Verlag: Books on Demand Kategorie: Abenteuer, Thriller, Horror Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

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E-Book-Beschreibung Ich bin ... wer bin ich - Jan Willem Schiff

Stell dir vor, dass du plötzlich, schlagartig, nichts mehr weißt. Nicht wer du bist, wo du bist, gar nichts mehr erkennst. Allen sind Unbekannte für dich. Du erkennst sogar die Umgebung, wo du wohnst nicht mehr. Du weißt nicht mehr wer deine Frau ist, wer deine Kinder sind oder wie die Verhältnisse sind! Du bist eine blanko Seite, die von jedem beschrieben werden kann. Wie kommt man damit klar? Wie soll man damit umgehen? Wie geht das Leben weiter?

Meinungen über das E-Book Ich bin ... wer bin ich - Jan Willem Schiff

E-Book-Leseprobe Ich bin ... wer bin ich - Jan Willem Schiff

Für Irma.

Ohne sie wäre ich nichts.

Ich bin ihr so dankbar

Meine große Liebe.

liefs

JWS

Dieses Buch ist ein Roman. Handlungen und Personen sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein Zufällig.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 1

Rik fährt mit seinem Auto über die Autobahn als das Telefon über die Freisprechanlage klingelt. Auf dem Bildschirm, mitten im Armaturenbrett, sieht er eine Abbildung von einer schönen hübschen Frau und die Unterschrift:

„Anika ruft an.“

Rik schaut um sich hin aber hat keine Ahnung wo er ist, er hat sogar keine Ahnung wer sie ist.

Er drückt automatisch die richtige Taste um das Telefon zu beantworten.

Rik sagt etwas unsicher:

„Hallo?“

Dann hört er:

„Rik, wo steckst du, ich warte schon auf dich. Ist es so voll auf der Straße?“

Rik antwortet:

„Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung wo ich bin.“

„Ja, schöner Witz, der kenne ich schon. Bist du in der Nähe?“

„Wirklich, ich habe keine blasse Ahnung. Ich weiß nicht mal wer du, oder Sie, sind. Ich weiß nicht mal wer ich bin.

Wer… bin ich?“

An der anderen Seite der Leitung hört er ganz erstaunt:

„Was…? Was meinst du? Wieso kennst du mich nicht? Ich bin Anika!“

„Hallo Anika, wer bist du? Wo muss ich eigentlich hinfahren? Ich fahre auf einer Autobahn, aber ich habe keine Ahnung wo ich hinfahren muss.“

Rik fährt automatisch die erste Ausfahrt von der Autobahn ab und parkt das Auto entlang der Straße. Das scheint ihm sicherer, bevor es zu einem Unfall kommt.

Was ihm jetzt passiert, ist ziemlich heftig, er weiß nicht mehr wer er ist, wo er ist oder was er tun muss.

Übers Telefon hört er Anika:

„Rik sag schnell wo bist du jetzt oder wo fährst du? Kannst du mir schildern wie die Umgebung aussieht?“

„Ich habe die Autobahn verlassen und geparkt entlang der Straße, das schien mir sicherer. So, nun kann ich mal richtig auf dem Bildschirm schauen. Bist du die Frau, auf dem Bildschirm?“

„Ja ich bin Anika.“

„Wow, du bist eine sehr schöne Frau.“

„Ich bin deine Frau, wir sind verheiratet und ich warte hier auf dich, du hast mich ziemlich aufgeregt angerufen und du wolltest mich unbedingt schnell abholen.“

„So…, Ich bin mit dir verheiratet? Du siehst wirklich hübsch und süß aus.“

„Danke, das ist lieb von dir.“

„Außerdem, es ist ein schönes Auto, riecht noch ganz neu. Schön, dass du so im Armaturenbrett dargestellt wirst.“

„Ja, das Auto ist gerade neu. Wir müssen jetzt feststellen wo du genau bist, so dass ich dir zu mir leiten kann.

Dann müssen wir aussuchen was mit dir los ist, denn dies ist nicht normal.“

„Das ist in Ordnung. Ich weiß nicht wer ich bin, wo ich bin, in welcher Stad oder in welchem Land. Es scheint mir das es Spanische Aufschriften auf den Schildern gibt. Sind wir in Spanien oder so? Ich sehe hinter mir die Autobahn, die ich soeben verlassen habe. Rechts von mir sehe ich alle Art von Wasserrutschen, ein Wasserpark oder so? Vorne geht die Straße der Hügel runter Richtung eine Bahnbrücke.“

„OK, dann weiß ich jetzt wo du bist, du bist schon ganz in der Nähe. Aber… kannst du fahren weißt du wie das geht?“

„Ja, das geht, das habe ich nicht vergessen.“

„Du musst die Straße folgen, unter der Bahnbrücke hindurch und die Straße folgen, die macht eine Kurve ganz nach links.

Dann gibt es einen Kreisverkehr und dort musst du die erste Ausfahrt nehmen. Kannst du das jetzt fahren?“

„Ich glaube schon. So ich fahre wieder, geradeaus zur Brücke.

Schöne Stimme hast du, hört sich süß an.“

„Dank dir, aber wir müssen jetzt schnellstens aussuchen was dir fehlt. Hast du deinen Kopf gestoßen oder so etwas?“

„So das war die Brücke, jetzt der Kreiselverkehr. Ich fühle keine Schmerzen am Kopf. Wie muss ich weiter?“

Du musst einige hunderte Meter weiterfahren, dann siehst du links, an der Wand eines Apartmenthauses, ganz groß eine Jesus Gemälde. Du fährst ein Stück weiter, immer rechts halten und am Ende rechts abbiegen.“

„Mache ich. Ja ich sehe das Gemälde und halte immer rechts.

