Eine ungewöhnlich wachsende Familie - Jörg R. Kramer - E-Book

Eine ungewöhnlich wachsende Familie E-Book

Jörg R. Kramer

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Beschreibung

Thomas, ein 17-jähriger junger Mann, lebt allein mit seiner Mutter und besucht eine Privatschule mit Internat. Auch sein bester Schulfreund aus Kindertagen teilt sich dort mit ihm ein Zimmer. Beim gemeinsamen Schwimmen im Schwimmbad spühten zwischen beiden Funken und eine turbulente Reise bahnt sich seinen Weg. Beide erleben viele schöne, aber auch traurige Geschehnisse, und bestand die Familie Brown am Anfang nur aus Thoams und seiner Mutter, wurde sie im Verlauf der Jahre echt zu einer liebevollen Großfamilie.

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Jörg R. Kramer

Eine ungewöhnlich wachsende Familie

Nun wurde es aber Zeit, dass wir zum Essen gingen. In der Mensa nahmen wir Vollkornbrot, Frischkäse, Tomaten und Gurken und jeder einen Becher Limettentee. Wir setzten uns an einem Tisch gegenüber und aßen in aller Ruhe. Was mir auffiel, war die merkwürdige Ruhe, welche zwischen uns herrschte. Das hatte es noch nie zwischen uns gegeben. Immer fanden wir irgendeinen Spruch und haben dann darüber gelacht. Nur heute verlies nicht ein Wort unsere Lippen. Im selben Moment griffen wir beide nach dem Salzstreuer und in dem Moment, als sich unsere Finger berührten, funkte es wieder zwischen uns. Beide waren wir so erschrocken, dass wir unsere Hand zurück zogen und der Salzstreuer auf den Tisch zurück fiel und sich im Kreise drehte. Wir sahen uns gegenseitig ins Gesicht und bemerkten, dass wir eine rosarote Gesichtsfarbe angenommen hatten. Seb stand auf und verlies die Mensa. BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Im Internat - Die Funken sprühen

Schon den dritten Tag, wo es wie aus Eimern regnet. Zu gern hätte ich wieder einmal etwas unternommen, doch wäre ich in wenigen Minuten nass bis auf die Unterwäsche. Mein Name ist Tom, gut eigentlich Tomas Brown und ich bin 17 Jahre alt. In drei Monaten werde ich 18 Jahre. Mit meiner Mutter lebe ich auf einem tollen Anwesen in Los Angeles. Mein Vater war Besitzer eines sehr großen Unternehmens und für mich der Beste Vater, den ich mir vorstellen konnte. Auch wenn er erschöpft von der Arbeit kam fand er immer die Zeit mit mir zu spielen. Als ich neun Jahre alt war, verunglückte er tödlich mit seinem Auto, als er auf dem Weg nach Hause war. Die polizeiliche Untersuchung ergab dann später, dass der Unfall keiner war, sondern ein Tötungsdelikt war. Er wurde also umgebracht.

 

Seit drei Jahren besuche ich nun schon eine Privatschule mit Internat. Auch mein bester Freund Seb, er heißt eigentlich Sebastian Wagner, lernt mit mir hier. Wir kennen uns schon von ganz klein an und unsere Eltern sind schon sehr lange miteinander befreundet. Nach 14 Tage Internat fahren wir dann immer über das Wochenende nach Hause. Meist besteht dann unser Wochenende aus Abhängen, Trinken und Feiern. So hatte ich auch meine Freundin Sandra kennen gelernt. Sie sah wirklich sehr gut aus. Ihr Kopf hatte schulterlanges blond gelocktes Haar, hatte tolle grau-blaue Augen und eine echt schönen schlanken Körper. An den Wochenenden, wenn wir zu Hause waren, hatten wir wirklich immer sehr viel Spaß miteinander. Meine Mutter hatte nie etwas dagegen, dass Sandra mit bei mir übernachtete. Nach knapp zwei Jahren habe ich dann diese Beziehung beendet. Warum konnte sie nicht alles so lassen, wie es war? Nein – sie fing an zu Klammern, fragte mich immer, wo und mit wem ich mich getroffen hatte und ja – sie spionierte mir sogar nach. So etwas brauchte ich nun wirklich nicht. Jetzt, wo ich wieder alleine bin, geht es mir wesentlich besser und ich unternehme wieder viel mit Seb.

