High on you - Rhiana Corbin - E-Book

High on you E-Book

Rhiana Corbin

2,5

Beschreibung

John Fitz-James bringt Alisa täglich um den Verstand. So sexy er auch aussieht, so kalt und skrupellos gibt er sich als Chef. Immer wieder geraten beide aneinander. Alisa ist so genervt, dass sie regelmäßig kündigen will, bringt es jedoch nicht übers Herz, ihre Kolleginnen zu verlassen. Zu Alisas Geburtstag überlegen sich daher ihre Freundinnen etwas ganz Besonderes. Sie arrangieren ein Date für Alisa mit einem Callboy. Als Alisa nichts ahnend in dem Clubzimmer auftaucht, traut sie ihren Augen nicht ...

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Boa, das ist unfassbar billig und klischeehaft...wahnsinn...
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High on you

Rhiana Corbin

Kajsa Arnold Edition

Inhalt

Einleitung

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Einleitung

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Epilog

Danksagung

Leseprobe

Deutsche Erstausgabe

Copyright © 2017, Rhiana Corbin

Die Gesamtausgabe beinhaltet die beiden Teile:

Niemand sonst und Dich zu vergessen

Alle Rechte vorbehalten

Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet

1. Auflage

Covergestaltung:

Marie Wölk, Wolkenart.com

Unter Verwendung folgender Fotos:

© Terriana - Getty Images

Kajsa Arnold Edition

www.kajsa-arnold.de

Erstellt mit Vellum

Einleitung

Niemand sonst

Kapitel 1

Warum ich gerade heute an den ersten Tag in dieser Firma denken muss, kann ich mir nicht erklären. Vermutlich, weil ich mit dem gleichen ängstlichen Blick an meinem Schreibtisch saß, wie heute meine neue Kollegin Ivy Ashley. Ein Hurrikan namens John Fitz-James ist über sie hereingebrochen und hat ihr Leben bis ins Mark erschüttert. Sie weiß ja nicht, dass es sich dabei nur um einen Sturm im Wasserglas handelt. Meine Kolleginnen Pansy und Unity werfen mir verstohlene Blicke zu. Keiner traut sich, seinen Arbeitsplatz zu verlassen, also muss ich wohl mal wieder zur Tat schreiten, denn außer mir scheint jeder hier eine Heidenangst von Mister-Heiß-und-Skrupellos zu haben, so wie ich Fitz-James heimlich nenne. Niemand außer mir wagt es, sich ihm in den Weg zu stellen, wenn er mal wieder einen seiner cholerischen Anfälle bekommt. Ich weiß, dass er mich heimlich Lara nennt, wegen meines Nachnamens - Croft. Mein eigentlicher Vorname ist Alisa, aber den hat er bisher noch nicht über die Lippen bekommen.

Ich laufe zum Wasserspender, hole Ivy einen Becher und stelle ihn ihr auf den Tisch. »Hier, bitte. Trink einen Schluck und atme tief durch.«

Sie blickt mich dankbar an. »Vielen Dank, Alisa. Du bist sehr nett.«

»Wir sind hier alle sehr nett. Lass dir keine Angst einjagen. Fitz-James ist auch nur ein Mann, und manchmal etwas aufbrausend, aber er bellt nur und beißt nicht.«

Ivys Blick geht ängstlich über meine Schulter hinweg, was nichts Gutes bedeutet.

»Croft! In mein Büro!«, höre ich hinter mir und Schritte, die sich entfernen.

Ich berühre Ivy an der Schulter und zeige ihr, dass ich keine Angst habe. Dann drehe ich mich um und folge meinem Chef in sein Büro. Leise schließe ich die Tür und laufe durch den riesigen Raum zu seinem Schreibtisch, vor der gläsernen Fensterfront. Keine Ahnung, warum er so ein großes Büro braucht, wenn er ohnehin nur hinter seinem Schreibtisch sitzt. Warum dieser große Konferenztisch und die tolle Sitzecke? Ich habe ihn noch nie anders erlebt, als hinter seinem großen ebenholzfarbenen Schreibtisch, in einem dieser hochmodernen Drehstühle, die mehr Kosten, als mein Monatsgehalt. Doch Fitz-James kann es sich leisten. Er besitzt mehr als ein Dutzend Spielcasinos, dazu einige gut gehende Clubs in London. Er ist der König der Unterwelt, könnte man denken, dabei macht er den Eindruck, als wäre er ein besessener Steuerprüfer.

Er studiert die Unterschriftenmappe und lässt mich warten. Seine Art mir zu zeigen, wie wenig er von mir hält. Ich weiß, dass er meine Arbeit schätzt, ansonsten wäre ich vermutlich hier nicht mehr beschäftigt. Bereits drei Mal habe ich ihm die Kündigung auf den Tisch geknallt und wieder zurückgezogen. Doch ich kann meine Freundinnen einfach nicht allein lassen, nicht mit diesem Paten von London. Er würde sie mit Haut und Haaren verspeisen.

