Fire&Ice 6 - Chris Turner - Allie Kinsley - E-Book

Fire&Ice 6 - Chris Turner E-Book

Allie Kinsley

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3,99 €

Beschreibung

Monster! Das einzige was er denkt, wenn er in den Spiegel sieht. Tief gezeichnet versucht Chris sich mit seinem Schicksal abzufinden. Das Letzte, womit er rechnet, ist eine Frau die ihm unter die Haut geht. Doch ist Nicky nicht genau wie alle anderen Frauen, die nur sein Geld wollen? Dieses Buch ist der sechste Teil einer Serie, dabei aber in sich abgeschlossen. Der nächste Teil, handelt von einer anderen Person dieser Gruppe. Der Liebesroman ist ca. 340 Taschenbuchseiten lang und enthält explizite Sexszenen.

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Seitenzahl: 387

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Allie Kinsley

Fire&Ice 6 - Chris Turner

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Bereits erschienen:

Prolog

1 Who's that girl?

2 Please, that girl!

3 Unverhofftes Wiedersehen

4 Was du niemals haben wirst

5 Gedanken

6 Endlich!!

7 Vorbereitungen

8 TALIN

9 Tage in Talin

10 Ablenkung

11 Schmerz

12 Vielleicht?

13 Home

14 Noch ein Tag

15 Neudefinition

16 Alltag

17 Und jetzt?

19 Aber jetzt!

20 Mehr von Dir …

21 Große Brüder

22 Happy Birthday!

23 Danach

24 Bitte nicht!

25 Wir Zwei

26 EPILOG

Für meine Jungs

Rechtliches, oder was keiner lesen will und trotzdem drin stehen muss ...

Impressum neobooks

Bereits erschienen:

Fire&Ice

Band 6

Chris Turner

Allie Kinsley

Fire&Ice 1 - Ryan Black

Fire&Ice 2 - Tyler Moreno

Fire&Ice 3 - Shane Carter

Fire&Ice 4 - Dario Benson

Fire&Ice 5 - Brandon Hill

Fire&Ice 5.5 - Jack Dessen

Fire&Ice 6 - Chris Turner

Fire&Ice 6.5 - Gregor Zadow

Fire&Ice 7 - Logan Hunter

Fire&Ice 7.5 – Jonas Harper

Fire&Ice 8 - Julien Fox

Fire&Ice 9 - Luce Suarez

Fire&Ice 10 - Joey Parker

Fire&Ice 11 - Matthew Fox

Fire&Ice 12 - Fabio Bellini

Fire&Ice 13 - Alex Altera

Fire&Ice 14 - Taylor Falk

Sweet like Candy

Divided like Destiny

Protect Me - Brian

Protect Me - Ash

Protect Me - Ray

Protect Me - Dante

Protect Me - Chase

Protect Me - Levin

Protect Me - Dean

Protect Me - Thomas

Yearn for Adam

Yearn for Slade

Copyright © 2014 Allie Kinsley

All rights reserved.

Lektorat: Brunhilde Witthaut

Cover Foto: bigstockphoto.com, Ahersolda

Prolog

CHRIS

Seit Wochen gab es für ihn kein anderes Thema mehr, als das 5-jährige Jubiläum seines Clubs. Hierfür hatte er lange und hart gearbeitet.

Die alte Fabrikhalle, in der sein Club lag, hatte er mit seinen eigenen Händen umgebaut. Floor für Floor hatte er eröffnet und die Fläche immer weiter vergrößert, bis er schließlich das gesamte Gebäude erschlossen hatte.

Heute, fünf Jahre nach der Eröffnung, könnte er gut doppelt so viel Platz gebrauchen, um die Partybegeisterten unterzubringen. Dass er nicht mehr Fläche zur Verfügung hatte, verkleinerte das Angebot bei steigender Nachfrage, sodass er sich aussuchen konnte, wer seinen Club betrat und wer nicht.

Um das zu gewährleisten, vertraute er nicht auf eine fremde Security Firma, sondern hatte seinen eigenen Mitarbeiterstab aufgebaut. Genauso wie für Bar und Animation. Wer die High Society in seinem Club haben wollte, musste für entsprechende Qualität sorgen, und das tat er.

Der Club verfügte über insgesamt drei große Floors, in denen es je zwei VIP Bereiche gab. Den größten, hatte er für seine Freunde von Fire&Ice reserviert, welche ihm in wechselnder Kombination die ganze Woche über Gesellschaft leisteten.

Fire&Ice, die Gruppe, mit der er seit über zehn Jahren nach Talin fuhr. Das weltweit berühmte Mittelalterfestival, auf dem über 5000 Mittelalterverrückte ihre Leidenschaft auslebten. Fire&Ice trat während des 14-tägigen Festivals fast jeden Tag mit ihrem Act auf. Über die Jahre hinweg hatten sie eine Mischung aus Feuerspucken und Akrobatik entwickelt, die beim Publikum sehr gut ankam. Dass sie alle gut aussahen, trieb das Ganze sicherlich auch voran.

Die freie Auswahl unter den Frauen zu haben, war einfach spitze und Chris freute sich jeden Abend aufs Neue, sich eines der schönen Mädchen aussuchen zu können. Er musste seinem Sicherheitspersonal nur sagen, welche der Damen zu ihnen durften. Die Frauen waren durch die Bank begeistert.

Sie tanzten den ganzen Abend im VIP Bereich und schmiegten sich an jeden von ihnen. Manche nahm er mit hinauf in seine kleine Wohnung, andere vögelte er gleich hinten in seinem Büro. Das hier war sein Traum vom Glück, alles, was er sich jemals gewünscht hatte.

Am Abend des Jubiläums-Auftritts kam er keine fünf Minuten zur Ruhe, dauernd wurde er irgendwo gebraucht, gab es irgendwo Probleme oder musste er irgendetwas entscheiden.

Seine Freunde feierten seit Stunden und er freute sich darauf, sich nach dem Act endlich ein wenig zu ihnen gesellen zu können.

Gemeinsam begaben sich alle hinter die Bühne und zogen die Anzüge an, die Chris bestellt hatte. Es handelte sich um enganliegende, elastische Materialen, sodass sie ihnen nicht im Weg sein würden. Sogar ihre Köpfe waren bis auf einen großzügigen Mund- und Augenausschnitt komplett bedeckt, damit ihre Identitäten geschützt blieben.

Geldgeile Mädchen und Paparazzi waren das letzte, das seine Freunde und er haben wollten.

Die Tricks und Nummern, die sie aufführten, waren dieselben wie auf dem Mittelalterfestival.

Einige Teile hatten sich schon bei den Proben als schwierig herausgestellt, da die Anzüge bedeutend rutschiger waren, als bloße Haut und die kurzen Hosen, in denen sie sonst immer auftraten.

Doch alles lief wie geplant, der Auftritt schien zu gelingen. Als Höhepunkt stellten sie wie immer eine Art Pyramide dar, bei der die Personen, die ganz oben standen, gemeinsam einen großen Feuerball erzeugten.

Jason gab das Kommando für die Obermänner, als Chris rechter Fuß leicht abrutschte, gerade, als er den Mund voller Pyrofluid hatte. Er verschluckte sich beinahe und spuckte reflexartig alles aus, da das Verschlucken der Substanz tödlich sein konnte.

