Geht doch, Männer! - Thomas  Gruber - E-Book

Geht doch, Männer! E-Book

Thomas Gruber

4,9
3,99 €

oder
  • Herausgeber: dotbooks
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Dieses Buch ist die Bibel für Männer, die ihr Glück in die Hand nehmen, die ein Ziel vor Augen haben, die ihren Weg gehen und sich dabei von nichts und niemandem abhalten lassen – noch nicht einmal von sich selber. Sie wollten schon immer einen Porsche? Einen Körper wie Brad Pitt? Einen Chart-Hit landen? Wissen, welche Hose Ihnen einen Hintern macht, der sogar Supermodels ins Bett zieht? Die Courage, vor Tausenden Menschen souverän zu sprechen? Kurz: Ein echter Held des Alltags sein? Geht doch, Männer! zeigt, wie’s geht. Und dass es viel leichter ist, als Sie glauben. Ein Buch für echte Kerle – und solche, die’s werden wollen! Jetzt als eBook: „Geht doch, Männer!“ von Thomas Gruber. dotbooks – der eBook-Verlag.

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Seitenzahl: 331

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Über dieses Buch:

Sie wollten schon immer einen Porsche? Einen Körper wie Brad Pitt? Einen Chart-Hit landen? Wissen, welche Hose Ihnen einen Hintern macht, der sogar Supermodels ins Bett zieht? Die Courage, vor Tausenden Menschen souverän zu sprechen? Kurz: Ein echter Held des Alltags sein? Geht doch, Männer! zeigt, wie’s geht. Und dass es viel leichter ist, als Sie glauben.

Ein Buch für echte Kerle – und solche, die’s werden wollen!

Über den Autor:

Thomas Gruber, Jahrgang 1960, leitet seit 2002 die Mannheimer Werbeagentur SQUARE. Dort arbeitet er daran, Wünsche und Träume zu erzeugen – in Geht doch, Männer! zeigt er, wie Mann sie erreicht.

Die Website des Autors: www.square-werbeagentur.de

***

Aktualisierte Neuausgabe November 2012

Dieses Buch erschien bereits 2009 unter dem Titel Echte Helden: Männer träumen nicht – Männer machen! bei Knaur

Copyright © der Originalausgabe 2009 Knaur Ratgeber

Copyright © der aktualisierten Neuausgabe 2012 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Nicola Bernhart Feines Grafikdesign, München

Titelbildabbildung: © cydonna / photocase.com

ISBN 978-3-95520-024-4

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Thomas GruberGeht doch, Männer!

Wie man eine Blockhütte baut, sich einen Porsche zulegt und Frauen bei der Stange hält.

dotbooks.

Für Ahmed, Alain, Alex, Alparslan, André, Andy, Andreas, Anton, Arnfrid, Axel, Bernd, Björn, Cem, Claus, Chris, Christian, Christoph, Christopher, Damien, Daniel, Dieter, Dino, Dirk, Dominik, Eric, Ernst, Felix, Florian, Frank, Franz, Fritz, Georg, Gerd, Gerhard, Gilbert, Gilles, Gregor, Hannes,  Hans, Hansi, Harald, Heiko, Heinz, Helmut, Herbert, Holger, Horst, Ingo, Jens, Joachim, Jochen, Johann,  Johannes, Johnny, Jörg, Julian, Jürgen, Kai, Karl, Kieron, Klaus, Konrad, Kurt, Lutz, Marcel, Marco, Markus, Martin, Matthias, Max, Michael, Michel, Nigel, Olaf, Oliver, Oskar, Norbert, Peter, Philipp, Rainer, Richard, Robert, Rolf, Sahba, Sebastian, Stefan, Steffen, Steve, Sven, Thilo, Thomas, Thoralf, Thorsten, Till, Timo, Uwe, Volker, Werner, Willi, Wolfgang & den Rest der Jungs. Geht doch, Männer!

INHALT

WANTED!

