Ein Traum für uns - Marie Force - E-Book
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Beschreibung

Can’t buy me love Mary Larkin liebt ihren Job im Green-Mountain-Countrystore der Familie Abbott und ihr ruhiges, wohlgeordnetes Leben. Mit der Ruhe ist es jedoch vorbei, als der weltgewandte Patrick Murphy auf der Bildfläche erscheint. Der attraktive Milliardär erobert Marys Herz im Sturm, und die beiden verbringen glückliche Tage voller Gefühl und Leidenschaft miteinander. Aber kann Mary Patricks Liebeschwüren trauen? Schließlich ist er als Lebemann bekannt, der seit dem Tod seiner ersten Frau nie wieder eine echte Beziehung geführt hat … ›Ein Traum für uns‹ von Marie Force ist der achte Band der Bestseller-Reihe ›Lost in Love – Die Green-Mountain-Serie‹ und zugleich ein in sich abgeschlossener, romantischer und knisternder Liebesroman. Lass dich entführen … … in die unberührte Natur Vermonts, … in eine idyllische Kleinstadt, ... in eine Großfamilie, die glücklich macht, … und finde die ganz große Liebe! Die ›Lost in Love – Die Green-Mountain-Serie‹ Band 1: Alles, was du suchst Band 2: Kein Tag ohne dich Band 3: Mein Herz gehört dir Band 4: Schenk mir deine Träume Band 5: Sehnsucht nach dir Band 6: Öffne mir dein Herz Band 7: Jede Minute mit dir Band 8: Ein Traum für uns Die Kurzgeschichten zu: Die ›Lost in Love – Die Green-Mountain-Serie‹ Kurzgeschichte 1: Endlich zu dir Kurzgeschichte 2: Ein Picknick zu zweit Kurzgeschichte 3: Ein Ausflug ins Glück Kurzgeschichte 4: Der Takt unserer Herzen Kurzgeschichte 5: Ein Fest für alle

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Leseprobe zu:

MarieForce

EIN TRAUM FÜR UNS

Lost in Love Die Green-Mountain-Serie 8

Aus dem Amerikanischen von Lena Kraus

FISCHER E-Books

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© S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

Inhalt

123456789101112131415EpilogDanksagung

1

Möchtest du auf Solidität und Sicherheit bauen, oder bist du bereit, Risiken einzugehen, um die Chance zu haben, etwas Großes zu erreichen?

Jimmy Johnson

Er hatte einen Wagen geschickt. Als er das zum ersten Mal erwähnt hatte, war ihr allein das Konzept so fremd gewesen, dass es sie völlig aus der Bahn geworfen hatte. Warum sollte sie sich von jemandem chauffieren lassen, wenn sie sehr gut selbst fahren konnte? Aber er hatte darauf bestanden, und jetzt, wo der große Tag endlich da war, war sie froh, dass sie nicht selbst quer durch Vermont fahren musste. Sie war viel zu nervös, um zwei Stunden Auto zu fahren, bevor sie den Mann traf, der als Erster seit Jahren ihr Interesse hatte wecken können.

Und es war auch nicht irgendein Mann. Ganz im Gegenteil, es war Patrick Murphy, der Patrick Murphy. Der milliardenschwere Unternehmer, der aus Gründen, die sich immer noch ihrem Verständnis entzogen, ein Auge auf sie geworfen hatte. Schon seit Wochen bekam sie Anrufe von ihm, in denen er mit ihr flirtete, sie aber auch tiefgehende Gespräche über das Leben und die Liebe und Familie und alles, was ihr am meisten am Herzen lag, führten.

Sie hatten sich auf der Hochzeit seiner Tochter Cameron mit Will Abbott kennengelernt, und anfangs hatte Mary darauf gewartet, dass er das Interesse an ihr verlor. Natürlich würde er sich nicht lange für sie interessieren! Er war Patrick Murphy, und sie war … Na ja, sie war einfach Mary Larkin mit einem spektakulär uninteressanten Leben, mit dem es ihr ganz gutging.

