Ein Alien mit bösen Absichten - Nova Edwins - E-Book

Ein Alien mit bösen Absichten E-Book

Nova Edwins

4,5

Beschreibung

Tegan Durch merkwürdige Wälder auf fremden Planeten zu streifen, zählt nicht unbedingt zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen. Aber ich suche nach Beweisen, dass es nicht die menschlichen Delegierten waren, die den tödlichen Parasiten von Jittania Prime nach New Terran gebracht haben. Ich ahne bereits, wo ich die so dringend benötigten Beweise finden kann, als sich jemand anschleicht und mich gefangen nimmt. Gordan Als Krieger sind meine Sinne geschärft, sodass ich die Frau schon riechen kann, als sie mein Land betritt. Mir ist klar, dass es eine Falle ist. Eine andere Erklärung gibt es für ihr Auftauchen nicht. Mein Kloshlu ist das beste Gebräu in dieser Galaxie und meine Preise sind unschlagbar. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sie eine Menschenfrau schicken würden, um mich auszuspionieren und mein Rezept zu stehlen. Glauben sie wirklich, dass ich ihr kleines Spielzeug wieder gehen lasse, nachdem ich eine Kostprobe hatte? Magst du deine Aliens besitzergreifend, wortkarg und wenn sie nicht allzu viele Fragen stellen, bevor sie die Protagonistin für sich beanspruchen? Dann bist du hier genau richtig. Dunkle und schmutzige Dark-Sci-Fi-Novelle mit unbändig übertriebener Handlung und Happy End.

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Ein Alien mit bösen Absichten

Tedoleraner 3

Nova Edwins

Übersetzt vonMia Kingsley

Dark Sci-Fi Romance Novelle

Inhalt

Ein Alien mit bösen Absichten

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Über Nova Edwins

Copyright: Nova Edwins, 2019, Deutschland.

Übersetzung: Mia Kingsley, 2020, Deutschland.

Coverfoto: © svetography – stock.adobe.com

Korrektur: http://www.korrekturservice-bingel.de

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

Black Umbrella Publishing

www.blackumbrellapublishing.com

Ein Alien mit bösen Absichten

Tegan

Durch merkwürdige Wälder auf fremden Planeten zu streifen, zählt nicht unbedingt zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen. Aber ich suche nach Beweisen, dass es nicht die menschlichen Delegierten waren, die den tödlichen Parasiten von Jittania Prime nach New Terran gebracht haben.

Ich ahne bereits, wo ich die so dringend benötigten Beweise finden kann, als sich jemand anschleicht und mich gefangen nimmt.

Gordan

Als Krieger sind meine Sinne geschärft, sodass ich die Frau schon riechen kann, als sie mein Land betritt. Mir ist klar, dass es eine Falle ist. Eine andere Erklärung gibt es für ihr Auftauchen nicht.

Mein Kloshlu ist das beste Gebräu in dieser Galaxie und meine Preise sind unschlagbar. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sie eine Menschenfrau schicken würden, um mich auszuspionieren und mein Rezept zu stehlen. Glauben sie wirklich, dass ich ihr kleines Spielzeug wieder gehen lasse, nachdem ich eine Kostprobe hatte?

Magst du deine Aliens besitzergreifend, wortkarg und wenn sie nicht allzu viele Fragen stellen, bevor sie die Protagonistin für sich beanspruchen? Dann bist du hier genau richtig.

Dunkle und schmutzige Dark-Sci-Fi-Novelle mit unbändig übertriebener Handlung und Happy End.

1

Tegan

Endlich schaffe ich es, das Feuer in Gang zu bringen. Die kleinen Zweige knacken, als die Flammen sich langsam durch das Holz fressen. In Ordnung. Und jetzt? Soll ich schon die nächsten, größeren Zweige auf meine improvisierte Feuerstelle legen?

Nimm das, Commander Simpson. Diese sture Frau – wie er es formuliert hat – ist durchaus in der Lage, allein zu überleben. Obwohl es ein paar Standardjahre her ist, dass ich nicht im Labor gehockt habe und tatsächlich draußen unterwegs war, erinnere ich mich noch an die wichtigen Lektionen.

Wasser finden. Kein Problem, denn die Küste ist nicht weit entfernt und ich habe ein Wasserfiltersystem mit dem Gütesiegel Grad 1 dabei.

Von den roten Blättern der Klawa-Pflanze fernhalten, es sei denn, du willst einen furchtbaren Tod sterben, nachdem du vergiftet wurdest. Das zu befolgen, ist nicht unbedingt schwer.

Ein kleines Feuer machen, um bedrohliche Raubtiere abzuschrecken. Das ist der einzige Punkt, bei dem ich mich glücklich schätzen kann, dass es auf Jittania Prime offensichtlich nur wenige Spezies zu geben scheint, die mir besonders gefährlich werden könnten. Die meisten Kreaturen hier sind lediglich »normal« gefährlich. Trotzdem liegt meine Tellurium-Schockwaffe in Reichweite, während ich darauf warte, dass das Feuer größer wird, damit ich den Hopver-Käfer rösten kann, den ich vor ein paar Stunden gefangen habe.

