Verlag: Dressler Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2011

Erhalten Sie Zugriff auf dieses
und über 100.000 weitere Bücher
ab EUR 3,99 pro Monat.

Jetzt testen
7 Tage kostenlos

Sie können das E-Book in Legimi-App für folgende Geräte lesen:

Tablet  
Smartphone  
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Seitenzahl: 713 E-Book-Leseprobe lesen

Das E-Book kann im Abonnement „Legimi ohne Limit+“ in der Legimi-App angehört werden für:

Android
iOS
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?

Das E-Book lesen Sie auf:

Kindle MOBI
E-Reader EPUB für EUR 1,- kaufen
Tablet EPUB
Smartphone EPUB
Computer EPUB
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Sicherung: Wasserzeichen E-Book-Leseprobe lesen

E-Book-Beschreibung Göttlich verdammt - Josephine Angelini

Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket - und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen - indem sie sich ineinander verlieben ... Der ultimative Roman für alle "Biss"- und "Panem"-Fans - mit dem hinreißenden Sehnsuchtspaar: Helen und Lucas. Eine Highschool-Romanze mit Elementen aus der griechischen Mythologie.

Meinungen über das E-Book Göttlich verdammt - Josephine Angelini

E-Book-Leseprobe Göttlich verdammt - Josephine Angelini

… für meinen geliebten Mann

1

»Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe. Und dann ist es praktisch immer noch neu«, sagte Helen optimistisch. Leider fiel ihr Vater nicht darauf herein.

»Lennie, nur weil der Bundesstaat Massachusetts meint, dass Sechzehnjährige schon Auto fahren dürfen …«, begann Jerry.

»Fast siebzehn«, betonte Helen.

»… bedeutet das nicht, dass ich derselben Meinung sein muss.« Er stand bereits auf der Gewinnerseite, aber so leicht gab Helen nicht auf.

»Weißt du, die alte Karre hält höchstens noch ein oder zwei Jahre.« Helen startete einen neuen Versuch und bezog sich dabei auf den uralten Jeep Wrangler ihres Vaters, der vermutlich schon vor der Burg geparkt hatte, in der die Magna Charta unterzeichnet worden war. »Und denk doch nur an das ganze Spritgeld, das wir sparen würden, wenn wir einen Hybrid kaufen oder gleich ein Elektroauto. Das ist die Zukunft, Dad.«

»Mm-hm«, war alles, was ihr Vater dazu sagte.

Jetzt hatte sie verloren.

Helen Hamilton stöhnte leise und schaute über die Reling der Fähre, die sie zurück nach Nantucket brachte. Sie sah sich schon ein weiteres Jahr im November mit dem Rad zur Schule fahren und um eine Mitfahrgelegenheit betteln, wenn der Schnee zu hoch lag. Allein der Gedanke ließ sie schaudern und sie versuchte sich abzulenken. Wie so oft starrten einige der Touristen auf der Fähre sie an und Helen wandte so unauffällig wie möglich das Gesicht ab. Wenn Helen in den Spiegel schaute, sah sie zwei ganz gewöhnliche Augen, eine Nase und einen Mund – aber die Fremden von außerhalb starrten sie trotzdem immer an, was wirklich lästig war.

Zu Helens Glück waren die meisten Touristen auf der Fähre, um die schöne Aussicht zu genießen und nicht ihren Anblick. Sie waren so versessen darauf, vor dem Herbst noch eine Ladung Inselfeeling mitzunehmen, dass sie die Umgebung mit ständigen Aaahs und Ooohs bestaunten. Helen konnte alldem nichts abgewinnen. Soweit es sie betraf, war es das Letzte, auf einer kleinen Insel aufzuwachsen, und sie konnte es nicht erwarten, endlich aufs College zu gehen, weit weg von der Insel, von Massachusetts und wenn möglich auch der ganzen Ostküste.

Es war aber nicht so, dass Helen ihr Zuhause hasste. Sie kam sogar hervorragend mit ihrem Vater aus. Ihre Mutter hatte sie verlassen, als Helen noch ein Baby gewesen war, doch Jerry hatte schnell gelernt, seiner Tochter genau das richtige Maß an Aufmerksamkeit zu schenken. Er war nicht ständig um sie herum, aber dennoch war er da, wenn sie ihn brauchte. Und obwohl sie sich über die Sache mit dem Auto ärgerte, wusste sie auch, dass sie sich keinen besseren Vater wünschen konnte.

»Hey, Lennie! Was macht der Ausschlag?«, rief eine Stimme, die sie nur zu gut kannte. Es war Claire, ihre beste Freundin seit dem Babyalter. Sie stieß die schwankenden Touristen mit ein paar geschickt platzierten Schubsern zur Seite.