»Ich bin in Ihren Augen also ein Hund?«, fragt er in die Stille hinein und blättert die Unterschriftenmappe durch, ohne mich anzusehen.

»Das habe ich nicht gesagt.« Ich versuche, meiner Stimme eine gewisse Autorität zu geben.

»Sie sagten und ich darf Sie zitieren: Er bellt nur und beißt nicht! Ich darf Ihnen versichern, Croft, Sie würde ich mit Sicherheit beißen.«

»Es heißt Miss, das müssten Sie sich mittlerweile doch merken können«, meine ich herablassend.

»Ach ja, ich vergaß. Es gibt ja niemanden in Ihrem Leben, der sich Ihrer angenommen hat.« Seine Worte triefen vor Ironie und ich habe große Lust, ihm den Locher an den Kopf zu werfen.

»Ich warte eben noch auf den Richtigen.«

Nun schaut er auf und ich sehe in seinem Blick, dass ich ihn besser nicht weiter reizen sollte, doch wie soll ich über meinen Schatten springen. »Es legt nicht jeder Wert darauf, den Rekord für Scheidungen vor seinem fünfunddreißigsten Lebensjahr zu brechen. Wenn Sie nicht aufpassen, enden Sie noch als männliche Liz Taylor.«

»Verdammt! Croft! Was fällt Ihnen ein? Ich bin ganze drei Mal geschieden. Und ich weiß nicht, was Sie das angeht?«

»Mich? Gar nichts! Aber Sie haben angefangen, unter die Gürtellinie zu schlagen.« Ich schaue mit hochgezogenen Augenbrauen auf ihn herunter und verschränke die Arme vor der Brust.

Jetzt wird sein Kopf rot, der Blutdruck steigt. Das kenne ich schon, dass er allerdings aufspringt und um den Tisch herumkommt, ist neu.

»Sie sollten Ihre kleine Zunge in acht nehmen. Ich habe Ihnen bisher viel zu viel durchgehen lassen«, knurrt er.

Was ist er? Ein Werwolf? Ich halte den Blickkontakt, denke gar nicht daran, klein beizugeben.

»Ich habe überhaupt noch nicht angefangen«, meine ich leise und blicke ihm aufrecht in die Augen.

»Womit angefangen?«, fragt er gefährlich leise und tritt näher auf mich zu, sodass ich doch zurückweiche, was mich tierisch ärgert. Er kommt immer näher, ich weiche immer weiter zurück, bis die Wand mich aufhält. Er steht so nah vor mir, dass ich seine grüne Iris genau erkenne. Sie hat kleine gelbe Sprenkel und das grün ist wahnsinnig ... grün. Er hat wirklich tolle Augen. Warum ist mir das vorher noch nie aufgefallen? Sie passen gut zu seinem schwarzen Haar und den dunklen Augenbrauen, die fein geschwungen sind und er skeptisch zusammenzieht.

»Sie haben ein loses Mundwerk, Miss Croft. Das wird Ihnen noch mal Ihren Kopf kosten.«

»Wohl eher meinen Job und das werde ich verschmerzen.« Ich lächele, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das ein kluger Schachzug ist.

»Sie setzen alles auf eine Karte? Ich hätte nicht gedacht, dass in Ihnen eine Spielernatur steckt.«

Er kommt noch näher und schnuppert an meinem Hals. Mutiert er jetzt zu einem Vampir, oder was soll das?

»Sie riechen gut und ich frage mich, was hinter dieser biederen Fassade wohl stecken mag? Sind Sie eine leidenschaftliche Frau? Oder doch so prüde, wie sie hier auftreten?«

Pah, ich und prüde? Welchen Film hat er denn geschaut?

»Ich wüsste nicht, was Sie das angeht, Mister Fitz-James.« Jetzt knurre ich.

»Leider wurde die Leibeigenschaft ja schon vor langer Zeit abgeschafft, aber ich bin dennoch der Meinung, dass Sie mir gehören.« Er stemmt einen Arm gegen die Wand, nun ist er mir so nah, wie noch niemals zuvor und ich frage mich, was er von mir will.

»Sie machen sich lächerlich«, presse ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

»Wissen Sie eigentlich, dass Sie ganz entzückend aussehen, wenn Sie wütend werden. Dann bekommen Ihre Augen diesen besonderen Glanz, das Grau schimmert in vielen Schattierungen, und ihre Haut leuchtet wie zartes Porzellan. Das rot Ihrer Haare sieht wundervoll an Ihnen aus. Warum tragen Sie ihre Haare nicht offen?«

»Tue ich ja, nur nicht hier im Büro«, gebe ich ehrlich Auskunft und mir ist diese Situation nicht ganz geheuer.