I. Die Wildnis ruft!

Wie man sein Pferd sattelt

Wie man eine Blockhütte baut

Wie man eine Polar-Expedition plant

Wie man Robinson Crusoe spielt

Wie man als Asphalt-Cowboy Gummi gibt

II. Glorreiche Halunken

Wie man ein Manifest verfasst

Wie man einen Bestseller schreibt

Wie man seinen Ehrendoktor macht

Wie man zum Film kommt

Wie man einen Welthit landet

III. Es geht um Kopf und Bauch, Amigo!

Wie man zu einem Sixpack gelangt

Wie man aus einer Glatze Kapital schlägt

Wie man Humor zeigt

Wie man Rückgrat beweist

Wie man beim Poker den Längeren zieht

IV. An die Arbeit, ihr Hengste!

Wie man zwei Dinge auf einmal tut

Wie man seinen inneren Schweinehund killt

Wie man ohne PowerPoint einen Vortrag hält

Wie man der Meetingitis entgeht

Wie man sein eigener Chef wird

V. Lass uns in die Sonne reiten, Baby!

Wie man Frauen bei der Stange hält

Wie man beim Shoppen die Ruhe bewahrt

Wie man Frauen für die Sportschau begeistert

Wie man ein Bond-Girl kriegt

Wie man als perfekter Hausmann durchgeht

VI. Vier Takte für ein Halleluja

Wie man hinter der Bühne landet

Wie man einen DJ beeindruckt

Wie man Luftgitarre spielt

Wie man einen Musikstil erfindet

Wie man den Türsteher foppt

VII. ... und sie nennen dich Hombre

Wie man weiß, ob einem eine Hose steht

Wie man beim Smalltalk punktet

Wie man Weinkenner zum Schweigen bringt

Wie man mit einer Weinflasche umgeht

Wie man mit Krawatte überlebt

Wie man zum Trendsetter wird

VIII. Für eine Handvoll Kleingeld

Wie man sich einen Porsche zulegt

Wie man den Schlossherrn mimt

Wie man ein Paar Maßschuhe erwirbt

Wie man für lau um die Welt reist

Wie man Rolex-Träger neidisch macht

VIEL GLÜCK, AMIGOS!

Leseproben

WANTED!

Dieses Buch ist auf der Suche nach Männern, die nicht lange fackeln. Alles, was Sie mitbringen müssen, um es mit Gewinn zu lesen, ist Mut.

Mut, Ihren Träumen fest in die Augen zu schauen.

Mut, Ihren geheimen Wünschen ins Gesicht zu sagen: Ihr seid fällig!

Mut, sich aufzuschwingen – und den ersten Schritt zu tun.

Mut, Ihr bisheriges Wunschdenken gegen ein erfülltes Leben einzutauschen.

Sie werden sehen: Auch im Reich der Träume wird nur mit Wasser gekocht. Was Ihnen eben noch illusorisch vorkam, verwandelt sich schon nach ein, zwei Seiten in ein handfestes Vorhaben, bei dem es nur noch eines zu klären gibt: Welches ist der cleverste Weg zur praktischen Umsetzung Ihres Projekts? Und wenn Sie es dann immer noch nicht mit der Angst zu tun kriegen und weiterlesen, werden Sie sich am Ende eines Kapitels verwundert die Augen reiben und fragen: Warum in aller Welt habe ich meinen gottverdammten Sehnsüchten nicht schon viel eher die Sporen gegeben?

Dieses Buch ist auf der Suche nach Männern, die ihr Glück in die Hand nehmen. Nach Männern, die ein Ziel vor Augen haben. Nach Männern, die ihren Weg gehen und sich dabei von nichts und niemandem abhalten lassen – noch nicht einmal von sich selber. Worauf wartet ihr noch, Amigos? Sattelt die Pferde!

I. Die Wildnis ruft!

Mut ist nichts anderes als Angst,die man nicht zeigt.

SERGIO LEONE

Wie man sein Pferd sattelt

Einmal wie Charles Bronson sein! Nach Las Vegas reiten, die Sonne putzen! Oder wenigstens wie John Wayne durch die Weite der Prärie preschen und im Kampf für das Gute seinen Mann stehen! Einmal im Leben um zwölf Uhr mittags den Staub von Arizona riechen anstatt den immergleichen Fraß in der Werkskantine! Beim Showdown ein tödliches »Zieh!«  zischen anstatt in trostlosen Fluren ständig nur »Mahlzeit!« murmeln! Es gilt, einen Job zu erledigen, Buddy! Also ran an den Speck ...