Jetzt muss ich rechts abbiegen.“

„Sofort beim ersten Kreisel, erste Ausfahrt und die Straße hochfahren, rechts halten und nach 300 Meter siehst du mich an der linken Seite der Straße stehe ich.“

„Wie erkenne ich dich? Was für Kleider trägst du?“

„Ich sehe dich schon kommen. Parke hier neben mir auf dem Behindertenparkplatz.“

„Oh, oh. Bin ich behindert? Das hatte ich noch nicht bemerkt. Was ist mit mir los?“

„Nein, nein, du bist nicht körperlich behindert, aber ich fürchte geistlich schon ein wenig. Du bist nicht dich selber und das gefällt mir nicht. Ich will dich zuerst sehen und feststellen was mit dir los ist.“

„Zum Glück, das war einen Schrecken, aber es stimmt schon. geistig bin ich ziemlich behindert. Ah, ich sehe dich stehen.“

Rik parkt das Auto neben Anika, steigt aus und lauft auf ihr zu.

„Soo…, du bist noch hübscher wie auf dem Foto. Du nennst mich dauernd Rik, ist meine Name, Rik?“

„Danke dir. Du bist in jedem Fall noch immer lieb und voller Komplimenten. Ja, deiner Namen ist Rik. Komm, wir gehen zuerst ins Büro hinein, dann kannst du etwas trinken. Ich will zuerst einen Arzt fragen was mit dir los sein kann. Ich sehe nichts ab normales an dir. Keine Verletzungen am Kopf, gar nichts. Komisch.“

Anika läuft zusammen mit Rik das Büro hinein.

Jeder begrüßt Rik als kennen sie ihn schon lange, aber Rik erkennt niemanden! Er hat keine blasse Ahnung wo er ist, wer oder was allen sind.

Anika sagt zu Rik:

„Das ist Steve, der Betriebsleiter und sie ist Agnes meinen Kollegen.“

Steve reagiert ganz erstaunt:

„Wieso stellst du Rik an uns vor? Machst du Witzen?“

„Nein Steve, es ist kein Witz. Ich hatte Rik angerufen aber er wusste nicht wo er war, wer er ist, er weiß nichts. Ich musste ihn übers Telefon hierherführen. Er kann alles, macht alles, aber er hat keine Ahnung wer oder wo er ist. Er hat einen totalen Gedächtnisschwund. Agnes kannst du schnell einen Arzt anrufen? Ich will zuerst wissen was mit ihm los sein kann bevor ich nach Hause fahre. Vielleicht muss er ins Krankenhaus.“

Steve geht auf Rik zu und fängt an mit ihm zu reden.

„Rik komm mit, setzt dich, willst etwas trinken? Kaffee, Wasser oder Tee? Ich bin Steve, kennst du mich?

„Kaffee bitte, mit einem Glas Wasser. Wenn ich an Tee denke wird es mir übel, mag ich kein Tee, Anika?“

„Ja, eigentlich schon, dass ist sehr seltsam.“

„Es tut mir leid Steve, ich habe keine Ahnung wer du bist. Alles ist neu für mich. Ich erkannte an den Verkehrsschildern das ich in Spanien bin.

Das ich mit dieser sehr hübschen Frau glücklich verheiratet bin, weiß ich schon wieder.“

„Wieso schon wieder, bekommst du dein Gedächtnis zurück?“

„Nein, aber das hat sie mir erzählt.“

„Oh, ich dachte schon. Über das ‚glücklich’ würde ich mich noch nicht so sicher sein.“

„Was meinst du damit Steve?“

„Oh, nichts“

Dann wendet Steve sich zu Anika und sagt:

„Du Anika, meine Liebe, was willst du jetzt machen?“

Sie will schnellstens zu einem Arzt und fragt nochmals ob Agnes, Erik anrufen will.

Dann kommt Steve zwischen beide und sagt schnell:

„Nein, nein, nicht Erik. Ich frage meinen guten Freund Martin. Er ist im Moment bei mir zu Besuch und er ist Arzt. Er kann Rik untersuchen.“

„Ja, aber Erik kennt uns gut.“

Davon will ich nichts hören, das hält man unter Freunden. Weißt du was Rik angestellt hat?“

Steve ruft schnell Martin an und fragt ihm sofort ins Büro zu kommen.

„Martin, Rik ist hier und leidet an einem Gedächtnisschwund, kannst du schnell kommen und ihn untersuchen??“

An der anderen Seite des Telefons kommt es zu einer panischen Reaktion, was die andere nicht hören:

„Was??? Wer sitzt bei dir? Rik lebt? Der müsste tot sein!

OK, ich verstehe dein Problem, ich komme gleich, wir müssen ihn aus dem normalen medizinischen Verfahren raushalten.“

Martin kommt schnell ins Büro und untersucht Rik. Er kann nichts finden oder feststellen, der Blutdruck ist etwas erhöht, aber das ist vernachlässigbar. Er hat keine blauen Flecken und keine Kopfschmerzen. Anika fragt Martin ob eine Blutuntersuchung vielleicht sinnvoll wäre. Über diese Bemerkung ist er nicht begeistert und reagiert kaum auf ihre Frage. Anika glaubt, dass ein Gehirnscan bestimmt sinnvoll sein wird.

