Beschreibung

Ungemein witzig, intelligent und brillant geschrieben - ein Juwel der Romantic Comedy! Ein Leben zwischen Pumps und Pampers. Lulu Knospe ist erfolgreiche Filmkritikerin und alleinerziehende Mutter. Unterstützt wird sie von ihrem Ex-Lover und von einem verwirrend attraktiven Babysitter, der mit Bravour Windeln wechseln und küssen kann. Mitten in das turbulente Alltagschaos stößt dann auch noch Robert hinzu, der weltgewandte Fernsehmanager, der Lulus Talent entdeckt und sie zum Star machen will. Mit Tochter Lilli auf dem Arm und frechen Sprüchen auf den Lippen muss sie sich entscheiden: Kind oder Karriere? Lulu geht - wie nicht anders zu erwarten - einen unkonventionellen Weg... Wenn Du erfahren willst, wie es in Lulus turbulentem Leben weitergeht, lies auch "Männer-Mix auf Eis" und "Ein Mann mit Sahnehäubchen". Außerdem von Nina Kresswitz erschienen: Die Männertest-AG, Kuschelkurs für Anfänger, Ich will alles!, Ferien auf Sylt-Krokan.

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Seitenzahl: 262

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Über die Autorin

Nina Kresswitz wurde 1960 in Regensburg geboren. Sie studierte in München Romanistik und Archäologie. 1996 kam ihre Tochter Anna zur Welt.

Nina Kresswitz
Ein Mann zum Nachtisch

Roman

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabedes in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Originalausgabe:

Copyright © 2001/2015 by Bastei Lübbe AG, Köln

Titelbild: © shutterstock/Cara-Foto

Umschlaggestaltung: Jeannine Schmelzer

Datenkonvertierung E-Book:

hanseatenSatz-bremen, Bremen

ISBN 978-3-7325-0797-9

Sie finden uns im Internet unter www.luebbe.deBitte beachten Sie auch: www.lesejury.de

Ich gebe es ja zu: Ein Mann zum Nachtisch, das ist eine überaus verlockende Vorstellung. Und eine figurfreundliche außerdem. Nicht dass mein Singledasein völlig unbemannt wäre, doch ich bin wachsam. Es ist immer dasselbe: erst auf Wolke sieben surfen, dann kommt der Absprung, und schließlich heißt es mal wieder: Wasser Marsch! Ganze Familienpackungen Tempotaschentücher habe ich schon mit meinen heißen Tränen durchtränkt.

Das kann mir bei diesem Exemplar nicht passieren. Er ist jung. Er ist süß. Und er ist im Fernsehen. In Sicherheitsverwahrung hinter Glas. Bitte nicht füttern.

Mmmh. Lecker. Jetzt bloß ganz schnell schwach werden. Tollkühne Hingabe wäre genau richtig. Verworfener Genuss. Meine Augen klettern an den geöffneten Hemdknöpfen hinunter und verweilen kurz im anmutig gepiercten Bauchnabel. Sooo süß. Und so kalorienarm! Das Beste aber ist, dass er garantiert nicht »weißt duuu« sagt und dass er ebenso garantiert nicht »an der Beziehung arbeiten« will.

Er lächelt. Ich könnte seine große Schwester sein. Ich lächele zurück. Wenn er mich jetzt sehen könnte, dächte er bestimmt: Holla, da ist ja noch Leben in den Ruinen. Ich kann ihn sogar verstehen. Als ich zwanzig war, dachte ich schließlich auch, dass sich Menschen jenseits der dreißig in erkaltete Neutren verwandeln.

Ich wackle mit den Ohren. Das soll eine prima Gesichtsgymnastik sein. Zehn Minuten Ohrenwackeln täglich sind so gut wie ein Mittelklasselifting. Ich wackle.

Ein Kontrollblick in den Spiegel. Oh nein! Aber was kann schon dabei herauskommen, wenn man sich gleichzeitig die Lippen anmalt, mit den Ohren wackelt und noch dazu gebannt einen Videoclip sieht mit diesem wie heißt er noch, Ricky? Micky? Maus? Nun habe ich dunkelrote Zähne. Halloweenverdächtig, aber nicht gerade vertrauenerweckend. Also Boxenstopp im Badezimmer. Ich greife zur Zahnbürste.

Heftig schrubbend schlendere ich zurück zum Fernseher. Rickymaus ist inzwischen vom Bett gesprungen und demonstriert die überaus geschmeidige Beweglichkeit seiner Hüften. Der Junge steht wahrlich nicht im Verdacht, sich als Mann fürs Leben anzudienen. Der ist zum Vernaschen gedacht.

Zartbitteres Mousse au chocolat mit einer Spur Zitronensorbet an schwer beschwipster Erdbeersauce.

Ein letzter Blick auf das entfesselt tanzende Dessert, dann geht es zurück ins Badezimmer. Ich lächele nun zur Abwechslung mal mein Spiegelbild an. Es hat lange gedauert, bis ich mich mit mir selbst angefreundet habe. Aber ausgerechnet diese Freundschaft erfüllt die meisten Männer mit allergrößter Eifersucht. Sie lieben dich so, wie du bist, doch, doch. Aber könntest du nicht ein bisschen mehr dies? Und ein bisschen weniger das? Und was ich dir immer mal sagen wollte ...

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