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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dank PISA streitet Deutschland wieder über Bildung. Ja, geradezu als ein Schlag ins Gesicht des deutschen Bildungssystems wurden vielerorts die Ergebnisse der im Mai 2000 begonnenen internationalen PISA-Studie gewertet. Deutschland, einer der größten Industriestaaten dieser Erde, geschätzt für seine Qualitätsarbeit, berüchtigt für seine Tugenden und geschichtlich mit einer Vielzahl an Nobelpreisträgern bestückt, soll es nun Anfang des 21. Jahrhunderts scheinbar nicht mehr verstehen, seine nächste Generation in einer Phase der immer mehr voranschreitenden Globalisierung im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu machen. Nicht einmal mehr Mittelmaß seien laut Studie die deutschen Schüler im weltweiten Vergleich. Da muss man was machen! So ist es dann auch kaum verwunderlich, dass gedüngt von dieser Erhebung in unserem Lande wieder eine alte Diskussion aufkeimt, denn gute und qualitativ hochwertige Bildung, dass ist für viele zunächst einmal eine direkte Folge des herrschenden Schulsystems. In Deutschland stellt sich dabei die Situation so dar, dass es seit Ende der sechziger Jahre ein Nebeneinander zweier Schulformen gibt, nämlich des traditionellen dreigliedrigen Systems und der Gesamtschulen, welche sich je nach Region in unserem Land mittlerweile zu einer echten Alternative entwickelt haben.
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Veröffentlichungsjahr: 2010
Page 2
Gesamtschulen: Pro und Contra
„ Die Wurzel der Barbarei (= des Faschismus) war die Selektion“.
(Alt-Bundespräsident Roman Herzog in seiner Rede am 9.11.98 in der Synagoge der
Jüdischen Gemeinde Berlin)
Dank PISA streitet Deutschland wieder über Bildung. Ja, geradezu als ein Schlag ins Gesicht des deutschen Bildungssystems wurden vielerorts die Ergebnisse der im Mai 2000 begonnenen internationalen PISA-Studie gewertet. Deutschland, einer der größten Industriestaaten dieser Erde, geschätzt für seine Qualitätsarbeit, berüchtigt für seine Tugenden und geschichtlich mit einer Vielzahl an Nobelpreisträgern bestückt, soll es nun Anfang des
21. Jahrhunderts scheinbar nicht mehr verstehen, seine nächste Generation in einer Phase der immer mehr voranschreitenden Globalisierung im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu machen. Nicht einmal mehr Mittelmaß seien laut Studie die deutschen Schüler im weltweiten Vergleich. Da muss man was machen! So ist es dann auch kaum verwunderlich, dass gedüngt von dieser Erhebung in unserem Lande wieder eine alte Diskussion aufkeimt, denn gute und qualitativ hochwertige Bildung, dass ist für viele zunächst einmal eine direkte Folge des herrschenden Schulsystems.
In Deutschland stellt sich dabei die Situation so dar, dass es seit Ende der sechziger Jahre ein Nebeneinander zweier Schulformen gibt, nämlich des traditionellen dreigliedrigen Systems und der Gesamtschulen, welche sich je nach Region in unserem Land mittlerweile zu einer echten Alternative entwickelt haben. Doch schaffen sie es wirklich unseren Nachwuchs besser auf das Leben nach dem behüteten Hort der Schule vorzubereiten? Sind sie mehr als nur eine Alternative, und stellen vielleicht sogar das einzig wahre System dar, will man allen Kindern in möglichst hohem Maße eine breit gefächerte und hochwertige Bildung zuteil kommen lassen, die sich an den Problemen und geforderten Qualifikationen des späteren Alltags orientiert? Wo genau liegen die Vorteile eines solchen Einheitssystems, wo hat es Nachteile und Schwächen, und wie schlagen sich diese Gesichtspunkte im direkten Vergleich mit dem parallel vorherrschenden dreigliedrigen System. Mit diesen Fragen will ich mich im Folgenden auseinandersetzten und versuchen diese wieder einmal aktuell gewordene Diskussion einmal geordnet darzustellen, so dass sich am Schluss vielleicht nach Abwägung der Punkte ein pädagogisches Fazit ziehen lässt.
Hierbei werde ich zunächst nach einer knappen Einführung in die Organisationsform der Gesamtschule die Diskussion um das Schulsystem darstellen, wie sie in der aktuellen
