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Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Investition und Finanzierung, Note: 1,3, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Finanzwelt wird zurzeit kaum ein Thema so häufig diskutiert, wie das über Tradingmethoden der Banker und speziell die der Hedgefonds. In Jahr 2005 noch als Heuschrecken von Franz Müntefering betitelt, wurden die Hedgefonds ein Jahr später wiederum von der Finanzwelt als Heilsbringer hochgelobt. Es galt, Hedgefonds erzielen in jeder Börsenphase Gewinne und tragen richtig eingesetzt zur optimalen Diversifizierung eines Portfolios bei. Heutzutage nach dem Schrecken der Finanzkrise, gelten Hedgefonds aufgrund weniger schwarzer Schafe und deren Methoden mit Leerverkäufen wiederum als hochspekulative Finanzprodukte, als verantwortungsloser Bösewicht oder als ein Auslöser von Krisen. Oft werden aufgrund der fehlenden Transparenz dieser Anlageklasse allgemein die Hedgefonds beschuldigt, obwohl es viele Unterschiede hinsichtlich deren Strategien und Tradingstilen gibt. Diese Ausarbeitung klärt darüber auf, was genau eine Strategie ausmacht und was ein Tradingstil ist. Diese Arbeit fasst mögliche Strategien, als Ebenen zu einem Überblick zusammen und verbildlicht den Entscheidungs- bzw. Entwicklungsprozess zum persönlich angepassten Tradingstil, indem die einzelnen Stufen anhand von Beispielen aufgezeigt und erläutert werden. Natürlich gibt es kein perfektes System und es wird auch keins geben, was immer funktioniert. Jedoch ist es Tatsache, dass bestimmte Systeme immer wieder Anwendung finden, funktionieren und auch über bestimmte Zeiträume kontinuierlich Gewinn abwerfen. Das was man braucht, um erfolgreich am Finanzmarkt zu handeln, ist ein individuell angepasster Tradingstil, der auf vielen Entscheidungen basiert. Diese Arbeit soll aufzeigen, welche Optionen zu traden man hat und Denkanstöße geben, um zu seinem individuellen Tradingstil zu kommen. Daher zielt diese Arbeit darauf ab, die grundlegenden bekanntesten Tradingansätze zur Verwirklichung der Findung, eines individuellen Tradingstils, als Übersicht aufzuzeigen. Themen wie Psychologie des Marktes, Moneymanagement und Risikomanagement sind zur Findung eines geeigneten Tradingstils unabdingbar, aber da es sich um eine Arbeit über Strategien und Handelsysteme handelt, werde ich sie hier nicht behandeln und empfehle jedem aktivem Trader oder dem der es noch werden will, die Lektüre dieser Themen.
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Veröffentlichungsjahr: 2011
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Abkürzungsverzeichnis
ABS Anleihen Asset Backed Securities Anleihen
ADX Average Directional Movement Index
CAPM Capital Asset Pricing Model
+DI + Direktional Indikator
-DI - Direktional Indikator
GD Gleitender Durchschnitt
MA Moving Avarage
MACD Moving Average Convergence/Divergence
NYSE New York Stock Exchange
OTC Over the Counter
QQQ Index auf den S&P 100
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Einleitung 1
In der Finanzwelt wird zurzeit kaum ein Thema so häufig diskutiert, wie das über Tradingmethoden der Banker und speziell die der Hedgefonds. In Jahr 2005 noch als Heuschrecken von Franz Müntefering betitelt, wurden die Hedgefonds ein Jahr später wiederum von der Finanzwelt als Heilsbringer hochgelobt. Es galt, Hedgefonds erzielen in jeder Börsenphase Gewinne und tragen richtig eingesetzt zur optimalen Diversifizierung eines Portfolios bei. Heutzutage nach dem Schrecken der Finanzkrise, gelten Hedgefonds aufgrund weniger schwarzer Schafe und deren Methoden mit Leerverkäufen wiederum als hochspekulative Finanzprodukte, als verantwortungsloser Bösewicht1Oft werden aufgrund der fehlenden Transparenz oder als ein Auslöser von Krisen.
dieser Anlageklasse allgemein die Hedgefonds beschuldigt, obwohl es viele Unterschiede hinsichtlich deren Strategien und Tradingstilen gibt. Diese Ausarbeitung klärt darüber auf, was genau eine Strategie ausmacht und was ein Tradingstil ist. Diese Arbeit fasst mögliche Strategien, als Ebenen zu einem Überblick zusammen und verbildlicht den Entscheidungs- bzw. Entwicklungsprozess zum persönlich angepassten Tradingstil, indem die einzelnen Stufen anhand von Beispielen aufgezeigt und erläutert werden.
