Einkaufskooperationen und Einkaufsallianzen - Simon Kohler - E-Book

Einkaufskooperationen und Einkaufsallianzen E-Book

Simon Köhler

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik, Note: 1,3, Hochschule Pforzheim, Veranstaltung: Beschaffungsmanagement II, Sprache: Deutsch, Abstract: Die fortschreitende Verschärfung und Globalisierung des Wettbewerbs zwingt vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Kooperation, um am Markt zu bestehen. Da die Märkte dank moderner Telekommunikation immer transparenter werden, wollen die gut informierten Kunden nicht nur über qualitätsgerechte, sondern vor allem auch über preisgünstige Güter verfügen. Die durch die Zusammenarbeit erreichten Synergieeffekte können langfristig dazu dienen, Marktpositionen auszubauen und die rechtliche sowie wirtschaftliche Selbständigkeit zu sichern. Kooperationen im Einkauf sind notwendig, um strukturelle und größenbedingte Nachteile auszugleichen. Da das Einkaufsvolumen durch die Bündelung steigt, wird auch die Verhandlungsposition am Beschaffungsmarkt gestärkt. Dadurch hat man bessere Chancen zu ähnlich günstigen Konditionen wie die Großunternehmen einzukaufen. Diese Vorteile machen sich deutsche Handelsunternehmen, Landwirte und Handwerker schon lange zu Nutzen, während sich diese Art der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit in der Industrie nur ansatzweise entwickelt. Die ersten Genossenschaften gründete Hermann Schulze-Delitzsch bereits ab 1849, darunter eine Einkaufsgenossenschaft für Schuhmacher und Tischler. Auch wurden durch ihn die ersten Kreditgenossenschaften für Kleingewerbetreibende (die heutigen Volksbanken) ins Leben gerufen. Im Jahr 1859 schloss er die ihm nahe stehenden Genossenschaften zum „Allgemeinen Verband der deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ zusammen. Durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurden genossenschaftliche Kooperationsmodelle im landwirtschaftlichen Bereich schon vor 1850 gegründet. In folgender Seminararbeit soll neben Begriffsdefinitionen auch auf die Zielsetzungen, Chancen und Risiken sowie auf Praxisbeispiele von Kooperationen eingegangen werden.

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Veröffentlichungsjahr: 2005

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Inhaltsverzeichnis:

 

1. Einführung

2. Begriffsdefinitionen und Kooperationsstrategien

2.1 Definition der Grundbegriffe Kooperation und Allianz

2.1.1 Kooperation

2.1.2 Allianz

2.2 Formen der Kooperation

2.2.1 Intensitätsstufen der Kooperation

2.2.1 Innerbetriebliche Beschaffungskooperation

2.2.2 Horizontale Kooperation (Sprachgebrauch: Einkaufskooperation)

2.2.3 Vertikale Kooperation

2.2.4 Diagonale Kooperation

2.2.5 X/Y-Einkaufskooperationen

3. Planung und Umsetzung von Kooperationen

3.1 Grundvoraussetzungen in einer Kooperation

3.2 Ziele und Chancen horizontaler Kooperationen

3.3 Risiken horizontaler Kooperationen

3.4 Erfolgsfaktoren für horizontale Kooperationen

3.5 Wichtige Punkte der Kooperationsvereinbarung

4. Organisationsformen auf dem Beschaffungsmarkt

4.1 Lead-Buyer-Prinzip

4.2 Schaffung einer eigenen Rechtspersönlichkeit

4.3 Einkaufsgenossenschaft

4.3.1 Praxisbeispiel EDEKA-Genossenschaften

4.3.2 Praxisbeispiel REWE-Genossenschaften

4.3.3 Praxisbeispiel INTERSPORT

4.4 Full-Service-Kooperation (F.S.K.)

4.5 Einkaufskontor

4.6 Einkaufsgemeinschaft

4.7 Freiwillige Kette (F.K.)

4.8 E-Kooperation

4.9 Kommerzieller Dienstleister

5. Kartellrechtliche Beurteilung

6. Schlussbetrachtung und Zukunftstrends

7. Literaturverzeichnis

7.1 Bücher / CD-ROMS

7.2 Online-Dokumente

8. Abbildungsverzeichnis

 

1. Einführung

Die fortschreitende Verschärfung und Globalisierung des Wettbewerbs zwingt vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Kooperation, um am Markt zu bestehen. Da die Märkte dank moderner Telekommunikation immer transparenter werden, wollen die gut informierten Kunden nicht nur über qualitätsgerechte, sondern vor allem auch über preisgünstige Güter verfügen.

