Herbstgenüsse - Isabella Lovegood - E-Book

Herbstgenüsse E-Book

Isabella Lovegood

4,5

Beschreibung

Baumeister Horst Hirschmann hat vor, einfach nur in Ruhe seinen Kuraufenthalt in Bad Gastein zu geniessen. Ein bezauberndes Lachen erregt seine Aufmerksamkeit, und als er dann auch noch seiner Lieblingsschriftstellerin begegnet, ist es um ihn geschehen. Eine turbulente Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang, aber wie wird sie enden? Lohnt es sich, um die Liebe zu kämpfen? Band 7 der Rosen-Reihe. Für alle Fans der Rosen-Reihe darf verraten werden, dass es ein Wiedersehen mit vielen Bekannten gibt, auch wenn der Roman eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählt. Die "Rosen-Reihe": - Sommerflirt mit Folgen - Liebe zu dritt - Rosen-Himmel - Geteilte Liebe - Drei plus zwei und jede Menge Liebe - Auf Liebe gebaut - Herbstgenüsse - Aller guten Dinge sind 5 - Weihnachten am Heckenrosenweg Weiters sind von der Autorin erschienen: Die Reihe "Nachhilfe für die Liebe" - Die Sexpertin - Patchwork mit Herz - Dich zu sehen Die Reihe "Mallorca-Erotic-Romance" - Ich, du und sie - Wir drei für immer - Zitronenblütenküsse und Lebkuchensterne - Weil die Liebe siegt - Wahre Liebe rostet nicht - Das Meer, du und ich - Ein Boot, ein Kuss und du - Du, ich und Weihnachtszauber "Keine Cupcakes für Bad Boys" zwei Romane in einem Buch - (K)ein Bad Boy für Carolin von Isabella Lovegood - Ein Cupcake zur Mittsommernacht von Tamara Leonhard "Traumprinz nicht gesucht und doch gefunden" (Fortsetzung) erscheint am 28. April 2021 Die Reihe "Club Red Vulcano" - Zweite Chance für Lust und Liebe - Wer mit dem Feuer spielt Die Reihe "Zimmer frei für die Liebe": - Heiße Küsse für das Christkind - Ein Koch zum Verlieben - Die Liebe kommt in Gummistiefeln - Liebe ist kein Computerspiel - Zuckerbäcker küssen besser - Regenbogenküsse - Kreuzfahrt zurück ins Leben - Starthilfe fürs Herz - Herzenskinder "Hot Holiday Lovers" - erotischer Liebesroman "Neujahrsliebe" - Sinnlich-erotische Kurzgeschichte "Venus trifft Venus" - Sinnlich-erotische Kurzgeschichte Unter dem Pseudonym C.P. Garrett "A Groupie's Dream" - erotische Kurzgeschichte "Nina" - erotischer Roman "Mein 10. Hochzeitstag" - erotische Kurzgeschichte "Der Zucker und das Salz des Lebens" + "Honig und Chili" 2-teiliger, erotischer Roman

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Herbstgenüsse

Isabella Lovegood

Band 7 der Rosen-Reihe

Copyright © 2015 Isabella Lovegood

www.isabella-lovegood.at

ISBN 978-3-903066-13-7 (Taschenbuch-Ausgabe)

ISBN 978-3-903066-12-0 (E-Book)

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin

Covergestaltung: Isabella Lovegood

Das Cover entstand unter Verwendung von

WavebreakMediaMicro – Fotolia

Jag_cz – Fotolia

Marty Kropp - Fotolia

Die Personen und Handlungen in diesem Buch

sind frei erfunden,

etwaige Ähnlichkeiten rein zufällig und ungewollt.

Kapitel 1

Camelia

Ihre Fingerspitzen glitten über Kevins glatte, muskulöse Brust. Sein Herzschlag hatte sich noch nicht ganz normalisiert und seine Haut war feucht.

„Wie lange wirst du weg sein?“ Sein Atem strich über ihre schweißnasse Stirn.

„Drei Wochen. Aber ich rechne nicht damit, dass du auf mich wartest.“

„Willst du mich loswerden?“ Er richtete sich ein wenig auf, um sie ansehen zu können.

„Ich bin nur Realistin, Kevin.“ Sie lächelte ihn an und betrachtete sein junges, noch beinahe faltenloses Gesicht. „Drei Wochen sind eine lange Durststrecke für eine Beziehung wie die unsere.“

„Du weißt, dass ich verrückt nach dir bin. Das wird sich in dieser Zeit nicht ändern.“

Sie erwiderte darauf nichts, sondern küsste ihren Liebhaber zärtlich. Bereitwillig erwiderte er ihre Küsse und nahm sie als Aufforderung zu einer neuen Runde ihres Liebesspiels. Ihre Hände strichen an seinem Körper abwärts.

