Erfolgreiches Publizieren für iPad, iPhone u. a. - Anton Ochsenkühn - E-Book

Erfolgreiches Publizieren für iPad, iPhone u. a. E-Book

Anton Ochsenkühn

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11,99 €

Beschreibung

Digitale Magazine, Zeitschriften & Bücher herstellen und vermarkten Mit der Einführung des iPads 2010 ist das Lesen digitaler Bücher zu einem Massenmarkt geworden. Durch kostenlose Apps und unzählige eBook-Stores kann der Anwender nun auf seinem iPad auf eine Fülle von elektronischen Büchern zurückgreifen. Seit Erscheinen von iOS5 und der App "Zeitungskiosk" wurde der Markt nochmals um Zeitschriften und Magazine erweitert. Doch wie produziert man ein eBook oder eine iPad App? Was benötigt man, um damit Geld zu verdienen? Wo können die eBooks verkauft werden? Wir haben die Antworten für Sie! Im ersten Teil dieses Buches lernen Sie, wie man mit Microsoft Word, Pages, Adobe InDesign oder QuarkXPress ein eBook als PDF, ePub oder im Mobipocket-Format erstellt, und auch, was man alles benötigt, um es zu vermarkten. Im zweiten Teil erfahren Sie alles über das Erstellen und Publizieren von eigenen Apps für das iPad. Dazu benötigen Sie keine Programmierkenntnisse, sondern arbeiten mit den Layoutklassikern QuarkXPress und Adobe InDesign. Aus dem Inhalt: Das eBook und seine Formate eBook Hard- und Software-Reader Plattformen, die eBooks anbieten Was ist nötig, um eBooks zu vertreiben? eBooks in den Formaten PDF, ePub und Mobipocket erstellen eBooks publizieren und verwalten Apple Developer Portal Kiosk-Apps mit Adobe Digital Publishing Suite und Quark App Studio iTunes Connect

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 398

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Vorwort

Vorwort

Als im Januar 2010 Apple in San Francisco ein neues Device namens iPad vorgestellt hat, konnte noch niemand ahnen, dass damit die Einführung von Tablets mit Riesenschritten beginnen sollte. Seit der Jahrtausendwende hatten insbesondere Hardwarehersteller den Traum von einem schlanken Device, das sich wie ein Blatt Papier anfühlen und ebenso einfach bedienen lassen sollte.

Doch es dauerte ein Jahrzehnt, bis Apple mit dem iPad den Bann brechen konnte und ein atemberaubendes Gerät auf den Markt brachte. Seither hat das iPad den Tablet-Markt neu erfunden, und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht weitere Hersteller ähnliche Geräte vorstellen.

Und mit der Einführung der tragbaren und flachen Computer hat sich ein weiterer Traum erfüllt: Das Lesen digitaler Bücher ist nun zu einem Massenmarkt geworden. Bis zur Einführung des iPads hatten bereits Firmen wie Amazon mit dem Kindle oder Sony und andere Hersteller Geräte zum digitalen Lesen in ihrem Portfolio. Jedoch haben sich diese Geräte nicht wirklich in breite Publikumskreise einbringen können.

Erst durch den Hype um die Einführung des iPads und dessen kostenloser eBook-Reader-Sofware „iBooks“ wurde die Öffentlichkeit auf das Thema eBooks aufmerksam. Seither hat der Markt eine sensationelle Dynamik entwickelt. So konnte Amazon in den USA im Dezember 2010 erstmals mehr digitale als gedruckte Bücher verkaufen. Und wenig später – an Ostern 2011 – wurde der Kindle-Shop von Amazon genauso wie das dazugehörige Gerät in den deutschen Markt eingeführt.

Mit dem iPad hat sich überdies auch die Formatfrage für digitale Bücher final geklärt: ePub. Vor der Einführung von Apples Kultgerät wurde heftig um das Format für eBooks gerungen: Soll es PDF, Mobipocket (Kindle) oder ePub sein? Die Software iBooks auf dem iPad verwendet ePub. Und zudem hat Apple mit dem iBooks Store eine einfach zu bedienende Plattform für den Erwerb digitaler Bücher geschaffen. Mit nur wenigen Fingergesten ist ein eBook ausgewählt, auf das iPad übertragen und steht zum Lesen bereit.

Im Januar 2012 hat Apple mit der kostenloses Software „iBooks Author“ noch eins draufgesetzt. Mit diesem Programm können eBooks sehr einfach mit multimedialen Inhalten aufgewertet werden, ideal für Lehrbücher an Schulen und Universitäten. Die einfache Bedienung des Programms ermöglicht es auch dem Laien, sehr schnell zu guten Ergebnissen zu kommen.

Mit dem neuerlichen Siegeszug von Android-Phones und Android-Tablets explodiert geradezu die Anzahl der Geräte, die den Konsum digitaler Bücher ermöglichen. Für Verlage und Autoren ist es deshalb ein Muß, diesen enorm wachsenden Markt zu bedienen.

Und die Sterne stehen gut für das Unterfangen, digitale Bücher und Magazine herzustellen. Denn mittlerweile gibt es eine Fülle von Werkzeugen und Funktionen, die die Umwandlung eines konventionellen Buchs oder Magazins, das mit Layout-Software (Adobe InDesign, QuarkXPress) oder Textverarbeitungssoftware (Microsoft Word) erstellt wurde, in digitale Buchformate oder Lese-Apps ermöglichen.

In diesem Buch zeigen wir Ihnen in zwei großen Bereichen, wie einfach es ist, digitalen Content zu erzeugen und auch in den dazugehörigen Plattformen anzubieten (Amazon, Apple, Ciando, etc.). Der erste Teil beschäftigt sich mit den eBook-Formaten und deren Produktion und Vertrieb. Im zweiten Teil wird das Erstellen von eigenen Apps für Magazine, Zeitungen und Zeitschriften mithilfe von Quark App Studio und der Adobe Digital Publishing Suite gezeigt. Dabei wird auch der Umgang mit dem Apple Developer Portal erklärt.

Wir selbst haben als Verlag im Sommer 2010 begonnen, diesen Weg zu gehen. Sie als Leser erhalten somit kompakt alle Informationen, um mit digitalen Büchern Geld zu verdienen. Sie werden dabei erleben, dass es unheimlich Spaß macht, sich den neuen technologischen Möglichkeiten zu stellen.

Und vielleicht geht es Ihnen als Verleger oder Autor nach den ersten Erfolgen so wie uns: 1. Wir hatten bereits in 2010 ca. ein Drittel unseres Unternehmesgewinnes in dem Bereich eBooks erwirtschaftet. 2. Derzeit stellen wir unsere Produkte mit Priorität eins als gedruckte Bücher her. Das digitale Buch ist aktuell unser Zweitnutzen. Doch wir werden wohl bald dahin kommen, unsere Inhalte ausschließlich digital zu veräußern. Die schnelle Reaktionszeit und der geringe investive Kostenblock rechtfertigen diese Überlegungen.

Bei allen diesen Gedankenspielen sei noch ergänzt, dass die Tablets mit ihrem Siegeszug erst begonnen haben. In wenigen Jahren wird deren Verbreitung der der heutigen PCs nahe kommen und damit ist der Markt für das digitale Buch gewaltig. Wer sich heute dafür nicht rüstet, kann bald ins Hintertreffen geraten.

Nutzen Sie also die Chance und studieren Sie die von uns gesammelten Informationen. Diese sind topaktuell und beschreiben Ihnen den einfachen und schnellen Weg, sich einen neuen Geschäftsbereich zu erschließen.

Danken möchten wir an der Stelle all jenen, die uns dabei unterstützt haben, diese Informationen für Sie als Leser zusammenzutragen: den Firmen Apple, Adobe und auch Quark für die Zurverfügungstellung aktueller Software und wichtigen Insiderinformationen.

Viel Spaß beim digitalen Publizieren wünschen die Autoren.