Was um alles in der Welt konnten sie denn schon gemeinsam haben?

Aber er rief weiter an, und er flirtete weiter, und er sprach weiter von ihrer »Freundschaft«, als sei es eine Art Beziehung, und ganz ehrlich, wie sollte das überhaupt möglich sein? Er lebte in New York City – wo sie noch nie gewesen war – und sie irgendwo in Vermont in der Pampa.

Es wollte ihr einfach nicht in den Kopf. Die gesamte Situation lag so weit außerhalb von allem, womit sie Erfahrung hatte. Sie hatte keine Ahnung, was sie von diesem gemeinsamen Wochenende, zu dem er sie letztendlich hatte überreden können, erwarten sollte.

Wollte er …? Oje, sie war nahe daran, eine ausgewachsene Panikattacke zu erleiden, sie musste sich zusammenreißen! Er würde in Burlington auf sie warten, und sie wusste nicht, was er dann geplant hatte. Er hatte nichts gesagt, und sie hatte nicht gefragt. Sie hatte es gerade so geschafft, ja zu dem Wochenende zu zweit zu sagen. Und er hatte sie überredet, sich den Freitag freizunehmen, damit sie mehr Zeit zusammen hatten.

Sie trafen sich am anderen Ende von Vermont, weil sie beide noch nicht bereit dazu waren, ihre Freundschaft oder Beziehung, oder was auch immer es war, in Butler offiziell zu machen. Das war doch verrückt! Was machte sie hier nur auf dem Rücksitz eines glänzenden schwarzen Mercedes, in dem sie durch Vermont kutschiert wurde? Sie war noch nie von irgendwem irgendwohin gefahren worden, außer vielleicht kurze Strecken mit Freunden oder Familie. Dass jemand in einem schwarzen Anzug mit einem Auto wie diesem bei ihr zu Hause auftauchte, war komplett surreal.

Diese ganze Situation mit Patrick war komplett surreal. Er war surreal. Sie würden jetzt zweieinhalb Tage und zwei Nächte miteinander verbringen. Sicherlich würde während dieser Zeit irgendetwas passieren, das sie die andere Seite sehen ließ, die Seite von ihm, die er bisher vor ihr versteckt gehalten hatte. Sie hatte sich mental darauf vorbereitet, wie sie mit dem Ende dieses »Flirts«, oder wie auch immer man das nennen mochte, umgehen würde.

Denn sie war sich sicher, dass es enden würde, spätestens, wenn er jemand Neues traf, eine schickere Frau als sie, eine, die in der Stadt in seiner Nähe wohnte. Eine Frau, die für ihn so viel bequemer wäre, als sie es je sein würde.

Sie fragte sich, ob er auch nur annähernd so nervös war wie sie, während er in Burlington auf sie wartete. Als sie eben mit ihm gesprochen hatte, klang er, als würde er sich nicht im Geringsten Gedanken machen. Worüber sollte er sich auch Sorgen machen? Er machte so etwas wahrscheinlich ständig. Romantische Wochenendausflüge mit seiner aktuellen Flamme waren für ihn sicher an der Tagesordnung.

Es war nicht so, als wäre sie noch nie mit einem Mann zusammen gewesen. Natürlich hatte sie Beziehungen gehabt. Auf dem College war sie drei Jahre lang mit einem Mann zusammen gewesen. Sie hatte gedacht, dass sie eines Tages heiraten würden, aber er hatte andere Pläne gehabt, in denen für sie kein Platz war. Es hatte ein wenig gedauert, bis sie darüber hinweggekommen war, und als sie es endlich geschafft hatte, fing ihr Alter schon mit einer Drei an, und die Auswahl war entschieden kleiner geworden. Als aus der Drei eine Vier wurde, waren ihr Freunde, Familie und die Arbeit längst wichtiger geworden als die Partnersuche. Sie war in ihrer Kirchengemeinde aktiv und half in der Suppenküche mit, die in einem Nachbarort Bedürftige versorgte.

