Es flüstert und raunt jenseits des Schleiers - Dorit Sherina Steenhusen - E-Book

Es flüstert und raunt jenseits des Schleiers E-Book

Dorit Sherina Steenhusen

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Beschreibung

Eine Reise nach Südengland wird zum spannenden Abenteuer, wenn wir alle unsere Sinne geöffnet haben. Wer außerdem eine Sehnsucht nach Avalon in sich verspürt, findet in Glastonbury, Stonehenge, Tintagel und selbst im Dartmoor Hinweise, Spuren und manchmal kleine Botschaften. Sei es im Steinkreis von Stonehenge, auf dem Tor, im Garten von Chalice Well oder sogar in einem der mysteriösen Kornkreise. Die Schleier zur Anderswelt, zu den alten Mythen und der Geschichte rund um König Arthur und Merlin sind durchlässig. Wir werden Teil davon, und es erscheint uns ganz normal. Auf einmal sprechen Naturwesen zu uns, und wir lauschen ihnen, als hätten wir nie etwas anderes getan. Wir erinnern uns, dass es einst eine Zeit gab, in der wir Hand in Hand mit ihnen gewirkt haben. Natürlich ist dies überall möglich, doch in Somerset, Cornwall und Co. war dies immer einfacher als anderswo. Ich lade Dich ein, mich auf meiner Reise in diese zauberhafte Gegend zu begleiten!

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Seitenzahl: 114

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Über dieses Buch:

Eine Reise nach Südengland, auf den Spuren von Avalon, ist ein spannendes Abenteuer. Überall finden wir Hinweise, Zeichen und manchmal sogar klare Botschaften, wenn wir alle unsere Sinne geöffnet haben. Die Schleier zur Anderswelt und zur Geschichte rund um König Arthur und Merlin sind durchlässig. Wir werden Teil davon, und es erscheint uns ganz normal. Auf einmal sprechen Naturwesen zu uns, und wir lauschen ihnen, als hätten wir nie etwas anderes getan.

Es flüstert und raunt jenseits des Schleiers

Dorit Sherina Steenhusen

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Der Ruf wird lauter

Ankunft in Glastonbury

Tag: Tor und Chalice Well

Tag: Der See und der Seelenbaum

Tag: Stonehenge und Avebury

Tag: Glastonbury Abbey u. Wearyall Hill

Tag: St. Nectan’s Glen und Tintagel

Tag: Tintagel und Dartmoor

Tag: Chalice Well und White Spring

Abschied

Verzögerte Abreise

Wieder zu Hause

Nachtrag

Danke

Veröffentlichungen

Botschaften alphabetisch

Vorwort

In meinem Buch „Baumgeflüster“ erzählte ich schon einmal, dass meine gefilzten Wesen meist aus einem inneren Impuls heraus entstehen. Wenn ich mich mit einem Thema näher beschäftige, zeigt sich oft auch ein Wesen, das mir dabei hilft, tiefer einzutauchen. Während ich es gestalte, fügen sich Erinnerungen, Bilder und Erkenntnisse zu einem besseren Verständnis zusammen. Auf diese Weise durfte ich in einige Bereiche tiefer eintauchen, als es mir wohl sonst möglich gewesen wäre.

Auch in diesem Buch möchte ich wieder Baumwesen vorstellen, darüber hinaus jedoch die Grenzen zu den Reichen der Anderswelt weiter öffnen. Sie sind nur einen Hauch von uns entfernt, und doch erscheinen sie uns oft noch so fern.

Auf meinen drei Reisen nach Südengland – speziell in die Regionen von Glastonbury, Tintagel und Stonehenge, durfte ich erfahren, wie leicht es - nicht nur mir - besonders dort fällt, in andere Bewusstseins-Ebenen einzutauchen. So bin ich dazu geführt worden, für dieses neue Buch Ausschnitte aus meinem Tagebuch der vierten Reise im Sommer 2018 als Rahmenhandlung und gleichzeitig als Begleiter in die Reiche der Anderswelt zu nehmen.

Die Schleier lichten sich, die diese Bereiche von uns getrennt haben. Es fällt uns inzwischen leichter, die Grenzen zu überschreiten und kleine oder auch größere Einblicke zu erhaschen. Dass dies nichts Unnormales ist, möchte ich auf den folgenden Seiten zeigen.

In früheren Zeiten waren die Reiche nicht voneinander getrennt. Damals gehörten die Naturwesen zum Alltag der Menschen. Als wir sie nicht mehr würdigten, haben sie sich zurückgezogen. Jetzt bekommen wir die Chance, erneut Freundschaft mit ihnen zu schließen.

