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Gudrun will Geld sehen E-Book

Horst Bieber

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  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Krimi
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2019
Beschreibung

Krimi von Horst Bieber Der Umfang dieses Buchs entspricht 46 Taschenbuchseiten. Kalle ist ein Journalist in Rente. Eines Abends steht aus heiterem Himmel eine unbekannte junge Frau vor seiner Tür und behauptet allen Ernstes, seine Tochter Gudrun zu sein, deren Mutter vor kurzem umgekommen sei. Sie nistet sich bei Kalle ein, der darob verzweifelt und seine Freunde Petz und Rudi um Hilfe bittet. Die drei Ruheständler bilden ein trinkfestes und hartnäckiges Trio Infernale, das außer Durst nur die Langeweile fürchtet und deshalb freudig auf Recherche zieht. Alle haben an ihren früheren Arbeitsstellen noch Freunde und Kontakte und legen eine erstklassige, zum großen Teil auf Bier und Kaffee schwimmende Detektivarbeit hin. Gudruns Absicht, auch weiterhin zu faulenzen und zu schmarotzen, gilt es zu durchkreuzen...

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Seitenzahl: 48

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Horst Bieber

Gudrun will Geld sehen

Krimi

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Gudrun will Geld sehen

Krimi von Horst Bieber

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 46 Taschenbuchseiten.

 

Kalle ist ein Journalist in Rente. Eines Abends steht aus heiterem Himmel eine unbekannte junge Frau vor seiner Tür und behauptet allen Ernstes, seine Tochter Gudrun zu sein, deren Mutter vor kurzem umgekommen sei. Sie nistet sich bei Kalle ein, der darob verzweifelt und seine Freunde Petz und Rudi um Hilfe bittet. Die drei Ruheständler bilden ein trinkfestes und hartnäckiges Trio Infernale, das außer Durst nur die Langeweile fürchtet und deshalb freudig auf Recherche zieht. Alle haben an ihren früheren Arbeitsstellen noch Freunde und Kontakte und legen eine erstklassige, zum großen Teil auf Bier und Kaffee schwimmende Detektivarbeit hin. Gudruns Absicht, auch weiterhin zu faulenzen und zu schmarotzen, gilt es zu durchkreuzen...

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by Irina Pusepp/123RF, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

[email protected]

Personen

Kalle: früher Lokalredakteur, jetzt in Rente

Petz: früher Leiter einer Bankfiliale, jetzt in Rente

Rudi: früher Kriminalhauptkommissar, jetzt pensioniert

Alle drei sind älter als 65, ein immer durstiges Trio Infernale.

Christa (Anfang 30): Die Wirtin der Stammkneipe des Trios Infernale

Gudrun Böhme (zweite Hälfte zwanzig): Kalles Tochter. Die Mutter, Katrin Böhme, ist von Unbekannten aus unbekannten Gründen erschlagen worden.

Helma Wunderlich (Anfang siebzig): Ehemalige Verkäuferin

Gustav Schorn (zweite Hälfe sechzig): Früherer Inhaber einer Werbeagentur

Hans-Peter Neroth (Anfang sechzig): Noch aktiver Werbekaufmann

Alle Namen und Taten, Personen und Ereignisse, Geschäfte und Organisationen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Erstes Kapitel

Das Trio Infernale hatte sich in seiner belebten Stammkneipe verabredet, wo sie sich eigentlich täglich trafen.

Petz sagte erleichtert: „Na endlich.“

Rudi grüßte kurz: „Tach, Petz.“

„So spät bist du noch nie gekommen. Hast du plötzlich keinen Durst mehr?“

Rudi antwortete leicht gereizt: „So groß wie deiner war der noch nie.“

„Nur kein Neid, Rudi. Wo bleibt eigentlich Kalle?“

„Kalle kommt heute nicht.“

„Ach nee! Ist er krank oder was?“

„Nein, er hat unerwarteten Logier-Besuch bekommen.“

„Das ist meistens schlimmer als Krankheit. Wer besucht ihn denn?“

„Halt dich fest! - seine Tochter.“

„Wer? Das habe ich nicht verstanden.“

„Seine Tochter.“

„Seine ... - Rudi, das ist doch Schwachsinn, Kalle hat doch keine Tochter.“

Rudi schnaufte: „Bis gestern war er derselben Meinung.“

„Was soll das heißen?“

„Bis gestern wusste er auch nichts davon, dass er eine Tochter hat.“

„Das gibt's doch nicht, Rudi!“

„Aber gestern klingelt's, eine junge Frau steht vor seiner Tür und sagt quietschvergnügt: Hei, Kalle, ich heiße Gudrun und bin deine Tochter.“

„Mich hätte der Schlag getroffen.“

„Kalle ging's so ähnlich“, bestätigte Rudi sarkastisch.

Die Wirtin kam an ihren Tisch: „Guten Abend, Rudi“.