Eine Bleibe finden. Ich habe mein Lager in der Nähe der Küstenlinie aufgeschlagen, direkt am Strand, neben den beeindruckend zerklüfteten Bergen. Irgendwo hier in der Nähe muss sich die Delegation aus Menschen und Aliens mit dem Virus infiziert haben, den sie anschließend mit nach New Terran gebracht haben. Es ist mein Job, die raren Broniabeeren zu finden, damit wir ein Gegenmittel entwickeln können. Außerdem soll ich beweisen, dass es nicht die Menschen waren, die sich zuerst angesteckt haben.

Eine der Frauen aus der Gruppe hat mir erzählt, dass der Boral, der als Reiseleiter fungierte, eine merkwürdige Alien-Prostituierte gevögelt hat und kurz danach die ersten Symptome zeigte. Leider entpuppte sich der Virus als hochgradig ansteckend und bald darauf war die ganze Delegation erkrankt.

Und jetzt habe ich auch noch das Pech, dass mir ein ganz entzückender männlicher Boral zur Seite gestellt wurde, um mir bei der Suche nach den rettenden Beeren behilflich zu sein. Natürlich hat er kein Interesse daran, die Schuld bei einem seiner eigenen Leute zu suchen.

Die Kultur der Borals hat sich mir nie ganz erschlossen. Dabei sind es weniger die vier Arme, die mich irritieren, sondern die Tatsache, dass die Anzahl ihrer Augen ihren sozialen Status bedingt. Je mehr Augen sie haben, desto niedriger stehen sie in der Hierarchie.

Der Reiseführer hatte sechs Augen und ist inzwischen aufgrund des Parasiten gestorben, während mein zweiäugiger Partner denkt, er wäre ein Geschenk des Universums an jede Frau – unabhängig von ihrer Rasse.

Deswegen sitze ich auch gerade allein auf einem Outlaw-Planeten, nur mit dem bewaffnet und ausgestattet, was ich zufällig am Körper trage.

Commander Athik Simpson fing in der Nanosekunde an, mit mir zu flirten, in der mein erster Fuß das Schiff der Interstellaren Friedenskonföderation berührte, das er kommandiert. Je näher wir unserem Ziel gekommen sind, desto beharrlicher wurde er mit seinen Annäherungsversuchen. In seinen Augen ist es ganz klar die Schuld der Menschen, dass der Parasit eingeschleppt wurde, doch er ist großzügig bereit, dieses winzige Detail zu ignorieren, wenn ich mit ihm schlafe.

Ich habe höflich rund ein Dutzend Mal abgelehnt, bevor sein Temperament mit ihm durchgegangen ist. Er hat mich hier mit dem Versprechen abgesetzt, bald wiederzukommen, um meine »Kompromissbereitschaft« zu überprüfen. Wahrscheinlich denkt er, dass ich nicht länger als ein paar Standardstunden durchhalte und ich meine Schenkel aus purer Dankbarkeit für ihn spreize, sobald er zurückkommt, um mich zu »retten«.

Der Kerl kann mir mal den Hintern küssen. Solang das Wetter nicht unerwartet umschlägt, sollte ich keine Probleme bekommen.

Die Flammen fressen sich durch das Holz und ich werfe ein weiteres Scheit auf den Haufen, bevor ich mein Messer nehme, um den Hopver-Käfer vorzubereiten. Ich brauche eine Weile, um ihn auszuweiden. Leider sieht er danach aus, als wäre er in einen ziemlich schlimmen Verkehrsunfall verwickelt gewesen, aber das beeinträchtigt den Geschmack glücklicherweise nicht. Ich spieße das Tier auf einen Stock und hänge es über das Feuer, um den Käfer zu rösten.

Mit einem Seufzen stehe ich auf, strecke meinen Rücken und halte die blutigen Hände so weit wie möglich von mir weg. Ich sollte sie wahrscheinlich abspülen.

Nachdem ich fast den ganzen Tag auf den Beinen gewesen bin und nach den Beeren gesucht habe, bin ich extrem müde und kann es kaum erwarten, etwas zu essen, ehe ich eine Runde schlafen werde.

Es kribbelt in meinem Nacken, weil ich in der Ferne einen Ast knacken höre. Ich drehe mich um und starre mit zusammengekniffenen Augen auf den Wald. Doch es ist zu dunkel, um etwas hinter der ersten Baumreihe zu erkennen. Ich bin mir sicher, dass ich nicht allein bin. Auf meinem Weg habe ich etliche Fallen gesehen, die ein Jäger ausgelegt haben muss, um kleine Tiere zu fangen. Ich habe mir Mühe gegeben, sie nicht versehentlich auszulösen, weil ich mir keinen Ärger einhandeln will. Ich brauche bloß die Broniabeeren, um sie unter Commander Athik Simpsons Nase zu halten. Also nicht wörtlich. Je mehr Abstand zwischen mir und dem Commander ist, desto besser.

Ich habe keine Ahnung, wie oft dieser Jäger seine Fallen überprüft, und ich will es auch gar nicht wissen. Sobald ich die Beeren habe, kehre ich so schnell wie möglich nach New Terran zurück.

