Dunkler Rausch der Sinne - Christine Feehan - E-Book

Dunkler Rausch der Sinne E-Book

Christine Feehan

4,4
8,99 €

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Beschreibung

Er ist der dunkle Hüter seines Volkes. Doch nach Jahrhunderten seelenloser Einsamkeit treibt ihn plötzlich ein unstillbarer Hunger. Als Lucian der zierlichen Polizistin Jaxon Montgomery begegnet, weiß er, dass er sie besitzen muss. Doch mit jedem Kuss folgt Jaxon Lucian ein Stückchen weiter an den dunklen Abgrund seiner Leidenschaft...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 616




Christine Feehan

DUNKLERRAUSCHDER SINNE

Roman

Aus dem amerikanischen Englisch vonBritta Evert

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe

des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Deutsche Erstausgabe

Für die Originalausgabe:

© 2002 by Christine Feehan

Titel der amerikanischen Originalausgabe: »Dark Guardian«

Originalverlag: Dorchester Publishing

By arrangement with The Axelrod Agency, Chatham, NY, USA

Werk wurde vermittelt durch Interpill Media GmbH, Hamburg

Für die deutschsprachige Ausgabe:

© 2007 by Bastei Lübbe AG, Köln

Titelillustration: Pino Daeni/Agentur Thomas Schlück GmbH

Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design

Datenkonvertierung E-Book: Urban SatzKonzept, Düsseldorf

ISBN: 978-3-8387-5696-7

Sie finden uns im Internet unter

www.luebbe.de

Bitte beachten Sie auch: www.lesejury.de

Dieses Buch wurde für Jonathan Carl Woods Jr. geschrieben.

Wir hätten uns keinen besseren Schwiegersohn wünschen können.

Ehemann unserer Tochter Manda, Vater unserer Enkeltochter Skyler, Beschützer derer, die wir lieben.

Du bist alles, was ein Mann sein sollte, hast alles, was einen Mann zum Helden macht.

Du wirst für immer in unseren Herzen sein.

Prolog

LucianWalachei, 1400

Das Dorf war viel zu klein, um der Armee Widerstand zu leisten, die es zu überrollen drohte. Nichts hatte den Vormarsch der Osmanen aufhalten können. Alles auf ihrem Weg war zerstört, jedermann ermordet, brutal abgeschlachtet worden. Leichen staken auf spitzen Pfählen und wurden als Beute für Aasfresser zurückgelassen. Blut floss in Strömen. Niemand wurde verschont, weder kleine Kinder noch die Alten. Die Angreifer folterten, brandschatzten und massakrierten. Sie ließen nichts als Feuer, Tod und Ratten zurück.

In dem Dorf herrschte Totenstille; nicht einmal die Kinder wagten zu weinen. Die Menschen starrten einander nur voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit an. Niemand würde ihnen helfen, nichts würde das Massaker verhindern. Sie würden zugrunde gehen, so wie die Bewohner all der anderen Dörfer, die diesem furchtbaren Feind zum Opfer gefallen waren. Sie waren zu wenige und hatten nur ihre bäuerlichen Waffen, um sich gegen die vorrückenden Horden zur Wehr zu setzen. Sie waren hilflos.

Plötzlich tauchten wie aus dem Nichts zwei Krieger aus der nebelverhangenen Nacht auf. Sie bewegten sich wie eine Einheit, in vollständiger Übereinstimmung, in einem Rhythmus und mit der Anmut eines Raubtiers, geschmeidig und völlig lautlos. Sie waren beide groß und breitschultrig, mit wallendem Haar und Augen, in denen der Tod lag. Einige Leute behaupteten, sie könnten die roten Flammen der Hölle in den Tiefen jener eisigen schwarzen Augen lodern sehen.

Erwachsene Männer gingen ihnen aus dem Weg; Frauen wichen hastig in den Schatten zurück. Die Krieger blickten weder nach links noch nach rechts, sahen aber alles. Eine Aura von Macht umgab sie wie eine zweite Haut. Als der Dorfälteste zu ihnen trat, blieben sie stehen und verharrten so regungslos wie die Berge, ein Stück oberhalb der verstreuten Hütten, von wo sie auf das leere, grasbewachsene Land starrten, das sich zwischen ihnen und dem Wald erstreckte.