„Mmmmhhh, schon wieder bereit?“

„Beinahe. Aber wenn ich mit deinen herrlichen Brüsten spielen darf, bin ich es ganz schnell.“ Er küsste sich an ihrem Hals abwärts, bis er einen Nippel erreichte. Lustvoll keuchte sie auf. Ihre Brustwarzen waren noch von vorhin empfindlich. Sein Mund legte sich darüber und seine Zunge kreiste schnell und hart darum. Er presste seinen Unterleib an ihre Hüfte, als ob er ihr seine Worte bestätigen wollte.

„Du bist echt heiß“, versicherte er ihr mit rauer Stimme. „Ich würde am liebsten jede Nacht mit dir vögeln, mit dir einschlafen und dich am Morgen wieder verwöhnen. Ich bin süchtig nach dir!“ Sie seufzte innerlich und versuchte sich nicht die Stimmung verderben zu lassen. Sie war ein wenig empfindlich was die Ausdrucksweise anging, und das Thema  Übernachtung hatten sie bereits mehrere Male diskutiert.

„Lass uns darüber reden, wenn ich wieder da bin. Jetzt haben wir Besseres zu tun!“

„Ja, da hast du recht. Ich möchte dir in so guter Erinnerung sein, dass du ständig an mich denkst! Besonders, wenn du es dir selbst besorgst und mit deinen Fingern da bist, wo ich dir gleich meinen harten Prügel hinein rammen werde!“

Sie erzitterte unter der geschickten Berührung seiner Finger. Er wusste genau, wie sie es brauchte. Doch auch wenn er sie in kürzester Zeit wieder so weit hatte, dass sie danach bettelte, von ihm ausgefüllt zu werden, blieb sie bei ihrem Vorsatz. Kurz nach Mitternacht schickte sie ihn nach Hause.

Horst

„Nächster Halt Bischofshofen. Reisende mit Weiterfahrt ins Gasteiner Tal und nach Klagenfurt müssen hier umsteigen.“

Horst faltete seine Zeitung zusammen. Er hatte ohnehin kaum darin gelesen. Die meiste Zeit hatte er aus dem Fenster gesehen. Es war eine ganz neue Erfahrung, mit der Bahn unterwegs zu sein. Das passte zu dem Konzept, das er sich für seinen neuen Lebensabschnitt zurechtgelegt hatte: Möglichst viele Dinge zu tun, die er noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht hatte. Die Landschaft in Ruhe betrachten zu können war ein Privileg, das er als Autofahrer nicht kannte. Neugierig saugte er die vielfältigen Eindrücke in sich auf. Die Fahrt durch das Ennstal war besonders jetzt im Frühling mit seinem satten, frischen Grün eine Augenweide gewesen. Gröbming, Haus, Schladming, Radstadt. Diese Orte kannte er nur als Ziele für den Skiurlaub. Es war ihm nicht bewusst gewesen, dass diese Landschaft auch in der warmen Jahreszeit so reizvoll war. Der Zug wurde langsamer und die ersten Neben- und Abstellgleise tauchten auf.

„Möchten Sie sie?“ Er hielt dem Mann, der ihm gegenüber saß, die Zeitung hin.

„Ja, danke.“ Sie tauschten ein schnelles Lächeln.

Horst überprüfte, ob sein Rucksack richtig verschlossen war, bevor er ihn sich umschnallte. Dann fuhr er den Griff seines großen Reise-Trolleys aus und zog ihn Richtung Ausstieg. Der Zug rumpelte über Weichen und schwenkte mehrmals auf andere Gleise, bis er schließlich zum Stehen gebracht wurde. Ein leises „Pfffff“ entriegelte die Tür. Horst zog mit einem kräftigen Ruck an ihrem Griff, um sie zu öffnen.

Die Treppe des Ausstiegs war eng und steil. Er hatte Mühe, das schwere, unhandliche Gepäckstück auf den Bahnsteig zu hieven. Hier war es merklich kühler als in Graz, doch er hatte keine Muße, die frische, klare Luft zu genießen, die von den umliegenden Bergen herüber wehte. Zusammen mit den übrigen Reisenden strebte er der Tür des Bahnhofsgebäudes zu. Er wusste nur, dass er zu einem anderen Bahnsteig musste, um den Anschluss nach Gastein zu erreichen.

Als er ihn gefunden hatte, stellte er fest, dass sein Zug offensichtlich Verspätung gehabt hatte. Der Anschlusszug nach Klagenfurt fuhr soeben ein, obwohl laut Fahrplan fast eine halbe Stunde Aufenthalt hätte sein sollen.

