Verlag: AAVAA Verlag Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2012

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Hörprobe anhören Zeit: 7 Std. 11 Min. Sprecher: Uta Simone
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E-Book-Beschreibung Ein Iglu für zwei - Sabine Richling

Was passiert, wenn man mit einem berühmten Musiker gesehen wird? Genau in diese Lage gerät Malina. Denn alle Welt schaut jetzt auf sie und denkt, sie wäre mit ihm zusammen - weshalb sie sich am liebsten an den Nordpol verkriechen würde. Um der allgemeinen Aufmerksamkeit zu entgehen, zieht sie sich zurück. Doch dann begegnet sie dem aufgeblasenen Schürzenjäger erneut …

Meinungen über das E-Book Ein Iglu für zwei - Sabine Richling

E-Book-Leseprobe Ein Iglu für zwei - Sabine Richling

Sabine Richling

Ein Iglu für Zwei

Liebesroman

© 2012 AAVAA Verlag

Alle Rechte vorbehalten

1. Auflage 2012

Umschlaggestaltung: AAVAA Verlag, Berlin

Coverbild: iStockphoto:  Bright Glowing Heart, 21155688

Printed in Germany

ISBN 978-3-8459-0326-2

AAVAA Verlag

www.aavaa-verlag.com

eBooks sind nicht übertragbar! Es verstößt gegen das Urheberrecht, dieses Werk weiterzuverkaufen oder zu verschenken!

Überreden gilt nicht

„Eigentlich möchte ich da nicht hin“, entgegne ich Lucy. „Ich kenne diesen Sänger schließlich nicht, und wenn ich’s mir so recht überlege, habe ich schon etwas anderes vor.“

Jedenfalls hypothetisch gesehen.

Ich denke nicht, dass meine Ausrede sonderlich überzeugend wirkt, aber versuchen kann man es doch mal.

„Doch, du gehst!“

Lucy legt mir die Einladung vor die Nase auf den Tisch. Ich werde wieder mal weichgeklopft. Wie so oft. Geht bei mir völlig problemlos. Mein Schicksal scheint besiegelt.

Lucy hatte an einem Gewinnspiel teilgenommen, bei dem der Hauptgewinn dieser Sänger war. Genaugenommen ein gemeinsames Essen mit ihm. Sie hat doch tatsächlich gewonnen, aber nun keine Zeit, den Termin wahrzunehmen, da ihr Chef sie nach Deutschland beordert hat. Sie soll dort einen Vortrag am archäologischen Institut Hamburg über die Methoden der Archäologie halten. Lucy ist Archäologin. Hat schon viel ausgegraben. Ein wirklich interessanter Beruf. Er ist ein bisschen artverwandt mit meinem. Ich bin Völkerkundlerin.

Genetisch betrachtet bin ich ein halber Inuit. Andere sagen Eskimo. Mein Vater ist Inuit, doch äußerlich bin ich das Ebenbild meiner schwedischen Mutter. Ihre himmelblauen Augen und das fast silbern glänzende Haar haben sich bei mir vollends durchgesetzt. Aus mir wurde ein Mischling, der absolut nicht gemischt aussieht. Nur der ausgeprägte Zartbitterschokoladenteint meines Vaters verwandelte meinen Hautton in einen dezenten Vollmilchteint. Ich bin also eine Vollmilchschwedin. Dafür habe ich das Temperament meines Vaters geerbt. Ich bin so unterhaltsam wie eine Schlaftablette. Ruhig und in mich gekehrt. Am liebsten sitze ich auf einem Eisblock und schaue ins arktische Meer.

Seitdem ich in New York lebe, sehe ich ab und zu aus dem Fenster. Mein bester Freund ist mein Computer. Ich schreibe viel. Im September veröffentliche ich mal wieder ein Buch. Das fünfte an der Zahl. Da ich Völkerkundlerin bin, liegt es natürlich nahe, worüber ich schreibe. Viermal bereits habe ich mich für einige Zeit einem Indianervolk angeschlossen, dessen Kultur und Lebensart beobachtet und mit den Menschen eines Stammes zusammengelebt. Für einen scheuen Menschen wie mich eine Herausforderung und auch Überwindung.

Die Ureinwohner Australiens faszinieren mich enorm. Leider leben auch sie, ebenso wie die Indianer Nordamerikas, in Reservationen. Ich schloss mich einem kleinen Stamm der Aranda an und lebte gut fünf Monate unter ihnen in der Wüste Australiens. Es war eine aufregende Zeit. Unvergesslich. Meine Erlebnisse und Erfahrungen schrieb ich in meinem letzten Buch nieder. Es kommt in zwei Monaten auf den Markt.