Es kann doch sein, dass man an der Außenseite des Kopfes nichts sieht, aber dass es trotzdem eine Schwellung im Gehirn gibt.

Anika will das Rik in einem Krankenhaus untersucht wird. Martin weiß nicht so genau was er Anika antworten soll.

Anika sagt: „Eine Blutuntersuchung und ein Scan ist doch das Wenigste was wir tun müssen. Ich bringe Rik jetzt zum Krankenhaus.“

Martin geht zu Steve um es mit ihm zu besprechen bevor er Anika eine Antwort gibt.

Steve fällt gleich zu ihm aus:

„Wieso lebt Rik noch? Er hatte jetzt doch mausetot sein müssen. Hast du ihm nichts gegeben?“

„Ja ich habe sogar viel gegeben. Er hatte innerhalb zehn Minuten, nachdem er bei mir weggefahren ist, hinter dem Lenkrad sterben müssen und dadurch das Auto verunglücken lassen. Ich verstehe es ganz und gar nicht. Er darf in keinem Fall in einem Krankenhaus untersucht werden.

Wie machen wir das?“

„Du gehst mit Rik und Anika zum Krankenhaus, das hier nebenan liegt und nimmst ihm Blut ab und du nimmst das Blut mit. Du ‚versuchst’ einen Termin zu machen für einen Scan, was dir natürlich nicht gelingt. Anika wird zufrieden sein und wir können uns überlegen was wir tun müssen.“

Steve geht zu Anika und sagt zu ihr:

„Liebe Anika, mein Schatz, du gehst zusammen mit Rik und Martin zum Krankenhaus, Martin wird bei Rik Blut abnehmen und einen Termin vereinbaren für einen Scan.

Geht das in Ordnung?“

„Das ist super Steve, hast du keine Probleme damit das ich mitgehe?“

„Na klar, lieber Schatz, du weißt doch du darfst immer alles von mir.“

Rik schaut ein wenig erstaunt zu, wenn er Steve anhört, der dauernd solche lieben Bemerkungen macht zu Anika und immer wieder ihr Arm festgreift.

Dann gehen sie zum Krankenhaus.

„Martin wieso gehen wir zu diesem Krankenhaus und nicht zum Krankenhaus von Erik?“

„Sie kennen mich hier, das ist bequemer, wartest du hier mit Rik, dann schaue ich ob Blut abgenommen werden kann.“

Martin geht auf der Suche und Anika setzt sich mit Rik im Wartezimmer. Sie ist gar nicht zufrieden über die Einmischung von Martin. Wieso tut Steve plötzlich so freundlich und lieb zu ihr? Als hätte sie was miteinander!

Nach lange warten kommt Martin endlich zurück.

„So, das ist geregelt. Im Moment ist kein Sanitäter verfügbar für eine Blutabnahme, aber ich darf es selber machen, das geht auch noch schneller. Kommt mit, ich weiß wo ich das machen darf. Für einen Scan bekommen wir morgen einen Aufruf.“

Anika will Martin noch etwas fragen, aber er ist schon wieder weg und ruft sie schnell mitzukommen. Martin findet Anika ärgerlich, sie will sich zu viel einmischen. Sie gehen in einem kleinen Untersuchungszimmer und Martin lässt Rik platznehmen auf einem Untersuchungsbett. Er läuft suchend durch das Zimmer. Endlich hat er alles zusammengefunden und nimmt Rik eine Blutprobe ab. Wenn er endlich fertig ist schickt er Anika und Rik weg.

„Geht ihr schnell nach Hause, ich werde das Blut zum Labor bringen.“

Rik uns Anika laufen zurück zum Auto. Wenn Rik einsteigen will, ist Anika nicht einverstanden.

„Ich fahre, das ist besser im Moment, komm setzt dich neben mir.“

„Kannst du Autofahren? Zum Glück, du kennst dich bestimmt besser aus. Ich weiß wirklich nicht wohin ich fahren muss oder wo wir wohnen.

Anika fährt zum Dorf und das Apartmenthaus wo sie leben. Rik schaut während der Fahrt erstaunt um sich hin.

Beim Apartmenthaus fährt Anika direkt in die Garage hinein.

„So, das sieht gut aus. Es ist wie ein Parkhaus, aber dann mit abgeschlossenen Parkplätzen.“

„Es ist das Parkhaus von den Apartments hier oben.“

Anika fährt zu ihrer Box und öffnet die Tür mit ihrer Fernbedienung und fährt das Auto hinein.

„Das sieht gut aus, es passen leicht zwei Autos hinein.“

Anika nickt nur mit ihrem Kopf und nimmt Rik mit zum Aufzug. Mit dem Aufzug kommen sie auf die obere Etage wo ihre Wohnung sich befindet. Anika öffnet die Haustür und lässt Rik in ihre Wohnung hineingehen

„So, dies ist unsere Wohnung. Kommt hinein, dann zeige ich dir alles, dann fühlst du dich nicht so verloren in deiner eigenen Wohnung.“

“Wow, das ist schön. Ich sehe eine Treppe, hat die Wohnung zwei Stockwerke?“

„Oben sind die Schlafzimmer.“

Sie laufen ins Wohnzimmer hinein und Rik staunt über die Aussicht. Diese, schöne und breite Sicht auf das Mittelmeer, macht ihn atemlos. Es ist ein schönes, sonniges und klares Wetter und das macht die Aussicht noch optimaler. Er geht auf die Terrasse und sieht da ein Jacuzzi.

