Endabrechnung 1 - Sissi Kaipurgay - E-Book

Endabrechnung 1 E-Book

Sissi Kaipurgay

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2,49 €

  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Erotik
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2014
Beschreibung

Massimo Conti. Hier ist der Name Programm: ein Kerl, schön wie die Sünde und fies, wie ein Riesenarschloch eben ist. Ich, der kleine Buchhalter, soll zu diesem Mann und seine Buchhaltung auf Vordermann bringen. Ich tue es. Dabei kenne ich den Kerl seit der Schule und weiß, dass ich ihm nicht gewachsen bin. Es kommt ganz anders, als ich mir vorgestellt habe. In JEDER Hinsicht. Dann verliebe ich mich und es sieht so aus, als hätte ich die Arschkarte...he, so viele Wörter, die mit Arsch beginnen oder enden...MEIN GOTT...Wo bin ich hier?

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Seitenzahl: 71

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Sissi Kaipurgay, France Carol

Endabrechnung 1

für alle, die es noch nie getan haben: es hat riesigen Spass gemacht, liebe Jacky. Hoffe, wir können das mal wiederholenBookRix GmbH & Co. KG80331 München

Endabrechung 1

 

Sämtliche Personen, Orte und Begebenheiten sind frei erfunden, Ähnlichkeiten rein zufällig.

 

Der Inhalt dieses Buches sagt nichts über die sexuelle Orientierung des Covermodels aus.

 

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder eine andere Verwertung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin.

 

 

Ebooks sind nicht übertragbar und dürfen nicht weiterveräußert werden. Bitte respektieren Sie die Arbeit der Autorin und erwerben eine legale Kopie. Danke!

 

 

Text: Sissi Kaiserlos/France Carol

Foto von shutterstock

Covergestaltung: Lars Rogmann

Vorwort

 

Liebe Leser,

 

hier handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von France Carol und mir. Während ich dem Bareigentümer Massimo Conti Leben eingehaucht habe, durfte sie den Buchhalter Florin Bergmann durch die nachfolgende Geschichte führen.

Es hat Riesenspaß gemacht, kapitelweise eine Story entstehen zu lassen ohne vorher zu wissen, in welche Richtung der andere Autor die Geschichte lenkt.

 

Herzlichen Dank, liebe France, jederzeit wieder!

Endabrechnung 1

 

Massimo Conti. Hier ist der Name Programm: Ein Kerl, schön wie die Sünde und so fies, wie ein Riesenarschloch eben sein kann. Ich, der kleine Buchhalter, soll zu diesem Mann und seine Buchhaltung auf Vordermann bringen. Ich tue es. Dabei kenne ich den Kerl seit der Schule und weiß, dass ich ihm nicht gewachsen bin. Es kommt ganz anders, als ich mir vorgestellt habe. In JEDER Hinsicht. Dann verliebe ich mich und es sieht so aus, als hätte ich mal wieder die Arschkarte...

Florin

Niedergeschlagen sitze ich vor dem Schreibtisch meines Vaters und streiche mir über das Gesicht. „Vater, kannst du nicht jemand anderen zu diesem Conti schicken?“, frage ich beinahe schon flehend. „Ich bin doch noch mit dem Abschluss der Vollman GmbH beschäftigt.“

„Nein, ich kann im Moment keinen anderen Mitarbeiter erübrigen. Und der Auftrag von Massimo Conti bringt uns ein stattliches Honorar ein“, erwidert mein Vater streng.

Ich traue mich nicht ihm weiter zu widersprechen, weil er mich schon immer eingeschüchtert hat. Vermutlich wird sich das auch nie ändern. Nicht, dass mein Vater mich mit Schlägen erzogen hätte. Nein, es ist vielmehr diese kalte und harte Präsenz, die er ausstrahlt und die mir seit Kindheitstagen immer das Gefühl vermittelt hat, klein und minderwertig zu sein. Bis heute habe ich es nicht geschafft aus dem Schatten meines Vaters zu treten, und manchmal hasse ich mich regelrecht dafür.

