Galaktische Küsse - Lisa May - E-Book

Galaktische Küsse E-Book

Lisa May

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  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Erotik
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2019
Beschreibung

Ein galaktisches Liebesspiel erwartet Telia, die sich auf dem Mond Eribis eine neue Existenz aufgebaut hat. Um dem Alltag zu entfliehen, trifft sich Telia einmal die Woche zum Pokerspiel. Eine bunt gemischte Runde, in der auch der attraktive Ilas mitspielt. Ein Mann, der für Liebesdienste erwerbbar ist und auf Erdenfrauen eine magische Anziehungskraft ausübt. Telia steht kurz davor, einen schmerzhaft hohen Wetteinsatz zu verlieren, als ihr Ilas ein unerhörtes Angebot macht ...

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Seitenzahl: 59

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Lisa May

Galaktische Küsse

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

„Galaktische Küsse“

Ein galaktisches Liebesspiel erwartet Telia, die sich auf dem Mond Eribis eine neue Existenz aufgebaut hat. Um dem Alltag zu entfliehen, trifft sich Telia ein Mal die Woche zum Pokerspiel. Eine bunt gemischte Runde, in der auch der attraktive Ilas mitspielt.

Ein Mann, der für Liebesdienste erwerbbar ist und auf Erdenfrauen eine magische Anziehungskraft ausübt. Telia steht kurz davor einen schmerzhaft hohen Wetteinsatz zu verlieren, als ihr Ilas ein unerhörtes Angebot macht ...

 

  

„Galaktische Küsse“

von Lisa May

© Lisa May., 2019 - für die Erotik-Lounge des Telegonos-Verlages www.telegonos.de (Haftungsausschluss und Verlagsadresse auf der website)

  

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig. Dies ist eine fiktive Geschichte. Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Romanfiguren können möglicherweise darauf verzichten, aber im realen Leben gilt: Safer Sex!

  

 

Das Pokerspiel

  Telia hatte ihr wieder Leben im Griff. Die Scheidung war überstanden und sie hatte das Alleinsein nach acht Monaten zu schätzen gelernt.

Dass sie für ein zehn Jahre jüngeres Mädel verlassen worden war, hatte sie auch weggesteckt. Schließlich war ihr Ex ein nerviger Kauz gewesen, was ihr im Nachhinein auffiel.

Sie lebte weiterhin auf dem Mond Eribis. Eine Auswertung von Arbeitssuchenden hatte ihr diesen schönen Ort vor fünf Jahren beschert. Man musste ein gewisses Budget vorweisen, eine gute Allgemeinbildung und Referenzen mitbringen.

Sie arbeitete seit einigen Jahren als Kindermädchen. Das Geld reichte aus, um eine kleine Wohnung in den Kosmos-Wohntürmen anzumieten. Fünfzig Quadratmeter, aber vom Feinsten. Mit Blick auf die nächste Galaxie.

Telia hatte sich heute mit ihrem elegantesten Abendkleid herausgeputzt. Der schwarze Samt umspielte ihre Kurven, der Ausschnitt gab nicht zu viel preis. Sie trug rote Stilettos und die passende Handtasche dazu. Ihre Lippen hatte sie im gleichen Ton geschminkt, die langen Haare hochgesteckt. Lächelnd drehte sie sich vor dem Spiegel.

Draußen im Universum, da sah sie in ein längst vergangenes Ereignis. Sterne, dessen Licht nach Millionen von Jahren ihr Fenster erreichte.

Sie liebte das Panorama auf die benachbarte Galaxie und verließ mit einem letzten Blick darauf ihr kleines Apartment.

Ein Lufttaxi wartete bereits in der Schleuse des Apartmenthauses. Der Fahrer lächelte ihr nickend zu und pfiff beeindruckt durch die Zähne.

»Sie wollen wohl ihren Spielpartnern gleich von Anfang an das Denkvermögen rauben«, witzelte er und startete den Motor.

Seit über einem Jahr traf sich Telia mit Bekannten zum Pokerspiel. Es tauchten dort merkwürdige Leute auf, aber sie hatten immer Spaß miteinander. Bis auf das Geld. Wenn man verlor, konnte das schon weh tun. Die Summen, um die sie spielten, gingen manchmal weit über ihren Monatslohn.

Das Taxi schwenkte zu einem runden Gebäude, das dreißig Meter in der Höhe maß. Die Fenster darin waren beinahe alle erleuchtet. Im fünfzehnten Stockwerk landeten sie in der Schleuse. Der Taxifahrer wünschte ihr Glück im Spiel.

Die Apartmenttüre stand offen und die meisten von ihren Spielpartnern waren bereits anwesend. Sie spielten an diesem Abend zu neunt. Vier elegant gekleidete Frauen und fünf Männer, die in Sachen Eleganz nicht hinten anstanden.

