Gefährliche Erinnerung - Anna Zaires - E-Book
Beschreibung

In Gefährliche Erinnerung, dem dritten und vorerst letzten Teil der Krinar Chroniken, gelingt es Mia und Korum endlich, ihrem Feind auf die Spur zu kommen. Das allerdings hat seinen Preis, den zu zahlen, die beiden allerdings nicht gewillt sind. Sie setzen alles daran, unbeschadet aus der ganzen Angelegenheit herauszukommen, auch wenn das bedeutet, eine Reise nach Krina, Korums Heimatplaneten, zu unternehmen.

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Seitenzahl:551

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Gefährliche Erinnerung

Buch 3 der Krinar Chroniken

Anna Zaires

Aus dem Amerikanischen

von Grit Schellenberg

♠ Mozaika Publications ♠

Copyright

Alle in diesem Buch geschilderten Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, Geschäftseinrichtungen, Ereignissen oder Schauplätzen wären zufällig und nicht beabsichtigt.

Copyright © 2013 Anna Zaires

www.annazaires.com

Alle Rechte vorbehalten

Kein Teil dieses Buches darf reproduziert, gescannt oder in gedruckter oder elektronischer Form ohne vorherige Erlaubnis verbreitet werden. Ausnahme ist die Benutzung von Auszügen in einer Buchbesprechung.

Veröffentlicht von Mozaika Publications, einer Druckmarke von Mozaika LLC.

www.mozaikallc.com

Lektorin: Kerstin Frashier

e-ISBN: 978-1-63142-007-8

ISBN: 978-1-63142-008-5

Widmung

Ich möchte Gefährliche Erinnerung meinen Eltern widmen, deren Hilfe während und nach der großen Veränderung unseres Lebens von unschätzbarem Wert war. Mein Ehemann und ich, wir sind unseren Familien überhaupt unglaublich dankbar dafür, dass sie unser Schreiben so traumhaft unterstützen. Ein großes Hallo geht außerdem an meinen Neffen, der mich zur stolzen Tante gemacht hat.

Ich muss mich auch wieder bei meinem Ehemann (Dima Zales — ein Science-Fiction und Fantasy Autor) bedanken, weil er ein phänomenaler Partner und Mitarbeiter bei der Entstehung dieses Buches war. Genau wie bei allen anderen Teilen dieser Serie, sind die Entwicklung des Handlungsstrangs, die wissenschaftlichen Elemente und die Überarbeitung zum größten Teil sein Verdienst.

Mein besonderer Dank geht an meine Beta- und Korrekturleser der Originalversion des Buches Tanya, Jackie, Erika, Lina und Kelly. Ihr Mädchen seid die Besten!

Und selbstverständlich wäre ich nichts ohne euch, meine lieben Leser. Dankeschön, für jede Rezension, jeden Zuspruch — und natürlich ganz besonders für den Kauf der Bücher und die Erfüllung meines Traums, eine Schriftstellerin zu sein.

Teil I

Prolog

Der Krinar ging die Straße in Moskau entlang und beobachtete gelassen das Gewimmel der Menschenmassen um ihn herum. Als er an ihnen vorbeiging, konnte er die Angst und die Neugier auf ihren Gesichtern erkennen, den Hass fühlen, der von manchen der vorbeieilenden Passanten ausstrahlte.

Russland war eines der Länder, die während der Große Panik den größten Widerstand geleistet hatten — und einen dementsprechend hohen Preis dafür zahlen mussten. Die Kombination einer größtenteils korrupten Regierung und einer Bevölkerung, die Autorität generell misstrauisch gegenüber stand, hatte dazu geführt, dass viele Russen die krinarische Invasion zum Anlass nahmen, nach Lust und Laune zu plündern und so viele Vorräte zu horten, wie sie nur bekommen konnten. Selbst jetzt, fünf Jahre später, waren einige Schaufenster in Moskau immer noch leer und ihre zugeklebten Fenster bezeugten, wie turbulent die Monate nach der Ankunft der Außerirdischen gewesen waren.

Zum Glück war die Luft der Stadt jetzt aber besser, weniger verschmutzt als der Krinar sie noch von vor ein paar Jahren in Erinnerung hatte. Damals hing ein starker Smog über der Stadt, der ihn unendlich gestört hatte. Nicht, dass er ihm irgendwie schaden könnte, aber trotzdem bevorzugte der Krinar Luft, die nicht so viele Kohlenwasserstoffpartikel enthielt.

Als er sich dem Kreml näherte, setzte er sich die Kapuze seiner Jacke auf und versuchte so menschlich auszusehen, wie ihm das nur möglich war. Er achtete darauf, sich langsamer und weniger anmutig zu bewegen. Er machte sich nichts vor. Er wusste, dass die krinarischen Satelliten ihn in diesem Moment sahen, aber niemand in den Siedlungen hatte irgendeinen Grund, ihn zu verdächtigen. Er hatte es sich in den letzten Jahren zur Gewohnheit gemacht, so viel zu reisen wie es ihm nur möglich war und häufig unter dem einen oder anderen Vorwand in den größeren menschlichen Städten aufzutauchen. Deshalb würden auch seine letzten Ausflüge kein Aufsehen erregen, falls sich jemand die Mühe machen sollte, ihn zu überprüfen.