„Gehört das auch dabei? Das muss schon sehr schön sein, abends in dem Jacuzzi, mit einem Glas Champagner in der Hand, genießend von der Aussicht.“

Anika stimmt damit ein und meint das er recht hat. Rik läuft zum Terrasse-Rand und schaut nach unten. Dort sieht er zwei Schwimmbäder.

„Gehören die auch dazu? Es ist eine sehr schöne Anlage, wohnen wir hier schon lange?“

„Ja, das ist der Garten mit Schwimmbäder, die gehören dazu. Wir leben hier so ungefähr seit zwei Jahre. Komm ich zeige dir den Rest der Wohnung.“

Anika zeigt auf der gleichen Etage, die Küche, ein Badezimmer und ein kleines Schlafzimmer. Danach gehen sie die Treppe hoch und dort gibt es zwei Schlafzimmer mit zwei Badezimmer. Sie zeigt das Schlafzimmer, sehr groß mit noch einem Sitz vor dem Fenster das auf das Meer schaut, mit sogar eine noch schönere Sicht wie aus dem Wohnzimmer.

Das Zimmer hat ein eigenes Badezimmer, er geht hinein und sieht oberhalb des Waschbeckens einen großen Spiegel. Er schaut im Spiegel und sieht einen unbekannten Mann neben Anika stehen.

Der Unbekannter ist er selbst.

Er starrt im Spiegel und sagt:

„Bin ich das? Das ist komisch, dich selber zu sehen und dass du dich selber nicht erkennst.

Daran muss ich mich gewöhnen.

Ein Bad, eine Dusch, eine Toilette, zwei Waschbecken. Sind das meine Sachen? Mein Rasierzeug. Ich werde Morgen feststellen wie es funktioniert.“

Anika zeigt ihm die Schränke, wo alle Kleider und so liegen.

„Sind das meine Kleider? Schön.“

Rik sieht an der Wand viele Fotos hängen und schaut die sich gut an.

„Wer ist das auf diesen Fotos?“

„Das sind unsere Kinder. Felicia und Vincent.“

„Wir haben zwei Kinder? Schön, später musst du alles über sie erzählen. Ich fürchte das du mir viel erzählen musst um ein wenig mitreden zu können. Ich weiß wirklich nichts mehr. Es ist zum verrückt werden. Wenn einer an der Haustür klingelt weiß ich nicht mal ob es ein Bekannter oder Fremder ist.“

„Ja, ich werde dir heute Abend viel erzählen. Es scheint mir sehr schwierig zu sein und komisch anzufühlen, wenn man plötzlich nichts mehr weiß und sich selber nicht mal erkennt.“

Rik schaut um sich hin.

„Es ist alles sehr schön. Wo muss ich schlafen? Muss ich im kleinen Schlafzimmer unten schlafen?“

Anika reagiert etwas irritiert:

„Hier natürlich, was denkst du. Es hat sich nichts geändert zwischen uns beiden. Du hast dein Gedächtnis verloren, das bedeutet nicht das wir ab jetzt alles separat tun müssen. Du kommst normal, wie immer, bei mir ins Bett, verstanden?“

„Ja, fein, nur weiß ich nicht was ‚normal‘ ist.“

„Sorry, da hast du recht. Ich werde dir genau erzählen was ‚normal‘ ist.“

„Küssen wir uns?“

„Ja, wir küssen uns oft und sogar sehr gerne.“

„Das hatte ich schon gehofft, denn ich habe ein enormes Bedürfnis dich zu küssen.“

Anika geht auf ihm zu und küsst ihn. Rik reagiert wie immer, wie gewohnt, darüber ist Anika sehr froh.

Dann verlassen sie das Zimmer und Rik sieht noch eine Tür.

„Was ist hier?“

„Oh ja, entschuldige, ganz vergessen.

Das ist das Schlafzimmer von Felicia. Sie wohnt hier, wenn sie hier in der Gegend sein muss. Das Zimmer hat ein eigenes Badezimmer, so sie hat alle Freiheit.“

„Felicia ist unsere Tochter und Vincent unser Sohn.

Wo schläft er, wenn er hier ist?“

„Er schläft im kleinen Schlafzimmer unten. Er hat sein eigenes Apartment wo er arbeitet. Felicia arbeitet in einer Filiale von der Firma wo ich auch arbeite. Sie muss öfters hier sein und deshalb hat sie das größere Zimmer bekommen.“

Rik geht nochmal zurück auf ihr Zimmer und schaut sich die Fotos nochmals gut an.

„Das sind zwei hübsche Kinder, zum Glück ähneln sie dir.

Du hast schon Schuld an ihr gutes Aussehen.“

„Komm Rik, du hast auch daran gearbeitet, nicht so bescheiden.“

Rik hat viele Fragen an Anika über Sachen die eigentlich selbstverständlich sind.

„Sind wir eigentlich glücklich verheiratet?“

Anika schaut ihn verliebt an und sagt zu ihm:

„Ja, Rik, wir sind sehr glücklich verheiratet.“

„Das freut mich. Darf ich dich umarmen und festhalten?

Ich habe einen unheimlichen Bedarf dich zu umarmen, ich fühle mich so hilflos und leer. Ich weiß überhaupt nichts mehr, auch nichts über uns und das finde ich so schlimm. Ich werde dich bestimmt sehr blöde Fragen stellen über Sachen die für dich ganz normal sind.“

„Natürlich darfst du mich umarmen, gerne sogar. Ich finde es nur gut das du alles fragst. Ich weiß nicht wie es ist, so ganz leer zu sein. Ich will dich sehr gerne helfen alle weißen Flecken wieder einzufühlen.“

„Ich fühle mich so schüchtern so seltsam.“

„Wie du weißt sind wir verheiratet, so komm schnell her und umarme mich und halte mich ganz gut fest, zusammen schaffen wir es schon.“

„Bist du dich sicher?“

So stehen sie einige Zeit da, etwas verloren, in ihrem eigenen Gedanken. Sie möchten am liebsten weinen.