Sein Anzug sog sich voll und die stark brennbare Flüssigkeit fing sofort Feuer.

Von dort an verlief für Chris alles wie in einem schlechten Film. Da war nur noch Hitze und Schmerz. Laute Stimmen, Gebrüll, Geschrei. 1000 Menschen, 1000 Hände, die ihn drückten und ihm zusätzlich Schmerzen bereiteten. Er versuchte sich frei zu machen, schlug um sich, wollte weg, nur schnell weg.

Dann wurde alles dunkel.

1 Who's that girl?

CHRIS

Der Unfall war mittlerweile ein Jahr her. Es fiel ihm immer noch sehr schwer, in sein altes Leben zurückzufinden.

Es war einfach zu viel, was er dabei verloren hatte. Die Auftritte mit seinen Freunden. Die Aufmerksamkeit der Frauen. Ob es jemals wieder so werden würde wie früher, wusste er nicht. Es war ihm egal, er hatte sich mit seinem Dasein als Biest abgefunden.

Auch heute, am Jahrestag nach seinem Unfall, saß er in seiner Diskothek im VIP Bereich und betrachtete all die Menschen, die hier feierten. Spaß hatten. Party machten.

Es war eine andere Welt. Er gehörte nicht mehr dazu. Es war sein Club, sein Reich, aber eigentlich war er nicht mehr im Kreis dabei.

All die jungen Männer und Frauen liefen herum, lachten, tanzten und hatten Spaß. Er sah ihnen zu und erinnerte sich an die Zeiten, als es ihm genauso ging. Als er genau dasselbe getan hatte.

Heute nicht mehr. Er hatte sich aus vielen Aktivitäten zurückgezogen. Er war weder zu Tys Hochzeit noch zu Brandons Verlobungsparty gegangen. Auch Talin, letztes Jahr, hatte er verpasst.

Ob er dieses Jahr gehen würde, stand noch in den Sternen. Momentan stand ihm nicht der Sinn danach. Er wollte nur innere Ruhe und Frieden finden. Er sehnte sich danach, vergessen zu können, was aus ihm geworden war. Die Narben physisch und psychisch auszulöschen.

Zu gern würde er die Zeit zurückdrehen. Zurück zu dem Tag, an dem er entschied, die Anzüge für den Sonderauftritt zu kaufen. Jenen Anzug, der Feuer gefangen und somit sein komplettes Leben verändert hatte.

Er war ein Playboy gewesen, ein Spieler, genauso wie Shane und seine anderen Freunde. Er hatte Frauen um sich geschart. Jeden Tag hatte er einen anderen Geier auf dem Tablett serviert bekommen.

Auch heute war es noch so, aber heute konnte er sich noch nicht einmal einreden, dass sie mehr in ihm sahen als Geld und Spotlight.

Das war auch der einzige Grund, warum er überhaupt erwog, jemals wieder mit nach Talin zu fahren. Denn dort war er einfach nur Chris. Nicht Chris Turner, der Besitzer einer der angesagtesten Clubs von Boston. Der Mann, auf dessen Party jeder dabei sein wollte.

In Talin könnte er einfach nur er selbst sein, so wie in den vergangenen Jahren auch. Insgeheim fürchtete er sich auch ein wenig davor, denn es konnte sich schließlich genauso gut herausstellen, dass ihn um seiner selbst Willen niemand begehren konnte.

Dieser Gedanke war grauenhaft und er wusste nicht, ob er das würde verkraften können.

Jeden Morgen war es aufs Neue eine Qual aufzustehen und sich dem Alltag zu stellen.

Vor allem, weil er genau wusste, was ihm im Spiegel seines Badezimmers erwarten würde.

Zu sehen, zu welchem Biest er geworden war, zu sehen, wie die Narben ihn entstellt hatten und damit direkt vor Augen zu haben, was er an diesem einen Abend alles verloren hatte.

Wie seine Freunde, war er ein gut aussehender Mann gewesen. 1,85 m groß und stark bemuskelt vom Training für ihre Acts. Seine blonden Haare sahen immer ein wenig so aus, als würde er gerade aus dem Bett kommen, aber aus irgendeinem Grund mochten die Geier das. Ebenso wie seine eisblauen Augen und die vollen Lippen.

Er schüttelte die Gedanken ab. Immer wieder ertappte er sich dabei, wie er sich in die Vergangenheit verrannte, obwohl es dort nichts gab, dass ihm die Zukunft leichter machen konnte.

An diesem Tag saß er im Fire&Ice VIP-Bereich. In einem der tiefen, weichen Ledersessel blickte er auf die tanzende Menge hinab.

Eine kleine Frau mit schulterlangen, schwarzen Haaren stach aus der Menge hervor. Sie war sehr schlank, mädchenhaft und blass. Ihre Augen waren stark und dunkel geschminkt. Sie trug schwarze, enganliegende Kleidung. Eine enge schwarze Hose, die ihren kleinen Apfelpo zur Geltung brachte. Kniehohe Stiefel mit dünnen Absätzen. Und ein schwarzes, weit ausgeschnittenes T-Shirt mit langen Netzärmeln.

Alles in allem konnte man ihren Stil wohl als Gothic bezeichnen. Ihren Tanzstil aber ganz und gar nicht. Der passte perfekt zu der R'n'B Musik auf seinem Lieblingsfloor.

Sie wirkte ein klein wenig verloren in der Menge. Sie tanzte allein zum Beat des Liedes.

Sie gefiel ihm und deshalb hatte er sie für diesen Abend auserkoren. Also schickte er einen seiner Angestellten, um sie zu ihm zu bringen. Sie sollte für ihn tanzen, hier direkt vor ihm, und auch von einem kleinen Lapdance wäre er bei Gott nicht abgeneigt.

Früher wäre er selbst hinuntergestiegen, um sich seine Auserwählte zu holen. Heute mied er solche Aktionen.

Die Blicke, die er zwangsläufig in der Menge auf sich ziehen würde, mied er so weit es ging.

Lächerlich wollte er sich auch nicht machen. Hinunter zu steigen, sie anzumachen und einzuladen und dann einen Korb zu bekommen, zählte zu seinen absoluten Horrorvorstellungen.

Er hatte bisher in seinem Leben keinen Korb bekommen und hatte auch nicht vor, jetzt damit anzufangen. Also blieb er einfach sitzen und ließ sich wie ein Pascha bedienen.

Ein Nicken zu einem seiner Mitarbeiter genügte und dieser trat sofort zu ihm.

"Sir?", sprach er ihn an.

"Die Kleine im Gothiclook. Bring sie mir!", sagte er, ohne den Blick von seiner Auserwählten zu lösen.

"Jawohl, Sir!"

Eilig lief er davon.

Chris beobachtete, wie er sich den Weg durch die tanzende Menge bahnte. Direkt auf die Frau zu. Sie tanzte immer noch vollkommen selbstvergessen und schien seinen Mitarbeiter überhaupt nicht zu bemerken.

Als dieser ihr auf die Schulter tippte, fuhr sie zu ihm herum. Sie diskutierten über irgendetwas und schließlich zeigte sein Mitarbeiter auf ihn.