Die letzte Dreiviertelstunde Fahrt verging wie im Flug. Das Gasteiner Tal beeindruckte ihn mit der schroffen Schönheit der umgebenden Berge. Auf manchen, besonders hohen Gipfeln lag noch Schnee, der im Sonnenlicht gleißend hell leuchtete.

Der Zug fuhr um eine weitere Kurve. Nun kam das Ziel seiner Reise, der Kurort Bad Gastein, in Sicht. Beim Aussteigen verfluchte er erneut seinen Entschluss, einen einzigen großen Koffer statt zwei kleinerer, handlicherer zu benutzen. Er war froh, dass vor dem Bahnhofsgebäude ein Kleinbus mit dem Logo des Hotels auf ihn und drei weitere Personen wartete. Der Fahrer begrüßte sie freundlich, dann lud er schwungvoll und ohne mit der Wimper zu zucken das Gepäck der Gäste ein. ‚Tja, er ist sicher mindestens zwanzig Jahre jünger als ich‘, stellte Horst ein wenig wehmütig fest.

Der ‚Hirschenhof‘ lag ein kleines Stück den Berg hinauf. Die Wegstrecke wäre leicht zu Fuß zu bewältigen gewesen, aber in Anbetracht des schweren Koffers war Horst sehr froh über den Abholservice.

Die Anmeldung der vier Neuankömmlinge verlief schnell und problemlos. „Ich bitte Sie, sich alle in einer knappen Stunde wieder hier einzufinden“, ließ die Rezeptionistin mit kräftiger Stimme verlauten. „Ich mache dann mit Ihnen eine Hausführung, an der Sie unbedingt teilnehmen sollten, damit Sie sich schnell bei uns zurechtfinden!“

Damit waren sie entlassen und suchten ihre Zimmer auf. Horst war zufrieden. Das Badezimmer und der Schlafraum waren geräumig. Es gab außer dem Französischen Bett, auf dem er sich ausbreiten konnte, ein kleines, gemütlich aussehendes Sofa und einen Schreibtisch mit Stuhl und Leselampe. Daneben registrierte er erleichtert eine Steckdose, an der er seinen Laptop betreiben konnte. Gerade in letzter Zeit war der Akku schwach geworden. Erst jetzt bemerkte er den atemberaubenden Blick aus dem Fenster. Er öffnete die Balkontür und trat hinaus. Zu seinen Füßen breiteten sich der Ort und das Gasteiner Tal in den letzten Sonnenstrahlen des Tages aus.

Im Augenwinkel nahm er eine Bewegung wahr. Der Balkon erstreckte sich ohne Unterbrechung entlang des großen Gebäudes und an seinem Ende stand nun eine Frau. Sie schien ganz in die Betrachtung der Umgebung vertieft zu sein. Leise zog sich Horst in sein Zimmer zurück.

Kapitel 2

Horst

‚Schon wieder dieses Lachen.‘Horst drehte sich um und reckte den Hals, um die Quelle des Geräuschs zu entdecken. Das, was er zunächst als angenehm empfunden hatte, entpuppte sich nun als hinderlich: Die Grünpflanzen, die den Speisesaal optisch in Nischen trennten, versperrten ihm die Sicht. Er wandte sich wieder der Suppe zu, die auf dem Menüblatt mit Zucchini-Cremesuppe angekündigt worden war.

‚Hermann ist doch schon länger hier. Ob er wohl weiß ...?‘ Er verwarf den Gedanken, seinen Tischnachbarn zu fragen, sofort wieder. Auf dem Weg zum Salatbuffet versuchte er neuerlich in die Ecke zu spähen, aus der das Lachen gekommen war. Seine stattliche Körpergröße von einem Meter achtundachtzig verschaffte ihm zwar einen Vorteil, doch an dem Tisch, wo er das weibliche Wesen mit dem glockenhellen Lachen vermutete, saßen momentan nur zwei Personen, und die waren eindeutig männlich. Frustriert wandte er sich den Salaten zu und belud seinen Teller reichlich.

„Warum isst du denn den Kaninchen das Futter weg?“, erkundigte sich Hermann grinsend. Horst warf ihm einen finsteren Blick zu.

„Bei den kleinen Portionen hier muss ich mich ja an das Grünzeug halten, um satt zu werden!“

„Da gewöhnst du dich dran. Aber wenn du dich mit den Servierkräften gut stellst, gibt´s manchmal einen Nachschlag, falls sie was übrig haben.“

„Ich dachte, du sollst auch Gewicht reduzieren?“

Hermann winkte lässig ab. „Ich mach mir damit keinen Stress. Denen ist vor allem wichtig, dass man seine Termine einhält. Das wird dokumentiert. Die Diät ist eigentlich nur eine Empfehlung.“

„Und woher willst du das so genau wissen?“

„Ich bin schon das fünfte Mal auf Kur! Ich hab eine ganz alte Zusatzkrankenversicherung und bekomme sogar noch Taggeld, während ich da bin!“

Horst sah seinen Tischnachbarn ungläubig an. „Das heißt, du bist gratis hier und kriegst auch noch Geld dafür?“ Hermann hatte ihm schon am Vortag unter die Nase gerieben, dass er als Dauerarbeitsloser keinen Selbstbehalt bezahlen musste. Jetzt nickte er triumphierend.