Wie müssen sie jetzt weitermachen? Eigentlich wie immer. Sie wollen feststellen was Rik alles vergessen hat.

Das Fremde ist das er nichts weiß über ihr Leben, aber alles was er gelernt hat, kann er. Er kann Autofahren, kochen, schwimmen, Fahrrad fahren, alles. Es ist wie ein komplettes funktionierendes Haus, nur das Inventar fehlt.

Wie ein Computer ohne Software.

Am Abend will Anika die Kinder erzählen was passiert ist. Zuerst ruft sie Felicia an, die sehr erschrocken reagiert und sofort kommen will. Anika verbietet das, sie will das Rik zuerst etwas zu Ruhe kommt. Vielleicht ist es morgen schon wieder besser. Sie reden noch was über was genau passiert ist. Anika erzählt Felicia auch über das fremde Verhalten von Steve und Martin.

„Sei vorsichtig Mama, du musst die Untersuchungen machen lassen und gut aufpassen. Sonst müssen wir eine andere Lösung finden um die Untersuchungen durch zu führen.“

Anika ist ganz ihrer Meinung und sie vereinbaren um am nächsten Tag wieder Kontakt aufzunehmen.

Vincent reagiert auch sehr erschrocken und will sofort rüberkommen und will behilflich sein. Anika sagt ihm das Gleiche wie zu Felicia. Vincent will auf dem Laufenden gehalten werden und wenn notwendig kommt er sofort.

Anika und Rik gehen schließlich doch ins Bett und versuchen etwas zu Ruhe zu kommen. Von schlafen kommt nicht viel. Rik will so viel hören von Anika. Sie liegen die ganze Nacht im Bett und reden, reden und reden…

Anika erzählt alles über ihr Leben. Schließlich schlafen sie von totaler Erschöpfung ein.

Der Kopf von Rik dreht und dreht. Er hat so viel gehört, er kann es sich alles nicht merken. Er erkennt überhaupt nichts von was Anika ihm alles erzählt. Das verzweifelt ihn total.

Als Anika am nächsten Tag aufwacht, liegt Rik ganz nah an ihr gedrückt. Er suchte Trost und ist ganz fest gegen ihr gekrochen.

Anika freut sich über diese Reaktion.

Kapitel 2

Felicia arbeitet in der gleichen Firma wie Anika. Sie arbeitet in einer Zweigniederlassung im Südwesten. Felicia ist froh, dass es an der Küste liegt. Es ist in einem freundlichen kleinen Dorf mit einem gewaltigen Strand. Nach ihrer Arbeit geht sie oft einen Spaziergang machen über den Strand. Genießen vom Strand, Meer und Wind. Nach dem Spaziergang geht sie öfter in eine Strandbar, die zur Anlage gehört wo sie wohnt. Dort trinkt sie einen schönen Mojito und genießt den Sonnenuntergang.

Vor einigen Wochen hat sie dort einen netten Mann getroffen. Er kommt auch öfter in diese Strandbar. Carlos ist ein Medizinstudent aus Madrid und ist im letzten Jahr. Er hat seine Studie fast abgeschlossen. Seine Eltern besitzen hier eine Ferienwohnung, direkt am Strand. Er kommt oft hierher, vor allem wenn er lernen muss für ein Examen. Das Meer, das Strand, keine Freunde, die ihn belästigen, hier kann er ungestört studieren. Carlos hat Felicia schon öfter vorbeilaufen sehen, sie ist ihm sofort aufgefallen. Sie hat das gewisse Etwas was ihm anzieht. Was es ist weiß er nicht, aber etwas in ihrer Haltung und ihre Weise wie sie läuft, ziehen ihm an.

Er sieht sie so oft vorbeilaufen, dass sie keinen Urlauber sein kann, sie muss hier leben. Deshalb wollte er sie schon lange ansprechen, aber er traute sich nicht. Letztendlich ist er sie nachgelaufen und hat gesehen das sie in die Strandbar ging um etwas zu Trinken. Er schüttelte seine Schüchternheit von sich ab und setzte sich neben ihr an der Bar. Felicia hat etwas verwundert geschaut als sie bemerkte das jemanden sich neben ihr an der Bar hinsetzte. Sie schaute ihn gut an und erkannte ihn. Felicia hat ihn schon öfter gesehen, auf einer Terrasse einer Wohnung am Strand.

Carlos sagt etwas unbeholfen und deshalb etwas schroff:

„Hallo, ich bin Carlos, darf ich dir etwas anbieten?“

Felicia hat seine Unbeholfenheit nicht mal bemerkt.

Felicia antwortet:

„Hai, ich bin Felicia, freut mich bekannt zu mache. Etwas zum Trinken? Das ist schön, ein Mojito bitte. Du wohnst doch etwas weiter am Strand in den Dünen?“

Carlos ist ganz erleichtert von Felicias Reaktion und kann wieder normal atmen und denken.

