Verlag: Amrun Verlag Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

Falling Paradise 1: Kein Winter ohne dich E-Book

Cat Lewis

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E-Book-Beschreibung Falling Paradise 1: Kein Winter ohne dich - Cat Lewis

Amys Leben ist perfekt und kompliziert zugleich, seit sie den Gitarristen Adrian kennen und lieben gelernt hat. Obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht, als bei ihm zu sein, verhindert ein Schneesturm ihre Heimreise. Nun sitzt sie in Montreal fest und hat keine Ahnung, wie sie es pünktlich nach New York schaffen soll. Ein emotionaler Roadtrip beginnt und Amy muss entscheiden, was ihr wichtiger ist: Traummann oder Traumjob? Der erste Band der Falling Paradise-Reihe.

Meinungen über das E-Book Falling Paradise 1: Kein Winter ohne dich - Cat Lewis

E-Book-Leseprobe Falling Paradise 1: Kein Winter ohne dich - Cat Lewis

Inhaltsverzeichnis
Titel
Widmung
A Winter´s Kiss

Amrûn Romance Band 1

Kein Winter ohne dich

Cat Lewis

Amrûn Romance Band 1

© 2015 Amrûn Verlag Jürgen Eglseer, Traunstein

Lektorat: Simona Turini Korrektorat: Michaela Büchler Umschlaggestaltung: Grit Richter

mit Verwendung von Bildelementen aus pixabay.com / tpsdave Vladyslav Spivak/Shutterstock.com

Verwendung des Songtextes mit freundlicher Genehmigung von The ENEMIES

Alle Rechte vorbehalten

ISBN – 978-3-95869-210-7

Besuchen Sie unsere Webseite:

http://amrun-verlag.de

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Für alle, die das Träumen nicht verlernt haben.

Dienstag, 23. Dezember 2014, 21:30 Uhr

Die schönsten Geschichten erzählt das Leben. Man braucht dazu keinen kitschigen Liebesroman, der einem das perfekte Happy End vorgaukelt. In den meisten Fällen sind diese Momente voll purer Glückseligkeit nur eine Erfindung irgendeiner Autorin, die in ihrem stillen Kämmerchen sitzt und sich Geschichten ausdenkt, die sie sich im Grunde nur für sich selbst wünscht. An solche Märchen sollte man gar nicht erst glauben und lieber versuchen, das Bestmögliche aus allem herauszuholen, statt sich in den Fantasien anderer zu verlieren.

Genervt lege ich den schnulzigen Liebesroman beiseite, den ich mir heute Morgen in einer Buchhandlung gekauft habe. Das laute Treiben am Flughafen von Montreal zieht schon seit einer gefühlten Ewigkeit an mir vorbei und doch kann ich es nicht vollständig ausblenden.

Eigentlich sollte ich mich bereits seit zwei Stunden auf dem Heimweg nach New York befinden, doch immer wieder werden wir von den Mitarbeitern der Airline und einer flackernden Anzeigetafel vertröstet. Der Kerl neben mir starrt wie gebannt auf die sich nicht verändernden Buchstaben und Zahlen und kaut nervös auf seinen Fingernägeln herum. Das macht mich beinahe wahnsinnig.

Um meine Aufmerksamkeit von ihm abzulenken, fische ich mein Handy aus der Tasche. Doch Adrian hat sich nicht bei mir gemeldet. Wahrscheinlich ist er immer noch sauer auf mich. Frustriert stecke ich das Smartphone wieder ein und lege den Kopf in den Nacken, bevor ich meine Augen schließe und erschöpft tief durchatme. Ich könnte mir gerade durchaus bequemere Plätze als diese harten Schalensitze vorstellen. Mein Bett zum Beispiel.

Als mich Mary, meine Chefin beiClara,einer mittlerweile recht angesehenen Modefirma in New York, vor einer Woche darüber informiert hat, dass ich für eine Fortbildung nach Montreal müsse, habe ich nicht damit gerechnet, dass aus vier Tagen plötzlich sechs werden würden und sie mir einen Teil meines Urlaubs streicht. Doch ich würde den Teufel tun und etwas gegen ihre Entscheidungen sagen. Dafür liebe ich meinen Job viel zu sehr.

Auch wenn Mary ansonsten eine sehr gute Chefin ist, die gerne mal eine Sonderzahlung aufgrund guter Leistungen aus dem Ärmel schüttelt, liegtClaraganz klar an oberster Stelle auf ihrer Prioritätenliste. Alles andere, wie zum Beispiel ein Privatleben, sind nur triviale Nebentätigkeiten. Sie lebt fürClara. Und das verlangt sie auch von uns. Wer nicht der gleichen Meinung ist, kann sofort gehen.