Es braucht gar nicht so viel, wie einige vielleicht denken. Eine bewusste Öffnung und Bereitschaft ist oft schon der wichtigste Schlüssel, der uns in andere Dimensionen einlässt.

Der Ruf wird lauter

Wer könnte ein besserer Tür-Öffner sein als Merlin? Es ist wohl mehr als dreißig Jahre her, als er mir zum ersten Mal bewusst begegnete. Natürlich kannte ich König Artus, das Schwert Excalibur, Merlin und Morgaine. Doch erst später wurde durch eine innere Berührung des weisen Druiden und Magiers in mir eine tiefe Sehnsucht geweckt. Es war, als würde ich mich an etwas erinnern. Ich fühlte mich darüber sehr verwirrt, doch das Band, das geknüpft worden war, zerriss nie mehr.

Trotzdem dauerte es noch eine Weile, bis ich endlich im Jahr 1996 meine Familie zu einem Urlaub in Südengland überreden konnte. Ausflüge nach Glastonbury und Tintagel ließen mein Herz ganz weit werden, obwohl sie für mich viel zu kurz waren.

1997 führte mich eine weitere Reise mit einer Gruppe nach Südengland. Auch wenn das Thema „Gärten und Parks“ lautete, kletterten wir in Tintagel über die Klippen oberhalb des ewig brausenden Meeres, auf das auch König Artus - oder Arthur, wie die Engländer ihn nennen – geblickt haben mag.

2009 besuchte ich sowohl Glastonbury als auch Tintagel und endlich Stonehenge, wenn auch nur als ganz normaler Tourist – das heißt: ziemlich weit entfernt von den Steinen.

Meine Sehnsucht war noch immer nicht gestillt!

Das Thema Avalon rief mich noch einmal ganz intensiv, als eine Freundin mit ihrer Familie im Jahr 2017 nach Südengland fuhr. Ich sah zu dem Zeitpunkt keine Möglichkeit für einen neuen Besuch dort; noch nicht einmal in der Zukunft. Durch das Gestalten von Merlin habe ich mich mit Avalon verbunden.

Eine Lesung aus meiner Akasha-Chronik, die im Lichtkörper verankert ist und in der alles gespeichert ist, was wir bislang erlebt haben, hat meine Verbindung zur Zeitepoche von Avalon in mir erhellt und darf nun integriert werden. Ich weiß, dass dies noch längst nicht abgeschlossen ist. Es ist ein Prozess, der mich sicherlich noch lange begleiten wird.

Die Figur Merlin hat mich vor eine Herausforderung gestellt. Er wollte für seine Kleidung weniger „Schnick-Schnack“. Es passe nicht zu ihm, wie er meinte. Recht hat er, das musste ich eingestehen, aber trotzdem hätte ich ihm gern ein gebührendes Outfit gegeben, das diesem großen Weisen und Lehrer gerecht wird. Wir konnten uns schließlich auf einen Kompromiss einigen.

*

Merlin

„Ich bin Merlin, der Wanderer zwischen den Welten. Ich bin auch ein Hüter der Dimensionen, deren Schleier nur noch sehr dünn sind. Als Bindeglied zwischen Avalon und der Jetzt-Zeit, in der du lebst und wirkst, reiche ich dir meine Hand, die magischheilend dich begleitet und die dich stärkt. Sie hat das Schwert Excalibur gehalten, um es König Arthur zu überreichen.

Ich helfe dir, die dir innewohnenden Fähigkeiten zu verstärken: deine magischen Fähigkeiten genauso wie deine Allmacht und deine Manifestationskraft. Ich locke das hervor, was sich vor dir und deinem Bewusstsein noch verbirgt.

Alles zu seiner Zeit – und meine rechne ich anders als du die deine.

Ich reise im Nu vom Heiligen Gral der Magie, SCHANDARA, in Stonehenge verankert, zu dir, zu deinen Hoffnungen und Träumen. Ich knüpfe Verbindungen, setze Samenkörner, die wachsen und gedeihen, wenn du sie pflegst und Geduld zeigst.

Ich helfe dir, die Magie in der Natur zu erkennen. Die Magie der Pflanzen – du nennst sie Heilkraft. Ich führe dich zu deinem Seelenbaum, begleite dich zu der Quelle, die dich nährt. Vielleicht entspringt eine in deiner Nähe? Dann suche sie auf, verbinde dich mit ihr und den Naturwesen, die sie hüten. Gibt es keine Quelle, die dir bekannt ist, so gehe zu einem fließenden Wasser, atme die frische Luft dort. Alles Wasser ist EINS. Es verbindet dich auch mit dem Wasser der heiligen Quelle Chalice Well. Spüre die Wurzeln, die dich mit Mutter Erde verbinden, die in der Energie der neuen Zeit den Namen SOL’A’VANA trägt, und mit ihrem Bewusstsein, Lady Shyenna, von den meisten noch Lady Gaia genannt.