Die meerestrunkenen Tagesausflügler wichen Claire aus, als wäre sie ein Stürmer beim Football und kein zierliches Persönchen, das auf Plateausandalen dahergetrippelt kam. Sie glitt mühelos durch den Touristenschwarm und stellte sich neben Helen an die Reling.

»Giggles! Wie ich sehe, warst du auch für den ersten Schultag einkaufen«, sagte Jerry und umarmte Claire mitsamt ihren Taschen und Tüten.

Claire Aoki, von ihren Freunden Giggles genannt, war ein echtes Schlitzohr. Jeder, der nur ihre eins fünfundfünfzig Körpergröße und ihre asiatische Zartheit wahrnahm, ohne ihren scharfen Verstand und ihr freches Mundwerk zu erkennen, lief Gefahr, furchtbar unter den Angriffen einer deutlich unterschätzten Gegnerin zu leiden. Der Spitzname »Giggles« war gewissermaßen ihr Markenzeichen. Sie hatte ihn schon, seit sie ein Kleinkind war. Zur Verteidigung ihrer Familie und ihrer Freunde muss gesagt werden, dass es fast unmöglich war, sie nicht Giggles zu nennen. Claire hatte mit Abstand das sympathischste Lachen des Universums. Es klang niemals gezwungen oder gar schrill und zauberte absolut jedem in Hörweite ein Lächeln auf die Lippen.

»Na klar, Erzeuger meiner besten Freundin«, sagte Claire und erwiderte Jerrys Umarmung mit echter Zuneigung, ohne darauf einzugehen, dass er schon wieder den ungeliebten Spitznamen verwendet hatte. »Darf ich mal ein paar Worte mit deinem Nachwuchs wechseln? Tut mir leid, dass ich so unhöflich bin, aber es geht wirklich um hochgeheime, brisante Dinge. Ich würde es dir ja sagen …«, fügte sie hinzu.

»… aber dann müsstest du mich töten«, beendete Jerry den Satz scharfsinnig. Er verzog sich zum Getränkestand, um sich eine von den zuckrigen Limos zu kaufen, solange seine Tochter, die Chefin der Ernährungspolizei, gerade nicht hinsah.

»Was hast du da alles in deinen Tüten?«, fragte Claire. Sie schnappte sich Helens Einkäufe und begann, darin herumzuwühlen. »Jeans, Strickjacke, Unter… wie jetzt? Du nimmst deinen Dad mit zum Unterwäschekaufen?«

»Was hatte ich denn für eine Wahl?«, beschwerte sich Helen und entriss ihrer Freundin die Tüte. »Ich brauchte neue BHs! Außerdem ist mein Dad in den Buchladen gegangen, solange ich alles anprobiert habe. Aber es ist trotzdem total peinlich, Unterwäsche zu kaufen, auch wenn er in einem anderen Geschäft auf mich wartet«, gestand sie und wurde ganz rot dabei.

»Aber so schlimm kann das gar nicht sein. Schließlich kaufst du nichts, was auch nur entfernt sexy ist. Meine Güte, Lennie, so was trägt meine Oma!« Claire hielt eine weiße Baumwollunterhose hoch. Helen schnappte hektisch nach dem Omaschlüpfer und ließ ihn in den Tiefen ihrer Einkaufstüte verschwinden, während Claire in ihr berühmtes Lachen ausbrach.

»Ich weiß, ich bin mit der Streberseuche infiziert«, konterte Helen, die Claire ihre Stichelei wie gewöhnlich längst verziehen hatte. »Hast du keine Angst, dich bei mir mit dem Loservirus anzustecken?«

»Ich bin so umwerfend, dass ich immun dagegen bin. Außerdem steh ich auf Streber. Die kann man so schön ärgern. Und ich finde es klasse, wie du jedes Mal rot wirst, wenn ich von Unterhosen anfange.«

Claire wurde gezwungen, ein Stück zur Seite zu rücken, weil sich ein fotografierendes Touristenpaar neben sie gedrängt hatte. Sie nutzte das Schwanken der Fähre und knuffte die beiden mit einem ihrer Ninja-Schubser. Sie taumelten von der Reling weg, lachten über die »raue See« und hatten nicht einmal gemerkt, dass Claire sie berührt hatte. Helen spielte mit dem Herzanhänger an der Kette, die sie immer trug, und duckte sich ein wenig, um auf Augenhöhe mit Claire zu sein, die wesentlich kleiner war als sie.