Nicht, dass ihn überhaupt jemand überprüfen würde. Soweit es alle anderen betraf, waren die Krinar, die dem Widerstand geholfen hatten — die Keiths, wie sie genannt wurden — in sicherem Gewahrsam und der arme Saur war beschuldigt worden, ihr Gedächtnis ausgelöscht zu haben. Es hätte gar nicht besser laufen können, wenn der Krinar das genauso geplant hätte.

Nein, er musste seine Identität nicht vor den krinarischen Augen im Himmel verstecken. Er wollte den menschlichen Kameras entgehen, die sich rund um die Mauern des Kremls befanden — damit die russischen Anführer keinesfalls aufgeschreckt werden würden, bevor er die Möglichkeit gehabt hatte, die anderen größeren Städte zu besuchen.

Mit einem Lächeln gab der Krinar vor, niemand anders als ein menschlicher Tourist zu sein, der eine entspannte Runde über den Roten Platz drehte. Die Sohlen seiner Schuhe knirschten auf dem Asphalt und hinterließen kleine Kapseln, die die Samen für eine neue Ära der menschlichen Geschichte enthielten.

Als er fertig war, begab er sich wieder zu seinem Schiff, welches er in einer der nahegelegenen Alleen zurückgelassen hatte.

Morgen würde er Mia wiedersehen. Saret konnte es kaum erwarten.

1. Kapitel

»Oh mein Gott, Korum, wann hast du das denn machen können?«

Mia schaute sich überrascht um. Die ganzen vertrauten Möbel waren weg und Korums Haus in Lenkarda — der Ort, den sie langsam als ihr neues zu Hause ansah — ähnelte mit den schwebenden Brettern und frei von jeglicher Unordnung jetzt sehr stark einem krinarischen Heim. Das Einzige, was gleich geblieben war, waren die durchsichtigen Wände und Decken — eine krinarische Besonderheit, die Korum von Anfang an mit eingebaut hatte.

Ihr Liebhaber grinste und das vertraute Grübchen auf seiner linken Wange kam zum Vorschein. »Es könnte sein, dass ich mich mal für eine Stunde oder so weggeschlichen habe, während du schliefst.«

»Du bist von Florida bis hierher gekommen, nur um die Einrichtung auszutauschen?«

Er lachte und schüttelte den Kopf. »Nein, meine Süße, nicht mal ich bin so engagiert. Ich musste mich um ein paar geschäftliche Angelegenheiten kümmern und beschloss, dann auch gleich eine Überraschung für dich vorzubereiten.«

»Also, das ist dir auf jeden Fall gelungen«, sagte Mia und drehte sich langsam im Kreis, um den neuen, fremden Anblick, der sie nach ihrer Ankunft in Lenkarda begrüßte, in sich aufzunehmen.

Anstelle des elfenbeinfarbenen Sofas gab es jetzt ein langes, weißes Brett, dass einige Zentimeter über dem Boden schwebte. Wie Korum ihr schon einmal erklärt hatte, brachten die Krinar ihre Möbel mit Hilfe der gleichen Kraftfeldtechnologie zum Schweben, mit der sie auch ihre Siedlungen beschützten. Mia wusste, dass das Brett sich sofort an ihren Körper anpasste, sobald sie Platz nahm und sie so bequem sitzen würde, wie es überhaupt möglich war. Weitere schwebende Bretter befanden sich in der Nähe der Wände und einige von ihnen waren mit pinkfarbig blühenden Zimmerpflanzen bestückt.

Der Boden war jetzt auch anders — aber überhaupt nicht so, wie sie es in anderen krinarischen Häusern gesehen hatte. Sie versuchte sich daran zu erinnern, wie die Fußböden dort ausgesehen hatten, aber alles, an das sie sich erinnern konnte war, dass sie hart und blass, wie aus einer Art Stein gemacht gewesen waren. Sie hatte zu jenem Zeitpunkt allerdings auch nicht allzu sehr darauf geachtet, weil der krinarische Fußbodenbelag sich nicht sehr von einem menschlichen zu unterscheiden schien. Das, worauf sie gerade stand, fühlte sich allerdings sehr ungewöhnlich an und schien eine ähnliche Konsistenz wie ein Schwamm zu haben. Mia fühlte sich, als würde sie auf Luft stehen.

»Was ist das?«, fragte sie Korum und zeigte auf diese eigenartige Substanz.

»Zieh deine Schuhe aus und fühle es«, schlug er vor und zog seine eigenen Sandalen aus. »Es ist die neue Entwicklung eines meiner Angestellten — von der Technologie des intelligenten Bettes weiterentwickelt.«

Neugierig folgte Mia seinem Beispiel und ließ ihren nackten Fuß in den angenehmen Boden sinken. Das Material schien um ihrem Fuß zu schweben und es fühlte sich an, als würden tausend kleine Finger zärtlich ihre Zehen, Fersen und ihren Spann massieren und vollkommen entspannen. Eine Fußmassage ... nur tausend Mal besser. »Oh, wow«, flüsterte Mia und ein glückseliges Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. »Korum, das ist fantastisch!«

»Ja, nicht wahr?« Er wanderte ein wenig umher und schien dieses Gefühl offensichtlich auch sehr zu genießen. »Ich dachte mir, dass dir das gefallen würde.«

Mit ihren Füßen im Paradies, sah Mia ihm dabei zu, wie er langsam eine Runde in dem Zimmer drehte und sein Körper sich dabei mit dieser katzenhaften Anmut bewegte, die für seine Rasse normal war. Manchmal konnte sie kaum glauben, dass dieser hinreißende, komplizierte Mann ihr gehörte und sie genauso sehr liebte, wie sie ihn.