Ich will die Missstände mit meinen Büchern an die Öffentlichkeit bringen. Informieren und Verständnis aller Völker für andere Völker gewinnen. Das ist mein Ziel.

Warum ich mich dafür so ausspreche? Vielleicht, weil ich in einer Welt aufgewachsen bin, die anders war, in der meine Hautfarbe zu einem Problem wurde.

„Hör zu, Malina“, Lucy redet auf mich ein, „ist dir denn nicht klar, wer dieser Danny ist?“

Eigentlich ... nein.

Ich schaue Lucy unschuldig in die Augen.

„Er könnte die Inkarnation von John Lennon sein und du würdest es nicht wissen, nicht wahr?“

Wäre möglich.

„Wie auch immer. Einer muss dorthin. Und da ich ausgerechnet an diesem Tag was anderes zu tun habe, bleibst nur du übrig. Er ist ein wahrer Traummann, Malina.“

Sie hält sich das Foto von Mr. Greyeyes an die Brust und tanzt verträumt durch den Raum.

Wenn ich ihre Freude doch nur teilen könnte. Aber man kann von mir nicht gerade behaupten, ich sei besonders begeisterungsfähig. Lucy würde ich eher mit einem tobenden Fluss vergleichen, während ich der stille und starre See bin. Mein Enthusiasmus hält sich für gewöhnlich in Grenzen. Vor allem, wenn es sich um Rocksänger handelt, die ich nicht kenne und mit denen ich gegen meinen erklärten Willen essen gehen muss.

Das kleine Dorf auf Grönland, in dem ich aufgewachsen bin, war so abgeschieden, dass mir die halbe westliche Welt absolut fremd war. Nachdem ich Grönland verlassen hatte, führte sich etwas fort, was bereits in meiner Kindheit begonnen hatte. Das Gefühl, fremdartig zu sein.

Mein Problem seit meiner Geburt war, ein Mischling zu sein. Ein Mischling, der niemals aussah wie einer, sondern eher wie jemand von einem anderen Stern. Meinem älteren Bruder Namid beschied das Schicksal mehr Glück. Unser Vater hatte bei seiner Zeugung alles gegeben und ein fast vollständiges Abbild seiner selbst produziert.

So viel zu meinem Problem. Warum das ein Problem war?

Kinder können ja so grausam sein. Namid nahm seine Rolle als älterer Bruder sehr ernst und verprügelte regelmäßig unsere Mitschüler, um mich vor ihren Hänseleien zu schützen. Mein europäisches Aussehen passte gar nicht in diese Gegend. Ich passte irgendwie nicht dahin. Jedenfalls fühlte es sich so an.

Zum Glück musste ich nicht ewig zur Schule gehen. Nicht in diese.

Als mein Bruder und ich alt genug waren, zeigte unser Vater uns überlebenswichtige Tricks, spannte unsere Hunde vor den Schlitten und durchzog mit uns ein paar Tage die arktische Eiswüste. Wir lernten, wie man Schneehütten baut und Robben jagt.

Die Ausflüge in den ewigen Schnee und die eisige Welt der Gletscher mit meinem Vater bleiben in meiner Erinnerung unauslöschlich. Die Einsamkeit, der Wind, die Sonne; heute noch verspüre ich die Verbundenheit mit der ungezähmten Natur des Nordens.

Ich lernte früh, mich in der rauen Landschaft allein zurechtzufinden. Gleichzeitig hatten – aufgrund fehlender Möglichkeiten – meine charakterlichen Schwächen alle Zeit der Welt, sich zu multiplizieren. Die Einsamkeit schenkte mir Isolation und gehörte zu mir wie ein Körperteil. Die einzige Freundin, die ich mir erarbeitet hatte, schnappte sich meinen einzigen Freund nach sieben gemeinsamen Jahren. Sie sind heute verheiratet.

Kurz nach der Schmach, meinen ersten und bis heute einzigen Freund eingebüßt zu haben, noch dazu an meine beste Freundin, verließ ich meine Heimat. Ich wollte studieren, wollte in die große Welt. Also ging ich nach New York.

Während des Studiums lernte ich meine heute beste Freundin Lucy kennen. Obwohl ich eine Art „Beste-Freundin-Trauma“ entwickelt hatte, wagte ich das „Freundin-Risiko“ erneut. Bis heute ist alles bestens gelaufen mit Lucy. Aber ich hatte ja auch noch keinen neuen Freund. Die letzten fünf Jahre war ich ohne nennenswerte männliche Begleitung.

