Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque. - Erich Maria Remarque - E-Book

Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque. E-Book

Erich María Remarque

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Beschreibung

Königs Erläuterungen – Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen alles, was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst. Das spart dir lästiges Recherchieren und kostet weniger Zeit zur Vorbereitung. Alle wichtigen Infos zur Interpretation. - von der ausführlichen Inhaltsangabe über Aufbau, Personenkonstellation, Stil und Sprache bis zu Interpretationsansätzen - plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download . sowohl kurz als auch ausführlich. - Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor und Analyse zusammen. - Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick – ideal auch zum Wiederholen. - Das Stichwortregister ermöglicht dir schnelles Finden wichtiger Textstellen. . und klar strukturiert. - Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen. - Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen ermöglichen dir eine bessere Orientierung. . mit vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.

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Seitenzahl: 141

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KÖNIGS ERLÄUTERUNGEN

Band 433

Textanalyse und Interpretation zu

Erich Maria Remarque

IM WESTEN NICHTS NEUES

Wolfhard Keiser Ergänzt von Karla Seedorf

Alle erforderlichen Infos für Abitur, Matura, Klausur und Referat plus Musteraufgaben mit Lösungsansätzen

Zitierte Ausgabe:Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues. In der Fassung der Erstausgabe mit Anhang und einem Nachwort herausgegeben von Thomas F. Schneider. KiWi Taschenbücher Nr. 1368. Köln: Kiepenheuer & Wietsch, 2. Auflage 2014.

Über den Autor dieser Erläuterung: Dr. Wolfhard Keiser: Studium der Anglistik und Romanistik. Veröffentlichungen: Die Zeitgenossen Richardsons und Fieldings, 1974. The American Dream, 1982, Stories of Youth and Discovery, 1984. Jean de la Fontaine: Fables, 1985. Simone de Beauvoir: Le deuxième Sexe, 1997. Jean Giraudoux: La guerre de Troien’aura pas lieu, 1998. Jean Anouilh: Antigone, 1999. Eugène Ionesco: Rhinocéros, 2000. Albert Camus: L’Étranger, 2001. Jean-Paul Sartre: Les Mouches, 2003. William Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig, 2004. Beliebte Balladen interpretiert, 2006. Beliebte Erzählungen und Novellen interpretiert, 2007. Éric-Emmanuel Schmitt: Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran, 2010. François Lelord: Le Voyage d Hector ou la recherche du bonheur, 2011.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

3., aktualisierte Auflage 2014

ISBN 978-3-8044-6979-2

© 2005, 2012 by C. Bange Verlag, 96142 Hollfeld Alle Rechte vorbehalten! Titelbild: Szene aus dem Film Im Westen nichts Neues (1930) © Cinetext

Hinweise zur Bedienung

Inhaltsverzeichnis Das Inhaltsverzeichnis ist vollständig mit dem Inhalt dieses Buches verknüpft. Tippen Sie auf einen Eintrag und Sie gelangen zum entsprechenden Inhalt.

Fußnoten Fußnoten sind im Text in eckigen Klammern mit fortlaufender Nummerierung angegeben. Tippen Sie auf eine Fußnote und Sie gelangen zum entsprechenden Fußnotentext. Tippen Sie im aufgerufenen Fußnotentext auf die Ziffer zu Beginn der Zeile, und Sie gelangen wieder zum Ursprung. Sie können auch die Rücksprungfunktion Ihres ePub-Readers verwenden (sofern verfügbar).

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Verknüpfungen zu den Online-Aufgaben Im Abschnitt 6 „Prüfungsaufgaben“ finden Sie einen Hinweis zu zwei kostenlosen zusätzlichen Aufgaben. Diese Aufgaben können über die Webseite des Verlages aufgerufen werden. Tippen Sie auf die Verknüpfung und Sie werden direkt zu den Online-Aufgaben geführt. Dazu wird in den Web-Browser Ihres ePub-Readers gewechselt – sofern Ihr ePub-Reader eine Verbindung zum Internet unterstützt und über einen Web-Browser verfügt.