„Ja, das stimmt. Hast du mich dann gesehen?“

„Ja, du sitzt oft auf der Terrasse und studierst oder so.“

„Das stimmt ich lerne hier für mein Examen, es ist hier ideal um ruhig zu studieren.“

Sie kommen zu einem Gespräch und erzählen einander viel über sich, die Arbeit und das Studium. Carlos merkt, dass sie gut spanisch redet, aber sie hat einen Akzent.

„Du bist keine Spanierin, glaube ich zu hören?“

„Ist es so deutlich zu hören?“

„Nein, nein, gerade nicht, ich zweifelte welchen Akzent du hast, aus welcher Region von Spanien, aber ich konnte es nicht feststellen. Mit deinen schönen dunklen Haaren könntest du spanisch sein. Deine Weise von bewegen und tun sind nicht spanisch, deshalb frage ich es.“

Felicia erklärt ihm wo sie her kommt und wie sie hier gelandet ist. Carlos erzählt Felicia, dass er im letzten Jahr seiner Studie ist. Er studiert tropische und asiatische Heilkunde.

Carlos und Felicia treffen sich oft dieser Sommer.

Ihr Treffpunkt ist immer diese Strandbar. Sie genießen es, es bricht den Alltag. Sie haben schon entdeckt das sie beide viel gereist haben und schon viel von der Welt gesehen haben.

Es ist komisch, dass man die ganze Welt abgereist hat und jemand begegnet, der man sehr mag, zuhause in einem kleinen unbekannten Feriendorf.

Es klappt sehr gut zwischen die beiden.

Im Moment als Anika Felicia anruft ist sie gerade mit Carlos in der Strandbar und sie trinken gemütlich einen Mojito.

Felicia beantwortet den Anruf und hört sofort an der Stimme ihrer Mutter das etwas nicht stimmt. Sie sitzt sofort gerade auf und hört sehr aufmerksam zu nach was sie zu sagen hat.

Carlos sieht das Felicia ganz bleich wird und fragt sich was los sein kann, so kennt er sie noch nicht.

Dann stellt Felicia ihrer Mutter viele Fragen. Felicia fragt ob sie schon ins Krankenhaus gewesen ist und was die Ärzte sagen. Carlos erkennt die Wörter ‚Krankenhaus, und ‚Ärzten‘.

Er wird neugierig und wartet ruhig ab bis das Gespräch beendet wird.

„Was erzählst du Mama, du bist nicht in einem Krankenhaus gewesen? Wer hat Papa dann untersucht? Martin? Wer ist Martin? Ein Bekannter, der zufällig zu Besuch ist? Was sagt Erik dazu? Was? Darf Erik Papa nicht Untersuchen? Das ist komisch, das darf nicht wahr sein. Papa muss im Krankenhaus untersucht werden und zwar schnellstens.“

Anika erklärt das Martin eine Blutprobe abgenommen hat und es persönlich zum Lab gebracht hat. Martin hat auch den Termin für einen Scan gemacht und wir müssen jetzt abwarten bis wir aufgerufen werden.

„Hast du zusammen mit Martin diesen Termin gemacht?“

„Nein, ich dürfte nicht dabei sein und das stört mich sehr. Ich darf nirgendwo dabei sein. Weißt du was auch so komisch ist? Steve tut plötzlich sehr lieb zu mir, er tut als ob ich seine Geliebte bin. Verstehst du das? Normal ist er nie freundlich zu mir.“

Felicia ist total entgeistert. Sie will gleich ins Auto steigen und zu ihren Eltern fahren.

„Nein, warte noch ein wenig ab. Wir schauen zuerst was morgen passiert.“

„Na gut, in Ordnung, aber halt mich auf dem Laufenden, ich will alles hören. Wenn es morgen kein Befund vom Blut gibt müssen wir andere Wegen suchen.“

Ihre Mutter gibt ihr das Verspechen und sie legen auf.

Carlos will wissen was los ist. Felicia erzählt ihm alles was ihre Mutter ihr erzählt hat. Das ihr Vater während des Autofahrens einen akuten Gedächtnisschwung erlitten hat.

„Er weiß nichts mehr. Er weiß schon was er tun muss, aber kennt nichts oder niemanden. Er erinnert sich nichts mehr. Im Auto beantwortet er das Telefon aber erkannte meine Mutter nicht mal.“

Carlos fragt:

„Wer ist sein Arzt? Ich hörte den Name Erik, der kenne ich von meinem Praktikum in Málaga, er ist ein guter Arzt.“

„Das ist das Komische, ein befreundeter Arzt vom Manager meiner Mama, hat ihn zu einem Krankenhaus gebracht und untersucht. Er persönlich hat ihm Blut abgenommen, welches er dann zum Lab gebracht hat. Danach hat er hat einen Termin für einen Scan beantragt und jetzt müssen meine Eltern warten auf einem Anruf über den Befund und den Termin.“

„So ein Blödsinn, es ist ein Notfall, dann wird sofort ein Scan gemacht, nur eine Blutprobe? Das ist zu wenig. Es muss ein breites Spektrum untersucht werden, dann brauchst du bestimmt fünf Röhrchen Blut. Wann kommt der Befund?“

„Ich wollte schon sofort ins Auto steigen und hinfahren, aber meine Mutter will zuerst abwarten wie es sich morgen entwickelt. Sie hofft, dass es morgen schon bessergehen wird.“

„Jetzt ist es zu spät. Willst du mich morgenfrüh sofort anrufen über die Befunden? Wenn morgen am Vormittag noch keine Befunden da sind, gehen wir am Nachmittag nach Málaga, wir bringen deinen Vater ins Krankenhaus wo ich gearbeitet habe und ich nehme persönlich die Blutproben ab.