Johann Szierbeck und Anton Ochsenkühn

Februar 2012

Teil 1: Das digitale Buch

Kapitel 1: Das eBook und seine Formate

Das eBook und seine Formate

eBook – dieser Begriff wurde vor Kurzem noch von vielen Personen belächelt, aber inzwischen ist das Wort in aller Munde. Spätestens mit der Einführung des iPads von Apple hat sich das Interesse an eBooks (elektronische Bücher) stark gesteigert. Mit dem iPad hat das eBook einen großen Schub bekommen. Aber was ist denn nun ein eBook?

Kurz gesagt: Ein eBook ist ein Buch in digitaler Form. Dabei ist aber nicht die Rede von den Produktionsdateien (InDesign, QuarkXPress, Word etc.), sondern von dem digitalen Endprodukt, das mit spezieller Hard- und Software angezeigt und gelesen werden kann. Der Begriff eBook taucht bereits seit Mitte der 1990er auf. Damals wurden Bücher (Handbücher, Spielanleitungen für Computerspiele, Multimedia-Anwendungen), die im Format PDF oder als interaktive Anwendungen publiziert wurden, als elektronische Bücher bezeichnet. Erst in jüngster Zeit ist der Begriff eBook ein Synonym für Bücher, die zum Lesen spezielle Hard- oder Software benötigen.

Für das eBook sind im Laufe der Zeit mehrere Dateiformate entstanden, die in verschiedener Lese-Hard- und -Software zur Anwendung kamen. Aus diesen vielen Formaten haben sich mit der Zeit drei Hauptkandidaten herauskristallisiert:

das PDF (Portable Document Format),das ePub (electronic publication),und Mobipocket (das Format für das Lesegerät „Kindle“ von Amazon).

Die drei wichtigsten eBook-Formate: PDF, ePub und Mobipocket (von links).

Wir wollen diese drei Formate etwas näher beleuchten.

PDF (Portable Document Format)

Das Dateiformat PDF ist ein Format, das von Adobe bereits 1993 entwickelt und veröffentlicht wurde. Das Ziel des Formats war es, Dokumente in digitaler Form unabhängig vom Betriebssystem und von der Erstellungssoftware originalgetreu weiterzugeben.

Im Laufe der Zeit hat sich das PDF zu einer richtigen „eierlegenden Wollmilchsau“ entwickelt. Das soll bedeuten, dass eine PDF-Datei für viele verschiedene Zwecke verwendet werden kann. Neben Text, Bild und Grafik kann ein PDF noch zusätzliche Funktionen bzw. Informationen enthalten, wie z. B. Audio- und Videodaten, Hyperlinks oder Javascript-Code.

Hier eine kleine Auswahl an Einsatzzwecken:

eBooks,Korrekturabzüge,Präsentationen,Formulare,Internetauftritte,Druck von Büchern, Zeitungen, Prospekten etc. (PDF/X),Digitaldruck,

Archivierung von Dokumenten (PDF/A). Ein PDF ist meistens das Einstiegsformat für eBooks, da der Aufwand des Erstellens recht gering ist. Da Bücher bereits in digitaler Form in einem Layoutprogramm (Adobe InDesign, QuarkXPress) oder einem Textverarbeitungsprogramm (Microsoft Word, OpenOffice, Apple Pages) vorliegen, bedarf es nur einiger Mausklicks, um ein PDF daraus zu erstellen. Das fertige PDF kann dann noch jederzeit mit der Software Acrobat von Adobe nachbearbeitet werden.

Das PDF bietet einige Vorteile, wie z. B. die Verwendung jeder beliebigen Schrift, das Beibehalten des Originallayouts bzw. des Aussehens des Buchs oder das Hinzufügen von Sicherheitseinstellungen, die das unerlaubte Kopieren von Texten und Bildern verhindern. Des Weiteren können auch interaktive Inhalte wie Hyperlinks und Audio- und Videodaten enthalten sein. Der kostenlose Adobe Reader sorgt dafür, dass ein PDF auf jeder Computerplattform geöffnet und gelesen werden kann.

Ein eBook in PDF-Form geöffnet im Adobe Reader.

ePub (electronic publishing)

ePub ist ein offener Standard für eBooks des International Digital Publishing Forums (IDPF) und ist eines der am weitesten verbreiteten eBook-Formate. eBooks im ePub-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Textes an die Bildschirmgröße des jeweiligen Lesegeräts. Dadurch eignet sich dieses Format besonders für mobile Lesegeräte wie das iPad oder Smartphones.

Das offizielle Logo für ePub.

Im Gegensatz zum PDF wird der Text der Bildschirmbreite angepasst und neu umbrochen. Eine Beibehaltung des Aussehens wie bei der gedruckten Ausgabe eines Buchs ist somit nicht möglich. Allerdings kann der Leser die Schriftart und Schriftgröße seinen eigenen Lesegewohnheiten anpassen.

Das ePub-Format basiert auf einer Anzahl freier Standards, darunter hauptsächlich XML, XHTML, CSS, NCX, Dublin Core und Zip. Durch die Verwendung von freien Standards lässt sich ein ePub auch validieren. Dabei wird überprüft, ob es den Standards entspricht.

Viele Distributoren verlangen, dass ein ePub erst eine Überprüfung durchläuft, bevor es in ihren Bestand aufgenommen wird, wie z. B. Bücher für den Apple iBook Store. Eine sehr gute Möglichkeit, ein ePub zu überprüfen, ist das kleine Java-Programm EpubCheck, das es für jede Computerplattform kostenlos unter der Adresse http://code.google.com/p/epubcheck/ gibt.

Das Java-Programm EpubCheck gibt’s kostenlos bei Google.

Mac-Anwender können mithilfe des Dienstprogramms Terminal das Java-Programm EpubCheck nutzen, um fertige ePubs zu überprüfen. Bei Fehlern in der Datei zeigt das Programm die genaue Fehlerstelle und bietet sogar eine Lösung des Problems.

EpubCheck hat einen Fehler gefunden. Das Datum in der Datei „content.opf“ fehlt bzw. entspricht nicht den Vorgaben.

Da das ePub-Format weitverbreitet ist, gibt es auch eine ganze Menge Geräte und Software, die diese eBooks lesen können. Dazu zählen z. B. das iPad von Apple oder der Sony eBook-Reader. Im Softwarebereich gibt es für jedes Betriebssystem Programme wie Calibre oder das Plug-in EPUBReader für den Browser Firefox.

Ein ePub in Calibre …

… und ein ePub in Firefox.

Das ePub-Format unterliegt auch Entwicklungsstufen, und zur Zeit (Januar 2012) ist ePub 2.0 am weitesten verbreitet. Es gibt aber schon ePub 3.0, mit dem auch Audio- und Videodateien im eBook enthalten sein können. Apple macht sich mit der kostenlosen Mac-Software iBooks Author diesen Umstand bereits zu nutze. Mit diesem Programm kann auf einfache und schnelle Weise ein eBook um multimediale Inhalte erweitert werden.

Die aktuellen eBook-Reader, besonders die Hardware-Reader, können ePub 3.0 nicht verarbeiten, aus diesem Grund wird auch für ePub 2.0 produziert. Nur die Lese-App iBooks von Apple beherrscht die neue ePub-Version.

Mobipocket

Das Mobipocket-Format ist ein proprietäres Format, das seine Verbreitung hauptsächlich dem eBook-Reader „Kindle“ von Amazon verdankt. Das Format wurde von der französischen Firma Mobipocket SA entwickelt, einer Tochterfirma von Amazon, um eBooks auf Handheld-Geräten wie dem Palm oder anderen PDAs darzustellen.

Wie beim ePub passen sich Bücher im Mobipocket-Format der Darstellungsgröße des jeweiligen Ausgabegeräts an. Das Format basiert zwar auf Standards des IDPF (International Digital Publishing Forum), ist aber trotzdem ein proprietäres Format und kann nicht nachbearbeitet werden wie das ePub-Format. Bei der Erstellung werden die Dateien in eine geschlossene Binärdatei umgewandelt.

