bo die Tür öffnet, geht das Geblitze wieder los, weil die Paparazzi um jeden Preis ein Bild wollen.

Endlich drin, lässt er sich auf seinen Platz fallen. »Heilige Scheiße, Mann. Mit so was muss sich Skyler sonst rumschlagen?«

Ich nicke. »Es ist noch schlimmer, wenn sie mit ihr rechnen. Das hier ist noch harmlos gegen das, was ich miterlebt habe. Die Meute am Schloss bei der Hochzeit war die Art Trara, die sie gewohnt ist.«

»Krass. Die Arme.« Er fährt sich durch die verwuschelten dunklen Haare. »Rufst du sie an?«

Ich hole tief Luft. »Ja, aber das will ich in Ruhe im Büro machen.«

»Hat sie schon versucht, dich zu erreichen?«

Ich schürze die Lippen und schüttele den Kopf.

»Wie bitte?«

»Kein Plan, was mit ihr los ist. Es war komisch, als ich aus Kopenhagen weg bin. Nachdem Sophie mich geweckt hat …«

»Moment mal, Sophie war bei dir im Zimmer, bevor Sky weg war?«

»Ja. Wollte sich verabschieden, weil wir uns jetzt ’ne Weile nicht sehen.«

»Und du sagst, seit genau dem Morgen ist Skyler so merkwürdig drauf?« Bo legt den Kopf schief.

Ich zucke die Schultern. »Ich glaube schon, ja.«

»Bruder, bist du irgendwie beschränkt?«

»Wie bitte?« Ich drehe mich ruckartig zu meinem Freund um und starre ihn an.

»Sophie ist heiß und selbstbewusst. Dafür haben wir gesorgt.«

»Und?«

Bo seufzt gedehnt. »Und du warst mit ihr im Bett.«

»Jaja, das weiß ich doch alles.« Ich beiße die Zähne zusammen und hoffe, dass er endlich zum Punkt kommt.

»Und jetzt schläfst du mit Skyler.«

»Wie gesagt …«

»Sie rafft nicht, was du von Sophie willst, Mann. Alter, bist du dämlich.« Bo schüttelt den Kopf.

Ich seufze. »Nee, wir haben über Sophie geredet.«

»Wann?«

»Nach der Hochzeit. Alles gut. Sie weiß, dass Sophie und ich nur Freunde sind.«

Bo prustet verächtlich los. »Ja genau, Freunde, die es vor Kurzem noch miteinander getrieben haben.«

Ich sehe sie fragend an. »Du meinst, sie macht sich auch nach unserem Gespräch noch ’nen Kopf wegen Sophie?«

»Äh … ja. Ich glaube, sie malt sich da sonst was aus. Und dann weckt dich Sophie auch noch und holt dich aus dem Bett, um sich zu verabschieden? Alter, wahrscheinlich hat sie euch belauscht. Würde ich auch machen, wenn ich voll verrückt nach ’ner Frau wäre und sie mit ihrer besten Freundin Tacheles reden würde. Man will ja Bescheid wissen.«

»Hm. Na ja, macht schon Sinn. Und jetzt auch noch das hier … Shit. Die redet nie wieder mit mir.«

Bo zieht die Augenbrauen zusammen. »Bist du so ’ne Niete im Bett?«

Mein Instinkt setzt sich gegen meinen Verstand durch, und ich boxe ihm gegen die Brust, aber nicht so fest, wie ich könnte. »Du Arsch!«

Er reibt sich die Stelle und verzieht das Gesicht. »Mann …«

»Also, meine Frau kann nicht klagen«, knurre ich.

Da feuert er zurück: »Weiß sie auch, dass sie deine Frau ist, oder glaubt sie, sie ist nur ein netter Zeitvertreib?«

»Wir haben Spaß miteinander, Mann. Wir sind uns einig, dass wir es locker angehen lassen.«

Bo setzt sich breitbeinig hin und lehnt sich noch bequemer nach hinten an den Ledersitz der Limo. »Mir ist im ganzen Leben noch keine Frau begegnet, die jeden Tag telefonieren will, drei Wochen mit einem Typen verbringt, um die halbe Welt fliegt, um mit ihm zu einer Hochzeit zu gehen, sich sonst mit keinem anderen trifft und das Ganze trotzdem als«, er deutet Anführungszeichen in der Luft an, »›es locker angehen lassen‹ bezeichnen würde.«

Der Mann hat recht. Verdammt recht.

»Bruder, warum bestehst du so drauf, dass das mit Skyler nichts Ernstes ist? Wenn es so wäre, würdest du doch andere Häschen vögeln. Und da ich weiß, dass du das nicht tust und voll auf eine gewisse sexy blonde Schauspielerin mit Supervorbau und geilem Arsch stehst …«

»Vorsicht, Bo …«

Er grinst frech und zwinkert mir zu. »Was ich damit sagen will, du bist doch längst in einer richtigen Beziehung mit ihr. Und jetzt weiß auch noch die Öffentlichkeit Bescheid, da müsst ihr euch überlegen, wie ihr damit umgeht. Verstehst du?«

Mist. Ich bin in einer richtigen Beziehung mit Skyler Paige.

Ich muss mit ihr reden. Dringend.

Das Problem ist nur … Was soll ich bitte sagen, um diese Situation irgendwie zu verbessern?

KAPITEL 2

Wendy stürzt auf uns zu, kaum dass Bo und ich mit unseren Koffern das Büro von IG betreten.

»Parker, es tut mir so leid. Ich kann es nicht fassen, dass ich die Dateien vorm Abschicken nicht angesehen habe. Ich … ich … weiß nicht, was ich sagen soll.« Ihre kristallblauen Augen sind feucht und ihre Nasenspitze rot, aber sie schluckt und strafft die Schultern, um zu zeigen, dass sie ernsthaft versucht, sich zusammenzureißen.

Ich breite die Arme aus. Ohne zu zögern, wirft sich die temperamentvolle, angriffslustige Wendy hinein. Ich umarme ihren zitternden schlanken Körper fest.

»Park … ich hab’s verkackt.« Ihre Worte sind kaum mehr als ein Flüstern, und sie blickt zu mir auf. »Das passiert mir nie wieder.«

Ich umfasse ihre Wange und tätschele sie leicht. »Ich bitte darum, Miststück.« Zwinkernd umarme ich sie noch einmal.