Helen war furchtbar schüchtern, und sie fand es besonders schrecklich, immer noch zu wachsen, obwohl sie mit ihren eins achtundsiebzig Körpergröße schon genügend auffiel. Sie hatte Jesus, Buddha, Mohammed und Wischnu angefleht, ihr Wachstum endlich zu stoppen, aber sie spürte nachts immer noch die ziehenden Schmerzen in Knochen und Muskeln, die einen weiteren Wachstumsschub ankündigten. Eines hatte sie sich fest vorgenommen: Sobald sie die Zwei-Meter-Marke überschritt, würde sie über das Geländer des Leuchtturms in Siasconset steigen und sich in die Tiefe stürzen.

Die Verkäuferinnen erzählten ihr ständig, was für ein Glück sie hatte, aber eine passende Hose fanden sie trotzdem nicht für sie. Helen hatte sich mittlerweile damit abgefunden, dass sie Jeans kaufen musste, die viel zu groß waren, wenn sie die richtige Länge haben sollten. Wenn sie aber welche wollte, die ihr nicht vom Po fielen, musste sie in Kauf nehmen, dass ihr eine sanfte Brise um die Knöchel wehte. Helen war ziemlich sicher, dass die »so neidischen« Verkäuferinnen nicht mit nackten Knöcheln herumliefen. Oder mit Jeans, in denen man ihren Po halb sah.

»Mach keinen Buckel«, fuhr Claire sie automatisch an, als sie sich wieder umdrehte und Helen an der Reling hängen sah. Helen gehorchte ebenso automatisch.

Claire hatte einen Fimmel, was die Haltung betraf. Sie hatten nie darüber gesprochen, aber Helen nahm an, dass das an Claires superkorrekter japanischer Mutter lag und an der noch viel korrekteren, kimonotragenden Großmutter.

»Okay! Jetzt zu den wirklich wichtigen Themen«, verkündete Claire. »Du kennst doch diesen zig Millionen teuren Kasten, der mal diesem Football-Typen gehört hat?«

»Der in ’Sconset? Klar. Was ist damit?«, fragte Helen, die an den Privatstrand denken musste, der zum Anwesen gehörte. Insgeheim war sie froh darüber, dass ihr Dad in seinem Laden nicht genug verdiente, um ein Haus zu kaufen, das dichter am Wasser stand.

Als Helen noch klein war, war sie beinahe ertrunken und seitdem der festen Überzeugung, dass der Atlantik sie umbringen wollte. Diesen paranoiden Gedanken behielt sie natürlich für sich … aber sie war auch eine lausige Schwimmerin. Sie konnte zwar ein bisschen herumpaddeln, aber selbst das klappte nicht richtig. Irgendwann sank sie immer wie ein Stein, egal, wie salzhaltig das Meer angeblich war und wie sehr sie sich bemühte.

»Es ist endlich verkauft, an eine Großfamilie«, sagte Claire. »Oder zwei Familien. Ich weiß nicht genau, wie die zusammenhängen, aber anscheinend sind es zwei Väter, die Brüder sind. Sie haben beide Kinder, also sind die alle Cousins?« Claire runzelte die Stirn. »Auf jeden Fall haben die Leute, die da eingezogen sind, einen Haufen Kinder, die alle ungefähr im selben Alter sind. Und sie haben zwei Jungs, die in unsere Klassenstufe kommen.«

»Lass mich raten«, erwiderte Helen, ohne eine Miene zu verziehen. »Du hast deine Tarotkarten befragt und festgestellt, dass sich beide Jungs unsterblich in dich verlieben und sich einen tragischen Kampf auf Leben und Tod liefern werden.«

Claire trat Helen gegen das Schienbein. »Nein, du doofe Nuss. Es ist für jede von uns einer da.«

Helen rieb sich das Bein und tat so, als würde es wehtun. Aber selbst wenn Claire mit aller Kraft zugetreten hätte, war sie nicht stark genug, um auch nur einen blauen Fleck zu verursachen.

»Einer für jede von uns? Das war’s? Sonst ist bei dir doch immer alles hochdramatisch«, ärgerte Helen sie. »Das ist viel zu einfach. Das klappt nie. Aber wie wäre es damit?«, stichelte sie weiter. »Wir verlieben uns beide in denselben Jungen oder den falschen – jedenfalls in den, der nichts von uns wissen will –, und dann kämpfen wir beide auf Leben und Tod.«

»Wovon redest du eigentlich?«, fragte Claire zuckersüß, betrachtete konzentriert ihre Fingernägel und heuchelte Unverständnis.