»Darf ich es öffnen?«

Ich kann nicht sprechen, meine Stimme versagt plötzlich, als er die Spange löst, mit der ich mein widerspenstiges Haar zu bändigen versuche. Einzelne Strähnen fallen mir auf die Schultern und er kämmt es mir aus dem Gesicht.

»Hmmh, es duftet nach Äpfeln. Wissen Sie, dass mich der Geruch den ganzen Tag verfolgt? Machen Sie das extra, um mich um den Verstand zu bringen, Alisa?«

Zum ersten Mal höre ich meinen Vornamen aus seinem Mund und ich sollte mich kneifen, um zu testen, ob ich nicht träume.

Seine Nähe lässt mein Herz plötzlich schneller schlagen und es hallt laut in meinen Ohren wieder. So nah ist er mir noch nie gekommen, obwohl wir uns schon oft gestritten haben, doch ihn so nach zu spüren, dass er mich fast berührt, bringt mich völlig aus der Fassung. Ich atme hektisch ein, und sein Blick gleitet zu meiner Bluse, an der die ersten beiden Knöpfe offenstehen.

»Wissen Sie was, Alisa? Ich wüsste zu gerne, was Sie darunter tragen.«

Jetzt geht er definitiv zu weit. Ich will protestieren, doch im selben Augenblick hebt er eine Hand und streichelt über meine Wange. »So weich, wie ein Pfirsich. Ich würde gerne davon kosten, doch ich denke, Sie würden mir eher die Augen auskratzen, als mir das zu erlauben. Habe ich recht?«

Er blickt mich fragend an und ich weiß bei Gott nicht, was ich antworten soll.

»Darf ich?«

»Was?«, frage ich unsicher. Er vernebelt mir die Sinne, ich habe keine Ahnung, was er von mir will. Wie war noch die Frage? O Gott, diese grünen Augen haben mich verhext. Was wollte ich eigentlich hier?

»Ich würde Sie gerne küssen, Alisa.«

Wieder mein Name. Er hört sich so wundervoll an, dass ich glaube zu zerfließen. Was küssen?

»Ja oder nein?«

»Ja«, hauche ich und in diesem Moment senkt er seinen Kopf und presst seine Lippen auf meinen Mund. Ich schließe meine Augen und will diesen Kuss genießen, doch er ist feucht, gar nicht so, wie ich mir einen Kuss von John Fitz-James vorgestellt habe.

Hektisch öffne ich die Augen und schaue auf eine braune Hundeschnauze.

»Igitt! Lennox!«, schreie ich laut auf und setze mich aufrecht in meinem Bett auf.

»Du sollst mich nicht küssen«, rufe ich aufgebracht. Nicht nur weil der Hund mich mit seiner Zunge abgeschleckt hat, sondern weil er mich aus einen meiner wahnsinnig tollen Träume gerissen hat, in denen mal wieder mein verhasster Chef die Hauptrolle übernommen hat und die so realistisch sind, dass man meinen könnte, ich lebe in einer Matrix und es gibt noch ein anderes Leben.

Lennox winselt. Er muss mal raus. Ich erhebe mich und werfe einen Blick auf den Wecker. Sieben Uhr. Ohnehin Zeit zum Aufstehen, damit ich pünktlich an meinem Schreibtisch sitzen kann, um nach Mister-Heiß-und-Skrupelos‘ Pfeife zu tanzen.

Dieser verrückte Traum lässt mich nicht los, selbst nachdem ich ausgiebig geduscht habe, einen Kaffee intus und Lennox in meinen kleinen Audi verfrachtet habe, um zur Arbeit zu fahren, lassen mich seine grünen Augen und dieser Kuss einfach nicht mehr los.

Ivy, unsere neue Mitarbeiterin, sitzt weinend an ihrem Tisch, als ich ins Büro komme. Ich bin drei Minuten zu spät.

»Oh Gott, was ist denn hier passiert?«, frage ich Unity, während sie den Stöpsel aus dem Ohr zieht, weil sie gerade einen Brief mittels Diktiergerät abtippt. Wir leben im 21. Jahrhundert und unser Chef spricht seine Briefe noch immer auf ein kleines Gerät, als befänden wir uns in den Achtzigern.

»Ich habe einen Zahlendreher in der Zusammenstellung der Quartalsabrechnungen gemacht ...« Weiter kommt sie nicht, denn sie bricht erneut in Tränen aus.

Habe ich diese Szene nicht gerade erst geträumt?

Nachdem ich Lennox in sein Körbchen verfrachtet habe, laufe ich zum Wasserspender und fülle einen Becher. Es kommt mir wie ein Dèjá vu vor.