Zum Erstellen eines eBooks im Mobipocket-Format stellt die Firma „Mobipocket“ eine spezielle Software, den Mobipocket Creator, kostenlos zur Verfügung. Mit seiner Hilfe können HTML-, Word, TXT- und PDF-Dateien in das Mobipocket-Format für den Amazon Kindle umgewandelt werden. Das Programm läuft aber nur unter Windows.

Das Programm Mobipocket Creator kann kostenlos unter der Internetadresse http://www.mobipocket.com heruntergeladen werden.

Der Mobipocket Creator zum Erstellen von eBooks im Mobipocket-Format.

Mac-Anwender können sich mit dem Programm Calibre behelfen, um eBooks im Mobipocket-Format zu erstellen. Mithilfe von Calibre können nicht nur Word-, TXT- und PDF-Dateien umgewandelt werden, sondern auch ePub-Dateien.

Das Programm Calibre gibt es kostenlos für Macintosh und Windows unter der Internetadresse http://www.calibre-ebook.com/download.

Calibre gibt es für alle wichtigen Computer-Plattformen.

Vor- und Nachteile der Formate

Zum besseren Verständnis, was die drei eBook-Formate an Vor- und Nachteilen zu bieten haben, haben wir Ihnen eine Übersichtstabelle zusammengestellt, die die wichtigsten Fakten zu den Formaten enthält.

Vorteile

Nachteile

PDF

sehr weit verbreitetes Format, dass nicht nur für eBooks verwendet wirdsehr einfach und schnell zu erstellenkann interaktive Elemente wie Hyperlinks enthaltenkann Audio- und Videoelemente enthaltenfreie Gestaltung des LayoutsVerwendung jeder beliebigen SchriftCopyright-Schutz durch einfach einzurichtende Sicherheitseinstellungenkostenlose Reader-Software für jede Computer-Plattformdurch das feste Layout kann sich ein PDF nicht den Gegebenheiten des Lesegeräts anpassenSchriftart und Schriftgröße können vom Leser nicht angepasst werdenbasiert nicht auf den Standards der IDPF für eBooks achträgliche Bearbeitung nur mit kostenpflichtiger Software möglich

ePub

Verwendung von Industriestandards wie XML, XHTML, CSS und ZIPbasiert auf den Standards des IDPFsehr weite Verbreitung, besonders in Europakeine spezielle Software zum Erstellen oder Nachbearbeiten nötigkann interaktive Elemente enthaltenkann Videoelemente enthaltenkann sich den Gegebenheiten des Lesegeräts anpassenSchriftart und Schriftgröße können vom Leser selbst definiert werdenwird von den meisten eBook-Readern unterstütztMit ePub 3.0 sind auch multimediale Inhalte wie Audio- und Videodateien möglichdurch die Verwendung von XML bzw. XHTML gibt es Beschränkungen bei der Gestaltung des Layoutsjede Reader-Software interpretiert das ePub etwas anders, ähnlich wie bei den unterschiedlichen Internetbrowsern

Mobipocket

basiert auf den Standards des IDPFkostenlose Software zum Erstellenkann interaktive Elemente enthaltenwird von den meisten Handhelds und PDAs unterstütztsehr weite Verbreitung in den USASchriftart und Schriftgröße können vom Leser selbst definiert werdenStandardformat für den Amazon Kindlekein offenes Format (proprietär)Nachbearbeitung nicht möglichBeschränkungen bei der Gestaltung des Layoutswird nicht von jedem eBook-Reader unterstützt

Kapitel 2: eBook-Reader

eBook-Reader

Im Bereich der eBook-Reader gibt es inzwischen ein reichhaltiges Angebot. Dabei muss zwischen zwei Gruppen unterschieden werden: den Hardware-Readern und den Software-Readern. Wobei die Hardware-Reader noch weiter unterteilt werden können. Es gibt Geräte, die speziell für das Lesen von eBooks verwendet werden, wie z. B. den Kindle von Amazon, und Geräte, die neben dem Anzeigen von eBooks noch andere Funktionen haben, wie z. B. das iPad von Apple.

Auch die Software-Reader können in zwei Gruppen unterteilt werden: Software für Handhelds, PDAs, Tablets und Smartphones sowie Software, die auf einem normalen Computer läuft.

In diesem Kapitel wollen wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Hard- und Software-Reader geben. Damit können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Hard- bzw. Software für welche eBook-Formate geeignet ist und was die einzelnen Geräte und Programme leisten.

Hardware-Reader

iPad

Beginnen wollen wir mit dem iPad von Apple. Es hat innerhalb eines Jahres den eBook-Markt ziemlich „aufgemischt“. Mit dem iPad hat der Besitzer nicht nur einen eBook-Reader in der Hand, sondern ein Gerät, das noch eine ganze Menge mehr kann. Durch die Installation von sogenannten Apps kann man mit dem iPad fast alles machen: spielen, surfen, Termine verwalten, zeichnen, mailen etc. Und man kann das iPad auch zum Lesen von eBooks verwenden.

Das iPad gibt es in verschiedenen Versionen, die sich durch die Speichergröße und die Vernetzbarkeit unterscheiden. Alle iPad-Modelle haben integriertes Wi-Fi, und es gibt Versionen, die zusätzlich eine 3G-Funktionalität enthalten. Damit kann der Besitzer unterwegs im Internet surfen.

Das iPad 2 hat eine Displaygröße von 9,7 Zoll und eine Bildschirmauflösung von 1024 x 768 Pixeln bei 132 ppi. Das Wi-Fi-Modell hat ein Gewicht von 601 g, das 3G-Modell ist 613 g schwer. Es ist 241,2 mm hoch, 185,7 mm breit und 8,8 mm tief, also fast so groß wie ein DIN-A4-Blatt.

Das iPad – der Alleskönner.

Das iPad ist kein Gerät, das ausschließlich für das Lesen von eBooks gedacht ist. Nur durch die entsprechende Software wird das Gerät zum eBook-Reader. Der Vorteil liegt darin, dass man nicht auf die Reader-Software des Herstellers angewiesen ist. Man kann auch eine andere verwenden, die unter Umständen auch weitere eBook-Formate erkennt wie z. B. die Kindle App.

Des Weiteren ist das iPad mit einem farbigen Bildschirm ausgerüstet, was besonders für Verlage interessant ist, die Fotos oder Videos in ihren eBooks platzieren wollen. Außerdem verfügt es über eine integrierte Wi-Fi-Schnittstelle, was dem Leser die Möglichkeit gibt, direkt aus dem eBook heraus Internetseiten bzw. Hyperlinks anzusteuern. Das iPad gibt es auch mit einer 3G-Funktion, die es dem Besitzer erlaubt, unterwegs online zu gehen.

Das sind alles Vorteile, die für das Apple-Gerät als eBook-Reader sprechen. Wo Licht ist, ist natürlich aber auch Schatten. Die Schattenseite des iPads ist der Preis. Das kleinste iPad (16 GB Speicher) kostet in der Wi-Fi-Version aktuell (Mai 2011) 479,– Euro (brutto). Als 3G-Version kostet es 599,– Euro (brutto). Bedenkt man aber, dass dieses Gerät auch für andere Dinge verwendet werden kann, dann ist der hohe Preis etwas leichter zu verschmerzen.

Vorteile

Nachteile

farbiges Displaygroßes DisplayWi-Fi und 3GKann nicht nur zum Lesen von eBooks verwendet werdeneBook-Reader-Software kann frei gewählt werdenhoher Preishohes Gewicht

Amazon Kindle

Ein weiterer eBook-Reader ist der Kindle von Amazon. Dieses Gerät ist ein reiner eBook-Reader. Das bedeutet, man kann es nicht für andere Zwecke verwenden. Es eignet sich also nicht, um E-Mails zu verwalten oder Computerspiele zu spielen.