Natürlich gibt es kein perfektes System und es wird auch keins geben, was immer funktioniert. Jedoch ist es Tatsache, dass bestimmte Systeme immer wieder Anwendung finden, funktionieren und auch über bestimmte Zeiträume kontinuierlich Gewinn abwerfen. Das was man braucht, um erfolgreich am Finanzmarkt zu handeln, ist ein individuell angepasster Tradingstil, der auf vielen Entscheidungen basiert.
Diese Arbeit soll aufzeigen, welche Optionen zu traden man hat und Denkanstöße geben, um zu seinem individuellen Tradingstil zu kommen. Daher zielt diese Arbeit darauf ab, die grundlegenden bekanntesten Tradingansätze zur Verwirklichung der Findung, eines individuellen Tradingstils, als Übersicht aufzuzeigen. Themen wie Psychologie des Marktes, Moneymanagement und Risikomanagement sind zur Findung eines geeigneten Tradingstils unabdingbar, aber da es sich um eine Arbeit über Strategien und Handelsysteme handelt, werde ich sie hier nicht behandeln und empfehle jedem aktivem Trader oder dem der es noch werden will, die Lektüre dieser Themen.
1Siehe: Finanzen Extra (1/2004), S. 44.
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Einleitung 2
Abschnitt 1:
Hier wurde, wie ersichtlich, auf die Problemstellung dieses Themas sowie die Zielstellung, Vorgehensweise und den Aufbau eingegangen.
Abschnitt 2:
Um den Einstieg in die Hedgefondstrategien zu vereinfachen, wird der Begriff beginnend definiert und erläutert. Grundlegendes Wissen über die Entstehung, Einordnung der Hedgefonds in Alternative Investments und Fähigkeiten der Manager von Hedgefonds habe ich wissentlich weggelassen, da sie kaum zum Verständnis der Strategien beitragen werden. Folglich wird mit den Hedgefondstrategien fortgefahren. Hedgefondstrategien eignen sich zur Erläuterung von allgemein möglichen Strategien, da sie bisher keine Beschränkungen haben und somit sämtliche Instrumente am Markt nutzen können, wodurch sich sehr vielfältige Strategien ergeben. Diese werden nach der kurzen Charakteristik von Hedgefonds und deren Bedeutung, anhand von der Charakterisierung, Umsetzung und der Rendite-/Risikoerwartung, genauer betrachtet.
Abschnitt 3:
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Kategorisierung der Tradingssysteme und Tradingmethoden und es werden technische Researchmethoden zum Erkennen von Chartformationen vorgestellt und deren Funktionsweise aufgezeigt. Dieses Kapitel erläutert zusätzlich, anhand der Charakteristik von Tradingmethoden, wie oft der Trader kauft, wie lange er die Positionen hält und auch wie viele Positionen er kauft. Anhand der Tradingsysteme dieses Kapitels versuche ich aufzuzeigen, welche charttechnischen Tradingsysteme Trader anwenden können, wobei das Augenmerk vor allem auf das Band Trading und die Trendfolge gerichtet ist, da Spreading und Arbitrage eine Ableitung und Erweiterung dessen darstellen und das langfristige Value Trading, mit ausführlicher Fundamentalanalyse, als ein einzelnes großes Thema, den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Da diese Methoden tausendfach individuell modifiziert werden können und auch sollten, werde ich in dieser Arbeit versuchen, dem Leser einen Überblick auf verschiedene Grundmethoden des Systemtradings zu geben. Es werden in Abhängigkeit der jeweiligen Systeme Ereignisse aufgezeigt die Kauf oder auch Verkaufssignale sein können, je nachdem welche Strategie man verfolgt. Der Leser bekommt einen Überblick über den Grundaufbau, die Funktionsweise von Tradingkonzepten und erfährt, warum sie so erfolgreich sein können, wann sie anzu-
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Einleitung 3
wenden sind, wie die Einstiegsformationen aussehen und wi e er sein Risiko beschränkt.