Obwohl ich alles getan habe, was mein Vater von mir erwartet hat, scheint nichts zu reichen, damit ich in seinen Augen an Ansehen gewinnen konnte. Nach dem Abi habe ich die Ausbildung zum Finanzbuchhalter mit Bravour abgeschlossen, um danach ins elterliche Geschäft einzusteigen und mittlerweile arbeite ich mehr Stunden, als alle anderen Angestellten. Trotzdem scheint Vater nicht viel von mir zu halten.

„Wann muss ich denn bei Conti erscheinen?“, frage ich resigniert und füge mich wohl oder übel in mein Schicksal.

„Er erwartet dich Morgen um vierzehn Uhr. Nicht früher! Das hat er ausdrücklich erwähnt, weil er nachts arbeitet und deshalb bis in den späten Morgen schläft. Du wirst dich also seinen Arbeitszeiten anpassen müssen“, werde ich in herrischem Ton unterrichtet. „Mach dir vor Ort ein Bild und lass mich wissen, wie lange du brauchen wirst, um Contis Buchhaltung auf Vordermann zu bringen.“

Demonstrativ schlägt Vater die vor ihm liegenden Akten auf, womit er mir zeigt, dass ich für heute entlassen bin.

In meinem Büro starre ich abwesend auf den Bildschirm und lass meine Gedanken zu Massimo Conti, diesem Arschloch, schweifen.

Ich habe meinem Vater natürlich nicht gesagt, dass ich Massimo noch von früher kenne. Wir sind nämlich eine Zeitlang in die gleiche Schule gegangen und ich habe ihn schon damals gehasst.

Dieser selbstgefällige Schlägertyp machte mir bereits vor zehn Jahren das Leben schwer, weil er mich zu einem seiner bevorzugten Opfer auserkoren hatte. Ich gebe ja zu, dass ich ein Streber war, und somit bei den meisten Mitschülern ebenfalls nicht besonders beliebt, aber für Massimo schien ich ein rotes Tuch zu sein. Massimo. Schon der Name ist zum Kotzen! Wie oft musste ich mit anhören, wie er alle darüber in Kenntnis setzte, dass sein Name so viel wie ‚der Größte‘ bedeutete. Und genauso verhielt er sich auch in der Schule, als ob ihm die Welt gehöre. Und wie ungemein amüsant fand es dieser Wichser, mich Floh anstatt Florin zu nennen mit der Erklärung, dass ich doch auch so klein wie ein Floh wäre. Zum Glück ging Massimo früher als wir anderen von der Schule ab. Wieso, wusste eigentlich niemand, doch für mich wurde der Alltag damit erträglicher.

Und nun soll ich also morgen bei Massimo erscheinen, um seine Buchhaltung in Ordnung zu bringen, da die Steuerprüfung vor der Tür steht. Anscheinend hat es dieser Idiot bis heute nicht für nötig gehalten, überhaupt etwas in Richtung Buchführung zu unternehmen, wenn man den Schilderungen meines Vaters Glauben schenken darf. Das passt absolut zu diesem arroganten Kerl! Irgendwie bin ich versucht, den guten Massimo den Fängen der Steuerbehörde zu überlassen, was ich aber natürlich nicht tun werde, da ich mir meiner Verantwortung durchaus bewusst bin.

Seufzend krame ich alle Dinge zusammen, die ich für den morgigen Tag brauche und verstaue sie in meinem Aktenkoffer. Insgeheim hoffe ich ja, dass Massimo mich nicht wiedererkennen wird, schließlich sind ganze zehn Jahre vergangen. Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! Aber leider muss ich auch zugeben, dass sich mein äußeres Erscheinungsbild nicht wirklich verändert hat. Ich bin immer noch klein und schmächtig, trage beinahe dieselbe Brille wie damals, und auch meinen Haarschnitt habe ich nicht gravierend verändert. Ich mache mir da wohl eher falsche Hoffnungen!

