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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: The Bluest Eye ist ein Roman von Toni Morrison aus den 1970er-Jahren. Auf den ersten Blick erscheint die Geschichte eine gewöhnliche fiktive Erzählung zu sein. Doch wird der Roman genau betrachtet und bewusst gelesen, erkennt der Leser schnell, dass der Roman nicht nur die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, sondern wichtige Themen und Probleme der 1940er-Jahre anspricht. Doch was sind diese Schwierigkeiten und Fragen, die schon das Le-ben eines kleinen Mädchens so stark beeinflussen können? Zu Beginn dieser Arbeit wird kurz auf die gesellschaftlichen und sozialen Voraussetzungen eingegangen, welche zur Entstehung dieses Romans führten, und die Autorin Toni Morrison wird vorgestellt (Kapitel 2). Im 3. Kapitel werden die Handlung und die Charaktere des Romans beschrieben. Das 4. Kapitel umfasst die eigentliche Textanalyse. Nachdem auf die Textstruktur eingegangen wird, werden die zentralen Themen des Romans – Rassismus, Scham und Wut und Sexualität – erörtert. Zum Schluss wird auf die Konstellation von Ge-dächtnis und Erinnerung im Roman und die Bedeutung des Romans für das Gedächtnis der heutigen Gesellschaft eingegangen (Kapitel 5). Ziel dieser Arbeit ist es, die Geschichte zu interpretieren und zu reflektieren und die zentralen Themen des Romans herauszuarbeiten. Dabei wird auch auf die Rolle von Erinnerungen in der Geschichte eingegangen.
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Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtliche und biografische Informationen
2.1. Geschichtlicher Hintergrund
2.2. Toni Morrison
3. Inhalt und Charaktere
3.1. Autumn
3.2. Winter
3.3. Spring
3.4. Summer
4. Textanalyse
4.1. Textstruktur
4.2. Rassismus
4.3. Scham und Wut
4.4. Sexualität
5. Gedächtnis und Erinnerung
5.1. Individuelle und kollektive Gedächtnisse in The Bluest Eye
5.2. The Bluest Eye als Teil des kulturellen Gedächtnisses
6. Resümee
7. Literaturverzeichnis
The Bluest Eye ist ein Roman von Toni Morrison aus den 1970er-Jahren. Auf den ersten Blick erscheint die Geschichte eine gewöhnliche fiktive Erzählung zu sein. Doch wird der Roman genau betrachtet und bewusst gelesen, erkennt der Leser schnell, dass der Roman nicht nur die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, sondern wichtige Themen und Probleme der 1940er-Jahre anspricht. Doch was sind diese Schwierigkeiten und Fragen, die schon das Leben eines kleinen Mädchens so stark beeinflussen können?
Zu Beginn dieser Arbeit wird kurz auf die gesellschaftlichen und sozialen Voraussetzungen eingegangen, welche zur Entstehung dieses Romans führten, und die Autorin Toni Morrison wird vorgestellt (Kapitel 2). Im 3. Kapitel werden die Handlung und die Charaktere des Romans beschrieben. Das 4. Kapitel umfasst die eigentliche Textanalyse. Nachdem auf die Textstruktur eingegangen wird, werden die zentralen Themen des Romans – Rassismus, Scham und Wut und Sexualität – erörtert. Zum Schluss wird auf die Konstellation von Gedächtnis und Erinnerung im Roman und die Bedeutung des Romans für das Gedächtnis der heutigen Gesellschaft eingegangen (Kapitel 5).
Ziel dieser Arbeit ist es, die Geschichte zu interpretieren und zu reflektieren und die zentralen Themen des Romans herauszuarbeiten. Dabei wird auch auf die Rolle von Erinnerungen in der Geschichte eingegangen.
Zu Beginn dieser Arbeit sollen einige Grundlagen geklärt werden, welche für das Verständnis des Romans notwendig sind. Zum einen werden geschichtliche Hintergründe angesprochen – soziale und gesellschaftliche Entwicklungen der 1970er-Jahre –, zum anderen wird auf die Autorin Toni Morrison eingegangen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika wurden in den 1960er-Jahren geprägt von dem „Black Power Movement“ von Malcolm X und dem „Black is Beautiful Movement“ der afroamerikanischen Gesellschaft. In den späten 1950er-Jahren setzten sich immer mehr amerikanische Staatsbürger für das Wahlrecht von Afroamerikanern ein. Vor allem Studenten aus dem Norden organisierten Fahrten in den Süden, um die Rechte der schwarzen Bürger zu verbessern. Zu Beginn der 1960er-Jahre eskalierten diese anfangs friedlichen Versuche, Frustration und Rückschläge führten teilweise zu Auseinandersetzungen. Bis zum Ende der 1960er-Jahre nahmen das „Black Power Movement“ und das „Black is Beautiful Movement“ an Stärke und emotionaler Kraft zu.
Das Jahrzehnt wurde geprägt von zahlreichen Ereignissen die den gesellschaftlichen Status der afroamerikanischen Bevölkerung beeinflussen sollten. Im Jahr 1961 forderten die Freedom Riders im Süden der USA die Aufhebung der Spaltungsregeln zwischen Schwarzen und Weißen. Zwei Jahre später organisierte Martin Luther King Jr. den Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit, um auf die Probleme der afroamerikanischen Gesellschaft hinzuweisen. Im darauf folgenden Jahr wurde die 24. Ergänzung der Konstitution der Vereinigten Staaten ratifiziert. Diese verbot eine Kopfsteuer bei Bundeswahlen, welche zuvor in einigen Staaten eingeführt wurde, um der dunkelhäutigen Bevölkerung das Wählen zu erschweren. Der Civil Rights Act von 1964 verbot die Diskriminierung gegen rassische, ethnische, nationale und religiöse Minderheiten und Frauen in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 1965 kam es zu Aufständen der schwarzen Bevölkerung in der Watts Nachbarschaft in Los Angeles. Im selben Jahr wurde Malcolm X ermordet und King führte den Marsch auf Selma, Alabama, an. In Newar, New Jersey, und Detroit kam es zwei Jahre später zu rassisch begründeten Aufständen. Im Jahr 1968 wurden King und Robert F. Kennedy getötet, im Jahr darauf ermordete das FBI zwei prominente Führer der schwarzen separatistischen Bewegung (Weiskel, 2010, S. 15f.)