»Gott, Claire, das ist ja alles so vorhersehbar«, warf Helen ihr lachend an den Kopf. »Jedes Jahr staubst du diese alten Tarotkarten ab, die du damals auf dem Schulausflug nach Salem gekauft hast, und sagst jedes Mal etwas total Verblüffendes voraus. Aber das Einzige, was mich jedes Mal verblüfft, ist die Tatsache, dass du zu Beginn der Winterferien immer noch nicht ins Langeweile-Koma gefallen bist.«

»Warum wehrst du dich dagegen?«, protestierte Claire. »Du weißt, dass uns irgendwann etwas Aufregendes passieren wird. Du und ich, wir sind viel zu toll, um ganz normal zu sein.«

Helen zuckte mit den Schultern. »Ich bin sehr zufrieden damit, ganz normal zu sein. Ehrlich gesagt, wäre es für mich ein echter Schock, wenn du mit deinen verrückten Vorhersagen ausnahmsweise einmal richtigliegen würdest.«

Claire legte den Kopf zur Seite und starrte sie an. Helen strich sich das Haar hinter dem Ohr hervor, um ihr Gesicht zu verbergen. Sie hasste es, wenn man sie ansah.

»Das weiß ich. Ich glaube nur, dass du niemals ganz normal sein wirst«, sagte sie nachdenklich.

Helen wechselte das Thema. Sie plauderten über ihre Stundenpläne, das Lauftraining und ob sie sich einen Pony schneiden sollten oder nicht. Helen fand, dass ihr eine neue Frisur guttun würde, aber Claire war strikt dagegen, dass sie ihren langen blonden Haaren mit einer Schere zu Leibe rückte. Plötzlich fiel ihnen auf, dass sie, ohne es zu merken, zu dicht an den Teil der Fähre gekommen waren, den sie die »Perversen-Zone« nannten, und zogen sich eilig zurück.

Beide hassten diesen Bereich der Fähre, aber für Helen war es besonders schlimm. Er erinnerte sie an diesen ekligen Typen, der sie einen Sommer lang verfolgt hatte, bis er eines Tages von der Fähre verschwunden war. Aber anstatt erleichtert zu sein, dass er sie nicht mehr belästigte, hatte sie das Gefühl gehabt, selbst etwas falsch gemacht zu haben. Sie hatte nie mit Claire darüber gesprochen, aber da war dieser helle Blitz gewesen, und dann hatte es nach verbrannten Haaren gerochen. Und dann war der Kerl einfach weg gewesen. Helen wurde bei dem Gedanken daran immer noch ganz schlecht. Sie zwang sich zu einem Lächeln und ließ sich von Claire in einen anderen Bereich der Fähre ziehen.

Jerry tauchte beim Anlegen wieder auf und sie gingen von Bord. Claire winkte zum Abschied und versprach, Helen am nächsten Tag bei der Arbeit zu besuchen, aber da es der letzte Tag der Sommerferien sein würde, rechnete Helen nicht wirklich damit.

Helen arbeitete in den Ferien ein paar Tage in der Woche für ihren Vater, der Mitbesitzer des Inselladens war. Abgesehen von der Morgenzeitung und einer Tasse Kaffee, bekam man im News Store auch Karamellbonbons, Gummitierchen und Toffees, die in echten Kristallgläsern gelagert wurden, und Lakritzschnüre, die halbmeterweise verkauft wurden. Außerdem hatten sie immer frische Blumen, handgemachte Grußkarten, Andenken und anderen Schnickschnack für die Touristen und normale Sachen wie Milch und Eier für die Einheimischen.

Vor etwa sechs Jahren hatte der News Store sich vergrößert und Kate’s Cakes war in den hinteren Teil des Ladens eingezogen. Seitdem brummte das Geschäft. Kate Rogers war ein Genie, wenn es ums Backen ging. Sie konnte einfach aus allem Pasteten, Kuchen, Torteletts, Plätzchen oder Muffins zaubern. Sogar allgemein verhasste Gemüsesorten wie Rosenkohl und Brokkoli mussten sich von Kates Zauber geschlagen geben und wurden als Füllung in Croissants zu echten Hits.

Kate war Anfang dreißig, kreativ und intelligent. Sofort, nachdem sie Jerrys Geschäftspartnerin geworden war, hatte sie den hinteren Teil des News Store umgebaut und ihn in einen Treffpunkt für die Schriftsteller und Künstler der Insel verwandelt. Irgendwie hatte sie es geschafft, ohne dass es versnobt wirkte. Kate sorgte gezielt dafür, dass alle, die Kuchen und guten Kaffee mochten – Anzugträger ebenso wie Künstler, einheimische Handwerker ebenso wie Manager –, kein Problem damit hatten, sich zu ihr an den Tresen zu setzen und in Ruhe die Zeitung zu lesen. Kate hatte eine ganz besondere Art, jedem das Gefühl zu geben, dass er willkommen war. Helen vergötterte sie.

