Verlag: Conbook Medien Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

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E-Book-Beschreibung Fettnäpfchenführer Irland - Petra Dubilski

"Eigentlich wandern wir gar nicht aus. Eigentlich ziehen wir nur um." Darin sind sich die Berliner Jo und Micha einig. Was soll schon groß anders sein beim Nachbarn auf der grünen Insel? Außer vielleicht, dass es dort locker und lässig zugeht, die Menschen mehr Lebensfreude ausstrahlen, dass in Irland wirkliche Freiheit herrscht und einige Ecken noch unberührt sind. Mit allem modernen Komfort natürlich - Kanada für Feiglinge sozusagen. Irrtum. Irland ist ein Land für Mutige, die bereit sind, soziale und mentale Hürden zu überspringen, die lernen, "so zu tun, als ob" und voller Inbrunst in den "Schlimmer geht's immer"-Gesang mit einstimmen. Für Menschen, die nicht mit der Wimper zucken, wenn ihnen eine Toastbrotmaserung als Madonnenantlitz verkauft wird oder wenn von ihnen verlangt wird, sich für eine fremde Urlaubsreise den Bart abschneiden zu lassen. Trotzdem: Ganz falsch liegen Jo und Micha nicht. Irland ist locker und lässig, aber klar. Bis an die Grenze des Erträglichen. Doch jenseits dieser Grenze liegt die endlose Freiheit, das Leben mit Humor zu sehen.

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Fettnäpfchenführer Irland

»Eigentlich wandern wir gar nicht aus. Eigentlich ziehen wir nur um.« Darin sind sich die Berliner Jo und Micha einig. Was soll schon groß anders sein beim Nachbarn auf der grünen Insel?

Außer vielleicht, dass es dort locker und lässig zugeht, die Menschen mehr Lebensfreude ausstrahlen, dass in Irland wirkliche Freiheit herrscht und einige Ecken noch unberührt sind. Mit allem modernen Komfort natürlich – Kanada für Feiglinge sozusagen.

Irrtum. Irland ist ein Land für Mutige, die bereit sind, soziale und mentale Hürden zu überspringen, die lernen, »so zu tun, als ob« und voller Inbrunst in den »Schlimmer geht’s immer«-Gesang mit einstimmen. Für Menschen, die nicht mit der Wimper zucken, wenn ihnen eine Toastbrotmaserung als Madonnenantlitz verkauft wird oder wenn von ihnen verlangt wird, sich für eine fremde Urlaubsreise den Bart abschneiden zu lassen.

Trotzdem: Ganz falsch liegen Jo und Micha nicht. Irland ist locker und lässig, aber klar. Bis an die Grenze des Erträglichen. Doch jenseits dieser Grenze liegt die endlose Freiheit, das Leben mit Humor zu sehen.

Inhalt

Vorwort

Der Traum vom grünen Paradies

1 - Irrfahrt durch Irland

2 - Bier, Musik und das große Schweigen

3 - Traumhaus mit Hindernissen

4 - Klopapier für Irland: Unsere irische WG

5 - Reisende Nachbarn

6 - Das fröhliche Wiehern des irischen Amtsschimmels

7 - Irische »Amigos«: Mein Bruder seine Schwägerin ihr Onkel

8 - Up the Banner!

9 - Auf der Suche nach An Lár: Trip in den Big Smoke

10 - Chugger-Alarm!

11 - Das Glück der Unglücklichen

12 - Keltische Träume oder: Massenhaft Einsamkeit

13 - Pappbecher, Cola-Dosen und andere Naturerscheinungen

14 - Schlimmer geht immer

15 - Der Mann in Schwarz und Jesus in Rosa

16 - Queen Daisy oder: Fremdschämen für England

17 - Grüne Weihnacht oder: Heart attack on a plate

18 - Ní thuigim

19 - Rasieren für Kenia

20 - If it works, don’t fix it

21 - Unsere Liebe Frau auf Toast

22 - Grünes Bier für Paddy

23 - Sex and the country

24 - Tierliebe auf Irisch: It’s only a dog

25 - Wo geht’s denn hier zum Krieg?

26 - Any scandal? oder: Ein schöner Unfall

27 - Ruhe in Frieden und Fröhlichkeit

28 - Wir Besserwisser-Germans

29 - Und? Ist Irland schön?

***

Glossar

Autorin Petra Dubilski

Impressum

Vorwort

Was mag es sein, was Irland für viele Menschen so faszinierend macht? Die Insel liegt in Europa, wenn auch ganz am Rand, sie ist Teil der europäischen Kultur, wenn auch mit kolonialem Erbe und eigenwilliger Ausprägung, das Wetter ist notorisch schlecht, auch wenn einige der Landschaften schlichtweg spektakulär sind, kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt es zwar reichlich, aber längst nicht so viele wie zum Beispiel im benachbarten Großbritannien.