Sie legt die Wange an meine Brust und seufzt, dann räuspert sie sich und löst sich von mir. »Okay. Der erste Schritt wäre dann wohl Schadensbegrenzung, oder?«

»Genau. Aber erst mal muss ich einen dringenden Anruf erledigen. Ich will nicht gestört werden.« Ich ziehe eine Augenbraue hoch, um meinen Worten Nachdruck zu verleihen.

Sie zeigt mit dem Finger auf meine Brust. »Schon kapiert. Ich hab übrigens schon ein paarmal mit Skylers Agentin und bester Freundin Tracey telefoniert. Sie hat einen ziemlich guten Plan, aber das müsst ihr entscheiden. Ich weiß ja nicht, wie der aktuelle Stand bei Skyler und dir ist, weil du so lange nicht im Büro warst, und im Internet konnte ich auch nicht viel rauskriegen …«

»Hast du mich etwa gestalkt?«

Sie kräuselt die Nase. »Äh, klar. Was wär ich bitte für ’ne Hackerin, wenn ich mich bei euch dreien nicht auf dem neuesten Stand halten würde? Auch wenn ich bei diesem Weiberhelden hier …«, sie deutet mit dem Daumen über ihre Schulter auf Bo, »… kaum noch hinterherkomme bei den ganzen Telefonnummern, die er einspeichert, ganz zu schweigen von den Frauen, mit denen er in die Kiste steigt, und dann muss ich die auch noch hinhalten, wenn sie anrufen oder ihm hier die Bude einrennen.« Sie schüttelt den Kopf. »Geschieht dir recht, du Schlampe.«

Bo lacht. »Eifersüchtig, Tinkerbell?«

Sie schnaubt. »Pah! Ich spiel in einer völlig anderen Liga, mein Lieber. Da haust du bis in alle Ewigkeit daneben, während Sir Mick bei jedem Versuch einen Home Run landet.«

»Wart’s ab. Eines Tages … leg ich dich flach«, neckt Bo sie.

»Nur über meine Leiche. Aber vielleicht stehst du ja auf so einen kranken Scheiß?«

Kopfschüttelnd lasse ich die beiden bei ihrem Schlagabtausch allein. Ist ja alles bloß Spaß, aber ich wünschte, sie würden von Zeit zu Zeit mal eine Pause einlegen. Irgendwann brauchen die beiden echt noch einen Schiri.

In meinem Büro legt Royce mir gerade etwas auf den Schreibtisch.

»Yo! Lang nicht gesehen, Bruder!« Roy zieht mich an seine Brust und haut mir ein paarmal auf den Rücken. »Was hab ich deine hässliche Visage vermisst. Allerdings glaube ich nicht, dass du lange zu Hause sein wirst, es sei denn, du willst den nächsten Job an mich abtreten.«

Ich gehe um meinen Schreibtisch herum und lasse mich in meinen bequemen Schreibtischstuhl fallen. Das Leder gibt unter meinem Hintern nach, und ich seufze, so gut fühlt es sich an, zu Hause zu sein. »Was steht an?«

»Ein Modedesigner aus Mailand. Braucht dich und Bo, um ein paar Models Feuer unter dem Hintern zu machen. Anscheinend hat er Mädels gebucht, die noch nie gemodelt haben, weil ihr Look zur Kampagne passte.«

Ich verschränke die Hände und stütze die Ellbogen auf den Schreibtisch. »Er will, dass wir Frauen das Modeln beibringen? Hört sich jetzt nicht gerade nach unserem Spezialgebiet an.«

Er grinst so breit, dass seine weißen ebenmäßigen Zähne strahlen. »Hab ich ihm auch gesagt. Aber dann hat er mir erzählt, dass er eine erotische Unterwäsche-Kampagne plant. Die Wäsche ändert die Farbe, wenn das Licht ausgeht. Leuchtet im Dunkeln, mit Blitzlicht und allen Schikanen. Er sucht also jemanden, der den Models beibringt, sexy zu sein und zu zeigen, was sie zu bieten haben. Es sind ganz verschiedene Frauentypen dabei, das scheint jetzt der heiße Scheiß zu sein.«

»Und wann braucht er uns?«

»In zwei Wochen, noch lieber wär’s ihm in zehn Tagen.«

Zehn Tage.

Ich bin gerade von knapp drei Wochen Kopenhagen zurück, davor war’s New York, und jetzt sieht es so aus, als würde als Nächstes Mailand anstehen. Heilige Scheiße. Ich glaube, ich brauche eine Pause.

»Konntest du keine Kundin in den Staaten an Land ziehen?«

Roy wirft den Kopf zurück und bricht in tiefes, schallendes Gelächter aus. »Ich hab noch eine in San Francisco in der Pipeline.«

Ich raufe mir die Haare. »Roy, das ist fast fünftausend Kilometer weit weg. Auch nicht besser als Paris.«

Er zuckt die Schultern. »Geschäft ist Geschäft. Wir sind halt echt gefragt. Wir haben so viele Kundinnen auf der Warteliste, dass ich auf große Distanz bloß die Superreichen annehme, und dazu die, die wir von hier aus abarbeiten können.«

Ich nicke. »Schon okay. Wir reden später weiter. Jetzt muss ich erst mal Sky anrufen. Die macht sich wahrscheinlich mega den Kopf wegen dem Shitstorm, den diese Fotos in den Medien ausgelöst haben.«

Royce zieht durch die Zähne Luft ein. »Scheiße, Mann. Ich hab die Bilder gesehen. Verdammt heiß. Ich freu mich für dich, dass du mit Skyler zusammen bist.« Er schüttelt den Kopf. »’ne Hollywoodschauspielerin. Wer hätte gedacht, dass du mal so eine abgreifst.«

»Ich jedenfalls nicht.« Ich nehme den Hörer meines Festnetztelefons und gebe Roy zu verstehen, dass ich jetzt in Ruhe telefonieren will.

»Vermassel es nicht«, warnt er mich.