»Croft, sofort in mein Büro!«, schallt es durch den Flur und ich verdrehe innerlich die Augen. Ich werde ihn auf keinen Fall küssen, so viel steht fest.

Unity und Pansy, meine beiden Kolleginnen und besten Freundinnen werfen mir einen Blick zu, der mir Mut machen soll, aber ich bin nun mal die Büroleiterin, ich bekomme mein Fett ab, bei jedem Fehler.

Ich schließe die Tür hinter mir. Sie ist dick gepolstert, sodass nichts nach draußen dringen kann, was hier gleich besprochen wird.

»Croft, Sie sind drei Minuten zu spät«, donnert er gleich los. John Fitz-James steht am Fenster, die Hände tief in den Hosentaschen vergraben und sieht genauso umwerfend aus, wie in meinem Traum. Er trägt einen dunkelgrauen Anzug, mit einem weißen Hemd. Der Kragen steht offen. Sein schwarzes Haar ist akkurat geschnitten, eine Strähne hängt ihm wie üblich in der Stirn. Und jedes Mal juckt es mir in den Fingern, sie ihm aus dem Gesicht zu streichen.

»Ich bin zu spät, weil Lennox exakt fünf Minuten brauchte, um sein Geschäft zu erledigen. Ergo wäre ich zwei Minuten zu früh, wenn ich Ihren Hund nicht hätte Gassi führen müssen. Ich möchte erneut betonen, dass Lennox Ihr Hund ist.«

»Sie haben sich bereit erklärt, sich um ihn zu kümmern.«

»Sie haben ihn mir aufgedrängt. Wenn ich einen Hund hätte haben wollen, hätte ich mir einen gekauft.«

»Der Hund mag Sie.«

»Weil ich mich um ihn kümmere. Dabei sollte er Sie mögen.«

»Sie müssen wohl immer das letzte Wort haben«, brüllt er.

»Ja, weil das letzte auch das wichtigste Wort ist. Und Sie brauchen nicht zu brüllen, ich bin nicht taub.«

Endlich dreht er sich zu mir um und schaut mich feindselig an. »Ich will, dass Sie diese Neue entlassen. Diese ...« Er wedelt mit den Armen.

»Ivy?«

»Ja, genau. Sie ist absolut inkompetent. Wer hat Sie nur eingestellt?«

»Sie, Sir. Aber ich werde Sie nicht entlassen. Nicht, wenn es sich um den Zahlendreher in einer Quartalsabrechnung handelt.«

»Das haben Sie nicht zu entscheiden.«

»Sie ist meine Assistentin und ich will, dass Ivy bleibt. Darüber werde ich nicht diskutieren. Wenn Sie geht, gehe ich auch.«

»Verflucht noch mal, dann gehen Sie doch! Sie glauben wohl, ich komme ohne Sie nicht aus, doch da irren Sie sich gewaltig, Miss Croft.«

Ich frage mich, was diesen Mann so unausgeglichen macht. »Mein Name ist Alisa, nur damit Sie wissen, was Sie auf mein Zeugnis schreiben müssen. Einen schönen Tag, Mister Fitz-James. Übrigens, Lennox verträgt kein Nassfutter und er muss drei Mal am Tag raus. Vergessen Sie das nicht.«

Ich mache auf dem Absatz kehrt und verlasse sein Büro. Lennox kommt mir entgegengelaufen, als scheine er zu wissen, was sich gerade im Büro seines Herrchens abgespielt hat, reibt seine kalte Nase an meinem Bein. Doch auch zwei traurige Hundeaugen können mich von meinem Vorhaben nicht abbringen. »Mach’s gut, mein Kleiner«, murmele ich und streichele dem braunen Labrador über den Kopf.

»Was machst du«, ruft Unity panisch, als sie sieht, wie ich die persönlichen Dinge auf meinem Schreibtisch in einen kleinen Karton packe.

»Wonach sieht das denn aus? Ich gehe«, verkünde ich leise.

»Nein, du darfst nicht gehen!« Sofort bilden die Mädels einen Kreis um mich, als könnten sie so dafür sorgen, dass ich das Büro nicht verlasse.

»Sag nicht, du hast schon wieder gekündigt«, meint Pansy und lächelt.

»Was soll das denn heißen?«, frage ich eingeschnappt.

»Na, das wäre ja nicht das erste Mal. Es ist doch so was wie euer tägliches Vorspiel. Gleich wird er aus seinem Büro gestürmt kommen und dich bitten zu bleiben.« Sie hebt die Schultern, als wäre das hier eine TV-Soap.