Sie war in den letzten Tagen so unglaublich glücklich gewesen, dass es ihr schon fast Angst machte.

»Möchtest du den Rest des Hauses sehen?« Er blieb neben ihr stehen und lächelte sie warm an.

»Ja, bitte!« Mia grinste voller ungeduldiger Vorfreude, genauso wie ein Kind im Süßigkeitenladen.

Vor drei Tagen, während einem ihrer Abendspaziergänge in Florida, hatte sie ihm gegenüber erwähnt, dass sie das Haus gerne einmal so sehen würde, wie es gewesen war, bevor er es für sie vermenschlicht hatte. So aufmerksam diese Geste zu diesem Zeitpunkt auch gewesen war, Mia hatte sich mittlerweile an die krinarische Lebensart gewöhnt und war nicht mehr länger auf eine altbekannte Umgebung angewiesen. Stattdessen wollte sie lieber sehen, wie ihr außerirdischer Geliebter gelebt hatte, bevor sie sich begegnet waren. Er hatte sie angelächelt und ihr versprochen, dass er das Haus umgehend verändern würde — und offensichtlich hatte er das auch wirklich getan.

»Okay«, sagte er und sah mit einem leicht schelmischen Gesichtsausdruck auf seinem wunderschönen Gesicht auf sie hinab. »Es gibt da einen Raum, den du bis jetzt noch nicht gesehen hast und dabei habe ich es kaum ausgehalten, ihn dir bis jetzt nicht zu zeigen …«

»Ach ja?« Mia hob ihre Augenbrauen, ihr Herz begann schneller zu schlagen und ihr Unterleib zog sich voller Vorfreude zusammen. Seine Augen schimmerten leicht golden und sie nahm an, dass das, was er ihr zeigen wollte, sie bald ekstatisch in seinen Armen schreien lassen würde. Wenn es irgendetwas gab, auf das sie sich immer verlassen konnte, dann war das sein unstillbares Verlangen nach ihr. Es spielte keine Rolle, wie häufig sie Sex hatten, er schien immer mehr zu wollen ... genauso wie sie.

»Komm«, sagte er, nahm ihre Hand und führte sie zu der Wand auf ihrer linken Seite.

Als sie sich näherten, löste sich die Wand nicht auf, wie sie das für gewöhnlich tat. Stattdessen bemerkte Mia, wie sie immer tiefer in das schwammartige Material unter ihren Füßen einsank. Zuerst verschwanden ihre Füße, dann die Knöchel und die Knie. Es fühlte sich an wie Treibsand, obwohl sie sich hier im Haus befanden. Mia warf Korum einen verunsicherten Blick zu und krallte sich an seiner Hand fest. »Was—?«

»Das muss so sein.« Er drückte beruhigend ihre Hand. »Mach dir keine Sorgen.« Das Gleiche geschah auch mit ihm; sie konnte dabei zusehen, wie der Boden ihn quasi einsog.

»Korum, ich weiß nicht genau, ob mir das gefällt...« Mia war nun bis zu ihrer Taille versunken und ihre untere Körperhälfte fühlte sich komisch an — fast gewichtslos.

»Nur noch ein paar Sekunden mehr«, versprach er ihr und grinste sie an.

»Ein paar Sekunden?« Mia steckte nun schon bis zur Brust in diesem eigenartigen Material. »Und dann?«

»Dann passiert das«, sagte er, als sie plötzlich schneller einsanken und ganz durch den Boden rutschten.

Mia schrie und hielt sich mit aller Kraft an Korums Hand fest. Zuerst war da nur Dunkelheit und das beängstigende Gefühl von Nichts unter ihren Füßen, bevor sie auf einmal in einem sanft beleuchteten runden Raum mit festen pfirsichfarbenen Wänden schwebten.

Sie schwebten, so wie in : mitten in der Luft schweben.

Mia sog Luft ein und starrte ihren Liebhaber an. Sie konnte gar nicht glauben, was gerade passierte. »Korum, ist das—?«

»Eine Null-G Kammer?« Er grinste wie ein kleiner Junge, der sein neues Spielzeug vorführt. »In der Tat.«

»Du hast eine Null-G Kammer in deinem Haus?«

»Das habe ich«, gab er zu und freute sich offensichtlich über ihre Reaktion. Er ließ Mias Hand los und drehte langsam einen Salto in der Luft. »Wie du siehst, kann man hier eine Menge Spaß haben.«

Mia lachte ungläubig und versuchte dann, seinem Beispiel zu folgen — aber sie konnte ihre Bewegungen überhaupt nicht kontrollieren. Sie konnte nicht verstehen, wie Korum so leicht einen Salto drehen konnte. Sie bewegte ihre Arme und Beine, aber das schien ihr nicht sehr zu helfen. Das Ganze fühlte sich an, als ob sie im Wasser treiben würde, nur ohne dabei nass zu werden.