Dein Pferd

Kein Cowboy ohne Vierbeiner. Und Ihren zukünftigen Untersatz sollten Sie sich ganz genau anschauen: Wenn Sie einer Horde wild gewordener Bullen nachjagen, brauchen Sie einen Gaul, der besonders nervenstark und trittsicher im Gelände ist. Im Prinzip können Sie zwar fast jedes Pferd für Ihre Zwecke abrichten. Aber um sicher zu gehen, dass Ihr treuer Gefährte in brenzligen Situationen auch wirklich spurt, sollten Sie auf eine der drei speziellen Westernpferderassen vertrauen: Das Quarter Horse ist die am weitesten verbreitete Pferderasse der Welt. Sein Name geht auf ein traditionsreiches amerikanisches Kurzstreckenrennen über 400 m zurück (quarter mile race), bei dem diese Pferde aufgrund ihres extrem guten Antrittverhaltens große Erfolge feierten. Das American Paint Horse ist eigentlich gar keine eigene Rasse, sondern nur die gescheckte Variante eines Quarter Horse. Dennoch sind Paint Horses rein formal separat zu sehen, da sie von einem eigenen Zuchtverband geführt werden. Dritter im Bunde sind die sog. Appaloosas, eine Zucht der Nez-Percé-Indianer, die am Palouse River im Nordwesten Amerikas ihre Weidegebiete hatten und 1877 ziemlich unsanft vertrieben wurden. Von den Pferden war man im Unterschied zu ihren Züchtern so begeistert, dass man die Zucht fortführte und 1938 in Oregon den Appaloosa-Horse-Club (ApHC) gründete. Heute sind dort über 600.000 Appaloosas registriert – und auf einen davon können Sie guten Gewissens Ihren Hintern schwingen. Denn für die unsaubere Vorgeschichte können Sie ja Gott sei Dank nix.

Bevor Sie aufsitzen, sollte Ihnen klar sein, dass man im Wilden Westen nicht nur an Ross, sondern auch an Reiter besondere Anforderungen stellt. Als Cowboy müssen Sie beim Reiten Ihre Hände schon mal frei haben, um ein Rindvieh einfangen oder einen flüchtigen Bösewicht abknallen zu können. Deshalb ist es essenziell, dass Sie die einseitige Zügelführung beherrschen und die Kommandos weitestgehend mit Ihren muskulösen Schenkeln geben. Nur so werden Sie lässig rüberkommen und nach Marlboro Man anstatt nach Paul Schockemöhle ausschauen. Selbst im Galopp dürfen Sie nicht auf die Zügel angewiesen sein und müssen Ihr Pferd quasi freihändig bewegen können.

Zum Glück brauchen Sie sich all das nicht selber beizubringen. Westernreiten ist mittlerweile auch hierzulande eine ziemlich populäre Sportart. Fast jeder Reiterhof hat neuerdings entsprechende Kurse in seinem Programm. Falls Sie tiefer in das Thema einsteigen wollen, finden Sie auf der Webseite der Ersten Westernreiter Union Deutschland (EWU), dem größten Westernreit-Verband Europas, sämtliche wichtigen Informationen, Termine und Kontaktadressen (www.westernreiter.com). Für alle Sportsfreunde sei noch angefügt, dass man auch im Westernreiten eine Reihe ernst zu nehmender Disziplinen kennt: vom Trail, einer Geschicklichkeitsprüfung mit mindestens sechs Hindernissen, über das Cutting, bei dem ein Rind 150 Sekunden lang davon abgehalten werden muss, zu seiner Herde zurückzukehren, bis hin zum Reining, der Königsdisziplin im Westernreiten. Hier dürfen Sie u.a. zu einer spektakulären Vollbremsung aus vollem Galopp ansetzen. Das klingt schon fast wie Formel 1 – und tatsächlich ist Schumis bessere Hälfte begeisterte Anhängerin des Cowboy-Sports. Sollten Sie jemals in Richtung Genfer See ausreiten, dann statten Sie der CS-Ranch doch mal einen Besuch ab. Corinna Schumachers Blockhütte, die im Übrigen modernste Reitanlage der Schweiz, steht in Givrins, einer kleinen Bauerngemeinde im Waadtland.