Ich lege wieder auf, ohne den Hörer loszulassen. »Was soll das denn heißen?«

Er zuckt die Schultern. »Ich kenne dich lang genug. Du bist ganz groß darin, dich selbst zu sabotieren. Wenn diese Frau deine ungeteilte Aufmerksamkeit verdient, dann gib sie ihr. Wir werden nicht jünger. Das wird mir jeden Tag klarer.«

Ich lege den Kopf schief. »Sag bloß, du willst dir ’ne feste Beziehung zulegen.« Ich kann mir den entsetzten Tonfall nicht verkneifen.

»Wenn mir die Richtige über den Weg läuft … frech, intelligent, guter Humor, eine, die mit meinem Kontrollwahn klarkommt, Stil hat, loyal ist, ein Familienmensch, auf gutes Essen steht, mit Männern umgehen kann und am besten auch noch ’nen geilen Hintern hat … immer her damit. Der mach ich sofort einen Antrag.«

Ich wette, meine Augen sind so groß geworden wie Frisbees. »Echt jetzt?«

»Na klar.«

»Respekt, Alter.«

Er nickt mir zu. »Dann lass ich dich mal besser allein.«

Als Royce an der Tür steht, rufe ich ihm nach. »Roy.« Er dreht sich um, in seinem makellosen marineblauen Anzug und dem perfekt gestärkten Hemd mit feinen blauen Streifen. Ich muss schmunzeln. »Ich hab deine Fresse auch vermisst.«

Er grinst breit. »Kein Wunder. Ich hätt mich auch vermisst.«

Er dreht sich um, hebt die Hand und spaziert superlässig aus meinem Büro.

Alter, der Typ hat’s einfach drauf. Da könnte man direkt neidisch werden, aber ich kenne ihn schon seit Ewigkeiten, und er gehört praktisch zur Familie. So was wie Neid kommt zwischen mir und meinen Brüdern nicht vor. Gott sei Dank.

Jetzt muss ich endlich diesen Anruf hinter mich bringen, aber vor allem muss ich Skylers Stimme hören, deshalb wähle ich ihre Nummer.

Sie nimmt beim ersten Klingeln ab.

»Sei ehrlich … Hab ich dir irgendwas bedeutet? Irgendwas?« Ihre Stimme ist schmerzverzerrt, es hätte nicht schlimmer kommen können, wenn sich die Erde aufgetan und unser Bürogebäude verschlungen hätte.

»Sky … Fuck. Das war ein Versehen. Wendy wusste nicht, dass …«

»Ich hab dich was gefragt, Parker. Eine einfache Frage. Antworte mir.« Ihre Stimme klingt jetzt fest, kontrolliert.

Ich schlucke, mein Hals fühlt sich plötzlich ganz trocken an. »Skyler, seit zehn Jahren hat mir keine Frau mehr so viel bedeutet wie du. Diese Fotos sind versehentlich an die Presse gelangt. Baby, das musst du mir glauben.«

»Wie sollte ich, wenn jeder Mann, dem ich je vertraut habe, es schafft, mir den Boden unter den Füßen wegzuziehen? Ich habe dir meine Seele offenbart …«

»Und das weiß ich zu schätzen«, falle ich ihr ins Wort, denn das stimmt wirklich. Ich weiß, wie viel Überwindung es sie gekostet hat.

Schluchzer dringen durch die Leitung und schneiden mir tief ins Fleisch, treffen mich direkt ins Herz. Mein Brustkorb hebt und senkt sich, aber ich weiß nicht, ob ich noch atme.

»Peaches, du kennst mich doch.« Ich versuche, den Ort tief in ihrem Inneren zu erreichen, mit dem ich mich so innig verbunden fühle, wenn wir zusammen sind, aber übers Telefon ist das echt schwer. Verdammt schwer.

»Kenne ich dich? Du hast mir drei Wochen mit dir geschenkt. Und mir dann alles wieder weggenommen. Ach, und dann ist da ja auch noch Sophie. Die andere Frau, die das Glück mit dir hatte. Deine Kundin. Was soll ich bitte schön glauben? Gehört das zu deinem Service, mit den Kundinnen in die Kiste zu steigen?«, zischt sie wütend und vorwurfsvoll.

»Das ist unfair.«

»Ach ja? Du hast doch zugegeben, dass du Sophie flachgelegt hast. Wie viele andere Kundinnen hast du mit deinem Süßholzraspeln noch ins Bett gekriegt?«

»Zwei. Mehr nicht«, presse ich durch die Zähne hervor. Ich will dieses Gespräch nicht führen, aber wenn ich mich weigere, verliere ich sie vielleicht für immer. »Und Sophie ist bloß eine Freundin«, versuche ich, ihr in Erinnerung zu rufen.

Sie lacht, und es klingt bitter und hart. »Und was bin ich dann für dich?«

»So viel mehr.«

»Klar. Wenn das stimmt, dann sag es mir. Was bin ich für dich, Parker? Entschuldigung, Dream Maker meinte ich natürlich!« Sie spuckt mir meinen Marketing-Titel entgegen.

Ich knirsche mit den Zähnen, schließe die Augen und sage es ihr, sage meiner Frau, die mich völlig in den Wahnsinn treibt, einfach alles.

»Du bist die Frau, deren Lächeln ich Tag und Nacht nicht aus dem Kopf bekomme. Ich träume davon, mit dir zusammen zu sein, neben dir einzuschlafen. Ich stelle mir deine Lippen vor und fahre mit der Zunge über meine, weil ich mich so nach einem Hauch von deinem Geschmack sehne. Ich male mir aus, wann wir uns das nächste Mal sehen und welche Abenteuer wir zusammen erleben. Es gibt niemanden, mit dem ich lieber Zeit verbringen würde. Egal, wo, ich weiß, wir hätten überall auf der Welt unseren Spaß. Beim bloßen Gedanken an deinen Duft läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ganz zu schweigen von deinem Körper. Dafür brauchst du einen Waffenschein. Ich will dich permanent. Dein Köpfchen, deinen sexy Körper, deine Seele, verdammt. Reicht das, oder willst du noch mehr hören?«, knurre ich, wütend darüber, dass sie mich zwingt, ihr mein Herz auszuschütten, nur um sie in meinem Leben zu halten.