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INHALT

1. DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK – SCHNELLÜBERSICHT

2. ERICH MARIA REMARQUE: LEBEN UND WERK

2.1 Biografie

2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

2.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken

3. TEXTANALYSE UND -INTERPRETATION

3.1 Entstehung und Quellen

3.2 Inhaltsangabe

3.3 Aufbau

3.4 Personenkonstellation und Charakteristiken

3.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen

3.6 Stil und Sprache

3.7 Interpretationsansätze

Alfred Antkowiak (1965)

Wilhelm von Sternburg (1998)

Hans Joachim Bernhard (1958)

Günter Blöcker (1980)

4. REZEPTIONSGESCHICHTE

Carl Zuckmayer (1929)

Bruno Frank (1929)

Karl Hugo Sclutius (1929)

Dr. Hermann Heisler (1929)

Die Rote Fahne (1929)

Lewis Milestones Verfilmung (1930)

5. MATERIALIEN

6. PRÜFUNGSAUFGABEN MIT MUSTERLÖSUNGEN

Aufgabe 1 *

Aufgabe 2 *

Aufgabe 3 **

Aufgabe 4 ***

Literatur

Zitierte Ausgaben

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Material zu E. M. Remarque

Verfilmungen

1.Das Wichtigste auf einen Blick – Schnellübersicht

Damit sich jeder Leser in diesem Band rasch zurechtfindet und das für ihn Interessante gleich findet, folgt eine Übersicht.

Im 2. Kapitel wird Erich Maria Remarques Leben beschrieben und auf den zeitgeschichtlichen Hintergrund verwiesen:

Biografie: Erich Maria Remarque lebte von 1898 bis 1970. Er war 1917 eineinhalb Monate an der Westfront, wurde dort verletzt und verbrachte die folgenden eineinhalb Jahre in einem Duisburger Hospital.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund: Der Erste Weltkrieg begann 1914, 1919 wurde nach großen Verlusten auf deutscher wie französischer Seite der Versailler Vertrag unterzeichnet. Im gleichen Jahr wurde die Republik ausgerufen. Die Weimarer Republik war geprägt von Weltwirtschaftskrise und politischen Unzufriedenheiten. Am 30.1.1933 wurde Hitler Reichskanzler. Bei der Bücherverbrennung 1933 wurde auch Remarques Werk dem Feuer übergeben.

Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken: Remarque setzte sich in seinem Werk vor allem mit Erstem Weltkrieg, Kriegsheimkehrerproblematik, Emigrantenschicksalen, KZ-Widerständlern und dem Aufstieg der Nationalsozialisten in den 1920er-Jahren auseinander. Im Westen nichts Neues erschien 1929 als erster Teil einer Trilogie über die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges bis hin zur Krise der Weimarer Republik.

Das 3. Kapitel liefert eine Textanalyse und Interpretation von Im Westen nichts Neues:

Im Westen nichts Neues – Entstehung und Quellen:

Der Roman erschien 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung. Nicht zuletzt aufgrund geschickter Verlagswerbung, die den Autor als literarischen Neuling und das Beschriebene als seine authentischen Fronterlebnisse darstellte, wurde das Buch ein großer Erfolg.

Inhalt:

Der Roman thematisiert die Kriegserlebnisse des 18-jährigen Paul Bäumer und seiner Kameraden während des Ersten Weltkrieges an der Westfront bis hin zu Bäumers Tod kurz vor Kriegsende.

Aufbau:

Dramatisches Kampfgeschehen wechselt mit Ruhephasen und darin eingebetteten reflektorischen Passagen. Ständig wiederkehrende Motive strukturieren das aus zahlreichen Einzelepisoden bestehende Werk.

Personenkonstellation und Charakteristiken:

Geschildert wird das Erleben einer Gruppe von Soldaten um den Gymnasiasten Paul Bäumer, seiner ehemaligen Klassenkameraden und einfacher Leute. Ihre verstörenden Kriegserfahrungen stehen exemplarisch für die „Verlorene Generation“, wobei die Kameradschaft innerhalb der Kompanie als positiver Gegenpol zur gleichgültig-zynischen Oberschicht (Ärzte, Lehrer, hochrangige Offiziere, Großindustrielle) fungiert.