„Geil, oder? Ich bin eben ein Lebenskünstler!“

Horst schüttelte nur den Kopf und schob sich zwei Riesenbohnen in den Mund. Für ihn war der Aufbau seiner Baufirma eine Aufgabe gewesen, die er mit Ehrgeiz und Begeisterung verfolgt hatte. Er war stolz auf das, was er in seinem Berufsleben erreicht hatte.

Während er - für seine Begriffe eine Kinderportion - ‚Naturschnitzel aus der Putenbrust mit Erbsenreis‘ verspeiste, behielt er die Leute im Auge, die an seinem Tisch vorbeigingen: das freundliche, gut geschulte Servierpersonal ebenso wie die anderen Kurgäste. Es gelang ihm jedoch nicht, die Verursacherin des melodiösen Lachens zu identifizieren.

Nach einer kurzen Ruhepause machte sich Horst auf den Weg zu seiner nächsten Behandlung. Bald lag er, nur mit seiner Unterhose bekleidet, mit dem Rücken auf einer dünnen Schicht aus stark erwärmtem Heilschlamm. Mit einem Leintuch und einer Wolldecke wie eine Mumie eingewickelt, genoss er die Wärme, die ihm tief in die verspannten Muskeln drang. Er döste gerade ein, als der Vorhang wieder geöffnet wurde, der seine Liege vor neugierigen Blicken verborgen hatte.

„So, wir sind schon wieder fertig. Hier hinten können Sie sich abduschen, und dann nehmen Sie bitte im Massagebereich Platz. Sie werden aufgerufen!“ Geschäftig wickelte ihn die junge Physiotherapeutin aus seinen Hüllen. Die kühle Luft ließ ihn frösteln.

Nach der Dusche zog er seinen neuen, dunkelblauen Bademantel eng um sich. Im letzten Moment erinnerte er sich daran, seinen Therapieplan vom Pult zu nehmen. Mit einem raschen Blick kontrollierte er, ob die Therapeutin die Behandlung abgezeichnet hatte, bevor er ihn im Massagebereich bei den fünf dort bereits liegenden Karten deponierte. Horst nickte dem extrem dünnen, ausgemergelt wirkenden Mann grüßend zu, der ebenfalls wartete, bevor er sich auf einen der Plastikstühle setzte, der unter seinem Gewicht leise ächzte.

Eine weißhaarige Frau tappte langsam an ihnen vorbei Richtung Ausgang, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Es schien, als erforderte es ihre ganze Aufmerksamkeit, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Dann näherten sich energische Schritte. Horst stöhnte innerlich auf, als er erkannte, wer sie verursachte. Boris, der Masseur russischer Abstammung, hatte ihn an seinem ersten Tag hier im Kurzentrum ziemlich schmerzhaft bearbeitet. Obwohl er erleichtert war, dass nicht er von dem kräftigen Mann mit der Bürstenfrisur aufgerufen wurde, fragte er sich besorgt, ob sein schmächtiger Leidensgenosse die Massage wohl ohne Schaden überstehen würde.

Eine zierliche Blondine steckte den Kopf aus dem gegenüberliegenden Raum. „Herr Hirschmann?“ Eilig erhob er sich. Sie sah ihn fragend an. „Haben Sie Ihr Tuch nicht dabei?“

Ertappt schüttelte er den Kopf. „Das habe ich leider in meinem Zimmer vergessen!“

„Kein Problem. Warten Sie einen Moment, ich bringe Ihnen ein Neues!“ Sie huschte aus dem Behandlungszimmer und war ein paar Sekunden später schon wieder da. Geübt breitete sie das Leintuch auf der Liege aus. Während er sich in die Bauchlage drehte, fiel sein Blick zufällig auf ihr Namensschild, das oberhalb ihres linken Busens befestigt war.

Warmes Öl tröpfelte auf seinen Rücken und mit fließenden Bewegungen verteilte es Sylvia auf seiner vom Fango noch erwärmten, gut durchbluteten Haut. Unwillkürlich stöhnte er leise auf, als ihre überraschend kräftigen Finger seine Nacken- und Schultermuskulatur kneteten.