Eine geschlagene Minute lang schweigen wir beide, aber ich kann sie am anderen Ende der Leitung atmen hören.

»Tut mir leid, dass ich dich angeschrien habe«, sagt sie leise.

Ich schließe die Augen, und Erleichterung macht sich bis in den letzten Winkel meines Kopfes breit. Mein Mädchen ist wieder da.

»Skyler … Fuck. Ich wünschte, ich wäre jetzt bei dir.«

»Ich auch. Wieso muss das alles so schwer sein?«

Ich lächele. »Tja, Peaches, du bist halt so talentiert, dass sich die Welt eine Scheibe von dir abschneiden will. Wobei ich das gut verstehen kann, ich will ja auch was abhaben. Quatsch, ich will den ganzen Kuchen.«

Sie kichert.

Kichert.

»Gott, was hab ich dein Kichern vermisst.« Ich lehne mich zurück und drehe mich mit meinem Stuhl zum Fenster um, genieße den vertrauten Ausblick auf Häuser, Wasser, den Horizont. Es ist schön, zu Hause zu sein.

»Ich kichere doch nicht.«

»Oh doch, das tust du, und das ist echt süß.«

»Wenn du meinst.« Sie sagt das, als wäre sie beleidigt, aber ich weiß, dass das nicht stimmt. Sie ist ein positiver Mensch. Gerade das finde ich so anziehend an ihr.

»Peaches, Baby, ich erinnere dich nur ungern an diese unschöne Sache, aber was willst du wegen diesen Fotos in den Medien unternehmen?«

Sie stöhnt. »Tracey nervt mich auch schon die ganze Zeit deswegen.«

»Wie sieht denn ihr Plan aus?«

»Trace will, dass wir ein gemeinsames Statement vor der Presse abgeben.«

»Und was sollen wir sagen?«

»Dass wir ein Paar sind. Dass wir eine Beziehung führen und überglücklich sind.«

»Und …« Ich muss hören, was sie von dem Plan hält, bevor ich antworte. Wie ich feststellen musste, sind Frauen empfindlich, und da kann ich schon mit einem falschen Wort in die Falle tappen. Ich will jetzt keinen Schritt mehr zurück machen, wo ich sie gerade dazu gekriegt habe, wieder mit mir zu reden.

Ich höre es am anderen Ende der Leitung rascheln, eine Tür geht auf. »Ich brauche noch einen Moment«, sagt sie zu irgendjemandem.

»Okay, Süße, ich warte auf der Couch.« Eine Männerstimme.

Auf der Couch.

Süße.

»Wer war das?«

»Hm?«, murmelt sie gedankenverloren. »Ach, das war Rick. Wir müssen gleich an den Set, und er sollte mich abholen.«

Rick the Prick.

Perfektes Timing, Junge.

Dass Rick the Prick bei meinem Mädchen sein kann und ich nicht, lässt mich die Kontrolle verlieren und das grünäugige Monster in mir herausplatzen: »Einverstanden.«

»Hä? Was? Womit bist du einverstanden?«, wiederholt sie fragend.

»Sag der Presse, dass wir ein Paar sind.« Ich beiße die Zähne zusammen, und mein Herz fängt an, wie wild gegen meine Brust zu trommeln. Der Telefonhörer bohrt sich in meine Faust, meine Hand und mein Unterarm werden ganz heiß.

»Parker … Du hast doch gesagt, wir sollen es locker angehen lassen. Einfach Spaß haben.«

Ich lecke mir über die Lippen und wünschte, ich könnte meine Hände um ihr Gesicht legen, während wir dieses Gespräch führen. Diesen großen Schritt übers Telefon zu machen fühlt sich einfach zu krass an.

Leider muss das reichen – fürs Erste.

»Peaches, ich weiß, was ich gesagt habe. Und ich habe es auch so gemeint. Damals. Jetzt, nachdem du beim Abschied so komisch warst, nach dem langen Flug und nachdem ich unsere privaten Fotos in allen Zeitungen gesehen habe, bin ich mir nicht mehr so sicher. Vielleicht hat mich das aufgeweckt. Ich weiß bloß, dass ich mit dir zusammen sein will. Richtig mit dir zusammen sein.«

»Ich will auch mit dir zusammen sein«, flüstert sie, und Glück ist in ihrer Stimme zu hören.

»Gott, ich wünschte, ich könnte dich jetzt küssen. Erste Male sollten immer mit einem Kuss besiegelt werden.«

Diesmal lacht sie aus vollem Herzen, und das liebe ich sogar noch mehr als ihr Kichern.

»Süßer …«

»Ach, da ist er ja wieder.« Ich grinse, und mein rasendes Herz beruhigt sich wieder. Ich kann förmlich spüren, wie ich mich bei ihrem Kosenamen entspanne. Alles wird gut. Sky und ich finden schon den richtigen Weg für uns.

»Also ist es jetzt offiziell. Du und ich. Ein Paar. Eine Beziehung.«

»Ganz offiziell, ja.«

»Und du willst, dass ich es der Welt verkünde …«

»Die Welt soll ruhig wissen, dass die sexyeste Frau der Welt von meiner Berühmtheit profitieren will«, witzele ich, um das Gespräch aufzulockern.

»Von deiner Berühmtheit?«

»Hey … Ich bin echt eine gute Partie.«

»Ach ja?«

»Und wie.«

»Wer sagt das?«, neckt sie mich.

»Meine Mutter. Die dreht wahrscheinlich durch, wenn sie die Fotos sieht. Die muss ich als Nächstes anrufen.« Ich lache.

»Oh Mann. Das wird spannend.« Ihr Tonfall klingt noch immer belustigt, aber ein Hauch von Traurigkeit hat sich hineingeschlichen. Wir haben bisher kaum über ihre Eltern gesprochen, und auch jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, aber irgendwann will ich alles über Skyler Paige Lumpkin wissen.

»Allerdings. Ich wette, sie will dich sofort kennenlernen.«

»Klar, das wäre doch toll!« Sie schnappt nach Luft, als wäre sie schon beim Gedanken daran, meine Eltern kennenzulernen, völlig von den Socken.

