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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Sport - Bewegungs- und Trainingslehre, Note: 1,0, BSA-Akademie Saarbrücken, Sprache: Deutsch, Abstract: Trainingsplanung nach der ILB-Methode für einen Kunden ohne spezifische Einschränkungen im Bereich Fortgeschrittener, spezielle Ziele Muskelaufbau und Reduzierung Körperfett.
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Veröffentlichungsjahr: 2010
Impressum:
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Inhaltsverzeichnis:
1. Diagnose
1.1 Persönliche und biometrische Daten des Kunden:
1.2 Motorische Tests
1.2.1 Durchführung Beweglichkeitstest
2. Zielsetzung
2.1 Grob, Fein- und Feinstzielsetzung
3. Trainingsplanung (nach ILB)
3.1.1 Der ILB-Test
3.2 Der Mesozyklus
3.2.1 Das Aufwärmen – Ziele-
3.2.2 Das Aufwärmen –Inhalte-
3.2.3 Das Aufwärmen – Ablauf-
3.2.4 Der Mesozyklus –Übungen-
3.2.5 Das Abwärmen – Ziel
3.2.6 Das Abwärmen – Inhalt und Ablauf
4. Trainingsdurchführung
4.1. Langhantel-Bankdrücken auf der Flachbank
4.2 Kniebeugen mit der Langhantel
5. Analyse/Evaluation
5.1 Ziel, Inhalt und Durchführung
5.2 Ergebnis und Bewertung
6. Anhang
6.1 Tabellenverzeichnis
6.2 Abbildungsverzeichniss
6.3 Literatur
Zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit und zur Aufdeckung eventueller Risiken werden die oben angeführten Werte zuzüglich weiterer biometrischer Parameter herangezogen. Je nach Kunde und Ergebnissen aus dem Vorgespräch auch im Hinblick auf Vorerkrankungen gibt es mehrere Werte, die im Rahmen von Eingangstest zu ermitteln sind. Grundsätzlich gehört dazu immer der Blutdruck, des Weiteren auch im Hinblick auf die Trainingsziele des Kunden und der guten Evaluationsmöglichkeiten, haben wir uns für die Ermittlung des BMI und Körperfettanteils entschieden.
a.) Blutdruck:
Der Blutdruck ist ein entscheidender Faktor bei der Ermittlung der Belastbarkeit der Kunden. Bluthochdruck ist einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gerade in Hinblick darauf, dass erhöhte Blutdruckwerte nicht „wehtun“, kann es durchaus vorkommen, dass Kunden erst beim Check-Up im Studio über ggf. zu hohe Werte in Kenntnis gesetzt werden. Somit ist die Blutdruckmessung ein unverzichtbarerer Bestandteil der Eingangsuntersuchung.
Die bei der Messung ermittelten Werte erklären sich wie folgt:
Der systolische Blutdruck (der erste gemessene Wert) entsteht während der Pumpaktion des Herzens Der diastolische Blutdruck (der zweite Wert) wird während der Erschlaffungsphase des Herzens ermittelt. Die Messung des Blutdrucks erfolgt mittels eines Handgelenkmessgerätes oder einer Oberarmmanschette, wobei sich für die Praxis und aus Gründen der leichteren Messung ein Handgelenkmessgerät empfiehlt.
Die ermittelten Werte dienen als Richtwert. Sollten hier tendenziell zu hohe Werte ermittelt werden, sollte vor Trainingsplanerstellung ein Arzt konsultiert werden, der ggf. eine Trainingsfreigabe erteilt.
Die folgende Blutdruckwerte-Tabelle gibt nach Vorgabe der WHO die derzeit geltenden Grenzwerte der Blutdruckmessung an.
Tabelle1
Daraus folgt, dass ein Blutdruck unter 140 zu 90 mmHg gerade noch in den Normbereich fällt. Optimal wäre ein Blutdruck unter 120 zu 80 mmHg! Ansonsten sollte dringen geprüft werden, ob eine arterielle Hypertonie vorliegt, die behandlungsbedürftig ist.