„Zu fest?“

„Nein, das passt schon.“ Horst bemühte sich, deutlich zu sprechen, weil sein Gesicht in einem ringförmigen Kissen ruhte. „Ich hatte nur nicht damit gerechnet ...“ Er ließ den Satz unvollendet.

Sylvia lachte. „Dass so eine kleine Frau so fest zupacken kann? Was glauben Sie, wie oft am Tag ich das höre? Das kommt durch eine Mischung aus Technik und Training.“ Danach sprachen sie nicht mehr. Die Masseurin arbeitete konzentriert. Horst entspannte sich unter ihren kundigen Händen und der sanften Musik im Raum und dämmerte zufrieden vor sich hin. Zumindest so lange, bis draußen auf dem Gang gedämpft, aber deutlich erkennbar, das perlende Lachen ertönte. Er spürte, wie sich die Haare auf seinen Armen aufrichteten. Es irritierte ihn, dass er auf dieses Geräusch so stark reagierte.

Sogar am Abend, als er in seinem zwar bequemen, aber ungewohnten Bett wach lag, dachte er darüber nach, warum das so war. Gleichzeitig störte es ihn, dass es ihn überhaupt so beschäftigte. Um den Gedanken an die unbekannte Frau zu vertreiben, schaltete er das Leselicht wieder ein und griff nach dem Krimi, den er erst kurz vor der Abfahrt gekauft hatte.

Kapitel 3

Horst

Ächzend richtete er sich in seinem Bett auf und stellte die Beine auf den kalten Boden. ‚Du lieber Himmel, ich muss wirklich mehr tun. Langsam werde ich alt!‘

Nachdem er im angrenzenden Badezimmer gewesen war, griff er nach seinem Therapieplan, den er auf dem Tischchen abgelegt hatte. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass er bis zur Aqua-Gymnastik noch fast eineinhalb Stunden Zeit hatte.

Im Speisesaal herrschte gedämpfte Betriebsamkeit. Horst empfand es als angenehm, dass nicht alle Kurgäste gleichzeitig frühstückten. Die Therapien fingen jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten an und viele nutzten spätere Termine zum Ausschlafen. Als sein Tisch in Blickweite kam, seufzte er innerlich. ‚Hermann ist ja auch schon da. Wird also nichts mit morgendlicher Ruhe.‘

„Guten Morgen. So früh auf?“

„Ist doch mein letzter Tag heute! Ich muss noch packen, irgendwann zwischen zwei Therapien. Obwohl es eigentlich ohnehin egal ist. Mein Abschlussgespräch hatte ich ja schon.“ Er biss herzhaft in eine dick mit Wurst belegte Semmel. „Mittagessen krieg´ ich noch, aber dann ist Schluss mit dem schönen Leben! Ab morgen esse ich wieder in meiner Stammkneipe.“

„Du könntest doch auch selbst kochen“, schlug Horst vor. „Ist ja keine Hexerei!“

„Ne, das wird bei mir nichts. Viel zu aufwändig. Hin und wieder mal ´ne Dosensuppe, das reicht zum Bier!“ Horst musste sich sehr zurückhalten, angesichts dieses wandelnden Klischees nicht den Kopf zu schütteln.

Aus früheren Gesprächen wusste er, dass Hermann zweiundfünfzig Jahre alt war und alleine lebte, seit seine Frau mit seinem besten Kumpel abgehauen war. Das war vor fünf Jahren gewesen. Die Perspektivenlosigkeit des um zehn Jahre jüngeren Mannes war für ihn nicht nachvollziehbar. Doch Hermann schien damit zufrieden zu sein, sich treiben zu lassen. Warum sonst betonte er ständig, wie ‚cool‘ es sei, frei und unabhängig zu sein?

„Susi wartet schon sehnsüchtig auf mich“, erzählte Hermann. „Jedenfalls hat sie das am Telefon gesagt.“

„Also hast du doch eine Freundin?“

„Ne, wir vögeln nur hin und wieder miteinander. Schließlich kann man sich´s ja nicht ausschwitzen.“ Er sah sich missmutig um. „Hier ist ja nichts los in der Richtung. Und ich hab´s wirklich probiert, das kannst du mir glauben!“

Horst wollte sich das gar nicht so genau ausmalen. ‚Ich bin ja keine Frau, aber vorstellen kann ich mir nicht, was jemand an diesem schmuddeligen Typen finden sollte‘,schoss es ihm durch den Kopf.

„Vielleicht kommt ja beim nächsten Schwung eine Willigere für dich an!“ Hermann wackelte anzüglich mit den Augenbrauen. Horst schüttelte abwehrend den Kopf.