Es war Jahre her, dass sie ernsthaft mit jemandem ausgegangen war, und sie war überhaupt noch nie mit jemandem wie Patrick Murphy verabredet gewesen. Er war unglaublich gutaussehend – wie ein Filmstar. Den einen Tag, den sie bisher in seiner Gegenwart verbracht hatte, bei der Hochzeit seiner Tochter, hatte sie nicht aufhören können, ihn wie ein verknalltes junges Mädchen anzustarren – was der reifen, vernünftigen Frau, die sie war, ganz und gar nicht gefiel. Als sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte, Cameron war mit ihm ins Büro gekommen, hätte sie bei der Begrüßung fast kein Wort herausgebracht.

Sie hatte natürlich schon von ihm gehört, gewusst, wer er war. Sie hatte von seinem finanziellen Erfolg und seinen Immobiliengeschäften in New York gelesen, von seiner Hotelkette, zu der mittlerweile Hotels auf der ganzen Welt gehörten, ganz zu schweigen. Vor allem nachdem Cameron nach Butler gezogen war, hatte Mary mehr über ihn gelesen, aber ihm dann persönlich zu begegnen war etwas ganz anderes gewesen.

Außerdem war er unglaublich charismatisch, umgänglich und charmant, und sie fand ihn wahnsinnig anziehend. Es war so gut wie unmöglich, ihn nicht zu mögen, und sie hatte es wirklich versucht. Sie hatte alles getan, um sich selbst davon zu überzeugen, dass es überhaupt keinen Sinn hatte, sich auf jemanden wie ihn einzulassen.

Je öfter sie sich das gesagt hatte, desto häufiger hatte er ihr das Gegenteil bewiesen: dass es nämlich unglaublich viele gute Gründe gab, sich auf ihn einzulassen. Mit der Zeit hatte er ihren Widerstand zunichte gemacht. Sie konnte seinem Charme, seinem Humor und seinem Sexappeal einfach nicht widerstehen. Lieber Gott, dieser Mann war sexy! Männer in den Fünfzigern sollten eigentlich um die Mitte weich werden und ein Doppelkinn entwickeln, aber Patrick Murphy zeigte nicht die geringsten Anzeichen seines Alters. Sein Kinn war wie gemeißelt, und wenn die Muskeln, die sie unter seinem Hemd gespürt hatte, als sie auf Camerons Hochzeit miteinander getanzt hatten, echt waren, hatte er auch keinen Bierbauch.

Und er achtete genau auf alles, was sie sagte oder tat. In jeder einzelnen Minute, die sie mit ihm verbrachte, ob in Person oder am Telefon, bei ihm fühlte sie sich mehr »gesehen« und »gehört« als je zuvor. Wenn er sein Interesse nur vortäuschte, war er ein verdammt guter Schauspieler.

»Wir erreichen unser Ziel in etwa fünfzehn Minuten, Ma’am«, sagte der Fahrer und durchbrach damit ihr langes Schweigen.

Mary bekam sofort Panik. Das war bei weitem nicht mehr genug Zeit, um sich auf ein Wiedersehen mit ihm vorzubereiten! »Danke schön«, sagte sie zu dem Fahrer, während sie hektisch in ihrer Handtasche wühlte und ihre Bürste, ihren Taschenspiegel und ihren Lippenstift hervorholte. Wem machte sie hier eigentlich etwas vor? Selbst wenn sie noch fünfzehn Stunden Zeit hätte, wäre das immer noch nicht Zeit genug, um sich auf ihr Wiedersehen vorzubereiten.

