36,99 €
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,0, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg (BWL Bank), Veranstaltung: Kapitalmarkttheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwieweit die Aufnahme von Hedgefonds ein bestehendes, bereits diversifiziertes Portfolio optimieren kann. Diesem Ziel wird mittels empirischer Analyse, basierend auf Harry M. Markowitz‘ Portfoliotheorie, Rechnung getragen. Ausgehend von einem konstruierten, typischen Portfolio, werden verschiedene Hedgefonds-Strategien in die Portfoliooptimierung aufgenommen. Unter Betrachtung von Risiko und Rendite entstehen neue effiziente Anlagegewichtungen. Eine potentielle Performanceverbesserung wird in einer Verschiebung der Effizienzlinie im Risiko-Rendite-Diagramm visualisiert. In Anbetracht des derzeit herrschenden Niedrigzinsniveaus ist die Frage nach ertragreichen und gleichzeitig verlässlichen Anlagen schwierig zu beantworten. Investitionen in vermeintlich sichere Häfen generieren Renditen nahe 0%, sodass das Streben nach auch in Zukunft ansehnlichen Erträgen im festverzinslichen Bereich mit der Inkaufnahme von Ausfallrisiken bonitätsschwacher Emittenten einhergeht. Eine reine Investition in Aktien bietet aufgrund der hohen Volatilitäten und damit verbundenen Risiken für die meisten Anleger ebenfalls keine überzeugende Antwort. Daher gebührt der Diversifikation stets eine tragende Rolle in der Anlageentscheidung. Ferner werden über traditionelle Anlageklassen hinausgehende Investments interessant, nämlich alternative Investments mit einem abweichenden Risiko-Rendite-Profil. Neben Rohstoffen bilden Hedgefonds einen bedeutenden Teil dieser Anlageform. Ihnen werden attraktive Portfolioeigenschaften zugesprochen, wie eine geringe Verlustanfälligkeit in extremen Perioden sowie eine niedrige Korrelation zu herkömmlichen Assets. Hedgefonds haben klassischerweise zum Ziel, einen Absolute Return zu erzielen und dadurch auch in schlechten Marktphasen einen marktunabhängigen, positiven Ertrag zu erwirtschaften. Hierfür können unter anderem Short-Positionen durch Leerverkäufe eingegangen werden. Dennoch spielen Hedgefonds in der deutschen Anlegerpraxis eine untergeordnete Rolle. Gründe sind die strikte Regulierung durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) oder interne Anlagerestriktionen. Andererseits liegt die Ursache aber auch in einem oft geringen Verständnis für die Funktionsweise der Hedgefonds-Strategien sowie für deren Wirkungsweise auf das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios. Etwaige Unklarheiten sollen daher im Laufe der Arbeit beseitigt werden. Hinweis: Die Datengrundlage ist in dieser Arbeit nicht enthalten.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2016
Impressum:
Copyright (c) 2015 GRIN Verlag / Open Publishing GmbH, alle Inhalte urheberrechtlich geschützt. Kopieren und verbreiten nur mit Genehmigung des Verlags.
Bei GRIN macht sich Ihr Wissen bezahlt! Wir veröffentlichen kostenlos Ihre Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten.
Jetzt beiwww.grin.com
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Hedgefonds
2.1. Definition von Hedgefonds und Abgrenzung zu klassischen Fonds
2.2. Historischer Überblick
2.3. Charakteristika von Hedgefonds
2.3.1. Charakterisierungskriterien
2.3.2. Renditequelle und Performanceziel
2.3.3. Regulatorische Anforderungen und Transparenz
2.3.4. Anlageinstrumente
2.3.5. Performancepersistenz
2.3.6. Besondere Vertragsbestandteile
2.4. Klassifizierung verschiedener Hedgefonds-Strategien
2.4.1. Hedgefonds-Stile
2.4.2. Equity Hedge
2.4.3. Event Driven
2.4.4. Tactical Trading
2.4.5. Relative Value
2.5. Verzerrungsproblematik von Hedgefonds-Indizes
2.5.1. Herkunft der Verzerrungen
2.5.2. Self-Selection Bias
2.5.3. Survivorship Bias
2.5.4. Backfill Bias
2.6. Alternative Investitionsmöglichkeiten für Privatanleger
2.6.1. Einordnung
2.6.2. UCITS-Hedgefonds
2.6.3. Funds of Hedge Funds
2.6.4. Indexfonds
2.6.5. Zertifikate
2.6.6. Anteilserwerb an Hedgefonds-Gesellschaften
3. Portfolio- und Kapitalmarkttheorie
3.1. Erwartungswert und Varianz
3.2. Portfolio Selection