Irland ist so nah und doch in vielerlei Hinsicht so fern, geprägt nicht nur vom gerne gepflegten Klischee der Naturverbundenheit und Lebensfreude, die touristische, literarische und filmische Medien verbreiten, sondern auch vom Mythos der Kelten, der Freiheitskämpfer und von einem Heimatgefühl, das nichts mit tatsächlicher Heimat zu tun hat.

Einen Teil der Schuld mag Heinrich Bölls »Irisches Tagebuch« haben, in dem er (scheinbar) eine Welt zeichnet, die mit ihrer Nähe zur Natur, Arglosigkeit und Schlichtheit so weit entfernt vom Nachkriegsdeutschland war, wie es nur irgendwie ging. »Heimat« wurde zum Synonym von »Unschuld«, was vor allem in Deutschland zu sporadischen Auswanderungswellen auf die grüne Insel führte, auch wenn die Auswanderer der jüngeren Zeit vornehmlich nach gut bezahlten Arbeitsplätzen suchten – ein Traum, der nach dem Wirtschaftscrash von 2008 genauso wenig in Erfüllung ging wie der Traum jener, die in Irland nach imaginären Wurzeln suchten.

Dennoch hat die Anziehungskraft der grünen Insel bis heute nicht nachgelassen. Noch immer schwärmen Urlauber von der Weite und Wildheit der Landschaft, den steilen Klippen, dem donnernden Atlantik, den Burgen und frühchristlichen Relikten, den lebendig-chaotischen Städten, der Musik und den fröhlichen und freundlichen Menschen sowie von der Historie, die allerorten zu spüren und zu entdecken ist.

Aber das ist Urlaub mit einem Reiseführer in der Hand, der all die zweifellos schönen Ecken der Insel beschreibt. Anschließend geht es wieder ins vertraute Heimatland, wo sich die Sehnsucht in Foren und Blogs niederschlägt und Irland zu weich gezeichneten Fotos kondensiert.

Wer sich jedoch entschließt, hier zu leben, wird sich schnell von manchen Träumen verabschieden und umdenken müssen. Für ein kleines Land, nur einen kurzen Sprung mit dem Flugzeug entfernt und in vielerlei Hinsicht kulturell so nah an Deutschland, bietet Irland einen überraschenden Haufen an Fallen und Frustrationen, die so gar nicht ins Traumbild passen wollen. Manches mag tatsächlich abschreckend sein, besonders in bestimmten Teilen der größeren Städte: Es gibt nicht nur nette Iren, sondern auch – wie überall in der Welt – bärbeißige, kühle oder auch kriminelle Menschen, die in den Filmen und Reiseprospekten nicht auftauchen. Vieles ist jedoch nur deswegen verwunderlich oder schlimmstenfalls ärgerlich, weil manche Zuwanderer sich nicht von den Klischeebildern und vor allem nicht von ihrer eigenen kulturellen Prägung lösen können.

Wer sich aber wirklich einlässt, bereit ist, zu lernen und sich von lang gehegten Illusionen zu verabschieden, wird in der Tat »sich selbst finden«, nämlich völlig neue Seiten der eigenen Person entdecken und statt Hürden neue Horizonte erblicken. Vor allem aber wird er in einer vollkommen anderen Umgebung einen unverstellten Blick auf die eigene Herkunft und die eigenen Erwartungen werfen können.

Der Traum vom grünen Paradies

Intro

Das Shamrock in Berlin ist wie jedes Jahr am St. Patrick’s Day proppenvoll. Irische Musik dudelt aus den Lautsprechern, Barkeeper Shane strahlt wie immer und zwinkert vor allem den weiblichen Gästen zu, die mit jedem Getränk weichere Knie bekommen. Und er schafft es nebenher, ein Glas Guinness nach dem anderen zu zapfen, ohne auch nur eine einzige Bestellung zu vergessen.

Auch wenn der Charme Shanes an ihm vorbeigeht, ist Micha in seinem Element. Die Bedienung bringt ein ganzes Tablett mit frischem Nachschub des schwarzen Gebräus an den Tisch der Freunde, die in ihren Irlanderinnerungen schwelgen. Micha und Tom waren vor über fünfzehn Jahren mit dem Rucksack auf der grünen Insel unterwegs, und ihre Geschichten werden, je mehr Guinness sie intus haben, immer bunter und verklärter.

»Weißt du noch, wie wir in dem einsamen Pub in Donegal gelandet sind und so besoffen waren, dass wir das Hostel nicht mehr gefunden haben?«

»Klar, wir haben dann einfach am Strand gepennt, und mitten in der Nacht kam die Flut ...«

Schenkelklopfen.

»Das hätte ich gerne gesehen«, grinst Tina, »euch in nassen Unterhosen!«

»Wenn du den Sonnenaufgang gesehen hättest, den mystischen Nebel, die absolute Stille, nur das Rauschen des Atlantiks, und hinter uns kahle, einsame Berge mit weißen Schafstupfern, dann wären dir nasse Unterhosen egal gewesen.« Micha kriegt wieder den verträumten Irlandblick, der die Blasenentzündung nach dieser Nacht völlig ausblendet.