Meine Mutter hat das Unternehmen meines Vaters übernommen und leitet es wirklich sehr gut. Oft sprach sie von einem Herrn Jackson, der ihr schon sehr oft ein Angebot machte, das Unternehmen abkaufen zu wollen. Ich weiß nicht weshalb, doch der Name verursachte in meinem Inneren ein wirklich ungutes Gefühl und das sagte ich ihr auch. Wieder fing meine Mutter davon an, dass sie es sehr gern sehen würde, wenn ich eines Tages das Unternehmen meines Vaters übernehmen und leiten würde. Und wieder musste ich meiner Mutter sagen, dass ich dies nicht kann. Von der Materie und von Wissen her  könnte ich es schon. Aber allein die Vorstellung, dass mein Vater wegen des Unternehmens umgebracht wurde, machte mir Angst. Auch mit Seb habe ich mich immer öfters darüber unterhalten. Vielleicht wäre es etwas anderes, hätte man den Mörder meines Vaters gefunden. Aber nach den Jahren hatte man noch immer keinen konkreten Hinweis, wer es gewesen sein könnte.

 

Seb und ich hatten wieder ein tolles und dieses Mal auch ruhiges Wochenende zu Hause verbracht. Wir waren viel im Pool, lagen viel in der Sonne und sind, seit sehr langem, wieder einmal zusammen ausgeritten. Nun fuhren wir wieder ins Internat zurück. Das erste mal, dass wir mit Seb seinem neuen Auto ins Internat fuhren. Seb hatte vor vierzehn Tagen seinen 18. Geburtstag und seine Eltern schenkten ihn am Samstag einen Lexus und so spürten wir auch einen Hauch von Erwachsen sein und Freiheit. Ich bin wirklich froh, Seb als meinen besten Freund zu haben.

Im Internat angekommen, nahmen wir unsere Taschen aus dem Kofferraum und gingen auf unser Zimmer. Darauf hatten wir bestanden, dass wir ein gemeinsames Doppelzimmer bekamen, da wir uns nicht trennen wollten. Wir hatten sogar Glück, dass wir in der zweiten Oberetage ein großes Erkerzimmer bekamen. Der Erker war vollständig verglast und wir haben uns da zwei Schaukelstühle hinein gestellt. Oft saßen wir in diesen Stühlen, schaukelten langsam vor uns hin und lasen in unseren Büchern. Oder aber wir hörten unsere Musik und tranken Rotwein dabei. Dies war unser Ruhepol. Unsere großen Betten standen an der rechten Wand neben der Tür. Meines stand links zum Erker und Seb seines stand rechts am Eingang. Links von der Eingangstür standen unsere Schränke und links von Erker, an den großen Fenstern, standen unsere Schreibtische. Hinter der Wand, wo unsere Kleiderschränke standen, befand sich unser privates Bad. Eine große Dusche, zwei Waschbecken und die Toilette. Wir hatten wirklich unser kleines Reich, welches wir uns gemütlich eingeräumt hatten. Nun mussten wir uns aber sputen, denn zehn Uhr hatten wir unser erstes Seminar. Mittags aßen wir in der Mensa einen großen Salat mit Putenstreifen und einen Obstsalat. Da merkt man schon, dass man sich auf einer Privatschule befand. Auf einer öffentlichen Schule, hätten wir solche Speisen nicht bekommen. Aber auch auf der öffentlichen  Schule hatte es Seb und mir gefallen, nur war da unser Freundeskreis größer und wir hatten mehr Unsinn verzapft. Oft denke ich an die Zeit zurück, als wir wieder einmal beim Direx auf meine Mutter warten mussten, weil wir etwas verbockt hatten. Auch wenn wir viel Unfug trieben, die Schule haben wir nie vernachlässigt. Im Gegenteil. Unsere Noten hielten wir immer auf eins. Keiner konnte sich das erklären, dass Einser-Schüler mehr Unsinn verbockt haben, als die schlechten Schüler der Klasse. Auch wir konnten uns das nicht erklären. Vielleicht Rebellion gegen die Familie? Kann ich mir aber nicht vorstellen, denn ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Rebellion gegen das Elitäre der reichen Familien? Glaube ich auch nicht, denn mir hatten, außer zu Rob seiner Familie, keinen Kontakt mit reichen versnobten Kreisen. Und doch war es auch die schönste Zeit, welche wir zusammen in der Schule verbrachten. Auch heute noch lernen Seb und ich jeden Tag und halfen uns bei den Hausarbeiten.

