Heller Brand im Appenzellerland - Andreas Giger - E-Book

Heller Brand im Appenzellerland E-Book

Andreas Giger

3,0

Beschreibung

Franz Eugster stolpert vor einem brennenden Haus buchstäblich über einen Toten. Sicher war es Brandstiftung, aber war es auch Mord? Der Mann war ein wichtiger Akteur bei den Jubiläumsfeierlichkeiten "500 Jahre Appenzell". Findet sich dort ein Motiv? Oder hat der Anschlag gar mit einem unbekannten Appenzeller-Freiheits-Marsch von Richard Wagner?

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Andreas Giger, geboren 1951, lebt und arbeitet als freier Zukunfts-Philosoph, Sozialforscher, Autor und Fotograf im appenzellischen Wald AR. Im Emons Verlag erschienen «Eine Leiche in der Bleiche», «Mord im Nord», «Leichenraub mit Eichenlaub» und «Rosenrot ist mausetot».www.gigerheimat.chwww.appenzellerkrimi.chwww.spirit.ch

Dieses Buch ist ein Roman. Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht gewollt und rein zufällig.

© 2014 Hermann-Josef Emons Verlag Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv: © mauritius images/ib/Stefan Arendt Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch eBook-Erstellung: CPI books GmbH, LeckISBN 978-3-86358-391-0 Originalausgabe

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Meinem Sohn Adrian und seiner Familie gewidmet, die im Jubiläumsjahr im Appenzellerland eine Heimat

(wieder-)gefunden haben.

Tatsächlich ist das Appenzellerland vielleicht die merkwürdigste Gegend in dieser merkwürdigen Schweiz, in der wir leben. Und seine Bewohner, die Appenzeller, ob Innerrhödler oder Ausserrhödler, drücken auf eine fast schon schwindelerregende Art auf engstem Raum aus, was diese Schweiz von anderen Ländern unterscheidet und so schwer begreiflich macht: eigenwillig bis zum Starrsinn, demokratisch, bis es wehtut, konservativ bis in die Knochen, weltoffen und abgewandt zugleich, geschäftstüchtig und arm, verrückt und vernünftig, bodenständig und versponnen.

Markus Somm, Basler Zeitung

Eröffnung

Vor seinen Augen war nichts als eine gleissende Wand aus hellem Licht. Oben auf der Hohen Buche, nur wenige hundert Meter von seinem Standort entfernt, hatte das Feuerwerk zum 1.August gerade seinen Höhepunkt erreicht und tauchte die ganze umgebende Landschaft in einen taghellen Schein. So sehr waren seine Augen geblendet, dass er nichts erkannt hätte, auch wenn jemand direkt vor ihm aufgetaucht wäre.

Deshalb hätte es in seinem Fall auch nichts genützt, wenn es die Optographie, jenes Verfahren zum Ablesen des letzten Bildes auf der Netzhaut eines Ermordeten, das von Kriminalisten ersehnt wurde, zu ihrem Leidwesen aber nie funktionierte, wirklich gäbe.

Zudem kam der Tod von hinten, von dort, von wo er auf der Flucht aus seiner hellauf lodernden Hütte, die in Wirklichkeit ein komfortables kleines Haus war, geflohen war. Ein heller Brand hatte es ergriffen. Er war nur mit knapper Not den Flammen entkommen. Von vorne und hinten geblendet stolperte er vorwärts. Flüchtig dachte er daran, dass «hell» im Englischen Hölle bedeutet.

Zwischenbilanz

Freitag, 13.Dezember

Meine Stimmung entspricht dem Wetter. Es flöckelt schon fast den ganzen Tag ununterbrochen, wenn auch mehr im Sinne eines angedeuteten, denn eines wirklichen Schneiens. Über den Himmel ziehen immer wieder schwere dunkle Wolken, die Lücken blauen Himmels offen lassen, aus denen gelegentlich sogar die Sonne die tanzenden Schneekristalle aufleuchten lässt.

Der trüben Seite des Wetters entspricht mein Unbehagen mit dem Text, an dem ich gerade arbeite. Ich bin mal wieder als Ghostwriter tätig. Diesmal für die «offizielle Seite» der Staatsfeier zum 500.Jahrestag des Beitritts des Landes Appenzell zur Eidgenossenschaft am 17.Dezember 2013. Zu diesem Anlass sollte ich eine Rede schreiben.

Diese Staatsfeier war schon in der zweiten Sonderzeitung zum Jubiläum 500Jahre Appenzell in der Eidgenossenschaft im Mai dieses Jahres wie folgt angekündigt worden: «Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs wird von offizieller Seite nochmals Rückschau auf die gemeinsame Vergangenheit und auf das Jubiläumsjahr gehalten. Sicher wird auch ein Ausblick in die Zukunft nicht fehlen.»

Dieser letzte Satz hatte es in sich. Spät fiel dieser offiziellen Seite ein, dass ihr dazu bisher wenig bis gar nichts eingefallen war. So kam ich ins Spiel. Man hatte meinen Artikel «Die Werte-Republik. Ein Appenzeller Zukunftstraum» wohlwollend zur Kenntnis genommen, den ich in «Magnet», dem Kirchenblatt für die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden beider Appenzell, veröffentlicht hatte. Die Redaktion hatte mich gebeten, einen Blick hundert Jahre voraus zum sechshundertjährigen Jubiläum zu werfen. Deshalb befand man, ich sei Experte für die Zukunft des Appenzellerlandes und könne eine kleine Rede schreiben.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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