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Fachbuch aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medizin - Chirurgie, Unfallmedizin, Note: 1, , Veranstaltung: Fortbildungsveranstaltung, Sprache: Deutsch, Abstract: Was wird im EKG angezeigt? Jede aktivierte Körperzelle unterscheidet sich elektrisch von einer ruhenden. So, wie Minus und Plus sich an der Batterie auch unterscheiden. Verantwortlich hierfür sind die Ionenverschiebungen über die Zellmembran. Immer wenn es zwischen zwei Zellen (oder Batteriepolen) einen Potentialunterschied gibt, so kann man diesen als Spannung (Einheit: Volt) messen. Genau das macht ein EKG! Es ermittelt die Spannung zwischen zwei Körperstellen. Allerdings liegen zwischen den zwei messenden Elektroden nicht nur zwei, sondern sehr viele (nicht nur Herz-) Zellen. Gemessen wird also nicht der Potentialunterschied zwischen zwei Zellen, sondern die Summe aller Potentialunterschiede der dazwischen liegenden Zellen. Da diese Spannung ständig wechselnd ist, ist es notwendig, die Spannung in Beziehung zur Zeit zu setzen. Das macht man wie folgt (das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Oszilloskop): man verwendet einen Bildschirm, der über die Zeit an verschiedenen Stellen die Spannung anzeigt. Das soll heißen: Die Spannung wird gemessen und ganz links im Bild durch einen Punkt angezeigt (je höher die Spannung, umso weiter oben der Punkt). Im nächsten Moment wird die Spannung wieder gemessen, allerdings wird sie ein Stück weiter rechts angezeigt. Das wiederholt sich, bis der Bildschirm voll gezeichnet ist. Somit ergibt sich aus den ganzen Messpunkten eine Kurve.
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Veröffentlichungsjahr: 2005
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Jede aktivierte Körperzelle unterscheidet sich elektrisch von einer ruhenden. So, wie Minus und Plus sich an der Batterie auch unterscheiden. Verantwortlich hierfür sind die Ionenverschiebungen über die Zellmembran.
Immer wenn es zwischen zwei Zellen (oder Batteriepolen) einen Potentialunterschied gibt, so kann man diesen als Spannung (Einheit: Volt) messen. Genau das macht ein EKG! Es ermittelt die Spannung zwischen zwei Körperstellen. Allerdings liegen zwischen den zwei messenden Elektroden nicht nur zwei, sondern sehr viele (nicht nur Herz-) Zellen. Gemessen wird also nicht der Potentialunterschied zwischen zwei Zellen, sondern die Summe aller Potentialunterschiede der dazwischen liegenden Zellen.
Da diese Spannung ständig wechselnd ist, ist es notwendig, die Spannung in Beziehung zur Zeit zu setzen. Das macht man wie folgt (das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Oszilloskop): man verwendet einen Bildschirm, der über die Zeit an verschiedenen Stellen die Spannung anzeigt. Das soll heißen: Die Spannung wird gemessen und ganz links im Bild durch einen Punkt angezeigt (je höher die Spannung, umso weiter oben der Punkt). Im nächsten Moment wird die Spannung wieder gemessen, allerdings wird sie ein Stück weiter rechts angezeigt. Das wiederholt sich, bis der Bildschirm voll gezeichnet ist. Somit ergibt sich aus den ganzen Messpunkten eine Kurve.
W a s k a n n e i n E K G a u s s a g e n ?
Das EKG zeigt die elektrische Erregung des Herzens. Nicht mehr und nicht weniger. Nicht jeder elektrischen Erregung muss eine Bewegung folgen. Das EKG sagt dahernichtsüber die mechanische Arbeit des Herzens aus!
W i e s i e h t e i n e n o r m a l e K u r v e a u s ?
"Die" normale Kurve gibt es nicht! Das EKG sieht immer anders aus, wenn man die messenden Elektroden an verschiedene Stellen des Körpers klebt. Es wird immer die Spannung zwischen diesen Elektroden gemessen. Natürlich passiert elektrisch gesehen von rechts nach links etwas anderes, als von oben nach unten. Man hat somit die Möglichkeit, je nach Anbringung der Elektroden das Herz "aus verschiedenen Richtungen anzusehen". Die Standard-Ableitung ist die Ableitung II nach Eindhoven vom rechten Arm zum linken Bein. Alles Folgende bezieht sich auf diese Ableitung II.
© Copyright 2004 Rudolf Periny