Der Kindle setzt auf die Technologie von ePaper (elektronisches Papier). ePaper bietet einige Vorteile, wie z. B. sehr gute Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung, gestochen scharfe Darstellung oder geringen Stromverbrauch. Es hat aber auch Nachteile. So kann ePaper nur Schwarzweiß bzw. Graustufen darstellen. Farbige Elemente werden entsprechend in Grau dargestellt. Dadurch ist es auch nicht möglich, Videoinhalte in einem eBook darzustellen.

Den Kindle gibt es zurzeit in drei verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlicher Ausstattung. Die Displaygröße beträgt bei allen drei Modellen 6 Zoll. Wie das iPad gibt es den Kindle auch in einer Ausführung mit Wi-Fi und 3G. Das Gewicht reicht von 170 g bis zu 247 g. Das billigste Modell kann für einen Preis von 99,– Euro erworben werden und hat eine Cursorsteuerung und integriertes Wi-Fi. Die beiden teureren Modell im Wert von 119,–und 159,– Euro besitzen eine Tastatur und Wi-Fi bzw. Wi-Fi + 3G.

Amazons Kindle gibt es in drei Ausführungen.

Der Kindle kann mehrere verschiedene eBook-Formate lesen. Dazu zählen die Formate Kindle (.azw), Text (.txt), HTML (.html), Mobipocket (.mobi, .prc) und Adobe PDF (.pdf).

Der Kindle kann leider keine eBooks im ePub-Format lesen. Gerade dieses Format ist in Europa sehr weit verbreitet. Ein ePub-Buch muss zuerst in das Mobipocket-Format konvertiert werden, damit man es auf dem Kindle lesen kann. Ein Programm zur Konvertierung ist z. B.Calibre.

Der Kindle von Amazon hat eine eigene Tastatur.

Die Bedienung des Kindle ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es kein Touchdisplay besitzt und man alles mit einer kleinen Tastatur steuern muss. In der Übersicht der installierten Bücher kann man nur die Titel lesen. Die Covers sind nicht sichtbar. Mit den Cursortasten auf der Tastatur können die einzelnen Bücher angesteuert und geöffnet werden.

Alle installierten Bücher in der Übersicht (links) und eine Buchseite auf dem Kindle (rechts).

Das Lesen eines Buchs mit dem Kindle geht sehr einfach vonstatten. An der linken und rechten Seite des Geräts befinden sich jeweils zwei Tasten zum Vorwärts- und Rückwärtsblättern. Mit einer speziellen Taste der Tastatur kann man das Menü aufrufen, die Darstellung des Buchs verändern oder wieder zurück zur Buchübersicht springen.

Über das geöffnete Menü kann der Leser zum Inhaltsverzeichnis (1) wechseln, das Buch durchsuchen (2), Lesezeichen (3) oder Notizen erstellen (4).

Mit speziellen Tasten können das Menü geöffnet und die Darstellung geändert werden.

Mit dem Kindle kann der Anwender auch direkt bei Amazon neue eBooks erwerben. Dabei greift der Kindle entweder auf die integrierte Wi-Fi-Verbindung oder (je nach Modell) mit 3G auf das Whispernet von Sprint Nextel zu. Damit kann der Anwender eBooks, Zeitschriften und Zeitungen direkt aus dem Kindle-Store kaufen oder abonnieren. Dabei fallen keine zusätzlichen Kosten für die Datenübertragung an. Bei Büchern kann das erste Kapitel meist kostenlos heruntergeladen werden. Nach Bezahlung mit einem Amazon-Account wird das gesamte Buch auf den Kindle innerhalb von wenigen Sekunden übertragen und ist anschließend lesbar.

Über den Kindle-Store kann man aus über 1 Mio. eBooks wählen.

Die eBooks, Zeitschriften und Magazine, die man über den Kindle-Store beziehen kann, sind für viele Sprachen verfügbar. Es gibt auch eine Anzahl von deutschsprachige Zeitungen, die im Kindle-Store vertreten sind, z. B. die Frankfurter Allgemeine und das Handelsblatt.

Der Kindle kann aber nicht nur über den Store mit Büchern bestückt werden. Durch die integrierte USB-Schnittstelle lässt sich das Gerät an jeden Computer anschließen. Der Kindle erscheint am Rechner als USB-Laufwerk. Durch einfaches Kopieren in den Ordner documents werden eBooks zum Kindle übertragen – eine sehr elegante und einfache Lösung.

Der Kindle kann mit einem Rechner per USB bestückt werden.

Vorteile

Nachteile

lange Akkulaufzeitgünstiggestochen scharfe DarstellungWi-Fi und 3G integriert (modellabhängig)kostenloses 3G-Mobilfunknetzgeringes GewichtText auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbarper USB einfach zu bestückennur Schwarzweiß-Darstellungkeine Auswahl der ReadersoftwareTexteingabe und -auswahl umständlichkein Touchdisplayunterstützt nicht das ePub-FormatVerbreitung hauptsächlich in den USA

Kindle Fire

Seit Herbst 2011 gibt es neben dem eBook-Reader Kindle auch einen Tablet-Computer von Amazon mit dem Namen Kindle Fire. Im Gegensatz zu seinen kleinen Brüdern, ist der Kindle Fire nicht nur zum Lesen von eBooks gedacht. Wie das iPad, kann das Gerät auch andere Funktionen mithilfe von Apps ausführen. Da Amazon nicht nur Bücher verkauft, sondern auch andere digitale Inhalte wie Audio- und Video-Dateien, war es naheliegend, ein Gerät zu entwickeln, das nicht nur zum Lesen von Büchern geeignet ist. Der Kampfpreis von 199,– US-Dollar macht den Kindle Fire zu einem attraktiven iPad-Konkurrenten.

Das Kindle Fire kann zurzeit (Januar 2012) nur in den USA erworben werden. Ein Verkauf in Europa bzw. Deutschland ist von Amazon geplant, aber es steht noch kein Verkaufstermin fest.

Das Amazon Kindle Fire besitzt ein 7-Zoll-Farbdisplay mit Touchfunktion und einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln bei einem Gewicht von 413 Gramm. Es verfügt über Wi-Fi, eine USB-Schnittstelle, 8 GB internen Speicher und eine ungefähre Akkulaufzeit von acht Stunden.

Die technischen Daten des „Kindle Fire“.

Vorteile

Nachteile

geringer PreisFarbdisplaykann nicht nur zum Lesen von eBooks verwendet werdenWi-Fizurzeit nur in den USA verfügbargeringer Speicherplatzkein 3G verfügbar

Sony eBook-Reader

Ein weiterer eBook-Reader, der mit der ePaper- bzw. eInk-Technologie arbeitet, ist der Sony eBook-Reader. Es gibt ihn zurzeit in einer Ausführungen mit einem 6-Zoll-Display. Das Geräte besitzen einen Touchscreen, was die Bedienung erheblich vereinfacht.

Der Sony eBook-Reader.

Der Sony eBook-Reader kann viele verschiedene eBook-Formate verarbeiten. Neben dem ePub-Format können eBooks auch in den Formaten PDF, RTF oder Word gelesen werden. Besonders das ePub-Format ist dabei hervorzuheben, da es besonders in Europa sehr weit verbreitet ist.

Der Sony Reader kann zwar PDF-Dateien lesen, allerdings dürfen sie nicht mit Sicherheitseinstellungen versehen sein. Ein PDF, das mit einem Kennwort zugesperrt wurde, kann am Sony Reader nicht angezeigt werden.

Das Gerät arbeitet ebenso wie der Amazon Kindle mit der ePaper-Technologie und kann deswegen nur Schwarzweiß bzw. Graustufen darstellen. Dafür ist allerdings die Darstellung gestochen scharf und kann auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut gelesen werden. Außerdem ist die ePaper-Technologie sehr energiesparend. Der Akku hält stolze zwei Wochen.

