Dunkles Begehren - Christine Feehan - E-Book

Dunkles Begehren E-Book

Christine Feehan

4,5
8,99 €

oder
Beschreibung

Zweihundert Jahre sind vergangen, seit Gabriel sich und seinen gefährlichen Zwillingsbruder Lucian in der unterirdischen Welt eines Pariser Friedhofs verborgen hat. Durch merkwürdige Erschütterungen in ihrer Ruhe gestört, erwachen die ungleichen Brüder aus ihrem langen Schlaf und kehren in eine ihnen völlig fremde Welt zurück. Als Gabriel völlig geschwächt um seine Kräfte bangt, trifft er auf eine außergewöhnliche junge Frau, die seinen qualvollen Hunger stillt. Gemeinsam begegnen sie nun Gabriels größtem Feind - seinem eigenen Bruder ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 534




CHRISTINE FEEHAN

DunklesBegehren

Roman

Ins Deutsche übertragen vonKatja Thomsen

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe

des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Deutsche Erstveröffentlichung

Titel der amerikanischen Originalausgabe: Dark Legend

© 2002 by Christine Feehan

By arrangement with The Axelrod Agency, Chatham, NY, USA

Dieses Werk wurde vermittelt durch Interpill Media GmbH, Hamburg

© für die deutschsprachige Ausgabe 2007 by

Bastei Lübbe AG, Köln

Titelillustration: Pino Daeni/Agentur Thomas Schlück

Einbandgestaltung: Nele Schütz Design

Datenkonvertierung E-Book: Urban SatzKonzept, Düsseldorf

ISBN: 987-3-8387-5265-5

Sie finden uns im Internet unter

www.luebbe.de

Bitte beachten Sie auch: www.lesejury.de

Für meine Schwester Ruth,die Heilerin in unserer Familie.

Kapitel 1

Verwirrt erwachte er tief in der Erde. Die erste Empfindung, die er spürte, war Hunger. Kein gewöhnlicher Hunger, sondern eine quälende, überwältigende Gier. Jede Zelle seines Körpers schrie nach Nahrung. Er lag still da, während der Hunger an ihm nagte. Nicht allein sein Körper wurde angegriffen, auch sein Geist war betroffen, sodass er um die Sicherheit aller anderen Lebewesen fürchten musste, Sterbliche und Karpatianer gleichermaßen. Auch seine Seele war in Gefahr. Diesmal breitete sich die Finsternis schnell aus und drohte, seine Seele zu erfassen.

Wer hatte es gewagt, seine Ruhe zu stören? Und wichtiger noch, war auch Lucian erwacht? Gabriel hatte Lucian vor hunderten von Jahren tief ins Erdreich verbannt. Wenn nun Lucian mit ihm erwacht war, geweckt von derselben Störung über der Erde, bestand die Möglichkeit, dass Lucian sich erhob, ehe Gabriel kräftig genug war, um ihn aufzuhalten.

Es fiel ihm schwer, einen klaren Gedanken zu fassen, während der schreckliche Hunger ihn quälte. Wie lange hatte er in der Erde geruht? Er spürte, dass über ihm die Sonne unterging. Selbst nach vielen Jahrhunderten ließen seine Instinkte ihn noch immer zuverlässig spüren, wann der Abend dämmerte und seine Zeit begann. Er war eine Kreatur der Nacht. Die Erde bebte. Gabriels Herz klopfte schneller. Er hatte zu lange gewartet, zu viel Zeit darauf verschwendet, sich zu orientieren und seine verwirrten Gedanken zu ordnen. Lucian erhob sich. Lucians Bedürfnis nach Nahrung würde so drängend sein wie das seine, sein Hunger quälend und unstillbar. Niemand würde Lucian aufhalten, während er, Gabriel, noch so geschwächt war.