Es ist allgemein übli ch diese Strategien in alle mögliche Richtu ngen zu kombinieren, was speziell beim Arbitrage Trading , Spreading und Hedging der Fall ist, worauf aber in dieser Arbeit nicht detailliert eingegangen wird. Spreading, Hedging und Arbitrage Trading wird grob umschrieben. Zum Schluss des Kapitels über Tradingsysteme, werde ich nochmal einen Ansatz zu einer möglichen Kombination von zwei Systemen aus dem Band Trading und dem Trendfolgen vorstellen.
Abschnitt 4:
In Abschnitt 4 erfolgt ein Fazit und es wird die Ausarbeitung mit dem Fokus auf eine weitere Ausgestaltun g mit einer kritischen Darstellung abgeschlossen.
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Hedgefonds und deren Strategien 4
Kauter D.definiert Hedgfonds wie folgt: „Hedgefonds als eine spezielle Form von Investmentfonds, die unter anderem derivative Instrumente als Direktinvestment nutzen und denen es erlaubt ist, Leerverkaufspositionen einzugehen und über zum Teil signifi-2Erkante Fremdkapitalaufwendungen und einen damit verbundenen Leverage-Effekt träge zu erwirtschaften, sind die wichtigsten und aktivsten Nutzer des Short Sellings. Sie unterliegen keiner staatlichen Regulation und dürfen in alle Asset-Klassen und Investmentformen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Währungen genauso wie in Finanzinnovationen investieren. Dadurch haben sie sich zu aktiven Teilnehmern im Bereich des Leerverkaufes entwickelt. Die Gründe dafür sind neben Absicherungs- und Arbitragestrategien auch Spekulationen auf relative oder absolute Bewegungen von3Assets zueinander“
Um bestimmte Risiken einer Investition zu begrenzen, wird beim Hedgen ein kompensatorisches Geschäft hinzugefügt, wobei dieses nicht unbedingt das gesamte Risiko abdecken muss. Es ist möglich nur ganz bestimmte Risiken wie beispielsweise nur das Zinsrisiko zu begrenzen, aber ganz bewusst das Kreditrisiko zu erhalten. Es gilt die Chancen und Risiken, gegeneinander zur Optimierung der Risiko-Ertrags-Situation abzuwägen und mit anderen Strategien vergleichbar zu machen, um die optimale Position bestimmen zu können. Um einen Hedge zu konstruieren ist es notwendig, zuerst geeignete Hedginginstrumente zu identifizieren. Die Kombination dieser Instrumente, ergibt die Hedgingstrategie, welche den gewünschten Effekt auf die Risiko-Ertrags-Situation erzeugt. Die Kosteneffizienz, intuitive Einsichtigkeit, langfristige Stabilität in verschiedenen Marktsituationen und ein hoher Grad an Umsetzbarkeit sind Merkmale4einer optimalen Hedgingstrategie.
2Leverage beschreibt den Grad, zu dem ein Investor seine Anlage über Fremdkapital finanziert.
3Kauter C. (2006), S. 97.
4Siehe: Thießen F. / Walther U. (2006), S. 75.
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Hedgefonds und deren Strategien 5
Für den Finanzmarkt bedeutet Hedging nicht die Reduzierung von Risiken, sondern lediglich die Übertragung des Risikos auf einen anderen Marktteilnehmer. Jede dieser Transaktionen benötigt immer ein Gegenüber, der bereit ist, das Risiko gegen eine5übernommen, Gebühr zu übernehmen. Diese Rolle wird generell von Intermediären welche dieses Risiko aber meist nicht selbst übernehmen, sondern sich ebenfalls6Hedgefonds sind keine Instrumente der Absichedurch Gegengeschäfte absichern.
rung, vielmehr bedienen sich Hedgefonds der umfangreichen Möglichkeiten standardisierter und individueller derivater Produkte, um spezifische Arbitrage- und Hedging-Strategien zu verfolgen. Hedgefonds können gar keine effektive Absicherung bieten, da sie eine absolute Renditeerwartung haben, Absicherungen aber Kosten oder zu-7mindest Opportunitätskosten verursachen.