Adrian sieht das jedoch vollkommen anders. Und das ist auch der Grund, warum es in letzter Zeit immer wieder zu Streitigkeiten zwischen uns kommt. So auch am Samstagabend, als ich ihm gebeichtet hatte, dass ich nicht mit zum Konzert seiner BandFalling Paradisekommen konnte. Geplant war eigentlich, dass er mich auf halber Strecke in Albany eingesammelt und mit nach Boston genommen hätte. Anschließend wären wir gemeinsam nach Hause gefahren. Doch dank Mary sollte es anders kommen ...

Samstag, 20. Dezember 2014

Meine Hände zitterten, als es am anderen Ende der Leitung klingelte. Ich atmete tief durch und schloss die Augen, während mein Herz wie verrückt klopfte. Als er schließlich abnahm, hielt ich für einen Moment die Luft an.

»Hey, mein Engel«, vernahm ich seine sanfte, dunkle Stimme und starrte auf das Blatt Papier vor mir. Adrian schien nicht allein zu sein, denn ein unruhiges Murmeln begleitete seine Worte.

»Adrian, ich habe keine guten Nachrichten ...« Meine Stimme klang für mich so weit entfernt, dass ich sie beinahe selbst nicht wiedererkannte. Sofort änderte sich auch sein Tonfall. Ich konnte förmlich spüren, wie er sich anspannte.

»Was ist los? Geht es dir nicht gut? Ist irgendetwas passiert?«

»Mary hat angerufen. Ich muss am Montag noch zu dieser wichtigen Modenschau in Québec und am Dienstag haben wir ein Meeting hier in Montreal. Cynthia ist krank geworden, ich muss für sie einspringen. Ich kann leider morgen nicht mit dir nach Boston kommen ...« Zwischen uns hing eine Stille, die für mich nicht schlimmer hätte sein können. »Es tut mir leid«, fügte ich noch etwas leiser hinzu, sodass er mich wahrscheinlich kaum noch verstand. Schließlich setzte er zu einer Antwort an.

»Du hast diesen Urlaub schon vor Monaten eingereicht. Sie kann ihn dir nicht einfach streichen. Genehmigt ist genehmigt.« Bei diesen Worten bekam ich sofort ein schlechtes Gewissen, denn ich hatte ihm verschwiegen, dass Mary nur unter einer Bedingung zugestimmt hatte: Ich musste verfügbar sein, sollte etwas dazwischen kommen. Vor Weihnachten war es normalerweise nicht allzu kritisch, Urlaub zu bekommen, doch in diesem Jahr standen wichtige Verhandlungen bevor, an denen Cynthia und ich maßgeblich beteiligt waren.

»Ja, das mag sein, aber ...«

»Kein aber. Das kann sie nicht einfach mit dir machen. Du lässt dich immer wieder viel zu sehr ausnutzen. Wann hast du das letzte Mal Urlaub gehabt?« Er klang ziemlich aufgebracht. In Gedanken ging ich die letzten Monate durch und erinnerte mich an den Tag, an dem mein Dad Geburtstag gehabt hatte. Oder als meine Cousine Kiara in die Schule gekommen war. Doch wenn ich genau darüber nachdachte, fiel mir auf, dass ich in diesem Jahr nicht länger als zwei Tage am Stück frei gehabt hatte.

Es gab einfach viel zu viel zu tun und ich konnte nicht einfach frei nehmen, wie es mir passte, da mich außer Cynthia niemand vertreten konnte. Und sie hatte selbst zu viel Arbeit, als dass sie noch irgendetwas von mir hätte übernehmen können. Nach Amandas Weggang Anfang des Jahres hatte Mary keinen Ersatz mehr eingestellt und wir beide mussten uns zusätzlich mit ihren Aufgaben rumschlagen. Die Deadlines machten uns teils schwer zu schaffen, und so waren Überstunden unumgänglich. Adrian deutete mein Schweigen natürlich völlig falsch.

»Du solltest kündigen. Sie nutzen dich nur aus und selbst, wenn du mal Urlaub hast, schaffen sie es immer wieder, dass du ihn nicht antreten kannst. Ich habe dir doch gesagt, dass wir etwas anderes für dich finden können. Pete meinte ...«

Bei diesen Worten platzte mir der Kragen. Nichts war schlimmer für mich, als wenn mein berühmter Freund seine Beziehungen spielen lassen wollte. Und schon gar nicht über seinen Manager. Ich war eine erwachsene, unabhängige Frau, die ihr Leben selbst im Griff hatte. Und ich war vollkommen zufrieden damit, wie es momentan lief.

»Es ist mir egal, was Pete gesagt hat! Ich liebe meinen Job, Adrian, und ich will ihn auch behalten!« Wie gerne hätte ich ihn in diesem Moment sehen wollen. Ich hasste es, mit ihm am Telefon zu streiten. Ich hasste es generell, wenn wir uns stritten.