»Mach dir keinen Kopf deswegen. Echt. Meine Mom und mein Dad sind cool. Beides Arbeiter. Familienmenschen. Sind beide ganz entspannt. Du wirst sie mögen und sie dich auch.«

»Sag deiner Mutter, dass ich es kaum erwarten kann.«

»Und ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Ich hab das Gefühl, wir müssten uns versöhnen.«

»Du bist doch bloß scharf auf den Versöhnungssex!«, wirft sie mir lachend an den Kopf.

»Als wärst du nicht genauso scharf darauf!«

Sie verkneift sich ihr Lachen. »Auch wieder wahr. Okay, ich könnte noch ewig weitertelefonieren, aber ich muss an den Set. Ich sage Tracey, sie soll dir das Statement zuschicken, damit du dein Okay geben kannst.«

»Das wird schon in Ordnung sein, wenn sie es schreibt, aber mach ruhig, sie soll es Wendy schicken.«

»Okay. Soll ich dich nachher noch mal anrufen?«

»Wenn nicht, wäre ich ziemlich enttäuscht.«

»Ich bin ganz schön aufgeregt, findest du das doof?« Ihre Stimme klingt auf einmal ganz anders, viel unbekümmerter als am Anfang unseres Telefonats.

Ich muss lachen. »Nee, das ist überhaupt nicht doof. Das ist schließlich ein großer Schritt. Ich bin gespannt, wohin er uns führt.« Und das bin ich wirklich. Das mit Skyler ist neu, aber ich glaube auch fest daran, dass ich bereit für diese Veränderung bin.

»Ich auch. Bis später, schöner Mann!«

»Ich freu mich schon. Bis dann, Baby.«

Bevor sie auflegt, höre ich ein Kussgeräusch. Meine Frau schickt mir Luftküsse übers Telefon.

Ist das süß. Und bescheuert.

Meine Frau ist so spackig … aber sie gehört mir.

Ich schüttele den Kopf, lege auf und erhebe mich. Ich recke und strecke mich und merke plötzlich, wie todmüde ich bin. Im Flugzeug habe ich kaum Schlaf bekommen, weil ich mich die ganze Zeit gefragt habe, warum Sky beim Abschied so komisch war, und nach der Landung kamen dann nur noch der Medienrummel, meine wütende Frau, das klärende Gespräch und ein emotionaler Schritt, von dem ich mir geschworen hatte, ihn nie wieder zu gehen.

Als ich mich und mein Gefühlschaos wieder einigermaßen unter Kontrolle habe, gehe ich zu den anderen.

Wendy, Bo und Royce beugen sich über Wendys Monitor und blicken alle drei verdammt schuldbewusst drein, als sie mich sehen.

Ich verschränkte die Arme vor der Brust. »Was guckt ihr drei Geier euch da an?« Ich ziehe eine Augenbraue hoch. »Hm? Zeigt her.«

Wendy dreht den Computerbildschirm, auf dem ein riesiges Foto von Skyler und mir prangt.

»Mann, Mann, Mann, Bruder …«, murmelt Royce.

»Glückspilz, ey. Skyler Paige.« Bo schüttelt den Kopf, als könne er immer noch nicht glauben, dass ich mit Skyler zusammen bin.

»Ihr sieht echt heiß aus. Auf dieser Seite hier läuft gerade ein Rating zwischen dir und ihrem Ex, Johan Karr.« Wendy zeigt auf den Bildschirm. »Guck mal, du führst mit sechzehn Prozent.«

»Wobei führe ich?«, frage ich.

»Na, wer heißer ist, natürlich!«

Ich seufze. »Und das ist erst der Anfang, Leute.«

»Wie meinst du das?« Ein wissendes Grinsen umspielt Wendys Lippen.

»Skyler und ich haben beschlossen, dass wir zusammen sind. Eine feste Beziehung haben. Ganz offiziell.«

»Willst du damit sagen, dass du vergeben bist, Bruder?«, fragt Roy und zieht neugierig auf mehr Infos die Augenbrauen hoch.

Ich nicke.

»Na endlich! Halleluja! Mehr Häschen für mich!« Bo breitet die Arme aus, als wolle er die Zimmerdecke umarmen.

Roy kommt hinter dem Schreibtisch hervor und klopft mir auf die Schulter. »Ich freu mich für dich. Sie ist echt ’ne Granate. Aber pass auf, dass sie dich gut behandelt. Ich bin schon gespannt aufs Meet and Greet. Wann kommt sie zu uns nach Beantown?« Es klingt eher nach einer Forderung als nach einer Frage.

Meine Brüder wollen meine Frau unter die Lupe nehmen. Es ist lange her, seit einer von uns eine Partnerin angeschleppt hat, die von den anderen abgenickt werden musste. Und wenn ich an das Gespräch mit Roy von vorhin denke, könnte bald noch einer in festen Händen sein. Wenn der obercoole Royce auf der Suche nach der richtigen Frau ist, können sich die Männer von Boston echt warm anziehen, denn gegen ihn haben die anderen Singles der Stadt keine Schnitte.

»Weiß ich noch nicht«, antworte ich ehrlich. »Sie ist jetzt erst mal mit dem Dreh beschäftigt. Ich muss nach Hause und ein bisschen Schlaf nachholen, aber heute Abend rede ich mit ihr. Ich halte euch auf dem Laufenden.«

»Cool.« Royce drückt meine Schulter. »Wir haben hier alles im Griff.«

Ich schnappe meinen Koffer, den ich im Wartebereich habe stehen lassen. »Gönn mir ein paar Stunden Funkstille, ja?« Ich deute mit dem Kinn auf Wendy.

»Kein Problem, Boss.«

Ich grinse, und als sie zurücklächelt, werden ihre Wangen rot.