Sie hätte auch nicht sagen können, wo oben und wo unten war; die Kammer hatte keine Fenster und man konnte auch nicht wirklich zwischen Wänden und Boden und Decke unterscheiden. Es war, als würden sie sich in einer riesigen Blase befinden — was wahrscheinlich auch nicht so weit von der Wahrheit entfernt war. Mia war keine Expertin auf diesem Gebiet, aber sie konnte sich denken, dass es nicht besonders einfach war, auf der Erde eine Null-G Umgebung zu erschaffen. Eine Menge komplexer Technologie musste um sie herum im Spiel sein, um die Erdanziehung außer Kraft zu setzen.

»Wow«, sagte sie leise während sie in der Luft schwebte. »Korum, das ist verblüffend ... Haben andere Krinar das auch?«

Er schaffte es, zu einer der Wände zu gelangen und sich von ihr abzustoßen, um sich wieder in ihre Richtung zu bewegen. »Nein—«, er streckte sich, um nach ihrem Arm zu greifen als er vorbeischwebte, »—das ist nichts Gewöhnliches, was viele von uns besitzen.«

Mia grinste, als er sie zu sich heranzog. »Ach ja? Nur du?«

»Vielleicht«, murmelte er, legte einen Arm um ihre Hüfte und hielt sie fest an sich gedrückt. Seine Augen wurden sekündlich goldener und die Härte, die sich gegen ihren Bauch presste, ließ auch keine Zweifel an seinen Absichten aufkommen.

Mias Augen wurden riesengroß. »Hier?«, fragte sie und ihr Pulsschlag erhöhte sich vor Aufregung.

»Hmm-mm …« Er hob sie schon hoch (oder war das nach unten?), um an der empfindlichen Stelle hinter ihrem Ohrläppchen zu knabbern.

Wie immer sorgte seine Berührung dafür, dass ihr ganzer Körper in Vorfreude erzitterte. Sie bog ihren Kopf nach hinten und stöhnte sanft, als flüssige Hitze durch ihre Venen floss.

»Ich liebe dich«, flüsterte er in ihr Ohr und seine große Hand fuhr sanft ihren Körper hinunter, zog ihr Kleid dabei aus. Es trieb davon, was Mia aber kaum bemerkte, da ihre Augen an dem Mann hingen, den sie mehr liebte als ihr Leben.

Sie würde niemals müde werden, diese Worte von ihm zu hören, dachte Mia und sah ihm dabei zu, wie er sich für einen kurzen Augenblick von ihr entfernte, um seine eigenen Sachen auszuziehen. Sein Shirt war als erstes dran, gefolgt von seinen Shorts, und dann war sein beeindruckender, perfekter, männlicher Körper völlig nackt. Die Tatsache, dass sie in der Luft schwebten, machte die ganze Situation leicht surrealistisch und Mia fühlte sich, als habe sie einen ungewöhnlichen, erotischen Traum.

Sie streckte ihre Arme aus und ließ ihre Hände seine Brust hinuntergleiten, genoss die Glätte seiner Haut und die steinharten Muskeln darunter. »Ich liebe dich auch«, flüsterte sie und sah, wie seine Augen voller Verlangen aufleuchteten.

Er zog sie näher zu sich heran und drehte sie, bis sie im rechten Winkel vor ihm schwebte und ihr Unterleib auf seiner Augenhöhe war. Bevor sie auch nur ein Wort sagen konnte, öffnete er ihre Beine und legte ihre zarten Fältchen unter seinem hungrigen Blick frei. »So wunderschön«, flüsterte er, »so warm und feucht ... Ich kann es gar nicht erwarten, dich zu schmecken—«, und seinen Worten folgte ein langsames Lecken ihrer intimsten Zone, »—und dich kommen zu lassen …«

Stöhnend schloss Mia ihre Augen und die vertrauten Gefühle bauten sich langsam in ihrem Unterleib auf. Das Schweben mitten im Raum schien außerdem alle ihre Empfindungen zu verstärken. Da es keine Oberfläche oder irgendetwas anderes gab, das ihren Körper berührte, war alles, was sie spürte — alles, auf das sie sich konzentrieren konnte — das unglaubliche Lustgefühl, welches sein Mund durch das Lecken und Knabbern an ihrer Klitoris hervorrief. Verstärkt wurde das Ganze durch seine starken Hände, die ihre Beine entlangfuhren.

Ohne jegliche Vorwarnung schoss ein heftiger Orgasmus von ganz tief innen durch ihren ganzen Körper. Mia schrie und ihre Zehen verkrampften sich durch die Intensität der Entladung. Und dann drehte er sie herum, so dass ihr Gesicht ihm zugewandt war. Bevor ihr inneres Zucken überhaupt aufgehört hatte, war sein dickes Glied schon an ihrer Öffnung und drang mit einem geschmeidigen Stoß in sie ein.