Sie sah zu ihm, schüttelte dann den Kopf und tanzte einfach weiter. Chris wusste nicht, warum. Auf diese Entfernung konnte sie seine Narben nicht gesehen haben.

Er saß wie immer weit hinten im VIP Bereich, wo durch das dunkle schummrige Licht seine Narben nicht ganz so auffällig waren. Auch sein allgegenwärtiges schwarzes Hoody fehlte nicht, dessen Kapuze er wie immer tief ins Gesicht gezogen hatte.

Nach hinten gelehnt saß er in seinem Sessel, die Beine breit gestellt und die Arme auf der Rückenlehne der angrenzenen Sessel liegend.

Sein Mitarbeiter sprach noch einmal auf die Frau ein. Sie wandte sich ihm wieder zu und schien ihm unmissverständlich klar zu machen, was sie von seiner Aufforderung hielt.

Chris lachte. Widerspenstiges Biest! Dabei wusste sie noch nicht einmal, was auf sie zu kam.

Frustriert wandte sich sein Mitarbeiter ab und bahnte sich den Weg zurück zu ihm.

"Sir", sagte er ernst, als er wieder bei ihm ankam.

"Ja?", fragte er nach, obwohl er ja genau gesehen hatte, was passiert war.

"Sie wollte nicht mitkommen, Sir", sagte sein Mitarbeiter und schien sich bei dieser Information sichtlich unwohl zu fühlen.

"Warum?"

"Wenn sie etwas von ihr möchten, sollen sie selbst kommen, sagte die Dame", antwortete der Mann. Chris sah ihm an, dass nicht mehr viel fehlte und er würde von einem Fuß auf den anderen treten vor lauter Nervosität.

Chris lachte hart auf.

Als würde sie jemals mit ihm kommen, wenn sie ihn erst einmal gesehen hatte. Aber gut, wenn sie sich unbedingt mit eigenen Augen anschauen wollte, was für ein Monster es auf sie abgesehen hatte, sollte sie es so haben!

Gemächlich stand er auf, kippte seinen Drink auf Ex und sah genau, dass die Kleine ihn dabei beobachtete.

Du wirst schon sehen, was du von deinem vorlauten Mundwerk hast!

Langsam, betont lässig, stieg er die Stufen zum Floor hinab. Wie eine Raubkatze auf der Pirsch näherte er sich ihr und behielt sie die ganze Zeit über im Auge.

Über solche Jagden, wie er und seine Freunde es gern nannten, hatten sie früher viel gescherzt. Darüber, wie sie sich anschlichen und ihre Beute schlugen.

Jeden seiner Schritte betonte er, um ihr Zeit zu geben, ihren Fehler von allein zu bemerken.

Sie sollte selbst erkennen, was sie sich da angelacht hatte.

Seine Jeans hing ihm tief auf den Hüften. Der Gürtel mit der großen Schnalle betonte das V seiner unteren Bauchmuskulatur. Den Reißverschluss seines Hoody ließ er immer offen und trug nichts darunter, sodass man seine ausgeprägte Brust- und Bauchmuskulatur sehen konnte, die Narben an Hals und Schulter aber weitestgehend verdeckt waren.

Schritt um Schritt kreiste er sie mehr ein. Immer noch tanzend, dreht sie sich mit ihm und beobachtete jede seiner Bewegungen.

Als sich ihre Blicke dann das erste Mal trafen, war er überwältigt und gefangen von ihren eisblauen Augen. Er sah das Funkeln darin und erkannte, dass sie genau verstand, welches Spiel er mit ihr spielte, und vor allem, dass sie es genauso mochte wie er.

Tja, leider würde sie nur so lange mit ihm spielen wollen, bis sie erkannte, dass der reiche Sack aus dem VIP Bereich nicht der Schönling war, den sie erwartet hatte. Und spätestens dann würde ihr die Lust an diesem Spiel schnell vergehen.

Sie lächelte ihn lasziv an und drehte ihm dann mit wiegenden Hüften den Rücken zu. Ihre Hände zur Decke gestreckt, drehte sie sich um ihre eigene Achse. Tanzte für ihn. Machte ihn heiß.

Das Blut sammelte sich in Höchstgeschwindigkeit in seinen Lenden.

Dieses Spielchen gefiel ihm. Dass sie auf ihn ansprang, gefiel ihm. Viel zu lange hatte er sich nicht mehr selbst um seine Frauen bemühen müssen.

Er näherte sich ihr so, dass er außerhalb ihres Sichtfelds blieb. Er versuchte immer hinter ihrem Rücken zu bleiben. Im Windschatten sozusagen. Pirschte sich von hinten an seine Beute heran.

Als er schließlich bei ihr angekommen war, presste er sich der Länge nach an sie.

Er achtete darauf, dass seine rechte, unversehrte Gesichtshälfte an ihrer Wange lag.

Wenn sie das Spiel aufgeben sollte und ihm ihren Blick zuwendete, würde sie nicht direkt auf seine Narben sehen, sondern zunächst auf seine schöne Seite blicken.

Seine Hüften passten sich dem wiegenden Rhythmus an. Sein mittlerweile steinharter Schwanz rieb sich mit jedem Schritt an ihrem süßen Hintern.

"Ich soll dich holen kommen, hat man mir gesagt", sprach er rau in ihr Ohr.

Sie lachte leise auf. "Ja, man sollte sich schon selbst um das kümmern, was man haben möchte."

"Ich will dich", sagte er und rieb sich zur Verdeutlichung an ihr.

"Ich weiß", antwortete sie schlicht.

"Dann komm", raunte er, weil für ihn alles klar war.

"Nein. Tanz mit mir."

Der Beat des Liedes war durchdringend, hart. Er hämmerte in einem stetigen Rhythmus und erinnerte ihn sehr stark an Sex. Rauen, harten Sex. Und genau so wollte er sie haben.

Sie wollte noch tanzen? Nun gut, sollte sie haben, solange sie einfach weiter nach vorne sah und nicht zu seinen Narben, war es in Ordnung für ihn.

Er tanzte mit ihr. Ließ seine Lenden an ihrem Hintern kreisen. Immer wieder ließ er sie spüren, wie sehr er sie begehrte.

Presste seinen harten Schwanz an ihren Po und bedeckte ihren Nacken mit kleinen Küssen. Zart knabberte er an ihrer Halsbeuge und fuhr mit seinen Zähnen die Sehne zu ihrer Schulter entlang.

Er machte sie heißer und heißer und hielt sie dabei an ihren Hüften fest an sich gepresst.

Sie warf den Kopf in den Nacken und lehnte ihn an seiner Schulter an. Sie atmete heftig und hatte ihre Augen geschlossen. Ihr kleiner Hintern rieb sich ununterbrochen an seinem stahlharten Schwanz.

Langsam ließ er eine Hand vorne in ihre Hose wandern. Nur ein wenig, ein ganz kleines bisschen.

Nur so weit, dass seine Finger auf ihrem Venushügel lagen.

"Wie lang willst du mich noch warten lassen, Kleines?", raunte er ihr ins Ohr, ehe er über ihr Läppchen leckte.

"Gar nicht mehr", gab sie rau zurück und wollte sich zu ihm umdrehen.