»Oh, aber vergiss nicht, deine Mutter anzurufen. Ich treffe mich jeden Mittwoch mit ihr zum Mittagessen, und sie macht sich echt Sorgen, dass du zu wenig Schlaf kriegst. Sie meint, du bist zu viel unterwegs und kannst unmöglich genug schlafen. Außerdem will sie natürlich alles über Skyler wissen.«

Ich ziehe den Griff meines Koffers heraus und nicke automatisch, bis ihre Worte in meinem benebelten, müden Hirn ankommen. »Du triffst dich jeden Mittwoch mit meiner Mutter zum Mittag?«

Sie kräuselt die Nase. »Äh, ja. Mit Royces Mom treffe ich mich jeden Dienstag. Seine Schwestern sind auch manchmal dabei. Kommt drauf an, wer gerade Zeit hat.«

Grinsend schüttele ich den Kopf. »Du kannst es wohl kaum erwarten, zur Familie zu gehören, was?«

Wendy zwinkert und hopst auf ihrem Stuhl herum. »Jep. Ich hab ja keine Familie außer Sir Mick. Und da ihr euch Brüder nennt, dachte ich, ich könnte mir vielleicht den Titel der Ehrenschwester verdienen.«

»Bah. Ich kann doch nicht meine eigene Schwester ficken«, grummelt Bo und macht Kotzgeräusche.

»Zum Glück wird es dazu nie kommen. Und jetzt sieh zu, dass du dir wen zum Flachlegen suchst, damit du danach noch ein bisschen Schlaf bekommst. Wir brauchen euch hier. Wir haben ’ne Menge zu tun.«

»Bis dann, Wendy.« Ich winke.

»Bis dann, Boss.«

»Bis dann, Tinkerbell«, sagt Bo mit versautem Unterton.

»Bis dann, Bleistiftpimmel.«

Bo und ich betreten den Aufzug.

»Wendy ist super, oder?« Bo grinst und zupft seine Lederjacke zurecht.

»Total.«

Als wir das Gebäude verlassen, freue ich mich richtig über den Anblick meines kirschroten Tesla. »Na, meine Hübsche«, begrüße ich den Wagen und werfe meinen Koffer auf die Rückbank. Bo pfeffert seine Tasche mit Schmackes daneben.

Ich runzele die Stirn. »Hey …«

»Bin mit der Maschine da, Bruder. Ich muss noch in die Bar nebenan, mal sehen, ob ich da irgendeins meiner Häschen finde, damit ich heute Nacht ins Koma fallen kann. Ich bin noch so aufgekratzt vom Flug.«

Ich stöhne auf. »Du bist echt krass drauf, Alter.«

Bo greift sich in den Schritt. »Du meinst wohl, ich hab’s krass drauf.«

Sein Konter bringt mich zum Lachen. »Na dann, bis später.«

Bo schwingt ein Bein über seine Maschine, lässt den Motor aufheulen und hebt kurz das Kinn zum Gruß, bevor er das Bike zurückschiebt und davonbraust.

Irgendwann wird der Tag kommen, an dem ihn eine Frau von den Socken haut, ohne die er nicht leben kann – und dann Gnade uns Gott.

KAPITEL 3

Letzte Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein. Ich bin gerade so wach geworden, um Skyler mit einem schlaftrunkenen »Hallo« zu begrüßen, als sie angerufen hat. Dann habe ich bis zum Morgen tief und fest geratzt. Bei der Arbeit komme ich endlich dazu, mir den People-Artikel anzusehen. Haut mich nicht gerade vom Hocker. Eigentlich sollte er Offenbarung heißen, genau wie das Buch, das Skyler so liebt. Aber nein. Das wäre ja auch zu viel verlangt gewesen. Jetzt lautet die Überschrift »Skyler Paige offenbart alles«, und darunter steht, wie glücklich ihre Kindheit war, wie sie zur Schauspielerei gekommen ist und viel mehr über den tragischen Tod ihrer Eltern, als notwendig gewesen wäre.

Die ganze Planung und das extra angesetzte Fotoshooting hätten wir uns sparen können. Es sind viel zu viele Bilder von uns beiden zu sehen, wie wir uns küssen und extrem vertraut miteinander umgehen. Die Fotos sind alle geschmackvoll, das ist nicht das Problem. Immerhin hat Bo sie gemacht, und der Mann versteht sein Handwerk. Wenn es nur private Aufnahmen wären, um uns eine Freude zu machen, würde ich Bo auf die Schulter klopfen und ihm für die großartige Arbeit danken. Aber leider gehört es nicht gerade zu meinen Traumvorstellungen, meine Beziehung mit Skyler in einem der wichtigsten Klatschblätter breitgetreten zu sehen.

Ehrlich gesagt überrascht es mich, wie sehr sie sich auf unser frisches Verhältnis gestürzt haben, und ich wende mich wegen meiner Sorgen hinsichtlich Skyler und mir an meinen Anwalt. Er teilt mir mit, dass sie, weil wir die Fotos selber hingeschickt und das Interview so offen geführt haben, berichten können, was sie wollen. Leider stimmt das alles. Trotzdem spiegelt die so verdrehte Geschichte nicht mehr Skylers wahres Wesen oder das wider, was sie ihren Fans und der Öffentlichkeit vermitteln wollte, und das stört mich.

Ich werfe die Zeitschrift auf den Tisch und greife nach dem Telefon, weil ich ihre Stimme hören will.

»Na, du …« Sie klingt verschlafen und dumpf.

Skyler ist verschlafen. Mmh. Das liebe ich. So lässt sie morgens alles mit sich anstellen. Sie lecken oder an ihren Brüsten knabbern und saugen, bis sie um meinen Schwanz bettelt. Einmal habe ich sie sogar geweckt, um ihr meinen Ständer in den Mund zu schieben. Sie hat mir ohne mit der Wimper zu zucken einen geblasen, während sie wach geworden ist.

Stöhnend balle ich die Hand zur Faust und wünsche mir, ich könnte sie irgendwie berühren. »Morgen. Gut geschlafen?«

»Hmm. Gut. Ich war echt erledigt. Wir haben noch ziemlich lange gemacht, nachdem ich mit dir telefoniert hatte. Rick und ich haben erst gegen Mitternacht was gegessen. Haben dann was beim Rund‑um-die-Uhr-Chinesen bestellt. Ich bin fast über meinem Hühnchen Kung Pao eingeschlafen.« Sie gähnt laut.

Rick the Prick beim Mitternachts-Snack mit meinem Mädchen. Ich setze ein finsteres Gesicht auf, ignoriere den Kommentar aber, weil ich sie nach dem Schlamassel von gestern nicht schon wieder reizen will.