Als Helen am nächsten Tag zur Arbeit erschien, versuchte Kate gerade, eine Lieferung Mehl und Zucker zu verstauen. Es war mitleiderregend.

»Lennie! Ein Glück, dass du so früh kommst. Könntest du mir vielleicht helfen …?« Kate deutete auf die Zwanzig-Kilo-Säcke.

»Klar, kein Problem. Reiß doch nicht so an dem Sack herum, du ruinierst dir noch den Rücken«, warnte Helen angesichts von Kates fruchtlosen Versuchen. »Warum hat Luis das nicht gemacht? Hat er heute Vormittag nicht gearbeitet?«, fragte Helen und bezog sich damit auf einen ihrer Mitarbeiter.

»Die Lieferung kam erst, als Luis schon weg war. Ich wollte die Säcke stehen lassen, bis du kommst, aber dann ist ein Kunde beinahe darüber gestolpert, und ich musste wenigstens so tun, als würde ich das Zeug wegräumen.«

»Ich kümmere mich um das Mehl, wenn du mir dafür etwas zu essen machst«, bot Helen an und bückte sich nach dem ersten Sack.

»Abgemacht«, erwiderte Kate erleichtert. Helen wartete, bis sie sich umgedreht hatte, hob sich den Sack Mehl mühelos auf die Schulter und ging in die Küche, öffnete den Sack und füllte das Mehl in die Plastiktonne, die Kate dort benutzte. Während Helen die übrigen Säcke ins Lager trug, schenkte Kate ihr eine dieser leckeren rosa Limonaden aus Frankreich ein, einem der vielen Länder, die Helen unbedingt einmal sehen wollte.

»Es stört mich gar nicht so sehr, dass du für eine so dünne Person so unnatürlich stark bist«, bemerkte Kate, als sie für Helen ein paar Kirschen wusch und etwas Käse als Snack aufschnitt, »aber was mich total nervt, ist, dass du nicht mal außer Atem bist. Nicht mal bei dieser Hitze.«

»Und wie ich außer Atem bin«, log Helen.

»Du seufzt. Das ist etwas ganz anderes.«

»Ich habe einfach nur eine größere Lunge als du«, protestierte Helen.

»Aber du bist auch größer als ich und brauchst deswegen mehr Sauerstoff. Oder etwa nicht?«

Sie stießen mit ihren Gläsern an, tranken ihre Limonade und einigten sich auf ein Unentschieden. Kate war etwas kleiner und runder als Helen, aber keineswegs zu klein oder dick. Helen fand, dass sie einfach weibliche Rundungen hatte und damit total sexy aussah. Das sagte sie Kate allerdings nicht, weil sie es möglicherweise falsch verstehen würde.

»Ist heute eigentlich Buchklub-Abend?«, fragte Helen, nachdem sie sich eine Weile angeschwiegen hatten.

»Ja. Allerdings bezweifle ich, dass heute irgendjemand über Kundera reden will«, bemerkte Kate grinsend und schwenkte ihr Glas so heftig, dass die Eiswürfel klimperten.

»Wieso? Gibt’s neuen heißen Klatsch?«

»Brandheiß. Diese irrsinnig große Familie, die gerade auf die Insel gezogen ist.«

»In das Haus in ’Sconset?«, fragte Helen. Als Kate nickte, verdrehte sie die Augen.

»Oh, là, là! Du bist wohl zu vornehm, um mit uns zu lästern?«, neckte Kate sie und schnippte das Kondenswasser von der Außenseite ihres Glases auf Helen.

Helen tat so, als würde sie empört aufkreischen. Nachdem sie ein paar Kunden abkassiert hatte, kam sie zurück und nahm die Unterhaltung wieder auf.

»Das nicht. Ich finde nur nichts Besonderes daran, wenn eine große Familie ein großes Anwesen kauft. Vor allem, wenn sie das ganze Jahr über hier leben will. Das macht jedenfalls mehr Sinn, als wenn sich ein reiches altes Ehepaar ein Sommerhaus kauft, das so riesig ist, dass sie sich schon auf dem Weg zum Briefkasten verlaufen.«

»Das stimmt allerdings«, gab Kate zu. »Aber ich hätte wirklich gedacht, dass dich diese Familie Delos mehr interessiert. Immerhin wirst du mit einigen von ihnen deinen Schulabschluss machen«, fügte sie mit einem Schulterzucken hinzu.

Helen stand eine Sekunde lang da, während ihr der Name Delos im Kopf herumschwirrte. Der Name sagte ihr nichts. Wie sollte er auch? Und dennoch hallte in einem kleinen Teil ihres Kopfes der Name »Delos« wie ein Echo, immer wieder und wieder.