Stil und Sprache:

Die Sinnlosigkeit und Entsetzlichkeit des Krieges findet in Ellipsen, Hyperbeln, Assonanzen und Alliterationen ihren sprachlichen Ausdruck. Als sprachliche Verarbeitungsmöglichkeiten dienen den Soldaten Humor, Sarkasmus, Euphemismen und ein nüchtern-distanziertes bis derb-drastisches Reden über die traumatisierenden Erlebnisse.

Interpretationsansätze:

Dem Roman wurde vorgeworfen, dass er keine revolutionär-aktivistische Perpektive aufweise, da die Helden der „lost generation“ menschlich und geistig entwicklungsunfähig seien. Auch die episodenhafte Ausgestaltung und mangelnder Gestaltungswille wurde bemängelt.

2.Erich Maria Remarque: Leben und Werk

Erich Maria Remarque 1898 bis 1970 © Cinetext/Richter

2.1Biografie

JAHR

ORT

EREIGNIS

ALTER

1895

Osnabrück

Umzug des Vaters Peter Franz Remark, Buchbinder, von Kaiserswerth nach Osnabrück, dort Heirat mit Anna Maria Stallknecht

1896

Osnabrück

Geburt ihres ersten Kindes, Theodor Artur Remark, der mit fünf Jahren stirbt

1898

Osnabrück

22. Juni: Geburt von Erich Paul Remark

1900

Osnabrück

Geburt der Schwester Erna

2

1903

Osnabrück

Geburt der Schwester Elfriede

3

1904–1912

Osnabrück

Volksschule

6–14

1912–1915

Osnabrück

Schüler der „katholischen Präparande“ (Unterstufe der Lehrerbildungsanstalt, die auf die Ausbildung zum Volksschullehrer am katholischen Lehrerbildungsseminar vorbereitet)

14–17

1915

Osnabrück

Beginn seines Studiums

17

Frühjahr 1916

Osnabrück

Remark stößt zum Kreis um Maler und Dichter Fritz Hörstemeier, der sich in einem kleinen Zimmer in der Liebigstr. 31 trifft

18

21. Nov. 1916

Osnabrück, Celle

Remark erhält Einberufungsbefehl: Ausbildung in der Osnabrücker Caprivi-Kaserne und im Ausbildungslager Celle

18

12. Juni 1917

Westfront

Einsatz an der Westfront in Dixmuide als Schanzsoldat

19

1917

Osnabrück

Tod der Mutter

19

31. Juli 1917

Westfront

Verwundung durch Granatsplitter; drei Wochen Versorgung im Feldlazarett Thourhout, danach Verlegung in das St. Vincenz-Hospital in Duisburg, aus dem er Ende Oktober 1918 entlassen wird.

19/20

15. Nov. 1918

Verleihung des Eisernen Kreuzes erster Klasse

20

1918

Osnabrück

Beginn der Arbeit an einem Kriegsroman

20

seit 1918

Veröffentlichung von Essays, Kurzgeschichten, Gedichten in der Dresdner Zeitschrift Die Schönheit

20

6. März 1918

Osnabrück

Tod seines Jugendfreundes Fritz Hörstemeier

20

1918

Osnabrück

Wiederaufnahme des Lehrerstudiums in Osnabrück

20

1. Aug. 1919

Lingen, Emsland

Erste Stelle in Lohne bei Lingen, danach kurzfristige Aushilfstätigkeiten an Volksschulen im Emsland

21

25. Sep. 1919

Osnabrück

Bestehen der Lehramtsprüfung für Volksschulen

21

1920

Veröffentlichung des Romans Die Traumbude

22

Mai 1920

Lingen

Stelle als Volksschullehrer in Klein-Berpen bei Lingen; nach 6 Monaten Aufgeben der Lehrertätigkeit