„Kein Interesse. Ich bin hier, um was für meine Gelenke zu tun und mir Tipps für einen gesünderen Lebensstil zu holen.“

„Sex ist gesund, was Gesünderes gibt es gar nicht. Das ist medizinisch erwiesen!“

„Mag schon sein.“ Host hatte keine Lust, das Thema weiter zu erörtern und griff nach seiner leeren Kaffeetasse, um sie beim Buffet erneut zu füllen.

Nach dem Frühstück blieb ihm noch Zeit, im Büro anzurufen. „Guten Morgen, Simon. Alles okay bei dir?“

„Dir auch einen guten Morgen! Ja, danke, alles bestens. Drei Tage reichen einfach nicht, um die Firma in den Sand zu setzen!“

Horst lachte. „Wenn ich das annehmen würde, wäre ich wohl kaum auf Kur gefahren! Soll ja auch kein Kontrollanruf sein, das weißt du, oder?“

„Ja, klar. Erzähl mal, was tut sich bei dir? Wie ist das denn so?“

„Mittlerweile finde ich mich ganz gut zurecht, und wenn du mal weißt, wie der Hase läuft, geht es recht entspannt zu. Ich muss mich um nichts anderes kümmern, als die Therapien und die Essenszeiten einzuhalten.“

„Also fast wie Urlaub!“

„Ja, abgesehen davon, dass ich mich zur Raucherentwöhnung angemeldet habe und die Kurärztin der Meinung ist, ich sollte abnehmen.“

"Echt? Finde ich super, dass du mit den Zigaretten aufhören willst!" In Simons Stimme waren ehrliche Freude und Bewunderung zu hören. „Aber sonst? Du siehst doch ziemlich fit aus!“

„Bin ich auch, grundsätzlich. Aber laut diesem BMI-Wert hab ich ein paar Kilo zu viel“, murrte Horst.

„Also das würde ich nicht überbewerten. Die Statik und die Proportionen stimmen doch“, witzelte Simon im Architektenjargon.

“Ich weiß nicht, ob die Kurärztin das auch so sieht. Das Essen reduzieren UND auf Zigaretten zu verzichten, ist echt hart! Aber jetzt erzähle mal, wie geht es Karoline?“

„Eigentlich ganz gut. Heute früh hat sie gekotzt, aber sobald sie im Büro war, ging es wieder. Ich habe das Gefühl, die Arbeit lenkt sie gut ab.“

Horst lachte. „Kein Wunder, so wie sie sich hineinsteigert. Es war die absolut richtige Entscheidung, sie zu uns ins Boot zu holen“, lobte er gleichzeitig seinen jungen Teilhaber und die neue Mitarbeiterin. „Nur schade, dass sie bald wieder ausfällt.“

„Stimmt, aber es dauert ja noch ein paar Monate. Und ich könnte mir vorstellen, dass sie das Baby dann mit ins Büro nimmt, oder von Zuhause aus arbeitet. Den Zuschlag für die Reihenhaussiedlung in Gleisdorf haben wir übrigens bekommen.“

„Sehr gut. Da könnt ihr gleich mit der Detailplanung weiter machen. Und ich werde schnell in meine Badehose hüpfen. In zehn Minuten muss ich im Schwimmbad sein.“

„Okay, dann viel Spaß beim Planschen und lass es dir gut gehen.“

Pünktlich stieg Horst in das Becken. Er fröstelte leicht. ‚Warm ist anders‘, dachte er missmutig. ‚Warum machen wir die Übungen eigentlich nicht im Thermalbecken?‘ Er ließ seinen Blick über die Anwesenden schweifen, was Hermann als Aufforderung auffasste, näher zu kommen. Plätschernd und wild um sich spritzend pflügte er durch das Wasser. Es reichte ihm fast bis zum Kehlkopf, während es Horst nur bis unter die Achselhöhlen ging.

„Das ist ja arschkalt heute!“, stellte er lautstark fest, was ihm teils belustigte, teils missbilligende Blicke eintrug.

„Nun, dann werden wir gleich anfangen, meine Damen und Herren, damit Ihnen schnell warm wird“, eröffnete die Therapeutin die Gymnastik-Einheit und verteilte die sogenannten Schwimmnudeln, bunte Stangen aus Schaumgummi.

Die Übungen waren überraschend anstrengend, wobei die kleineren Personen eindeutig im Nachteil waren. Horst bemühte sich, den Anleitungen genau zu folgen. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, eine blonde Frau zu beobachten, der das Wasser immer wieder klatschend ins Gesicht spritzte. Sein Mitleid hielt sich jedoch nur so lange, bis ihm klar wurde, dass sie trotzdem ihren Spaß hatte. Sie strich sich die Tropfen aus den Augen und winkte ihm fröhlich zu. Es war ihm etwas peinlich, ertappt worden zu sein, trotzdem hob er lächelnd die Hand.