Er hielt sie fest.

"Nein", befahl er rau.

"Warum nicht?", fragte sie hörbar verwundert darüber, dass sie sich nicht zu ihm umdrehen durfte.

"Ich will nicht, dass du mich siehst."

"Ich habe dich bereits gesehen. Ich habe dich gesehen, als du dort oben saßest und ich habe dich gesehen, als du mich eingekreist hast."

"Nein, du hast nur die Fassade gesehen. Bleib einfach so!", antwortete er und konnte die Bitterkeit nicht ganz aus seiner Stimme halten.

"Lass dich einfach von mir auf diese Reise mitnehmen", flüsterte er mit schmeichlerischer Stimme.

Sie zögerte. Schlussendlich ließ sie sich aber doch auf ihn ein. Ließ sich von ihm führen.

Langsam, tanzend bewegte er sich zu seiner Bürotür. Sie sagte nichts mehr, fragte nichts mehr, ließ sich einfach von ihm leiten..

Er schaltete das Licht nicht an, als sie in seinem Büro ankamen. Ließ es bewusst aus, für den Fall, dass sie sich doch umdrehen sollte. Seine Freunde und deren Freundinnen oder Frauen betonten zwar immer wieder, dass es gar nicht so schlimm sei und dass er sich das nur einredete, aber Chris wusste es besser.

Er wusste, wie die Haut an seiner linken Seite aussah. Sie war an Ohr, Wange, Hals und Schulter verschmolzen. Nach all den Operationen seltsam glatt und rot.

Er hasste es. Er hasste, was der Unfall aus ihm gemacht hatte.

Aus dem Schönling und Surfertyp war ein Monster geworden. Zumindest in seinen Augen.

Er versuchte die Gedanken zu verdrängen. Er wollte Spaß haben. Er hatte sich dieses Mädchen selber erarbeitet. Zum ersten Mal seit Monaten, beinahe sogar einem Jahr.

Wenn er dieses Jahr tatsächlich wieder mit seinen Freunden nach Talin fahren wollte, dann sollte er sich langsam daran gewöhnen, wieder selbst auf die Jagd zu gehen.

Chris würde sich in diesem Jahr ganz bestimmt vom Feuer fernhalten. Zu nah waren noch alle Erinnerungen und der Schmerz.

Bei ihrem ersten Auftritt in Russland, bei dem die Gruppe auch ihren Namen etablierte, waren sie alle noch jung, dumm und leichtsinnig gewesen.

Aber nie war einem von ihnen ernsthaft etwas passiert. Sie hatten die Feuerbälle sogar mit Absicht aufeinander gespuckt und doch kam es erst über zehn Jahre später bei einer wirklich harmlosen Nummer zum großen Showdown.

Zurück in Talin würde er keinen Promistatus haben wie in seinem Club. Dort würde er sich seine Ficks ohne den Geld und Machtbonus erarbeiten müssen.

In Talin würde es keine gekauften oder ihm einfach vor die Nase gesetzten Flittchen geben. Natürlich hatten sie sich auch unter den teilnehmenden Gruppen bereits einen gewissen Ruf erarbeitet, aber so leicht wie in seinem eigenen Club, der noch dazu einer der beliebtesten in Boston war, hatte er es einfach nirgendwo.

Er schüttelte die Gedanken ab. Er hatte eines der mit Abstand heißesten Mädchen, die er jemals gevögelt hatte, vor sich. Die Zeit mit ihr sollte er genießen.

Also versuchte er sich zu entspannen. Die Gedanken an die Zukunft und vor allem an die Vergangenheit abzuschütteln und stattdessen sie zu genießen.

Er schob sie weiter auf seinen Schreibtisch zu, nahm seine Hände von ihren Hüften und fing ihre Handgelenke ein.

Der große, massive Echtholzschreibtisch dominierte den Raum und seine Tischplatte spiegelte das fahle Mondlicht. Er presste ihre Hände auf die polierte Oberfläche. Dann ließ er seine Hände über ihre Arme und ihre Seiten zurück zu ihren Hüften wandern. Hielt sie fest und presste seinen harten Schwanz gegen ihren kleinen Arsch.

Er beugte sich nach vorn und leckte ihr über den vom Tanzen leicht verschwitzten, salzigen Hals.

"Ich will dich", raunte er ihr ins Ohr.

Sie stöhnte leise und ließ ihre Hüften an seinem schmerzhaft steifen Schwanz kreisen, sodass ihr kleiner Arsch immer kräftiger an ihm rieb.

"Ja", keuchte sie.

Wenn sie ihn wollte, würde sie ihn bekommen. Ob sie es im Nachhinein bereuen würde oder nicht. Es interessierte ihn nicht.

Seine Hände wanderten nach vorn und er öffnete den Knopf ihrer hautengen Hose. Schnell zog er sie ihr bis zu den Füßen nach unten.

Auf dem Weg nach oben knabberte er erst an ihrer Kniekehle und dann an der weichen Haut am Übergang zu ihrem herrlichen Arsch.

Sie schmeckte und roch herrlich. Beides wurde nur noch von ihrem Anblick überboten. Sie machte ihn unglaublich an. Er war nicht dazu fähig, noch eine einzige weitere Minute zu warten.

Eine Hand zwischen ihren Schulterblättern, presste er ihren Oberkörper ganz auf den Schreibtisch. Mit der freien Hand öffnete er sich seine Hose und schob sie mit einem Ruck bis zu seinen Knien nach unten. Er streifte sich das Kondom über und presste seinen zum Bersten gefüllten Schwanz ohne weitere Vorwarnung hart in sie.

Sie schrie auf, wand sich ein wenig vor ihm.

"Scheiße, bist du verrückt? Mach langsam!", keuchte sie, aber auch ihre Stimme war rau vor Verlangen.

"Klatschnass. Du bist genauso bereit wie ich", knurrte er, packte ihre Hüften fester, zog sich ein Stückchen aus ihr zurück und versenkte sich dann noch tiefer in ihr.

Sie wimmerte und ließ ihre Stirn auf die glänzende Tischplatte sinken.

Er sah nicht viel in dem fahlen Mondlicht, aber das Bild, das sich ihm bot, erregte ihn ungemein.

Er zog sich wieder aus ihr zurück und schob sich erbarmungslos in sie. Sie wimmerte erneut, versuchte sich ihm zu entziehen, doch sein Griff war eisern. Sie fühlte sich so unbeschreiblich gut an. Kein anderer Gedanke hatte mehr Platz, außer sich so hart und tief wie möglich in ihr zu vergraben.

"Ja, Baby, das ist es", keuchte er und trieb sich weiter in sie. Nach und nach entspannte sie sich ein wenig. Ließ sich auf ihn ein und konnte sich gehen lassen, nachdem sie sich an seine Größe gewöhnt hatte.

Es war nicht fair von ihm, sie so zu überfallen, aber er konnte sich nicht mehr beherrschen. Er musste sie haben. Wollte nur noch tief in ihr sein.

Als sie zu stöhnen begann, griff er um sie herum und stimulierte zusätzlich ihre Klit. Ihr Stöhnen wurde lauter. Sie bewegte sich wilder in seinem Griff und kam seinen Stößen entgegen.