Mia schnappte nach Luft, öffnete ihre Augen und griff überrascht durch sein Eindringen nach seinen Schultern. Er hielt einen Augenblick lang inne und begann sich dann langsam zu bewegen, um ihr so die Zeit zu geben, sich an die Fülle in ihr zu gewöhnen. Mit jedem vorsichtigen Stoß drückte sein hartes Geschlecht gegen den empfindlichen Punkt tief in ihr und sie atmete hörbar ein.

Dieser Sex schien unendlich zu sein, diese zärtlichen und zurückhaltenden Bewegungen brachten sie langsam immer näher zum Höhepunkt, aber ohne sie kommen zu lassen. Mia stöhnte frustriert und vergrub ihre Nägel in seinen Schultern, da sie wollte, dass er sich schneller bewegte. »Bitte, Korum …«, flüsterte sie, da sie wusste, dass er das manchmal wollte — sie für ihre Erlösung betteln zu hören.

»Das werde ich«, flüsterte er und seine Augen waren fast rein goldfarben. »Ich werde dich zweifellos befriedigen, meine Süße.« Er hielt sie mit einem Arm fest, fasste mit dem anderen hinter sie und berührte ihre feuchte Vagina, um ein wenig dieser Nässe an seinem Finger zu sammeln. Dann wanderte sein Finger zu ihrer Überraschung höher, bis zwischen die weichen Halbkugeln ihres Pos und drückten zärtlich gegen die kleine Öffnung, die sich dort befand.

Mia stockte der Atem und sie sah ihn mit einer Mischung aus Angst und Erregung an.

»Schschscht, entspann dich …«, beruhigte er sie und seine Stimme klang dabei wie rauer Samt. Bevor sie etwas entgegnen konnte, beugte er seinen Kopf nach unten und küsste sie innig und verführerisch, während sein Finger begann, in sie einzudringen.

Zuerst schien es wehzutun, zu brennen und sie wollte dieses unangenehme Gefühl loszuwerden, indem sie erfolglos versuchte, sich aus dieser Umarmung herauszuwinden. Sein Geschlecht und der zusätzliche Fremdkörper in ihr waren einfach zu viel für sie, diese neuen Empfindungen zu fremd und beunruhigend. Als er aber seinen Finger in ihr ruhig hielt, begann das Brennen aufzuhören und wurde von einem ungewohnten Gefühl der Fülle abgelöst.

Korum hob seinen Kopf leicht an und schaute mit einem Schlafzimmerblick auf sie herab. »Alles in Ordnung?«, fragte er sanft und Mia nickte unsicher, da sie sich nicht entscheiden konnte, ob sie dieses besondere Gefühl mochte oder nicht.

»Gut«, flüsterte er und nahm die Bewegung seiner Hüften wieder auf, ohne seinen Finger aus ihr zu entfernen. »Entspann dich einfach ... ja, genau so …«

Mia schloss ihre Augen und konzentrierte sich darauf, sich nicht zu verkrampfen, obwohl das zunehmend schwieriger wurde. Dieser ungewohnte, leichte Schmerz steigerte auf seine Art die Spannung, die sich in ihr aufbaute und jeder Stoß seines Geschlechts führte dazu, dass sich sein Finger bewegte und ihre Sinne überreizten. Er wurde immer schneller und seine Hüften bewegten sich mit zunehmender Geschwindigkeit ... bis sie auf einmal mit einem so intensiven Orgasmus explodierte, dass ihr ganzer Körper zuckte und sie danach kraftlos keuchte.

Korum stöhnte und rieb sich an ihr, als ihre inneren Muskeln rhythmisch sein Glied massierten und dadurch seinen Orgasmus auslösten. Sie konnte die warmen Entladungen seines Samens in ihrem Bauch spüren und sein schweres Atmen hören. Sein Arm war dabei immer noch um ihre Taille geschlungen und hielt sie sicher fest.

Als alles vorbei war, zog er langsam seinen Finger aus ihr zurück und küsste sie mit süßen und zärtlichen Lippen auf den Mund.

Dann ließen sie sich schweißüberströmt und eng umschlungen noch ein paar Minuten lang treiben.

* * *

Als Mia am nächsten Morgen aufwachte, streckte sie sich und brach in ein breites Grinsen aus, als sie sich an das Geschehen des vorangegangenen Tages erinnerte. Sie hatte den Eindruck, dass Korum gerade erst begonnen hatte, sie in die Welt der verschiedenen erotischen Spielereien einzuführen ... und sie konnte es kaum erwarten, den Rest zu erleben, den er noch in petto hatte. Richtig oder falsch, sie war jetzt süchtig nach ihm, nach der Lust, die sie in seinen Armen empfand und sie konnte sich nicht vorstellen, jemals mit jemand anders zusammen zu sein — besonders nicht mit einem menschlichen Mann.

Eigentlich war es lustig, dass sie immer gehört hatte, dass Beziehungen im Laufe der Zeit ihre anfängliche Intensität verlieren würden, aber bei Ihnen schien die Leidenschaft mit jedem Tag noch stärker zu werden. Das lag zum Teil daran, dass Korum ein unglaublicher Liebhaber war; während seiner zweitausend Jahre hatte er eine Menge Zeit gehabt, alle erogenen Zonen der Frauenkörper kennenzulernen. Aber das war nicht alles, es gab da noch etwas Undefinierbares — diese einzigartige Chemie zwischen den beiden, die von Anfang an ganz deutlich zu spüren gewesen war.