Die durch die Zusammenarbeit erreichten Synergieeffekte können langfristig dazu dienen, Marktpositionen auszubauen und die rechtliche sowie wirtschaftliche Selbständigkeit zu sichern. Kooperationen im Einkauf sind notwendig, um strukturelle und größenbedingte Nachteile auszugleichen. Da das Einkaufsvolumen durch die Bündelung steigt, wird auch die Verhandlungsposition am Beschaffungsmarkt gestärkt. Dadurch hat man bessere Chancen zu ähnlich günstigen Konditionen wie die Großunternehmen einzukaufen.

Diese Vorteile machen sich deutsche Handelsunternehmen, Landwirte und Handwerker schon lange zu Nutzen, während sich diese Art der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit in der Industrie nur ansatzweise entwickelt.

Die ersten Genossenschaften gründete Hermann Schulze-Delitzsch bereits ab 1849, darunter eine Einkaufsgenossenschaft für Schuhmacher und Tischler. Auch wurden durch ihn die ersten Kreditgenossenschaften für Kleingewerbetreibende (die heutigen Volksbanken) ins Leben gerufen. Im Jahr 1859 schloss er die ihm nahe stehenden Genossenschaften zum „Allgemeinen Verband der deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ zusammen. Durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurden genossenschaftliche Kooperationsmodelle im landwirtschaftlichen Bereich schon vor 1850 gegründet.

2. Begriffsdefinitionen und Kooperationsstrategien

 

2.1 Definition der Grundbegriffe Kooperation und Allianz

 

2.1.1 Kooperation

 

Eine Kooperation ist eine zwischenbetriebliche Zusammenarbeit rechtlich selbständiger Unternehmen bezüglich einzelner Projekte oder Unternehmensbereiche.[1]

 

Ziel einer Kooperation ist die Senkung von Kosten und die Steigerung der gemeinsamen Wettbewerbsfähigkeit. Es wird u.a. nach Intensitätsstufen der Zusammenarbeit unterschieden, welche von reinem Informations-/Erfahrungs-austausch über Absprachen bis hin zu Gemeinschaftsgründungen hinreichen.[2]

 

2.1.2 Allianz

 

Die (strategische) Allianz ist die meist langfristige grundsätzliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der Zielsetzung der Risikoteilung, Neutralisierung der Konkurrenz, des Know-how-Austausches und vor allem der Verbesserung der Wettbewerbsposition.[3] Allianzen werden grundsätzlich immer mit dem Ziel abgeschlossen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser Rechnung zu tragen. Also sind unter dem Begriff Kooperation und Allianz eigentlich komplementäre bzw. kompatible Ziele subsumiert. Unter einer Allianz kann man also eine horizontale Kooperation verstehen, da es sich meist um Wettbewerber gleicher Wirtschaftsstufe handelt.[4]

 

2.2 Formen der Kooperation

 

Als Unterscheidungskriterien für die Beschaffungskooperationen gelten die Intensität der Zusammenarbeit, die Wertschöpfungsstufen, auf denen sich die Kooperationspartner befinden und ob sich der Materialbedarf ähnelt oder ergänzt.

 

2.2.1 Intensitätsstufen der Kooperation

 

Die niedrigste Stufe der Kooperation besteht lediglich aus dem Austausch von Informationen. Es sind kaum hierarchische Koordinationsmechanismen notwendig.

 

Die nächste Intensitätsstufe wird durch ein koordiniertes, arbeitsteiliges Vorgehen gekennzeichnet. Eine Zuteilung von Bereichen der Beschaffungsaktivitäten unter den Unternehmen findet statt. Durch die gemeinsamen Beschaffungsaktivitäten fällt ein gewisser Kooperationsaufwand an.5

 

Die höchste Stufe der Zusammenarbeit ist durch die Gründung einer gemeinschaftlich getragenen Organisation (Joint Venture) gekennzeichnet, die in der Regel eine eigene Rechtspersönlichkeit darstellt. Bei dieser intensiven Kooperationsstufe werden unternehmenseigene Beschaffungsaktivitäten stark eingeschränkt.[5]

 

2.2.1 Innerbetriebliche Beschaffungskooperation

 

Hierbei handelt es sich um die Kooperation mit anderen betrieblichen Funktionen und stellt somit streng genommen keine zwischenbetriebliche Kooperation dar. Sie wird jedoch trotzdem als Kooperation bezeichnet, denn wenn Unternehmen in selbstverantwortlich agierende Subeinheiten aufgegliedert werden (z.B. Produktlinien, Marktfelder, Geschäftsbereiche…) bestehen und entstehen durchaus Koordinationsnotwendigkeiten und Kooperationsmöglichkeiten seitens der Beschaffung.[6]

 

2.2.2 Horizontale Kooperation (Sprachgebrauch: Einkaufskooperation)

 

Dieser Kooperationstyp steht im Mittelpunkt dieser Seminararbeit.