Er stieß noch schneller in sie. Sie fanden einen gemeinsamen Rhythmus, der sie innerhalb von Minuten zu einem fabelhaften Orgasmus führen würde.

Schade, dass er sie nicht öfter bekommen würde. Wenn sie ihm erst einmal ins Gesicht gesehen hatte, würde sie sich dafür schämen, es mit ihm getrieben zu haben.

Schnell schob er den Gedanken beiseite. Er hatte wahnsinnig guten Sex mit einer Traumfrau, die er noch dazu selbst erobert hatte. Und er würde es in vollen Zügen genießen.

Noch einmal zog er das Tempo an und rieb in schnellen Kreisen über ihre Perle.

Sie stöhnte und wand sich, ließ schließlich aber doch los und ergab sich in Zuckungen ihrem Orgasmus.

Sie umschloss ihn so fest, dass auch er zu seinem Höhepunkt kam und sich stöhnend in ihr ergoss.

Schwer atmend stand er hinter ihr. Immer noch tief in ihr vergraben, streichelte er mit einer Hand ihren schmalen Rücken. Er wartete darauf, dass ihrer beider Atem sich wieder ein klein wenig erholte.

Sie seufzte und schmiegte sich seiner Berührung entgegen. Schließlich richtete sie sich langsam auf und lehnte ihren Oberkörper an seinen.

"Das war schön", sagte sie träge.

Chris lachte leise auf. "Hast du dich nicht eben noch beschwert, dass ich dich zu hart ran nehme?"

"Ja, ein bisschen mehr Zeit hättest du dir schon lassen können", sagte sie und kuschelte sich noch fester an ihn.

Für einen Moment genoss er das Gefühl, dass sie sich an ihn lehnen wollte, dann zog er sich langsam aus ihr zurück.

Er drehte sich, um das Kondom zu entfernen, und ging sofort von ihr weg. Er wusste, dass sie sich jeden Moment zu ihm umdrehen würde.

Diesen Moment wollte er noch ein klein wenig hinauszögern. Wollte das herrliche Gefühl, das durch seinen gesamten Körper summte, noch für einen Moment behalten. Ohne dass sie es durch angewiderte Worte oder Blicke zerstören konnte.

Er hörte das Rascheln des Stoffs, als sie ihre Hose wieder anzog. Er tat es ihr gleich. Dann schmiegte sie sich eng an seinen Rücken. Ihre Hände wanderten auf seinen Bauch und von dort aus auf seine Brust.

Sie brummte wohlig, während sie ihn streichelte, und auch Chris genoss die Berührung.

"War schön mit dir, Kleines", sagte er und fischte in seiner Hose nach seinem Geldbeutel.

"Mhm", machte sie und schmiegte ihre Wange an seinen Rücken.

Er machte sich von ihr los, zog eine Goldcard seines Clubs aus dem Seitenfach des Portemonnaies und drückte sie ihr in die Hand.

"Hier, für den Fall, dass du in Zukunft rein möchtest, ohne anzustehen. Und auch deine Drinks gehen heute aufs Haus", sagte er und konnte den verbitterten Unterton in seiner Stimme nicht unterdrücken.

"Was soll das? Willst du mich schon los werden?", fragte sie irritiert. Aus dem Augenwinkel sah er, wie sie dabei die Karte zwischen Zeige- und Mittelfinger drehte.

"Ich dich nicht, aber du mich", sagte er. Leise, bedauernd. Er wusste sehr gut, dass sie ihn nicht verstehen würde. Noch hatte sie ihn nicht gesehen.

"Was soll das alles?", fragte sie und klang nun ein klein wenig verärgert. Er ging ein paar Schritte weg, ehe er sich zu ihr umdrehte. Langsam schob er seine Kapuze nach hinten, sodass sie seine Narben sehen konnte.

"Ich glaube kaum, dass du mit einem Monster wie mir den Abend verbringen willst."

"Bist du verrückt geworden?", fragte sie ihn scharf.

"Ich? Warum sollte ich verrückt geworden sein?"

"Glaubst du etwa, ich weiß nicht wer du bist? Ich habe deinen Auftritt letztes Jahr gesehen."

Ihm gefror das Blut in den Adern. Von wegen selber erbeutet. Sie wusste, wer er war. Sie wusste es und hatte sich nur von ihm verführen lassen, um an sein Geld zu kommen. Der Gedanke widerte ihn an. Sie widerte ihn an.

Alles geldgeile Flittchen. Er hatte sie früher schon gehabt. Aber dass sie es jetzt sogar schon ausnutzten, dass er zu einem Monster geworden war, setzte dem Ganzen die Krone auf.

"Was willst du?", fragte er scharf und fixierte sie mit seinen zu Schlitzen verengten Augen.

"Was ich will? Ich hab bekommen, was ich will", sagte sie unschuldig.

Unschuldig … ja, ja. Unschuldig sind sie alle.

"Du hast die Karte, was willst du also noch? Geld?"

"Nein, wie kommst du darauf?"

"Warum sonst solltest du mit mir vögeln, wo du doch weißt, was für ein Freak ich bin."

"Hast du den Verstand verloren?"

"Nein. Warum?", fragte er und lachte hart auf. "Ich bin entstellt. Ich bin ein Monster. Was sollte ein süßes Mädchen wie du sonst von mir wollen?"

"Du hast wirklich den Verstand verloren! Meine Fresse!" Sie schnappte sich einen Stift von seinem Schreibtisch, packte seinen Arm, schob das Hoody nach oben und kritzelte ihre Nummer darauf.

"Wenn du dich wieder einbekommen hast, melde dich bei mir!" Sie drückte ihm den Stift in die Hand und sah ihn aus kalten Augen an. "Es war schön mit dir, aber ich bin verdammt nochmal nicht dein Psychiater und ich bin bestimmt nicht für deine Seelenqualen zuständig."

Dann wandte sie sich ab und verließ in schnellen Schritten sein Büro.

Die Goldcard lag auf seinem Schreibtisch und starrte ihn vorwurfsvoll an.

Da stand er nun. Verdattert. Wusste überhaupt nicht, wie ihm geschehen war. Fassungslos starrte er auf seinen Arm. Eine Handynummer stand darauf und darüber stand in schönen femininen Buchstaben Nicky.

NICKY

Sie hatte tatsächlich Sex mit Chris gehabt. Dem Chris. Eigentlich konnte sie es immer noch nicht glauben. Sie war schon so unglaublich lange in ihn verknallt.

Sie hatte ihn das erste Mal gesehen, als sie 16 war. Sie war zusammen mit ihren Brüdern in Talin gewesen, denn die Mittelaltergruppe, der sie sich als Landsleute angeschlossen hatten, hatte einen Wettbewerb gewonnen. Hauptpreis war die Übernahme aller Kosten für den zweiwöchigen Aufenthalt auf dem weltweit größten Mittelalterevent.

Es waren die besten zwei Wochen ihres Lebens, obwohl er ihr nicht einmal einen Blick gegönnt hatte.

Fast zwei Jahre später hatte sie Hightower, einen der Security-Männer, dazu überreden können, sie in den Club zu lassen, obwohl sie eigentlich noch nicht alt genug gewesen war.