Da ihm keine andere Wahl blieb, brach Gabriel durch die Erdschichten, in denen er so lange Zeit geruht hatte, freiwillig begraben, um Lucian an sich zu binden. Der Zweikampf auf dem Pariser Friedhof war eine lange, schreckliche Schlacht gewesen. Lucian und Gabriel hatten beide schwere Verletzungen davongetragen, die sie eigentlich hätten töten sollen. Lucian hatte sich außerhalb des Friedhofs in die Erde zurückgezogen, während Gabriel in der geweihten Erde Zuflucht gesucht hatte. Die vielen Jahrhunderte der trostlosen Finsternis, der endlosen Leere seiner Existenz hatten Gabriel ermüdet.

Doch es war ihm nicht vergönnt, der Morgendämmerung entgegenzutreten, wie es so viele Männer seines Volkes taten. Denn es gab Lucian. Seinen Zwillingsbruder. Lucian war stark und klug, ein geborener Anführer. Es gab niemanden, der geschickt und mächtig genug gewesen wäre, Lucian zu jagen und zu vernichten. Es gab nur ihn selbst, Gabriel. Er hatte einige Lebensspannen damit verbracht, Lucian zu folgen und mit ihm Vampire zu jagen. Dabei hatte er sich immer auf das Gespür seines Bruders verlassen. Es gab niemanden wie Lucian, niemanden, der sich so ausgezeichnet auf die Vampirjagd verstand. Lucian verfügte über eine besondere Gabe. Und doch war auch er schließlich der dunklen Verführung der Macht anheimgefallen, der heimtückischen Versuchung der Blutgier. Lucian hatte seine Seele verwirkt und sich für die Verdammnis entschieden. Er hatte sich in eines der Ungeheuer verwandelt, die er jahrhundertelang verfolgt hatte. Ein Vampir.

Zweihundert Jahre lang hatte Gabriel seinen geliebten Bruder verfolgt, sich jedoch nie ganz von dem Schock erholt, dass Lucian sich der Finsternis verschrieben hatte. Schließlich, nach unzähligen Schlachten, aus denen keiner der beiden siegreich hervorgegangen war, hatte er die Entscheidung getroffen, sich für immer mit seinem Zwillingsbruder im Erdreich einzuschließen. Gabriel hatte Lucian durch ganz Europa verfolgt, sodass ihr letzter Zweikampf schließlich in Paris stattgefunden hatte, einer Stadt der Ausschweifungen und Untoten. Nach dem schrecklichen Kampf auf dem Friedhof, bei dem beide Brüder schwer verletzt worden waren und viel Blut verloren hatten, hatte Gabriel gewartet, bis Lucian schließlich nichts ahnend in der Erde geruht hatte, und hatte dann seinen Bruder an sich gebunden, um ihn für immer unschädlich zu machen. Zwar hatte er den Kampf nicht gewonnen, doch es schien Gabriel die einzige Lösung zu sein. Er war erschöpft und allein, ohne die Unterstützung seines Volkes. Er sehnte sich danach, ewige Ruhe zu finden, konnte jedoch der Sonne nicht begegnen, bis Lucian endlich vernichtet war. Gabriel hatte sich ein schreckliches Schicksal auferlegt, lebendig begraben, gefangen bis in alle Ewigkeit, aber ihm fiel keine andere Lösung ein. Eigentlich hätte es keine Störung geben sollen, und doch war es so gekommen. Die Erde über ihren Köpfen hatte sich bewegt.

Gabriel wusste nicht, wie viel Zeit inzwischen vergangen war, während er in der Erde geruht hatte, doch sein Körper schrie nach Nahrung. Er wusste, dass sein Gesicht aschfahl und ausgezehrt aussah wie das eines alten Mannes. Während er an die Oberfläche stieß, bekleidete er sich und hüllte sich in einen langen Umhang mit Kapuze, um sich vor neugierigen Blicken zu schützen, während er in der Stadt auf die Jagd ging. Selbst diese winzige Geste raubte ihm schon alle Energie. Er brauchte dringend Blut. Inzwischen war er so geschwächt, dass er beinahe gestürzt wäre.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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