„Das ist Meli ... tolle Frau ... sehr sympathisch“, klärte ihn Hermann ungefragt und atemlos auf. Etwas unbehaglich überlegte Horst, ob er auch bei ihr versucht hatte zu landen, doch Hermann redete schon weiter. „Ich hab ja den Verdacht, ... sie ist lesbisch!“ Horst hoffte inständig, dass das laute Wassergeplätscher die Worte verwischte. „Man kann sich super mit ihr unterhalten, ... aber sonst läuft da nichts!“ Vorsichtig sah Horst aus dem Augenwinkel zu ihr hin. Sie zwinkerte ihm zu.

Nach der Aqua-Gymnastik musste er sich beeilen, um rechtzeitig zum Vortrag über gesunde Ernährung in den Seminarraum zu kommen. Beim Mittagessen traf er erneut auf Hermann, der sich mit sichtlichem Genuss seine letzte Mahlzeit im Kurhotel einverleibte.

„Irgendwie passt da Theorie und Praxis nicht so ganz zusammen!“ Horst hatte einen Blick auf das Dessert erhascht, das von einer Servierdame an ihrem Tisch vorbei getragen wurde.

„Gerade habe ich gehört, man soll maximal ein- oder zweimal in der Woche Mehlspeisen essen. Heute bekommen wir schon wieder Eine. Eine größere Portion Fleisch, oder Fisch wie im heutigen Fall, wäre mir lieber.“

„Mir scheint, dass die sich hier eher nach den Essgewohnheiten der Damen richten. Sie geben eben den Ton an, wie überall.“

Horst war geneigt, ihm zuzustimmen. Mit der Gabel stach er in das schmale Stück Kabeljau-Filet und schob sich ein Fitzelchen davon zusammen mit etwas Kartoffelbrei in den Mund. Hermann hielt ihm einen kleinen Zettel über den Tisch.

„Ich hab dir meine Telefonnummer aufgeschrieben. Für den Fall, dass du mal Lust zu quatschen hast.“ Horst kaute gerade. Sein Nicken war der einzige Kommentar, als er ihn einsteckte.

„Dann werde ich mich jetzt verkrümeln. War nett, dich kennenzulernen!“ Hermann streckte ihm die Hand hin. „Viel Spaß noch hier!“

Am Nachmittag kam ein Schwung neuer Kurgäste an. Beim Abendessen war es im Speisesaal deutlich voller und lauter als zuvor. Als er sich setzte, bemerkte er die neuen Namensschilder auf seinem Tisch. Ab nun waren sie zu viert: zwei Damen und ein Mann waren dazu gekommen.

Nach und nach betraten die Neuen den Speisesaal. Der kleine, etwas pummelige Herr mit der Halbglatze stellte sich als Dr. Robert Hagen, vor. Die zwei Frauen hätten nicht unterschiedlicher sein können.

Franziska Hasenöhrl grüßte mit leiser Stimme und fragte mit einem unsicheren Lächeln, wo denn ihr Platz sei. Ihre Kleidung war unspektakulär, aber gepflegt. Er schloss daraus, dass sie mit einer niedrigen Pension auskommen musste.

Elvira Huber trug ein elegantes Kleid und reichlich Schmuck, der bei jeder Bewegung leise klimperte. Auf Horst wirkte sie over-dressed, auch wenn das Kurhotel mit vier Sternen ausgezeichnet war. Franziska war von Elviras Auftreten sichtlich eingeschüchtert. Er lächelte sie aufmunternd an.

„Hier bitte, Frau Hasenöhrl, Sie können sich gerne neben mich setzen!“

Somit blieb für die perfekt gestylte Modepuppe Mitte fünfzig der Platz ihm gegenüber. Während dieser ersten gemeinsamen Mahlzeit bestritt Frau Huber das Gespräch fast alleine. Plötzlich bahnte sich über den ganzen Lärm und das weibliche Geschnatter hinweg helles, fröhliches Gelächter den Weg in seine Gehörgänge und von da auf seltsame Weise bis in seinen Bauch. ‚Sie ist also noch da! Vielleicht ist sie ja doch eine der Angestellten? Ein Wunder, dass ich sie überhaupt hören kann bei dem Krach.‘

Er zuckte zusammen, als eine Berührung ihn aus seinen Überlegungen riss. Reflexartig zog er seine Hand zurück und erntete einen beleidigten Blick.

„Es ist aber nicht sehr höflich, eine Dame zu ignorieren!“

„Entschuldigen Sie bitte, ich war in Gedanken. Was sagten Sie?“

„Ich habe mich nach Ihrem Beruf erkundigt.“ Elvira erwartete eine Antwort.