Der Sony Reader hat einen Anschluss für einen Kopfhörer, der es dem Leser ermöglicht, während des Lesens Musik zu hören. Das Gerät kann Audiodateien im MP3- und AAC-Format abspielen.

Das Gerät hat einen internen Speicher von 2 GB, der für ca. 1200 eBooks ausreicht.

Der Sony Reader kann auf zwei Arten mit Daten bestückt werden. Entweder man verwendet die mitgelieferte Software Reader Library oder man überspielt die Daten mithilfe des Finders (Mac) bzw. Explorers (Windows). Das Gerät besitzt eine USB-Schnittstelle und wird beim Anschließen an den Rechner als externes Speichermedium gemountet. Dadurch können eBooks einfach durch Kopieren auf das Gerät übertragen werden.

Der Sony Reader wird als externes Speichermedium gemountet und kann dadurch manuell bestückt werden.

Die mitgelieferte Software Reader Library macht die Verwaltung und Übertragung von eBooks sehr einfach. Zuerst werden die eBooks in die Software aufgenommen und von dort können per Drag & Drop die Daten auf das Gerät übertragen werden.

Die Software „Reader Library“ für den Sony Reader.

Die Software enthält auch eine Möglichkeit, eBooks zu kaufen. Der eBook Store der Software verzweigt dabei auf die Internetportale von einigen deutschen Anbietern wie Libri oder Thalia. Der Sony eBook-Reader kostet zwischen 149,– und 175,– Euro, je nachdem wo man in erwirbt.

Vorteile

Nachteile

lange Akkulaufzeitgünstiggestochen scharfe Darstellunggeringes GewichtText auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbarper USB einfach zu bestückenkann das ePub-Format lesenTouchscreen für eine einfache Bedienunggeringer Preisnur Scharzweiß-Darstellungkeine Auswahl der Readersoftwareliest nur PDFs ohne Schutzeinstellungen

Samsung Galaxy Tab

Als Apple 2010 das iPad vorgestellt hatte, wurde der Markt der Tablet-Rechner kräftig „aufgemischt“. In relativ kurzer Zeit versuchten andere Hersteller, ein gleichwertiges Gerät zu entwickeln. Einer der Hersteller ist Samsung, der mit seinem Galaxy Tab der wichtigste Konkurrent des iPads ist.

Das Galaxy Tab 10.1 (links) und das Galaxy Tab von Samsung.

Das Galaxy Tab gibt es in drei Ausführungen, das Galaxy Tab 10.1 und das Galaxy Tab bzw. Galaxy Tab WiFi. Das erstere besitzt ein 10,1-Zoll-Farbdisplay mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln und die beiden andren haben einen 7-Zoll-Farbdisplay mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Alle benutzten als Betriebssystem Android von Google. Sie verfügen also über ein offenes System, was es den Anwendern ermöglicht, eigene Software auf dem Gerät zu betreiben.

Das offene Betriebssystem und das relativ kleine Gewicht (569 g beim Galaxy Tab 10.1 und 380 g beim Galaxy Tab) machen es auch für das Lesen von eBooks tauglich. Das Galaxy Tab wird bereits mit einer eBook-Reader-App namens eBook ausgeliefert. Es gibt aber auch noch eine ganze Menge frei verfügbarer Reader-Apps, die unterschiedliche eBook-Formate unterstützen.

Die App „eBook“ auf dem Samsung Galaxy Tab.

Wie das iPad besitzt das Galaxy Tab eine Wi-Fi- und 3G-Funktion. Damit können die Hyperlinks zu Internetseiten eines eBooks jederzeit aufgerufen werden.

Das Galaxy Tab kann über einen USB-Anschluss an einen Rechner angeschlossen werden. Das Gerät meldet sich dann als externes Speichermedium am Rechner an und der Anwender kann durch einfaches Kopieren seine eBooks auf das Gerät übertragen.

Das Galaxy Tab kann per USB mit dem Rechner verbunden und manuell mit eBooks bestückt werden.

Das Samsung Galaxy Tab kostet ca. 410,– Euro (ohne Vertrag) und hat einen 16 GB großen internen Speicher und das Galaxy Tab 10.1 kostet ca. 479,– Euro und hat auch einen 16 GB großen internen Speicher. Der Speicher kann mithilfe einer Micro-SD-Card noch erweitert werden.

Vorteile

Nachteile

farbiges Displaykleine Ausmaßeintegrierte KameraWi-Fi und 3GKann nicht nur zum Lesen von eBooks verwendet werdeneBook-Reader-Software kann frei gewählt werdenoffenes BetriebssystemTelefonfunktion hoher Preishohes Gewicht

Software

iBooks für iPad, iPhone und iPod touch

Die Apple-Geräte werden standardmäßig ohne eBook-Reader ausgeliefert. Der Anwender kann aber die kostenlose App iBooks aus dem App Store von Apple herunterladen. iBooks kann eBooks in den Formaten ePub und PDF lesen. Das Mobipocket-Format wird von iBooks nicht unterstützt.

Die App „iBooks“ gibt es auch für das iPhone und den iPod touch. Die Funktionen von iBooks auf den beiden Geräten sind die gleichen wie beim iPad. Der einzige Unterschied besteht in dem kleineren Bildschirm, was das Lesen von eBooks etwas schwerer macht.

Die Aufmachung von iBooks ist sehr ansprechend. Die installierten bzw. gekauften Bücher werden in einem virtuellen Bücherregal angezeigt und werden dort auch verwaltet. Von der Bibliothek (das Bücherregal) aus können die Bücher geöffnet, gelöscht, sortiert, gesammelt und neue Bücher erworben werden.

Die Bibliothek hat eine direkte Anbindung an den iBookstore von Apple. Dort kann der Anwender kostenpflichtige und kostenlose Bücher erwerben. Heruntergeladene Bücher landen in der Bibliothek und können sofort gelesen werden.

Der iBookstore von Apple.

Neben dem iBookstore können eBooks auch über einen Computer mithilfe von iTunes auf das iPad übertragen werden. Ein eBook, das man selbst erstellt oder von einer anderen Quelle, wie z. B. Beam oder Ciando, erworben hat, kann per Drag & Drop in iTunes importiert und danach auf das iPad, das iPhone oder den iPod touch übertragen werden.

Mithilfe von iTunes können eBooks auf das iPad, das iPhone und den iPod touch übertragen werden.

iBooks hat für das Lesen von eBooks alle nötigen Funktionen an Bord. Über eine Steuerleiste können die Schriftart, Schriftgröße und der Hintergrund (1) geändert werden. Sogar die Helligkeit (2) des iPads kann eingestellt werden. Der Leser hat direkten Zugriff auf das Inhaltsverzeichnis (3) und die Bibliothek (4) und kann sowohl Lesezeichen (5) als auch Notizen hinzufügen und im gesamten Buch nach Textstellen suchen (6) lassen. Am unteren Rand befindet sich ein Schieberegler (7), womit der Leser gezielt zu einer Seite springen kann.

„iBooks“ bringt alle nötigen Funktionen zum Lesen eines eBooks mit.

Besonders das Umblättern hat Apple sehr angenehm gestaltet. Der Leser kann, wie bei einem echten Buch, die Seite „nehmen“ und nach links bzw. rechts umblättern. Der Look-and-Feel ist fast wie bei einem echten Buch.

eBooks werden wie echte Bücher umgeblättert und können auch zweiseitig angezeigt werden.

Ein weiteres Feature von iBooks ist der Wechsel zwischen der einseitigen (Hochformat) und zweiseitigen (Querformat) Anzeige. Durch einfaches Drehen des iPads wird die Anzeige gewechselt.

Eine weitere Eigenschaft von iBooks ist die Möglichkeit, Bilder und Fotos vergrößert darzustellen. Durch zweimaliges Antippen eines Bildes bzw. Fotos wird es auf Bildschirmgröße gezoomt. Der Leser kann somit das Bild in all seinen Details betrachten. Ein weiterer Doppeltipp auf das Bild verkleinert es wieder.