»Mit dem Unterschied, dass ich diesmal nicht ...«

»Croft! Kommen Sie in mein Büro, wenn Sie noch da sind.« John Fitz-James‘ Stimme hört sich diesmal nicht ganz so unfreundlich an, als wir es gewohnt sind. Er steht halb im Türrahmen und schaut in das Großraumbüro, um sich zu vergewissern, dass seine Worte auf den Empfänger treffen. »Wären Sie so freundlich?«, schiebt er noch nach und winkt mich mit der Hand zu sich.

Ich schaue Pansy an, die leise vor sich hin lächelt. Ich hasse es, wenn sie recht behält und das bringt mich schon wieder auf die Palme. Ich mache auf dem Absatz kehrt, folge ihm in sein Büro. Lennox hat sich mittlerweile unter Fitz-James Schreibtisch niedergelassen und blickt uns abwechselnd an. Mit Absicht habe ich die Tür offenstehen gelassen, doch Fitz-James schließt sie demonstrativ.

»Okay, Sie haben gewonnen. Ivy kann bleiben. Aber Sie sind für ihre Fehler verantwortlich, nur damit das klar ist.«

»Sie ist neu. Was erwarten Sie? Menschen, die perfekt wie Computer arbeiten? Man sollte immer zuerst vor der eigenen Tür kehren«, meine ich spitz.

»Was wollen Sie denn damit sagen?« Er hebt eine Augenbraue und schaut mich fragend an.

Für meine Begriffe steht er mir viel zu nah gegenüber, was mich an meinen Traum erinnert, an all meine Träume, in denen John Fitz-James eine tragende Rolle spielt, und mir wird plötzlich ganz heiß. Röte steigt meine Wangen hinauf, das spüre ich an der Hitze in meinem Gesicht. »Niemand ist unfehlbar«, murmele ich verlegen.

»Vielleicht haben Sie recht«, meint er leise und hebt seine Hand. Im ersten Moment denke ich, er will meine Wange berühren, doch dann geht seine Hand zu meiner Schulter. »Ein Fussel«, raunt er mir zu und lässt die Hand wieder sinken.

Ich habe den Atem angehalten und atme jetzt unkontrolliert aus. Als ich tief Luft hole, steigt mir der herbe Duft seines Rasierwassers in die Nase und ich habe Angst ohnmächtig zu werden, so gut riecht er. Warum muss so ein wunderbarer Mann, so ein Kotzbrocken sein?

»Sie müssen heute Abend Lennox noch mal mit zu sich nach Hause nehmen«, bestimmt er.

Was er sich nur immer einbildet. »Das geht nicht. Ich habe heute Abend etwas vor.«

Er schaut mich an, als wolle er fragen, was eine wie ich denn schon vor haben könnte, doch die Frage kommt ihm nicht über die Lippen.

»Ich habe morgen frei«, erkläre ich.

»Warum haben Sie morgen frei?« Er schlägt schon wieder diesen Ton an, den ich gar nicht leiden kann.

»Weil ich morgen Geburtstag habe und heute Abend mit meinen Freundinnen feiern gehe. Sie müssen sich mal selbst um Lennox kümmern.«

»Wer hat Ihnen den freigegeben?«, fragt er konsterniert.

»Sie, Sir.«

»Dann verschieben Sie Ihren Scrabble Abend, oder was sie sonst auch vor haben.«

Ich schnaufe laut auf. »Auch wenn es Sie überhaupt nichts angeht, aber ich gehe mit Unity, Ivy und Pansy in einen Club, um meinen Geburtstag zu feiern.«

»Welcher Club?«

Er ist so was von neugierig, doch ich bin viel zu sauer, als dass ich mich zurückhalten kann. »Ins My Mind.«

»Das ist ein erotischer Club.« Fitz-James schaut mich geringschätzig an.

Als wenn ich das nicht wüsste, schließlich gehört das My Mind zu den Firmen, die ich selbst betreue. »Glauben Sie, man wird uns dort nicht hineinlassen?« Meine Stimme klingt aggressiv.

Er blickt mich abschätzend an. »In diesem Aufzug mit Sicherheit nicht.«

»Wer sagt denn, dass ich so ...« Ich schließe meinen Mund und werde mich nicht weiter provozieren lassen.

Ich wende mich zur Tür und Lennox erhebt sich ebenfalls. »Mach Platz, Lennox, heute kannst du nicht mitkommen. Herrchen wird sich gut um dich kümmern.«