„Ich bin im Baugewerbe.“

„Sie sehen nicht so aus, als würden Sie sich selbst die Hände schmutzig machen“, stellte sie mit einem wohlwollenden Blick darauf fest.

„Nein, ich bin Bauunternehmer und Architekt.“ Er seufzte innerlich, als er diesen gewissen Funken in ihren Augen aufblitzen sah. Doch dann wandte sie sich an seinen Tischnachbarn.

„Und welcher Doktor sind Sie?“

„Ich bin Rechtsanwalt in eigener Praxis.“ Er reckte sich ein wenig, wie um größer und bedeutender zu erscheinen.

„Oh, Rechtsanwalt ... Wie interessant!“ Sie wandte sich ihm demonstrativ ein wenig weiter zu. Erleichtert stand Horst auf, um sich noch etwas von der Salatbar zu holen. Dort traf er auf die Frau, die Hermann Meli genannt hatte. Sie lächelte ihn an, als er ihr den Vortritt beim Rucola ließ.

„Sie haben neue Gesellschaft bekommen“, stellte sie mit einem Blick zu seinem Tisch fest.

„Ja, leider“, entschlüpfte ihm spontan. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mir Hermann zurückwünschen würde.“

Sie zwinkerte ihm in ihrer fröhlichen Art zu und die kleinen Fältchen um ihre Augen vertieften sich. „Er ist ganz in Ordnung. Wir haben uns oft unterhalten. Unter seiner manchmal etwas derben Schale steckt ein sensibler Kern. Wie bei vielen von uns.“

Er sah sie von der Seite an und versuchte herauszufinden, ob das eine allgemeine Bemerkung oder eine Anspielung war, die er nicht verstanden hatte. Sie hob eine Augenbraue und erwiderte seine stumme Frage.

„Sehen Sie das anders? Ich denke, die meisten von uns zeigen je nach Gelegenheit ein anderes Gesicht. Und das ist auch legitim, finde ich.“

„Welch tiefschürfendes Gespräch an der Salatbar. Vielleicht ergibt es sich ja, dass wir es in einem etwas gemütlicheren Rahmen fortsetzen.“

„Ich gehe nach dem Abendessen gerne im Park spazieren.“ Sie lächelte ihm zu und ließ ihn etwas verwirrt zurück. ‚Interessante Frau ...‘

An seinem Tisch entbrannte mittlerweile ein intensives Gespräch zwischen dem Rechtsanwalt und der Diva. Frau Hasenöhrl aß stumm und in sich zusammengesunken ihre Suppe, die inzwischen serviert worden war.

„Schmeckt es Ihnen?“, erkundigte sich Horst freundlich. Ein schüchternes Lächeln huschte über das sanfte Gesicht.

„Ja, und besonders fein finde ich, dass ich nicht selbst kochen muss. Nicht, dass ich es nicht gerne mache, aber ...“

„Ich verstehe sehr gut, was Sie meinen. Mir geht es ganz genauso!“

Ihre Augen wurden rund. „Sie kochen selbst?“

„Ja, und gar nicht so schlecht, sagt meine Tochter.“ Er nahm prüfend einen Löffel von der Frittatensuppe und nickte anerkennend. „Die Küche ist wirklich gut! Hier lässt es sich aushalten, Sie werden sehen.“

Franziska taute zusehends auf. „Ich bin zum ersten Mal so lange von meinem Mann getrennt, müssen Sie wissen. Nach mehr als dreißig Jahren.“

„Die drei Wochen vergehen so schnell. Das werden Sie schon aushalten.“

Sie schmunzelte. „Ich schon, aber ich mache mir Sorgen um meinen Franz. Er ist so hilflos ohne mich!“

„Dann weiß er es vielleicht umso mehr zu schätzen, wenn Sie wieder da sind. Jetzt lassen Sie sich mal ordentlich verwöhnen!“

„Ja, da haben Sie auch wieder recht.“ Sie lächelte ihn an und einen Moment lang konnte man die junge, hübsche Frau erahnen, die sie einmal gewesen war. „Dann sehe ich mir mal das Salatbuffet an!“

Horst war ganz zufrieden, dass er in das Gespräch der beiden anderen nicht eingebunden wurde. Elvira flirtete, was das Zeug hielt und Robert sonnte sich in ihrer Aufmerksamkeit.

Der Rest der Mahlzeit verlief ebenso. Franziska und Horst schwiegen in schönem Einvernehmen und sie freute sich sehr, als er ihr sein Dessert, ein Stück Kirschkuchen mit Schlagsahne, überließ.

Einen Moment überlegte er, ob er zuerst in seinem Zimmer das Handy kontrollieren sollte, entschied sich dann jedoch, lieber gleich in den Park zu gehen, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu genießen.