Dein Lasso

Nun sitzen Sie also auf Ihrem Quarter Horse oder Appaloosa,  die Zügel locker in der einen Hand und in der anderen – genau, das für Ihren Ritt durch die Steppe unabdingbare Lasso. Wenn Sie sich nicht als Greenhorn outen wollen, streichen Sie als Allererstes mal diesen Begriff aus Ihrem Wild-West-Wortschatz. Der wahre Cowboy spricht vom Rope. Früher wurden bei der Rancharbeit hauptsächlich zwei Materialvarianten verwendet: die aus Büffel- oder Wildleder geflochtene Reata und das Hanfseil. Heute wird ein Rope in der Regel aus Kunstfasern hergestellt. Der Umgang mit dem Seil, das sog. Ranch Roping, schaut gar nicht so schwer aus, ist in Wirklichkeit aber eine hohe Kunst, die auf die Vaqueros (die spanisch-mexikanische Variante der Cowboys) zurückgeht. Die Vaqueros hatten erkannt, dass man sein Seil je nach Standort und Bewegung des Rindviehs immer wieder anders abwerfen muss, wenn es in der Schlinge landen soll. Aus dieser Erkenntnis bildeten sich mit der Zeit vier Grundwürfe und insgesamt 30 Variationen heraus: Mal packt man den  Stier bei den Hörnern, mal beim Kopf, mal bei den Vorder-, mal bei den Hinterbeinen. Mal steht er vor, mal neben, mal hinter einem – und ganz oft tritt er mit einem Affenzahn die unbeliebte Flucht nach vorne an. In diesem Fall hat man’s als Roper natürlich besonders schwer, da man seine Geschwindigkeit immer wieder dem Tempo des Zielobjekts anpassen und mit plötzlichen Richtungswechseln des Ochsen rechnen muss.

Das Ropen ist, wie gesagt, eine Kunst für sich – aber eine, die verdammt viel Spaß macht und dabei die Konzentrationsfähigkeit und Körperbeherrschung fördert. Und man kann sie lernen. Zum Beispiel bei Frank Zika, der auf dem Gestüt Steubenhof in Wiesbaden seine eigene Ranchroping-Schule betreibt (www.ranchroping.de). Oder Sie machen einen Wochenendkurs bei Reinhold Schmidbauer-Gößling in der Eifel (www.alte-eifelschule.de). In der Horsemens Residence von Olaf Gajewski, der auch 50 Quarterhorses sein Eigen nennt, können Sie neben dem Ropen auch gleich noch das oben erwähnte Cutten trainieren. Denn wie ich Sie kenne, tragen Sie sich bereits mit dem Gedanken, bei den nächsten Westernreitmeisterschaften in dieser hoch amüsanten Rinderdisziplin Ihren Cowboy zu stehen (www.horsemens-residence.de).

Dein Schießeisen

Falls Sie Billy the Kid auf den Fersen sind, anstatt einem Rindvieh nachzujagen, sollten Sie das Rope in Ihrer Hand gegen eine Knarre eintauschen. Aber bitte stilecht! Dazu ist es ratsam, sich im Cowboy Action Shooting (CAS) zu üben. Beim Westernschießen ballern Sie in historischem Outfit in einer genau festgelegten Reihenfolge auf Stahlziele in einem Parcours, den man im Fachjargon Stage nennt. Ein Match umfasst bis zu 16 Stages und dauert nicht selten mehrere Tage. Bevor Sie an einem CAS teilnehmen können, müssen Sie einen Sicherheits- und Regeltest absolvieren, um zu verhindern, dass Sie aus Versehen den Preisrichter vom Platz fegen. Geschossen wird natürlich mit Waffen aus der amerikanischen Pionierzeit. Für ein CAS-Match benötigen Sie zwei Single Action Revolver, eine Schrotflinte und einen Unterhebelrepetierer. Das ist genau so ein Ding, wie es John Wayne  gern auf seinen breiten Schultern trug, um damit z.B. James Stewart in »Der Mann, der Liberty Valance erschoss« zu retten. Sollten Sie Ihren Schlafzimmerschrank nicht zum Waffenarsenal ausgebaut haben, können Sie sich die Dinger in den meisten Vereinen auch leihen. Und klamottentechnisch müssen Sie nicht gleich in die Kostümkiste greifen. Als Anfänger kommen Sie mit einem karierten Hemd, Cowboyhut, Jeans und Westernstiefeln hin. In allen weiteren Action-Shooting-Fragen wenden Sie sich am besten an den Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V., der regelmäßig CAS-Wettkämpfe veranstaltet. In vielen der regionalen BDS-Vereine können Sie sich vor Ihrem Treffen mit Billy the Kid selber zum Revolverhelden ausbilden lassen.

