Ich schenk dir ein Lächeln -  - E-Book

Ich schenk dir ein Lächeln E-Book

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Beschreibung

War einmal ein Bumerang;
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum - noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.

Joachim Ringelnatz

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Leseprobe zu:

Ich schenk dir ein Lächeln

Heitere Geschichten und Gedichte

Herausgegeben von Julia Gommel-Baharov

FISCHER E-Books

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Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung oder die Verwendung in elektronischen Systemen.

© S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

Inhalt

Freude soll lachen, glänzen und singen.Joachim Ringelnatz: FreudeJoseph von Eichendorff: WünschelruteAnastasius Grün: Rezept für die HeiterkeitJoachim Ringelnatz: MorgenwonneJoseph von Eichendorff: Wunder über WunderIch würde dir ohne Bedenken Eine Kachel aus meinem Ofen Schenken.Joachim Ringelnatz: Ich habe dich so lieb!Christian Friedrich Daniel Schubart: FreundschaftMatthias Claudius: FreundschaftFranz Grillparzer: Wert der FreundschaftFriedrich Hölderlin: FreundschaftLudwig Heinrich Christoph Hölty: Der BundWilhelm Busch: Balduin Bählamm, der verhinderte DichterKurt Tucholsky: In der HotelhalleOb er mich küßte? Wohl tausendmal, tandaradei …Nikolaus Lenau: LiebesfrühlingWalther von der Vogelweide: Das BlumenbetteJoachim Ringelnatz: Offener Antrag auf der StraßeHeinrich Heine: Die HarzreiseHermann Löns: Auf der GartenbankJohann Heinrich Voß: Mailied eines MädchensBurkart von Hohenfels: TanzliedFriedrich Schiller: Kastraten und MännerHeinrich Heine: Hast du die Lippen mir wund geküßtHeinrich Heine: Es drängt die NotLudwig Tieck: LiebesblumeJoachim Ringelnatz: Ferngruß von Bett zu BettKurt Tucholsky: Frauen sind eitel. Männer? Nie –!Kurt Tucholsky: Ein Ehepaar erzählt einen WitzLaßt euch vom Vergnügen Und vom Wein besiegen.Hans Sachs: Das SchlaraffenlandVictor Auburtin: Ein Tag in der SommerfrischeChristian Hoffmann von Hoffmannswaldau: Lob der VergnügungNovalis: BurgunderweinJohann Peter Uz: Der Sommer und der WeinPaul Scheerbart: SommernachtJohann Arnold Ebert: TrinkliedJoseph von Eichendorff: Trinken und SingenTheodor Storm: OktoberliedLudwig Thoma: Der Münchner im HimmelJohann Wilhelm Ludwig Gleim: Gott lob!Josef Weinheber: Der PhäakeWilhelm Busch: Es wird mit Recht ein guter BratenGotthold Ephraim Lessing: Lob der FaulheitGotthold Ephraim Lessing: Die FaulheitFranz Hessel: Die Kunst spazierenzugehenKurt Tucholsky: Die Kunst, falsch zu reisenKurt Tucholsky: Die Kunst, richtig zu reisenRainer Maria Rilke: Das KarussellO wunderschön ist Gottes Erde, Und werth darauf vergnügt zu seyn.Johann Wolfgang Goethe: LändlichEduard Mörike: Er ist’sFriedrich Hölderlin: Der FrühlingHermann Löns: Es steht die Welt in BlüteElse Lasker-Schüler: GroteskeWilhelm Busch: FrühlingsliedHeinrich Heine: Das Fräulein stand am MeereLudwig Christoph Heinrich Hölty: Aufmunterung zur FreudeJohann Wolfgang Goethe: MaifestJoachim Ringelnatz: SommerfrischeAlfred Lichtenstein: SommerfrischeAugust Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Der SommerPaul Gerhardt: Geh aus, mein HerzJohann Wilhelm Ludwig Gleim: An die SonneChristian Weise: Die Rose blühtMatthias Claudius: Im JuniusHeinrich Heine: Sommer in HamburgWilhelm Müller: JuniTheodor Fontane: Meine KinderjahreWilhelm Busch: Wie man Obstauflauf machtTheodor Storm: AugustAdalbert Stifter: SommergartenTheodor Fontane: MittagElse Lasker-Schüler: Ist’s die Schwüle?Kurt Tucholsky: Dreißig GradJohann Klaj: Vorzug deß SommersWilhelm Busch: Die MückenJohann Wolfgang Goethe: Lynkeus der TürmerRainer Maria Rilke: SonntagFriedrich Hebbel: Der junge SchifferConrad Ferdinand Meyer: Zwei SegelWolfgang Borchert: Muscheln, MuschelnKurt Schwitters: Herbst / Die letzte FliegeGerhart Hauptmann: EislaufChristian Morgenstern: Wie sich das Galgenkind die Monatsnamen merktDer kekke Lachengekk koaxet / krekkt / und / quakktAnonym: Ick sitze hier und esse KlopsJoachim Ringelnatz: Im ParkChristian Morgenstern: Fisches NachtgesangJoachim Ringelnatz: Ein Lied, das der berühmte Philosoph Haeckel am 3. Juli 1911 vormittags auf einer Gartenpromenade vor sich hinsangJohann Klaj: Der kekke LachengekkJoachim Ringelnatz: Unter Wasser Bläschen machenChristian Morgenstern: Der SchnupfenJohann Peter Hebel: Das seltsame RezeptBarthold Heinrich Brockes: Hüben sich die Augen-LiederJoachim Ringelnatz: ÜberallJohann Wolfgang Goethe: Die wandelnde GlockeRainer Maria Rilke: Der BallJoachim Ringelnatz: Der BücherfreundChristian Morgenstern: Das ästhetische WieselJoachim Ringelnatz: Kuttel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen vom RotkäppchenGustav Hochstetter: Lustiges aus dem HundelebenWilhelm Busch: Fipps der AffeHans Sachs: Der Koch mit dem KranichJoachim Ringelnatz: BumerangNachweise