Die Spitze des Bleistifts, mit dem ich vor Nervosität während des Telefonats gespielt hatte, brach ab, weil ich bei seinen Worten zu fest auf das Papier gedrückt hatte. Ich ließ ihn einfach fallen und lehnte mich auf dem Stuhl zurück. Adrian atmete tief ein, als müsse er erst runterkommen, um nicht vollkommen auszurasten.

»Aber dein Job verhindert es wieder einmal, dass wir uns sehen können«, sagte er schließlich ein klein wenig sanfter.

»MeinJob verlangt nicht, durch die ganze Welt zu reisen und mich von Tausenden von Mädchen anhimmeln zu lassen!« Ich bereute den Satz bereits, ehe das letzte Wort meine Lippen verlassen hatte.

»Geht es dir wirklich darum? Ist das deine größte Sorge? Dass ich mit irgendwelchen Groupies im Bett lande, die mir nicht das Geringste bedeuten?« Nun klang seine Stimme bedrohlich und ich biss mir kurz auf die Lippe, um nicht laut aufzustöhnen. Dieses Thema hatten wir schon unzählige Male gehabt, obwohl ich wusste, dass ich ihm vertrauen konnte. Bedingungslos.

Insofern war dieses Argument nicht fair, obschon sein ewiges Rumgetoure deutlich dazu beitrug, dass wir uns so wenig sahen. Das war auch einer der Gründe, warum wir noch nicht zusammenwohnten. Er hatte schlichtweg keine Zeit, um mit mir gemeinsam auf Wohnungssuche zu gehen.

»Ich ... nein!«

»Was dann, Amy, was dann?« Beim Klang meines Namens zuckte ich zusammen, da ich es nicht mehr gewohnt war, dass er mich so nannte. Ständig hatte er irgendeinen Kosenamen für mich parat, doch»Amy« rief er mich nur selten. Ich zögerte einen Moment, weil ich nicht so recht wusste, was ich sagen sollte. Am anderen Ende der Leitung hörte ich ihn frustriert seufzen.

»Du möchtest, dass wir mehr Zeit miteinander verbringen, und stellst dich uns selbst in den Weg, weil du deine Prioritäten nicht richtig setzen kannst. Ich habe immer einen Weg gefunden, zwischendurch zu dir zu kommen. Denndubist meine oberste Priorität. Mach Mary klar, dass du bereits Pläne hast und sie nicht so einfach kippen kannst. Sie wird es verstehen.«

»Sie wird es verstehen? Hast du sie jemals kennengelernt?«, brach es aus mir heraus. Meine Hand krallte sich in die Tischkante, um der Versuchung zu widerstehen, auf irgendetwas einzuschlagen. »Entweder tut man das, was sie sagt, oder man ist raus! Du weißt, wie sehr ich um diese Stelle gekämpft habe! Du müsstest doch selbst am besten wissen, wie hart es ist, sich nach oben zu arbeiten«, fauchte ich ihn an und stand vom Stuhl auf, um durch das Zimmer zu laufen. Ich konnte jetzt nicht seelenruhig dasitzen, während dieser Mann mich derart aus der Fassung brachte.

»Dann lass dir von mir helfen, Kleines«, versuchte er zu beschwichtigen.

»Ich brauche deine Hilfe nicht, und wenn es dir nicht passt, was ich tue, dann such dir jemand anderen, mit dem du die Feiertage verbringen kannst. An Auswahl sollte es dir ja nicht mangeln, nicht wahr?« Tränen brannten mir in den Augen, doch ich konnte nicht zurücknehmen, was ich gerade gesagt hatte. Ich wusste ganz genau, dass ich zu weit gegangen war. Je länger wir miteinander diskutierten, desto mehr drohte die Situation zu eskalieren. Vor dem Fenster blieb ich stehen und lehnte meine Stirn gegen die kühle Scheibe.

»Hast du vollkommen den Verstand verloren?« Die Stimmen, die die ganze Zeit unterschwellig im Hintergrund zu hören gewesen waren, verstummten augenblicklich. Dann hörte man eine Tür knallen. Vermutlich hatte er den Raum verlassen.

»Hör mir jetzt genau zu, okay?« Er klang gefasst, doch ich wusste ganz genau, dass er kurz davor war, die Beherrschung zu verlieren. Dafür kannte ich ihn zu gut. »Ich werde am 24. nach New York zurückkommen und um drei Uhr auf der Lower Plaza neben der Prometheus-Statue auf dich warten. Bis dahin entscheide dich bitte. Dein Job oder ich.« Und dann legte er einfach auf.