Alles ist Magie, wenn du die Wunder darin erkennen kannst.

Alles Leben ist Wunder!

Alles Leben ist Magie!

Lebst du bewusst, so wirkst du magisch-heilend-erschaffend-verändernd - also einfach Wunder-voll!

Atme die Luft, die deinen Geist beflügelt, und die dir Flügel verleiht.

Fühle das Feuer in dir, das dich antreibt, in die Tat zu gehen.

Spüre die Erde unter deinen Füßen. Sie trägt dich und nährt dich, gibt dir Halt und Kraft.

Spüre die Liebe, die alles miteinander verbindet. Das ist heilige Magie!

Ich, Merlin, bin gekommen, um dich daran zu erinnern. Um dir meine Hand zu reichen, wenn du einmal vergessen hast, wer du bist, was du bist und was du bewirken kannst!

Sieh das Schwert Excalibur, das auch du in dir trägst: es ist so kraftvoll! Du kannst es aus dem Stein ziehen, wenn du nur willst, so wie es der junge Arthur konnte.

Nutze deine magische Kraft, deine Imagination, deine Manifestation. Ich, Merlin, stehe dir zur Seite als Reisender zwischen den Ebenen und Zeiten, zwischen den Elementen.“

*

Avalon – die Insel, von den Nebelschleiern verborgen. Die Insel, auf der damals die Priesterinnen der Göttin eine Zuflucht fanden.

Seit vielen Jahren verspüre ich die tiefe Sehnsucht, diesen Ort immer wieder zu besuchen. Ich habe es jedes Mal als Geschenk empfunden, meine Füße nach Glastonbury zu bewegen, nach Stonehenge, nach Tintagel und an andere Orte, die eng mit Merlin und Arthur, mit Viviane und Morgaine verbunden sind.

Avalon ist natürlich noch so viel mehr!

Niemand kann es in einer Woche, und schon gar nicht an einem einzigen Tag, erleben. Es gibt immer nur einen Abdruck dessen frei, was die eigene Seele gerade als Spiegelbild des Inneren erspürt.

Diese Sehnsucht wird mich ewig begleiten.

Mit jedem Apfel, den ich esse, erinnere ich mich an den Ruf der Apfel-Insel.

Ava Apple

„Ich bin Ava Apple.

Ja, richtig, Ava von Avalon. Es ist mehr als nur ein Vorname. Es zeigt dir meine Verbundenheit und meine Herkunft. Wir tragen alle diesen Namen, denn wir sind Eins, verbunden mit der heiligen Insel, die ihr meist Avalon nennt.

Wie ihr wisst, war Avalon eine lange Zeit-Epoche und ein neues Lebensgefühl.

Dies war für endlose Zeiten aus eurem Blickwinkel verschwunden. Doch durch eure Liebe, eure Sehnsucht und eure Reisen – mit dem Körper oder mit euren Aspekten – gelingt es euch mehr und mehr, die Schleier zu lüften, die alles verhüllt hatten.

Eine neue Zeit bricht an, und wir sind ein Teil davon.

Äpfel tragen eine ganz besondere Heilkraft in sich. Auch das ist euch bekannt. Sie wird durch unsere Herkunft magisch verstärkt.

Die Jahreszeiten verschmelzen, wie es auch in der neuen Zeit sein wird. Ich zeige es dir bereits.

Der große Merlin hat uns oft im Obstgarten der Priesterinnen besucht und sich immer einen Apfel in seine Taschen gesteckt. Auch seine Schülerin Myriel, die so eng mit dem mystischen Heilgeist verbunden ist, war in unseren Apfelgärten zu Gast. Sie hat bereits mit uns geheilt.

Alles an uns ist heilkräftig, sogar der Apfelwein, den wir Cider nennen. Damals wurde er bei Ritualen genutzt. Er half, dem Geist Flügel zu verleihen und die Erdenschwere loszulassen, um sich mit der geistigen Welt zu verbinden. Auch mit der Mondgöttin Luna, der Großen Mutter, wie sie die Priesterinnen aus Avalon genannt haben.

Natürlich haben sie den Apfelwein in Maßen genossen, das versteht sich von selbst!

Alles wurde geehrt, was die Natur den Menschen geschenkt hat! Ehrt auch ihr es noch immer? Oder lernt ihr es gerade wieder?