»Lennie? Woran denkst du?«, fragte Kate, wurde aber in dem Moment von den ersten Mitgliedern des Buchklubs unterbrochen, die ganz aufgeregt und bereits wild spekulierend in das Café stürmten.

Kate behielt recht. Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins hatte gegen die Neuigkeit von frisch zugezogenen Ganzjährigen keine Chance, zumal die Gerüchteküche zu wissen glaubte, dass die Leute vorher in Spanien gelebt hatten. Anscheinend stammten sie ursprünglich aus Boston und waren vor drei Jahren nach Europa gezogen, um näher bei ihrer weitverzweigten Familie zu leben, und jetzt hatten sie plötzlich beschlossen zurückzukommen. Dieses »plötzlich« fanden alle besonders spannend. Die Schulsekretärin hatte gegenüber einigen der Buchklub-Mitglieder geäußert, dass die Kinder erst so spät nach dem normalen Termin angemeldet worden waren, dass ihre Eltern schon beinahe zu Bestechung greifen mussten, um sie überhaupt noch einschulen lassen zu können, und dass alle möglichen Arrangements getroffen worden waren, damit die Möbel rechtzeitig zu ihrer Ankunft aus Spanien hertransportiert wurden. Offenbar hatte die Familie Spanien überstürzt verlassen, und der Buchklub war sich darüber einig, dass es Streit mit den Verwandten gegeben haben musste.

Die einzige Tatsache, die Helen aus den Gesprächen heraushören konnte, war, dass die Familie Delos ziemlich unkonventionell war. Sie bestand aus zwei Vätern, die Brüder waren, ihrer jüngeren Schwester und den insgesamt fünf Kindern, die alle zusammen auf dem Anwesen lebten. Nur einer der Männer war verheiratet, der andere war Witwer. Die ganze Familie sollte unglaublich klug und schön und reich sein. Helen verdrehte die Augen, als sie den Teil der Klatschgeschichten hörte, die diese Familie zu wahren Halbgöttern machte. Sie konnte diesen Unsinn kaum ertragen.

Helen blieb hinter dem Tresen und versuchte, das Getratsche zu ignorieren, aber das war unmöglich. Denn jedes Mal, wenn sie den Namen eines Angehörigen der Delos-Familie hörte, hatte sie das Gefühl, als hätte man ihn absichtlich laut in ihr Ohr gebrüllt, was sie ziemlich verrückt machte. Sie ging zum Ständer mit den Zeitschriften und ordnete sie, nur damit ihre Hände etwas zu tun hatten.

Als sie die Regale abwischte und die Gläser mit den Süßigkeiten zurechtrückte, ging sie die Delos-Kinder in Gedanken durch. Hector ist ein Jahr älter als Jason und Ariadne, die Zwillinge sind. Lucas und Cassandra sind Geschwister und Cousin und Cousine der drei anderen.

Sie gab den Blumen frisches Wasser und kassierte ein paar Kunden ab. Hector wird am ersten Schultag noch nicht da sein, weil er noch mit seiner Tante Pandora in Spanien ist, wenn auch niemand hier im Ort weiß, wieso.

Helen zog ein Paar schulterlange Gummihandschuhe und eine lange Schürze an und durchstöberte den Müll nach Dingen, die in die Recyclingtonne gehörten. Lucas, Jason und Ariadne kommen alle in meine Klassenstufe. Ich bin also umzingelt. Cassandra ist die Jüngste. Sie ist in ihrem ersten Highschool-Jahr, obwohl sie erst vierzehn ist.

Sie kehrte zurück in die Küche und belud die große Spülmaschine. Dann wischte sie die Böden und fing an, die Einnahmen zu zählen. Lucas ist ein total blöder Name. Der sticht heraus wie ein bandagierter Daumen.

»Lennie?«

»Was? Dad! Siehst du nicht, dass ich zähle?«, fauchte Helen ihren Vater an und schlug mit beiden Händen so heftig auf den Tresen, dass der Vierteldollar-Stapel hochhüpfte. Jerry hob beruhigend beide Hände.

»Morgen ist der erste Schultag«, erinnerte er sie mit seiner vernünftigsten Stimme, die er aufsetzen konnte.

»Ich weiß«, antwortete sie gelangweilt. Sie war immer noch unerklärlich gereizt, bemühte sich aber, es nicht an ihrem Vater auszulassen.

»Es ist fast elf, Liebes«, sagte er. Kate kam von hinten, um nachzusehen, was los war.

»Du bist noch da? Es tut mir leid, Jerry«, sagte sie verblüfft. »Helen, ich hatte dir um neun gesagt, dass du abschließen und nach Hause gehen sollst.«

Die beiden sahen Helen an, die alle Scheine und Münzen ordentlich aufgestapelt hatte.

