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Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Informatik - Internet, neue Technologien, Note: 1,7, Fachhochschule Kaiserslautern, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Diese Diplomarbeit über eLearning-Systeme entstand während eines Pilotprojekts an der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken im Rahmen einer wissenschaftlichen Mitarbeit im Bereich des Content Managements und der Administration. Die Arbeit ist in zwei Kapiteln gegliedert. Das erste Kapitel bezieht sich auf eine theoretische Ausarbeitung über eLearning-Systeme in Betrieben und Hochschulen und die damit verbundenen Chancen für Mitarbeiter und Studenten. Das zweite Kapitel beinhaltet eine praktische Anwendung (Pilotprojekt) an der Fachhochschule Kaiserslautern im Fachbereich Betriebswirtschaft für das Studienfach Software-Engineering (4. & 6. Semester), bei dem die Lernumgebung als unterstützendes Medium für die Vorlesungen genutzt wurde. Am Ende der Arbeit werden Zukunftsperspektiven der Lernumgebungen in Betrieben und Hochschulen aufgezeigt und welche Chancen man mit den Plattformen hat. Diese wissenschaftliche Arbeit richtet sich an Leser, die sich näher darüber informieren möchten, welche Möglichkeiten bereits zum heutigen Zeitpunkt mit den eLearning-Systemen realisierbar sind und was man in Zukunft noch von den Systemen erwarten kann. Der Leser sollen bereits Kenntnisse über multimediale Anwendungen im Internet/Intranet besitzen, da auf technische Notwendigkeiten nur in einem kleinen Rahmen eingegangen wird. Die Arbeit soll ebenfalls als Erfahrungssammlung für die Pilotphase des eingeführten eLearning-Systems an der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken im Bereich des Content Managements und der Administration dienen.
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Veröffentlichungsjahr: 2003
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Über die Notwendigkeitund die Bedeutung lebenslangen Lernens gibt es heute keinen Zweifel mehr. Schon in den 80er Jahren, mit der Einführung von Computern in Büros, Verwaltungen usw., machte man sich Gedanken über die Möglichkeiten des Online-Lernens. Am Anfang war das Online-Lernen noch recht schwierig zu verwirklichen, aber mit der weltweiten Verbreitung des Internets, wurden die Probleme immer kleiner und zur Zeit erlebt das Online-Lernen in Betrieben, Verwaltungen, Hochschulen einen nicht erwarteten Boom. Glaubte man zu Beginn der Entwicklung noch, dass man eigenständige Programme entwickeln muss, so kristallisierte sich heraus, dass dies nicht notwendig war und m an nur eine integrierte Lernumgebung, neben der eigentlichen betrieblichen oder schulischen Anwendung, benötigt. Der Umfang der integrierten Lernumgebung ist abhängig vom jeweiligen Anwender. So ist es verständlich, dass man zur Verwendung in Hochschulen ein breiteres Wissen in die Lernumgebung einbringen muss und für den jeweiligen Verantwortlichen des Content Managements einen größeren Aufwand bedeutet. Wird hingegen die Lernumgebung in einen betrieblichen Leistungsprozess integriert, so ist der zu vermittelnde Lernstoff von Anfang an herein begrenzt und auf die jeweiligen Aufgaben des Anwenders abgestimmt.
Diese Diplomarbeit über eLearning-Systeme entstand während eines Pilotprojekts an der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken im Rahmen e iner
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wissenschaftlichen Mitarbeit im Bereich des Content Managements und der Administration.
Die Arbeit ist in zwei Kapiteln gegliedert.
Das erste Kapitel bezieht sich auf eine theoretische Ausarbeitung über eLearning-Systeme in Betrieben und Hochschulen und die damit verbundenen Chancen für Mitarbeiter und Studenten.
Das zweite Kapitel beinhaltet eine praktische Anwendung (Pilotprojekt) an der Fachhochschule Kaiserslautern im Fachbereich Betriebswirtschaft für das Studienfach Software-Engineering (4. & 6 . Semester), bei dem die Lernumgebung als unterstützendes Medium für die Vorlesungen genutzt wurde. Am Ende der Arbeit werden Zukunftsperspektiven der Lernumgebungen in Betrieben und Hochschulen aufgezeigt und welche Chancen man mit den Plattformen hat.
Diese wissenschaftliche Arbeit richtet sich an Leser, die sich näher darüber informieren möchten, welche Möglichkeiten bereits zum heutigen Zeitpunkt mit den eLearning-Systemen realisierbar sind und was man in Zukunft noch von den Systemen erwarten kann.
Der Leser sollen bereits Kenntnisse über multimediale Anwendungen im Internet/Intranet besitzen, da auf technische Notwendigkeiten nur in einem kleinen Rahmen eingegangen wird.