Ich schiele auf die Uhr und sehe, dass es acht Uhr ist. Nicht wahnsinnig früh, aber meine Süße klingt echt geschafft. »Wann musst du denn wieder hin?«

»Heute Mittag. Sie hatten irgendein Problem mit der Technik …«

»Ach so. Na ja, gut für dich. Dann hast du noch ein bisschen Zeit, dich auszuruhen, bevor es weitergeht.«

»Ja.« Sie macht wieder »Hmm«, dann seufzt sie. Mein Gott, ich kann mich so gut an das Gefühl erinnern, wie sie neben mir aufwacht und ihr Atem meine nackte Brust streift. Das fehlt mir mehr, als es sollte.

»Ich hab gerade den People-Artikel gelesen.«

Schweigen.

»Ich habe schon meinen Anwalt eingeschaltet …«

Skyler gähnt noch mal. »Der kann auch nichts machen, Süßer. Redefreiheit und Pressefreiheit. Abgesehen davon ist doch alles wahr, was sie geschrieben haben.«

Ich knirsche mit den Zähnen. »Ja, aber es ist nicht das, was wir mit denen besprochen haben.«

»Du wirst schon noch lernen, dass die Medien oder die Presse nie das berichten oder drucken, was sie vorher sagen. Am Ende machen sie immer, was sie wollen. Es hätte viel schlimmer sein können. Wenigstens kommen wir gut rüber.«

»Ich weiß nur, dass der Zug jetzt abgefahren ist«, brumme ich. Ich raufe mir die Haare und wünschte, ich könnte mehr sagen oder tun.

Sie kichert. »Okay. Ach ja, ich habe gute Neuigkeiten für dich.« Ihre Stimme verfällt in den süßen Singsang, der Balsam für meine angespannten Nerven ist.

»Echt? Dann mal raus damit, aber schnell. Ich könnte jetzt echt ein paar gute Neuigkeiten gebrauchen.«

»Ich hab das ganze Wochenende frei. Freitag auch. Ich dachte, vielleicht kann ich ja nach Boston kommen. Deine Eltern kennenlernen. Das Wochenende mit dir verbringen …«

Sie ist noch nicht mal da, und schon grinse ich wie ein Honigkuchenpferd.

Wann war ich jemals so aufgeregt, eine Frau zu sehen?

Noch nie, lautet die Antwort.

Es ist ja auch Skyler, mit der sich für mich alles geändert hat.

»Sky, Baby, damit rettest du mir die ganze Woche.« Ich bin schon dabei, mir alles auszumalen – und was ich ihr alles zeigen will, wenn ich sie erst mal aus meinem Schlafzimmer rauslasse. Natürlich werden die Jungs und Wendy sie treffen wollen. »Ich will dir auch Wendy und Royce vorstellen. Er will dich unbedingt ausquetschen. Rausfinden, ob du nicht irgendwelche bösen Absichten hast.«

Sie lacht ausgelassen. »Cool. Ich habe überlegt, ob ich mich alleine rüberschleichen könnte …«

Da sträubt sich sofort alles in mir. »Peaches, ich weiß ja, dass du mehr Freiheiten haben willst, aber so ein Leben kannst du nun mal nicht führen. Du musst dich von Rachel und Nate begleiten lassen. Tut mir leid, aber deine Sicherheit ist wichtiger als Privatsphäre. Vor allem nach dem Artikel. Die Paparazzi werden dich nicht in Ruhe lassen.»

Sie stöhnt und seufzt laut ins Telefon. »Einmal im Leben will ich ein Niemand sein. Versteh mich nicht falsch, ich liebe meinen Job, und dank dir habe ich meine Krise überwunden, aber dass ich keine Privatsphäre haben kann, ist echt …«

»Beschissen. Beängstigend. Anstrengend.« Mir fallen noch hundert Bezeichnungen ein für das, was sie durchmacht. Dabei habe ich erst eine kleine Kostprobe bekommen. Als ich zur Arbeit gefahren bin, standen die Paparazzi vor meinem Haus und haben Fotos gemacht. Das Gleiche vorm Büro. Ich habe sie einfach ignoriert. Aber für meine Süße muss das tausendmal schlimmer sein.

»Unter anderem.«

»Ich weiß, Sky, aber deine Sicherheit geht vor. Es gibt eine Menge Irre auf der Welt. Versprichst du mir, dass du deine Crew mitbringst?«

Sie grummelt leise und klingt wie ein feuerspeiender Drache. »Na schön.« Glücklich ist sie damit nicht.

»Wir finden schon eine bessere Lösung, aber bis dahin sind sie überall, wo du bist. Versprochen?«

»Versprochen.« Sie atmet genervt aus.

»Gut. Was hast du eigentlich an?«, frage ich wollüstig ins Telefon und warte gespannt auf Einzelheiten.

Das Klopfen an der Tür trifft mich wie ein Schlag. Ich warte schon den ganzen Nachmittag auf sie und habe meine Wohnung aufgeräumt, Schmutzwäsche in den Korb geworfen und Geschirr in den Geschirrspüler geräumt. Gestern war eine Reinigungsfirma da und hat allen Männerdreck und Staub beseitigt, der sich während meiner langen Anwesenheit angesammelt hat.

Ich muss einfach lächeln, als ich zur Tür gehe und sie aufreiße.

Da steht sie. Meine Traumfrau in voller Pracht. Sie hat einen schwarzen Neckholder-Jumpsuit mit verführerisch über den Brüsten gekreuztem Oberteil und weit ausgestellten Beinen an. An den Füßen trägt sie sexy goldene Riemchensandalen mit hohen Absätzen. Ihre blonden Haare sind in der Mitte gescheitelt und fallen in langen Beach Waves über ihre Schultern.

»Wow«, stoße ich hervor und verliere gleich beim ersten Wort die Fassung.

Mit loderndem Blick mustert sie anerkennend meine Anzughose und den hellen Kaschmirpulli. »Ihr könnt ins Hotel fahren. Wir gehen heute bestimmt nicht mehr raus«, sagt sie schmunzelnd.