Bevor ich gehe leite ich meinen Telefonanschluss auf die Zentrale um, weil ich wohl einige Zeit nicht im Büro erreichbar sein werde, kontrolliere noch einmal meinen Schreibtisch und verlasse dann mit schwerfälligen Schritten das Büro. Verdammt, beinahe fühle ich mich, als ob es sich hier um den Gang zum Schafott handelt!

Massimo

Ich bin gespannt, was für einen fähigen Mitarbeiter Bergmann schicken wird. Meine Buchhaltung ist praktisch nicht vorhanden, ein wilder Zettelhaufen von gigantischem Ausmaß liegt in einem Karton, den ich auf dem Fußboden meines Büros aufbewahre.

Büro ist für den Raum nicht die richtige Bezeichnung, Kabuff trifft es schon eher. Er liegt im hinteren Bereich meines Lokals, einer Kombination aus Bar und Diskothek, mit dem für einen bevorzugt von Homosexuellen besuchten Club typischen Darkroom. Dieser Raum ist für mich am wichtigsten, neben den Einnahmen aus dem normalen Geschäft natürlich. Hier kann ich mein ausschweifendes Sexualleben austoben.

Ich bin eben kein Typ dafür, Kerle mit in mein Loft zu nehmen. Am liebsten mag ich es, wenn ich mich nach einem Fick wieder dem Tagesgeschäft widmen kann. Ich habe mir sogar schon mal, als ich hinter dem Tresen aushelfen musste, bei der Arbeit einen blasen lassen. Inzwischen habe ich das perfektioniert und lass mir kaum etwas anmerken, wenn ich abspritze. Vielleicht klingt das abgestumpft, ich nenne es cool.

Ach ja, der Kabuff. Er hat nur ein Fenster und es passen knapp zwei Schreibtische hinein. Der Kollege von Bergmann wird ganz eng mit mir zusammenarbeiten müssen, im wahrsten Sinne des Wortes. Mich stört das nicht, ich bin Enge gewohnt. Zuhause, bei der Familie meines Vaters in Italien, leben mehrere Menschen in einem Raum. Obwohl ich meinen großzügigen Loft nicht teile, hier ist es mir egal.

Der Mitarbeiter ist für vierzehn Uhr bestellt. Ich bin also, entgegen meiner Gewohnheit, entsprechend früh im Club und warte ungeduldig im Büro auf seine Ankunft. Pünktlich auf die Minute läutet die Türglocke am Hintereingang. Gespannt gehe ich hin und öffne. Dann allerdings fällt mir die Kinnlade herunter.

Vor mir steht kein anderer als der winzige Floh, den ich schon in der Schule gehänselt habe. Bergmanns Sohn, mein Gott, ich hätte es mir denken können. Kurz überlege ich, ob ich den Kerl gleich wieder wegschicken soll, aber irgendetwas hält mich davon ab. Florin glotzt mich so ängstlich durch seine hässliche Brille an, als würde ich ihn gleich auffressen. Das gefällt mir, wie immer, wenn ich Oberwasser habe.

„Komm rein“, sage ich und winke das Bürschchen an mir vorbei. „Geradeaus, dann erste Tür links.“

Ich gehe hinter ihm und automatisch gucke ich auf seinen Arsch. In der spießigen Anzughose kann ich den nicht genau sehen, aber er scheint klein und knackig zu sein.

„Ich hab nur zwei Stühle, also setz dich doch gleich hinter deinen zukünftigen Schreibtisch.“ Ich schubse Florin, der im Türrahmen stehengeblieben ist, leicht an.

„DAS ist das Büro?“, fragt er, und sein Entsetzen ist nicht zu überhören.

„Ja, ist doch nicht übel, oder?“ Ich schiebe ihn in das Zimmer und gehe zu meinem Schreibtisch, an den ich mich mit dem Hintern lehne und dabei die Arme vor der Brust verschränke.

„Es ist…eng“, murmelt Florin, der langsam zu seinem Stuhl geht.

„Ich mag eng“, sage ich süffisant.