Zum Glück ist der Unterricht für heute beendet und ich freue mich, dass ich 17 Uhr in die Schwimmhalle gehen kann. Das ist für mich immer der körperlich Ausgleich für das ständige sitzen während des Unterrichts. Am Anfang war ich immer allein in der Schwimmhalle und schwamm meine Bahnen. Doch schon wenige Wochen später begleitete mich Seb und von da an, schwammen wir zusammen. Oft machten mir kleine Wettkämpfe zwischen uns. Der Gewinner durfte sich dann etwas von Verlierer wünschen. Als die Zeit dann immer näher rückte, nahmen wir unsere Badehose und das Badetuch und machten uns auf den Weg in die Schwimmhalle. Außer uns habe ich hier noch keinen anderen Schüler gesehen. Ich schloss die Tür auf, schaltete das Licht ein und wir begaben uns in die Umkleide. Wir zogen und völlig nackt aus und zogen unsere Badehosen an. Schnell noch unter die Dusche und dann ab ins Becken. Beide hatten wir unterschiedlich Methoden uns aufzuwärmen. Seb schwamm immer unterschiedliche Schwimmarten und ich drehte mich ganz schnell im Wasser, als wenn ich Salti machen würde. Dann trat ich mit meinen Beinen immer ins Wasser und drehte meine Arme unter Wasser. Ich war noch so konzentriert, dass ich nicht mitbekam, dass Seb sich ganz langsam von hinten an mich heran schwamm. Er tippte mich mit seinem rechten Zeigefinger auf der Schulter an und sofort durchzog mich ein Blitz durch den ganzen Körper. Seb zog sofort seinen Finger weg, ich glaube, er hatte es auch gespürt. Jedoch sagte er nichts. Ich wusste einfach nicht, was ich davon halten sollte. So oft hatten wir uns bisher angefasst oder berührt, doch noch nie haben wir Funken ausgetauscht. Wir begaben uns auf den Startblock und heute wollten wir mal zehn komplette Bahnen Brust und zehn komplette Bahnen Delfin schwimmen. Sieben komplette Bahnen hatten wir ja schon probiert und da war ich als Sieger hervor gegangen. Würde meine Kraft und Ausdauer reichen, um auch zehn Bahnen zu schaffen und zu gewinnen? Nach dem Start sprangen wir ins Wasser und konnten unter Wasser eigentlich schon einen gewissen Vorsprung herausholen. Als wir dann mit den Köpfen über Wasser waren, lagen wir noch immer Gleichauf. Auch als wir dann die ersten zehn Bahnen geschafft hatten, schlugen wir gemeinsam an. Nun konnte nur noch Delfin entscheiden, wer schneller war. Nach sieben Bahnen schlugen wir noch immer, auf die Sekunde gemeinsam an. Ich wollte aber diesen Wettkampf mit aller Macht gewinnen und so versuchte ich, meine letzten Reserven zu mobilisieren. Leider hatte ich keinen Erfolg. Auch Seb hatte nicht gewonnen. Mit einer völlig identischen Zeit, sogar hinter dem Komma, schlugen wir an. Dies war heute unser erstes Unentschieden. Nie hat es das gegeben. Völlig erschöpft schwangen wir uns aus dem Becken und setzten uns auf den Rand, während unsere Beine noch im Wasser baumelten. Beide legten wir uns zurück und versuchten wieder zu Atem zu kommen. Vielleicht hatten wir uns doch zu viel zugemutet. Ich schaute zu Seb rüber und er hatte seine Augen geschlossen. Jetzt ging sein Atem schon wieder ruhig und gleichmäßig. Meinen Kopf drehte ich wieder nach oben und schloss meine Augen. Innerlich spürte ich aber, dass Seb mich ansah. Als ich meine Augen öffnete, war sein Gesicht zur Decke gerichtet. „Komm, lass uns Duschen gehen und dann Abendbrot essen“, sagte ich zu Seb. Wir erhoben uns, liefen zu den Duschen und zogen uns die Badehose aus. Unter der Dusche seiften wir uns jeder gründlich ein und spülten uns dann wieder ab. Noch eine Weile stand Seb mit geschlossenen Augen unter der Brause und ich sah ihn mir zum ersten Mal genauer an. Er hatte einen makellos trainierten Oberkörper mit einem Eightpack. Muskulöse Oberarme und echt tolle Oberschenkel. Auch sein Penis hat eine tolle Größe. Gott, wohin sehe ich denn jetzt. Ich interessiere mich doch nicht für Jungs und erst Recht nicht für meinen besten Freund. Ich spüre, wie mir die Röte in mein Gesicht zieht und drehe mich weg, um mich abzutrocknen und wieder anzuziehen. Seb kam und trocknete sich ebenfalls ab. Ich konnte ihn einfach nicht ansehen und wartete, bis er sich seine Boxershort angezogen hatte. Als wir angezogen waren, nahmen wir unsere Sachen, ich schaltete das aus und schloss dann die Schwimmhalle ab. In unserem Zimmer angekommen, hängten wir unsere Badesachen auf den Trockner. Nun wurde es aber Zeit, dass wir zum Essen gingen. In der Mensa nahmen wir Vollkornbrot, Frischkäse, Tomaten und Gurken und jeder einen Becher Limettentee. Wir setzten uns an einem Tisch gegenüber und aßen in aller Ruhe. Was mir auffiel, war die merkwürdige Ruhe, welche zwischen uns herrschte. Das hatte es noch nie zwischen uns gegeben. Immer fanden wir irgendeinen Spruch und haben dann darüber gelacht. Nur heute verlies nicht ein Wort unsere Lippen. Im selben Moment griffen wir beide nach dem Salzstreuer und in dem Moment, als sich unsere Finger berührten, funkte es wieder zwischen uns. Beide waren wir so erschrocken, dass wir unsere Hand zurück zogen und der Salzstreuer auf den Tisch zurück fiel und sich im Kreise drehte. Wir sahen uns gegenseitig ins Gesicht und bemerkten, dass wir eine rosarote Gesichtsfarbe angenommen hatten. Seb stand auf und verlies die Mensa. Sein Brot mit Frischkäse und Gurke hatte er einfach stehen lassen. Als ich gegessen hatte, streute ich etwas Salz auf die Gurkenscheiben und nahm den Teller mit auf unser Zimmer. Unser Zimmer war leider leer und ich konnte Seb nicht finden. Innerhalb des Gebäudes habe ich alles abgesucht, doch keine Spur von Seb. Ich zog mir eine Jacke an und verlies das Gebäude. Fast den ganzen Campus habe ich abgelaufen und dann sah ich einen weinenden Seb auf der Lehne einer Bank sitzen.