Sie hatte sorgfältig ausgesucht, was sie anhatte: Jeans und einen schokobraunen Pullover, beides aus dem Green-Mountain-Country-Store, wo sie arbeitete. Eine ihrer Kolleginnen hatte ihr gesagt, dass die Farbkombination ihr schmeichele. Bevor sie aus dem Haus gegangen war, hatte sie das äußerst normale braune Haar, dass sie seit dem letzten Sommer wachsen ließ, und die genauso normalen braunen Augen, die voller Angst gewesen waren, eingehend im Spiegel betrachtet.

Was habe ich mir nur dabei gedacht, mich zu diesem Wochenende überreden zu lassen?

Er wollte, dass sie ihn in New York besuchte, aber dazu war sie nun wirklich noch nicht bereit, also hatten sie einen Kompromiss geschlossen und trafen sich jetzt in Burlington. Bis heute Morgen hatte sie gedacht, dass er akzeptiert hatte, als sie sagte, dass sie selber fahren würde. Aber das war, bevor der Wagen vor ihrem Haus hielt und der Fahrer an ihrer Haustür klingelte und damit ihre Pläne über den Haufen warf.

»Mr Murphy hat mich geschickt, um Sie abzuholen«, hatte Bob, der Fahrer, gesagt.

»Ach, wirklich?«

Mary wusste, dass sie das eigentlich nicht hätte überraschen dürfen. Patrick hatte ihr längst bewiesen, dass große Gesten ihm nicht fremd waren. Drei Tage nach Camerons Hochzeit hatte er ihr ein riesiges, atemberaubend schönes Blumenarrangement geschickt. Auf der Karte stand Ich denk an dich, P. Sie hatte angenommen, dass sie danach nie wieder von ihm hören würde. Aber die Blumen waren erst der Anfang gewesen. Es folgte eine lange Reihe von mittlerweile täglichen Anrufen und aufmerksamen Geschenken, die regelmäßig bei ihr eintrafen.

Während sie mit dem wunderschönen silbernen Anhänger spielte, den er ihr ebenfalls geschickt hatte, erinnerte sie sich, wie sie sich hatte eingestehen müssen, dass es funktionierte – sie ließ sich auf ihn ein. Wie sonst könnte sie den Wahnsinn erklären, der sich in ihrem normalerweise so vernünftigen Kopf breitgemacht hatte? Die Tagträume auf der Arbeit, die verschlafenen Morgen, nachdem sie bis tief in die Nacht hinein mit ihm telefoniert hatte, und die riesige Vorfreude, die in ihr hochstieg, als der Wagen nun nach Burlington hineinrollte?

Wenn er aber nur mit ihr spielte …

Nein. Daran konnte sie nicht denken. Sie durfte diese Möglichkeit gar nicht erst in Erwägung ziehen, auch wenn sie eigentlich sehr realistisch war, wenn man bedachte, wer er war, und wer sie … nicht war.

Sie bogen in immer kleinere Straßen ein, was Mary überraschte. Sie hatte ein Hotel in der Stadt erwartet, und jetzt fuhren sie mitten durch ein Wohngebiet. Wenn sie an die Unterkunft dachte, wurde sie nervös. Sicherlich erwartete er Sex, wenn er mit einer Frau übers Wochenende wegfuhr. So lief das doch in seiner Welt, oder?

Na ja, sie waren nicht nur in seiner Welt. Sie waren immer noch genau so sehr in ihrer, und es würde keinen Sex geben, wenn sie das nicht wollte, egal, wie charmant oder überzeugend er war.

Ihre Willenskraft verpuffte jedoch, als der Wagen in die Einfahrt eines freistehenden, großen Hauses fuhr und Patrick hinauskam, um sie zu begrüßen. Er trug verwaschene Jeans, Pullover und Wanderschuhe. Er sah rau und sexy aus, und genauso unwiderstehlich, wie sie ihn in Erinnerung hatte – und kein bisschen wie ein Milliardär.