„N'Abend, Christa.“

„Heute bist du aber spät dran, Rudi.“

Der vorlaute Petz antwortete an Rudis Stelle: „Deswegen bestellt er jetzt auch gleich zwei Bier. Und noch eines für mich.

Rudi ergänzte: „Und zwei Klare. Mir ist was schwer auf den Magen geschlagen.“

Die Wirtin lachte: „Drei Bier, zwei Klare. Und wo steckt Freund Kalle?“

Rudi brummte: „Der kommt heute nicht.“

Petz erläuterte etwas schadenfroh: „Den hat seine Vergangenheit eingeholt.“

Die Wirtin lachte wieder, sie kannte die drei alten Knacker und ihre Vorliebe für schlechte Scherze sehr genau: „Ist die Vergangenheit hübsch?“

„Wer?“ fragte Petz.

„Na, Kalles Vergangenheit, die ihn eingeholt hat.“

„Ich kenne sie noch nicht“, wehrte Petz ab.

„Aber ich! Hübsch ist immer relativ, Christa“, sagte Rudi bissig.

„Sagte der Ehemann und schielte nach der anderen.“

Rudi stellte klar: „Im Moment nicht. Kalle hat gerade ganz andere Sorgen.“

„Was? Unser Schwerenöter hat kein Auge für eine hübsche Frau? - Dann scheint er wirklich Sorgen zu haben.“

Sie lachte und ging zu Tresen.

Petz erkundigte sich neugierig, als Christa außer Hörweite war: „Du hast Kalles Tochter wirklich schon gesehen?“

„Ja, er hat mich angerufen, war ganz aus dem Häuschen.“

„Und? Wie ist sie? Lass dir doch nicht jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen.“

„Petz, ich war genauso entsetzt wie Kalle.“

„Was heißt das? Hat sie eine Glatze, Hängebauch oder so?“

„Sie ist gerade 26 Jahre geworden. Etwa 178 Zentimeter groß, um die 65 Kilo, dunkelbraune, lockige Haare, dunkelbraune Augen, dunkler, südländischer Teint.“

„Da spricht der Ex-Bulle. Ist sie wenigstens hübsch?“

„Hübsch und sehr sexy, Petz. Gesicht, Busen, Taille, Hüften, Beine - ein Traum.“

„Toll! Wann lerne ich sie kennen?“

Rudi überhörte die Frage elegant: „Aber wehe, sie macht den Mund auf.“

„Wieso? Hat sie Karies? Oder Zahnlücken? Oder Mundgeruch?“

Rudi winkte ab: „Dumm, dreist, ordinär und auf eine so gemeine Art gerissen, dass du nur noch das Weite suchen kannst.“

„Oder eine Nähe, in der sie nicht mehr reden kann.“ Petz tat gerne so, als habe er Erfahrung. Rudi wusste, was er von Petzens weltmännischen Bemerkungen zu halten hatte und beachtete sie schon lange nicht mehr.

„Kalle war völlig fertig. Und ehrlich gesagt - ich auch. Schon nach zehn Minuten.“

„Tja, kann ich da nur sagen, Alter schützt vor Töchtern nicht.“

„Nun übertreib' nicht wieder, Petz. Die eine reicht völlig.“

„Hat er denn von der Existenz dieser Gudrun nichts gewusst?“

Rudi schüttelte den Kopf: „Nein. Sie stand da vor seiner Tür wie frisch vom Himmel gefallen.“

„Moment mal! Dann ist doch gar nicht sicher, dass sie ...“

„Petz, du bist immer zu voreilig. Von einer Tochter Gudrun Böhme hat Kalle nie etwas gewusst. Aber er ist einmal mit einer Katrin Böhme befreundet gewesen, eng befreundet ...“

Petz kicherte anzüglich: „Erfreulich eng und folgenreich, wie?“

„... die sich von ihm vor etwa 27 Jahren getrennt hat. Zeitlich kommt es hin, meint Kalle. Katrin kann von ihm schwanger gewesen sein und wusste es noch nicht sicher, als sie mit ihm Schluss machte.“

„Und warum hat ihm diese Katrin verschwiegen, dass sie eine Tochter von Kalle hatte?“

„Tja, das ist mir auch nicht so ganz klar geworden.“

„Und warum taucht diese Gudrun jetzt plötzlich, ohne Vorwarnung, bei Kalle auf?“

„Weil ihre Mutter Katrin vor zwei Wochen erschlagen worden ist.“

„Was? Ermordet?“

„Petz, du weißt doch, dass ich als alter Bulle empfindlich bin. Ob Mord oder Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge, das steht noch nicht fest. Behauptet zumindest Gudrun gegenüber Kalle.“

„Das ist ja 'nen Ding.“

Christa stellte Gläser und Pinnchen vor ihnen ab: „So, zum Wohl, ihr Durstigen.“

„Christa, der Durst ist mir vergangen.“

„Petz! Wie denn das? Mit einem Mal?“