Sebastians Gefühle - Eine neue Seite für mich

 

Ich setzte mich zu Seb auf die Lehne und rutschte näher an ihn heran. Dann nahm ich meinen Arm und legte ihn auf seine Schulter. Doch war ich darauf gefasst, dass wieder ein Blitz meine Hand durchfuhr. Da dies nicht der Fall war, zog ich ihn näher an mich heran und eine seltsam unbekannte Wärme durchflutete meinen Körper. Solch ein Gefühl hatte ich noch nie erlebt und doch war es angenehm. „Was ist mit dir los? All die Jahre habe wir uns immer alles erzählen können. Bitte sprich mit mir“!

Immer mehr Träne liefen seine Wangen herunter und sein Schluchzen wurde auch mehr. Also legte ich seinen Kopf auf meine Brust und hielt ihn mit einer Hand fest an mich gepresst. Mit der anderen strich ich ihm immer wieder über seinen Rücken. Mich interessierte es nicht, ob jemand uns beobachten könnte, ich wollte nur für Seb da sein und ihm helfen. „Seb, bitte sag mir, was du hast“! Er nahm seinen Kopf wieder weg und setzte sich aufrecht hin. Mit seinen Händen verdeckte er sein Gesicht und sagte dann ganz leise; „Ich habe mich in dich verliebt“. Seb wollte aufstehen und wieder weg gehen. Ich hielt ihn davon ab und sagte; „Seb, bitte bleib hier sitzen. Lass mich deine Worte bitte erst einmal verarbeiten. Bitte“. Er blieb sitzen und ich stützte meinen Kopf auf meine Hände ab. – Sollten die Blitze, bei unseren Berührungen, dieses warme Gefühl in seiner Nähe, meine Betrachtung seines Körpers bedeuten, dass auch ich mich in ihn verliebt hatte? Bisher habe ich mich doch nur mit Mädchen abgegeben und auf einmal soll ich schwul sein? „Seb, darf ich dich einmal was fragen“?

„Du darfst mich alles fragen“.

„Seid wann weißt du, dass du dich in mich verliebt hast“?

„Sei jetzt aber nicht verwundert. Ich habe mich in dich verliebt, da waren wir 10 Jahre alt. Immer, wenn du dann eine Freundin hattest, habe ich es verdängt und nicht geglaubt, dass ich es dir jemals beichten könnte. Nur heute… als ich dich kurz berührte, spürte ich wie Funken durch unsere Körper zuckten. Ich wusste nicht, ob ich etwas dazu sagen sollte. Und dann beim Salzstreuer war es extrem. Das machte mir Angst, da du mein bester Freund bist und ich möchte dich nicht verlieren“.

Wow, seit 8 Jahren ist er in mich verliebt und ich habe nie etwas davon mitbekommen. Ich habe schon immer sehr starke Gefühle für Seb gehabt nur dachte ich, dass es freundschaftliche Gefühle waren. Sollten es wirklich stärkere sein?

„Lass uns auf unser Zimmer gehen und uns da weiter unterhalten. Wir müssen eine Lösung finden“.