Dein Traum

Pferd, Lasso, äh, sorry, Rope, Schießeisen – fehlt da nicht noch was? Stimmt, die endlose Weite der Steppe. Die Lagerfeuerromantik. Der Ruf der Wildnis, die einen mit allen Wassern gewaschenen Kerl erst in den Olymp aufsteigen und zum lonesome cowboy werden lässt. Dann mal auf nach Kanada, Männer! Dort können Sie am Fuße der kanadischen Rocky Mountains, mitten im Bundesstaat Alberta, in dessen unberührte Landschaft es schon Clint Eastwood zog, um »Unforgiven« zu drehen, Ihren Wild-West-Traum nach Herzenslust ausleben. Die Bar C Ranch ist mit ihren 16.000 Hektar Land, 500 Stück Vieh und etwa 50 Pferden eine der ältesten Working Ranches des Landes. Viehzucht wird hier noch so betrieben, wie man es schon vor 100 Jahren getan hat. Mitte der 1990er Jahre wurde das in unmittelbarer Nähe zum Banff National Park gelegene Anwesen von dem Holländer Jan Klijn gekauft und um 17 Gästeblockhäuser erweitert. Seitdem gehen hier täglich nicht nur waschechte Kuhhirten ein und aus, sondern auch jede Menge Cowboys auf Zeit. Als Gast der Bar C werden Sie Teil des Teams und auf Wunsch in den Arbeitalltag integriert. Stundenlange Ausritte in die Prärie, Cattle Drive, Rodeo-Besuche und Roping bis zum Abwinken: Hier kriegen Sie in konzentrierter Form alles geboten, was der Wilde Westen so hergibt (www.bar-c.com). Die Stiefel zum Film gibt’s bei Alberta Boots in Calgary, der sich im Cowboy-Dauerrausch befindlichen Metropole der Provinz. 12.000 handgenähte Treter in jedem nur vorstellbaren Leder und Muster warten auf Männer, denen kein Weg zu weit ist (www.albertaboot.com). Und kulinarisch? Freuen Sie sich schon mal auf Spezialitäten wie Prärie-Austern, und vergessen Sie am besten gleich wieder, dass es sich dabei um panierte Stierhoden handelt. Sonst kriegen Sie das Zeug womöglich nicht runter und stehen gleich zum Einstieg als städtisches Weichei da. Howdy! Willkommen in der Wildnis!

***

So setzen Sie’s um:

BERLIN

Falls Sie es doch nicht bis nach Kanada schaffen, bleibt Ihnen als kleine Lösung immer noch Berlin. Etwa 15 km südlich der Hauptstadt befindet sich die Cowboy Adventures Ranch. Hier sieht es vielleicht nicht ganz nach endloser Steppe aus, aber Sie können immerhin auf eigens aus New Mexico eingeflogenen Paint Horses reiten (www.cowboyadventures.de). Und in Roy Dunn’s Western Store in Wedding kriegen Sie Stiefel, die fast so authentisch aussehen, als hätten Sie sie bei Alberta Boots in Calgary erstanden (www.roydunn.de).

APPETIZER

Zum Einschießen sei Ihnen die App »Wild West Guns« ans Herz gelegt. Gute Grafiken und zahlreiche Animationen am Rande werden Ihnen Ihren Job versüßen. Neben Geschicklichkeitsspielen wie »Dosenschießen« und »Zerschieße alle Sombreros« besteht Ihre Aufgabe darin, grimmige Cowboys, leicht bekleidete Cowgirls und fiese Rothäute für immer ins Jenseits zu befördern.

