Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Marissa lässt sich von ihrem Mann Manuel scheiden. Er hat sie nur ausgenutzt und respektlos behandelt. Sie nimmt ihr Leben in die Hand, eröffnet eine Boutique und verliebt sich kurz darauf in Pieter. Ihr Leben kommt endlich in die richtige Bahn und sie ist glücklich. Pieter gibt ihr all das, was sie in der Ehe mit Manuel schmerzlich vermisst hat: Respekt, liebevolle Zuwendung und Zärtlichkeit. Pieter macht ihr einen Heiratsantrag und sie nimmt ihn glücklich an. Doch dann kommt alles anders. Als ihr Sohn John ihr mitteilt, dass Manuel todkrank ist, trennt sie sich kurz vor der Hochzeit von Pieter. Getreu den Worten: "Bis das der Tod uns scheidet", kehrt sie zu Manuel zurück. Nach einer verspäteten Liebeserklärung, Lob und Anerkennung kann sie endlich mit ihm Frieden schließen. Sie bleibt bei ihm, bis er friedlich hinübergeht. Nach der Beerdigung nimmt sie sich eine Auszeit um die Vergangenheit abzuschließen. Gibt es noch ein Happy End mit Pieter?
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 41
Veröffentlichungsjahr: 2014
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Alina Frey
Hinter dem Horizont
Eine bedingungslose Liebe
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Marissas Entscheidung
Geschäftssuche
Einrichtungsstress
Eröffnung
Ein Antrag
Hochzeitsvorbereitungen
Eine Hiobsbotschaft
Eine schmerzliche Entscheidung
Gemeinsam sind wir stark
Manuels letzter Weg
Zurück in die Zukunft
Doch noch eine Hochzeit
Impressum neobooks
Hastig eilte Marissa dem Hinterausgang des KölnerHauptbahnhofs zu um so schnell wie möglich ihrgeparktes Auto zu erreichen. Wie immer war sie in Eile um pünktlich das Essen für ihren Göttergatten Manuel auf den Tisch zu bringen. Bei eventueller Verspätung konnte er völlig ausrasten. Vor einem großen Supermarkt parkte sie das Auto und sprintete mit einem Affenzahn durch die Gänge, raffte die nötigen Dinge eilig in ein Körbchen und war auch bereits wieder auf dem Weg zur Kasse. „Bin ich eigentlich bescheuert?“ dachte sie im Geheimen. „Ich rackere mich ab wie ein Maulesel und werde zum Dank nur niedergemacht!“ „Selber schuld, blöde Kuh“, setzte sie ihr innerliches Selbstgespräch fort. Der Gedanke etwas daran zu ändern kam ihr schon ab und zu…! Aber…der liebe Mut fehlte. Zuhause angekommen rannte sie in die Küche um das Essen vorzubereiten. Marissa hasste das Kochen und konnte sich interessantere Hobbys vorstellen. Sie seufzte abgrundtief und schaffte es gerade noch pünktlich, mit dem Essen fertig zu werden. Liebevoll deckte sie den Tisch denn Manuel legte großen Wert darauf. Dann rannte sie ins Bad um sich etwas frisch zu machen. Ein Blick auf die Uhr – gerade so geschafft. Als das Telefon durch das Haus schrillte, rannte sie schnell in die Diele.
Wütend und auch enttäuscht wirft Marissa denTelefonhörer in die Gabel. Schon wieder lässt ihr Mann Manuel sie mit dem Essen sitzen…wegen einer angeblich, geschäftlichen Verabredung. Immer wieder diese Ausreden, Marissa konnte es nicht mehr hören. Sie ging hinunter in die Waschküche um Manuels Sachen zu reinigen. Was war sie eigentlich? Seine Frau oder seine Haushälterin? Während sie die Sachen in die Waschmaschine packte, fiel eine Visitenkarte aus seiner Hemdtasche. Diana Meng stand auf der einen Seite, aber die andere Seite hatte es in sich: „Danke für die heiße Nacht, mein starker Bär“, las sie und wunderte sich kein bisschen. Wie viele von diesen Visitenkarten hatte sie schon unter seinen Sachen gefunden und immer hatte Manuel alles abgestritten. Naja, mit ihr konnte er es ja machen. Wurde es nicht langsam Zeit, etwas an dieser diskriminierenden Situation zu ändern? In all den Ehejahren hatte er sie knallhart betrogen und kein bisschen Rücksicht auf sie genommen. Sie hatte ohne Ende gelitten und sah immer vergrämter aus. Sie würde Manuel noch heute zur Rede stellen und einen Schlussstrich ziehen. So konnte sie nicht mehr weitermachen. Am Abend sprach sie Manuel darauf an. „Du mit deiner dämlichen Eifersucht…! Lange halte ich das nicht mehr aus…du bist doch einbildungskrank!“
Manuel Göbel schaute frustriert seine Frau Marissa an. „Ach ja? Einbildungskrank nennst du das? Jeden Monat eine Andere…ich glaube, i c h halte das nicht mehr aus!“ Blass lehnte sie am Fenster und konnte nicht glauben, wie Manuel die Tatsachen verdrehte. In all den Ehejahren war sie nur sein Putzteufel, wurde herumkommandiert und mit Verachtung behandelt. Warum tat sie sich das noch länger an? Hoch richtete Marissa sich auf: „Morgen gehe ich zu einem Anwalt…ich will die Scheidung!“ Manuel lachte lauthals los: „Du willst die Scheidung? Alleine kommst du doch gar nicht zurecht“, klang es verächtlich aus seinem Mund. Natürlich, etwas anderes hatte sie von ihm nicht erwartet. Aber es störte sie nicht mehr…ihr Entschluss stand fest. Abrupt drehte Marissa sich um und verließ den Raum. Mit einem bangen Gefühl dachte sie an ihren Sohn John wusste aber, er würde sie verstehen. Zum Glück war John schon 21 Jahre und lebte in seiner eigenen Wohnung. Eine Last fiel von ihr ab und sie bereute den Gedanken an Scheidung in keiner Weise. Noch war sie jung genug um neu anzufangen. Auch finanziell war sie auf ihren Mann nicht angewiesen und konnte also getrost einen Schlussstrich ziehen. Von ihrer Lieblingstante hatte sie ein hübsches Sümmchen geerbt und so brauchte sie Manuels Unterstützung nicht. Marissa räumte einige Sachen aus dem gemeinsamen Schlafzimmer und richtete sich in Johns ehemaligem Kinderzimmer ein.