Da bemerke ich endlich Nate, der durch die Tür tritt und ihren Koffer abstellt. Er grinst, zwinkert mir zu und legt einen Arm um seine Frau. »Ruf an, wenn ihr es euch anders überlegt.«

Skyler antwortet, ohne den Blick von mir zu lösen: »Mach ich.«

Ich halte die Tür noch weiter auf. Sie kommt nicht reingelaufen, sondern stolziert, und ihr kleiner Knackarsch drückt sich bei jeder Bewegung gegen den Seidenstoff.

Beim Gedanken daran, einfach hineinzubeißen, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich verpasse der Tür einen Tritt und schließe sie ab. Sie wirft ihren Mantel aufs Sofa, sieht sich um und dreht sich wieder zu mir. »Schön hier«, meint sie und fährt sich durch die Haare.

Wie in Zeitlupe rutschen die Stoffstreifen von ihrer Brust und entblößen einen trägerlosen BH, dann gleitet der Overall über ihren nackten Bauch, die gerundeten Hüften und festen Oberschenkel und bleibt zu ihren Füßen liegen. Ein schwarzes Dreieck aus Spitze bedeckt ihr Geschlecht.

Skyler stemmt die Hände in die Hüften. »Willst du ewig dastehen und mit offenem Mund gaffen, oder gibst du deiner Freundin vielleicht mal einen Begrüßungskuss?«

Ich blinzele ein paarmal dümmlich und betrachte die Kurven ihrer Brüste, die vom BH nach oben gepusht werden, die Sanduhrform ihrer schmalen Taille und der breiteren Hüften.

»Meiner Freundin?«, necke ich. Zum ersten Mal hat einer von uns die Standardbezeichnung ausgesprochen, mit der Leute ihre Partnerin meinen, mit der sie exklusiv zusammen sind.

Sie grinst. »Hmm, stand heute in der Zeitung.«

Ich komme ihr einen Schritt näher und sehe, wie sich ihre Pupillen weiten. »In der Zeitung, ja? Dann muss es wohl stimmen. Du weißt ja, dass die immer die Wahrheit schreiben.« Ich ziehe mir den Pullover und das Unterhemd mit einer einzigen Bewegung über den Kopf und werfe sie auf den Boden.

Sie leckt sich über die Lippen, als meine nackte Brust sichtbar wird.

Während sie meinen Oberkörper ausführlich mustert, greift sie nach hinten und öffnet ihren BH‑Verschluss. Der BH fällt zu Boden, und ich erfreue mich an ihren rosa Brustwarzen, die jetzt schon aufgerichtet sind, so erregt ist sie offensichtlich.

Ich schlucke das plötzlich auflodernde Verlangen runter. Mein Schwanz wird in der Hose schmerzhaft hart, und die Lust breitet sich über meine Nervenenden in alle Richtungen aus und erhöht die Vorfreude auf die erste Berührung unserer Haut.

»Peaches, so was Schönes wie dich habe ich noch nie gesehen. Ich habe echt Glück.« Ich schüttele den Kopf und balle die Hände zur Faust.

Sie schiebt die Daumen unter die winzigen Bänder aus Spitze an ihrer Hüfte, zieht daran und steigt elegant aus dem Höschen, ist nun vollkommen nackt. Mein Blick fällt auf ihre feuchte Mitte, und ich kann meine animalische Reaktion nicht mehr zurückhalten. Alles an mir ist angespannt und sehnt sich nach ihr … mein Schwanz, meine Hände, mein ganzer Körper. Nach zwei großen Schritten umfasse ich ihre Wangen und presse die Lippen auf ihre.

Meine Süße öffnet sofort den Mund und verschränkt ihre Zunge mit meiner. Sie schmeckt nach Minze und riecht nach Pfirsichen. Ich sauge an ihrer Unterlippe und küsse sie heftiger als sonst, kann einfach nicht anders. Ich muss sie spüren und will, dass sie mich spürt.

Sie schiebt eine Hand in mein Haar und hält meinen Kopf fest, mit der anderen krallt sie sich an meiner Schulter fest. Durch die hohen Absätze ist sie fast so groß wie ich, und ich kann sie leichter küssen.

Ich neige ihren Kopf nach hinten und trinke von ihr, zementiere alles, was zwischen uns ist.

Lust.

Verlangen.

Begierde.

Die Verbindung zwischen uns entsteht wieder genauso wie am Anfang. Aber jetzt kennen wir uns schon. Wir wissen, was der andere will und mag, wodurch jeder Kuss noch intensiver wird. Bei jeder Berührung brennt Haut an Haut.

Mit ihrer Brust ganz nah an meiner kann ich endlich wieder atmen. Die Anspannung, die mich seit unserem letzten Tag in Kopenhagen bis jetzt belastet hat, fällt endlich von mir ab.

Ich löse mich von ihr, und wir legen keuchend unsere Köpfe aneinander.

»Mein Gott, wie mir dein Mund gefehlt hat«, flüstert sie in die Stille zwischen uns.

Ich schmunzele und küsse sie auf die feuchten Lippen, dann falle ich vor ihr auf die Knie. Ich halte ihre Schenkel fest, als sie ins Wanken gerät. Erst rudert sie mit den Armen, dann greift sie nach meinen Schultern und findet Halt.

»Na, dann wollen wir dir meinen Mund mal nicht weiter vorenthalten, oder?« Ich wackele mit den Augenbrauen, atme nur wenige Zentimeter von ihrem Schoß entfernt ihren köstlichen Duft ein und genieße die vertraute volle Essenz ihrer Erregung. Ich befeuchte meine Lippen und schaue hoch zu meiner Traumfrau.

Sie bohrt ihre Nägel in meine Schultern, stellt sich ungeniert breitbeiniger hin und offenbart sich mir in einer Weise, wie sie es, da bin ich mir sicher, noch bei keinem anderen Mann getan hat. Das Geschenk weiß ich zu schätzen, und ich will mich an diesem Wochenende mit jeder Menge Orgasmen bedanken.

Ich streichele sie von den Knien bis zur Hüfte über die Außenseiten der Oberschenkel. Sie erschauert unter meinen Fingerspitzen und will das, was ich gleich mit ihr machen werde, fast so sehr, wie ich sie um den Verstand bringen und wegen meiner Zunge meinen Namen schreien hören will.

»Süßer …« Ihre Stimme trieft vor Sehnsucht.