Sie war sich sicher gewesen, dass sie sich nicht richtig an ihn erinnerte, dass sie ihn, weil sie so viel an ihn dachte, in ihrer Vorstellungskraft besser aussehen ließ als in Wirklichkeit. Kein Mann könnte so magnetisch sexy sein wie der Patrick Murphy in ihrem Kopf. Das hatte sie sich jedenfalls gesagt.

Als er die Autotür öffnete und sie anlächelte, wurde Mary klar, dass sie danebengelegen hatte. Und wie sie danebengelegen hatte! Der echte Patrick war genauso sexy, und noch mehr.

Er hielt ihr die Hand hin, um ihr beim Aussteigen zu helfen. »Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr.« Ihre Beine schmerzten von der langen Fahrt. Deshalb funktionierten sie nicht so wie gewöhnlich. Was könnte auch sonst der Grund dafür sein, dass sie sich wie Watte anfühlten?

Dann beugte er sich vor und gab ihr einen Kuss auf die Wange, und der Geruch seines teuren Aftershaves erfüllte ihre Sinne.

»Es ist so schön, dich zu sehen.«

Sie wusste, dass sie darauf wahrscheinlich hätte antworten sollen, aber ihr Gehirn hatte sich gerade diesen entscheidenden Moment ausgesucht, um komplett leer zu sein.

Er nahm ihre Tasche vom Fahrer entgegen und schüttelte ihm die Hand. »Am Sonntag um drei, Bob?«

»Ja. Ein schönes Wochenende, Mr Murphy. Ma’am.«

»Danke, dir auch.« Patrick trug Marys Tasche unter dem einen Arm und legte den anderen um sie, während sie ins Haus gingen.

»Wem gehört denn das Haus?«

»Linc.«

Mary blieb stehen und schaute ihn schockiert an. »Lincoln Abbott, meinem Boss?«

»Kennst du sonst noch einen Linc? Er ist vielleicht dein Boss, aber er ist auch seit mehr als dreißig Jahren mein Freund. Er hat mir das Haus schon so oft angeboten, und er hat sich sehr gefreut, dass ich das Angebot dieses Mal endlich angenommen habe.«

»Ich kann hier nicht bleiben! Ich arbeite für ihn. Das wäre nicht richtig.«

»Du bist mein Gast, und ich bin sein Gast. Alles gut.«

»Es ist nicht alles gut. Es … schickt sich einfach nicht.«

Patricks Augenbrauen erhoben sich bis fast zu seinem Haaransatz. »Hast du etwa vor, etwas Unschickliches zu tun?« Seine wunderschönen Augen funkelten schalkhaft. Manchmal waren sie hellbraun, manchmal blau, je nachdem.

»Natürlich nicht.« Mary war sich sicher, dass ihr Gesicht ein unansehnliches Tomatenrot angenommen hatte. »Ich kann nicht … hier sein. Mit dir.«

»Bist du nicht auch eine Freundin der Familie Abbott, nachdem du jahrzehntelang für sie gearbeitet hast?«

»Natürlich sind sie meine Freunde, aber …«

»Kein Aber. Schau dir das wunderschöne Haus mit der tollen Aussicht auf den See an. Einen besseren Ort, um sich zu entspannen und einander besser kennenzulernen, gibt es nicht.«

Das Haus war sehr schön, so viel war sicher. Sie ging hinüber zu den großen Fenstern und warf einen Blick auf den See.

»Du warst noch nie hier?«

»Nein, aber ich habe davon gehört. Ich war an Hannahs Hochzeit krank, deshalb konnte ich nicht kommen.«

»Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, warum ich dich damals nicht getroffen habe.«

»Ich hatte eine Nebenhöhlenentzündung, aus der dann eine furchtbare Bronchitis wurde, gerade rechtzeitig zur Hochzeit. Es hat mir so leidgetan, sie zu verpassen.«

Seine Hände landeten auf ihren Schultern, und er legte sein Kinn auf ihren Kopf – eine weitere Erinnerung daran, wie viel größer er war als sie. Als müsste sie daran erinnert werden. »Wenn ich dich damals getroffen hätte, hätte ich mich an dich erinnert.«