Ehe sie Chris hatte kennenlernen können, ereignete sich auch schon sein grauenhafter Unfall. Sie sah, wie er sich auf dem Boden wälzte, sie hörte seine qualvollen Schreie und erlebte die Schockstarre seiner Freunde, ohne ihm selbst helfen zu können. Noch nie in ihrem Leben hatte sie etwas Schlimmeres zu sehen bekommen.

Dann schloss sich der Vorhang und sie hörte nur noch die Geräusche dahinter, bis kurz darauf wieder die Musik spielte und ihr sogar diese Informationsquelle verwehrt blieb.

Monatelang hatte sie in der Angst gelebt, was mit ihm passiert sein mochte. Sie hatte jede Zeitung durchforstet und das Internet durchsucht, jedem noch so kleinen Hinweis über seinen Verbleib und seinen Zustand war sie nachgegangen.

Als er drei Monate später das erste Mal wieder im VIP Bereich saß, atmete sie auf.

Er hatte sich verändert. Er wirkte kalt. Keine Spur von dem lebenslustigen Entertainer. All die Lebensfreude, die sie immer an ihm bewundert hatte, war verschwunden. Im wahrsten Sinne verbrannt.

Er saß einfach nur da und analysierte seine Umgebung. Über Monate hinweg tat er nichts anderes. Ob seine Freunde bei ihm waren oder nicht. Ob er eine Frau auf seinem Schoß hatte oder nicht. Es machte keinen Unterschied.

Sie hatte wirklich alles getan, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Sie tanzte grundsätzlich in der Nähe des VIP-Bereichs, auch wenn die Musik, die hier gespielt wurde, ihr nicht sonderlich gefiel.

Sie hatte unterschiedliche Looks und Haarfarben probiert, doch es hatte nichts geändert. Es war, als hätte er seine Umgebung gar nicht wahrgenommen.

Immer wieder verschwand er für einige Wochen von der Bildfläche und niemand wusste, wo er war.

Schlussendlich war sie aber wieder zum Gothic Stil zurückgekommen. Das war einfach sie. Schwarze Haare, schwarze Kleidung, stark geschminkte Augen.

Als sich an dem Abend das erste Mal ihre Blicke kreuzten, konnte sie ihr Glück kaum glauben.

Aber allzu einfach wollte sie es ihm nicht machen. Vor allem wollte sie sich nicht wie ein Schoßhündchen zu ihm pfeifen lassen.

Ein bisschen Mühe konnte er sich schon geben. Sie wollte die Illusion zumindest noch ein kleines bisschen genießen und davon träumen, dass er sie wirklich begehren würde.

Genauso hatte sie es zwar nicht bekommen, aber zumindest hatte sie den besten Sex ihres Lebens erfahren können.

Nunja, sonderlich erfahren war sie sowieso nicht. Als sie 15 war, hatte sie einen Freund, mit dem sie auch ihr erstes Mal hatte. Es war schlecht, grottenschlecht gewesen. Aber so waren erste Versuche nun mal.

Nachdem sie Chris das erste Mal getroffen hatte, hatte sie noch zwei, drei Mal versucht, mit einem Mann intim zu werden, aber es funktionierte nicht.

Sobald sie die Augen schloss, sah sie ihn vor sich. Sah seine blonden Haare, seine Augen, sein ebenmäßiges Gesicht und seinen muskulösen Körper vor sich. Also hatte sie es aufgegeben. Sie hatte sich von Männern ferngehalten und nur auf ihr Ziel hingearbeitet, Chris für sich zu erobern.

Tag X war nicht so romantisch, wie sie es sich immer erträumt hatte. Er hatte sie einfach über seinen Schreibtisch gebeugt und ziemlich hart genommen.

Im ersten Moment hatte es ihr weh getan. Ein klein wenig mehr Zeit hätte sie gern gehabt.

Weil er es war, konnte sie sich darauf einlassen. Wenn er es so wollte, konnte sie es so aushalten. Mehr als das. Der Gedanke, dass er sie so sehr begehrte, erregte sie. Als sie sich an die starke Dehnung gewöhnt hatte, konnte sie sich gehen lassen. Genießen. Schnell hatte er sie in unbekannte Höhen getrieben.

Sie war noch nie beim Sex gekommen. Aber Sex mit Chris war so vollkommen anders. Er war heiß, wild, leidenschaftlich, hart, rau und grob. Aber er war gut. Verdammt gut!

Dass er sie danach so eiskalt abservierte, hatte sie verletzt und sie musste erkennen, dass er den Unfall noch nicht hinter sich gelassen hatte und wie stark ihn das Geschehene und seine Narben noch belasteten.

Wenn er noch Zeit brauchte, sollte er sie haben. Sie hatte so lange auf ihn gewartet, dass es daran bestimmt nicht scheitern sollte.

Also hatte sie ihren ganzen Mut zusammengenommen und ihre Handynummer auf seinen Arm geschrieben. Sie hatte sich kaum auf die Zahlen konzentrieren können, so sehr lenkte sein Duft und der Hautkontakt sie ab. Ihn zu berühren war himmlisch und sie träumte davon, seinen Körper mit ihren Händen und ihren Lippen erforschen zu können.

Irgendwann!, schwor sie sich und verließ eilig sein Büro. Wenn sie noch länger blieb, würde sie ihn anbetteln, nur um für einen Moment in seinen Armen liegen zu können.

2 Please, that girl!

CHRIS

Chris hatte sich in den VIP Bereich zurückgezogen. Er saß auf einem der Sofas und starrte auf die Nummer auf seinem Arm.

Was zum Teufel hatte sich dieses Weib dabei gedacht? Wie sie ihn behandelt hatte. Wie einen Psychopathen. Was dachte sie, wer sie war? Sie war nichts anderes als ein Flittchen. Ein Flittchen, dass sich von einem wildfremden Mann über einen Schreibtisch beugen ließ.

Und da meinte sie, ihn verurteilen zu können? Über ihn richten zu können? Ihm sagen zu können, er sei verrückt? ER sollte sich bei IHR melden, wenn er sich beruhigt hatte?

SIE war verrückt! Eindeutig! Nie im Leben würde er dieses kleine Biest anrufen! Mann Gottes. Ihm gehörte dieser ganze verdammte Laden. Sie wusste es, also konnte er doch ein klein wenig Respekt erwarten!

"Miststück!", brummte er vor sich hin.

"Wer ist ein Miststück?"

Er sah auf und sah Logan neben sich. Er mochte ihn. Logan war einer seiner wenigen wirklichen Freunde.

Er mochte viele von seinen Kumpels bei Fire&Ice, das stand außer Frage. Aber wirkliche Freunde waren sie bei Weitem nicht für ihn.

Logan. Ja, ihn würde er durchaus als Freund bezeichnen.

"Wer ist ein Miststück?", fragte er noch einmal.

"Ach, so ein Mädel, dass ich gerade gefickt habe", antwortete er mit extra verächtlichem Ton, um sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr ihn das Ganze mitgenommen hatte.

"Und sie hat sich nicht gut benommen? Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Hat ihr das keiner beigebracht?", fragte er belustigt.