»Ihr Urlaub ist gestrichen.«

Kapitel 2

Ich kann den Feierabend gar nicht abwarten. Heute ist mein großer Abend. Morgen werde ich dreißig. Ein runder Geburtstag, den ich unbedingt feiern will. Man wird ja schließlich nur ein Mal dreißig. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, wird man auch nur einmal neunundzwanzig, ach egal, ein Geburtstag ist immer ein Grund zum Feiern. Für diesen Anlass habe ich mir extra ein neues Kleid gegönnt. Nun, ob der Begriff Kleid der richtige Ausdruck ist, weiß ich nicht, müssen Kleider nicht eine bestimmte Länge haben? Meine Mutter würde es vermutlich als breiten Gürtel bezeichnen. Dazu ist es auch noch sehr durchsichtig, aus schwarzem Organza. Mit zwei dünnen Trägern. Einen BH kann ich darunter nicht tragen, dafür ist es am Rücken zu tief ausgeschnitten. Als Dessous muss ich einen String wählen, alles andere würde sich abzeichnen. Das feine Gewebe ist mit kleinen Strasssteinchen durchwebt. Ich hoffe, sie lenken von meinem kleinen Busen ab. Ich trage eine dunkelrote Stola dazu und hohe schwarze Schuhe. Mein kupferrotes Haar habe ich auf Lockenwickler aufgedreht, Ich finde mich hübsch, meine langen Haare sind nun von Wellen gezeichnet und lassen es weich wirken. Ich benutze einen dunkelroten Lippenstift und etwas Rouge, zusammen mit dem schwarzen Mascara lässt das dezente Make-up meine grauen Augen leuchten. Ich wette, Euer Hochwohlgeboren würde mich in diesem Aufzug mit Sicherheit nicht erkennen. Schon ärgere ich mich, dass ich überhaupt an Fitz-James denke. Warum taucht er nur immer wieder in meinen Gedanken auf. Das ist wirklich krank.

Vor dem Club warte ich auf die Mädels. Ich habe mir ein Taxi gegönnt, denn heute werde ich bestimmt etwas mehr trinken, um mich danach noch selbst hinters Steuer setzen zu können.

Es dauert keine fünf Minuten, da treffen die Mädels ein, die sich ebenfalls ein Taxi geteilt haben.

»Schaut, was ich ergattert habe!«, ruft Unity aufgeregt und hält vier Karten in die Höhe.

»Was ist das?«, frage ich aufgeregt.

»Wow, Alisa! Du siehst wundervoll aus. Ich hätte dich beinah nicht erkannt.« Unity schaut mich staunend an.

»Mein Gott, was für ein Kleid. Wo hast du das nur her?« Ivy schlägt sich vor Staunen die Hände vor den Mund.

»Ach, das habe ich im Ausverkauf erstanden.«

»Es ist ein Designerstück, stimmt es?« Pansy hat ein Auge dafür.

»Ja, ich habe es bei Herold’s ergattert«, gebe ich zu.

»Selbst wenn du es zum halben Preis bekommen hast, hat es immer noch ein Vermögen gekostet.« Unity gibt einfach keine Ruhe.

»Was hast du da?«, frage ich und tippe auf die Karten in ihrer Hand.

Sie hält sie siegessicher in die Höhe. »VIP-Karten«, ruft sie aufgeregt.

»Was? Für das My Mind?« Ich kann es nicht glauben. »Wie bist du da nur herangekommen?«

»Ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk.« Sie grinst wissend, verrät aber sonst nichts.

Mit den Karten brauchen wir uns nicht in die Reihe der wartenden Gäste einreihen, sondern werden direkt eingelassen. Einer der Türsteher begleitet uns persönlich in den VIP-Bereich. Dort haben wir eine eigene Loge, die in der ersten Etage liegt. Es steht eine Flasche Champagner bereit und eine Kellnerin, die nur einen Hotpants und ein durchsichtiges Oberteil trägt, füllt unsere Gläser und informiert uns, dass alle Getränke aufs Haus gehen. Ich kann mein Glück gar nicht fassen.

»Hast du die Oberarme des Türstehers gesehen?«, meint Unity lächelnd, »die würde ich mir gerne mal genauer ansehen. Also auf einen tollen Abend!« Sie verteilt die Gläser und wir stoßen an.

»Los, lasst uns tanzen.« Ivy ist ganz wild darauf, endlich auf die Tanzfläche ins Erdgeschoss zu kommen. Der Club ist voll, die verschiedenen Bars überfüllt von Menschen, die ihre Getränke ordern. Es dauert nicht lange und wir treffen auf eine Gruppe von Männern, die uns genau beobachten.

»Hi, ich bin Tom! Darf ich deinen Namen erfahren?«, spricht mich einer der Männer aus der Gruppe an, doch bevor ich überhaupt Luft holen kann, fährt Unity dazwischen. »Tut mir leid, die Dame hat heute schon ein Date.«

Sie nimmt meinen Arm und zieht mich zur Treppe, die in die Loge führt.

»Warum hast du das gemacht? Endlich hätte ich mal einen netten Typ kennenlernen können.« Ich fass es einfach nicht. Warum macht sie das? »Was ist denn los? Warum darf ich mich mit dem Typ nicht unterhalten? Ich habe doch gar kein Date«, meine ich ein wenig beleidigt.