 

Langsam gingen wir zurück zum Gebäude und dann auf unser Zimmer. Ich schloss unser Zimmer ab und setzte mich dann in meinen Schaukelstuhl. „Was machen wir denn jetzt“, fragte ich Seb. Er schaute mich an und antwortete; „Entweder du vergisst, was ich dir gesagt habe und wir bleiben nur Freunde“.

„Oder“? fragte ich weiter.

„Oder du erfüllst mir meinen Wunsch von unserem Wettkampf. Da wir beide gewonnen haben, haben wir auch jeder einen Wunsch, den der andere erfüllen muss. Und daran haben wir uns bisher immer gehalten“!

„Gut, welchen Wunsch hast du, den ich dir erfüllen kann“.

Er schaut mit tief in meine Augen und sagte dann; „Bitte küss mich“! Er hatte es ausgesprochen und ich hatte mich verschluckt. Noch nie habe ich einen Jungen geküsst und nun musste ich es machen, da er es sich gewünscht hatte! Ich willigte ein, stand aus meinem Schaukelstuhl auf und stellte mich direkt vor ihn hin. Zaghaft nahm ich seinen Kopf in meine Hände und legte meine Lippen auf seine. Ich spürte die Weichheit seiner vollen Lippen und spürte ein kribbeln in meinem Bauch. Seine Zunge fuhr über meine Lippen und ich spürte, dass die Zunge in meinen Mund wollte. Vorsichtig öffnete ich meine Lippen und seine Zunge drang in meinen Mund ein. Als sich dann unsere Zungen trafen, tanzten sie ganz langsam und zärtlich miteinander. Ich spürte ein völlig neues Gefühl in mir und auch unterhalb spürte ich etwas. Meine Beule wurde immer größer und meine Hose immer enger. Noch nie habe ich solch ein Gefühl für einen Mann empfunden. Das ist für mich ein völlig ungewohnter Zustand. Langsam lösten sich unsere Lippen und wir mussten beide erst einmal tief Luft einatmen. Nachdem wir wieder ganz normal atmen konnten, fragte Seb mich; „und wie gefiel es dir“? Ich schaute ihn mit großen Augen an und antwortete; „dass sage ich dir, wenn du nun meinen Wunsch erfüllst“!

„Und was soll ich dir für einen Wunsch erfüllen“? Ich lächelte ihn an und sagte; „Ich möchte, dass du jetzt mich küsst“! Ganz zärtlich führte er seine Hände an meine Wangen, legte seine Lippen auf meine und wieder spürte ich die weichen und zarten Lippen von Seb. Behutsam lies ich meine Zunge über seine Lippen gleiten und auch er öffnete sich ganz langsam. Meine Zunge glitt ganz vorsichtig in seinen Mund und als sich unsere Zungen fanden, vollzogen sie wieder diesen zärtlichen und gefühlvollen Tanz miteinander. Nie zuvor hatte ich solche Gefühle in mir, als ich mit einem Mädchen geküsst hatte. Dieses kribbeln im ganzen Körper und dieses ungewohnte Verlangen nach mehr, ich konnte einfach nicht genug davon bekommen. Als wir uns dann nach einer Ewigkeit trennten, mussten wir beide wieder erst einmal tief Luft holen und zur Ruhe kommen. Ich schaute Seb von oben bis unten genau an und ein Lächeln machte sich auf meinen Lippen breit. „Ich sehe, du hast die gleichen Empfindungen, wie auch ich sie habe“. Nun schaute er an mir herunter und sah, was ich meinte. Auch bei ihm war die Beule sehr sichtbar zu erkennen und seine Hose war eindeutig zu eng. Beide fingen wir an zu lachen. „Hast du wirklich solche Gefühle für mich“? fragte er ganz leise. „Ich kann es nicht abstreiten, denn noch nie habe ich eine Beule in der Hose gehabt, nur weil ich einen Mensch geküsst hatte. Auch das innere Gefühl sagt mir, dass es richtig sein muss“. Er nahm mich in seine Arme und hielt mich fest an sich gedrückt. „Tom, ich hätte nie damit gerechnet, dass du solche Gefühle für mich haben würdest. Du machst mich zum glücklichsten Menschen“.

„Seb, ich habe noch nie etwas mit einem Jungen oder Mann gehabt und das macht wir etwas Angst“!

„Tom, auch ich habe noch keine Erfahrung. Ich hatte noch nicht einmal etwas mit einem Mädchen. Auch geküsst habe ich noch keinen. Du warst der erste, den ich in meinem ganzen Leben bisher geküsst habe“.

„Dafür hast du mir aber fast die Beine weg gehauen. Denn so wie du, hat mich noch keiner geküsst. Bitte lass uns das langsam angehen“.

