Integration als Plastikwort? - Boris Reinecke - E-Book

Integration als Plastikwort? E-Book

Boris Reinecke

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Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Seminar: Soziologie und historische Semantik, Sprache: Deutsch, Abstract: Ob beim Fachsimpeln über das neue Mannschaftsmitglied der Lieblingsmannschaft, beim Gespräch über das neue Kind in der Schulklasse, oder bei spontansoziologischen Stammtischgesprächen über "die Moslems" in der BRD: Gern und oft wird im Alltag von Integration gesprochen und davon, dass sie im besprochenen Fall gelungen, missglückt, verweigert worden, notwendig, unmöglich oder anderes sei. Ein Begriff der Wissenschaft wird hier verwendet als Wort der Alltagssprache. Sprechen Fachkundige der Politikwissenschaft oder Soziologie von Integration, so tun sie das im Idealfall unter wissenschaftlichen Bedingungen: Integration wird als definierter Begriff behandelt, in einen theoretischen Kontext eingebettet, Extension und Intension sind mehr oder minder deutlich abgegrenzt, sodass dieses Wort als Fachbegriff brauchbar ist. In Äußerungen zu Integration innerhalb der Alltagssphäre hingegen bleibt unklar was mit Integration gemeint sein könnte, ob soetwas wie theoretische Grundannahmen hinter der Verwendung des Wortes stehen und falls ja, welche das sein könnten. Kurz gesagt: Extension und Intension scheinen stets unterschiedlich und sind meist unbekannt oder diffus. Statt Begriff drängt sich hier schon eher die Bezeichnung Plastikwort auf, die Uwe Pörksen für Wörter wie Entwicklung, Sexualität oder Kommunikation prägte. Ob das Wort "Integration" nun tatsächlich auch als Plastikwort zu begreifen ist, wird nachfolgend zu beweisen sein.

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