Du machst, was ich will - Volker Kitz - E-Book

Du machst, was ich will E-Book

Volker Kitz

4,5
15,99 €

oder
Beschreibung

Die Kunst der sanften Überzeugung

Die eigenen Interessen auch gegen Widerstand durchsetzen und Ziele konsequent erreichen – als erfolgreicher Ex-Lobbyist beherrscht Bestsellerautor Volker Kitz alle Regeln der Kommunikation und Verhandlungsführung. Seine wichtigste Erkenntnis: Manipulation und fiese Tricks funktionieren nicht. Was wirklich wirkt, verrät er in seinem neuen Buch!

Erstmals berichtet ein Ex-Lobbyist aus seinem geheimnisumwitterten Arbeitsalltag: Anhand packender Geschichten stellt Volker Kitz die wirkungsvollsten Effekte aus der Psychologie vor und zeigt gleichzeitig, warum es nicht verwerflich ist, für seine Interessen einzustehen. Sein Fazit: Nur, wer auch an sein Gegenüber denkt und dessen Bedürfnisse, bekommt selbst, was er will. Ein spannender Einblick in einen Beruf, von dem nur wenig bekannt ist, aber viel gelernt werden kann!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 252




Volker Kitz

Du machst, was

ich will

Wie Sie bekommen, was Sie wollen – ein Ex-Lobbyist verrät die besten Tricks

Die in diesem Buch beschriebenen Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten. Zum Schutz der handelnden Personen sind die Schilderungen manchmal verdichtet und verfremdet. Trotzdem wird Sie dieses Buch der Realität näherbringen als alles, was Sie bisher über Lobbyisten gehört und gelesen haben.

© 2013 Dr. Volker Kitz

© 2013 Ariston Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Satz & Layout: EDV-Fotosatz Huber/ Verlagsservice G. Pfeifer, Germering

Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design unter Verwendung eines Fotos von Kay Blaschke

ISBN: 978-3-641-10385-9

INHALT

Sind Sie so mächtig wie ein Lobbyist?

I. Die Argumente

1. Was Sie sagen, hört niemand

Sie nehmen an einer Anhörung im Deutschen Bundestag teil und erfahren, auf welchen vier Wegen Sie Menschen grundsätzlich beeinflussen können.

2. Was Sie wollen, interessiert niemanden

Sie fliegen auf einem »Red Eye Flight« mit und finden heraus, in welchen seltenen Fällen Menschen mit Argumenten zu überzeugen sind.

3. So kriegen Sie trotzdem, was Sie wollen

Sie belauschen Lobbyisten bei einem politischen Empfang und beschäftigen sich mit dem aktuellen Lieblingswundermittel der Wissenschaft.

II. Die Emotionen

4. Wirken Sie auf den Willen ein, nicht auf den Verstand

Sie sind dabei, wenn bereits vor der Wahl Politik gemacht wird, und erfahren, nach welchen beiden Grundregeln andere Menschen Ihnen helfen.

5. Das Gehirn ist faul, nutzen Sie das

Sie werden Zeuge eines sehr privaten Treffens mit einem Politiker und lernen, wie Sie selbst Unbekannte um den Finger wickeln können.

6. Arbeiten Sie mit den Lebensmotiven Ihrer Zielperson

Sie erkunden die Grenzen zur Korruption und erfahren, wie Sie Geld, Sex-Appeal und fremde Egos für Ihre Zwecke nutzen.

III. Die Personen

7. Wählen Sie die richtigen Zielpersonen

Sie sind bei einer tragischen Präsentation anwesend und finden in einem Fünf-Schritte-Verfahren die Zielperson, die Ihnen wirklich helfen kann.

IV. Die Tricks

8. Verschaffen Sie sich Gehör

Sie bekommen Einblick in die spannenden letzten Stunden eines Gesetzgebungsverfahrens und lernen, in welchen Momenten man den Mund am besten aufmacht.

9. Steuern Sie, statt zu verhandeln

Sie hören ein vertrauliches Telefonat mit einer Journalistin mit und tauchen in die Kunst der 180-Grad-Wendung ein.

10. Nutzen Sie die Macht der Masse

Sie lernen die menschlichen Seiten der Politiker kennen – und einen Effekt, mit dem Sie tatsächlich die Wahrheit beeinflussen können.

Mal ehrlich!

Sie wollen mehr?

Sind Sie so mächtig wie ein Lobbyist?

Lobbyisten sind »mächtige Strippenzieher« – das hören wir ja in der Öffentlichkeit immer wieder. Für ihre Auftraggeber erreichen sie Gesetzesänderungen und politische Vorteile. Ihr Wille wird meist Wirklichkeit. Wie sie das machen, bleibt nebulös – es liegt eben an ihrer »Macht«.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Macht genau das sein soll?

Manche meinen, Lobbyisten operierten hauptsächlich mit Geldkoffern in dunklen Hinterzimmern. Das stimmt schon deswegen nicht, weil kein Unternehmen das Geld übrig hat, um es in solche Koffer zu stecken.

