Verlag: Dressler Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2012

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E-Book-Beschreibung Göttlich verloren - Josephine Angelini

Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf! Nach Band eins "Göttlich verdammt" wurde der zweite Band der grandiosen "Göttlich"-Trilogie schon sehnlichst erwartet.

Meinungen über das E-Book Göttlich verloren - Josephine Angelini

E-Book-Leseprobe Göttlich verloren - Josephine Angelini

Für meinen Mann mit all meiner Liebe

Prolog

Am Montag fiel die Schule aus. Teile der Insel waren immer noch ohne Strom und im Ortskern waren einige Straßen wegen der Sturmschäden unpassierbar.

Ja, klar doch, dachte Zach, als er das Haus verließ. Es war der »Sturm«, der die halbe Stadt demoliert hat, nicht diese Familie von Freaks, die so schnell rennen, dass sie sogar Autos überholen.

Nur um von seinem Dad wegzukommen, joggte er ein paar Blocks. Es war ihm unheimlich auf die Nerven gegangen, sich immer wieder anhören zu müssen, wie sich sein Vater darüber beschwerte, dass die Mannschaft das Footballtraining verpasste, obwohl es ihn doch eigentlich nur ärgerte, dass er einen Tag ohne seine drei Starspieler verbringen musste – die unglaublichen Delos-Jungs.

Zach ging die India Street hinunter, um sich wie Dutzende anderer Gaffer die zerstörten Stufen des Athenäums anzusehen. Es hieß, dass es in der vergangenen Nacht einen Kurzschluss in einer elektrischen Leitung gegeben habe, die dann gerissen und so heiß geworden sei, dass der Asphalt geschmolzen sei. Zach sah das Loch im Boden und auch die gerissene Stromleitung, aber er wusste, dass die Leitung dies unmöglich verursacht haben konnte.

Genauso sicher wusste er, dass das durchgebrannte Leuchtschild über der Tür des Mädchenumkleideraums nicht drei Meter entfernt einen riesigen Brandfleck ins Gras geschmort haben konnte.

Warum kapierten das die anderen nicht? Waren sie so von den Delos-Kids geblendet, dass sie bereitwillig übersahen, dass die Marmorstufen der Bibliothek ganz bestimmt nicht vom Wind zerbrochen waren? Sahen die denn nicht, dass mehr dahintersteckte? Für Zach lag das klar auf der Hand. Er hatte versucht, Helen zu warnen, aber sie war zu sehr in Lucas verknallt, um zu erkennen, was los war. Zach wusste zwar, dass sie ihnen auf eine gewisse Weise ähnlich war, aber er hatte es trotzdem versucht. Leider galt für sie dasselbe wie für den Rest der Insel – und seinen Dad. Sie alle waren von dieser Familie geblendet.

Zach wanderte durch die Stadt und starrte gereizt die Dummköpfe an, die der geschmolzene Asphalt total aus dem Häuschen brachte, bis Matt ihn entdeckte und zu sich winkte.

»Ist das nicht irre?«, sagte Matt, als Zach zu ihm ans Polizeiabsperrband trat. »Es heißt, dass das die Starkstromleitung gewesen ist, die auf die Insel führt. Echt unglaublich, was?«

»Wow. Ein Loch. Wie unglaublich«, höhnte Zach sarkastisch.

»Findest du das nicht interessant?«, fragte Matt und hob eine Braue.

»Ich glaube nur nicht, dass eine Stromleitung so was verursacht.«

»Was soll es denn sonst gewesen sein?«, fragte Matt auf seine gewohnt analytische Art und deutete auf die Zerstörungen, die sich vor ihnen ausbreiteten.

Zach lächelte ein wenig. Matt war klüger, als die meisten Leute ahnten. Er sah gut aus, trug die richtigen Klamotten, war Kapitän des Golfteams und stammte aus einer alten und angesehenen Familie. Außerdem besaß er die Begabung, auch mit den angesagten Leuten reden zu können, und das sogar über interessante Dinge wie etwa Sport. Zach vermutete sogar, dass Matt zu den beliebtesten Schülern gehören könnte, wenn er nur wollte, aber aus irgendeinem Grund hatte Matt seinen Platz im »Ich-bin-cool-Team« aufgegeben und sich stattdessen zum Oberstreber gewandelt. Das musste etwas mit Helen zu tun haben.