Dienstag, 23. Dezember 2014, 21:45 Uhr

»Scheiße!« Dieser plötzliche Ausruf lässt mich erschreckt hochfahren. »Verdammt, was mache ich denn jetzt?« Der Kerl neben mir springt auf und tigert vor den Sitzbänken hin und her. Auch die anderen Wartenden wirken irgendwie verzweifelt.

»Was ist passiert?«, frage ich verwirrt.

»Sie haben sämtliche Flüge gestrichen! Schauen Sie auf die Anzeigetafel!«

»Nein« ist das erste Wort, das mir dazu einfällt. Ich stehe auf, um sicherzugehen, dass ich mich auf die Entfernung nicht verlese oder gar beim falschen Flug schaue. Doch mittlerweile sind alle Flüge mit einem leuchtend rotenCancelledbetitelt. Am oberen Tafelrand verkündet die verhängnisvolle Laufschrift:Aufgrund des Schneesturms wird der gesamte Flugverkehr eingestellt.

»Was mache ich jetzt nur? Oh Gott, was mache ich jetzt nur?«, murmelt der Kerl wie ein Mantra vor sich hin und läuft wie ein verwirrtes Tier, das seinem eigenen Schwanz hinterherjagt, immer wieder im Kreis herum.

»Das können Sie laut sagen«, antworte ich und schnappe mir meine Sachen, um zum nächsten Informationsschalter zu marschieren. Die Mitarbeiter meiner Airline haben sich scheinbar direkt aus dem Staub gemacht, denn sie sind wie vom Erdboden verschluckt. Da ich offensichtlich nicht die Einzige bin, die wissen will, wie es jetzt weitergehen soll, greift die überforderte Servicedame zum Mikrofon.

»Es tut mir leid, aber heute wird kein Flugzeug mehr starten können. Ein Tief, das aus dem Norden kommt, lässt das nicht zu. Denjenigen, die es eilig haben, empfehlen wir, den Zug zu nehmen. Soweit wir wissen, läuft der Betrieb noch.«

Zum Glück bin ich nur mit einer Reisetasche unterwegs, sodass ich mir keine Gedanken darum machen muss, wie ich nun schnellstmöglich an mein Gepäck komme. Also schnappe ich mir meine Tasche und mache mich auf den Weg zum Ausgang, um hoffentlich noch eines der heiß begehrten Taxis zu ergattern. Leider ist eine Taxifahrt nach New York unbezahlbar und somit keine Option; erst recht nicht um diese Uhrzeit.

Während alle anderen lautstark schimpfen, sehe ich noch keinen Grund, mich großartig aufzuregen. Ändern kann ich es nicht und bin guter Hoffnung, dass ich mit dem Zug nach Hause fahren kann. Auf einem der Fernsehbildschirme am Terminal laufen die Nachrichten auf TVA. Für einen Augenblick bleibe ich stehen und studiere den Wetterbericht. TiefRachelmacht sich gerade auf den Weg nach Montreal und wird in den nächsten Stunden weiter in Richtung Boston ziehen. Eine Besserung ist also nicht in Sicht.

Vorbei ist es mit meiner Contenance, denn nun stoße ich ebenfalls einen lautstarken Fluch aus und stapfe dabei wütend mit dem Fuß auf den Boden.

Dass das Tief auch nochRachelheißt, wurmt mich zusätzlich: Erst vor drei Monaten wurde Adrian eine Wiedervereinigung mit seiner Exfreundin, dem Model Rachel Steward, nachgesagt, die er in Madrid getroffen hatte. Eigentlich interessieren mich seine Exfreundinnen nicht die Bohne, denn mir ist klar, dass er vor mir schon mit anderen Frauen zusammen war. Doch mit Rachel war er über ein Jahr liiert gewesen und sie läuft ihm immer noch ab und an über den Weg. Und das geht mir gewaltig auf den Keks. Nicht, weil ich ein eifersüchtiger Typ bin, sondern weil sie sich noch immer an ihn ranschmeißt und sich Hoffnungen macht.

Mit einem Schnauben drehe ich mich vom Bildschirm weg und laufe weiter durch die endlos erscheinende Halle des Flughafens, in der mittlerweile Tausende von Menschen unterwegs zu sein scheinen. Als ich schließlich den Ausgang erreiche, weht mir ein eisiger Wind entgegen, der mich frösteln lässt. Am Straßenrand reiht sich Taxi an Taxi, denn genauso viele wie wegfahren rücken auch wieder nach. Sämtliche Taxiunternehmen scheinen sofort den Umsatz des Jahrhunderts gewittert und alle verfügbaren Fahrer losgeschickt zu haben. Ich will gerade auf einen der Wagen zugehen, als ich unsanft beiseite geschubst werde.

»Hey!«, rufe ich, doch der Mann mit dem Rollator ignoriert mich und schnauzt den Taxifahrer an, er möge ihm sofort helfen, schließlich sei er ein alter Mann, dem der nötige Respekt geb