Fotos können in „iBooks“ auch vergrößert betrachtet werden.

Sehr gut gelöst ist in iBooks die Darstellung von eBooks mit festem Layout. Besonders Fotobücher profitieren von dieser Tatsache. Bei festen Buchlayouts wird keine dynamische Schriftgröße bzw. kein dynamischer Seitenumbruch verwendet, sondern das Buch wird mit einer festen Höhe und Breite für jede Seite angezeigt. Der Leser kann dabei die Schriftgröße nicht selbst festlegen. Um den Text vergrößert anzuzeigen, muss man ins Buch hineinzommen.

„iBooks“ kann auch Bücher mit festen Layouts anzeigen, wie z. B. ein Comicbuch.

Ein wenig bekanntes Detail von iBooks ist die Tatsache, dass es auch Audio- und Videodateien eines eBooks anzeigen kann. Zurzeit kann das kein anderer eBook-Reader für das iPad, iPhone und den iPod touch. Da diese beiden Dateiarten sehr viel Speicherplatz beanspruchen, findet man sie derzeit eher selten in eBooks.

„iBooks“ kann eingebettete Video- und Audioelemente anzeigen bzw. abspielen.

Ein weiterer Pluspunkt, der für iBooks als eBook-Reader spricht, ist der direkte Einkauf von eBooks über den iBookstore von Apple. Mit einem iTunes-Account kann sich der Leser neue Bücher direkt aufs iPad, iPhone oder den iPod touch laden und sofort zu lesen beginnen. Von allen Büchern im iBookstore steht sogar eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. Neben kostenpflichtigen Büchern findet man auch jede Menge kostenlosen Lesestoff.

„iBooks“ besitzt auch einen integrierten Store, in dem der Anwender kostenpflichtige und kostenlose Bücher erwerben kann.

Fazit

iBooks bietet zurzeit die meisten Funktionen für eBooks. Es kann eingebettete Schriften lesen, Audio- und Videodateien darstellen und hat einen eigenen Onlineshop zum direkten Kauf bzw. Download von Büchern. iBooks ist gewissermaßen die Standard-Software für iOS-Geräte.

Stanza für iPad, iPhone und iPod touch

Eine weitere sehr weit verbreitete eBook-Reader-Software für das iPad, iPhone und den iPod touch ist Stanza von der Firma Lexcycle. Die kostenlose Software kann über den App Store von Apple erworben werden.

Stanza kann eBooks in den Formaten ePub und PDF lesen. Allerdings können nicht alle ePub-Versionen gelesen werden. So kann die App z. B. keine ePubs mit eingebetteten Schriften, Audio- und Videodaten lesen, wie sie im ePub 3.0 vorkommen.

Nach der Installation kann Stanza mithilfe von iTunes bestückt werden. Wenn man z. B. das iPad an den Rechner anschließt und iTunes startet, findet man im Register Apps im unteren Bereich die Dateifreigabe. Dort kann die App Stanza mit Büchern bestückt werden, die man entweder per Drag & Drop oder über die Schaltfläche Hinzufügen überträgt.

Mithilfe von iTunes (links) kann man eBooks zur App „Stanza“ übertragen (rechts).

Nach der Übertragung liegen die eBooks in der Bibliothek von Stanza und können von dort aus geöffnet bzw. gelesen werden. Das Lesen in Stanza geht genauso einfach wie mit iBooks. Ein Fingertipp auf die rechte Seite des Displays blättert vorwärts, ein Tipp auf die linke Seite rückwärts und ein Fingertipp in die Mitte blendet die Einstellungen ein.

Per Fingertipp kann geblättert (links) und die Einstellungen geöffnet werden (rechts).

Die Leseumgebung hat folgende Funktionen:

(1) Inhaltsverzeichnis des Buchs

(2) Einstellungen wie z. B. Schriftgröße, Farbe, Schriftart usw.

(3) Nachtmodus ein-/ausschalten, dabei werden die Farben Weiß und Schwarz getauscht

(4) Suchfunktion öffnen

(5) Schriftgröße ändern

(6) Buch freigeben per Facebook, Twitter oder E-Mail, dabei wird das gesamte Buch z. B. per E-Mail verschickt

(7) Aktionen öffnen, wie z. B. Buch löschen oder Info bearbeiten

(8) Buchinfos öffnen

(9) Zur Bibliothek wechseln

Stanza kann zwar eBooks auch im Querformat anzeigen, dabei wird aber keine Doppelseitendarstellung verwendet, sondern der Text über die ganze Breite des Displays angezeigt.

Das Querformat von „Stanza“ hat keine Doppelseitenanzeige.

Wie bei iBooks kann der Leser das Aussehen des eBooks verändern, indem er eine andere Schriftgröße, Schriftart oder einen Seitenhintergrund wählt, sogar die Textfarbe kann geändert werden. Der Leser hat also umfassende Möglichkeiten, das Aussehen des eBooks zu beeinflussen, was für den Hersteller des eBooks ein Problem ist. Das Aussehen eines eBooks kann vom Hersteller noch so perfekt gestylt worden sein, sobald der Anwender z. B. eine andere Schriftart einstellt oder bei Stanza sogar die Stylesheets deaktiviert, sieht das eBook ganz anders aus.

Der Leser kann in „Stanza“ sogar die Stylesheets deaktivieren (rechts).

Stanza bietet ansonsten alles, was man von einer eBook-Reader-Software kennt. Der Leser kann auf das Inhaltsverzeichnis zugreifen, eigene Lesezeichen und Notizen erstellen oder auch eine Volltextsuche durchführen.

Genauso wie iBooks kann Stanza auch Bilder bzw. Fotos vergrößert anzeigen. Dazu muss man mit dem Finger nur etwas länger auf ein Bild tippen. Dadurch öffnet sich ein Feld, in dem man das Bild, wie vom iPad gewohnt, mit zwei Fingern größer zoomen kann. Man kann das Bild sogar als Titelbild für das Buch verwenden oder in die eigene Fotogalerie aufnehmen.

Bilder können auch vergrößert angezeigt werden.

In Stanza kann der Anwender auch neue Bücher direkt erwerben. Die App baut dabei eine Verbindung zu einigen Internetplattformen auf, die sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige eBooks vertreiben.

Zurzeit sind fast nur Bücher in englischer Sprache vorhanden. Einzelne Plattformen bieten einige wenige Bücher auch in Deutsch an. Der Vertrieb von eBooks über Stanza ist für deutschsprachige Bücher derzeit noch sehr umständlich und nicht rentabel.

Fazit

Stanza ist neben iBooks die wichtigste eBook-Readersoftware für das iPad, iPhone und den iPod touch. Sie hat allerdings zu viele Einstellungsmöglichkeiten für den Leser, wie z. B. das Ausschalten der Style­sheets. Dadurch wird das Produzieren von eBooks mit aufwendigen Layouts schwierig, besonders im Hinblick auf die Verwendung von eingebetteten Schriften in einem ePub. Solche eBooks kann Stanza nämlich nicht öffnen.

Kindle für iOS, Android und Computer

Ein weiterer Vertreter der eBook-Reader-Apps ist Kindle von Amazon. Wie sein Hardware-Gegenpart kann die kostenlose App Kindle eBooks im Mobipocket-Format öffnen bzw. lesen.

Bücher in den Formaten ePub und PDF können mit der Kindle App nicht gelesen werden.

Ein negativer Punkt der Kindle App ist die Tatsache, dass der Leser einen Amazon-Account besitzen muss, damit er die Software verwenden kann. Nach der Installation und dem Start fordert Sie die App auf, die Daten eines Amazon-Accounts einzugeben. Erst nach der erfolgreichen Registrierung kann die App verwendet werden.

Zur Verwendung der App benötigt man einen Amazon-Account.

