• Herausgeber: Kosmos
  • Kategorie: Lebensstil
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2014
Beschreibung

In diesem Buch erfährt man vom Hundeprofi Martin Rütter alles über die Grundlagen einer guten Beziehung zwischen Mensch und Hund. Wie man die Bindung zu seinem Hund verstärken kann, welche Signale er verstehen sollte und wie man mehr Abwechslung in den Alltag mit Hund bringen kann. Ganz nach dem Motto des Tierpsychologen Martin Rütter: "Hunde sind Persönlichkeiten, die es verdient haben, dass wir uns mit ihren Wünschen, Stärken und Schwächen beschäftigen."

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Seitenzahl: 200

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„Hunde sind Persönlichkeiten, die es verdient haben, dass wir uns mit ihren Stärken, Schwächen und Wünschen beschäftigen.“

Martin Rütter

Dieses E-Book ist die digitale Umsetzung der Printausgabe, die unter demselben Titel bei KOSMOS erschienen ist. Da es bei E-Books aufgrund der variablen Leseeinstellungen keine Seitenzahlen gibt, können Seitenverweise der Printausgabe hier nicht verwendet werden. Statt dessen können Sie über die integrierte Volltextsuche alle Querverweise und inhaltlichen Bezüge schnell komfortabel herstellen.

Hunde in der heutigen Gesellschaft

Auch wenn der Mensch schon seit sehr langer Zeit mit dem Hund zusammenlebt, steht die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund immer wieder aufs Neue auf dem Prüfstand. Denn sie wächst mit dem Wandel der Zeit, sie ist ein kontinuierlicher Prozess, bedingt durch ein sich dauernd veränderndes Umfeld und die fortschreitende Entwicklung von Kultur und Gesellschaft.

Waren die Aufgaben des Hundes früher in der Regel klar definiert, beispielsweise als Wächter, Hüte- oder Jagdhund, müssen unsere Hunde heutzutage je nach Situation in die verschiedensten Rollen schlüpfen können. Als fest verankertes und omnipräsentes Familienmitglied muss der Hund in einem reizüberfluteten Alltag oftmals viel komplexeren Ansprüchen genügen als die reinen Arbeitshunde früherer Zeit. Der Hund soll beispielsweise im Park trotz unzähliger spannender Ablenkungen vorbildlich an der Leine laufen, im Büro oder zu Hause mehrere Stunden ruhig und entspannt ausharren, ohne gleich das Haus samt Einrichtung in „Schutt und Asche“ zu legen, er soll beim gemütlichen Fernsehabend genügsam auf dem Sofa liegen, Kuscheleinheiten wie auf Knopfdruck ertragen, natürlich ohne zu fordern und zu nerven, mit den Kindern immer gut gelaunt spielen, auf das Haus aufpassen und Eindringlinge verbellen oder gar vertreiben, Gäste freundlich willkommen heißen und im Idealfall noch den Müll rausbringen und das Auto waschen. Dass der Hund von unseren Wünschen und Forderungen schnell überfordert sein kann, verwundert da nicht.

Damit der Hund sich in der Gesellschaft zurechtfinden kann, sollte er einige Signale beherrschen.

AUFBAU EINER HARMONISCHEN BEZIEHUNG

In diesem Buch erfahren Sie alles darüber, wie Sie eine harmonische Beziehung zu Ihrem Hund aufbauen, bei der nicht ausschließlich die menschlichen Interessen im Mittelpunkt stehen, sondern in erster Linie die Bedürfnisse des Hundes berücksichtigt werden. Ich zeige Ihnen, wie Sie eine von gegenseitigem Vertrauen geprägte Partnerschaft mit Ihrem Hund bilden können. Denn nur wenn Ihr Hund Ihnen vertraut, wird er sich auch in schwierigen Situationen an Ihnen orientieren. Voraussetzung dafür sind klare Regeln und Grenzen. Diese schaffen beim Hund die notwendige Sicherheit und Verlässlichkeit, um ein entspannter Begleiter im alltäglichen Leben zu sein. Dabei muss stets das jeweilige Mensch-Hund-Team betrachtet und ein auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittener Trainingsplan aufgestellt werden.

Damit der Hund den heutigen anspruchsvollen Alltag problemlos meistern kann, ist es zudem notwendig, dass er einige grundlegende Signale beherrscht. Sitz, Bleib oder Hier – ein Hund, der auf diese Signale zuverlässig reagiert, kann mehr Freiraum genießen als beispielsweise ein Hund, der, sobald die Leine gelöst wird, seinen Menschen mit demonstrativem Desinteresse überschüttet und sich komplett eigenständig auf eine spannende Erkundungstour durch den Park begibt. Freilauf ist für den Hund nur dann möglich, wenn man sich darauf verlassen kann, dass er diese Signale kennt. Der Aufbau sämtlicher Grundsignale, die ein Hund beherrschen sollte, wird in diesem Buch in kleinen Schritten verständlich erklärt und bildlich dargestellt. Aufbauend auf die Erziehung dieser Basiselemente müssen Hunde gemäß ihrer Veranlagung beschäftigt werden. Denn nur ein vernünftig ausgelasteter Hund wird wirklich glücklich sein. Sie sollten sich daher überlegen, wie Sie Ihrem Hund noch mehr bieten können. Denn auch wenn die meisten Hunde heutzutage hauptsächlich als Familienhund gehalten werden, sind die Veranlagungen und Charaktereigenschaften, die früher einmal als Arbeitshund notwendig waren, immer noch existent. Im letzten Teil des Buches erfahren Sie daher, wie Sie Ihren Hund im Alltag adäquat beschäftigen können. Probieren Sie es einfach einmal aus, Sie werden sehen, wie viel Spaß Sie zusammen mit Ihrem Hund haben werden.

Die Bedürfnisse jedes einzelnen Hundes sollten berücksichtigt und das Training individuell darauf ausgerichtet werden.

Martin Rütter und D.O.G.S.

Das Erziehungskonzept D.O.G.S. wurde 1995 von Martin Rütter entwickelt und basiert auf einem individuellen, partnerschaftlichen und leisen Umgang mit dem Hund.

Seit mehr als 14.000 Jahren ist der Hund der treue Weggefährte des Menschen. Während früher noch alles in Ordnung war, stellt sich die Situation heutzutage für viele Menschen und deren Hunde etwas anders dar. Die Lebensräume, in denen unsere Haushunde leben, haben sich deutlich verändert. Die Anzahl der Hunde auf immer engerem Lebensraum steigt kontinuierlich an, so dass von einem natürlichen Umfeld nicht mehr die Rede sein kann. Hinzu kommt, dass aus dem ehemaligen Nutztier Hund fast ausschließlich ein Gesellschaftstier und ein Sozialpartner des Menschen geworden ist.

Der Hund fasziniert vom Säugling bis zum Senior die Menschen derart stark, dass in unserer Gesellschaft die meisten Menschen sehr bereitwillig Zeit und Arbeit in ihren Hund investieren. Viele Hundehalter sind jedoch schnell frustriert, wenn ihr Hund sich nicht so zügig oder in eine ganz andere Richtung weiterentwickelt, als sie es sich vorstellen, und geben deshalb bald ihre Erziehungsversuche auf. Man überlegt, ob es nicht eine Abkürzung zum „gut erzogenen“ Hund gibt. Man greift nach jedem Strohhalm, der geboten wird, um das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch zu verbessern. Häufig soll es aber die schnelle, einfache Lösung sein. Allerdings wird dann sehr bald klar, dass diese „einfache“ Lösung nicht existiert.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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