Ein unaufdringliches Klavierstück erklang im Hintergrund von einem Abspielgerät. Jedem Einzelnen reichte sie die Hand. Gegenseitig wünschten sie sich Glück.

Am Tisch saß heute auch Ilas. Er hatte eine einnehmende Ausstrahlung. Eine, die speziell Erdenfrauen zum Schmachten brachte. Man sagte dieser Spezies nach, dass sie besonders gute Liebhaber seien. Vielleicht war Ilas auch deshalb ein Mann, den man für Liebesdienste anwerben konnte. Telia war zu Ohren gekommen, dass er extrem teuer sei und nicht jedes Angebot annahm. Aber was scherte sie das, einen Mann für Liebesspiele bezahlen, das war für sie etwas völlig Abwegiges. Im Geheimen hatte sie sich aber schon gefragt, wie es mit einem Mann, der äußerlich wie ein normaler Mensch aussah, im Liebesspiel wohl sein würde.

Das Glück schien ihr hold. Mit zusammengekniffenen Augen beobachtete sie ihre Spielpartner und schenkte den männlichen Gegnern ihr bezauberndes Lächeln, wenn sie ihre prüfenden Blicke wahrnahmen. Auch Ilas hatte heute ein Auge auf sie geworfen, nachdem sie ihm bereits einen Batzen Geldscheine abgeluchst hatte. Er lächelte, blickte sie aus nachtschwarzen Augen an. Sie glänzten wie Obsidian und waren das typische Erkennungsmerkmal für seine Spezies. Auf Telia übten sie eine magische Anziehungskraft aus. Im Geheimen fühlte sie sich sehr zu ihm hingezogen, was sie aber niemanden erzählte. Sein schwarzes Haar trug er kurz.

Es wurden erneut Karten ausgegeben. Diesmal war ihr Blatt nicht ganz so gut, doch ein kleines Risiko wert. Sie ging mit.

Zwei der Frauen und drei Männer stiegen aus. Sie blickte in die Runde. Im Laufe der Zeit hatte sie gewisse Zeichen zu deuten gelernt. Mac schwitze, das bedeutete, dass sein Blatt so lala war. Gaby versuchte besonders unauffällig zu wirken, sie musste ein recht gutes Blatt auf der Hand haben. Ilas war wie immer schwer zu durchschauen, aber sie spürte, dass ihn irgendwas beschäftigte, er etwas vorhatte. Doch sie konnte sich keinen Reim drauf machen. Schelmisch lächelte er und erhöhte den Einsatz. Alle gingen mit. Telia grübelte. So viel konnte sie sich nicht mehr erlauben und wollte gerade aussteigen, als Ilas ihr ein Zettelchen rüberschob.

Die Gesichter der anderen hellten sich auf. Das war ihr ganz persönliches Highlight, wenn man einem Spielpartner ein besonderes Angebot machte. Ilas hatte das noch nie getan, sehr wohl aber Mac. Und er hatte seine Zettelchen bisher immer nur Männern rübergeschoben, was Telia zu einer gewissen Vermutung anregte.

Sie legte verschmitzt ihre Karten ab, um das Zettelchen zu öffnen. Sie spürte die neugierigen Blicke auf sich, ebenso neidvolle. Ilas stand bei den anderen Frauen hoch im Kurs.

Das, was sie las, verschlug ihr die Sprache. Sie blickte in seine abwartenden Augen, die den Blick eines Spielers hatten. Dann auf den Haufen Geldscheine, die sie verlieren würde, wenn sie jetzt kniff. Ein Schauer jagte ihr über die Haut, nervös rutschte sie auf ihrem Stuhl.

Es stand dort: zehn Liebesspiele mit der schönsten Frau, wenn ich gewinne. Dein Einsatz geht an dich zurück.

Sie schrieb etwas dazu, denn Ilas war ein Spieler und hatte sicher einen Verhandlungsspielraum bedacht.

Sie schrieb: fünf solcher Spiele. Während sie aufschrieb, schoss ihr das Blut in die Wangen, die zu glühen schienen und wahrscheinlich puderrot angelaufen waren.

»Mamamia sie ist ganz rot geworden Ilas. Was hast du ihr da vorgeschlagen?« Mac lachte und starrte weiterhin neugierig auf das zarte Papier.

Ilas schüttelte den Kopf. »Da steht nichts Ungewöhnliches.«

Er blickte vielsagend und nahm das Zettelchen entgegen, worauf er direkt wieder etwas schrieb. Das Papierchen wanderte zurück zu ihr. Sieben.

Telia schrieb noch einmal. Sechs.

Er nickte lächelnd, als er es las, und legte die Karten prompt auf den Tisch. Ihr Innerstes glühte. Sie hatte verloren. Hoffnungsvoll sah sie zu den anderen, die noch im Spiel waren, auch wenn dann ihr Einsatz verloren war, doch auch sie schüttelten enttäuscht mit dem Kopf.

1. Liebesspiel