Hinterher ist man immer tot - Eoin Colfer - E-Book

Hinterher ist man immer tot E-Book

Eoin Colfer

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Beschreibung

Wenn der Tod kommt, ist Sense

Dan McEvoy, irischer Gangster mit Haarimplantat, hat ein Problem: Der Mob will ihn tot. Die Polizei will ihn tot. Dabei will er nur mit seiner neuen Freundin abhängen. Doch sein alter Erzfeind Mike hat noch eine Rechnung offen mit ihm. Dan soll ein gefährliches Paket an jemand ganz Üblen abliefern. Notgedrungen lässt er sich darauf ein. Da wird er entführt. Von zwei Cops mit einer Vorliebe für Latexanzüge. Als sich schließlich sogar Dans glamouröse Stiefoma in die Jagd auf ihn einschaltet, muss er erkennen: Die Familie ist die tödlichste Bedrohung von allen.

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Über das Buch

Der ehemalige Soldat Daniel McEvoy wollte sich eigentlich als frischgebackener Clubbesitzer in New Jersey zur Ruhe setzen. Seine Freundin Sofi a ist zwar hochgradig neurotisch und verwechselt ihn ständig mit ihrem Ex, aber im Großen und Ganzen ist er glücklich. Doch Dan ist jemand, der Gangster und Chaos magisch anzieht. Gerade noch wollte er seinem Freund Zeb zur Hilfe eilen, der Probleme mit dem irischen Gangsterboss Mike hat – schon befindet er selbst sich in Lebensgefahr. Dan wird abwechselnd von zwei unangenehmen Polizisten und Mikes Männern entführt. Schließlich landet er mitten in einem Pornodreh, nur mit einem knallroten Stringtanga bekleidet. Da weiß er, jetzt muss er sich wehren, und schlägt zu. Lief jetzt etwa die Kamera?

Über den Autor

Nach acht Bänden Artemis Fowl zeigt Eoin Colfer, was noch alles in ihm steckt. Und weil seine irische Heimat Wexford viel zu lieblich ist, hat es ihn mit seinem Helden Dan ins raue New Jersey verschlagen. Dort fliegen ordentlich die Fetzen.

Eoin Colfer

Hinterher ist man immer tot

Roman

Aus dem Englischen von Conny Lösch

List

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Die Originalausgabe erschien 2013

unter dem Titel Screwed

beim Verlag Headline, London.

ISBN 978-3-8437-0692-6

© 2013 by Eoin Colfer

© der deutschsprachigen Ausgabe

Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2014

Umschlaggestaltung: semper smile, München

Umschlagmotiv: shutterstock/Snez, shutterstock/A-R-T

Alle Rechte vorbehalten.

Unbefugte Nutzung wie etwa Vervielfältigung,

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können zivil- oder strafrechtlich

verfolgt werden.

eBook: LVD GmbH, Berlin

KAPITEL EINS

Cloisters

Essex County, New Jersey

Der großartige Elmore Leonard hat gesagt, man sollte eine Geschichte niemals mit dem Wetter anfangen lassen. Das ist schön und gut– und leicht gesagt, Mr Leonard. Ihre Anhänger werden es sich brav in ihre Moleskine-Notizbücher geschrieben haben. Trotzdem beginnt eine Geschichte manchmal mit dem Wetter, und dann ist ihr scheißegal, was irgendein legendäres Genre-Genie empfiehlt, auch wenn es sich um den großen EL handelt. Fängt also alles mit dem Wetter an, sollte es auch am Anfang stehen, sonst dröselt sich plötzlich alles auf, die Einzelteile fliegen einem nur so um die Ohren, und man hat keine Ahnung mehr, wie man sie wieder zusammenbekommt.

Sie dürfen also mit folgenschweren meteorologischen Bedingungen gleich im ersten Kapitel rechnen, und kämen Kinder und Tiere vor, wären sie auch mit von der Partie– scheiß auf den ewig gestrigen Kerl mit Zigarre und Schielauge aus dem Kino. Die Geschichte ist so, wie sie ist.

