"Ich fühle mich Mutter" - Pamela Bastuck - E-Book

"Ich fühle mich Mutter" E-Book

Pamela Bastuck

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschlechterstudien / Gender Studies, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ist in Deutschland vom Zeitalter der Empfindsamkeit und Aufklärung geprägt. Unter den Frauen der gebildeten Mittelklasse ist das Briefeschreiben weit verbreitet, doch wird die Schriftkultur weiterhin von Männern dominiert. Männer sind es auch, die sich über das Frauenthema schlechthin ausführlicher äußern als die Frauen selbst: Die Geburt. Dennoch existieren auch Zeugnisse von Frauen, die sich schriftlich mit dieser Erfahrung auseinandersetzen. Die Arbeit vergleicht zwei verschiedene Quellen miteinander: Die Lebenserinnerungen der Margarethe Elisabeth Milow und Briefe von Therese Huber, geb. Heyne. Ausgewählte Zitate zu Schwangerschaft und Geburt werden vorgestellt und anhand von Leitfragen kommentiert: Wie äußern sich die Frauen über körperliche Vorgänge wie die Schwangerschaft? Was wird über die Geburt berichtet, was nicht? Wie gehen die beiden Frauen mit ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter um?

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Veröffentlichungsjahr: 2008

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Inhaltsverzeichnis

 

I. Einleitung

II. Margarethe Milow

II.1 Vorstellung

II.2 Das Gedenkbuch

II.3 Die erste Schwangerschaft

II.4 Die erste Geburt

III. Therese Huber

III.1 Vorstellung

III.2 Die Briefe

III.3 Die erste Schwangerschaft

III.4 Die erste Geburt

IV. Vergleich

V. Literatur- und Bildnachweis

 

I. Einleitung

 

Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ist in Deutschland vom Zeitalter der Empfindsamkeit und Aufklärung geprägt. Unter den Frauen der gebildeten Mittelklasse ist das Briefeschreiben weit verbreitet, doch wird die Schriftkultur weiterhin von Männern dominiert. Männer sind es auch, die sich über das Frauenthema schlechthin ausführlicher äußern[1] als die Frauen selbst: Die Geburt. Dennoch existieren auch Zeugnisse von Frauen, die sich schriftlich mit dieser Erfahrung auseinandersetzen.

 

In der vorliegenden Arbeit möchte ich zwei verschiedene Quellen miteinander vergleichen: Die Lebenserinnerungen der Margarethe Elisabeth Milow und Briefe von Therese Huber, geb. Heyne. Ich beschränke mich dabei auf einige Auszüge, die sich inhaltlich mit der jeweils ersten Schwangerschaft und Geburt der beiden Frauen beschäftigen.

 

Die beiden Teile meiner Arbeit sind identisch aufgebaut: Zunächst stelle ich den Lebenslauf und die Person von Margarethe Milow und Therese Huber kurz vor. Die Zeittafeln im Anhang bieten einen ergänzenden Überblick über ihr Leben, beschränken sich jedoch auf weitere Geburten und familiäre Todesfälle. Jeweils ein Kapitel ist den Quellen gewidmet und informiert über die Entstehung und Intention des Gedenkbuches, bzw. über die Adressaten der Briefe. Im jeweiligen Hauptteil sammle und kommentiere ich die von mir ausgewählten Zitate zu Schwangerschaft und Geburt.

 

Zum Abschluss vergleiche und interpretiere ich die beiden Frauenschicksale anhand einiger Leitfragen: Wie äußern sich die Frauen über körperliche Vorgänge wie die Schwangerschaft? Was wird über die Geburt berichtet, was nicht? Wie gehen sie mit ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter um?

 

II. Margarethe Milow

 

 

Abb.1

 

II.1 Vorstellung

 

Margarethe Elisabeth Milow wird am 02. Oktober 1748 in Hamburg geboren. Ihr Vater ist ein angesehener Geschäftsmann, dennoch lebt die Familie offenbar relativ bescheiden. Margarethes Kindheit und Jugend verläuft ihrer eigenen Schilderung nach sehr behütet. Ihre Erziehung ist für diese Zeit typisch: Als älteste Tochter wird sie zusammen mit ihren Schwestern von einer französischen Gouvernante betreut und beschäftigt sich überwiegend innerhalb des Hauses mit Handarbeiten. Es gibt allerdings auch einen Hauslehrer, der die Mädchen unterrichtet – in welchen Gebieten bleibt leider unerwähnt. Abwechslung bringen nur gelegentliche Ausflüge oder Bälle, zu denen die älteren Mädchen gehen dürfen. Insgesamt ist Margarethe Milow sehr auf ihre Tugend und Sittsamkeit bedacht und wertet solche gesellschaftlichen Ereignisse im nachhinein als Ausschweifungen, die die Bildung ihres Charakters ihrer Meinung nach negativ beeinflusst haben.