3.3. Kapitalmarkteffizienz und Implikationen für das Fondsmanagement
4. Empirische Analyse
4.1. Vorgehensweise
4.2. Festlegung des traditionellen Portfolios
4.2.1. Eingrenzung des Anlegerkreises
4.2.2. Bestandteile des Portfolios und effiziente Gewichtungen
4.3. Hedgefonds im Portfoliokontext
4.3.1. Auswahl der Hedgefonds-Daten
4.3.2. Hedgefonds als eigenständige Assetklasse
4.3.3. Performance- und Korrelationsanalyse von Hedgefonds
4.3.4. Statistische Eigenschaften von Hedgefonds
4.4. Risiko-Rendite-basierte Portfoliooptimierung unter Berücksichtigung von Hedgefonds
4.4.1. Beurteilung der Investition in Hedgefonds im Mittelwert-Varianz-Ansatz
4.4.2. Beurteilung der Investition in Hedgefonds im Mittelwert-Semivarianz-Ansatz
4.4.3. Die Rolle des Anlagezeitraums
4.4.4. Kritische Würdigung der Praxisrelevanz
4.4.5. Beurteilung alternativer Investitionsmöglichkeiten im Mittelwert-Varianz-Ansatz
5. Fazit und Ausblick
Anhang
Anhang I: Portfoliooptimierung in Abhängigkeit des Anlagezeitraums
Anhang II: Wechselkursverzerrungen
Anhang IV: Berechnungsdurchführung
Anhang V: Einführung in Visual Basic
Literaturverzeichnis
Abbildung 1: Investmentvermögen nach dem KAGB
Abbildung 2: Klassifikation der Hedgefonds-Strategien
Abbildung 3: Anteil der Strategien am Gesamtmarkt
Abbildung 4: Typische Verläufe von Zinsstrukturkurven
Abbildung 5: Investitionsalternativen für Privatanleger
Abbildung 6: Diversifikationseffekt in Abhängigkeit vom Korrelationskoeffizienten
Abbildung 7: Effiziente und ineffiziente Portfolios im -Anlagen-Fall
Abbildung 8: Die drei Stufen der Informationseffizienz
Abbildung 9: Risiko-Rendite-Diagramm traditioneller Assets im 2-Anlagen-Fall
Abbildung 10: Effizienter Rand der traditionellen Assets
Abbildung 11: Wertentwicklung der Hedgefonds-Strategien
Abbildung 12: Symmetrieeigenschaften einer Verteilung
Abbildung 13: Wölbungseigenschaften einer Verteilung
Abbildung 14: Hedgefonds Composite-Index im 2-Anlagen-Fall
Abbildung 15: Effizienzlinien der Hedgefonds-Strategien
Abbildung 16: Effizienzlinie des Hedgefonds-Stils ED im Mittelwert-Semivarianz-Diagramm
Abbildung 17: Effizienzlinien der OGAW-Hedgefonds
Abbildung 18: Effizienzlinie für den Zeitraum 2004-2007
Abbildung 19: Effizienzlinie für den Zeitraum 2006-2009
Abbildung 20: Effizienzlinie für den Zeitraum 2008-2011
Abbildung 21: Effizienzlinie für den Zeitraum 2010-2013
Abbildung 22: Effizienzlinie für den Zeitraum 2012-2015
Tabelle 1: Varianz-Kovarianz-Matrix für Anlagen
Tabelle 2: Performance der Bestandteile des traditionellen Portfolios
Tabelle 3: Exemplarische Ermittlung einer Effizienzlinie
Tabelle 4: Performance der Hedgefonds-Strategien
Tabelle 5: Korrelation zwischen Hedgefonds und traditionellen Assets
Tabelle 6: Höhere zentrale Verteilungsmomente
Tabelle 7: Performance der OGAW-Hedgefonds
Tabelle 8: Korrelation zwischen OGAW-Hedgefonds und traditionellen Assets
Tabelle 9: Performance des ETFs
Tabelle 10: Korrelation zwischen dem ETF und traditionellen Assets
Tabelle 11: Performance im Zeitraum 2004-2007
Tabelle 12: Korrelation im Zeitraum 2004-2007
Tabelle 13: Performance im Zeitraum 2006-2009
Tabelle 14: Korrelation im Zeitraum 2006-2009
Tabelle 15: Performance im Zeitraum 2008-2011
Tabelle 16: Korrelation im Zeitraum 2008-2011
Tabelle 17: Performance im Zeitraum 2010-2013
Tabelle 18: Korrelation im Zeitraum 2010-2013
Tabelle 19: Performance im Zeitraum 2012-2015
Tabelle 20: Korrelation im Zeitraum 2012-2015
Tabelle 21: Erwartungswert der Wechselkursrenditen
Tabelle 22: Berechnung der Wechselkursverzerrung
In Anbetracht des derzeit herrschenden Niedrigzinsniveaus ist die Frage nach ertragreichen und gleichzeitig verlässlichen Anlagen schwierig zu beantworten. Investitionen in vermeintlich sichere Häfen generieren Renditen nahe 0%, sodass das Streben nach auch in Zukunft ansehnlichen Erträgen im festverzinslichen Bereich mit der Inkaufnahme von Ausfallrisiken bonitätsschwacher Emittenten einhergeht. Eine reine Investition in Aktien bietet aufgrund der hohen Volatilitäten und damit verbundenen Risiken für die meisten Anleger ebenfalls keine überzeugende Antwort.