Nach der Registrierung gelangt man in die Bibliothek von Kindle. Dort sind alle eBooks aufgelistet, die man bei Amazon gekauft oder per iTunes übertragen hat.

Die Bibliothek der Kindle App.

Die Übertragung von Büchern mithilfe von iTunes ist genauso einfach wie bei Stanza. Man schließt sein Gerät (iPad, iPhone, iPod touch) an den Rechner an, öffnet iTunes und springt auf das Register App. Dort befindet sich im unteren Teil der Bereich Dateifreigabe. Jetzt klickt man nur noch die Kindle App an und kann dann entweder per Drag & Drop oder durch einen Klick auf die Schaltfläche Hinzufügen neue Bücher übertragen.

Mit iTunes kann die Kindle App „gefüttert“ werden.

Ein anderer Weg, die App mit Büchern zu bestücken, ist der direkte Kauf bei Amazon. Ein dort gekauftes Buch steht dann sofort über das Whispernet von Amazon zum Download bereit.

eBooks für Kindle können über die Internetplattform von Amazon erworben werden. Das Angebot umfasst über 1 Mio. eBooks in verschiedenen Sprachen. Seit April 2011 ist der Kindle-Shop auch über das deutsche Internetportal erreichbar und bietet auch deutschsprachige Bücher an.

Bei Amazon kann man aber nicht nur eBooks erwerben, sondern auch Zeitungen und Magazine. Darunter befinden sich auch deutschsprachige Ausgaben wie das Handelsblatt oder die Frankfurter Allgemeine.

Das Lesen eines Buchs mit der Kindle App ist wie bei allen eBook-Readern sehr einfach und übersichtlich. Ein Fingertipp auf das Display blendet die Funktionen ein.

Die Leseumgebung der Kindle App mit eingeblendeten Funktionen.

Mit (1) und (5) können Sie zwischen Seiten hin und her springen, die Sie mit dem Schieberegler (6) direkt angewählt haben. Die Taste (2) öffnet ein Feld für die Volltextsuche im Buch. Mit der Taste (3) können Sie u. a. das Inhaltsverzeichnis des Buchs einsehen und gezielt Stellen innerhalb des Buchs anspringen. Das Aussehen kann mit dem Menü bei Taste (4) geändert werden. Dort kann man z. B. die Schriftgröße, die Helligkeit oder den Seitenhintergrund ändern. Mit der Taste (7) gelangt man wieder zurück zur Übersicht bzw. Bibliothek, und mit der Taste (8) kann man ein Lesezeichen setzen.

Wie iBooks kann die Kindle App die Bücher auch im Querformat anzeigen. Wie bei einem echten Buch werden dadurch Doppelseiten am Display angezeigt.

Das Querformat der Kindle App.

Wie seine Konkurrenzprogramme kann die Kindle App Bilder und Fotos auch vergrößert darstellen. Dazu muss man mit dem Finger etwas länger auf ein Bild tippen und dann im geöffneten Kontextmenü die Option Highlight auswählen. Dadurch wird das Bild markiert und mit einem gelben Auswahlrahmen versehen. Jetzt muss man nur noch mit zwei Fingern das Bild größer ziehen. Fertig!

Bilder können in der Kindle App auch vergrößert dargestellt werden.

Fazit

Die Kindle App von Amazon weist einige große Nachteile gegenüber den anderen eBook-Reader-Apps auf. Sie kann nur Bücher im Mobipocket-Format verarbeiten und man benötigt einen Amazon-Account, um die App überhaupt verwenden zu können. Der direkte Einkauf von Büchern und Zeitungen über die App ist ein Pluspunkt, genauso wie der Zugriff auf die Einkäufe über das Whispernet von Amazon. Damit kann der Anwender seine Einkäufe sowohl auf die App als auch auf das Kindle-Gerät übertragen. Die Verfügbarkeit der App sowohl für iOS-Geräte als auch für Android-Geräte und Desktop-Rechnern ist ein weiterer Pluspunkt. iBooks und Stanza gibt es zurzeit ausschließlich für iOS-Geräte.

Adobe Digital Editions

Adobe Digital Editions ist eine kostenlose eBook-Reader-Software für den Mac und für Windows, ist also nicht für mobile Endgeräte gedacht. Die Software kann kostenlos auf der Internetseite von Adobe (www.adobe.de) heruntergeladen werden.

Nach der Installation wird der Anwender aufgefordert, den Computer mithilfe seiner Adobe-ID zu autorisieren. Adobe Digital Editions kann eBooks mit dem Adobe-DRM (Digital Rights Management) verarbeiten, dazu benötigt es allerdings eine gültige Adobe-ID, damit das Programm überprüfen kann, ob der Anwender die Leserechte eines Buchs besitzt.

Die Autorisierung des Computers ist aber nicht zwingend erforderlich, um mit dem Programm eBooks zu lesen. Ohne Autorisierung kann man jedoch nur Bücher und PDFs ohne DRM öffnen bzw. lesen. Die Autorisierung kann auch jederzeit nachträglich unter dem Menüpunkt Bibliothek –> Computer autorisieren durchgeführt werden.

Adobe hat eine eigene Serverlösung (Adobe Content Server) zur Überprüfung der DRM-Rechte eines ePubs oder PDFs. Mithilfe dieser Serverlösung können Verlage die Rechte an ihren Büchern besser kontrollieren und verwalten. So können sie z. B. verhindern, dass ein eBook gedruckt oder kopiert wird. Näheres zur Serverlösung von Adobe finden Sie unterhttp://www.adobe.com/de/products/contentserver/.

Wenn der Computer autorisiert wird, dann kann man mit „Adobe Digital Editions“ auch eBooks mit Adobe-DRM öffnen und lesen.

Nach der Installation und der evtl. Autorisierung des Computers befindet man sich im Regal. Dort werden die eBooks verwaltet und dort können auch neue Bücher hinzugefügt werden. Mit dem Menübefehl Bibliothek –> Medium zur Bibliothek hinzufügen bzw. mit der Tastenkombination Strg/cmd + O können eBooks von der Festplatte oder einem anderen Speichermedium hinzugefügt werden.

Adobe Digital Editions verarbeitet eBooks in den Formaten ePub und PDF. PDF-Bücher dürfen allerdings nicht mit einem Kennwortschutz oder einer digitalen ID versehen sein. Solche Bücher werden vom Programm nicht geöffnet. Nur geschützte Bücher, die mit Adobe-DRM arbeiten, werden von der Software unterstützt.

PDFs mit Kennwortschutz werden von „Adobe Digital Editions“ nicht unterstützt.

Nachdem die eBooks hinzugefügt worden sind, werden sie im Regal Alle Medien aufgelistet. Durch einen Doppelklick auf ein Buch kann dieses gelesen bzw. geöffnet werden.

Das Regal mit den eBooks.

Die Leseumgebung von Adobe Digital Editions gestaltet sich recht einfach. Der linke Bereich enthält das Inhaltsverzeichnis (1) und rechts oben findet man mehrere Optionen, um zu einer bestimmten Seite zu springen (2), das Buch auszudrucken (3), ein Lesezeichen zu setzen (4), die Schriftgröße zu ändern (5), im Text eine Suche durchzuführen (6) und zwischen dem Regal und dem Buch zu wechseln (7).

Die Leseumgebung von „Adobe Digital Editions“.

Das Blättern im Buch kann man entweder über den Scrollbalken auf der rechten Seite bewerkstelligen oder man verwendet die Pfeiltasten auf der Tastatur. Das Programm kann ein eBook auch in Doppelseiten darstellen, dazu muss man nur das Programmfenster größer ziehen.

Man kann zwar die Schriftgröße ändern, aber eine andere Schriftart kann nicht gewählt werden. Allerdings kann die Software ePubs mit eingebetteten Schriften darstellen.

Die Doppelseitenanzeige.

Adobe Digital Editions kann in der aktuellen Version (1.7.2) keine Bilder vergrößert bzw. in einem Extrafenster darstellen.