Ich habe ein komisches Gefühl über diese Sache. Indem jemanden so plötzlich einen Gedächtnisschwund hat, das ist nicht normal, das muss gründlich untersucht werden.

Hast du morgen Zeit, Felicia?“

„Das ist sehr freundlich von dir. Ich habe morgen ab zwölf Uhr frei. Ich rufe dich sofort an, wenn ich etwas gehört habe.“

Carlos gibt ihr seine Handynummer. Sie reden noch lange über das Geschehen. Carlos fragt Felicia ob es ihr nicht stört das er sich einmischt, aber sie ist heil froh das jemand die Sache ernst nimmt. Carlos erzählt ihr das er in Madrid viele Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung hat. Er kann viele Tests durchführen.

Schließlich verabschieden sie sich und versprechen am nächsten Morgen Kontakt aufzunehmen.

Anika geht am nächsten Morgen ins Büro. Rik glaubt schon, dass er alleine zuhause bleiben kann. Er will alle Fotobücher durchsehen und hofft das etwas von seinem Gedächtnis zurückkehren wird.

Anika geht direkt auf Steve zu und fragt ob er schon den Befund bekommen hat. Er hat noch nichts gehört, aber er glaubt, dass Martin ihm sofort anrufen wird sobald er die Befunden bekommen hat.

Im Laufe des Vormittags hat Anika immer noch nichts gehört und fragt Steve nochmals ob er schon etwas weiß.

„Ach Anika, mein lieber Schatz, komm her und setz dich, du siehst ganz verloren aus. Jetzt siehst du mal wieder das dieser Rik nicht gut für dich ist. Hat er sein Gedächtnis immer noch nicht zurück?“

„Nein, und das beängstigt mich.“

„Das braucht überhaupt nicht Schatz, ich bin doch da um dich aufzufangen. Vielleicht ist dieses Moment das Richtige um Rik fallen zu lassen. Dich von ihm zu befreien. Es geht schon lange nicht gut zwischen euch beide. Das habe ich schon längst bemerkt.“

Anika reagiert eigentlich kaum auf diesen Bemerkungen, sie ist viel zu viel abgelenkt um es zu sich durchdringen zu lassen.

Anika will nur das Rik sachgerecht untersucht wird.

Steve ruft schließlich Martin an, weil er verrückt wird von dem Jammern von Anika. Nach seinem Gespräch mit Martin geht Steve wieder nach Anika und erzählt ihr das Martin in diesem Moment auf dem Weg ist zum Lab um die Befunden abzuholen.

„Er kommt gleich hierher um es dir zu erzählen, aber er hat schon gesehen, dass es nichts Außergewöhnliches gibt.“

Inzwischen hat Felicia, Anika schon angerufen und nachgefragt ob es Neuigkeiten gibt. Leider musste Anika verneinen. Felicia fragt nach dem Namen des Krankenhauses und schreibt sie auf in ihrem Notizblock.

Carlos hat keine Ruhe, es stört ihm maßlos was passiert ist mit dem Vater von Felicia. Er geht zu Felicia in ihr Büro um nachzufragen ob sie schon was vernommen hat.

„Nein noch nichts. Ich habe soeben mit meiner Mutter telefoniert, sie wird verrückt davon das nichts gemacht wird. Sie will das Papa schnellstens und gründlich untersucht wird.“

„Ich verstehe es, das will ich auch. Ist dies das Krankenhaus wo das Blut abgenommen worden ist?“ fragt Carlos und zeigt auf ihr Notizblock.

„Das ist ein Soziales Krankenhaus, da macht man keine Untersuchungen für dritten. Warte kurz, ich werde das Krankenhaus anrufen um es nachzufragen.“

Carlos ruft an und ist lange in Gespräch. Er erklärt wer er ist und um was es sich handelt. Schließlich bekommt er der verantwortliche Arzt am Telefon. Er spricht lange mit ihm und Felicia zieht an seinen Gesichtsausdrücken das etwas fremdes los sein muss. Er verbricht die Leitung und schaut Felicia sorglich an.

Dann erzählt er was er gehört hat:

„Es ist kein Patient mit einem Gedächtnisschwund bekannt, es gibt auch keine Anfrage für einen Scan und es gibt keine Anfrage für eine Blutuntersuchung.

Es hat schon einen Arzt gegeben, der ein Untersuchungszimmer benützen wollte für eine kleine Untersuchung, aber darüber ist weiter nichts bekannt. Es ist ein Soziales Krankenhaus und es ist immer sehr hektisch.

Leider, aber es stimmt etwas nicht. Wir haben keine Zeit zu verlieren, wir müssen schnellstens zu deinem Vater und ihm Blut abnehmen, bevor die Werten verloren gehen.

Ich schlage vor um jetzt sofort zu deinem Vater zu gehen, ihm abzuholen und zum Krankenhaus von Málaga zu bringen. Ich kann dort das Blut abnehmen und wir werden dann auch einen Gehirnscan machen lassen.

Komm, wir steigen sofort ins Auto und fahren los. Unterwegs können wir alles besprechen und im Krankenhaus anrufen und unseren Besuch anmelden.

Weißt du wo deinen Vater jetzt ist? Zuhause oder bei deiner Mutter im Büro?

Felicia schickt gleich einen Bericht an ihrer Mutter und fragt wo Papa ist. Anika antwortet das er alleine zuhause ist. Felicia berichtet das sie mit Carlos unterwegs ist und Papa abholen wird um ins Krankenhaus von Málaga zu gehen für ausführliche Untersuchungen. Felicia schreibt ihrer Mutter das im Krankenhaus wo sie gestern waren, nichts bekannt ist von einer Blutuntersuchung oder einen Scan.