Zach hatte immer noch nicht herausgefunden, wieso Helen mit den Strebern abhing, obwohl sie hübscher war als jeder Filmstar und jedes Supermodel, das er je gesehen hatte. Die Tatsache, dass sie trotzdem das Mauerblümchen spielte, war ein weiterer Teil des Geheimnisses, das sie umgab, und steigerte außerdem ihre Attraktivität. Sie war die Art Frau, für die Männer alles taten. Zum Beispiel, ihren gesellschaftlichen Status aufgeben, stehlen oder sogar kämpfen …

»Ich war nicht dabei«, beantwortete Zach endlich Matts Frage. »Aber für mich sieht es so aus, als hätte das jemand mit Absicht gemacht. Als wäre derjenige überzeugt, nie erwischt zu werden.«

»Du glaubst wirklich, jemand hat … was? Die Bücherei in Schutt und Asche gelegt, ein Starkstromkabel mit bloßen Händen durchgerissen und damit ein eins zwanzig tiefes Loch in den Asphalt gebrannt … und das alles nur aus Jux?«, fragte Matt ihn gelassen. Er verengte die Augen und bedachte Zach mit einem leicht amüsierten Lächeln.

»Keine Ahnung«, musste Zach zugeben. Dann kam ihm ein Gedanke. »Aber vielleicht weißt du es. Schließlich hängst du in letzter Zeit dauernd mit Ariadne ab.«

»Ja, und?«, konterte Matt ruhig. »Was hat das damit zu tun?«

Wusste Matt, was Sache war? Hatten die Delos-Kids Matt eingeweiht, während sie ihn im Dunkeln ließen? Zach musterte Matt einen Moment lang, kam dann aber zu dem Schluss, dass Matt sich einfach nur für diese Delos-Familie einsetzte, wie es auch jeder andere tat, sobald Zach auch nur andeutete, wie merkwürdig diese Sippe war.

»Wer sagt, dass es etwas damit zu tun hat? Ich meine doch nur, dass ich noch nie ein gerissenes Starkstromkabel gesehen habe. Du etwa?«

»Dann sind also die Polizei und die Typen vom Wasser- und Elektrizitätswerk und alle anderen, die für die Bewältigung von Naturkatastrophen ausgebildet sind, auf dem Holzweg, und du hast recht?«

So wie Matt es hinstellte, kam sich Zach fast ein bisschen albern vor. Er konnte schließlich nicht behaupten, dass eine Familie von Supermännern dabei war, die Insel zu übernehmen. Das würde sich total verrückt anhören. Also heuchelte Zach Desinteresse, sah über die Straße auf die demolierten Stufen des Athenäums und zuckte mit den Schultern.

Dabei fiel ihm jemand auf, eine besondere Person wie Helen – und wie diese verdammten Delos-Kids. Nur, dass dieser Typ anders war. Er hatte etwas Nichtmenschliches an sich. Wenn er sich bewegte, musste man unwillkürlich an ein Insekt denken.

»Wie auch immer. Im Grunde ist es mir egal, was hier passiert ist«, behauptete Zach und gab sich gelangweilt. »Noch viel Spaß beim Reinstarren in das Loch.«

Er setzte sich in Bewegung, denn er wollte nicht noch mehr Zeit mit jemandem verschwenden, der so eindeutig auf der Seite der Delos war. Er wollte wissen, wo dieser Freak hinging, und vielleicht auch herausfinden, was sie alle vor ihm verbargen.

Er folgte dem Fremden bis zu einer traumhaften Jacht im Hafen. Sie sah aus wie aus einem Märchen. Hohe Masten, Deck aus Teakholz, Fiberglasrumpf und rote Segel. Zach ging mit offenem Mund darauf zu. Diese Jacht war das Schönste, das er je gesehen hatte, mit Ausnahme eines Gesichts … ihres Gesichts.

Zach spürte, wie ihm jemand auf die Schulter tippte, und als er sich umdrehte, wurde die Welt um ihn herum dunkel.

1

Blut quoll unter Helens zerrissenen Fingernägeln hervor, sammelte sich an ihrer Nagelhaut und floss von dort in kleinen Rinnsalen über ihre Fingerknöchel. Trotz ihrer Schmerzen umklammerte sie den Vorsprung mit der linken Hand noch fester, damit sie die rechte an der Kante vorwärtsschieben konnte. Sand und Blut drohten ihre Fingerspitzen abrutschen zu lassen, und ihre Hände waren mittlerweile schmerzhaft verkrampft. Sie krallte sich mit der rechten Hand fest, hatte aber nicht mehr die Kraft, sich noch ein Stück weiter zu ziehen.

Mit einem Keuchen rutschte Helen wieder zurück und hing nur noch mit einer Hand am Sims. Das Beet mit den toten Blumen sechs Stockwerke unter ihr war mit moosigen Ziegelsteinen und Dachschindeln übersät, die von der baufälligen Villa abgestürzt und unten zerschellt waren. Auch ohne hinunterzusehen, wusste sie, was ihr passieren würde, wenn sie an diesem bröckelnden Fenstersims den Halt verlor. Noch einmal versuchte sie, ein Bein aufs Sims hochzuschwingen, aber je mehr sie strampelte, desto unsicherer wurde ihr Griff.