Fazit

Adobe Digital Editions ist ein sehr leistungsfähiger eBook-Reader, der die beiden Standardformate ePub und PDF beherrscht. Durch das Adobe-DRM können die Rechte von eBooks effektiv verwaltet werden. Negativ fällt nur die teilweise sehr schlechte Anzeige der Buchcover auf. Selbst bei korrekt erstellten ePubs mit eingebettetem Cover kommt es sehr oft zu pixeligen bzw. unscharfen Darstellungen.

Firefox mit EPUBReader

Eine Software, von der man eigentlich nicht erwartet, dass sie eBooks anzeigen kann, ist der Internetbrowser Firefox. Dieser kann mit dem kostenlosen Add-on EPUBReader um diese Funktionalität erweitert werden. Unter der Adresse http://www.epubread.com/de/ kann das Add-on direkt in Firefox installiert werden.

Nach der Installation können eBooks im ePub-Format ganz einfach über die Funktion Öffnen aus dem Menü Datei geöffnet und gelesen werden. Die Leseumgebung gestaltet sich sehr übersichtlich und hält alle Funktionen bereit, die bei eBook-Readern üblich sind.

Die Leseumgebung eines eBooks in Firefox.

Auf der linken Seite wird das Inhaltsverzeichnis (1) angezeigt. Mit zwei Schaltflächen (2) in der unteren Leiste kann geblättert werden. Die Schriftgröße (3) wird unten rechts geändert. Die Leserichtung (4) kann von vertikal auf horizontal geändert werden, was wichtig ist, wenn man Doppelseiten anzeigen lässt. Mit der Schaltfläche (5) kann man zur Bibliothek wechseln. Neue Lesezeichen werden mit der Schaltfläche (6) erstellt. Auf die Einstellungen kann man mit der Schaltfläche (7) zugreifen. Zu einem Onlineshop für ePub-Bücher geht es mit der Schaltfläche (8).

Neben der normalen Anzeige kann ein ePub-Buch auch in mehreren Spalten, also auch als Doppelseiten, angezeigt werden. Dazu reicht es, das Browserfenster einfach breiter zu ziehen. Alternativ dazu kann man die Einstellungen (7) öffnen und ganz unten den Lesestil auf die Option Buch wechseln.

Eine mehrspaltige Darstellung eines eBooks macht den Browser sehr behäbig. Das Umblättern kann unter Umständen einige Sekunden dauern.

Doppelseiten eines eBooks in Firefox.

In den Einstellungen (7) darf der Leser noch etliche Parameter für das eBook ändern. Dazu zählen auch die Schriftgröße, die Hintergrundfarbe oder die Ränder. Sogar das Erscheinungsbild des Inhaltsverzeichnisses kann geändert werden.

Das Add-on kann zwar ePubs mit eingebetteten Schriften lesen, aber diese können durch manuelle Einstellungen des Lesers überschrieben werden. Dadurch wird ein aufwendig gestaltetes Layout, das spezielle Schriften verwendet, zerstört.

Das Add-on für Firefox bietet auch eine Bibliothek, in der alle geöffneten bzw. gelesenen eBooks verwaltet werden. Ein Mausklick auf das Buchsymbol (5) links unten öffnet die Bibliothek. Dort können Sie die einzelnen Buchtitel wieder entfernen oder per Doppelklick ein anderes Buch öffnen. Leider gibt es keine Ansicht der Buchcover.

Die Bibliothek der eBooks in Firefox.

Fazit

Das Add-on EPUBReader für Firefox ist eine sehr elegante Lösung, um mit Firefox nicht nur zu surfen, sondern auch eBooks zu lesen. Es hat alle wichtigen Funktionen, die ein eBook-Reader braucht, und läuft auf allen Plattformen, auf denen auch Firefox installiert werden kann. Somit erreicht dieser Reader ein sehr breites Publikum. Die Möglichkeit, eingebettete Schriften zu überschreiben bzw. zu ignorieren, macht die Verwendung von aufwendig gestalteten Layouts mit diesem Reader sehr schwer.

Calibre

Calibre ist ein sehr vielseitiges Programm. Mit ihm kann man nicht nur eBooks lesen, sondern auch welche erstellen bzw. konvertieren. Es kann sogar mit verschiedenen eBook-Reader-Geräten kommunizieren, wie dem iPad oder dem Sony Reader. Die kostenlose Software kann unter der Adresse http://calibre-ebook.com/ heruntergeladen werden und ist für Mac, Windows und Linux verfügbar.

Nach der Installation müssen zuerst neue Bücher hinzugefügt werden. Dabei erweist sich die Software als ein wahres Wunderwerk. Sie kann nämlich nicht nur eBooks in den Formaten ePub, PDF und Mobipocket, sondern auch eine ganze Menge andere Formate wie z. B. HTML, RTF oder DOC lesen. Bücher können entweder per Drag & Drop oder über die Schaltfläche Bücher hinzufügen links oben im Programmfenster in die Bibliothek aufgenommen werden. Die Bücher können dann sehr übersichtlich über eine Liste und eine Cover-Flow-Darstellung angewählt bzw. verwaltet werden.

Die Bibliothek von „Calibre“.

Auf der linken Seite des Programmfensters kann die Buchliste noch nach verschiedenen Kriterien wie z. B. Autoren gefiltert werden. Um nun ein Buch zu lesen, muss man es nur doppelklicken. Dadurch wird ein eigenes Fenster geöffnet, das alle wichtigen Funktionen zum Lesen des eBooks bereithält.

Das Lesefenster von „Calibre“.

Auf der linken Seite befinden sich verschiedene Schaltflächen, mit denen man das Inhaltsverzeichnis (1) öffnen, das Buch durchblättern (2), Lesezeichen erstellen (3), die Schriftgröße ändern (4), das Buch durchsuchen (6) und ausdrucken (7) kann. Über die Einstellungen (5) darf dann noch das Aussehen des Buchs geändert werden, wie z. B. die Schriftart oder die Schriftgröße.

Calibre kann auch ePubs mit eingebetteten Schriften anzeigen. Dabei ist es egal, welche Schriftart der Anwender eingestellt hat. Es wird immer die eingebettete Schrift bevorzugt. Ein großer Vorteil bei der Gestaltung des Layouts.

Fazit

Calibre ist ein richtiger Alleskönner. Er bietet eine sehr gute Buchverwaltung und kann die Bücher auf den verschiedenen Lesegeräten erkennen und verwalten. Das Lesefenster bietet alle Funktionen, die zum Lesen eines eBooks gebraucht werden. Calibre ist quasi die erste Anlaufstelle, wenn es um die Verwaltung und Konvertierung von eBooks geht. Besonders die große Vielfalt an Formaten, die Calibre verarbeiten kann, macht es neben Adobe Digital Editions zum am meistens verwendeten Programm im Bereich der eBooks.

Kapitel 3: Wo kann man eBooks erwerben?

Wo kann man eBooks erwerben?

Ein eBook kann über verschiedene Plattformen gekauft werden. Es gibt eine ganze Reihe von Internetportalen, die eBooks in verschiedenen Formaten anbieten. Einige Hardware-Hersteller wie Apple oder Amazon haben auch eigene Shops für den Erwerb von eBooks. Die einzelnen Shops bzw. Internetportale bieten teilweise sogar kostenlose eBooks an. Wir wollen Ihnen in diesem Kapitel einige der Shops bzw. Internetportale zeigen.

Apple iBookstore

Um ein eBook von Apple zu erwerben, muss zuerst die kostenlose eBook-Reader-App iBooks auf dem iPad, iPhone oder iPod touch installiert werden. Mit iBooks haben Sie dann einen direkten Zugriff auf den iBookstore. Alternativ dazu können Sie auch iTunes für Mac oder Windows verwenden.

In der App „iBooks“ können über den integrierten „iBookstore“ Bücher von Apple erworben werden.