Da Politiker ganz normale Menschen sind, geht es bei der Lobbyarbeit um das Gleiche wie in unserem Alltag auch: um menschliche Beziehungen.

Erfolgreiche Lobbyisten nutzen psychologische Effekte – Effekte, die jeder andere genauso einsetzen kann, privat und beruflich. Mit diesen Effekten können Sie bekommen, was Sie wollen: eine Gehaltserhöhung, dass Ihre Nachbarn Ihnen beim Umzug helfen, dass Ihre Kinder ihre Zimmer aufräumen. Oder was Ihnen sonst gerade so vorschwebt. Ich selbst habe mich erst kürzlich bei einer Wohnungsbesichtigung gegen 70 Mitbewerber durchgesetzt, ganz ohne Makler – mit einer Kombination aus verschiedenen Strategien, die ich bei meiner Arbeit als Lobbyist gelernt habe. Ich bin immer wieder selbst erstaunt darüber, wie zuverlässig alle Menschen nach exakt denselben Regeln ticken. Mir selbst geht es ja nicht anders.

Das ist die wahre »Macht« der Lobbyisten.

Und diese Macht steckt in uns allen.

Diese Macht hat nichts mit einseitigen Manipulationsversuchen zu tun – die funktionieren nie. Erfolgreich ist immer nur eine Lösung, die beiden Seiten hilft. Dahin führen allerdings viele ganz unterschiedliche Wege. Viel mehr, als die meisten Menschen ahnen.

Wahrscheinlich haben Sie schon einiges über Lobbyisten gehört – mit diesem Buch halten Sie die Chance in der Hand, einmal etwas von einem Lobbyisten zu hören. Viele Jahre lang habe ich politische Interessen für große und kleine Unternehmen durchgesetzt. In diesem Buch erzähle ich Ihnen ehrlich, wie mein Alltag aussah. Und worauf meine »Macht« wirklich beruhte. Das wahre Lobbyistenleben ist ganz anders, als es manchmal in Reportagen mit dramatischer Hintergrundmusik und versteckter Kamera dargestellt wird.

Aber gerade deswegen ist es auch viel näher an unserem ganz normalen Alltag.

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild von einem geheimnisumwitterten Beruf – und von der »Macht«, die in Ihnen selbst steckt.

Ihr Volker Kitz München, im Frühjahr 2013

I. Die Argumente

1. Was Sie sagen, hört niemand

Es ging um 25 Milliarden Dollar – und um die Aufführung eines heimlich geprobten Stücks. Trotzdem klang der Vorsitzende ruhig, als er sagte: »Es gilt das Berliner Verfahren.« Manche Abgeordnete ließen sich per Handwink noch schnell ein Stück Kuchen an den Platz kommen. Eine beschürzte Bedienung ging umher und goss Filterkaffee ein, die Abgeordneten hielten abgezähltes Kleingeld bereit.

Es war 13 Uhr, das Mittagessen lag allen noch im Magen.

»Einziger Tagesordnungspunkt: Öffentliche Anhörung von Sachverständigen« stand auf der heutigen Agenda des Wirtschaftsausschusses im Deutschen Bundestag.

Ich war damals Lobbyist bei einem großen deutschen Verband. Ein Lobbyist vertritt bestimmte Interessen gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit – meist im Zusammenhang mit Gesetzgebungsverfahren.

Ein Verband ist ein Verein, in dem sich Gleichgesinnte zusammenschließen, um gemeinsame Interessen durchzusetzen. Das können Unternehmen sein. Oft sind es aber auch Privatpersonen, Organisationen oder andere Verbände. Nur ein Teil davon sind Wirtschaftsverbände, deren Mitgliedern es darum geht, Unternehmensgewinne zu erzielen. Es gibt auch Sozialverbände wie das Deutsche Rote Kreuz oder den Deutschen Mieterbund. Die Kirchenverbände. Es gibt Gewerkschaften, Verbraucher- und Kinderschutzverbände, den Deutschen Frauenrat und das Bundesforum Männer. Menschenrechtsorganisationen und Naturschutzverbände. Verbände mit kulturellen Zielen, wie den Deutschen Kulturrat, oder mit sportlichen Zielen, wie den Deutschen Sportbund. Es gibt Verbände, die Anliegen bestimmter Hobbygruppen vertreten, wie Schachverbände oder Hundezuchtverbände.

Sie alle setzen sich für die Interessen ihrer Mitglieder ein.

Sie alle machen Lobbyarbeit.

Wie Lobbyisten konkret arbeiten, darüber ist nicht viel bekannt. Das verstärkt den Eindruck, es handle sich dabei um etwas Heimliches, Unanständiges und eher Verbotenes als Erlaubtes.

Dabei kommen die Lobbyisten ganz offiziell zum Einsatz: Jedes Ministerium muss, wenn es ein Gesetz entwirft, die »betroffenen Fachkreise rechtzeitig beteiligen«. So steht es in der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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