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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Führung und Personal - Sonstiges, Note: 2,0, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Modewort Innovation macht gegenwärtig den Anschein, dass es zum Lebenselixier der modernen Gesellschaft geworden ist. Jedoch sollte anhand der vorherigen Darstellung deutlich geworden sein, dass dieser Innovationsdruck auch negative Folgen, in Form von psychischen Erkrankungen der Mitarbeiter, mit sich bringen kann. Einen Ausweg aus dieser Misere bietet das Konzept der WLB, indem die Unternehmen durch gesundheitsfördernde Maßnahmen in der Lage sind, ihre Mitarbeiter bezüglich deren Stressempfindens zu entlasten. Kombiniert mit dem Modell der Partizipativen Innovationsgruppe, lässt sich das Streben nach Innovation und somit dem Generieren von Wettbewerbsvorteilen vorantreiben. Mit Hilfe der Einbeziehung fremder Sichtweisen gelingt es, die eigene Betriebsblindheit zu überwältigen und neue Lösungswege zu erarbeiten. Unternehmen müssen zukünftig mit einem erhöhten Maß an Flexibilität reagieren, da, im Bezug auf Innovationen, zwei Situationen nie identisch ablaufen und es somit keine Allgemeinlösung für diese Probleme gibt. Andererseits sollte die Gesundheit des einzelnen Mitarbeiters im Vordergrund stehen. So gilt als Hauptursache für den Zuwachs von psychischer Beeinträchtigung eine zunehmende Entgrenzung von Arbeit. Unter diesem Aspekt laufen die Unternehmen zukünftig Gefahr, jene Humanressource zu verschleißen, welche den wirtschaftlichen Erfolg darstellt.
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Veröffentlichungsjahr: 2011
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Der Wandel von einem Hersteller- zu einem Verbrauchermarkt führte zu Beginn des 21.Jahrhunderts zu einem stetig steigenden Wettbewerbsdruck der Unternehmen.1Im Jahre 2005 führte das Beratungsunternehmen McKinsey eine Befragung unter 9.000 Führungskräften durch, welche ihrer Meinung nach die wichtigste Determinante für Wachstum sei. Das Ergebnis war deutlich: Innovation. Innerhalb der heutigen globalen Wissensgesellschaft stellen Innovationen eine Basis bezüglich eines erfolgreichen Wettbewerbs dar. Angesichts der enormen Dynamik der Märkte, werden sich in Zukunft nur noch die rasant wachsenden Unternehmen auf den Märkten durchsetzen.2Innovationen gelten in der heutigen Zeit als entscheidende Determinante für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Aufgrund der verstärkten Dienstleistungsorientierung und des internationalen Wettbewerbs sind die Leistungs-anforderungen an die Mitarbeiter stetig gestiegen. Daraus resultierten komplexere und intensivere Arbeitsanforderungen, welche mehr Zeit beanspruchten, was früher oder später zu einer psychischen Überlastung führen kann.3
Aufgrund der geschilderten Situation wird es Aufgabe dieser Arbeit sein, den Zusammenhang zwischen dem Innovationsstreben einer Organisation und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mitarbeiter zu erarbeiten. Dazu werden in einem ersten Schritt die Begrifflichkeiten Innovation, Stress und Burnout definiert und näher analysiert. Darauf aufbauend wird anhand einer Studie zur Belastung von Führungskräften in Deutschland veranschaulicht, inwieweit Innovationen mit Risiken für die Mitarbeiter verbunden sind. Anschließend werden präventive Maßnahmen besprochen, welche den negativen Folgen entgegenwirken sollen. Dazu zählt einerseits das Konzept der Work-Life Balance und andererseits das der Partizipativen Innovationsgruppe. Beide Ansätze bieten der Organisation die Möglichkeit, einerseits geeignete Mitarbeiter zu akquirieren und andererseits bereits integriertes Personal zu entlasten. Darauf aufbauend wird in Kapitel 4.3 ein eigener Ansatz vorgestellt, in welchem einerseits die Innovationsfähigkeit der Unternehmung gestärkt wird und andererseits die Mitarbeiter im Bezug auf ihr Stressempfinden entlastet werden. Abschließend wird eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnissen dieser Arbeit sowie einem Ausblick geboten.
1Vgl. Verbeck, A.: Kooperative Innovation: Effizienzsteigerung durch Team-Management. Zürich, 2001, S. 1.
2Vgl. Gassmann, O.; Kobe C.: Management von Innovationen: Quantensprünge in der Entwicklung erfolgreich managen. Berlin, 2006, S. 3-5.
3Vgl. King, E.B.; de Chermont, K.; West, M. u.a.: How innovation can alleviate negative consequences of de-manding work contexts: The influence of climate for innovation on organizational outcomes. In: Journal of Oc-
cupation and Organizational Psychology, 80 (2007), S. 634.
Vgl. Ophey, L.: Entwicklungsmanagement: Methoden in der Produktentwicklung. Heidelberg, 2005, S. 18.
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