22

1920– 1922

Osnabrück

Arbeit als Konzert- und Theaterkritiker bei der Osnabrücker Tages-Zeitung; Gedichtveröffentlichungen; Gelegenheitsjobs als Reisender, Buchhalter, Grabsteinverkäufer

22–24

ab 1921

Osnabrück

Verfasst Werbeartikel für Betriebszeitung der Continental-Gummiwerke in Hannover

23

ab Mai 1921

Osnabrück

Unterzeichnet seine Artikel nunmehr mit Erich Maria Remarque (Maria: Vorname der Mutter; französische Endung „que“ verweist auf französischen Ursprung seiner Familie)

23

April 1922

Hannover

Umzug nach Hannover; fester Mitarbeiter der Conti-Betriebszeitung Echo-Continental (bis 1928 Artikel über Sport, Freizeit, Mode, Autos)

24

1922– 1924

Hannover

Veröffentlichung von Lyrik, Essays, Kurzgeschichten u. a. im Hamburger Fremdenblatt, Berliner Tageblatt, den Zeitschriften Jugend, Der Junggeselle, Störtebeker.

24–26

1924

Hannover

Über das Mixen Kostbarer Schnäpse

26

1923/24

Hannover

Schreibt den erst 1998 veröffentlichten Roman Gam

25–26

1925

Berlin

Zweiter Redakteur bei der renommierten Gesellschaftszeitschrift Sport im Bild

27

14. Okt. 1925

Erste Heirat mit Ilse Jutta Zambona

27

1927/28

Veröffentlichung des Romans Station am Horizont (als Fortsetzungsroman in Sport im Bild)

29–30

10. Nov. bis 9. Dez. 1928

Vorabdruck des Romans Im Westen nichts Neues in der Vossischen Zeitung

30

29. Jan. 1929

Buchausgabe des Romans im Propyläen-Verlag

31

Herbst 1929

Osnabrück

Arbeitet in Osnabrück an dem Roman Der Weg zurück

31

4. Jan. 1930

Scheidung von Ilse Jutta Zambona

32

4. Dez. 1930

Berlin

Deutschlandpremiere des Films Im Westen nichts Neues

32

07. Dez. 1930/29. Jan. 1931

Vorabdruck des Romans Der Weg zurück in der VossischenZeitung

32–33

1930– 1934

USA

Veröffentlichung englischsprachiger Kurzgeschichten in Collier’s Magazine in Springfield/Ohio über Ersten Weltkrieg, 1993 erstmals auf deutsch erschienen.

32–36

30. April 1931

Buchausgabe des Romans Der Weg zurück

33

1931

Ascona

Kauf der Villa „Casa Monte Tabor“ in Porto Ronco bei Ascona

33

29. Jan. 1933

Schweiz

Remarque verlässt Deutschland und begibt sich in die Schweiz

35

Januar 1933

Schweiz

Fertigstellung des Romans Pat, Vorstufe zu Drei Kameraden

35

10. Mai 1933

Berlin

Öffentliche Verbrennung der Bücher Remarques

35

Ab Mitte der 1930er-Jahre

Schweiz

Freundschaft mit Marlene Dietrich

37

1936

USA

In Amerika erscheint der Roman Three Comrades

38

1938

Niederlande

Deutsche Version der Drei Kameraden im Amsterdamer Verlagshaus Querido (deutscher Exilverlag)

40

22. Jan. 1938

Schweiz

Zweite Heirat mit Ilse Jutta Zambona – dadurch ermöglicht Remarque ihr die Einreise in die Schweiz und später in die USA

40

4. Juli 1938

Schweiz

Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft

40

Ab Sept. 1939

USA

Aufenthalt in den USA

41

1939

Der Roman Liebe Deinen Nächsten erscheint auf Englisch (Titel: Flotsam)

41

1941

Erscheinen der deutschen Ausgabe von Liebe Deinen Nächsten

43

16. Dez. 1943

Berlin

Hinrichtung seiner Schwester Elfriede Scholz in Berlin-Plötzensee wegen „Wehrkraftzersetzung“