»Was gibt es Neues?«, fragte der Dorfälteste. »Wir haben von den Gemetzeln überall im Land gehört. Jetzt sind wir an der Reihe. Und nichts kann diese Todesflut aufhalten. Wir können nirgendwo hingehen, Lucian, haben keinen Ort, wo wir unsere Familien verstecken können. Wir werden kämpfen, aber wie alle anderen werden wir besiegt werden.«

»Wir sind heute Nacht in großer Eile, alter Mann, denn wir werden an einem anderen Ort gebraucht. Es heißt, unser Prinz wäre erschlagen worden. Du warst immer ein guter, braver Mann. Gabriel und ich werden tun, was wir können, um euch zu helfen, bevor wir weiterziehen. Der Feind kann bisweilen sehr abergläubisch sein.«

Seine Stimme war klar und schön und weich wie Samt. Wer dieser Stimme lauschte, konnte nicht anders, als das zu tun, was Lucian befahl. All jene, die sie vernahmen, hatten den Wunsch, sie immer wieder zu hören. Seine Stimme allein konnte verzaubern, verführen und töten.

»Geht mit Gott«, wisperte der Dorfälteste dankbar.

Die beiden Männer wanderten schweigend und in vollkommener Übereinstimmung weiter. Sowie sie vom Dorf aus nicht mehr zu sehen waren, nahmen sie in ein und demselben Moment eine andere Gestalt an und verwandelten sich in Eulen. Mit kräftigen Flügelschlägen erhoben sie sich weit über die Baumgrenze und hielten nach der schlafenden Armee Ausschau. Einige Meilen vom Dorf entfernt hatten Hunderte Männer ihr Lager aufgeschlagen.

Nebel senkte sich in dicken weißen Schwaden auf die Erde. Von einem Augenblick auf den anderen herrschte völlige Windstille, sodass kein Lufthauch die undurchdringlichen Dunstschleier bewegte. Ohne Vorwarnung stießen die Eulen vom Himmel herab, ihre messerscharfen Klauen direkt auf die Augen der Wachtposten gerichtet. Die Vögel schienen überall zu sein und stets gleichzeitig zuzuschlagen, sodass sie wieder verschwunden waren, ehe jemand den Posten zu Hilfe kommen konnte. Schreie des Entsetzens und der Qual zerrissen die Stille. Die Soldaten fuhren hoch, packten ihre Waffen und suchten in dem dichten weißen Nebel nach dem Feind. Sie sahen nur ihre eigenen Wachtposten. Leere Höhlen klafften dort, wo einmal ihre Augen gewesen waren, und Blut strömte über ihre Gesichter, als sie blindlings davonrannten.

Im Zentrum der Heerschar war ein lautes Knacken zu hören, dann noch eines. Ein Schlag folgte blitzschnell auf den nächsten, und zwei Reihen Soldaten sanken mit gebrochenem Genick auf den Boden. Es war, als hielten sich in dem dichten Nebel unsichtbare Feinde verborgen, die rasch von einem zum anderen liefen und ihnen mit bloßen Händen die Hälse umdrehten. Chaos brach aus. Viele rannten schreiend in den nahen Wald. Aber wie aus dem Nichts tauchten Wölfe auf und schnappten mit ihren mächtigen Kiefern nach den fliehenden Soldaten. Männer stürzten in ihre eigenen Speere, als wäre es ihnen so befohlen worden. Andere rammten ihre Speere in ihre Kameraden, außerstande, sich diesem Zwang zu widersetzen, so sehr sie auch dagegen ankämpften. Blut und Tod und Panik beherrschten den Ort. Die Nacht schien kein Ende zu nehmen, bis es schließlich keinen Ort mehr gab, um sich vor dem unsichtbaren Grauen zu verbergen, vor dem Phantom des Todes, vor den wilden Tieren, die die Armee angriffen.

Am Morgen rückten die Dorfbewohner an, um sich dem Kampf zu stellen und fanden nur Tote vor.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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