Manchmal machte es ihr Angst, wie sehr sie ihn brauchte. Dieses Verlangen ging weit über das körperliche hinaus, auch wenn sie sich nicht vorstellen konnte, auch nur einen Tag ohne diese überwältigende Lust, die sie in seinen Armen verspürte, auszukommen. Es war, als seien sie auf einer zellulären Ebene füreinander bestimmt — zwei Hälften, die ein Ganzes ergaben.

Immer noch lächelnd rollte Mia sich aus dem Bett. Sie nahm ihren kleinen Computer für das Handgelenk, um auf die Uhrzeit zu schauen. Zu ihrer Überraschung war es schon acht Uhr morgens, was bedeutete, dass sie nur noch eine Stunde Zeit hatte, um zu frühstücken und zum Labor zu kommen. Heute war zwar Samstag, aber da die Krinar ihren eigenen Kalender hatten, war in Lenkarda trotzdem ein ganz normaler Arbeitstag. Ihre Entsprechung einer Woche hatte nur vier Tage anstelle von sieben — drei Arbeitstage und einen freien Tag. Mia dachte allerdings immer noch im Schema des menschlichen Kalenders, da sie einfach zu sehr an ihn gewöhnt war.

Korum war schon weg, also bat Mia das Haus, ihr einen Smoothie zuzubereiten und rannte ins Bad, um sich schnell zu duschen. Selbst das unterschied sich jetzt dank Korums Änderung der Einrichtung sehr stark von früher. Statt der Kombination aus Dusche und Whirlpool, an die Mia gewöhnt war, befand sich in dem Badezimmer jetzt eine riesige, runde Kabine, die mit der gleichen intelligenten Technologie ausgestattet war, wie der Rest des Hauses. Das Wasser kam von überall und nirgends, jeder Zentimeter ihres Körpers wurde gewaschen und massiert, und der Wasserdruck sowie die Temperatur wurden immer exakt an ihre Bedürfnisse angepasst. Sie musste sich auch nicht mehr einseifen; stattdessen wurden ihre Haare und ihre Haut mit zart duftenden Seifen, Shampoos und ungewöhnlichen Ölen eingerieben. Während sie einfach nur dastand, erledigte die krinarische Technologie die ganze Arbeit für sie.

Nachdem der Duschvorgang beendet war, verließ Mia die Kabine und warme Luftströme trockneten ihren Körper. Auch ihr Haar wurde automatisch geföhnt und das Ergebnis waren glatte, seidige Locken, die auch nach einer Sitzung in einem schicken Frisörsalon nicht besser ausgesehen hätten. Gleichzeitig hatte sie einen frischen, sauberen Geschmack im Mund, so als ob sie sich gerade die Zähne geputzt hätte.

Als sie mit allem fertig und angezogen war, wartete auf dem Küchentisch schon ein Erdbeer-Mandel Smoothie auf sie. Sie schnappte ihn sich auf dem Weg nach draußen und beeilte sich, zur Arbeit zu kommen.

Sie war zwar nur eine Woche weg gewesen, aber Mia hatte das Labor trotzdem schon vermisst. Sie liebte das Lernen als solches, genauso wie die Herausforderung, eine schwierige Aufgabe zu meistern, sie noch nie abgeschreckt hatte. Teil ihrer anfänglichen Bedenken mit Korum zusammenzukommen, war ihre Angst gewesen, sich selbst zu verlieren, einfach nur noch ein verwöhnter Lustsklave zu sein. Aber stattdessen sah es so aus, als hätte sie einen Weg gefunden, ein sinnvoller Teil der krinarischen Gesellschaft zu werden. Indem er ihr das Praktikum besorgt hatte, hatte Korum mehr für sie getan, als nur ihren Lebenslauf aufzupolieren; er hatte ihr außerdem gezeigt, dass er sie für eine intelligente und fähige Person hielt — jemanden, den er nicht nur begehren, sondern auch respektieren konnte.

Im Labor angekommen, verbrachte Mia den größten Teil des Tages damit das aufzuarbeiten, was sie während ihrer Woche in Florida alles verpasst hatte. Trotz ihrer nahezu täglichen Gespräche mit ihrem Projektpartner Adam, fühlte sie sich immer noch so, als sei sie nicht mehr auf dem neuesten Stand der Entwicklungen. Sie hatte allerdings auch nicht viel Zeit, das alles aufzuholen, da Adam am Nachmittag zu seiner menschlichen Adoptivfamilie reisen würde.

»Wie konnte Saret da nur zustimmen?«, neckte Mia ihn. »Eine ganze Woche Urlaub? Korum musste ihn quasi zwingen, mich für so eine Zeitspanne gehen zu lassen und dabei bist du viel nützlicher …«

Adam zuckte mit den Schultern. »Er hatte keine große Wahl. Ich habe ihm gesagt, dass ich gehen würde, und das war's.«

Mia grinste ihn an und war wieder einmal beeindruckt von dem jungen Krinar. Trotz seines menschlichen Aufwachsens — oder vielleicht gerade deshalb — konnte er mit den Besten von ihnen mehr als mithalten.