„Wir werden es langsam angehen und werden nur so weit gehen, wie wir es uns trauen. Keiner von uns, wird dem anderen zu etwas zwingen. Darf ich dir noch eine sehr wichtige Frage stellen“?

„Du darfst mich alles frage“!

„Sind wir nun ein Paar oder nur Freunde“? Tom sah mich an und sagte dann; „Ich gehe einmal davon aus, dass wir ab jetzt ein Paar sind. Was ich aber nicht möchte, dass wir ein Geheimnis daraus machen. Entweder ganz oder gar nicht“. Sofort überzog ein Lächeln Seb sein Gesicht und wir küssten uns wieder. Er legte seine Hände an meine Wangen und ich meine auf seine Hüften. Ich hatte keine Angst, weil es sich gut und richtig anfühlte. Als wir uns dann lösten sagte ich ihm, dass er uns am Freitag zuerst zu mir nach Hause fahren sollte, damit wir es meiner Mutter sagen können. Wir strahlten den ganzen Abend um die Wette. Als es Zeit wurde, dass wir ins Bett gehen wollten, ging er ins Bad und wollte duschen. Ich hörte das Wasser und öffnete die Tür. Danach ging ich hinein, legte meine Kleidung ab und stellte mich zu ihm unter die Dusche. Er zog mich an sich und wir küssten uns. Unsere Küsse und Streicheinheiten erregten uns so sehr, dass wir schon nach wenigen Sekunden beide einen steifen Schwanz hatten. Wir trauten uns aber beide nicht weiter zu gehen. Erst drei Tage später, als wir wieder zusammen unter der Dusche standen und uns einseiften, sahen wir, dass unsere Schwänze wirklich steif waren. Und sie waren wirklich sehr hart, dass sie schon wehtaten. Seb drehte mich um und nun stand ich mit dem Rücken gegen seinen Bauch. Seine Hände fuhren ganz zärtlich über meine Brust und immer wieder küsste er meinen Hals und meine Schulter. Seine Hände streichelten nun ganz sanft meinen Bauch und er fragte ganz sanft; „darf ich weiter runter“? Ich drehte meinen Kopf zu ihm, sah ihn an und nickte. Seine Hand fasste zart meinen harten Schwanz an und seine Finger umgriffen meinen Schaft. „Oh ja…“ stöhnte ich aus meinem Mund. Langsam hob und senkte sich seine Hand und begann meinen harten Schwanz zu bearbeiten. Immer schneller wurden seine Bewegungen und ich spürte, dass es nicht mehr lange dauern würde und ich würde zum Höhepunkt kommen. Kleine weiße Punkte tauchten vor meinen Augen auf und durch meinen Körper zuckte eine unbekannte erfreuliche Welle. Ich schrie laut seinen Namen und schon ergoss ich mein Sperma in seine Hand. Noch mehrere Male durchzuckte mich diese Welle und ich spürte, dass mir meine Beine den Dienst verweigerten. Seb hielt mich mit seinen starken Armen auf und drückte mich fest an sich. Nun wollte ich aber auch, dass Seb dieses Gefühl erleben darf. Als ich wieder alleine stehen konnte, drehte ich mich zu ihm und küsste ihn. Danach drehte ich ihn um und meine Hände Streichelten seine Brust. Vorsichtig zwickte ich in seine Brustwarzen und schon stöhnte er leise vor sich hin. Dieses tiefe Stöhnen machte mich noch etwas geiler. Ohne Seb zu fragen, ergriff ich seinen harten Schaft und legte meine Finger darum. Das Gefühl war geil und machte Spaß auf mehr. Langsam bewegte ich meine Hand auf und ab und sein tiefes Stöhnen wurde immer lauter. „Lass mich bitte nicht zu lange warten“, sagte er. Ich aber wollte keinen schnellen Abschuss, sondern ich wollte, dass er spürt, dass ich ihn wirklich mag. Also machte ich auch langsam weiter. Nach einer Weile spürte ich, wie ein Zucken durch seinen Körper geht und sich sein Schwanz noch mehr versteifte. Seine Eichel kam mir noch etwas dicker vor und mit einem lauten Schrei spritzte er mir sein Sperma in meine Hand. Mehrmals noch zuckte er und entlud sich. Er drehte sich zu mir, sah mir mit seinen schönen blauen Augen in meine und gab mir einen wirklich liebevollen Kuss. Ich spürte, dass er wirklich seine ganze Liebe in diesen Kuss gelegt hatte. Wir seiften uns gegenseitig ein, duschten uns ab und verließen die Dusche. Nachdem wir uns abgetrocknet hatten, gingen wir zusammen nackt in mein Bett und haben noch eine ganze Weile zusammen gekuschelt. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust und bin ganz schnell eingeschlafen. Am nächsten Morgen wachte ich auf und sah Seb, wie er mich ansah. „Bist du schon lange wach“? fragte ich ihn.