Aber da ist ja auch noch Lucy. Wir wohnen zusammen. Besser gesagt, wir teilen uns eine Wohnung. Sie ist ständig unterwegs. Auf irgendwelchen Tagungen oder Ausgrabungen.

Warum zwingt sie mich nur zu diesem Treffen mit einem Rockstar oder Star gleich welcher Art, der mir absolut unbekannt ist? Mein Musikgeschmack hinkt dem Zeitgeist hinterher. Habe ich überhaupt einen? Wenn ich ehrlich bin, weiß ich eigentlich kaum, was gerade so „in“ ist auf dem Musikmarkt. Ich höre gar nichts an Musik. Was ist Musik? Falls Lucy mal zu Hause ist, höre ich ihr Gedudel unfreiwillig mit. Mag sein, dass dieser Sänger da schon mal mit von der Partie war. Wie hieß er doch gleich? Danny Greyeyes. Ich soll mich mit Danny Greyeyes treffen. Browneyes wären mir lieber.

 „Malina, du musst mir unbedingt alles ganz genau erzählen, hörst du? Nimm am besten eine Kamera mit und mach dir Notizen, damit du nichts vergisst!“

„Ich soll ihn fotografieren? Das ist mir zu doof.“

„Aber natürlich wirst du Fotos machen. Jeder Fan würde das machen.“

Bin ich etwa ein Fan?

„Außerdem solltest du unbedingt mal ein paar Lieder von ihm hören, damit du weißt, um wen es geht.“

Lucy läuft zu ihrem CD-Ständer und zieht drei Scheiben aus dem Regal. Sie kommt auf mich zu und drückt sie mir in den Bauch.

„Hier, hören und die Titel auswendig lernen, klar?!“

Klar.

„Muss ich da denn wirklich hin? Ich meine, kennst du keine andere, die sich darüber freuen würde? Warum gerade ich?“

Lucy lacht herzerfrischend und wuselt mir durchs Haar.

„Sicher doch. Aber du bist genau die Richtige dafür.“

Ich? Wieso?

„Außerdem treibst du dich viel zu viel mit irgendwelchen Buschmännern herum, statt das wahre Leben kennenzulernen.“

Freiwilliger Zwang

Lucy ist in Hamburg. Sie bearbeitete mich noch einen Tag und eine halbe Nacht, bevor sie die Wohnung mit ihrem Koffer verließ. Das wäre im Grunde nicht nötig gewesen. Ich hätte nicht gewagt, mich ihrem Willen zu widersetzen. Wenn Lucy beschließt, dass ich Mr.Greyeyes treffen soll, dann mache ich das. Ob ich das will oder nicht.

Ich sitze auf dem Sofa und höre Dannys Musik. Sie gefällt mir. Etwas rockig und doch sanft. Mein Zeigefinger rührt in meinem Haar herum und sucht nach einer geeigneten Strähne, die er umwickeln kann. Der Finger ist zu kurz. Das Haar rollt sich doppelt und dreifach um den Finger, solange, bis er nicht mehr zu sehen ist. Müsste das Haar mal wieder etwas kürzen. Oder längere Finger …?

Das Telefon reißt mich aus meiner Lethargie.

Hallo, sind Sie Miss Lucy Atkinson?, hallt mir eine hohle Stimme aus dem Hörer direkt in den Gehörgang.

Nein, die ist nicht da. Mein Name ist Malina Bergstroem. Kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen?

Stille. Knacken. Rascheln. Geflüster.

Wissen Sie, wann sie wieder zu erreichen ist?

Erst wieder in drei Tagen, erwidere ich. Worum geht es denn, mit wem spreche ich überhaupt?

Stille. Rascheln. Knacken. Geflüster.

Mein Name ist Adam Fox. Ich bin Danny Greyeyes Manager. Miss Atkinson hat unseres Wissens den Hauptpreis gewonnen. Ein Abendessen mit Danny. Wissen Sie etwas darüber? Ich wollte die weiteren Formalitäten mit ihr absprechen.

Ähm, nun ja. Die werden Sie wohl mit mir absprechen müssen. Miss Atkinson hat mir ihren Gewinn abgetreten.

Stille. Rascheln. Knacken. Geflüster.

Also gut. Verraten Sie mir dann Ihren Namen?

Malina Bergstroem heiße ich.

Ich spüre meinen Pulsschlag überall. Eigentlich will ich das nicht machen. Aber könnte ich Lucy enttäuschen? Könnte ich überhaupt einen Menschen mutwillig enttäuschen? Außer mich selbst. Mich enttäusche ich pausenlos. Weil ich es nie schaffe, meinen eigenen Willen durchzusetzen. Ich lasse mir lieber einen fremden Willen aufdrücken. Ist einfacher.

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