Etwa vier Uhr nachmittags gab er ihr schließlich einen Stapel Unterlagen zum Durcharbeiten und ließ sie alleine im Labor zurück, um seinen Urlaub zu beginnen. Die anderen Praktikanten arbeiteten gerade an einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Verstandeslabor in Thailand und in genau dem befanden sie sich auch gerade, um ein paar Experimente abzuschließen.

Mia verbrachte die nächsten zwei Stunden lesend und ging danach die Daten kontrollieren, die von einer virtuellen Simulation eines jungen krinarischen Gehirns generiert wurden. Es sah so aus, als sei die neueste Methode, die sie und Adam entwickelt hatten, wirklich ein Schritt in die richtige Richtung. Der Wissenstransfer fand mit erhöhter Geschwindigkeit statt und hatte weniger unangenehme Nebeneffekte. Hoffentlich würden sie es zum Ende des Sommers noch weiter verbessern können—

»Wie waren deine Ferien in Florida?«, fragte eine bekannte Stimme hinter ihr und Mia sprang erschreckt auf.

Sie schaute sich um und atmete tief durch, um ihren rasenden Puls zu beruhigen. »Du hast mich erschreckt«, erklärte sie Saret und lächelte ihn an. »Ich wusste nicht, dass noch jemand im Labor ist.«

Ihr Chef fuhr sich mit seinen Fingern durch sein dunkles Haar. »Ich muss nur ein paar Sachen fertig machen.« Er sah ungewöhnlich angespannt aus, und Mia hatte sogar den Eindruck, dass er müde war — eine Seltenheit für einen Krinar.

»Ist alles in Ordnung?«, fragte sie vorsichtig, da sie keine Grenzen überschreiten wollte. Obwohl sie jetzt schon ein paar Wochen lang bei Saret arbeitete, kam es ihr immer noch so vor, als würde sie ihn nicht wirklich kennen. Er verbrachte nicht viel Zeit im Labor, da er für sein Projekt — was auch immer das war — rund um die Welt reisen musste. Wenn er mal im Labor war, blieb er normalerweise in seinem Büro — auch wenn sie ihn ein paar Mal dabei erwischt hatte, wie er sie beobachtete; offensichtlich behielt er ein Auge auf den einzigen Menschen, den er jemals in sein Labor gelassen hatte.

»Natürlich«, sagte Saret, seine Gesichtszüge entspannten sich und er begann zu lächeln. »Warum denn nicht? Einer meiner Lieblingsassistenten ist zurück.«

Mia erwiderte sein Lächeln, auch wenn ihr das Ganze unangenehm war. »Danke«, sagte sie. »Es ist schön, wieder hier zu sein. Ich habe mir gerade die Daten angesehen und es gibt da definitiv eine Entwicklung—«

»Das ist gut«, unterbrach Saret sie. »Ich hätte gerne möglichst bald einen Bericht darüber.«

»Natürlich. Ich werde ihn heute Nacht vorbereiten—«

»Nein, das ist nicht nötig. Du kannst heute früher nach Hause gehen. Du bist den ersten Tag zurück und ich weiß, dass dein Cheren sehr unglücklich darüber wäre, würde ich dich so lange hierbehalten.«

Mia nickte überrascht. »Okay, wenn du dir sicher bist …« Normalerweise mochte Saret es nicht, wenn seine Praktikanten nicht den ganzen Tag dablieben. Er hatte sich darüber sogar mit Korum gestritten, als Mia das Praktikum angefangen hatte. Und jetzt sah es so aus, als wolle er wirklich, dass sie für heute Schluss machte ... Aber sie würde keinen weiteren Protest einlegen, da sie sowieso vorgehabt hatte, in einer Stunde nach Hause zu gehen.

»Ich bin mir sicher.« Saret lächelte sie an. Irgendetwas an diesem Lächeln beunruhigte sie, aber sie konnte nicht genau sagen, was es war.

»Na dann, Dankeschön. Bis morgen«, sagte Mia und ging an ihm vorbei. Während sie das tat, hätte sie schwören können, dass er sich näher zu ihr beugte und einatmete — fast so, als würde er ihren Duft aufnehmen.

Sie sagte sich, sie habe sich das nur eingebildet, verließ das Labor und betrat die kleine Gondel, die neben dem Gebäude stand. Korum hatte sie für sie konstruiert, damit Mia sich damit in Lenkarda fortbewegen konnte. Wie das Computerarmband, welches er ihr gegeben hatte, war sie darauf programmiert, auf ihre Sprachkommandos zu reagieren. Mia, die nach dem vollen Arbeitstag erschöpft war, setzte sich auf einen der intelligenten Sitze und wies das Schiff an, sie nach Hause zu bringen.

* * *

Saret sah Mia dabei zu, wie sie ging, und seine Hände zitterten vor lauter Verlangen. Er wollte sich nach ihr ausstrecken und sie berühren.

Sie nach ihrer langen Abwesenheit so nahe bei sich zu haben, war eine Qual gewesen. Die leichte Süße ihres Geruchs durchzog das Labor und er hatte es nicht unterlassen können, ihr näherzukommen, um ihren Duft einzuatmen. Wenn sie nicht gegangen wäre, hätte er etwas Dummes getan — wie sie an sich heranzuziehen und sie zu probieren. Und er wäre nicht in der Lage gewesen, danach aufzuhören.