„Schon fast eine Stunde“.

„Und da hast du mich nicht geweckt“?

„Nein, denn dir beim Schlafen zuzusehen, ist das größte Glück, was ich habe. Du schaust so sexy aus, wenn du mit deinen Mund lächelst und dann dieses kleine Grübchen auf der linken Wange erscheint. Da konnte ich dich nicht wecken“.

Ich beugte mich zu ihm und gab ihm einen Kuss. „Los, lass uns aufstehen, duschen und anziehen“. Ich nahm Seb an die Hand und wir gingen ins Bad und duschten zusammen. Danach putzten wir uns die Zähne und zogen uns an. Schnell noch das Bett gemacht und wir gingen in die Mensa zum Frühstücken. Auf dem Weg dahin schauten uns immer wieder Schüler an, da wir Hand in Hand zur Mensa liefen. Uns störte es nicht, wir schmunzelten uns gegenseitig an. Wir holten unser Müsli, etwas von den geschnittenen Früchten, welche wir in unser Müsli machten und dann noch unsere Milch. Wir setzten uns an einen Tisch, gaben uns einen Kuss und haben dann gegessen.

Meine Mutter, die uns beeindruckte

 

Der heutige Tag verging für uns viel zu schnell und auch die restlichen drei Tage verliefen ohne erwähnenswerte Ereignisse. Gut, Seb und ich haben viel im Bett zugebracht und uns viel geküsst, dass uns oft die Luft weg blieb. Unter der Dusche haben wir uns, am Abend, immer gegenseitig einen runter geholt, doch weiter sind wir noch nicht gegangen. Und das fand ich auch gut so.

Heute ist Freitag und um 16.00 Uhr bestiegen wir Seb sein Auto und wir fuhren als erstes zu mir nach Hause. Meine Mutter war schon zu Hause und wartete mit dem Abendbrot auf mich. Als sie sah, dass auch Seb dabei war stand sie auf und holte noch einen Teller. Seb sollte natürlich gleich mit essen. Wir haben von den letzten 14 Tagen berichtet und sie erzählte uns von ihrer Arbeit. Als wir mit dem essen fertig waren, kam unsere Haushälterin und räumte alles ab. „Mutti, können wir uns einmal in der Wohnstube mit dir unterhalten? Es wäre uns wirklich sehr wichtig“! Sie sah uns beide an und ein lächeln lies sich auf ihren Lippen erkennen. Wir setzten uns und ich setzte mich gleich neben Seb und ergriff seine Hand. Meine Mutter sah auf unsere Hände und begann; „Ihr möchtet mir also erzählen, dass ihr zwei ein Paar seid. Oder habe ich mich jetzt etwa falsch ausgedrückt“? Seb und ich sahen uns erschrocken an und Seb fragte; „Sie haben nichts dagegen“?

„Jungs, weshalb soll ich denn etwas dagegen haben. Ihr kennt euch euer ganzes Leben und wenn ihr zwei wirklich glücklich seid, weshalb sollte ich etwas dagegen haben? Ich sehe doch, wie ihr zwei euch anstrahlt. Gut, ich hätte zwar wirklich gern Enkelkinder gehabt, doch auch das wird sich machen lassen. Was Tom aus seinem Gesicht heraus strahlt, habe ich noch nie bei ihm gesehen. Auch nicht, als er Freundinnen mit nach Hause brachte. Und jetzt sehe ich dieses Strahlen. Vielleicht waren Mädchen oder auch Frauen nicht die richtige Partnerin. Vielleicht war er schon immer schwul und wusste es nur selbst noch nicht. Jetzt weiß er es und ich freue mich für euch. Auch, dass ihr mir es so schnell erzählt habt zeigt mir, dass ihr beide auch offen damit umgeht. Und das gefällt mir an euch. Sebastian, ich wünsche nur, dass deine Eltern es ebenfalls so gut aufnehmen. Wenn es nicht so sein sollte, hier hast du immer ein Zuhause“. Seb stand auf und umarmte meine Mutter. Ich stand ebenfalls auf und legte meine Hände dazu. „Jungs, lasst mir noch Luft“. Wir setzten uns wieder und Seb ergriff meine Hand. Ich wandte mich an meine Mutter. „Sag mal Mam, hast du eigentlich mal etwas von Sandra gehört“? Sie sah mich an und meinte; „Eine  Woche, nachdem du die Beziehung beendet hast, ist sie verschwunden. Niemand weiß wo sie sich jetzt aufhält. Nicht einmal ihre Eltern wissen es“.