»Ich bin abgelenkt worden«, murmelte sie verlegen.

Nachdem Kate und Jerry einen besorgten Blick getauscht hatten, übernahm Kate die Abrechnung und schickte die beiden nach Hause. Immer noch wie benebelt, gab Helen Kate einen Abschiedskuss und versuchte zu rekonstruieren, wo die letzten drei Stunden ihres Lebens geblieben waren.

Jerry verlud Helens Rad ins Auto und startete wortlos den Motor. Auf der Heimfahrt warf er ihr gelegentlich einen Blick zu, sagte aber erst wieder etwas, als sie in der Einfahrt hielten.

»Hast du gegessen?«, fragte er sanft und hob die Brauen.

»Ob ich … was?« Helen hatte keine Ahnung mehr, wann sie zuletzt etwas gegessen hatte. Sie erinnerte sich vage daran, dass Kate ihr einen Teller mit Kirschen hingestellt hatte.

»Bist du nervös, weil morgen die Schule wieder anfängt? Dieses Schuljahr ist ziemlich wichtig.«

»Ja, wahrscheinlich«, antwortete Helen geistesabwesend. Jerry warf ihr erneut einen Blick zu und biss sich auf die Unterlippe. Er atmete hörbar aus, bevor er weitersprach.

»Ich finde, du solltest mit Dr. Cunningham über diese Phobie-Pillen sprechen. Du weißt schon, diese Tabletten für Leute, die Menschenmengen nicht gut vertragen. Agoraphobie! Genau, so hieß das«, stieß er hervor, nachdem es ihm wieder eingefallen war. »Meinst du, dass die dir helfen würden?«

Helen lächelte und ließ ihren Anhänger an der Kette hin und her baumeln. »Ich glaube nicht, Dad. Ich habe keine Angst vor Leuten. Ich bin nur schüchtern.«

Sie wusste, dass das gelogen war. Sie war nicht nur schüchtern. Jedes Mal, wenn sie auch nur versehentlich die Aufmerksamkeit auf sich zog, bekam sie solche Bauchschmerzen, als hätte sie eine Darmgrippe oder Menstruationsbeschwerden – und zwar richtig schlimme –, aber sie würde sich eher die Zunge abbeißen, als es ihrem Vater zu sagen.

»Und du kommst damit zurecht? Ich weiß, dass du nie fragen würdest, aber brauchst du Hilfe? Ich glaube nämlich, dass es dich daran hindert, dein volles Potenzial …«, begann Jerry eines ihrer ältesten Streitgespräche.

Helen unterbrach ihn sofort. »Es geht mir gut! Ehrlich. Ich will nicht zu Dr. Cunningham und ich will keine Tabletten nehmen. Ich will nur reingehen und essen«, sagte sie hastig und stieg aus dem Wagen.

Ihr Vater sah mit dem Anflug eines Lächelns zu, wie Helen ihr schweres altmodisches Fahrrad von der Ladefläche des Jeeps hob und auf den Boden stellte. Sie ließ die Fahrradklingel ertönen und grinste ihren Vater an.

»Siehst du, mir geht’s gut«, sagte sie.

»Wenn du wüsstest, wie schwer das, was du gerade aus dem Auto gehoben hast, für durchschnittliche Mädchen in deinem Alter ist, wüsstest du, was ich sagen will. Du bist nicht durchschnittlich, Helen. Du versuchst zwar, so zu tun, aber du bist es nicht. Du bist wie sie«, sagte er und verstummte.

Zum tausendsten Mal verfluchte Helen die Mutter, die sie nicht kannte, dafür, dass sie ihrem Vater sein liebes Herz gebrochen hatte. Wie konnte jemand einen guten Menschen wie ihn einfach verlassen, ohne sich auch nur zu verabschieden? Ohne ein einziges Foto als Erinnerungsstück zu hinterlassen?

»Also gut, du hast gewonnen! Ich bin etwas Besonderes – genau wie jeder andere«, neckte ihn Helen in dem verzweifelten Bemühen, ihn aufzuheitern. Im Vorbeigehen knuffte sie ihn mit der Hüfte und schob dann ihr Rad in die Garage. »Und was gibt es zu essen? Ich verhungere und diese Woche bist du Küchensklave.«

2

Da Helen immer noch kein eigenes Auto hatte, musste sie am nächsten Morgen mit dem Rad zur Schule fahren. Normalerweise war es um Viertel vor acht noch kühl, und es wehte ein leichter Wind vom Meer, aber Helen spürte schon beim Aufwachen die feuchte, heiße Luft, die auf ihr lastete wie ein nasser schwerer Pelzmantel. Sie hatte nachts die dünne Bettdecke weggestrampelt, das T-Shirt ausgezogen und das ganze Wasserglas auf dem Nachttisch leer getrunken und war trotzdem von der Hitze total erschöpft aufgewacht. Dieses Wetter war absolut inseluntypisch, und Helen verspürte nicht die geringste Lust, aufzustehen und zur Schule zu gehen.