45

1944

Practical Educational Work in Germany after the war (Praktische Erziehungsarbeit in Deutschland nach dem Krieg)

46

1945

Roman Arc de Triomphe

47

7. Aug. 1947

USA

Erwerb der US-Staatsbürgerschaft

49

1948–1966

USA

Wechselnder Wohnsitz in Porto Ronco und New York

50–68

1952

Roman Der Funke Leben

54

ab 1952

Deutschland

Häufige Deutschland-Reisen

54

1954

Roman Zeit zu leben und Zeit zu sterben

56

9. Juni 1954

Osnabrück

Tod des Vaters

56

1955

Uraufführung des Films Der letzte Akt (Thema: Hitlers letzte Tage), für den Remarque das Drehbuch schreibt

57

20. Sep. 1956

Berlin

Uraufführung des Theaterstücks Die letzte Station am Berliner Renaissance Theater

58

1956

Roman Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend

58

1957

Zweite Scheidung von Ilse Jutta Zambona

59

1958

Heirat mit Schauspielerin Paulette Goddard

60

1961

Roman Der Himmel kennt keine Günstlinge; Vorabdruck in der Illustrierten Kristall unter dem Titel Geborgtes Leben

63

1962

Vorabdruck des Romans Die Nacht von Lissabon in Welt am Sonntag

64

1963

Osnabrück

Verleihung der Möser-Medaille durch die Stadt Osnabrück

65

1967

Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland

69

1968

Darmstadt

Remarque wird korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

70

25. Sep. 1970

Locarno

Tod Remarques in der Clinica Sant’Agnese in Locarno

72

1971

Nachlass-Roman Schatten im Paradies

1989

Osnabrück

Eröffnung des Erich Maria Remarque-Archivs in der Universitäts-Bibliothek Osnabrück

1991

Erstmalige Vergabe des Erich Maria Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück

2.2Zeitgeschichtlicher Hintergrund

ZUSAMMENFASSUNG

Unter Kaiser Wilhelm II. strebte das Kaiserreich durch Flottenausbau und Kolonialpolitik nach „Weltgeltung“. Die Erschießung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28.6.1914 löste Deutschlands Krieg gegen Frankreich aus. Nach einem zermürbenden Stellungskrieg mit zahlreichen Opfern auf beiden Seiten kam es 1918 zum Waffenstillstand und 1919 zur Unterzeichnung des Versailler Vertrags.

1919 trat Kaiser Wilhelm ab und die Republik wurde ausgerufen mit dem Sozialdemokraten Friedrich Ebert als erstem Reichspräsidenten. Infolge der Weltwirtschaftskrise stiegen die Arbeitslosenzahlen an und eine politische Zersplitterung und Radikalisierung führte dazu, dass am 30.1.1933 Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte.

Eine der ersten Aktionen der neuen rechtsradikalen Machthaber war die Verbrennung der „weltbürgerlich-jüdisch-bolschewistischen Zersetzungsliteratur“ am 10. Mai 1933, darunter auch Werke Erich Maria Remarques, dem man „Verrat am Soldaten des Weltkriegs“ vorwarf.

Mit der Entlassung Bismarcks (1890), dessen außenpolitisches Ziel es war, mit Hilfe eines ausgeklügelten Bündnissystems mögliche Konflikte mit den Nachbarn aus dem Weg zu gehen, änderte sich die deutsche Außenpolitik. Wilhelm II. sowie die politisch und wirtschaftlich dominierenden Kreise des Großbürgertums, des Adels und des Militärs träumten von deutscher Größe und Weltmachtgeltung.

Man fasste im Osmanischen Reich Fuß: Deutsche Offiziere waren beim Umbau der türkischen Armee beteiligt, die Bagdad-Bahn (1899–1903) von Istanbul über Bagdad nach Basra wurde von deutschen Banken finanziert. Zwangsläufig wurde auch der Balkan, für die Verbindung mit der Türkei geografisch wichtig, zu einem weiteren Interessengebiet Deutschlands und damit zu einer Region möglicher Interessenkonflikte mit Russland. Auf dem Balkan führten zunehmende panslawistische Strömungen zu einer antiösterreichischen und antideutschen Stimmung.

