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50 Euro bietet ein fremder Mann Layla, wenn sie mit zu ihm nach Hause kommt. Das ist viel Geld für die junge Frau. Ihr ist völlig klar, was sie als Gegenleistung dafür tun muss. Dass sie noch Jungfrau ist, macht es jedoch nicht einfacher. Soll sie sich trotz allem darauf einlassen und zur Flüchtlingshure werden? Schließlich folgt sie ihm in seine Wohnung - ein folgenschwerer Fehler ...
Aufgrund expliziter und brutaler Szenen nur für volljährige Leser geeignet.
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Veröffentlichungsjahr: 2018
"Bitte, haben Sie nicht etwas Geld?", bat sie den Mann im Amt. Sie musste ihn einfach fragen. Stundenlang hatte sie gewartet, bis sie endlich an die Reihe gekommen war. Sie hatte überlegt, ob sie ihn danach fragen sollte, aber er hatte gütige Augen, fand sie ... Sie hasste es, zu betteln, aber sie hasste auch den Hunger und die Kälte. Wenn sie gewusst hätte, was sie hier erwartete ... Ihre Eltern hatten sie damals mitgeschickt auf den Flüchtlingszug, zusammen mit der Familie ihres Onkels. Nun lebte sie mit ihnen in einem Flüchtlingslager, doch ihr Onkel verwaltete das Geld und teilte die Lebensmittel zu und sie hatte immer Hunger deswegen, sie bekam noch weniger als die Kinder.
"Ich gebe dir 50 Euro", versprach der Mann. "Wenn du mit zu mir nach Hause kommst."
50 Euro. Das war viel Geld! Dafür konnte Layla viel zu Essen kaufen ... Sie würde sicher einen Monat lang nicht hungern müssen! Natürlich würde sie die 50 Euro verstecken müssen ... Der Onkel durfte nicht erfahren, dass sie das Geld hatte ... Sie würde ihm sagen, dass sie Arbeit suchte und sich dann am Tag heimlich etwas zu essen kaufen ...
"Heute Abend, 18 Uhr. Warte auf der anderen Straßenseite auf mich und folge mir dann. Es ist nicht weit bis zu mir, in Ordnung?"
Nun, sie konnte sich denken, was sie dafür tun musste. Aber 50 Euro ... "In Ordnung." Sie nickte ihm zu, verließ das Amt, irrte ruhelos durch die Stadt. In das Wohnheim wollte sie nicht zurückkehren - zu viel Stress, zu viele Menschen auf zu kleinem Raum. O. Müller hieß er. Das hatte sie auf dem Namensschild gelesen. Wofür das O wohl stand? O ... Ihr fielen keine deutschen Namen mit O ein. Sie schätzte ihn auf Mitte bis Ende Dreißig. Er wirkte ein bisschen chaotisch, seine Krawatte war nicht ganz sauber gebunden und seine Schuhe nicht poliert, aber das machte ihn ihr sympathisch, sicher lag es daran, dass er keine Frau hatte und sich einsam fühlte. Dafür war er glatt rasiert, was ihr bei Männern immer gut gefiel, und er hatte hellblonde Haare und blaugrüne Augen, was sie schon immer fasziniert hatte - vielleicht, weil in ihrem Land nur wenige Männer so aussahen? Dazu trug er eine Brille, was ihn ein bisschen aussehen ließ wie ein Wissenschaftler oder vielleicht ein Lehrer.
Ob er gut zu ihr sein würde? Vielleicht würde er sie, wenn es ihm gefiel, regelmäßig kommen lassen? Vielleicht würde er ihr mehr geben als Geld? Vielleicht durfte sie bei ihm essen? Vielleicht würde er sie heiraten wollen? Natürlich, das würde schwierig werden, schließlich war sie eine Muslimin. Ihre Familie dürfte es nie erfahren. Niemand dürfte je erfahren, dass sie mit einem Mann mitgegangen war. Mit einem Christen auch noch. Jedenfalls jemandem aus christlichem Kulturkreis. Und dass sie dafür Geld genommen hatte. Sie wäre entehrt. Ihre Familie wäre entehrt.
Sie hatte noch nie mit einem Mann geschlafen, aber schon mit drei Männern im Bett gelegen. Männer, die ihr versichert hatten, dass sie sie liebten, die ihr beigebracht hatten, sie zu befriedigen, mit der Hand und mit dem Mund. Sie würde auch diesen Deutschen befriedigen können. Und wenn er wirklich mit ihr schlafen wollte ... Nun, dann sollte es eben so sein. Sicher würde er sie gut behandeln, schließlich stand auch für ihn einiges auf dem Spiel - als Angestellter in einer Behörde durfte er sicher nichts mit ihr anfangen.
