In den Schattenfarben der Rosen - Kurt F. Svatek - E-Book
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Beschreibung

Kurt F. Svatek, mehrmals aus Indien und China für den Nobelpreis für Literatur nominiert, veröffentlicht mit "In den Schattenfarben der Rosen" sein neuntes Buch bei TRIGA - Der Verlag. Kurt F. Svatek sagt: 'Wahrscheinlich ist es immer an der Zeit, Zeitgedichte, oder besser gesagt Gegen-die-Zeit-Gedichte zu schreiben, um Strömungen und Strudel sichtbar zu machen, die in einem selbst oder um einem herum vorhanden sind.' Und so schildert der Autor auch in diesem Band wieder in punktgenauer Sprache feinfühlig existenzielle Momente des Lebens, deckt ideenreich Widersprüchliches in Politik und Gesellschaft auf und bezieht zeitkritisch Stellung. Bisherige Veröffentlichungen bei TRIGA - Der Verlag: 'Des Mondes Silbergarten', Haiku, Senryu und Tanka; 'Herr B. aus Berlin', Deutschsprachige Limericks; 'Die Abende sind lang geworden', Gedichte zum Wintermond; 'Der Weg nach Samara', semantische Essays; 'Weihnachten fällt auf den Weihnachtsinseln wohl ins Wasser', Geschichten, die in den Dezember passen; 'Der Montagmorgenmuffel', Schüttelreime; 'Spruch-Reif', Dem Alltag auf die Finger gesehen, 'Ein Deut Deutsch'. Der Morgen ist heute schon gestern.

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Seitenzahl:39


Kurt F. Svatek

In den Schattenfarben der Rosen

Lyrik

TRIGA – Der Verlag

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© Copyright TRIGA – Der VerlagFeldstraße 2a, 63584 Gründau-Rothenbergenwww.triga-der-verlag.deAlle Rechte vorbehaltenCoverfoto: tundkadrian / photocase.comISBN 978-3-89774-201-7

Der Zeit ihren Geist, dem Geist seine Zeit

Wahrscheinlich ist es immer an der Zeit, Zeitgedichte, oder besser gesagt Gegen-die-Zeit-Gedichte zu schreiben, um Strömungen und Strudel sichtbar zu machen, die in einem selbst oder um einem herum vorhanden sind.

Sichtbar zu machen deswegen, weil viele zwar wissen, dass uns die Wellen vom Jetzt und von unserer derzeitigen Position wegtreiben, wir aber kaum vorausahnen, wo das Schiff einmal landen könnte.

Nur solang die Musik spielt, so lang Sekt, Wein und Bier, vielleicht auch ein wenig Mineralwasser nicht ausgehen, solang es Kaviar, Lachs oder je nach Gusto Schweinebraten und Wiener Schnitzel gibt, will keiner merken, auf was für einen gefährlichen Wirbel selbst ein großes Ausflugsschiff zutreiben könnte. Und der Wasserfall? Wie weit ist der Wasserfall denn noch entfernt?

Ob die Besatzung, die wir uns noch dazu selbst gewählt haben, wirklich so seetauglich ist, wie sie vorgibt, mag bezweifelt werden. Aber besseres Personal steht eben im Augenblick nicht zur Verfügung.

Jedenfalls sind schon einige über Bord gegangen, denen leider nicht mehr geholfen werden konnte, wie der Kapitän auf die Frage eines Journalisten im Stil eines großen Schauspielers tief ergriffen und treuherzig versicherte.

Die Musik auf dem Musikantendampfer wurde nicht unterbrochen, um die Passagiere nicht zu beunruhigen und wahrscheinlich auch, um den Umsatz des Bordrestaurants nicht zu schmälern. Aber wie weit ist der Wasserfall wirklich noch entfernt, wird ihn die Besatzung auf dem Radarschirm geistesgegenwärtig rechtzeitig erkennen? Denn manchmal fragt sich einer schon, wie alles zusammenhängt, grübelt über Ursache und Wirkung und ob alles wirklich so ist, wie es abzulaufen scheint.

Das Wort Geist übrigens kommt aus einer Wurzel, die in alter Zeit erregt, ergriffen,aufgebracht sein und erschaudern bedeutete. Erst später entwickelte sich daraus die Bedeutung Geist, Seele und Gemüt. Das Mehrzahlwort von Geist, Geister, bedeutet Gespenster. Betrachten wir daher unseren Intellekt, die Klugheit und die Auffassungsgabe als etwas Überirdisches, selbst wenn so mancher von uns bedingt durch den Weingeist unsanft auf irdischem Boden landet. Nur den Geist wird einer immer schneller los als die Geister.

Aber so ist das immer mit dem sprichwörtlichen Haar in der Suppe. Es interessieren nicht der abgerundete Geschmack, die ausgeglichene Würze, der ausgewogene Salzgehalt, die lustigen Fettaugen, manche interessiert lediglich, irgendwo ein kleines Haar zu finden. Sollte jemand dann doch eines gefunden haben, so ist es meist nicht das des Koches oder der Köchin, des Küchenjungen, des Lehrmädchens oder des Servierpersonals, sondern einzig und allein sein eigenes.

Darüber hinaus bleibt eine Frage wohl noch für lange Zeit unbeantwortet: Ist die Feder vielleicht doch stärker als das Schwert?

Kurt F. Svatek

Leben ist das, was dir passiert, während du andere Pläne schmiedest.

John Lennon

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