Und da sie nun mal so ist, fangen wir einfach damit an:

Ich liege mit einer wunderschönen Frau im Bett und betrachte, wie das morgendliche Sonnenlicht ihr blondes Haar glänzen lässt, ihm eine Art glühenden Heiligenschein verleiht, und zum zigsten Mal denke ich, dass ich dem Glück wahrscheinlich nie wieder so nah sein werde und ihm in diesem Moment bereits sehr viel näher bin, als ich es eigentlich verdient hätte– nach all dem Blut, das ich in meinem Leben schon vergießen musste.

Die Frau schläft, was ehrlich gesagt die beste Zeit ist, um sie zu betrachten. Sofia Delano lässt sich nicht gerne anstarren, wenn sie wach ist. Ein beiläufiger Blick geht in Ordnung, aber fünf ­Sekunden später machen sich bereits ihre Unsicherheiten und Phobien bemerkbar, und plötzlich hat man es mit einem ganz anderen Menschen zu tun. Besonders dann, wenn sie mal wieder ihr Lithium nicht genommen hat.

Dabei war Sofia ursprünglich frei von Psychosen. Sie wurden ihr regelrecht angezüchtet. Noch im Teenageralter heiratete sie Carmine Delano, der sie schlug und ihre psychischen Defekte so lange kultivierte, bis sie Symptome von Schizophrenie und Demenz sowie eine bipolare Persönlichkeitsstörung entwickelte. Carmine, ihr Prinz, dachte: Leck mich am Arsch, besorgte sich ein Ticket irgendwohin, Hauptsache weit weg, und ließ seine junge lädierte Frau zu Hause sitzen, wo sie sich fortan nach ihm verzehrte. Seither ward er nicht mehr gesehen. Kein Pieps, kein Mucks.

Und niemand verzehrt sich so intensiv wie Sofia Delano. Wäre es eine Kunstform, wäre Sofia Picasso. Die einzige Ablenkung, die sie sich gönnte, bestand darin, den Mieter der Wohnung unter ihrer eigenen zu schikanieren. Zufällig war ich das. Vor sechs ­Monaten tat ich ihr einen recht armseligen Gefallen im Haushalt, und zack, schon war sie überzeugt, ich sei ihr verschollener Ehemann, der seit zwanzig Jahren nicht mehr auf der Bildfläche aufgetaucht war. Zum letzten Mal richtig glücklich war Sofia, als sie und Carmine Ende der achtziger Jahre zusammenkamen, und so ist sie in diesem Jahrzehnt steckengeblieben. Ihre Madonna-Aufmachung ist ziemlich heiß, und als Cyndi Lauper ist sie umwerfend, nur ihre Chaka Khan könnte ehrlich gesagt noch optimiert werden.

Einmal haben wir miteinander geknutscht, aber weiter kann ich guten Gewissens unmöglich gehen. Ich weiß, dass es bei Pärchen durchaus verbreitet ist, so zu tun, als wäre man mit einer ganz anderen Person zusammen, doch sobald einer von beiden wirklich daran glaubt, dürfte mehr im Busch sein, davon bin ich fest überzeugt. Aber küssen ist okay, oder?

Und meine Herren, die kann vielleicht küssen! Als würde sie mir das Pochen direkt aus dem Herzen saugen. Und ihre Augen? Groß und blau, mit viel zu viel Kajal umrahmt. Früher sind Männer für solche Augen in hohle Holzpferde geklettert.

Einmal habe ich mit der Hand ihren Busen gestreift, aber das war keine Absicht, ehrlich. Ich glaube, manchmal weiß sie, wer ich bin. Am Anfang war ich wohl Carmine, aber jetzt… Ich glaube, es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Wenn ich also so verflucht edelmütig bin, wie kommt es dann, dass ich jetzt mit dieser verblendeten Frau im Bett liege? Erstens: Sie können mich mal mit Ihrer schmutzigen Phantasie. Und zweitens: Ich liege auf der Decke, und Sofia kuschelt sich darunter. Zum ersten Mal seit sechs Monaten bin ich über Nacht geblieben, weil wir uns gestern Abend eine Flasche Rotwein (dessen Tanningehalt einen Elefanten niedergestreckt hätte) geteilt und dabei angesehen haben, den wahrscheinlich unbrutalsten Film aller Zeiten.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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