Ein Schluchzer entrang sich ihren aufgebissenen Lippen. Sie hing nun schon an diesem Sims, seit sie in dieser Nacht in die Unterwelt hinabgestiegen war. Es kam ihr vor, als wären seitdem Stunden vergangen, vielleicht sogar Tage, und sie war mit ihrer Kraft am Ende. Helen schrie frustriert auf. Sie musste von dieser Kante herunter und die Furien finden. Sie war der Deszender und dies war ihre Aufgabe. Die Furien in der Unterwelt aufspüren, sie irgendwie besiegen und die Scions von ihrem Einfluss befreien. Eigentlich sollte sie diesen Kreislauf der Rache beenden, der die Scions zwang, einander zu töten, und was tat sie stattdessen? Sie hing an diesem blöden Fenstersims.

Sie wollte nicht abstürzen, aber ihr war auch klar, dass sie die Furien nie finden würde, wenn sie sich noch eine Ewigkeit an dieses Sims klammerte. Und in der Unterwelt dauerte jede Nacht eine Ewigkeit. Sie musste diese Nacht beenden und dann in einer neuen Ewigkeit einen weiteren, hoffentlich erfolgreicheren Versuch starten. Und wenn sie es nicht schaffte, sich hochzuziehen, blieb nur ein Ausweg.

Die Finger von Helens linker Hand zuckten und begannen abzurutschen. Sie versuchte, sich einzureden, dass es besser war, nicht dagegen anzukämpfen, sondern sich einfach fallen zu lassen, denn dann wäre es wenigstens vorbei. Trotzdem mobilisierte sie alle Kraftreserven ihrer rechten Hand, um sich festzuklammern. Helen hatte zu viel Angst loszulassen. Vor Anstrengung biss sie sich auf die ohnehin schon blutige Lippe, aber die Finger ihrer rechten Hand glitten unaufhaltsam ab. Sie konnte sich nicht mehr halten.

Als sie auf dem Boden aufschlug, hörte sie, wie ihr linkes Bein brach.

Helen presste sich hastig die Hand auf den Mund, um in ihrem stillen Zimmer auf Nantucket nicht loszuschreien. Sie schmeckte den groben Staub der Unterwelt an ihren verkrampften Fingern. Im matten blaugrauen Licht der einsetzenden Morgendämmerung lauschte sie, wie ihr Vater aufstand. Zum Glück schien er nichts mitbekommen zu haben und ging schließlich nach unten, um das Frühstück vorzubereiten wie sonst auch.

Helen blieb im Bett, zitterte wegen des gebrochenen Beins und der gezerrten Muskeln und wartete darauf, dass sich ihr Körper selbst heilte. Tränen rannen ihr übers Gesicht und hinterließen heiße Spuren auf ihrer kalten Haut. Es war eiskalt in ihrem Zimmer.

Aus Erfahrung wusste Helen, dass sie etwas essen musste, um die Heilung abzuschließen, aber mit einem gebrochenen Bein konnte sie nicht nach unten gehen. Also zwang sie sich, ruhig liegen zu bleiben und zu warten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich wieder bewegen, aufstehen und hinuntergehen konnte. Bis es so weit war, würde sie liegen bleiben und behaupten, sie hätte verschlafen. Sie würde ihr verletztes Bein vor ihrem Vater verstecken, so gut es ging, und beim Frühstück lächeln und mit ihm plaudern wie gewohnt. Und sobald sie etwas gegessen hatte, würden ihre Verletzungen vollends heilen.

Es würde ihr schon bald besser gehen, versicherte sie sich selbst und weinte so leise sie konnte. Sie musste nur durchhalten.

Jemand wedelte Helen mit der Hand vor der Nase herum.

»Was?«, fragte sie erschrocken. Sie sah sich zu Matt um, der ihr mit diesem Zeichen bedeutete, wieder auf die Erde zurückzukehren.

»Tut mir leid, Lennie, aber ich kapier das immer noch nicht. Was ist ein Rogue-Scion?«, fragte er mit gerunzelter Stirn.

»Ich bin ein Rogue«, antwortete sie, ein wenig zu laut. Sie war einen Moment lang in ihre eigenen Gedanken vertieft gewesen und hatte noch nicht wieder in die Unterhaltung zurückgefunden.

Helen setzte sich aufrechter hin, sah sich um und musste feststellen, dass alle anderen sie anstarrten. Mit Ausnahme von Lucas. Er betrachtete die Hände in seinem Schoß und seine Lippen waren fest zusammengepresst.

Helen, Lucas, Ariadne und Jason saßen nach der Schule am Küchentisch der Delos und versuchten, Matt und Claire alles zu erklären, was sie über Halbgötter wissen mussten. Die beiden waren Helens beste Freunde, und obwohl beide kluge Köpfe waren, gab es in Helens Vergangenheit doch vieles, das sie nicht wussten. Und nach allem, was Matt und Claire für sie getan hatten, verdienten sie Antworten. Immerhin hatten sie vor sieben Tagen ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um Helen und der Familie Delos zu helfen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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