»Was du nicht sagst. Alles Liebe zum Dreißigsten!«, rufen die Mädels im Chor und umarmen mich. Sie drücken mir fette Küsse auf die Wangen, und danach stoßen wir mit einem weiteren Glas Champagner an. Sobald ich einen Schluck getrunken habe, nimmt Pansy mir das Glas aus der Hand.

»Hey!«, rufe ich und will es mir wiederholen, doch sie schüttelt den Kopf.

»Wir haben eine Überraschung für dich.« Unity wedelt mit einem Umschlag vor meiner Nase herum, während die anderen mich aufgeregt anblicken.

»Oh, ihr solltet doch nichts für mich ausgeben.«

»Los, mach es schon auf.«

»Aber es ist noch gar keine zwölf Uhr.« Ein Blick auf meine Uhr bestätigt, dass es gerade mal elf ist.

»Auf die eine Stunde kommt es doch nicht an. Los schau schon rein.«

Okay, ich kann nicht anders. Ich liebe Überraschungen und reiße den roten Umschlag auf. Darin finde ich eine Schlüsselkarte mit einer Nummer drauf, mehr nicht. Etwas verwirrt halte ich sie hoch und drehe sie neugierig.

»Wofür ist die?«, frage ich ein wenig unsicher. Die Mädels schauen mich an, als müsste ich jeden Moment in Hysterie ausbrechen.

»Du weißt doch, dass der Club über spezielle Räume verfügt, in denen man sich zurückziehen kann. Zu zweit«, erklärt Unity.

»Tja, zu zweit wäre ich gewesen, wenn ich den Typen auf der Tanzfläche näher kennengelernt hätte«, meine ich und lächele verlegen.

»Irrtum. Es wartet jemand dort auf dich und ich kann dir versprechen, es wird die Nacht deines Lebens.«

WAS? Ich glaube, ich habe mich verhört. »Was habt ihr gemacht?«

»Wir haben dir einen Typen ausgesucht, der dort auf dich wartet, und dir deinen Geburtstag versüßen wird. Wir haben ihn alle zusammen für dich ausgesucht.«

Ich kann es nicht glauben. »Nein, das habt ihn nicht gemacht. Ihr habt nicht einen Callboy für mich organisiert.« Ich schüttele den Kopf, doch die leuchtenden Augen meiner Freundinnen zeugen davon, dass sie genau das gemacht haben.

»Ich kann doch nicht einfach mit irgendeinem Typen schlafen!«, meine ich leise.

»Warum denn nicht?«, fragt Ivy und hebt die Schultern. »Schau ihn dir doch zumindest an. Was soll denn schon groß passieren? Du lässt dich verwöhnen und siehst ihn nie wieder. Da ist doch nichts dabei.«

Ha! Hat sie eine Ahnung. Da ist sogar sehr viel dabei.

»Sorry, Leute. Das ist sehr lieb gemeint, aber ich kann das nicht.« Ich beiße mir auf die Lippen.

»Liebes, es ist dein dreißigster Geburtstag. Du bist doch keine Jungfrau mehr. Diese Typen sind gut gebaut, erfahren und verschwiegen. Anschauen kostet nichts. Los, mach schon. Die Zimmer liegen in der obersten Etage.« Unity drängt mich geradezu in Richtung Treppe, die eine Etage höher führt. »Der Kerl kostet eine Menge Geld, also enttäusch uns nicht. Mach ein Beweisfoto«, flüstert sie mir ins Ohr und drückt mir einen dicken Kuss auf die Wange.

Als ich mich einen Moment später zu ihr umdrehe, ist sie verschwunden. Ich blicke auf die Zimmerkarte in meiner Hand. Nummer sieben. Gott, meine Glückszahl. Na, das kann ja dann gar nicht schief laufen.

In der oberen Etage angekommen wandere ich langsam den Gang entlang, die Türen sind durchnummeriert. Sie haben unterschiedliche Farben, die Nummer sieben ist dunkelrot. Es gibt nur einen Türknauf, die Tür selbst ist verschlossen. Also schiebe ich die Schlüsselkarte in den Slot und mit einem kleinen Piepton, öffnet sie sich. Der Flur ist nur spärlich beleuchtet, der Raum von Zimmer Sieben noch dunkler.

»Okay, alles oder nichts!«, murmele ich, atme angestrengt aus und betrete den Raum.