Sie radelte extra langsam, um nicht den Rest des Tages zu riechen, als käme sie gerade vom Sportunterricht. Sie schwitzte zwar nie viel, aber sie war am Morgen so durcheinander gewesen, dass sie sich nicht daran erinnern konnte, ob sie ihr Deo benutzt hatte oder nicht. Erleichtert nahm sie den Hauch eines fruchtigen Dufts wahr. Er war schwach, stammte also vermutlich vom Tag zuvor, aber er musste ohnehin nur bis zum Lauftraining nach der Schule halten. Was allerdings an ein Wunder grenzen würde.

Als sie die Surfside Road entlangradelte, spürte sie, wie ihr die Haare an Wangen und Stirn festklebten. Von ihrem Haus zur Schule war es zwar nicht weit, aber als sie ihr schäbiges altes Rad anschloss, war ihre kunstvolle Erster-Schultag-nach-den-Ferien-Frisur bereits eine einzige Katastrophe. Sie kettete ihr Fahrrad nur an, weil sie es wegen der Touristensaison so gewöhnt war, und nicht, weil es einer ihrer Mitschüler womöglich stehlen würde. Was ganz gut war, denn ihr Fahrradschloss war genauso schäbig wie das Rad.

Sie fuhr mit den Fingern durch ihre zerzausten Haare und band alles wieder zusammen, diesmal zu einem langweiligen Pferdeschwanz. Mit einem Seufzer schwang sie sich die Schultasche über eine Schulter und den Sportbeutel über die andere und schlurfte mit hängendem Kopf auf den Eingang zu.

Dort traf sie genau eine Sekunde vor Lindsey Clifford ein und war gezwungen, ihr die Tür aufzuhalten.

»Danke, Freak. Versuch, sie nicht aus den Angeln zu reißen, okay?«, sagte Lindsey hochnäsig und rauschte an Helen vorbei.

Helen stand wie angewurzelt am oberen Ende der Stufen und hielt die Tür für weitere Schüler auf, die an ihr vorbeigingen, als wäre sie eine Angestellte. Nantucket war eine kleine Insel, und jeder kannte jeden peinlich gut, aber manchmal wünschte Helen, dass Lindsey etwas weniger über sie wüsste. Sie waren bis zur fünften Klasse beste Freundinnen gewesen, und Helen, Lindsey und Claire hatten in Lindseys Haus Verstecken gespielt, bis Helen aus Versehen die Badezimmertür aus den Angeln gerissen hatte, als Lindsey gerade im Bad war. Helen hatte versucht, sich dafür zu entschuldigen, aber vom nächsten Tag an hatte Lindsey sie komisch angesehen und sie zum ersten Mal als Freak bezeichnet. Und seitdem schien sie es darauf anzulegen, Helen das Leben zur Hölle zu machen. Es half auch nicht, dass Lindsey zur Clique der Angesagten gehörte, während Helen sich bei den Strebern versteckte.

Sie hätte zu gern gekontert und Lindsey einen frechen Spruch hinterhergerufen, wie es Claire getan hätte, aber sie brachte kein Wort heraus. Stattdessen klappte sie nur mit dem Fuß den Türstopper herunter, damit die Tür für alle anderen offen blieb. Damit hatte ein weiteres Jahr des Unsichtbarseins offiziell begonnen.

Die Morgenversammlung leitete Mr Hergesheimer. Er unterrichtete Englisch und hatte für einen Typ um die fünfzig einen eigenwilligen Modegeschmack. Wenn es warm war, trug er Seidenkrawatten und bei Kälte knallbunte Kaschmirschals, und er fuhr ein uraltes Alfa Romeo Cabrio. Er hatte Geld wie Heu und hätte nicht arbeiten müssen, aber er unterrichtete trotzdem. Er sagte, dass er keine Lust hätte, auf Schritt und Tritt über ungebildete Trottel zu stolpern. Zumindest war das seine Version. Helen war überzeugt, dass er es tat, weil er seinen Job liebte. Ein paar Schüler konnten ihn nicht leiden und fanden, dass er ein eingebildeter Möchtegern-englischer-Snob war, aber Helen war überzeugt, dass er zu den besten Lehrern gehörte, die sie jemals hatte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!