Freude soll lachen, glänzen und singen.

Joachim Ringelnatz

Freude

Freude soll nimmer schweigen.

Freude soll offen sich zeigen.

Freude soll lachen, glänzen und singen.

Freude soll danken ein Leben lang.

Freude soll dir die Seele durchschauern.

Freude soll weiterschwingen.

Freude soll dauern

Ein Leben lang.

Joseph von Eichendorff

Wünschelrute

Schläft ein Lied in allen Dingen,

Die da träumen fort und fort,

Und die Welt hebt an zu singen,

Triffst du nur das Zauberwort.

Anastasius Grün

Rezept für die Heiterkeit

So höre denn und gib recht acht,

Wie man Heiterkeit braut und macht,

Denn nicht eine jede ist echt und fein,

Doch diese hier hilft dir bei jeglicher Pein.

Zuerst schau ins Herz und spül’ es recht aus

Und wasch’ alle Selbstsucht recht heraus,

Dann nimm Geduld und Nachsicht zur Hand

Und schüttle sie um, mit etwas Verstand.

Ein Tröpfchen Lethe tu auch dabei,

Es macht von vergangenem Weh dich frei,

Nicht Leichtsinn, doch leichten Sinn rühre darein,

Ein bißchen Witz, doch gerieben fein,

Viel guten Willen und feste Kraft,

Und Menschenliebe, die wirkt und schafft;

Ein wenig Selbstvertraun und Mut,

Bescheidenheit, Hoffnung und ruhiges Blut.

Und alles rühre zusammen fein

Und nimm’s mit reinem Herzen ein,

Und schlägt es dennoch und will nicht zur Ruh,

So blicke bittend nach oben dazu.

Du wirst es sehen, dann kömmt dir der Mut

Und alles, alles wird wieder gut,

Die Träne trocknet, die Lippe lacht,

Und doch weiß keiner, wie du’s gemacht.

Joachim Ringelnatz

Morgenwonne

Ich bin so knallvergnügt erwacht.

Ich klatsche meine Hüften.

Das Wasser lockt. Die Seife lacht.

Es dürstet mich nach Lüften.

 

Ein schmuckes Laken macht einen Knicks

Und gratuliert mir zum Baden.

Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs

Betiteln mich »Euer Gnaden«.

 

Aus meiner tiefsten Seele zieht

Mit Nasenflügelbeben

Ein ungeheurer Appetit

Nach Frühstück und nach Leben.

Joseph von Eichendorff

Wunder über Wunder

Du wunderst wunderlich dich über Wunder,

Verschwendest Witzespfeile, blank geschliffen.

Was du begreifst, mein Freund, ist doch nur Plunder,

Und in Begriffen nicht mit einbegriffen

Ist noch ein unermeßliches Revier,

Du selber drin das größte Wundertier.

[...]

Impressum

Originalausgabe

 

Erschienen bei FISCHER E-Books

 

© 2019 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

 

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.

Covergestaltung: kreuzerdesign Agentur für Konzeption und Gestaltung

Coverabbildung: Peter Newark American Pictures / Bridgeman Images

 

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Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.

ISBN 978-3-10-491111-3