Den Mann auf dem Bett nehme ich sofort wahr. Als ich eintrete und die Tür hinter mir schließe, erhebt er sich. Zum Glück ist er angezogen, ich hatte schon befürchtet, ihn nackt im Bett vorzufinden. Er schüttet Champagner in zwei Gläser und dreht sich zu mir um. »Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Croft. Darf ich Ihnen ein Glas Champagner anbieten?«

Kapitel 3

Mister Fitz-James?« Ihre Stimme bricht, und sie muss sich räuspern, als sie meinen Namen ausspricht. Der Ausdruck in ihrem Gesicht ist göttlich. Sie hat wohl mit allem gerechnet, nur nicht mit mir. Und ich habe nicht eine dermaßen heiße Frau erwartet. Bisher kenne ich Miss Croft immer nur in strengen Hosenanzügen und Blusen, die meist bis zum Hals alles verdecken. Im ersten Augenblick, als sie zur Tür hereinkommt, habe ich sie gar nicht erkannt. Ihr Haar sieht so anders aus, ihr Körper wird von einem Hauch von nichts bedeckt. Sie trägt High Heels, die ihre schlanken Beine gut zur Geltung bringen. Ich würde am liebsten das Licht einschalten, damit ich mehr von ihr sehe, doch ich denke, es würde sie verschrecken.

»Was ... was machen Sie hier?«

»Ich warte auf Sie«, gebe ich ehrlich zu.

»Auf mich? Aber ich dachte, hier wartet ... also die Mädels sagten mir, dass ...« Sie fährt hektisch mit der Hand über ihren Hals.

Langsam gehe ich auf sie zu, reiche ihr das Glas. »Happy Birthday, Alisa«, meine ich leise und stoße gegen ihr Glas.

»Danke«, murmelt sie und trinkt das Glas in einem Schluck leer.

»Sie scheinen sehr durstig zu sein. Darf ich Ihnen noch etwas anbieten?«

Sie schüttelt den Kopf.

»Der Champagner kostet dreihundert Pfund. Wir sollten ihn nicht schal werden lassen.« Ich nehme die Flasche aus dem Sektkühler und schütte ihr nach.

»Was wollen Sie hier, Mister Fitz-James?«

Ich ziehe meine Anzugsjacke aus und werfe sie über die Armlehne des Sessels, der neben dem Bett steht. »Ich mache hier das, wofür ich bezahlt wurde.«

»Was?«, ruft sie aufgeregt und macht einen Schritt auf mich zu, während ich meine Krawatte ablege und mein Hemd zur Hälfte aufknöpfe. »Was machen Sie da?«, ruft sie aufgeregt.

»Wonach sieht es denn aus?«

»Nein, bitte, das geht nicht. Ziehen Sie sich wieder an. Es muss sich um einen Fehler handeln. Ich glaube nicht, dass meine Freundinnen Sie für mich ausgesucht haben.« Sie fährt sich hektisch durch ihr Haar und ihre Wangen färben sie mal wieder rot. Ich liebe es, wenn sie rot wird. Langsam bekomme ich wirklich Lust sie zu küssen. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, diesen Auftrag zu übernehmen. Doch seit dem Zeitpunkt, als Unity mir erzählte, welche Überraschung hier auf Alisa wartet, formte sich ein ganz genauer Plan in meinem Kopf. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ein anderer Mann hier auf sie wartet. Es war ein leichtes Angus von diesem Job abzuziehen, damit ich ihn selbst übernehmen kann. Immerhin steht er auf meiner Gehaltsliste.

»Sie wollen doch nicht wirklich ... nein, das können Sie nicht durchziehen. Woher wissen Sie überhaupt davon? Ich werde jetzt gehen.«

Sie wendet sich um, doch ich bin schneller und schlinge meine Arme um ihren Körper. »Wie wäre es, wenn du mich für den Anfang erst mal John nennst?« Ihr Haar streichelt mein Gesicht, als ich mich zu ihr hinunterbeuge. »Du duftest so gut.«

»Mister Fitz-James, ich halte es nicht für angebracht. Sie können nicht mit mir schlafen.« Sie dreht sich in meinen Armen und blickt mich herausfordernd an.

»Warum nicht. Ich wurde dafür bezahlt.«

»Das ist wirklich erniedrigend. Bitte lassen Sie mich los.«

»Ich finde es sehr erregend«, murmele ich leise und lege meine Hände auf ihre Hüften. »Du willst doch deine Freundinnen nicht enttäuschen, oder?«

»Das ist ein Scherz, oder? Sie stecken mit den Mädchen unter einer Decke, habe ich recht?« Jetzt beginnt sie zu lachen und sieht so sexy dabei aus. »Ich wäre beinahe darauf hereingefallen. Sie sind wirklich ein guter Schauspieler, das muss ich Ihnen lassen, Mister Fitz-James.« Sie will sich aus der Umarmung drehen, doch ich halte sie weiter fest.

»Das ist alles andere als ein Scherz, Alisa.« Ohne weiter darüber nachzudenken, beuge ich mich hinunter und küsse sie. Eigentlich sollte es nur ein kleiner kurzer Kuss werden, doch sobald meine Lippen ihre Haut berühren, macht das jeden Plan zunichte.