Ich, Miss Ava Apple, verbinde dich mit der heiligen Insel und mit der Zeitepoche Avalon, die von menschlicher Liebe sang, von Vertrauen und Hingabe. Damals war dies schwerer zu leben als heute. Die Menschen haben viele Opfer dafür bringen müssen, doch wurden sie auch reich beschenkt.

Ihr habt es einfacher - es sei denn, ihr lasst euch zu stark von der Dualität ablenken.

Iss einen Apfel, aber nicht nur nebenbei, sondern sei ganz im Hier und Jetzt. Spüre seinen süß-sauren Geschmack auf deiner Zunge, an deinem Gaumen, rieche den frischen, fruchtigen Duft, denk an die vielen heiligen Kräfte, die Heilkräfte, die er dir schenkt!

Und sage Danke, AN’ANASHA, für all diese Gaben!

Ich bin Ava Apple.“

Ankunft in Glastonbury

Aller guten Dinge sind – vier!

Es ist ein warmer Sommerabend Anfang Juli 2018. Ich bin eine Stunde verspätet in Hamburg losgeflogen und nun dementsprechend als Nachzügler in Bristol gelandet. Mein Taxifahrer, der mich nach Glastonbury bringen wird, wartet bereits auf mich und nimmt mir den schweren Koffer ab. Los geht’s. Die Straßen sind um diese Zeit leer, Sterne leuchten am stockdunklen Nachthimmel. Wir unterhalten uns auf der einstündigen Fahrt angeregt, bis wir endlich vor dem Cottage oberhalb der Innenstadt von Glastonbury ankommen. Hier werde ich für einige Tage wohnen. Es trägt „zufällig“ den Namen „Avalon“.

Ich bin Teil einer kleinen spirituellen Gruppe, die sich für eine gute Woche intensiv mit Merlin, König Arthur und vielen anderen aus Avalon verbinden will.

Es ist inzwischen Mitternacht. Am weiten tiefdunkelblauen Sternenhimmel leuchtet hell und fast voll der Mond. Die Luft umhüllt mich samtweich. Als ich durch die mit Ranken überwachsene Pforte in den Vorgarten trete, kommt mir aus üppigen Blumen-Rabatten ein süßer Duft entgegen. Höre ich eine leise Stimme in mir? Ich bleibe stehen und lausche.

*

Moonlight

„Ich bin Moonlight, und ich bringe dir die sanften Strahlen der Mondin. Sie tragen weibliche Energien: die Intuition, die Kraft der Träume und der Magie. Tief verbunden mit der Zeitepoche von Avalon trage ich das blaue Kleid der Priesterinnen der Mondgöttin Luna. So viel Weisheit und Herzenswärme haben sie gelebt! Die Priesterinnen waren eng verbunden mit dem blau-weißen Volk der Anderswelt. Auch Einhörner und Drachen gehörten zu ihren Begleitern, die alle mehr und mehr hinter den Schleiern verschwunden sind. Nun ist die Zeit endlich reif, die Nebel wieder zu lüften.

Die Strahlen der Mondgöttin Luna bringen Licht in die Dunkelheit. Sie und der Mondstein, den ich mit mir bringe, schenken dir tiefe, erkenntnisreiche Träume – wenn deine Seele es zulässt. So können auch Erinnerungen an deine Inkarnationen in Avalon möglich sein. Doch immer nur so, wie es für dich zum Jetzt-Zeitpunkt richtig und gut ist.

Aber das weißt du ja längst.

Ich habe eine enge Herzensbindung mit Viviane, Morgaine und Merlin. Wie sollte es auch anders sein bei der tiefen Verbindung zu Avalon.

Ich bin Moonlight.“

*

Ich fühle mich von dieser unverhofften Begegnung verzaubert und blinzle meine letzten Zweifel fort. Welch eine passende Begrüßung für diese Reise! Schöner hätte es nicht sein können.

Dankend sehe ich zur Mondin hinauf, winke ihr zu und verschwinde mit klopfendem Herzen im Haus.

Wie wird der Empfang sein?

Ich werde längst erwartet. Meine drei Mitbewohnerinnen begrüßen mich mit einem warmen Hallo, und es dauert noch eine ganze Weile, bis wir uns alle zur Ruhe begeben.

1. Tag: Tor und Chalice Well

Am nächsten Morgen treffen wir – eine Gruppe von elf – uns in der Nähe der Abtei und gehen nach einer weiteren herzlichen Begrüßung von dort aus gemeinsam zum Tor, dem Hügel, der das flache, ehemalige Marschland überragt. Er lädt schon von weitem ein, den Weg hinauf zu gehen.