»Ich freu mich so auf Irland.« Jo schmiegt sich an Micha. »Ich kann kaum erwarten, bis wir da sind.«

Tina verdreht die Augen. Sie hat drei Jahre in Dublin und dann in Limerick gelebt und gearbeitet. Manchmal gehen ihr die Irlandträumereien ihrer Freunde auf die Nerven. »Leute, fahrt hin, Irland ist schön, aber nur als Urlaubsziel. Dort zu leben ist eine ganz andere Sache. Da ist Ende der Romantik, glaubt mir. Schaut es euch doch erst einmal an, bevor ihr umzieht.«

»Dublin ist nicht Irland. Und Limerick schon gar nicht!« Tom kriegt wieder den leicht scharfen Unterton, der sich immer dann einstellt, wenn Tina mit ihrem Realismus allen in die irlandgrüne Parade fährt.

»Ach hört doch auf!« Jo will sich die Stimmung auf keinen Fall verderben lassen. Sie winkt der Bedienung und hält vier Finger hoch – noch eine Runde.

»Ich wollte schon immer in Irland leben«, sagt Micha trotzig. »Ist doch genauso wie Umziehen innerhalb Deutschlands. Alles Europa. Und ich hab die Schnauze voll von Deutschland. Die ganze Bürokratie, alles dreifach abgesichert, Überwachungsstaat, alles Einschnürung und Bevormundung. Da sind die Iren doch viel lockerer.«

Tina blickt ihn spöttisch an. »Logisch sind die Iren viel lockerer mit ihrer Abneigung gegen Reglementierungen. Deswegen sind sie ja auch so chaotisch. Und Jobs – die sind mittlerweile Mangelware. Was meint ihr, warum so viele Iren auswandern und warum ich nach drei Jahren wieder zurückgekommen bin? Glaubt mir, irgendwann werdet ihr euch verzweifelt nach deutschen Regelungen, Standards und vor allem Sicherheiten sehnen.«

»Niemals!«, lacht Jo. »Ich liebe Chaos, Nonchalance und das irische mañana. Für mich ist Chaos Kreativität, Nonchalance bedeutet, dass alles etwas lockerer gesehen wird, und mañana ist die Freiheit von Druck und Stress. Außerdem arbeite ich als freie Lektorin für deutsche Verlage, bin also unabhängig von Jobs in Irland. Und Micha ist ja IT-Fachmann, da findet sich immer was, oder?«

Shane bringt die nächste Runde höchstpersönlich und grinst. »Sorry, Jo, aber Chaos heißt bei uns, dass nichts klappt, wie es soll, Nonchalance, dass keiner eine Ahnung hat, aber so tut, als ob, und was das mañana angeht: ›Morgen‹ heißt nicht morgen, sondern ›wenn ich es nicht vergesse, dann vielleicht irgendwann demnächst‹ ... Muss wieder zapfen, bis später.«

Tina und Tom lachen, Micha grinst und Jo verdreht die Augen. »Wir schaffen das schon. Es gibt doch nichts Tolleres, als sich auf ein Abenteuer einzulassen. Wer weiß, welche neuen Fähigkeiten wir in uns selbst entdecken.«

»Na dann, viel Glück!«, grinst Tina.

Eine halbe Stunde später verabschieden sich Jo und Micha mit einer herzlichen Umarmung von ihren Freunden. »In ein paar Tagen geht’s los, und es ist noch so viel zu erledigen.«

Shane zwinkert ihnen zu und ruft hinterher: »Und schickt mir eure neue Blog-Adresse! Bin ja gespannt, wie es euch in meiner alten Heimat ergeht.«

1 - Irrfahrt durch Irland

Jo schreibt:

Geschafft, wir sind in Irland! Zum Glück hat unser B&B WLAN, auch wenn’s etwas dauert, bis es in die Pötte kommt.

Die erste Etappe ging ziemlich glatt: von Berlin nach Calais, Fähre von Calais nach Dover, Fahrt durch England und Wales, Fähre von Fishguard nach Rosslare. So weit, so gut.

Es war märchenhaft, als Irland in der Morgendämmerung wie eine mythische Erscheinung aus dem Meer auftauchte, die blinkenden Lichter des Fährhafens von Rosslare wie das typisch irische Augenzwinkern. Micha hatte sich schon in die Schlange gestellt, um runter zum Auto zu kommen, aber ich wollte den Moment oben auf der Fähre noch genießen. Auf meinem MP3-Player hatte ich Mary Black laufen: »Song for Ireland«. Unsere neue Heimat!

Es war kalt und regnerisch, als wir mit unserem vollgepackten Kombi endlich aus dem Fährhafen fuhren. Das Schild »Keep Left« an der Ausfahrt zur N25 war unübersehbar.

Micha grinste: »Als Tom und ich damals getrampt sind, standen wir erst an der falschen Straßenseite. Aber es hat trotzdem jemand gehalten. Die Iren sind halt gemütliche Autofahrer.«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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