Der für den Kunden gemessene Wert beträgt 123/82 mmHg. Somit liegt unser Kunde mit seinen Werten im Bereich des normalen Blutdrucks.
b.) BMI:
Der Body-Mass-Index ( BMI ) ist eine Messzahl zur Bewertung des Gewichts. Der BMI ist einfach zu berechnen und daher schnell zu ermitteln.
Die Formel lautet:
Der für den BMI ermittelte Wert unseres Kunden beträgt 23,4 und lässt sich anhand der folgenden Tabelle bewerten. Werte zwischen 18,5 und 24,9 zeigen ein Normalgewicht, in dem sich unser Kunde bewegt. Werte darunter ergeben ein Untergewicht, Werte ab 25 werden schon als Übergewicht bezeichnet, wobei hier noch weitere Unterteilungen gegeben sind (siehe Tabelle).
Tabelle Einteilung BMI nach Kategorien
Tabelle 2
Tabelle zur Ermittlung der BMI-Kategorie nach Größe und Gewicht
Wenig aussagekräftig ist die Ermittlung des BMI jedoch bei Sportlern, speziell bei Kraftsportlern, da diese in der Regel einen erhöhten Anteil an Muskulatur aufweisen; diese Relation geht jedoch nicht in die Berechnung des BMI ein, so dass sich aus der absoluten Zahl für die meisten Kraftsportler ein Übergewicht ergibt. Bei dieser Personengruppe muss als Parameter die Berechnung des Körperfettanteils hinzugezogen werden, um einen aussagefähigen Wert zu erhalten.
c.) Körperfettmessung:
Für Kunden, die leistungsorientierter sind, empfiehlt sich die Körperfettmessung als wichtiger Parameter zur Erfolgskontrolle. Zumal, wie vorher erwähnt, bei sportlichen Personen die Aussagekraft des BMI durch den höheren Anteil an Muskulatur wenig repräsentativ ist.
Im Fitnesstraining werden zwei Methoden unterschieden, die 1.) Hautfaltenmessung und die 2.) Bioimpedanzanalyse.
1.) Bei der Hautfaltenmessung wird an verschiedenen Körperstellen mittels eines so genannten Fat-Calipers die Hautfaltendicke ermittelt. Anschließend wird mit Hilfe von Umrechnungstabellen der Körperfettanteil bestimmt.
Bei der Caliper-Messung werden verschiedene Messverfahren angewandt: die 3-Punkt-Messung, 4-Punkt-, 7-Punkt und 10-Punkt-Messung.
2.) Bei der Bioimpedanz-Analyse (BIA) handelt es sich vereinfacht um eine Messung des Körperwiderstandes, bei der ein geringer elektrischer Strom durch den Körper geschickt wird und der Widerstand (Impedanz) hierbei ermittelt wird. Dieses System wird bei „Fettmesswaagen“ verwendet. Die Messgenauigkeit schwankt hier allerdings sehr stark, abhängig von Faktoren wie Kaffee- und Alkoholgenuss, starkem Schwitzen, Zufuhr von Salz und Kohlenhydraten, ungenügender Flüssigkeitszufuhr. Somit ergeben sich hier Abweichungen von 2 – 3% mehr oder weniger. Vorteil ist in jedem Fall die einfache Durchführung der Messung (auch in bekleidetem Zustand möglich), einen Tendenz lässt sich auf jeden Fall anzeigen.
Wir entscheiden uns aus Genauigkeitsgründen für die Hautfaltenmessung mittels Caliper, hier für die 4-Punkte-Messung nach Forsyth/Sinning. Gemessen wird hier an folgenden Punkten:
-Bauchfalte: Eine senkrechte Falte ca. 3 cm rechts vom Nabel
-Schulterblatt: Eine diagonale Falte auf dem Rücken, direkt unterhalb der Ecke des Schulterblattes an der Wirbelsäule. Gemessen wird eine Falte, die um 45 Grad im Uhrzeigersinn geneigt ist.
-Achsel: Eine senkrechte Falte auf dem Schnittpunkt von Achselhöhle und Brustwarze.
-Trizeps: Eine senkrechte Falte in der Mitte der Front des Oberarmes zwischen Schultergelenk und Ellenbogen.