Die Arbeit soll ebenfalls als Erfahrungssammlung für die Pilotphase des eingeführten eLearning -Systems an der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken im Bereich des Content Managements und der Administration dienen.
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Dieses erste Kapitel der Diplomarbeit untersucht in einer theoretischen Ausarbeitung, was unter multimedialen Lernumgebungen und eLearning-Systemen zu verstehen ist und wie diese Systeme in Betrieben und Hochschulen zur Anwendung kommen.
Multimediale Lernumgebungen bzw. eLearning -Systeme erlebten in den letzten fünf Jahren in Betrieben und Hochschulen einen unerwarteten Einführungsboom. Die Führungsetagen der Unternehmen haben erkannt, dass man in die betriebliche Aus-und Weiterbildung investieren muss, wenn man ein erfolgreiches Unternehmen am Markt sein will. Die Schulung von Mitarbeitern wird am enger werdenden Markt immer wichtiger; denn nur wer Know-how vorweisen kann, kann Erfolg verbuchen. Wie wichtig innerbetriebliche Weiterbildung ist, zeigt folgende Abbildung. Mit den wandelnden Anforderungen an die Mitarbeiter, wandelt sich auch das Wissen der Mitarbeiter.
Die Weiterbildung kann in die allgemeine Weiterbildung, die politische Weiterbildung und die betriebliche Weiterbildung unterteilt werden. In dieser Arbeit stehen die betriebliche Weiterbildung und die Weiterbildung an Hochschulen im Vordergrund. Zunächst soll das Umfeld von Lernumgebungen in Bezug auf das allgemeine Verständnis näher erläutert werden.
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Wenn man sich mit dem Begriff Multimedia näher beschäftigt, stellt sich wie nicht anders erwartet heraus, dass es in wissenschaftlichen und praktischen Untersuchungen noch keine einheitliche Definition gibt.
In unzähligen Dokumentationen verwenden die Autoren den Begriff Multimedia zum einen für Datenverarbeitung oder für den Informationsaustauschsektor generell, zum anderen beziehen sie den Begriff sehr speziell auf das Internet/Intranet und den damit verbundenen Datenaustausch zwischen den einzelnen Komponenten.
Teilt man den Begriff Multimedia in zwei Teile und untersucht den Begriff „Media“ allein, so ergibt sich, dass Medien Mittel zur Verbreitung und Darstellung von Informationen sind. Beispiele hierfür sind Texte, Grafiken mit oder ohne Animation, Bilder, Sprache, Geräusche und Musik.
Der zweite Teil „Multi“ lässt sich aus dem allgemeinen Sprachgebrauch ableiten und bedeutet, dass mindestens zwei verschiedene Komponenten an einer Sache beteiligt sind.
Setzt man die beiden Teile nun wieder zusammen, folgt daraus, dass ein Austausch von Informationen gleich welcher Art zwischen mindestens zwei beteiligten Medien zustande kommt und dass mindestens eine Information unter den Beteiligten ausgetauscht werden muss.
Der Austausch zwischen den beiden Medien kann auf verschiedene Arten erfolgen, z.B. Papier, CD-ROM/DVD oder übers Internet. Wie der Austausch von statten geht, wird in einem späteren Kapitel näher erläutert.
Bezugnehmend auf den Kombinationsbegriff Multimedia, wäre z.B. ein Buch, welches Texte und Grafiken enthält, bereits ein Multimediainstrument. Da aber der Begriff Multimedia immer im Zusammenhang mit Computern und/oder Internet verstanden wird, sollte man das Buch nicht als Multimediainstrument betrachten.
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Bei der Verbreitung und Darstellung von Informationen müssen sowohl die zeitunabhängigen (Texte, Bilder) als auch die zeitabhängigen Medien (Video, Audio, Animationen) beachtet werden.
Neben den Multimedialitäten (zeitbezogene Medien) ist der Begriff Multimedia noch in zwei weitere Begriffe zu untergliedern.
Ein Unterbegriff ist die Multimodalität, die durch die drei folgenden Aspekte gekennzeichnet ist:
Multitasking (gleichzeitige Ausführung von Programmen), Parallelität (gleichzeitige Darstellung mehrerer Medien, z.B. Text mit animierten Bildern) und Interaktivität (Aktive Einbindung des Nutzers in den Prozess).
Außerdem kann unter Multimedia die Einbindung von Programmen verstanden werden. Hierbei werden verschiedene Subsysteme, z.B. Datenbanksysteme, Kommunikationssysteme, miteingebunden.
Folgende Abbildung verdeutlicht die Definition von Multimedia als einen Begriff, der in einem weiten Feld verwandt wird.