„Das wundert mich aber, denn dass ist nie ihre Art gewesen. Na ja, eines Tages wird sie schon verheiratet wieder auftauchen“.

„Sagt mal Jungs, was wollt ihr eigentlich mal beruflich machen“?

„Ich schaute meine Mam an und berichtete von unseren Plänen. Als erstes machen wir beide unser Abi. Wenn alles gut läuft und wir  uns anstrengen, werden wir es mit eins abschließen. Danach wollen wir beide studieren. Ich werde in Richtung Management gehen und Seb in Richtung BWL. Danach wollen wir gern zusammen ein großen Hotel eröffnen und auch mit Reiseunternehmen zusammen arbeiten“.

„Das klingt echt toll. Ich sehe, ihr habt euer gemeinsames Leben schon besprochen und ich freue mich für euch“. Beide strahlten wir meine Mutter an. „So, jetzt müssen wir aber noch zu meinen Eltern. Mal sehen wie sie mit unserer Neuigkeit zurecht kommen“. Wir verabschiedeten uns erst einmal und fuhren dann zu Seb seinem Elternhaus. Als wir eintraten, begrüßten sie uns herzlich und baten uns ins Wohnzimmer. Wir setzten uns auf das Sofa und Seb nahm meine Hand in seine. „Mama, Papa, wir müssen mit euch reden. Ich muss euch sagen, dass ich schwul bin und Tom mein fester Partner ist“. Beide sahen uns an und diese Stille war sehr bedrückend. Sein Vater ergriff dann als erstes das Wort. „Sebastian, wenn ich ehrlich sein soll, ich habe zu deiner Mutter schon vor drei Jahren  gesagt, dass ich vermute, dass du schwul sein wirst. Nie hattest du eine Freundin mit nach Hause gebracht und bei solch einem attraktiven Jungen ist das nicht normal. Deine Mutter hatte aber immer noch Hoffnung, da sie gern ein Enkelkind wollte. Wir und du selbst können daran nichts ändern. Du bist so geboren und wir lieben dich auch weiterhin. Und wenn ich ehrlich sein soll, einen besseren Schwiegersohn hättest du uns nicht vorstellen können“. Wir sprangen beide auf und liefen zu Seb seinen Eltern. Alle umarmten wir uns und fingen an zu weinen. Als wir uns dann beruhigt hatten, holte Seb sein Vater eine Flasche Sekt und wir stießen an. „Nun sagt aber nicht, dass ihr morgen schon heiraten wollt“, fragte seine Mutter. „Seb antwortete, das wir erst heiraten, wenn wir beide 20 Jahre alt sind. Auch erzählte er, wie wir unsere Zukunft aufbauen. Beide waren überrascht, über unsere genauen Vorstellungen. „Jungs, wenn ihr Hilfe benötigt, wir sind für euch da“, sagte sein Vater. Ich fragte sie, „wollt ihr nicht noch etwas zu uns kommen, da können wir noch ein wenig zusammen feiern, da wir ja nun doch bald eine Familie sein werden“. Sie waren einverstanden und ich rief meine Mutter an und sagte ihr Bescheid. Sie zogen sich schnell um und dann fuhren wir zu unserem Haus. Meine Mutter öffnete die Tür und begrüßte Seb seine Eltern. Wir haben uns wirklich bis weit nach Mitternacht miteinander unterhalten und man spürte, dass wir jetzt schon eine richtige Familie sind. Ich hätte nie gedacht, dass unsere Eltern so cool damit umgehen würden. Auch fand ich es richtig, dass wir kein Geheimnis aus unserer Beziehung gemacht haben. Ich glaube, dass wäre für uns schwerer geworden. Da Seb nur Limonade getrunken hatte, fuhr er seine Eltern wieder nach Hause und kam dann zu mir zurück. Wir wünschten meiner Mutter noch eine Gute Nacht und wollten gerade nach oben in mein Zimmer gehen. „Jungs, darf ich euch noch eine Frage stellen“?

„Natürlich Mama, du darfst uns alles fragen“.

„Hm… hattet ihr schon Sex miteinander“? Was meine Mama doch alles wissen möchte. „Mama, wir hatten bis jetzt noch keinen Sex miteinander. Beide haben wir keine Erfahrung damit und so haben wir uns geeinigt es langsam anzugehen. Wir machen nur das, worauf wir beide Lust haben, ohne dass der andere zu etwas gezwungen oder genötigt wird. Es sollte von jedem allein kommen, wie weit er gehen möchte und was man machen könnte. Am Ende ist uns wichtig, dass wir beide Spaß dabei haben“.

„Jungs, ihr seid erwachsener als manch ein dreißig-jähriger. Ich liebe euch beide. Gute Nacht und schlaft schön“.