Sie warnt ihre Mutter nichts an Steve oder Martin zu erzählen. Sie muss sich ganz unschuldig verhalten. Felicia hat ein schlechtes Gefühl über die ganze Sache und will nicht das jemanden etwas über ihre Untersuchungen erfährt.

„Mama, erzähl niemanden etwas, halt dich still, Heute Abend treffen wir uns.“

Anika ist froh das endlich Aktion unternommen wird und vergisst zu fragen wer dieser ‚Carlos’ eigentlich ist.

Niemanden im Büro hat diesen Berichtaustausch bemerkt. Gerade als sie fertig sind, kommt Martin ins Büro und geht zu Steve. Steve fragt kurze Zeit später ob Anika zu ihm kommen will.

„Anika, Schatz, Martin hat gerade die Befunden bekommen. Es ist nichts abweichendes fest zu stellen. Was Martin aber alarmierend findet ist das es so aussieht als ob Rik Drogen nimmt.

Das kann der Grund sein für seinen plötzlichen ‚Black out‘. weißt du irgendetwas von seinem Drogenkonsum?“

„Was sagst du? Das kann nicht wahr sein, wieso würde er Drogen nehmen? Er hat sein ganzes Leben noch keine Drogen genommen oder sogar mal ausprobiert. Was ist das für einen Blödsinn.“

„Die Werten weisen es so aus und es erklärt auch das komische Verhalten von Rik in letzter Zeit.“

„Was redet ihr da, darf ich die Blutwerte sehen? Ich werde die auswerten lassen von Erik.“

Martin antwortet schnell:

„Nein das geht nicht, ich habe die schnell vernichtet, ich will nicht das die in falschen Händen geraten. Ich habe den Termin für den Scan auch abgesagt, bevor das eine falsche Diagnose gestellt wird oder Geschichten rundgesprochen werden. Es tut mir leid. Wo ist Rik jetzt?“

Anika sitzt ganz desolat dabei und sagt matt:

„Rik ist zuhause und schläft. Er ist so müde, dass er im Moment nur schlafen will.“

„Siehst du, auch das ist ein Zeichen von Drogenkonsum.“

Anika reagiert nicht mal, sie versteht es nicht und lässt es dabei. Sie sagt nichts mehr. Das Rik zuhause nur schlafen will erfand sie an Ort und Stelle, so dass sie ihr in Ruhe lassen. Etwas stimmt hier nicht und das muss sie rausfinden.

Steve fragt ob sie eine Tasse Kaffee will:

„Anika, Schatz, willst du noch einen Kaffee? Du und ich werden zusammen zum Mittagessen gehen. Dann kannst du alles ein wenig verarbeiten und auf anderen Gedanken kommen. Heute Nachmittag werden wir zusammen das Projekt fertigstellen woran du im Moment arbeitest. Zusammen werden wir es schnell fertig haben.

Ich weiß es ist ein großer Schrecken für dich, aber wir lassen es dabei und vergessen es, unser Geheimnis. In Ordnung?“

„Ja, in Ordnung, das machen wir, das ist gut, ich danke dir.“ stammelt Anika und sie staunt nur.

„Es ist sehr freundlich von dir das du mich so auffängst.“

Schnell schickt sie einen Bericht an Felicia, das Steve sie zum Mittagessen ausnimmt und das der Weg frei ist um mit Rik zum Krankenhaus zu gehen.

Während Anika und Steve ein romantisches Mittagessen ‚genießen‘ treffen Felicia und Carlos bei Rik ein.

Rik staunt darüber das es klingelt, aber er weiß nicht wer an der Tür sein wird. Deshalb öffnet er die Tür nicht, das hat er mit Anika so verabredet.

Felicia hat natürlich einen Wohnungsschlüssel und geht in die Wohnung hinein. Sie sieht Rik auf der Terrasse sitzen.

Felicia geht auf Rik zu und begrüßt ihn:

„Hallo Papa, ich weiß nicht ob du mich erkennst. Ich bin Felicia, deine Tochter.“

„Ja, ich erkenne dich von den Fotos die im Schlafzimmer hängen. Hallo, freut mich mit dir bekanntzumachen.

Oh, oh, was muss das komisch anhören für dich. Du kennst mich schon dein ganzes Leben und dann sage ich, es freut mich bekanntzumachen. Das tut mir leid, aber ich weiß wirklich nichts.“

„Das macht nichts, das holen wir noch ein. Das ist Carlos, mein Freund.“

„Hallo Carlos, von dir habe ich kein Foto gesehen.“

Felicia reagiert etwas schüchtern:

„Das stimmt, wir sind erst seit kurzem befreundet. Mama weiß es noch nicht mal.“

Felicia erklärt Rik wer Carlos ist und dass er ihn untersuchen will. Sie erzählt das Martin nichts gefunden hat und das nichts los ist mit Rik. Carlos glaubt es nicht. Man hat nicht schlagartig einen Gedächtnisschwund ohne, dass es einen Grund gibt.

Carlos hat schon Kontakt gehabt mit dem Krankenhaus in Málaga und hat die Genehmigung bekommen um seine Untersuchungen durzuführen.

Sie fahren schnell ins Krankenhaus. Felicia hat ihr Auto in der Garage abgestellt so das niemanden sehen kann das Rik die Wohnung verlässt.