Als er versuchte, seine eigenen Gedankenvorgänge zu analysieren — so wie es jeder Gedankenexperte tun sollte — fielen ihm ein Dutzend Gründe dafür ein, warum er so besessen von ihr war. Erstens, und das war auch der Hauptgrund, deshalb, weil sie Korum gehörte. Schon als sie Kinder gewesen waren, hatte Saret Korums Spielzeug gewollt. Sein Feind war bereits damals erfinderisch gewesen, hatte die beliebten Spiele verbessert und etwas daraus gemacht, was besser war als die Sachen aller anderen. Saret hatte ihn damals dafür gehasst und er hasste ihn jetzt. Natürlich hatte er sich das niemals anmerken lassen. Mit Korums Feinden nahm es niemals ein gutes Ende. Es war weitaus besser, sein Freund zu sein — oder sich zumindest so zu verhalten.

Und Mia war das Beste aller Spielzeuge. So klein, so empfindlich, so perfekt menschlich. Zum ersten Mal verstand Saret, warum ihre Rasse Haustiere hielt. Ein niedliches Lebewesen zu haben, das zu einem gehörte, das man nach Lust und Laune streicheln und anfassen konnte — dieses Konzept hatte etwas unglaublich Anziehendes. Besonders dann, wenn diese Kreatur einen liebte und von einem abhängig war ... Sie würde ein sehr gutes Haustier abgeben, dachte Saret ironisch, mit diesem dicken, vollen Haar, das so weich aussah und zum Anfassen einlud.

Es überraschte ihn, dass Korum ihr erlaubte, so viel Zeit von ihm getrennt zu verbringen. Saret hatte ihn getestet, darauf bestanden, Mia ganztags arbeiten zu lassen, nur um zu sehen, ob das Korum von der Lächerlichkeit überzeugen würde, einen Menschen in einem krinarischen Arbeitsumfeld zu beschäftigen. Von seinem Erzfeind hätte er niemals im Traum erwartet, dass er das Mädchen gleichberechtigt behandeln würde. Zugegeben, sie war intelligent — zumindest für einen Menschen — aber sie war auch jung und formbar. Er würde sich nicht besonders anstrengen müssen, sie so hinzubiegen, wie er sie haben wollte. Was auch immer sie dachte, was sie gerade wollte — nichts davon war wirklich wichtig. Wenn sie sein Charl gewesen wäre, hätte er sie leicht davon überzeugen können, mit ihrer Rolle im Leben glücklich zu sein. Ihrer Rolle in seinem Bett. Es gab so viele schöne Sachen, die ein menschliches Mädchen genießen konnte: alle möglichen virtuellen und realen Spa Behandlungen, hübsche Sachen, interessante Aufzeichnungen, unterhaltsame Bücher ... Aber stattdessen ließ Korum sie pausenlos arbeiten. Kein Wunder, dass sie immer noch Einwände dagegen hatte, ein Charl zu sein. Ihr Cheren wusste einfach nicht, wie er richtig mit ihr umzugehen hatte.

Seufzend ging Saret in sein Büro zurück. Die ganze Analyse seiner Denkprozesse würde nichts daran ändern, dass er sie wollte. Und bald würde er sie haben. Er musste sich nur noch ein wenig länger gedulden.

Saret wandte seine Aufmerksamkeit wieder seiner eigentlichen Aufgabe zu und ließ eine dreidimensionale Karte von Shanghai erscheinen. China stand als nächstes auf seiner Liste.

2. Kapitel

»Es gibt nichts, worüber du dir Sorgen machen müsstest«, sagte Korum, um sie zu beruhigen, während er einen weißen Punkt an Mias Schläfe befestigte. »Sie werden dich genauso lieben wie ich.«

Mia spielte nervös mit einer Haarsträhne, bevor sie sie letztendlich hinter ihr Ohr strich. »Wird es ihnen nichts ausmachen, dass ich ein Mensch bin?«

»Nein, wird es nicht«, versicherte er ihr. »Sie wissen schon alles über dich und sie sind sehr glücklich darüber, dass ich jemanden gefunden habe, der mir so viel bedeutet.«

Nachdem sie von der Arbeit gekommen war, hatte Korum sie damit überrascht, dass er sie gerne seiner Familie vorstellen wollte. Und deshalb war er gerade dabei, sie mit sich an den virtuellen Ort zu nehmen, an dem sie seine Eltern treffen würden. Die Umgebung war vermutlich ziemlich realitätsnah und sie würde in der Lage sein, mit seinen Eltern genauso zu interagieren, als würde sie sie persönlich treffen.

Der Ort des Treffens war auf Krina.

»Bist du sicher, dass ich mich nicht umziehen sollte?« Mia wusste, sie wollte nur ablenken, aber sie hatte lächerlicherweise Angst. »Und wird deine Mutter nichts dagegen haben, dass ich eure Familienkette trage?«

»Du siehst wunderschön aus und die Kette steht dir perfekt«, sagte er entschieden. »Meine Mutter wird sich freuen, sie an dir zu sehen; sie hat sie mir ausdrücklich zu diesem Zweck gegeben — um sie der Frau zu schenken, in die ich mich letztendlich verlieben würde.«

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