Ein wenig ärgerte er sich über Logans Aussage. Auch wenn er recht hatte. Die meisten dieser kleinen Schlampen, die sich in seinem Club an ihn ran schmissen, schmeichelten ihm ohne Unterlass. Auch wenn er wusste, dass es gelogen war, so tat es seinem Ego doch besser als Nickys direkte Art.

Gestreicheltes Ego hin oder her. Schlussendlich wusste er, dass es alles nur geldgeile Geier waren, die nur darauf spekulierten, mehr von ihm zu bekommen. Mehr Privilegien. Mehr Geld. Mehr Status.

Nicky nicht. Nicky hatte ihm gesagt, dass er nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. Noch nicht mal die Karte hatte sie mit genommen!

"Chris? Was ist überhaupt gewesen?", unterbrach Logan seine Gedankengänge.

"Nichts Besonderes. Ich hab mit ihr getanzt, ich hab sie gevögelt und ihr die Goldene gegeben. Daraufhin hat sie mich als verrückt bezeichnet und gesagt, ich soll sie anrufen, wenn ich wieder klar im Kopf bin", sagte er grinsend. Von außen betrachtet, war das ganze wirklich lustig.

"Whow! Bissiges kleines Biest, hm?", lachte Logan.

"Definitiv!"

"Und, wirst du sie anrufen?"

"Bin ich verrückt? Sie hat sich nur von mir vögeln lassen, weil sie wusste, wer ich bin."

"Bist du dir sicher?"

"Natürlich! Sie hat es mir selbst gesagt."

"Hm … fies!", sagte Logan und verzog angewidert das Gesicht.

"Ja, ist es. Aber so ist das Leben, Logan. Nicht jeder kann so ein Schönling sein wie du."

Logans Lächeln wurde verschmitzt. "Wie sonst hätte ich PR-Chef von JB-Industrials werden sollen?"

JB-Industrials. Ryan Blacks Imperium, das spartenübergreifend Unternehmen aufkaufte, sie aufpäppelte und wieder verkaufte. Oder auch behielt. Die Firma gehörte zwei seiner Kumpel von Fire&Ice. Ryan hatte seinen besten Freund Shane vor langer Zeit mit in die Führungsetage integriert.

Chris mochte die beiden. Auch wenn er sie nicht verstand. Beide hatten sich in den letzten beiden Jahren von ihren Mädels zähmen lassen. Sie waren beide schön. Ohne Zweifel! Er konnte durchaus verstehen, dass man verrückt nach ihnen werden konnte.

Das Ausmaß verstand er wiederum nicht. Also hielt er sich lieber an Logan. Bei ihm wusste er wenigstens, dass er genauso dachte wie er.

"Was hast du den Rest des Abends vor?", fragte Logan.

"Nichts. Ich geh nach Hause. Ich hab für heute genug gearbeitet."

Verächtlich verzog Logan das Gesicht. "Es geht auch nicht immer nur ums Arbeiten, Chris!"

Ja, natürlich nicht. Aber viel mehr hatte Chris nicht mehr. Sein Privatleben war seit seinem Unfall sehr einsam geworden. Natürlich hatten seine Freunde versucht, zu ihm zu kommen. Ihn zu bauchpinseln und ihm schöne Worte zuzureden. Aber auf all diese Lügen und Ammenmärchen hatte er keine Lust.

"Nein, ehrlich, Logan. Mir reicht's für heute und meinen Fick hatte ich auch schon", lachte Chris und versuchte, es so unbeschwert wie möglich klingen zu lassen, auch wenn die Zahlen auf seinem Arm sich bis in sein Gehirn zu brennen schienen.

"Ich bleib noch, hatte noch keine heute", grinste Logan frech.

"Willst du Nickys Nummer?", schlug Chris lachend vor, obwohl ihm der Gedanke, Logan könnte sie ebenfalls vögeln, nicht sonderlich gefiel.

"Nein, lass mal. Die Kleine scheint mir ein wenig zu wild. Du weißt doch, ich mag sie lieber ein bisschen gehorsamer."

Nun musste auch Chris lachen. "Nett umschrieben!"

Er wusste genau, was Logan meinte. Er wollte eine Frau, die nach seinem Mund redete. Die ihm die Füße küsste und auf allen vieren hinter ihm her robbte.

Chris nicht. Er mochte seine Mädchen bissiger. Er selbst war nicht die feinfühligste Person und brauchte jemanden, der ihm gebührend Kontra geben konnte und es auch vertrug, wenn man sie mal etwas fester anpackte.

Nicky konnte das. Schade nur, dass sie nur auf sein Geld aus war.

Naja, wenn er einmal nichts Besseres zu tun hatte, konnte er sie immer noch anrufen. Also machte er auf seinem Weg nach draußen einen Abstecher in sein Büro und schrieb sich ihre Nummer ab.

Ein Blick auf seinen Schreibtisch ließ die Erinnerung an den Fick zurück kommen. Sie war heiß! Genau sein Kaliber. Allein der Gedanke an den Sex machte Lust auf mehr.

Ja, er würde sie anrufen und er würde sie genauso benutzen, wie sie es mit ihm auch vor hatte. Sie sollte ja nicht glauben, dass sie ihn melken konnte wie einen Goldesel.

Sie konnte hier ein- und ausgehen, wie sie wollte und auch die Drinks würden aufs Haus gehen. Aber das war's.

Keine Kleidchen, keine Dates, keine Abendveranstaltungen. Nichts von dem ganzen Rotz, den die Bitches sonst immer von ihm haben wollten.

Chris lächelte. Das war ein Deal nach seinem Geschmack.

3 Unverhofftes Wiedersehen

CHRIS

Es war bereits zwei Wochen her, dass er Nicky getroffen hatte.

Sie spukte immer noch durch seinen Kopf. Das war mehr als ungewöhnlich. Normalerweise dachte er noch ein oder zwei Stunden daran, oder, wenn der Fick wirklich gut war, vielleicht noch ein oder zwei Tage an die Frauen.

Aber zwei Wochen? Nickys Pussy hatte es seinem Schwanz wohl wirklich angetan.

Vielleicht sollte er heute in sein Büro gehen und nach ihrer Nummer suchen. Er sollte sie einfach anrufen, sie herbestellen, sie auf seinem Schreibtisch vögeln und wieder gehen lassen.

Vielleicht … sicher war er sich nicht. Er wollte sie wieder, ja, aber er wollte sie nicht anrufen und herbestellen wie eine Hure. Er wollte sie verführen, wie beim letzten Mal.

Also saß er wieder mit seinen Kumpel im VIP Bereich und genoss den Abend.

"Wie geht es dir, Chris?", fragte Ryan, der zur Abwechslung mal wieder mit seiner Freundin im Club war. Das geschah nur noch, wenn er persönlich eingeladen wurde oder wenn Sky und Maya tanzen wollten.

"Alles okay. Selbst?"

Ryan nickte.

"Talin?", fragte Ryan.

"Ich glaube, ich werde mitfahren. Aber nicht mit euch auftreten."

"Warum nicht?"

Chris lachte hart auf, zog seine Kapuze zurück und drehte den Kopf.

"Du fragst mich, warum nicht? Sieh mich an, Ryan!"