In der Überzeugung, dass Weltmachtgeltung nur mit einer starken Kriegsflotte zu erlangen sei, forcierte man den deutschen Flottenbau, wodurch sich das bisher insgesamt gute Verhältnis zu England verschlechterte, das seine dominierende Stellung als Seemacht bedroht sah. Um ein Gegengewicht gegen deutsches Expansionsstreben zu schaffen, suchte es seine Beziehungen zu Frankreich zu verbessern („Entente Cordiale“ 1904). In den beiden Marokko-Krisen von 1905/1906 und 1911 arbeiteten England und Frankreich militärisch eng zusammen – es wurde deutlich, dass die Flottenfrage Deutschland und England zu potenziellen militärischen Gegnern gemacht hatte.

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges hatte sich Deutschland durch seine Russland verärgernde Türkeipolitik und sein kurzsichtiges Flottenbauprogramm in eine Außenseiterrolle in Europa manövriert, zumal zu Frankreich ein weiterhin sehr getrübtes Verhältnis bestand. Das hatte zur Folge, dass sich das Deutsche Reich immer stärker an den österreichisch-ungarischen Zweibundpartner anlehnte. Für die Doppelmonarchie war der südslawische Nationalismus, der ein Königreich mit Serben, Kroaten und Slowenen anstrebte, ein besonders gefährlicher Konfliktherd. Politisch wurde Serbien von Russland unterstützt, das an einer Schwächung Österreich-Ungarns interessiert war.

Am 28. 6. 1914 wurden der österreichisch-ungarische Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Frau in Sarajewo von Mitgliedern einer großserbischen Geheimorganisation erschossen. Die dem Zweibundpartner von Wilhelm II. zugesagte uneingeschränkte Unterstützung in dessen Vorgehen gegen Serbien (sog. „Blankoscheck“ vom 5./6. Juli) ermunterte Österreich-Ungarn zur Kriegserklärung an Serbien am 28. 7. Am 30. 7. befahl Russland die Gesamtmobilmachung, was Deutschland mit der Kriegserklärung vom 1. 8. beantwortete. In der Hoffnung, durch schnelles militärisches Handeln Frankreich besiegen und somit einen Zweifrontenkrieg vermeiden zu können, erklärte Deutschland am 3. 8. Frankreich den Krieg und marschierte am 4. 8. unter Verletzung des Völkerrechts in das neutrale Belgien ein. Daraufhin entschied sich England als Garantiemacht für die belgische Neutralität zum Kriegseintritt.

Zunächst schien die deutsche Strategie, die französischen Kräfte weiträumig zu umfassen und einzukesseln, aufzugehen, aber mit der „Marneschlacht“ (6.–10. September 1914) kam es zum Ende des Bewegungskrieges und in den folgenden Jahren zu dem von Remarque geschilderten menschenmordenden Stellungskrieg im Westen mit Drahtverhauen, Unterständen, Grabensystemen und brutalem Kampf Mann gegen Mann. Der Name Verdun steht stellvertretend für diesen Zermürbungskrieg: Allein hier fielen insgesamt 700.000 Deutsche und Franzosen.

Bereits im August und September 1914 wurden bei Tannenberg und an den Masurischen Seen zwei russische Armeen durch die deutschen Truppen unter Hindenburg und Ludendorff geschlagen – der Frieden von Brest-Litowsk (3. März 1918) beendete die Kampfhandlungen an der Ostfront.

Nach dem Ausscheiden Russlands als Kriegsgegner startete die deutsche Heeresleitung im Frühjahr 1918 im Westen noch einmal eine groß angelegte Offensive, jedoch kam der Angriff im Juni nach schwersten Verlusten wiederum an der Marne zum Stehen.