Wie man eine Blockhütte baut

Abraham Lincoln, Karl Mays »Bärenjäger«, Brad Pitt und Ludwig Wittgenstein – was ein echter Kerl ist, der hat auch schon mal in einem Blockhaus gewohnt. Und das mit gutem Grund! Männliche Trapper-Träume mögen einer diffusen Wild-West-Romantik entspringen. Na und? Erstens lassen wir uns das Träumen nicht verbieten. Und zweitens wusste schon Mark Twain von den wohnklimatisch astreinen Eigenschaften der Hütte aus Holz.

Es kann eigentlich nichts Schöneres geben als in einer einsamen kanadischen Blockhütte zu hausen. Außer selbst eine zu bauen.  Aber wie? Gott sei dank gibt’s ja für alles in der Welt, insbesondere bei uns,  Seminare. Anstatt der Heimat voreilig den Rücken zu kehren, um dann doch nur mit zwei linken Händen in der Wildnis rumzustehen, empfiehlt es sich also, erst einmal die Probe aufs Exempel zu machen. Zum Beispiel mit einem »Schnupperkurs Blockhüttenbau« beim deutschen Outdoor-Großmeister, Konrad Gallei.

Der Allround-Abenteurer hat fünf Jahre in der Wildnis des kanadischen Yukon-Territoriums zugebracht und sich dort nach der traditionellen Methode sein eigenes Holzhaus gebaut. Wer bei Gallei einen Kurs belegt, wird denn auch nach den Standardregeln der International Log Builders’ Association (ILBA) unterrichtet. Und weiß nach anderthalb Tagen, wie man mit Schlagschnur und Stechbeitel umgeht. Hat man danach immer noch Lust auf die eigene Hütte, stehen eine Reihe von Wochen- und Aufbauseminaren zur Auswahl.

Was ein echtes Blockhaus auszeichnet, ist – wie man bei Gallei lernt – die Verwendung des natürlich gewachsenen Stammes. Mindestens 40 benötigt man davon – von der Fichte, Weißtanne, Douglasie oder Kiefer, nach Möglichkeit im Winter geschlagen. (Im Winter gefällte Bäume besitzen einen reduzierten Wassergehalt und sind damit bereits vorgetrocknet.) Für den Holzhäuslebauer von besonderer Bedeutung ist das sog. Mondphasenholz: Bei Neumond geschlagenes Holz weist, so der Volksmund, eine bessere Holzqualität auf, ist widerstandsfähiger gegen Insektenbefall und hat aufgrund seiner höheren Dichte bessere statische Eigenschaften. Sein geringeres Quellverhalten verhindert, dass sich in der guten Stube irgendwann die Balken biegen. Wenn man den Mondphasenforschern glauben darf, liegt der beste Fälltermin zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar. Sollten Sie also, wie jedes Jahr, beim Forstamt Ihres Vertrauens Ihren Weihnachtsbaum ordern, können Sie ja gleich eine Fuhre Mondphasenholz mit in Auftrag geben.

Falls Ihnen irgendjemand Ihr persönliches Blockhütten-Projekt ausreden will und Sie mit Mark Twain allein nicht durchkommen: Ihr Holzhaus hat auch sonst noch einiges auf dem Kasten, was sich als schlagkräftiges Argument ins Feld führen lässt.

Erstens muss bei seinem Bau nicht das ganze Arsenal an Heimwerker-Gerätschaften aufgefahren werden. Von der obligatorischen Kettensäge einmal abgesehen werden hier mit einfachsten Schneidwerkzeugen Wände, Fenster, Türen, Treppen, Dächer und Möbel geschnitzt und gedrechselt. Das bedeutet: Im Hobbykeller bleibt ausreichend Platz für die saisonale Garderobe Ihrer besseren Hälfte.