Daher gebührt der Diversifikation stets eine tragende Rolle in der Anlageentscheidung. Ferner werden über traditionelle Anlageklassen hinausgehende Investments interessant, nämlich alternative Investments mit einem abweichenden Risiko-Rendite-Profil. Neben Rohstoffen bilden Hedgefonds einen bedeutenden Teil dieser Anlageform. Ihnen werden attraktive Portfolioeigenschaften zugesprochen, wie eine geringe Verlustanfälligkeit in extremen Perioden sowie eine niedrige Korrelation zu herkömmlichen Assets.[1] Hedgefonds haben klassischerweise zum Ziel, einen Absolute Return zu erzielen und dadurch auch in schlechten Marktphasen einen marktunabhängigen, positiven Ertrag zu erwirtschaften. Hierfür können unter anderem Short-Positionen durch Leerverkäufe eingegangen werden.[2]
Dennoch spielen Hedgefonds in der deutschen Anlegerpraxis eine untergeordnete Rolle. Gründe sind einerseits die strikte Regulierung durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) oder interne Anlagerestriktionen. Andererseits liegt die Ursache aber auch in einem oft geringen Verständnis für die Funktionsweise der Hedgefonds-Strategien sowie für deren Wirkungsweise auf das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios. Etwaige Unklarheiten sollen daher im Laufe der Arbeit beseitigt werden, um Hedgefonds auch dem deutschen Anleger nahezubringen und deren Attraktivität gegebenenfalls zu steigern.
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die Aufnahme von Hedgefonds ein bestehendes, bereits diversifiziertes Portfolio optimieren kann. Diesem Ziel wird mittels empirischer Analyse, basierend auf Harry M. Markowitz‘ Portfoliotheorie, Rechnung getragen. Ausgehend von einem konstruierten, aber typischen Portfolio, werden verschiedene Hedgefonds-Strategien in die Portfoliooptimierung aufgenommen. Unter Betrachtung von Risiko und Rendite entstehen neue effiziente Anlagegewichtungen. Eine potentielle Performanceverbesserung wird in einer Verschiebung der Effizienzlinie im Risiko-Rendite-Diagramm visualisiert.
Zunächst werden theoretische Grundlagen gelegt, die nötig sind, um anschließende Argumentationen nachzuvollziehen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich deshalb mit dem Thema Hedgefonds im Allgemeinen. Die Anlageklasse wird vorgestellt, indem der Begriff „Hedgefonds“ vom herkömmlichen Investmentfonds abgegrenzt wird und Charakteristika dargestellt werden. Außerdem wird dem Leser ein Einblick in die Anlagestrategien der Hedgefonds-Manager vermittelt. Das Kapitel wird durch eine Erläuterung der Investitionsmöglichkeiten für Privatanleger komplettiert.
Im dritten Kapitel wird Markowitz‘ Portfolio-Selection-Theorie umrissen, in deren Kontext auch auf Hedgefonds eingegangen wird. Dabei wird die eingangs erwähnte Diversifikation im Zusammenhang mit dem Begriff der Korrelation beleuchtet. Im Anschluss erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit drei Formen der Markteffizienz.
Das vierte Kapitel beinhaltet die empirische Analyse, die den Kern der Arbeit darstellt. Hierfür werden zunächst die soeben erwähnten Ausgangsportfoliobestandteile festgelegt, auf welchen anschließende Berechnungen aufbauen. Nach einer Eingrenzung der Hedgefonds-Datenbasis werden in Abhängigkeit der Anlagestrategie Performance- und Korrelationswerte der Hedgefonds ermittelt, um anschließend eine Portfoliooptimierung im Mittelwert-Varianz-Ansatz durchzuführen.
Vorausgesetzt, es ist eine Verbesserung des Risiko-Rendite-Verhältnisses in einem bereits diversifizierten Portfolio möglich, wird im Anschluss die praktische Relevanz beurteilt. Von besonderem Interesse ist hierbei die Frage, inwieweit ein Privatanleger von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren kann. Die Arbeit wird mit einem Fazit abgerundet. Im nun folgenden Kapitel wird die Anlageklasse der Hedgefonds vorgestellt.