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Der Begriff Lernumgebung ist immer mit dem Begriff Lernen verbunden. Lernumgebungen sollen den Lernenden zum einen anregen mit dem zu vermittelnden Stoff arbeiten zu wollen und ihm zum anderen bei der Lehre unterstützen. So können z.B. Lernanforderungen in einer Lernumgebung präsentiert oder verschiedene Lernhilfen abgerufen werden.
Eine Lernumgebung kann man auf zwei Arten realisieren: Als Online-Lernumgebung (eLearning-System) und als Offline-Lernumgebung (CBT). Beide Umgebungen dienen der Aus- und/oder Weiterbildung des Lernenden.
Eine computerintegrierte multimediale Lernumgebung erleichtert das Ziel des Lehrens dadurch, dass der Zugriff auf verschiedene Medien zentral über einen Computer gesteuert wird.
Eine Lernumgebung sollte so programmiert sein, dass sie dem Lernenden Informationen über Ausbildungsweg, Aufgabenstellungen, Verweise auf andere Lerninhalte und Hilfen aufzeigt.
Die Struktur muss klar gegliedert sein und darf keinen Zweifel an dem zu erreichenden Ziel offen lassen.
Lernumgebungen lassen sich in verschiedene Klassen differenzieren. Eine klassische Lernumgebung befindet sich im Offline -Modus, d.h. die Umgebung ist lokal auf einem Server installiert und alle User der Umgebung greifen auf die Daten auf diesem Server zu. Ein Zugriff über das Internet ist im klassischen Sinne nicht vorgesehen. Erfolgt der Zugriff im Gegensatz zur klassischen Lernumgebung über das Internet oder Intranet, so spricht man heute von eLearning-Systemen. Der Begriff eLearning soll im nächsten Punkt näher erläutert werden.
In der klassischen Form spricht man bei einer Lernumgebung von einem CBT (computer based training). Der User greift ohne Zugriff auf das Internetprotokoll auf den ihm zu vermittelten Stoff lokal oder maximal im privaten Netzwerk zu. Hierbei übernimmt er auch entsprechend dem Kursinhalt Aufgaben und speichert diese lokal ab.
Gliedert man die multimedialen Lernumgebungen, so ergibt sich ein großes Spektrum an Variationen, die folgende Einteilung haben können: auf der einen Seite kann multimediales Lernen mit Hilfe von Telekommunikationsmedien (eMail, Chat, Foren, usw.) gestaltet werden, auf der anderen Seite kann man auch Lernumgebungen
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erstellen, die an einen Ort (Seminar-, individuellen Lernort oder Arbeitsplatz) gebunden sind.
Folgende Bestandteile multimedialer Lernumgebungen1an einem Arbeitsplatz (klassische Lernumgebung) lassen sich abbilden:
•wissensbasierte Datenbanken -an einem einheitlichen Lernarbeitsplatz ist der Computer das zentrale Medium, an dem ein Abspielgerät für Bild-CD’s angeschlossen ist.
•Hypermedien(-Systeme) -Medienbausteine sind netzwerkartig miteinander verflochten, d.h. es können jederzeit andere Medien an festgelegten und nichtfestgelegten Stellen aufgerufen werden. Hypermedien werden auch als interaktive Multimedia-Systeme bezeichnet, da man flexibel auf komplex strukturierte Informationen (und verschiedene Medien) zugreifen und mit ihnen arbeiten kann.
•Simulationsprogramme -Möglichkeit des Lernenden, eigenständig in Prozesse und Abläufe einzugreifen und die Lösungsschritte zu analysieren. Expertenmeinungen können jederzeit hinzugezogen werden und nach Beenden der Simulation erfolgt eine Auswertung über den Erfolg/Misserfolg des Lernzieles.
•Unternehmensplanspiele -Der Teilnehmer löst eigenständig nach vorgegebenen Zielbestimmungen und Handlungsregeln Probleme. Die Resultate werden vom Computer nach vorgegebenen Kriterien nach Richtigkeit und Effektivität bewertet.
Der Begriff der Lernumgebung ist ein weitgestreuter Themenkomplex, der sich noch in weitere Teilgebiete aufspalten lässt. Er soll in der Arbeit an verschiedenen anderen Stellen noch weiter differenziert werden.
Der Begriff des eLearnings und der damit verbundenen Systeme ist sehr weitgreifend. ELearning kann als Lernen verstanden werden, das durch Informations-, Kommunikations - und Lerntechnologien unterstützt wird. Der Begriff eLearning ist als
1aus Grundlagen der Weiterbildung - Autoren: Friedrich/Eigler/Mandl/Schnotz/Schott/Seel -
Multimediale Lernumgebungen in der betrieblichen Weiterbildung - Seite 30-31