"Wir tragen die Anzüge nicht mehr und wir experimentieren sogar schon seit einer Weile mit diesen Samen, mit denen man ebenfalls Feuerspucken kann. Sie sind leicht entflammbar, heften sich aber nicht an Körper oder Materialen fest. Ein reines Verpuffen, also wesentlich ungefährlicher. Sie sind auch nicht giftig, wenn du sie aus Versehen schluckst."

"Lass mich. Ich will das nicht!"

"Wie du willst. Aber lass es dir mal durch den Kopf gehen. Du fehlst. Uns fehlt ein Obermann", fügte er lächelnd hinzu.

"Dressier dir einen neuen Tanzaffen, Ryan."

"Hmm … bist ja immer noch bester Laune. Geh eine Runde vögeln. Zu wenig Sex war noch nie gut für deine Laune! Logan meinte, danach hattest du gute."

"Ja, hatte ich. Mal sehen. Vielleicht werde ich Nicky anrufen."

"Nicky heißt die Kleine?"

"Jep."

"Mach das mal", sagte er grinsend.

Logan gesellte sich zu ihnen.

"Mann, Mann, Mann, hab ich grad was Heißes beim Reingehen gesehen", platze Logan sofort heraus und sein Blick verriet, wie super er die Frau fand.

"Ich bin raus", sagte Ryan lachend und ging zu Sky.

"Lass mal sehen", antwortete Chris und boxte Logan leicht in die Seite.

"Kleine Wildkatze. Die da, siehst du sie?", sagte er und deutete auf die Tanzfläche.

Chris' Blick heftete sich sofort auf eine Frau, die mit dem Rücken zu ihnen verführerisch mit ihren schmalen Hüften wackelte. Schwarze Jeans. Kleiner Apfelpo.

Er hätte sie überall erkannt!

"Nicky", murmelte er.

"Oh, das ist sie?"

Chris konnte nur nicken, ohne den Blick von ihr zu lösen.

"Tja, dann ist sie wohl schon vergeben."

Blitzschnell drehte er sich zu Logan um.

"An wen?"

"Na, an dich, Bro", lachte er.

"Oh … ähm … ja. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du deine Griffel von ihr lassen könntest", sagte er lächelnd.

"Dann mach aber schnell, ich glaube, Jason hat sie ebenfalls im Visier."

Als er seinen Blick über den VIP Bereich gleiten ließ, entdeckte er, dass Jason über der Absperrung zum VIP Bereich lehnte und SEINE Nicky fixierte.

Bevor er seinen Beinen überhaupt das Kommando geben konnte, stand er bereits und eilte mit langen Schritten zu ihm.

Er packte ihn im Nacken und zog ihn zurück.

"Schau sie nicht einmal an. Sie gehört mir!", knurrte er.

"Was? Was willst du von mir, Chris?"

"Denk nicht mal an sie."

"Du sagst, sie gehört zu dir, aber sie ist noch nicht einmal hier oben? Bist du verrückt geworden?"

"Lass sie einfach. Ich hole sie", gab er schroff zurück, stieß ihn von sich und ging zu ihr.

Wieder pirschte er sich von hinten an sie. Er packte sie an den Hüften und presste sich an sie.

"Hey Babe", raunte er ihr zu und genoss, wie sich ihr Körper an seinem bewegte.

"Endlich", sagte sie und er hörte das Lächeln in ihrer Stimme.

"Du tanzt hier und wartest darauf, dass ich zu dir komme?"

"Ich hatte keine andere Wahl, schließlich hast du mich zwei Wochen lang nicht angerufen."

"Ich soll dich anrufen und auf einen Fick zu mir bestellen?", fragte er amüsiert.

Sie zuckte kaum merklich zusammen, aber ihre Stimme verriet nichts. "Ich dachte, du rufst mich an und wir lernen uns kennen."

"Ich will keine Frau in meinem Leben, nur in meinem Bett."

Sie schien nicht allzu glücklich mit seiner Antwort. Schließlich drehte sie sich aber doch zu ihm um und sah ihm in die Augen.

"Okay", sagte sie, ohne eine Miene zu verziehen. Etwas lag in ihren Augen, aber er konnte es nicht deuten. Eigentlich konnte es ihm egal sein. Sie hatte zugestimmt, dass er sie anrief, um Sex zu haben. Mehr nicht. Das hatte er nicht erwartet.

Sein Magen zog sich zusammen, als er in ihre blauen Augen sah. Sie waren groß, rund und tiefschwarz geschminkt. Wunderschön, aber so unendlich traurig. Einsam. Ein Blick, den er aus dem Spiegel nur allzu gut kannte.

"Willst du mit hoch kommen, Süße?", fragte er deshalb leise. Sie gefiel ihm besser, wenn sie fauchte und ihn einen Verrückten schimpfte, als wenn sie diesen … zerbrechlichen Ausdruck auf dem Gesicht trug.

"Wie, ganz ohne einen Fick?", fragte sie skeptisch, fast schon zynisch.

"Ja, wenn du willst", antwortete er amüsiert.

"Hm … gern", sagte sie schließlich mit einem kleinen Lächeln.

Er nahm ihre Hand und führte sie zurück zum VIP-Aufgang. Sein Mitarbeiter trat ohne zu zögern zur Seite. Ihre Finger waren ineinander verschlungen und er zog sie zu einem der Sofas.

NICKY

Die ersten drei Tage hatte sie überhaupt nicht damit gerechnet, dass er anrufen würde. Schließlich war das die Regel im Datingleben. Auch wenn sie ihr völlig unverständlich waren.

Als er sich in den darauffolgenden Tagen immer noch nicht gemeldet hatte, wurde ihr ein wenig mulmig. Sie wünschte sich doch nichts sehnlicher, als dass er sie genau so begehrte wie sie ihn.

Letzten Samstag musste sie eine zusätzliche Schicht in der Tankstelle, in der sie arbeitete, übernehmen. Da er sie auch nach über einer Woche noch nicht angerufen hatte, hatte sie jegliche Hoffnung aufgegeben.

Nach zwei Wochen kratzte sie ihr letztes bisschen Mut zusammen und machte sich auf in den Club. Positionierte sich so vor dem VIP-Bereich, wie sie es schon immer getan hatte.

Aber dieses Mal war er zu ihr gekommen. Dass er kein Interesse an ihr als Person hatte, sondern lediglich mit ihr schlafen wollte, versetzte ihr einen Stich. Wenn das aber der einzige Weg war, ihm näher zu kommen, würde sie auch das in Kauf nehmen.

… es hatte natürlich überhaupt nichts damit zu tun, dass Sex mit Chris der Himmel auf Erden war.

Langsam folgte sie ihm hinauf in den VIP-Bereich. Es war seltsam, genau dorthin zu gehen, wo sie ihn seit so langer Zeit sitzen sah. Sich dort hinzusetzen, wo er sonst immer mit einer anderen Frau gesessen hatte.

Sie freute sich und kam sich verdammt gut vor! Angekommen, an ihrem Ziel … fast.

Ihre Finger waren ineinander verschlungen, während sie die Stufen hinaufstiegen.

Auf den einladenden schwarzen Ledersofas verstreut saßen die Mitglieder seiner Gruppe. Einige von ihnen hatten mittlerweile feste Freundinnen oder sogar Frauen, wenn die Zeitungen die Wahrheit geschrieben hatten.