Verlag: Oetinger Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

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E-Book-Beschreibung Endgame - Marcus' Entscheidung - James Frey

Als Marcus ein kleiner Junge war, nannten sie ihn den Affen. Es gab nichts, was er nicht erklimmen konnte. Auch noch Jahre später ist Klettern seine absolute Lieblingsbeschäftigung. Bäume, Wolkenkratzer, aktive Vulkane, nichts hält ihn am Boden. Als sein bester Freund Alexander zum Endgame-Spieler seines Volkes ernannt wird, wagen sie einen letzten gemeinsamen Aufstieg, der Alexander zum Verhängnis wird … Alle Infos zu James Freys Deutschlandreise unter: endgame.de

Meinungen über das E-Book Endgame - Marcus' Entscheidung - James Frey

E-Book-Leseprobe Endgame - Marcus' Entscheidung - James Frey

Das Buch »Endgame – Die Auserwählten« ist ein Rätsel.

Auf seinen Seiten sind Hinweise verborgen, die zu einem Schlüssel führen.

Einem Schlüssel, der irgendwo auf dieser Erde versteckt ist.[i]

Dechiffriere, decodiere, interpretiere.

Begib dich auf die Suche.

Wenn du den Schlüssel findest und ihn an den Ort bringst, an den er gehört,

wirst du mit Gold belohnt![ii]

Bergen von uraltem Gold![iii]

$$$ Ένα εκατομμύριο δολάρια του χρυσού. $.[iv]

 

Diese Novella liefert Hintergrundwissen zu Endgame.

Zur Lösung des Rätsels wird das Buch »Endgame – Die Auserwählten« benötigt.

 

 

 

 

Als Marcus ein kleiner Junge war, nannten sie ihn den Affen.

Das war als Kompliment gemeint. Und genauso fasste Marcus es auch auf.

Im Alter von vier Jahren kletterte er wie ein Äffchen furchtlos eine 30 Meter hohe Kletterwand hinauf und läutete als einziges Kind seiner Gruppe die Klingel am oberen Ende. Seitdem sorgt er stets dafür, dass er höher als die anderen Kinder klettert und schneller oben ankommt. Sitzt immer an der Spitze mit einem dreisten Grinsen und einem Was braucht ihr so lange? auf seinem Gesicht.

Marcus kann alles erklimmen. Bäume, Berge, aktive Vulkane, einen senkrecht ansteigenden Granitfelsen oder die steile Außenwand eines Wolkenkratzers in Tokio. Als Kind war das Asterousia-Gebirge auf Kreta sein Spielplatz. Er hat alle Seven Summits erklettert – die höchsten Berge jedes Kontinents –, einschließlich dem Vinson-Massiv in der Antarktis, was einen Marsch über den Südpol voraussetzte. Er ist illegalerweise den 800 Meter hohen Burj Khalifa ohne Seil oder Klettergurt hochgestiegen und dann in einem Base-Jump von der silbernen Spitze gesprungen. Er ist der jüngste Mensch, der jemals den Gipfel des Everest erreicht hat (was die Welt natürlich nicht wissen darf).

Würde jemand eine ausreichend hohe Leiter bauen, könnte er zum Mond steigen, da ist er sich sicher.

Es gibt vieles, was man am Klettern lieben kann. Es ist die perfekte Verschmelzung von Geist und Materie, die perfekte Methode, die grenzenlose Energie zu bündeln, die ihn die meiste Zeit nervös durch die Gegend tigern lässt. Es verlangt absolute Konzentration, enorme Kraft und ein furchtloses Selbstvertrauen, das Marcus, der sich am lebendigsten fühlt, wenn er aus tausend Metern Höhe herunterguckt, ohnehin im Blut liegt. Er liebt es aus all diesen Gründen – aber hauptsächlich liebt er es, weil er der Beste ist. Und weil der Beste zu sein, bedeutet, besser als Alexander zu sein.

**

Von Tag eins an war klar, dass Alexander Nicolaides der Junge war, den es zu schlagen galt. Es brauchte nur einen weiteren Tag, um herauszufinden, dass er auch der Junge war, den es zu hassen galt.

Marcus’ Eltern nannten es Feriencamp, als sie ihn am ersten Tag ablieferten. Aber er war ein cleverer Junge, clever genug, um sich zu fragen: Was für Eltern laden ihren Vierjährigen auf Kreta ab und fahren ohne ihn zurück nach Istanbul? Was für ein Feriencamp lässt das zu?

Was für ein Feriencamp bringt diesem Vierjährigen das Schießen bei?

Und wie man Sprengstoff scharf macht?

Und wie man die chinesische Schrift liest?

Es war die Art von Feriencamp, in dem kleine Kinder ermutigt wurden, mit Streichhölzern zu spielen.

Es war auf jeden Fall ein Ort, wie er Marcus gefällt – und das sogar schon, bevor er von der Sache mit der Alieninvasion erfuhr und wie er, wenn er alles richtig würde, die Welt retten könnte.

Das beste Feriencamp aller Zeiten.

Zumindest wäre es das gewesen, hätte es den unmöglich zu ignorierenden Alexander Nicolaides nicht gegeben. Er war alles, was Marcus nicht war. Marcus konnte nie still sitzen, handelte stets, ohne zu denken; Alexander war ruhig und bedacht und hatte sogar den Meditationsrekord des Camps gebrochen, der darin bestand, 28 Stunden am Stück still und bewegungslos dazusitzen und in eine dämliche Kerze zu starren. Marcus lernte Sprachen und höhere Mathematik mit enormer mentaler Anstrengung, indem er seinen Kopf gegen Logikprobleme hämmerte, bis sie zerbrachen; Alexander sprach fließend Assyrisch, Sumerisch, Altgriechisch und, nur zum Spaß, Altisländisch und war in der Lage, mindestens sechs Dimensionen zu visualisieren. Marcus war besser im Klettern und Schießen; Alexander war im Navigieren und beim Survival-Training überlegen. Marcus war der Campclown und rühmte sich damit, dass er selbst die strengsten Lehrer zum Lachen bringen konnte; Alexander war kurz angebunden und ernsthaft und sprach nur dann, wenn er etwas Wichtiges zu sagen hatte.

Was gut war, denn seine Stimme war so nervtötend wie Fingernägel, die über die Tafel kratzten, dass Marcus ihm am liebsten aufs Maul hauen wollte.

Es half auch nicht, dass Alexander ein guter Spieler und ein noch besserer Schleimer war. Die anderen Kinder mochten definitiv Marcus lieber, aber bei den Ratsmitgliedern war, das wusste Marcus, Alexander beliebter, und ihre Meinung zählte. Sie waren diejenigen, die am Ende den Spieler wählten und alle anderen nach Hause, zurück in ihre todlangweiligen normalen Leben, schicken würden.

Vielleicht war dieses langweilige Leben für die anderen Kinder in Ordnung.

Sie träumten davon, Astronauten zu werden, Rennfahrer, Rockstars – Marcus nicht. Seit dem Tag, als er von Endgame erfuhr, hatte er nur einen Traum: Es zu gewinnen.

Und nichts würde ihm dabei in die Quere kommen.

Schon gar nicht Alexander Nicolaides.