»Warst du auf Hannahs erster Hochzeit? Ich erinnere mich nicht daran, dich da gesehen zu haben.«

»Nein, ich war im Orient und habe sie verpasst.«

Umhüllt von den reichen Zitrusnoten seines Aftershaves versuchte sie, trotz der Nervosität, die sich in ihr breitmachte, ruhig weiterzuatmen. Endlich wusste sie, wo sie das Wochenende verbringen würden. Dann fiel ihr etwas ein, was sie noch nervöser machte. »Weiß Linc, dass wir uns hier treffen?«

»Natürlich nicht. Warum sollte er? Wir haben doch gesagt, dass wir es noch nicht offiziell machen wollen. Es Linc zu erzählen wäre hingegen genau das.«

»Ja, stimmt. Was für ein Klatschmaul!«

Patrick massierte ihr die Anspannung aus den Schultern. »Ich möchte, dass du etwas für mich tust.«

»Was denn?«

»Ich habe mich so auf dieses Wochenende mit dir gefreut. Ich will, dass du dich entspannst und es genießt und dir keine Sorgen um irgendetwas machst. Geht das?«

Besänftigt von seinen lieben Worten, seinem schönen Gesicht und seiner sexy Stimme sagte Mary: »Ich kann es jedenfalls versuchen.«

[...]

Über Marie Force

Als Marie Force Urlaub in Vermont, USA, machte, spürte sie sofort, dass diese wunderschöne, unberührte Landschaft die perfekte Kulisse für unwiderstehlichen Lesestoff bietet. Auf der Suche nach Souvenirs entdeckte sie in einer idyllischen Kleinstadt den Green Mountain Country Store und lernte dessen Besitzer kennen: eine moderne und sympathische Familie, die mit großer Freude heimische Produkte verkauft. Und schon sah Marie Force das Setting für die Romane vor sich. Fehlt nur noch die Liebe … aber die findet sich in Butler, dem fiktiven Städtchen in dieser Serie, zum Glück an jeder Ecke.

Marie Force lebt mit ihrer Familie in Rhode Island, USA, sie ist New-York-Times- sowie SPIEGEL-Bestsellerautorin, und allein in den USA verkauften sich ihre Bücher über 4 Millionen Mal.

 

Die ›Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie‹:

Band 1: Alles, was du suchst

Band 2: Kein Tag ohne dich

Band 3: Mein Herz gehört dir

Band 4: Schenk mir deine Träume

Band 5: Sehnsucht nach dir

Band 6: Öffne mir dein Herz

Band 7: Jede Minute mit dir

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.fischerverlage.de

Über dieses Buch

Alle Abbotts lieben die sanfte Mary Larkin. Ohne sie wäre der Green-Mountain-Countrystore nicht der gleiche. Doch ihr Herz ist in Gefahr. Auf Camerons Hochzeit mit Will Abbott hat sie den attraktiven Milliardär Patrick Murphy kennengelernt. Patrick, Camerons Vater, ist dafür bekannt, reihenweise gebrochene Herzen zu hinterlassen. Und er hat ein Auge auf Mary geworfen. Auch sie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Als er sie zu einem gemeinsamen Wochenende einlädt, zögert Mary. Soll sie ihr wohlgeordnetes Leben für ein paar Stunden der Leidenschaft durcheinanderwirbeln lassen? Oder könnte da sogar mehr sein?

Impressum

Erschienen bei FISCHER E-Books

 

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel ›Can't Buy Me Love: The Butler, Vermont Series, Book II‹.

© 2017 by HTJB

 

Für die deutschsprachige Ausgabe:

© 2019 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

 

Covergestaltung: FAVORITBUERO, München unter Verwendung von Motiven von GettyImages und Shutterstock

 

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Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.

ISBN 978-3-10-490932-5