Nicht dass dort jemand auf mich warten würde. Mein Leben dreht sich im Grunde nur um meine Arbeit im Labor von Sorayan Tec. Wie lang ist es eigentlich her, dass ich mit meinem Ex Chester Schluss gemacht habe? Offenbar ziemlich lang, denn ich kann mich nicht einmal erinnern.

Mit einem Achselzucken laufe ich zum Wasser, da das Blut des Hopver-Käfers bereits trocknet, was sich nicht unbedingt gut anfühlt. Es ist wieder absolut still, als ich mich vorbeuge und meine Hände wasche.

Meine Schuhe habe ich bereits ausgezogen, denn nach dem langen Marsch haben meine Füße mich umgebracht. Als Wissenschaftlerin, deren Hintern permanent an ihrem Laborstuhl klebt, bin ich nicht in der besten Form, um den ganzen Tag durch merkwürdige Alien-Wälder zu marschieren.

Das Wasser fühlt sich so gut an, dass ich einen Blick zu meinem kleinen Camp werfe. Es wird eine Weile dauern, bis der Käfer fertig geröstet ist, und ich bin ziemlich verschwitzt. Da ich – von den kleinen Tieren im Wald abgesehen – allein zu sein scheine, spricht eigentlich nichts gegen ein schnelles Bad.

Soweit ich mich erinnere, leben keine gefährlichen Meeres-Raubtiere auf Jittania Prime. Vorsichtig werde ich natürlich trotzdem sein.

Mit dem Rücken zum Wasser ziehe ich mich aus, nur um sicherzugehen, dass keine unerwünschten Gäste plötzlich aus dem Unterholz hervorbrechen. Ich halte den Blick auf die Bäume gerichtet, doch nichts und niemand rührt sich. Es ist dunkel und wirklich ruhig.

Ich streife mein Shirt ab und öffne den Knopf meiner Cargohose. Immer noch nichts. Also ziehe ich die Hose aus und reiße mir den BH samt Höschen praktisch vom Leib. Nach dem Tag, den ich hatte, fühlt sich das geradezu fantastisch an.

Der erste Mond steht bereits hoch am Himmel, die beiden kleinen steigen gerade. Leider habe ich kein Wissen darüber, zu welcher Uhrzeit das passiert. Es könnte früher Abend sein oder mitten in der Nacht. Um ehrlich zu sein, ist es mir sogar egal. Ich möchte mich nur noch waschen, etwas essen und schlafen.

Das Wasser fühlt sich kälter an, als ich erwartet habe, und ich schnappe nach Luft. Trotzdem ist es ein Segen auf meiner erhitzten Haut und ich laufe noch ein bisschen weiter hinein, bis das Wasser mir ungefähr zum Bauchnabel reicht. Ich halte den Atem an und tauche einmal komplett unter. Mein Haar treibt um meinen Kopf und als ich mich wieder erhebe, sehe ich nichts, weil die nassen braunen Strähnen an meinem Gesicht kleben.

Mit einem leisen Lachen schiebe ich mein Haar wieder nach hinten und starre prompt auf eine unglaublich breite rote Brust, die nur so vor Muskeln strotzt. Eine sehr nackte und sehr, sehr männliche Brust.

Mein Herz hämmert gegen meine Rippen und ich brauche meinen ganzen Mut, um hochzuschauen. Der Kerl hat einen kantigen Kiefer und ein finsteres Lächeln auf den Lippen. Ich kann seine kobaltblauen Augen ohne Probleme in der Dunkelheit erkennen, weil sie von innen heraus leuchten.

Mein Gehirn verarbeitet die gesammelten Daten und teilt mir das Ergebnis der Analyse mit – vor mir steht ein Krieger-Alien vom Planeten Tedoleran. Oder wie ich es formulieren würde: Ich bin am Arsch.

Ich stolpere nach hinten, versuche, mich mit meinen Händen zu bedecken, und rechne aus, wie hoch die Chance ist, dass ich es bis zur Feuerstelle schaffe, denn dort liegt meine Schockwaffe.

Das Alien ist viel schneller als ich. Er packt mich und hebt mich aus dem Wasser, als würde ich rein gar nichts wiegen. Ich habe keine Gelegenheit, überhaupt meinen Protest zu formulieren, ehe er mich über seine Schulter wirft.

»Warte!«, keuche ich.

Aber er ignoriert mich und lässt seine große Hand wie eine Warnung auf meinen Hintern klatschen, während er sich umdreht und zum Strand läuft.

»Stopp! Du lässt mich sofort runter!«

Das Alien ist ruhig, marschiert einfach über den Strand in Richtung Wald. Wir passieren meine Feuerstelle und den Käfer, den ich eigentlich gerade röste. Meine Kleidung liegt in der Nähe des Wassers und mir wird schlagartig klar, dass ich splitterfasernackt bin. Der Gedanke versetzt mich in Panik und ich beginne, mit den Fäusten auf seinen starken Rücken zu trommeln.

»Du hältst jetzt sofort an, Arschloch!«