In der breiten Masse herrscht Unwissen über die Vorgehensweisen der Hedgefonds und deren Manager. Diese bleiben bei den Diskussionen über die Strategien verschwiegen. Jeder will seine Tricks und Kniffe für sich behalten, um seinen Klienten überdurchschnittliche Ergebnisse zu bieten, deswegen versuchen die Manager so wenig wie möglich über ihren „Handelsstil“ zu verraten, mit dem sie diese Erträge erzielen. In der Literatur gibt es sehr vielfältige am Markt angewandter Strategien und Systeme. Diese Arbeit beschäftigt sich primär mit den bekanntesten Strategien und Systemen und soll einen grundlegenden Überblick geben und zeigen was möglich ist und worauf erfahrene Trader achten. Es wird aufgezeigt, wie man sich, anstatt die Fonds, welche zum Teil Produkte beinhalten, welche man gar nicht will, direkt zu kaufen, die Strategien und Tradingsysteme der Hedgefonds, je nach Marktlage, selber zu Nutze machen kann um auch in Bärenmarkten oder seitwärts bewegenden Märkten erfolgreich von weltweiten Kapitalmarktentwicklungen zu profitieren.
Es gibt beinahe genauso viele unterschiedliche Strategien, wie es Hedgefonds und Ineffizienzen gibt. Neue Ineffizienzen und Möglichkeiten, interessante Renditen zu erzielen, treten täglich auf, entsprechend wächst die Zahl der Manager, die diese auszu-8AlternativeInvestments, in welche auch Hedgefonds einzuordnen nutzen versuchen.
sind, werden meist als Bereicherung eines bereits vorhandenen traditionellen Portfo-
5Intermediäre
6Siehe: Thießen F. / Walther U. (2006), S. 85.
7Siehe: Weber T.(2004), S. 19.
8Siehe: Weber T. (2004), S. 49.
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Hedgefonds und deren Strategien 6
9Allerlios, beispielsweise bestehend aus Aktien- und Rentenpositionen betrachtet. dings, je höher der Grad der Marktneutralisierung und je weniger Risiko, desto geringer10Hedgefond Strategien werden sind die Möglichkeiten einen hohen Ertrag zu erzielen.
auch als Skill-Based-Strategien bezeichnet. Dabei handelt es sich um Strategien, deren Renditeentwicklung von den Fähigkeiten der jeweiligen Manager abhängt und nicht von den Aktienmärkten. Das heißt, der Anleger investiert in ein aktiv gemanagtes Portfolio. Aufgrund der geringen Abhängigkeit gegenüber der Entwicklung der internationalen Märkte und somit der Möglichkeit, jederzeit eine positive Rendite erzielen zu können, die über einer vorgegebenen Mindestrendite liegt (Absolute Returns), werden die Hedgefond Strategien auch als Absolut-Return-Strategien bezeichnet. Allein der Begriff Hedgefond besagt nichts über das, was genau der Fonds macht. Einzig die Konzentration auf die Erzielung eines Added-Value (Mehrwert) durch aktives Management, ist daraus ersichtlich. Daneben existieren aber auch andere, vor allem arbitrageorientierte Hedgefonds, welche ihren Added-Value auch mit passiven Strategien erzielen. Dieser Mehrwert hängt vor allem mit dem hohen Spezialisierungsgrad auf ganz bestimmte Strategien zusammen. Dies ermöglicht einen Vorsprung bei der Informationsbeschaffung auf ganz bestimmten Gebieten, dem Zugriff und der Analyse von Investmentmöglichkeiten. Ebenso ermöglicht das Fehlen von Regulierung die Bildung von außerge-11wöhnlichen Handelsstrategien und Portfolios.