Zweitens sind Blockhäuser extrem lang haltbar. Die Stabkirchen der Wikinger haben bereits 1000 Jahre auf dem Buckel und machen immer noch einen ziemlich rüstigen Eindruck. An jeder Ecke ist heutzutage von Nachhaltigkeit die Rede. Hier kann man mal mit gutem Beispiel vorangehen. Und obendrein einen familiären Wert schaffen, der sich mühelos über mehrere Generationen vererben lässt.

Drittens sind die Baukosten vergleichsweise gering. Jedenfalls dann, wenn Sie sich für die traditionelle Bauweise mit Rundstämmen entscheiden. (Und alles andere ist ja sowieso nur das halbe Vergnügen). Am Beispiel einer Gartenhütte: Gehen wir von einem einfachen Punktfundament und einer Grundfläche von 2,5 x 3,5 m aus, so liegen die Materialkosten bei ca. 1.500 Euro. Dazu kommen Gebühren für Schulungen in Höhe von ca. 2.000 Euro sowie weitere 2.000 Euro fürs Werkzeug. Zusammen mit den Materialkosten für Fenster, Türen und Fußbodendielen bleiben Sie unter dem Preis für einen gebrauchten Kleinwagen. Denn die beim Hausbau klassischen Kostenfresser wie Schallschutz, Wärmedämmung und Zentralheizung haben bei der von Natur aus behaglichen Blockhütte keine Chance.

Und viertens macht der Bau von so einem Ding einfach verdammt viel Spaß! Hier werden Sie gar keine große Überzeugungsarbeit leisten müssen. TV-Magazine wie »Wohnen nach Wunsch« haben eine geschlechtsübergreifende Do-It-Yourself-Begeisterung ausgelöst, von der Sie mit großer Wahrscheinlichkeit extrem profitieren werden. Falls Sie doch mit häuslichen Schwierigkeiten rechnen, mag Ihnen ein russisches Sprichwort den Weg zum Erfolg weisen: »Fordere zugleich den ganzen Kreml, wenn du um ein Blockhaus bitten willst!«

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So setzen Sie’s um:

SEMINARE

In Sachen Kurse ist Konrad »Mister Outdoor« Gallei die erste Empfehlung. Er gehört einfach zu den wenigen in Deutschland, die ihr Blockhütten-Handwerk wirklich verstehen. Außerdem finden die Kurse auf seinem idyllischen Kulturhof in Haunetal inmitten des Biosphärenreservats Rhön statt. Mehr Informationen zu dem umfangreichen Programm unter www.blockhuettenbau-infos.de. Eine gute Alternative sind die in der Nähe von Regensburg veranstalteten 3-Tages-Kurse des Event-Spezialisten Jochen Schweizer. Auf der Website dieses Anbieters finden Sie übrigens über vierhundert weitere Möglichkeiten, sich herauszufordern – vom Stuntman-Fahrtraining bis zum Männerkochkurs: www.jochen-schweizer.de.

APPETIZER

Wenn Sie es in die eigene Blockhütte geschafft haben, über eine adäquate Beschallung nachdenken und dabei feststellen, dass Sie eigentlich gar nicht auf Countrymusik stehen, dann probieren Sie es doch mal mit Paddy McAloons »The Gunman and Other Stories«. Der leider fast vollständig erblindete Kopf der britischen Band Prefab Sprout ist immer für eine Überraschung gut. Hat er uns in den 80ern eine Reihe von Popsongs mit Ewigkeitswert beschert, so zeigt er uns hier, wie man sich auch als Großstadtindianer dem Thema »Western« vernünftig nähern kann.

Wie man eine Polar-Expedition plant

Männer lieben das Extreme. Der höchste Berg. Das tiefste Meer. Die unerschlossenen Gebiete am Arsch der Welt. Das sind Reiseziele, die uns wirklich bewegen. Der Sommerurlaub auf Rhodos mag erholsam sein. Aber in unseren Träumen liegen wir nicht am Pool einer Fünf-Sterne-Anlage und schlürfen eine im Preis inbegriffene Piña Colada. In unseren Träumen treten wir in die Fußstapfen von Amundsen & Co. und schmelzen uns bei 30ºC unser Trinkwasser selber, um in dieser gottverlassenen Eiswüste überleben zu können!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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